Archiv - Dezember 2006

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Sonntag 31.12.06, 15:00 Uhr

Januar-Programm des Sozialen Zentrums

Das Soziale Zentrum an der Rottstr. 31 hat seinen Januar-Programm-Flyer veröffentlicht und widmet den Einleitungstext der Solidarität mit der Freien Uni: “Wir, das Soziale Zentrum, sehen in der Freien Uni Bochum einen weiteren linken Freiraum in Bochum, den es lohnt zu erhalten und dafür zu kämpfen. Wir finden es wichtig, sich auch in diesen Kampf mit einzumischen, sich mit den BewohnerInnen der FUB zu solidarisieren und sie zu unterstützen. Wir wünschen der FUB, wir wünschen uns allen, dass dieser Kampf erfolgreich ist und das politisch-kulturelle Leben in Bochum um einen weiteren Freiraum erweitert wird.”
Ein weiterer Schwerpunkt des SZ bleibt der Antifa-Bereich. Am Dienstag, dem 30. Januar informiert ein Referent des „Antirassistischen Bildungsforums Rheinland“  über “Das Versteckspiel – Symbole, Codes und Lifestyle der extremen Rechten”.

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Freitag 29.12.06, 20:00 Uhr

FUB erklimmt den Förderturm

FUB bleibt!Über großen Teilen der Innenstadt war am heutigen Freitag die Forderung “Für freie Bildung! FUB bleibt!” deutlich zu lesen. In 70 Meter Höhe haben UnterstützerInnen der Freien Uni Bochum (FUB) ein überdimensionales Solidaritäts-Transparent entrollt. Für die Aktion wurde der Förderturm am Bergbau-Museum kurzzeitig besetzt. Die Freie Uni schreibt: »Mit dem spektakulären Auftritt wollten die AktivistInnen für den Erhalt des selbstverwalteten Veranstaltungszentrums auf dem Bochumer Uni-Campus demonstrieren.« Näheres mit weiteren Fotos ist auf der Webseite der FUB zu finden.

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Freitag 29.12.06, 08:00 Uhr

FrauenGesundheitsZentrum mit neuem Programm

Das FrauenGesundheitsZentrum (FGZ) hat sein Programm für das erste Halbjahr 2007 veröffentlicht. Zum Vormerken: Am 15. Juni feiert das FGZ das fünfjährige Jubiläum der Eröffnung seiner Räume in der Alsenstraße. Zum Halbjahresprogramm des FGZ.

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Donnerstag 28.12.06, 20:00 Uhr

Georgien zwischen Rosen und Dornen

Devi Dumbadze, Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft an Ruhr-Uni, informiert am Samstag, 30. Dezember, 16 Uhr in der Freien Uni über die jüngsten Entwicklungen in Georgien. In der Einladung heißt es: »Während der sogenannten „Rosenrevolution“ in 2003 gab es in Georgien einerseits einen mehr oder wenig breiten zivilgesellschaftlichen Aufschwung. Andererseits gelang es der neuen Regierung unter den Präsidenten Saakaschwili mit beispielloser Unterstützung in der Bevölkerung in den ersten Jahren seiner Präsidentschaft (96% Stimmen in den Wahlen 2004) genau jene umstrittenen Reformen zügig durchzusetzen, welche durch die Regierung unter dem der Korruption bezichtigten Schewardnadse lange hinausgeschoben wurden. (weiterlesen)

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Mittwoch 27.12.06, 18:00 Uhr

