Mittwoch 26.11.14, 10:03 Uhr

Drehen an der Gebührenschraube

Die Soziale Liste schreibt: »Erneut müssen sich Bochums Bürgerinnen und Bürger für das kommende Jahr auf höhere kommunale Gebühren und Entgelte einstellen, darauf weist Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste hin. Nach den Planungen der Verwaltung sollen zum neuen Jahr die Gebühren und Entgelte für die Abfallbeseitigung, die Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser, die Straßenreinigung und die Urnenbestattung steigen. Um 12 € soll sich auch die Hundesteuer für einen Hund auf 156 € erhöhen. Während auf die rückläufige Nachfrage von teuren Sargbestattungen mit (geringen) Gebührensenkungen reagiert werden soll, schlägt die Verwaltung vor, die vermehrte Inanspruchnahme von Urnenbestattung mit steigenden Gebühren um durchschnittlich 1,3 % zu verteuern. (weiterlesen)

Dienstag 25.11.14, 20:01 Uhr

NPD-Cremer hetzt gegen JournalistInnen

Das Antifa-Portal Braun raus schreibt über den Bochumer NPD-Landesvorsitzenden: »Mit einer Art Steckbrief hetzten Berliner Rechtsextremisten in der vorigen Woche gegen Journalisten – das Ganze im Schutz der Anonymität. Ein NPD-Landesvorsitzender fand die Aktion so gut, dass er die Grafik jetzt auf seine Facebook-Seite übernahm. Das Bild zeigt die Porträts von insgesamt 18 Fotojournalisten samt ihrer Namen und der Überschrift „Achtung Antifa Fotografen“. Die Veröffentlichung fügt sich ein in eine Serie von Bedrohungen und Attacken gegen Journalisten, die über die von der NPD und der neonazistischen Kleinpartei „Die Rechte“ unterstützten Aktionen gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Marzahn berichteten. Die Angriffe von Rechtsextremisten auf die Presse nähmen zu, konstatierte die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) am Freitag. An Politik und Sicherheitsbehörden appellierte der Berliner Landesverband der Journalistengewerkschaft: „Der Innensenator und die Polizei dürfen nicht zulassen, dass quasi mit Hilfe von Steckbriefen zu Anschlägen auf die Pressefreiheit und ihre Vertreterinnen und Vertreter aufgerufen wird.“ (weiterlesen)

Dienstag 25.11.14, 10:36 Uhr

Die letzten Tage der Menschheit

Manfred Böll liest Karl Kraus

Am kommenden Sonntag, 30.11.14 um 19:30 Uhr, liest Manfred Böll im Rottstr 5 Theater aus dem Weltkriegsdrama von Karl Kraus. In der Vorankündigung heißt es: »In dem Drama “Die letzten Tage der Menschheit” erleben wir einen modernen Totentanz, in dem Operettenfiguren die Tragödie der Menschheit spielen, der weit über Wien und den Untergang der Donaumonarchie hinaus, auf die allgemeine Verrohung und Verdummung hinweist, die der Krieg gebiert. Kraus Tragödie, entstanden unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs und seiner Gräueltaten, stellt mit unheimlicher, geradezu apokalyptischer Weise, diese Katastrophe dar.
Karl Kraus: “Die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, sind wirklich geschehen; ich habe gemalt, was sie nur taten. Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind wörtlich gesprochen worden. die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind wirklich gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate. (Sätze, deren Wahnwitz unverlierbar dem Ohr eingeschrieben ist, wachsen zur Lebensmusik.) Wer schwache Nerven hat, wenn auch genug starke, entferne sich von dem Spiel.“«
Karten: 13 €; erm. 7 €

Dienstag 25.11.14, 10:34 Uhr
Gesamtschulperspektive für den Bochumer Norden?

Längeres gemeinsames Lernen

Die Initiative “Länger gemeinsam lernen in Bochum” führt am kommenden Donnerstag, den 27. November  im Kulturrat Gerthe, Lothringer Str. 36, eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zu integrierten Schulformen durch. Walter Bald, Schulleiter der Erich-Kästner-Schule, und Heike Böving von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW stellen die Schulform Gesamtschule vor. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr.

