Samstag 19.04.14, 20:58 Uhr

3. Mai: Pro NRW – 8. Mai: Bernd Lucke

Die ultra-rechte Splitterpartei Pro NRW hat nach Angaben der Polizei für Samstag, den 3. Mai um 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Husemannplatz angemeldet. Auf der Webseite von Pro NRW wird allerdings immer noch der 10. Mai als Bochumer Station der Demo-Rundreise angegeben. Das Bochumer Bündnis gegen Rechts mobilisiert zu einer Gegendemonstration am 3. Mai. An dem Tag werden SPD, CDU und Linke Wahlkampfstände am Husemannplatz aufbauen. Auch die AfD als härtester Konkurrent von Pro NRW um Stimmen am rechten Rand hat dort einen Stand angemeldet. Eine Wahlkampf-Veranstaltung mit ihrem Bundesvorsitzenden Lucke hat die AfD am 8. Mai um 19 Uhr in der Stadthalle Wattenscheid angekündigt.

Samstag 19.04.14, 14:34 Uhr
Zu den politischen Hintergründen der „Alternative für Deutschland“ (AfD)

Keine Alternative für Deutschland!

Am Dienstag, den 29. April referiert Andreas Kemper um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über die politischen Hintergründen der „Alternative für Deutschland” (AfD). In der Einladung heißt es: »In der AfD versammeln sich die selbst ernannten Leistungsträger der Gesellschaft, die sich in ihren schmucken Einfamilienhäusern aggressiv nach »unten« abgrenzen, nationalkonservative Überzeugungs-täterInnen, die allenthalben den Untergang des Abendlandes wittern, und Menschen, die glauben, sie könnten in Merkels Deutschland nicht mehr sagen, was sie meinen – vor allem, wenn es um »Ausländer«, Homosexuelle und Muslime geht. In der Alternative für Deutschland werden wohlstandschauvinistische, marktradikale, nationalistische und rassistische Positionen vertreten. Die Mehrheit um Parteichef Bernd Lucke verfolgt die Linie, nationalistisch-konservative mit neoliberalen wirtschaftspolitischen Positionen zu verknüpfen. (weiterlesen)

Samstag 19.04.14, 11:37 Uhr
Karfreitag im Sozialen Zentrum:

Always look on the bright side of life

Es war eine eindrucksvolle Demonstration gegen klerikale Bevormundung. Die Initiative Religionsfrei im Revier hatte in das Soziale Zentrum geladen, um den Film Das Leben des Brian zu zeigen und damit gegen das Feiertagsgesetz NRW zu verstoßen. Dieses Gesetz verbietet an stillen Feiertagen jede organisierte Fröhlichkeit. Selbst wenn keine Christenseele gestört wird, droht das Gesetz mit Strafe, wenn zum Beispiel die Filmkomödie Das Leben des Brian gezeigt. Zur ersten Aufführung des Films an diesem Abend in deutscher Sprache kamen mehr BesucherInnen als Platz im Saal des Sozialen Zentrums vorhanden ist. Viele blieben im Thekenraum und waren gespannt, ob die Staatsmacht erscheint und gegen die Filmvorführung einschreitet. Radio Bochum hatte in einer Meldung über die geplante Veranstaltung berichtet und angedeutet, dass das Ordnungsamt Kontrollen angekündigt habe. An diesem Abend gab sich jedenfalls niemand als Kontrolleti vom Ordnungsamt zu erkennen. Auch die zweite Filmvorführung, dieses Mal in englischer Sprache, fand erstaunlich viele ZuschauerInnen. Das Fazit der Initiative Religionsfrei im Revier: Der Kampf gegen klerikale Vorschriften ist immer mühsam und zäh gewesen, aber nur selten hat er soviel Spaß gemacht, wie bei den Karfreitagsaktionen: Always look on the bright side of life.

