Freitag 03.07.15, 21:54 Uhr
Griechenland-Solidarität

Es geht um einen Regime Change

Wie in fast 150 anderen Städten in Europa fand auch in Bochum heute eine Solidaritätskundgebung mit dem griechischen Widerstand gegen die in Europa herrschende neoliberale Austeritätspolitik statt. Eingeladen hatte die Linkspartei. Den Aufschlag machte Jochen Bauer, Sprecher der GEW und Vorstandsmitglied des Bochumer DGB: »Frau Merkel und ihre Helfershelfer, sei es der Hüter der Schwarzen Null, Herr Schäuble, sei es der Präsident des EU Parlaments, Herr Schulz, haben nur ein Ziel: in Griechenland einen Regime Change herbeizuführen. Das neoliberale Wirtschaftsmodell soll alternativlos sein. Gelten soll nur Marktkonformität, bei der sich die Menschen ausschließlich ökonomischen Zielen zu unterwerfen haben.« Der vollständige Redebeitrag. Die Bundestagsabgeordnete Der Linken Sevim Dagdelen begründete anschließend, warum sie im Bundestag gegen alle sogenannte Hilfspakete für Griechenland gestimmt hat. (weiterlesen)

Donnerstag 02.07.15, 21:47 Uhr

Alternatives Sommerfest an der Ruhr-Uni

Am 9. 7. veranstaltet der Fachschaftsrat Sozialwissenschaft der Ruhr-Uni Bochum gemeinsam mit anderen Fachschaftsräten und Initiativen ein alternatives Sommerfest. Das Fest beginnt um 18.30 Uhr vor dem Gebäude HGB. Es wird mehrere Stände mit Musik, Getränken und Essen geben. Das alternative Sommerfest ist als Ersatz für das dieses Jahr ausfallende reguläre Campusfest gedacht. Die Unileitung und der AStA der Ruhr-Uni waren dieses Jahr nicht in der Lage ein Campusfest zu organisieren. Die VeranstalterInnen wollen im Gegensatz zur Blaupause ein Fest ohne Burschenschaften. Ein Mitglied des Fachschaftsrats Sozialwissenschaft meint außerdem: “Auch das Partyverbot im AusländerInnenzentrum, wo traditionell viele Fachschaftsratspartys stattfinden, ist ein Anlass für unser Fest.“ Der Fachschaftsrat Sozialwissenschaft hofft auf ein Fest mit vielen Menschen, die sich von Partyverboten nicht einschüchtern lassen.

Donnerstag 02.07.15, 21:22 Uhr

Die OB und die NATO

Die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz hat heute eine Pressemitteilung veröffentlichen lassen mit der Überschrift Bochum zeigt Flagge für atomwaffenfreie und friedliche Welt. Sie erinnert daran, dass sie Mitglied des Netzwerkes „Mayors for Peace“ ist. Sie erwähnt, dass dieses Bündnis  “an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996 erinnert, wonach bereits die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen gegen internationales Recht und gegen Vorschriften und Prinzipien des humanitären Völkerrechts verstößt”. Die Androhung eines atomare Erstschlages gehört nach wie vor zur Strategie der NATO. Die New York Times hatte vor zehn Tagen darüber berichtet, dass die USA bei einem Manöver im NATO-Mitgliedsland Lettland 180 Meilen von der russischen Grenze entfernt mit Atombombern des Typs B-52 den Abwurf von Atombomben geübt haben. Ob der OB bewusst ist, dass sie sich mit ihrer Erklärung gegen die Politik der NATO und der Bundesregierung positioniert? Schön wäre es.

Donnerstag 02.07.15, 14:13 Uhr
Demonstration am Freitag um 18 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz

Gegen die Kürzungspolitik der Troika

Am 5. Juli wird in Griechenland per Referendum über das Kürzungsdiktat der Europäischen Zentralbank, der Europäischen Kommission und des Internationalen Währungsfonds abgestimmt. Um in diesen entscheidenden Tagen vor dem Referendum ein Zeichen der Solidarität zu setzen, wird es am 03.07.2015 in zahlreichen Städten Nordrhein-Westfalens Solidaritätskundgebungen mit dem griechischen Widerstand gegen die Kürzungspolitik der Troika geben. Die Linke Bochum ruft zusammen mit örtlichen Gewerkschaften und Bündnispartnern aus den sozialen Bewegungen zu einer Solidaritätskundgebung ab 18 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz auf. (weiterlesen)