Dienstag 25.11.14, 10:08 Uhr

Solidarität mit dem
Job-Center-Personalrat

In einer gemeinsamen Stellungnahme erklären die Fraktion Der Linken im Bochumer Rat, der Kreisverband Die Linke Bochum sowie die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen ihre Solidarität mit dem Betriebsrat des Jobcenters Bochum: »Mit Sorge nehmen Die Linke im Rat der Stadt Bochum und der Kreisverband Bochum Der Linken zur Kenntnis, dass die Geschäftsführung des Jobcenters Bochum ihre Klage gegen den eigenen Personalrat bisher nicht zurückgenommen hat. Wir verurteilen den Versuch der Geschäftsführung des JobCenters, den aktiven Personalrat einzuschüchtern. (weiterlesen)

Montag 24.11.14, 21:48 Uhr

Soli-Brunch gegen Nazis und Repression

Die „AG Schlemmen gegen Rechts“ lädt am Samstag, 6. 12. ab 11 Uhr ins Soziales Zentrum Bochum zu einem leckeren vegan/vegetarischen Buffet in gemütlicher Atmosphäre ein. In der Einladung heißt es: »Hintergrund ist die Repression gegen Aktivist*innen, die im Dezember 2013 auf Naziumtriebe an der RUB aufmerksam machten. Wir sind der Meinung, dass diese alleine nicht auf den im Rahmen der Verfahren entstanden Kosten sitzen bleiben sollten. (weiterlesen)

Montag 24.11.14, 11:28 Uhr

Netzpolitischer Abend im Labor

Am Donnerstag, den 27. November findet in den Räumlichkeiten des Labor e.V., Alleestraße 50 um 20:00 Uhr ein Netzpolitischer Abend statt. In der Ankündigung heißt es: »Es wird Zusammenfassung der netzpolitischen Ereignisse der letzten Tage in Form eines Vortrags geben um auf dieser Basis  Diskussionen führen zu können. Hier die geplanten (aber noch nicht festgesetzten) Themen. Diese Veranstaltung ist _keine CryptoParty_, bei der man das Nutzen von überwachungsfreier Soft- und Hardware lernt, sondern ein Diskussionsabend über die digitale Politik im und mit dem Netz. Am Ende der Diskussion wird es dann ein Zusammenkommen der Nutzer des freien sozialen Netzwerkes “Diaspora*” (eine dezentrale Alternative für Facebook) geben zu der auch gerne Neulinge eingeladen sind.«

Montag 24.11.14, 11:14 Uhr

Ersatz für Rodungen in Weitmar?

Jürgen Dassow von der Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar schreibt: »Die Rodungsarbeiten für die nach meiner Meinung völlig unsinnige Verlängerung der Springorum-Allee bis hin zu Prinz-Regent Straße (siehe angehängtes Bild) haben begonnen. Vor zwei Jahren wurde die Sinnhaftigkeit dieses Projektes hinreichend diskutiert. Die Bezirksvertretung Südwest und die Wirtschaftsförderung haben sich argumentenresistent gezeigt und setzen diesen (im Springorum-B-Plan von 1993 zwar vorgesehenen, aber zurecht 21 Jahre lang nicht realisierten) Straßenbau  jetzt um, mit der Folge, dass in den frühen Morgenstunden noch mehr Verkehr auf die Wasserstraße “gezogen” wird. So weit, so schlecht! (weiterlesen)

Montag 24.11.14, 08:22 Uhr

TTIP bedroht unsere Rechte

Am Donnerstag, den  27. November um 19.00 Uhr laden die Naturfreunde Bochum-Langendreer zu einer Vortrags und Diskussionsveranstaltung im Bahnhof Langendreer ein. Uwe Hiksch referiert über das Thema: TTIP bedroht unsere Rechte. In der Einladung heißt es:« Die Kommission der europäischen Union und die Regierung der USA verhandeln über ein Freihandelsabkommen. Arbeitsplätze sollen entstehen durch mehr transatlantischen Handel. Die Inhalte der Verhandlungen, die Entwürfe für die Vertragsklauseln werden geheim gehalten. Es besteht zu befürchten, dass durch Regelungen des Vertrages viele Verbraucherrechte außer Kraft gesetzt werden: Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel, nicht ausreichend geprüfte Medikamente und anderes rollt auf uns zu. Uwe Hiksch ist Mitglied im Bundesvorstand der Naturfreunde Deutschlands. «