Freitag 18.04.14, 13:35 Uhr
Neuer DGB/VHS-Kurs „Arbeit und Leben“ ab 29. April 2014

Crash-Kurs Hartz IV…

...Grundsicherung im Alter, bei dauerhafter voller Erwerbsminderung

Im zehnten Jahr schon bietet das Projekt „Arbeit und Leben“ von DGB und Volkshochschule an sieben Donnerstagen einen fortlaufenden kostenfreien Kurs an. Beginn ist am 29. 4., 18.00 – 20.30 Uhr. Ende am 17.06. Im Ankündigungstext heißt es: Auf Hartz IV bist Du schneller als Du denkst. Da gilt es zur Vorbereitung zu wissen, welche Rechte bestehen und wo Fallstricke drohen: Ersparnisse und Lebensversicherungen sind rechtzeitig “hartz-fest” zu machen, die Wohnungskosten ebenso. Mit Lebenspartner/innen drohen Überraschungen, ebenso in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten, ohne tatsächlich diesen gegenüber einen Unterhaltsanspruch zu haben. Das Lebenseinkommen sinkt, im Alter bleibt oft nur die rentenergänzende Grundsicherung. (weiterlesen)

Freitag 18.04.14, 11:35 Uhr
Radtour der Bochumer Geschichtswerkstatt

Zwangsabeit und Zwangsarbeiterlager

Am Samstag, den 26.April wird die Bochumer Geschichtswerkstatt eine Stadtrundfahrt per Rad zum Thema Zwangsarbeit und Zwangsarbeiterlager während der NS-Zeit durchführen. Im gesamten Bochumer Stadtgebiet wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa 100 Zwangsarbeiterlager errichtet. Männliche und weibliche Arbeitskräfte aus Holland, Belgien, Frankreich, Polen, Russland, Weißrussland, der Ukraine und aus anderen besetzten Gebieten wurden damals in Bochumer Betrieben zwangsweise beschäftigt. In den zwei Bochumer Außenlagern des KZ Buchenwald waren überwiegend jüdische Häftlinge interniert, von denen viele aus Ungarn stammten. (weiterlesen)

Donnerstag 17.04.14, 16:53 Uhr

Bochumer Nazi-Adressen veröffentlicht

Der Wahlausschuss des Rates der Stadt Bochum hat gestern die Vorschläge zur Kandidatur für die Kommunalwahl geprüft und entschieden, welche Kandidaturen zugelassen werden. Neben den bisher im Rat vertretenen Listen treten an: Piraten, Pro NRW, AfD und Stadtgestalter. Heute wurden Namen und Adressen sämtlicher KandidatInnen veröffentlicht. Wer schon immer mal wissen wollte, wer aus seiner Nachbarschaft bei NPD, Pro NRW oder AfD aktiv ist, kann es jetzt nachlesen. Namen und Adressen der KandidatInnen für den Rat und die Bezirksvertretungen.

Donnerstag 17.04.14, 11:12 Uhr

Der Genozid an den ArmenierInnen

Der Armenisch-Akademischer Verein lädt am Samstag, den 26 April um 16 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung in Bochum für die Opfer des Genozids an den ArmenierInnen vor 99 Jahren ein. Die Veranstaltung findet in der Christuskirche in Bochum-Linden, Hattinger Str. 786 statt. In der Einladung heißt es: »Es ist der 99. Jahrestag: Am 24. April 1915 begann jenes furchtbare Verbrechen, das uns allen bis heute so unfassbar erscheint- der türkische Völkermord an den Armeniern. Anderthalb Millionen Todesopfer allein unter den Armeniern, dazu Hunderttausende Griechen, Assyrer/ Aramäer, Eziden und Angehörige anderer ethnischer/religiösen Minderheiten, die ihr Leben lassen mussten.« Der Einladungsflyer mit dem Programm der Veranstaltung.

Donnerstag 17.04.14, 07:37 Uhr
Ostermarsch Ruhr

Ukraine, Waffenexporte, EUROSUR

„NATO- und EU-Kriege stoppen, Atomkraft und Atomwaffen abschaffen – Für eine zivile EU!“ so lautet das Motto des diesjährigen Ostermarsches. Die Politik Russlands und der NATO machen in der Auseinandersetzung um die Ukraine deutlich, dass auch in Europa nach wie vor ein Krieg möglich ist. Daher wird die Ukraine zentraler Gegenstand des diesjährigen Ostermarsches Rhein/Ruhr sein. Mit einer aktuellen Beilage zu diesem Thema ist der Ostermarschaufruf ergänzt worden. 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkriegs und 75 Jahre nach Beginn des 2. Weltkriegs will der Ostermarsch angesichts der bevorstehenden EU-Wahl gegen die zunehmend militärische Rolle der EU protestieren. Mit Blick auf Deutschland stehen die unverändert hohen Rüstungsexporte im Zentrum der Kritik. Der DGB in der Region Ruhr Mark und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen dazu auf, die Aktionen der Friedensbewegung zu unterstützen. Die traditionelle Abschlussveranstaltung der Sonntagsetappe in Bochum findet um 16 Uhr im Bahnhof Langendreer statt. Das Thema lautet hier: “EUROSUR muss baden gehen! Die militärische Abschottung der EU gegenüber Flüchtlingen”. Referent ist der Journalist Matthias Monroy, der über das neue Grenzkontrollsystem der EU referiert. (weiterlesen)