Sonntag ab 21.00 Uhr: FUB-bleibt-Silvesterparty

Die Freie Uni lädt zur Silvesterparty: »Das Jahr 2006 neigt sich dem Ende zu – ein Jahr, das viele von uns nicht so schnell vergessen werden. Nicht nur der Kampf für freie Bildung und ein gerechtes Bildungssystem, sondern auch der Widerstand gegen Naziaufmärsche und den Naziladen, der ver.di-Streik im öffentlichen Dienst, das Engagement gegen Hartz-IV-Zwangsumzüge und 1-Euro-Ausbeutung, die Aktionen für einen gesetzlichen Mindestlohn, die Opel-Solidarität, die Mobilisierung zu den Castor-Transporten und zu den Großdemos gegen Sozialabbau haben gezeigt: Die sozialen Bewegungen in Bochum sind enger zusammengerückt, besonders was die Vernetzung zwischen den Aktiven in der Stadt und an der Uni angeht.
Um das Jahr 2006 gebührend (aber gebührenfrei) ausklingen zu lassen und um beste Vorraussetzungen für ein kämpferisches 2007 zu schaffen, lädt die Freie Uni Bochum zur Silversterparty ein. Mit Musik, guter Laune, entflammBAR-Cocktails und der Möglichkeit zum entspannten Quatschen werden wir gemeinsam die Verhältnisse zum Tanzen bringen.
Wir starten mit Schwung und kein bißchen leise ins neue Jahr, stecken aber unsere Kohle eher in sinnvolle Projekte als in Böller und Raketen. Dazu rufen wir auch alle auf, die mit uns Silvester feiern.«

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Mittwoch 27.12.06, 13:40 Uhr

Richtigstellung: Radio El Zapote wurde gesendet

“Radio 98.5 Radio Bochum” schreibt: “Ein Blick auf den Bürgerfunkplan hätte gereicht, um zu sehen, dass sowohl am 1. Feiertag, wie auch am 2. Weihnachstfeiertag nach dem Wochenendschema gesendet wurde. Nämlich Bürgerfunk von 18 – 20 Uhr. Es wäre auch sehr schön, wenn Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite mit unserem richtigen Namen “98.5 Radio Bochum” versehen würden. Was die “Zensur” der anderen Bürgerfunksendung angeht, kann ich Ihnen nur mitteilen, dass es mit der Clearingstelle abgesprochen war, dass die Sendung nicht ausgestrahlt wird. Ich möchte Ihnen ersparen hier einzelne Textpassagen zu nennen.” Radio “El Zapote” hatte eine Stellungnahme veröffentlicht, dass seine Sendung nicht gesendet worden sei. Dies hatte bo-alternativ in einer Meldung berichtet.

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Zu dieser Meldung gibt es eine Richtigstellung
Dienstag 26.12.06, 17:13 Uhr

Zensur beim Bochumer Lokalsender?

Der Lokalsender “98,5 Radio Bochum” hat die für gestern Abend im Rahmen des Bürgerfunks vorgesehen Sendung von “Radio El Zapote” (siehe Ankündigung) nicht gesendet. Gründe hierfür wurden nicht genannt. Der Lokalsender war heute Nachmittag auch telefonisch nicht erreichbar. Radio El Zapote schreibt: “In Erfahrung bringen konnten wir allerdings schon heute, dass eine weitere, befreundete Gruppe fernmündlich informiert wurde, dass ihre Sendung aufgrund der musikalischen Klangfarbe und Inhalte weder ausgestrahlt noch in den musikalischen Weihnachtsrausch passen würde! In unserem Fall war dem qua Information nicht so!
Sollte sich allerdings herausstellen, dass unsere Sendung vor dem Hintergrund eben jener Kriterien – musikalische Gewichtung und politische Inhalte, im konkreten Fall: die Verbrechen eines Augusto Pinochet in Chile – der Zensur zum Opfer gefallen ist, so werden wir gegen diese Herangehensweise Widerstand organisieren…” Die Erklärung von Radio El Zapote im Wortlaut.

Die Mitteilung von Radio El Zapote, dass der Beitrag nicht gesendet wurde, war falsch. Zur Richtigstellung. 