Sonntag 23.11.14, 19:50 Uhr

Das Recht auf Land

Am Donnerstag, den 27. 11. um 19.00 Uhr lädt you-manity Bochum im Sozialen Zentrum Bochum zu einem Vortrag von Timo Beiermann (FIAN) zum Thema „Das Recht auf Land“: »In den letzten Jahren kommt es in den Ländern des globalen Südens zum Phänomen des Landgrabbing (Landraub/Landnahme) – dabei sichern sich internationale Agrarkonzerne, Banken oder Pensionskassen und nationale Eliten Landflächen von tausenden bis über eine Millionen Hektar. Die dort lebenden Gemeinden werden oftmals vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt. Regierung und Investoren verkaufen Landnahmen als Strategien zur Armutsbekämpfung und Entwicklung. Tatsächlich kommt es neben massiven Menschenrechtsverletzungen aber meist zum Verlust der Lebensgrundlage, da auf den neuen Megaplantagen sehr viel weniger Menschen Arbeit finden als vorher in den bäuerlichen Strukturen. Viele Menschen sind gezwungen in Städte abzuwandern und dort ums Überleben zu kämpfen. Timo Beiermann von FIAN e.V. propagiert in seinem Vortrag das Recht auf Land, das Menschen vor Vertreibung schützt und so ihre Lebensgrundlage bewahrt.«

Sonntag 23.11.14, 12:05 Uhr

Dokumentarfilm über das Ghetto von Riga

Das Bochumer Stadtarchiv zeigt am Donnerstag, den 27. November um 19:00 Uhr den Dokumentarfilm “Wir haben es doch erlebt: das Ghetto von Riga”.  Der Filmemacher Jürgen Hobrecht hat über viele Jahre hinweg die Spuren der mit dem Namen „Riga“ verbundenen Verbrechen und die dahinter stehenden Schicksale recherchiert. Zahlreiche Bochumer wurden im Zweiten Weltkrieg ins Ghetto von Riga verschleppt. Hobrechts erschütternde Dokumentation begibt sich an die Orte des Geschehens in Lettland, zeigt aber auch, wie akribisch die Deportationen in Deutschland vorbereitet wurden. Der obige Videoauschnitt zeigt den Anfang des Filmes. (weiterlesen)

Samstag 22.11.14, 08:00 Uhr

Aktionstage zur Beseitigung von
Gewalt gegen Frauen

Vor 15 Jahren erklärte die UN-Generalversammlung den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen. Das autonome Frauenlesbenreferat der Ruhr-Uni hat in der nächsten Woche Aktionstage zu diesem Thema organisiert. Am Montag, den 24.11. um 18:30 Uhr gibt es in der Frauenbibliothek Lieselle (GA 02/60 Süd) einen Vortrag von Christine Theml: “Man muss in der Gegenwart schön Leben” Eine Auseinandersetzung mit drei unangepassten Künstlerinnen und ihren Leben. Am Dienstag, den 25. 11. findet um 18:00 Uhr im Frauenraum (GA 04/61 Süd) ein Workshop mit Martina Schmitz vom Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW statt: “Und das soll Liebe sein?” Die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen aus Wuppertal hält am Mittwoch 26. 11. einen Vortrag über “Frauen auf der Flucht“. Beginn ist um 18:00 Uhr im Raum GBCF 04/611 Süd. Am Freitag, den 28. 11. wird schließlich noch ein Selbstverteidigungskurs für Frauen angeboten.

Freitag 21.11.14, 19:38 Uhr
30 Jahre Landlosenbewegung in Brasilien

Wem gehört das Land?

Am Mittwoch, den 26. November findet um 19.30 Uhr in der Goldkante, Alte Hattinger Straße 22 Info- und Diskussionsveranstaltung zum 30 jährigen Bestehen der Landlosenbewegung MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra) in Brasilien statt. Als VertreteterInnen des MST werden Marisa de Fatima da Luz und Oswaldo Samuel Costa Santos über die Geschichte und die Erfahrungen ihrer sozialen Bewegung berichten. Zudem werden aktuelle Entwicklungen skizziert und alternative Modelle des Wirtschaftens in Brasilien dargestellt. Insbesondere wird auch auf Herausforderungen und Perspektiven der Bewegung eingegangen. In der Einladung heißt es: »Die Landlosenbewegung MST ist mit ca. 1,5 Millionen Mitgliedern die größte soziale Bewegung Lateinamerikas. (weiterlesen)

Freitag 21.11.14, 14:03 Uhr
ADFC: Alles nur schöner Schein? Bochum und die AGFS.