Donnerstag 02.07.15, 13:20 Uhr

Solidarität mit dem Referendum

Der DGB Ruhr-Mark schreibt in eine Erklärung: »In dem Referendum am kommenden Sonntag entscheidet die griechische Bevölkerung nicht über ein „Ja“ oder „Nein“ zum Euro, sondern ob sie für oder gegen weitere Kürzungspakete sind. Das „großzügige“ Angebot der Vertretungen der EU kann aus Sicht der Bevölkerung nur abgelehnt werden, denn die Ergebnisse der bisherige Reformen ist eine schrumpfende Wirtschaft, steigende Arbeitslosigkeit, Hunger, schlechte bis gar keine Krankenversorgung und trotzdem weiterhin steigende Schulden. „Dieser Kurs der Austerität widerspricht jeder wirtschaftlichen Vernunft und darf nicht fortgesetzt werden. Die EU und die Gläubigerinstitutionen verursachen mit ihrer starren Haltung eine humanitäre Katastrophe mitten im reichen Europa. Was Griechenland jetzt braucht, ist eine Umschuldung und Mittel für Investitionen, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt und langfristig wieder die Schulden bezahlen kann.“, fordert DGB Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt. (weiterlesen)

Donnerstag 02.07.15, 10:26 Uhr

Opel

In dem von Opel zurückgelassenen Unternehmen in Bochum wurde ein neuer Betriebsrat gewählt. In einer Stellungnahme schreibt er: »In der gestrigen konstituierenden Sitzung des Betriebsrates von Neovia-Logistics und TÜV Nord Bildung Opel wurde Murat Yaman mit knapp 93 Prozent der Stimmen zum Betriebsrats-Vorsitzenden gewählt. Mit gleicher Zustimmung wird Ralf Bakenecker das Amt des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden bekleiden. Mit diesem Ergebnis gehen wir gestärkt in die zukünftigen Verhandlungen. Auf den Betriebsrat warten wichtige aber auch schwierige Aufgaben. Dazu zählen unter anderem die Gestaltung der Rückführung zu Opel und der Erhalt der Ausbildungswerkstatt. Es müssen noch einige Zusagen vom Arbeitgeber umgesetzt werden, unter anderem die zugesagten 100 Industriearbeitsplätze. Wir werden diese Verantwortung übernehmen. Das Vertrauen der Belegschaft haben wir.«

Donnerstag 02.07.15, 08:09 Uhr

Arbeitsmarkt driftet auseinander

Der DGB erklärt in einer Mitteilung: »Die Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt erhöht sich stetig. Während die einen relativ gute Einkommen erzielen und einen sicheren Arbeitsplatz haben, sind andere von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht sind oder finden nur prekäre Beschäftigung. Einen großen Einfluss auf die individuellen Arbeitsmarktchancen hat die berufliche Qualifikation. Durch den jahrelangen Mangel an Ausbildungsplätzen hat sich die Zahl der Geringqualifizierten stetig erhöht. Dies spiegelt sich auch in den aktuellen Arbeitsmarktstatistiken wider. Knapp 10 % der Erwerbslosen in Bochum sind unter 25 Jahren, die meisten von ihnen ohne Berufsabschluss.   (weiterlesen)

Mittwoch 01.07.15, 17:13 Uhr

Post will Streikbrecher einsetzen!

Auch wenn der Tarifkonflikt zwischen ver.di und der Post am Freitag in eine neue Verhandlungsrunde geht, spitzt sich die Auseinandersetzung weiter zu. Die Post will in Bochum am Donnerstag, den 2.7. Streikbrecher einsetzen, um den riesigen Stau an Briefen und Paketen abzuarbeiten. Hierbei sollen vor allem Studenten eingesetzt werden, die nur kurzfristig beschäftigt werden sollen. Ver.di wird mit Streikposten vor dem Zustellstützpunkt in der Mettestr. 27 versuchen, die Streikbrecher von ihrem Einsatz abzubringen. Am Mittwoch  hatte ver.di im Tarifkonflikt um Arbeits- und Einkommensbedingungen für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG die Initiative ergriffen. „Wir haben die Deutsche Post AG aufgefordert, die Verhandlungen mit uns am 3. Juli fortzusetzen. Unser Ziel ist es, zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen, das in der Lage ist, den schweren Konflikt im Betrieb zu befrieden. Wir setzen den unbefristeten Arbeitskampf bis zu einer Einigung fort“, erklärt die Bochumer Geschäftsführerin von ver.di Gudrun Müller. (weiterlesen)

Mittwoch 01.07.15, 17:11 Uhr

Geht Inklusion billig?