Mittwoch 16.04.14, 15:41 Uhr

Zur aktuellen Situation in Syrien

Am Donnerstag, den 24.04., um 19.00 lädt der Bahnhof Langendreer zur Veranstaltung „Syrien – Überleben und Zukunft im alltäglichen Grauen“ ins Studio 108 ein. Referieren wird Elias Perabo von der Kampagne „Adopt a Revolution“. Anschließend berichtet Yamen Abou Oun von der Syrien-AG des Flüchtlingsrats NRW von seiner Reise nach Syrien im Dezember 2013 und präsentiert seine Fotoserie. In der Ankündigung heißt es: »Die Friedensverhandlungen in Syrien verliefen ergebnislos, die Kämpfe sind erbitteter denn je. Zwischen der Gewalt des Assad Regimes und den Dschihadisten versuchen zivilgesellschaftliche Initiativen Strukturen für die Zukunft aufzubauen. Wie aber kann eine Perspektive für Syrien aussehen? Elias Perabo berichtet und gibt Ausblick auf die aktuelle Situation. Er ist Mitbegründer von ‘Adopt a Revolution’, einer 2011 von syrischen und deutschen Aktivst*innen ins Leben gerufene Initiative, die den zivilen, friedlichen Widerstand und den zivilgesellschaftlichen Aufbau in Syrien unterstützt. Die AG syrischer Flüchtlinge wurde vom Flüchtlingsrat 2013 initiiert, um den Nachzug von Fa­milienangehörigen zu erleichtern.«

Mittwoch 16.04.14, 15:36 Uhr

Antifaschistische Bochumer Blätter

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hat eine neue Ausgabe ihrer Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB) veröffentlicht. Das Schwerpunktthema ist diesmal der Beginn des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren. Hierzu sind Hintergrundartikel, Fotos und Dokumente sowie Hinweise auf die Ausstellung im Stadtarchiv enthalten. Außerdem berichtet die VVN über die Auseinandersetzung um den Namen des Moltkemarktes auf dem Springerplatz und die Unterschriftensammlung, die sich gegen die Hindenburg-Ehrenbürgerschaft in Bochum wendet. Auch das aktuelle Thema AfD greifen die ABB auf. (weiterlesen)

Dienstag 15.04.14, 16:06 Uhr

Asbestbelastung im Ruhr-Park?

Nach Auffassung der Bochumer Linken weisen die Arbeiten zur Modernisierung des Ruhr-Parks erhebliche Sicherheitsmängel  auf.  Theobald Ciochon, Vertreter Der Linken in Bochum in der Bezirksvertretung Nord und erneuter Kandidat erklärt, das Einkaufszentrum sei vornehmlich in den Jahren gebaut worden, in denen Asbest als Stoff verbaut worden sei. Er fordert die Bauaufsicht auf, für Klarheit zu sorgen. „Schon zu Beginn der Baumaßnahmen habe ich meinen Verdacht geäußert, dass Asbest zu Problemen bei den Arbeiten führen werde. Jetzt frage ich mich, wie ernst die Bauaufsicht die Sicherheit der Menschendort nimmt“, so der Bezirksvertreter Der Linken im Bochumer Norden. (weiterlesen)

Dienstag 15.04.14, 15:55 Uhr

Christian Hirdes im Biercafé

Am Mittwoch, den 15. 4. ab 20.15 tritt Christian Hirdes im Biercafé auf. Die Ankündigung verspricht: »Nach mehreren Programmen und rund 15 Jahren auf Deutschlands Comedy- und Kabarettbühnen ist Christian Hirdes weiterhin auf “live-und-solo-Tour 1995-2048″. Kein neues Programm, sondern ein Mix aus guten alten Nummern und immer wieder überraschenden kleinen Premieren. Aus Liedern, Gedichten und Geschichten. Aus Spaß und Ernst. Vielleicht erzählt der vielfache Preisträger (Prix Pantheon, St. Ingberter Pfanne, Tegtmeiers Erben) wieder mal von Lisa und ihren vier chinesischen Freundinnen. (weiterlesen)