Schwarzbuch Radverkehr Bochum 2014

Mitte Juli 2014 hat die Stadt Bochum nach acht Jahren Vorlauf ihre Bewerbung an die „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V.“ (AGFS NRW) geschickt. Der ADFC schreibt in einer Pressemitteilung: »Wird Bochum jetzt eine fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt? Ein Leser kommentierte die Bewerbung mit den Worten: „Wenn Bochum sich für die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte bewirbt, sollte sich Nordkorea um die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft demokratischer Staaten bewerben.“. Die versprochene Fahrradfreundlichkeit ist offensichtlich noch nicht auf den Straßen angekommen. Die Stadt Bochum muss erst noch beweisen, dass sie es ernst meint. (weiterlesen)

Freitag 21.11.14, 10:23 Uhr

Die Kraft der Schwachen

Die Humanitäre Cuba Hilfe Bochum e.V. hat den Film “Die Kraft der Schwachen” mit dem Protagonisten Jorgito Jérez und dem Filmemacher Tobias Kriele nach Deutschland eingeladen. In zehn Städten wird er auf dieser “Premierenrundreise”, die am am 23.11. in Berlin im Babylon beginnt, zu sehen sein. Der Dokumentarfilm zeigt die Entwicklung eines mit schwerer Behinderung geborenen Jungen zu einem aktiven jungen Mann, der als angehender Journalist über sein Leben, sein Land, sein Engagement und über die Welt spricht. Am Sonntag, 30. November um 17.00 wird Die Kraft der Schwachen (span. Original mit dt. Untertiteln) im Kino Endstation gezeigt. Anschließend gibt es auch hier ein Gespräch mit dem Protagonisten und dem Regisseur zu den Fragen von Chancengleichheit, Barrierefreiheit und Integration/Inklusion im cubanischen Bildungs- und Erziehungswesen. Der Einladungsflyer.

Freitag 21.11.14, 08:03 Uhr
Rote Ruhr-Uni: Deutsches Filmexil in der Sowjetunion 1933–1945

Antifa-Kino aus Moskau

Am Freitag, den 28. November lädt die Rote Ruhr-Uni um 19:00 Uhr im Raum GBCF 04/611 an der Ruhr-Uni zu einen Vortrag von Christoph Hesse ein: «Nach der Machtübergabe an die Nazis im Januar 1933 verließen etwa 2000 in der Filmindustrie Beschäftigte das Land. Die meisten von ihnen gingen zunächst nach Westeuropa, viele weiter nach Amerika. Einige zogen indessen nach Moskau. Anders als in Paris, London oder Hollywood waren dort offen antifaschistische Filme über Deutschland sogar ausdrücklich erwünscht. Doch auch im Bereich der Filmproduktion erwies sich die Sowjetunion schließlich nicht als das sichere und zuverlässige Bollwerk, als das damals nicht nur Kommunisten sie sehen wollten. Der Vortrag soll, unterstützt durch einige Filmausschnitte, einen einführenden Einblick in die in jeder Hinsicht außergewöhnliche und bis heute weithin unbekannte Geschichte des deutschen Filmexils in der Sowjetunion geben. Christoph Hesse ist Filmwissenschaftler. Er arbeitet an der FU Berlin an einem Forschungsprojekt zur Filmarbeit deutschsprachiger Emigranten in der Sowjetunion der 1930er und 40er Jahre.«

Donnerstag 20.11.14, 21:19 Uhr

TTIP und die roten Linien

Vorstand und Betriebsrat der BOGESTRA und ver.di hatten heute den Bochumer SPD-Bundestagsabgeordneten Axel Schäfer zu einer Diskussion über TTIP eingeladen. Schäfer hatte in einem Leserbrief in der ver.di-Mitgliederzeitung publik deren Chefredakteurin “eine völlig einseitige Agitation” in Sachen TTIP vorgeworfen. Sie folge “genau dem Terminus der Links-Partei. So werden immer wieder mit falschen Argumenten neue Ängste geschürt, die sich eins zu eins in ihrem Beitrag wiederfinden”.  Weiter schrieb Schäfer: “TTIP soll den Handel und die Investitionen auf beiden Seiten des Atlarıtiks erleichtern. Dazu sollen Bürokratie vermindert, Marktzugangshindernisse abgebaut und Doppelarbeiten verringert werden.”  (weiterlesen)