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Dienstag 26.12.06, 15:45 Uhr

Freie Uni sagt Danke für “Weihnachtssolidarität”

Rainer Einenkel, Werner Schwarz und René Voss bieten sich als Vermittler an

Die von der Räumung bedrohte Freie Universität Bochum (FUB) bedankt sich “für die riesige Solidarität”, die die Aktiven über die Weihnachtsfeiertage erfahren haben. “Wir sind mit Plätzchen, Schokolade und Weihnachtsessen von solidarischen Menschen aus der Stadt fast überschüttet worden”, sagt Katharina Teiting von der Freien Uni.
In vielen gesellschaftlichen Bereichen nimmt die Unterstützung für die Freie Universität weiter zu. Der Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel hat sich mit einem offenen Brief an den Rektor der Ruhr-Uni gewandt. In dem Schreiben stellt er fest, dass er und seine “Betriebsrats- und Gewerkschaftskollegen von Opel ohne Einschränkung die Forderung der Studierenden nach Abschaffung der Studiengebühren sowie in ihrem Bemühen, die Freie Uni Bochum aufrechtzuerhalten” ohne Einschränkung unterstützten. Weiter bittet Einenkel den RUB-Rektor, “alles zu tun, damit es zu einer Verhandlungslösung kommt und ein Polizeieinsatz vermieden wird. Die politische Verantwortung des Polizeieinsatzes würde bei Ihnen liegen, da Sie mit Ihrer Strafanzeige wegen angeblichen Hausfriedensbruchs die Voraussetzungen dafür geschaffen haben. Eine gewaltsame Lösung würde unermesslichen Schaden für das Ansehen der Ruhr-Uni sowie aller Beteiligten nach sich ziehen.” Außerdem bietet Einenkel sich als Vermittler in dem Konflikt zwischen Rektorat und Freier Uni an. Neben Einenkel haben sich auch der AKAFÖ-Verwaltungsratsvorsitzende René Voss und der RUB-Personalratsvorsitzende Werner Schwarz als Moderatoren für weitere Verhandlungen zwischen Freier Universität und dem Rektorat der Ruhr-Uni angeboten. (weiterlesen)

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Montag 25.12.06, 19:04 Uhr

Nazi-Laden beklebt

naziladenAuf Indymedia ist unter der Überschrift “Weihnachtsschmuck für Thor Steinar-Laden” zu lesen: »Der Bochumer Thor Steinar Laden „Goaliat“ wurde anscheinend in der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember 2006 von AntifaschistInnen aufgesucht und mit dem Etikett „Naziladen“ geschmückt. Am Weihnachtsnachmittag traf Ladeninhaber Thorsten Kellerhoff nebst Gattin ein, um der herbeigerufenen Polizeistreife die geschmückte Frontscheibe seines Ladens zu präsentieren.« Näheres.

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Montag 25.12.06, 13:09 Uhr
Frauenbuchladen Amazonas:

Es heißt Abschied nehmen

amazonasDer Frauenbuchladen verabschiedet sich auf seiner Webseite: »Nach 28 Jahren bewegter und bewegender Geschichte schließt der Frauenbuchladen Bochum zum 31. Dezember. All die Worte zwischen Buchdeckeln – verschickt, verkauft, verschenkt, am Ende weggepackt. Eine Tür geht zu. Wir danken all unseren Kundinnen, die uns in diesen Jahren begleitet haben. Lebt wohl.«
Die Buchladenfrauen schreiben: »Viele Regalfächer sind bereits leer, andere bergen noch ungehobenene Schätze, Vorratsgeschenke für kommende Feste und Urlaubslektüre “auf Halde” für die nächsten Male. Wie heißt es so zupackend: ALLES MUSS RAUS.
Bis zum Samstag, dem 30. Dezember ist der Laden geöffnet (Samstag bis 18 Uhr) – und frau hat Gelegenheit, auch persönlich Abschied zu nehmen, am 29. und 30. auch bei einer Tasse Tee oder Glühwein – wir freuen uns auf Euch.«

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