Dienstag 15.04.14, 15:48 Uhr

Das andere Geschlecht

Am Montag, dem 28. April startet um 16 Uhr in der  Frauenbibliothek Lieselle an der Ruhr-Uni ein Lesekreis des Autonomen FrauenLesbenreferats zu “Das andere Geschlecht”. In der Ankündigung heißt es: »Die Darstellung der Welt sowie die Welt selbst ist das Werk der Männer. Sie beschreiben die Welt aus ihrer Sicht, die sie mit der absoluten Wahrheit verwechseln.“ (Simone de Beauvouir) Simone de Beauvoir veröffentlichte 1949, wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs »die Bibel des Feminismus«, Das andere Geschlecht, und analysiert darin mit einer bemerkenswerten Klarheit die Situation der »Frau«, wie kaum eine andere Denkerin vor ihr. Der Neuen Frauenbewegung der 70er und 80er Jahre ist es zu verdanken, dass ihr Werk auch im deutschen Kontext an Bedeutung gewann. Leider findet Beauvoirs Werk in den derzeitigen wissenschaftlichen Diskursen kaum noch Beachtung.«

Sonntag 13.04.14, 19:21 Uhr

Der Trend der Aufklärung

Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst feiert in dieser Woche, dass in der Landeshauptstadt weniger als 50 Prozent der EinwohnerInnen einer der beiden großen staatlich subventionierten Kirchen angehört. Dieser statistische Punkt ist in Bochum noch nicht erreicht. Aber der Trend geht dahin. Von 1992 bis 2011 sank die Zahl der als evangelisch registrierten BochumerInnen von 165.728 auf 118.118. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der KatholikInnen im Melderegister von Bochum von 157.020 auf 119.514 ab. Die Zahl der BochumerInnen, die den beiden Großkirchen nicht angehören, stiegt von 85.524 auf 128.422. Quelle: Statistische Jahrbücher der Stadt Bochum

Sonntag 13.04.14, 09:51 Uhr
Der Weg des Plakatmalers Friedrich Wessel

“Durch den Kamin gehen”

Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit

Am Dienstag, dem 15.04.2014 findet um 19.00 Uhr im Haus der Rosa Strippe, Kortumstraße 143 ein Vortragsabend statt, der die Geschichte der Verfolgung schwuler Männer während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft nachzeichnet. In der Einladung wird daran erinnert: »Seit Beginn ihrer Arbeit 1980 beschäftigt sich die Rosa Strippe e.V. mit der Verfolgung schwuler Männer zwischen 1933 und 1945. Schätzungen gehen von 5.000 bis 15.000 homosexuellen lnhaftierten in den damaligen Konzentrationslagern aus. Sehr viele wurden dort ermordet. Außerdem wurden mehr als 50.000 Männer mittels des von den Nationalsozialisten verschärften §175 verurteilt. Nach 1945 setzte sich auch die juristische Verfolgung bis 1969 unvermindert fort. Erst 1969 wurde die nationalsozialistische Fassung des §175 entschärft und einvernehmliche Beziehungen zwischen erwachsenen Männern damit straffrei. (weiterlesen)

Freitag 11.04.14, 21:29 Uhr
Linksjugend: Die Kurve gehört uns! – Keine Nazis im Stadion!

Aktion vor dem Ruhrstadion

Hannah Bruns von der Linksjugend [‘solid] Bochum erklärt in einer Pressemitteilung: „Aufgrund der Vorkommnisse im Ruhrstadion in den letzten Wochen möchten wir als Linksjugend [‘solid] Bochum klar Stellung beziehen: Rassismus, Homophobie und jede Art von menschenverachtende Hetze lehnen wir klar ab. Wenn Fangruppen wie die Brigade Bochum ins Ruhrstadion kommen, um gegen Menschen zu hetzen, die nicht in ihr Weltbild passen, ist das für uns ein Grund, aktiv zu werden. Daher rufen wir dazu auf, uns am 13.04. um 12.30 vor dem Ruhrstadion zu treffen und darüber aufzuklären, wer im Ruhrstadion neuerdings versucht Fuß zu fassen: Neo Nazis. (weiterlesen)


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