Donnerstag 20.11.14, 17:07 Uhr

Mini-Jobs als Maxi-Trend

Mehr als 34.830 Mini-Jobber gibt es derzeit in Bochum. Die meisten davon sind Frauen: 60 Prozent. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die NGG Ruhrgebiet beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Insgesamt sei die Anzahl der Mini-Jobs in den vergangenen zehn Jahren in Bochum deutlich gestiegen – um rund 18 Prozent. Die Hotel- und Gaststättenbranche habe sich dabei immer stärker zum „Mini-Job-Markt“ entwickelt: Vom Koch bis zur Kellnerin haben derzeit rund 4.030 Beschäftigte in Bochum einen Job, bei dem sie lediglich bis zu 450 Euro pro Monat verdienen, so die NGG. „Auch im Bäcker- und Konditorenhandwerk sind Mini-Jobs ein Maxi-Trend“, sagt Yvonne Sachtje. (weiterlesen)

Donnerstag 20.11.14, 13:08 Uhr

Blackbox Abschiebung

Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember lädt der Initiativkreis Flüchtlingsarbeit Bochum zu einer Lesung in die Christuskirche ein: »Der Düsseldorfer Autor Miltiadis Oulios stellt aus seinem bei Suhrkamp erschienenen Buch „Blackbox Abschiebung“ Geschichten und Bilder von Menschen vor, die auf der Suche nach Schutz und einer Lebensperspektive gerne in Deutschland geblieben wären. Beleuchtet wird auch, welche Politik zur gegenwärtigen Abschiebepraxis führt und wie diese überwunden werden kann. Im Rahmenprogramm gibt es Musik und Tanz von WorldBeatClub e.V.. Dieser Verein bringt Flüchtlinge und Einheimische bei kulturellen Aktivitäten zusammen. Die im Initiativkreis zusammengeschlossenen Organisationen und Gruppen der Bochumer Flüchtlingsarbeit werden sich in Form einer Kontaktbörse mit Infoständen vorstellen. Interessierte, die sich gerne freiwillig für Flüchtlinge engagieren möchten, können hier unkompliziert Kontakt aufnehmen. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.«

Mittwoch 19.11.14, 15:01 Uhr
Ruhr-Uni bildet Neonazi-Kader zu Juristen aus

Erneutes Outing von Michael Brück

Einige Antifas haben eine Outing-Aktion an der Uni veranstaltet und schreiben: »Während der NRW-Innenminister heute einen Vortrag zu “Strategien gegen Rechtsextremismus” hält und ein Verbot der Neonazi-Partei “Die Rechte” immer noch prüft, schreiten Antifaschist_innen zur Tat. Heute wurde an der Ruhr-Uni Bochum (RUB) erneut mit Plakaten und Flugblättern auf den Jura-Studenten und NRW-Landesvizevorsitzenden der Nazi-Partei aufmerksam gemacht. Seit Oktober 2013 studiert Michael Brück an der RUB Rechtswissenschaft. Bereits im Dezember 2013 informierten Antifaschist_innen seine Kommiliton_innen in einer Jura-Vorlesung über das Treiben des Neonazi-Kaders. Hierbei kam es zu tumultartigen Szenen, als der Professor gegenüber einem als Weihnachtsmann verkleideten Aktivisten handgreiflich wurde. Die RUB versuchte daraufhin, Antifaschist*innen mit einer eigenen Kampagne unter dem Motto “RUB bekennt Farbe” von weiteren Aktionen abzubringen. Diese PR-Kampagne ist jedoch nach wenigen Monaten im Sande verlaufen. In den an der RUB verteilten Flugblättern wird die Teilnahme Brücks an den HoGeSa-Krawallen am 26. Oktober in Köln thematisiert. Außerdem soll dieser damit begonnen haben, gezielt Listen linker Studierender anfertigen. (weiterlesen)


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