Heute berichtet die WAZ in einem Beitrag über eine Elternbefragung zur Inklusion . Die Eltern lehnen eine Billiglösung ab; Lehrer_innen natürlich auch! Um die Probleme zu veranschaulichen, ist das GEW-Schulausschussmitglied und praktizierende Lehrerin, Christel Jünger, der Frage nachgegangen, wodurch das Tuning eines Autos gelingt. Sie vergleicht die Voraussetzungen mit denen der Inklusion in NRW. Diese Darstellung der absurden Bedingungen, unter denen Inklusion gelingen soll, ist auf der GEW-Homepage veröffentlicht.

Mittwoch 01.07.15, 10:15 Uhr

Mit „bodo“ um die Welt

Im Ferienmonat Juli erzählt das Straßenmagazin Skurriles, Spannendes, Nachdenkliches, Mutmachendes von überall dort, wo es sonst noch Straßenzeitungen gibt: Reportagen, Interviews, Verkäuferporträts von fünf Kontinenten. In einer Mitteilung zur aktuellen Ausgabe verspricht die bodo-Redaktion: »bodo stellt Straßenzeitungsverkäufer u.a. aus Seoul, Vancouver, London, Skopje und Kapstadt vor. Die Leserinnen und -Leser werden den Herrn der Fische kennenlernen, ein japanisches Dorf mit merkwürdigen Bewohnern und ein Land, das es gar nicht gibt. Die Juli-„bodo“ berichtet aus Bangladeschs Textilfabriken, aus dem ukrainischen Kriegsgebiet und von Menschen, die sich mit innovativen Ideen für Obdachlose engagieren – ob in Australien, Spanien, Schottland oder im Libanon. (weiterlesen)

Montag 29.06.15, 16:12 Uhr
Personalsituation Feuerwehr und Rettungsdienst Bochum

ver.di: Rat soll endlich tätig werden

Mit einem eindringlichen Schreiben hat sich die ver.di Fachgruppe Feuerwehr an die Mitglieder des Rates der Stadt Bochum gewandt und diesen aufgefordert nun endlich tätig zu werden. In einer Stellungnahme heißt es: »Seit geraumer Zeit macht die ver.di Fachgruppe Feuerwehr und die Beschäftigten der Feuerwehr auf die personelle Situation der Feuerwehr Bochum aufmerksam. Zuletzt noch im März diesen Jahres als die Beschäftigten der Feuerwehr Bochum auf der städtischen Personalversammlung ihrer obersten Dienstherrin, der Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz – einen offenen Brief überreicht haben. Ebenfalls im März beerdigten die Feuerwehrmänner und -frauen unter großer Teilnahme symbolisch die Sicherheit in dieser Stadt. (weiterlesen)

Montag 29.06.15, 14:48 Uhr
NGG warnt vor „alarmierender Tendenz“ im Beschäftigungsbereich

Über 43 Prozent unsichere Jobs

Unsichere Jobs werden in Bochum immer mehr zum „Normalfall“. Im vergangenen Jahr arbeiteten über 43 Prozent der heimischen Beschäftigten in Teilzeit- und Mini-Jobs oder hatten ein Leiharbeitsverhältnis. Vor zehn Jahren lag der Anteil der sogenannten „atypisch Beschäftigten“ dagegen noch bei rund 33 Prozent. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Die NGG beruft sich dabei auf eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die den Arbeitsmarkt in Bochum unter die Lupe genommen hat. Demnach arbeiteten im vergangenen Jahr rund 67.200 Beschäftigte in nicht-regulären Jobs. (weiterlesen)

Montag 29.06.15, 09:02 Uhr

Ich hab ja nichts zu verbergen

Die Bochumer occupy-Initiative hat am Samstag mit einer Aktion auf der Kortumstraße auf die rasante Entwicklung unserer Gesellschaft in einen perfekten Überwachungsstaat aufmerksam gemacht. Mit einer Kamera wurden PassantInnen gefilmt und die Bilder auf eine Leinwand projiziert. Daneben liefen als Text und Ton fiktive Informationen über eine Person: Kontostand, Krankheiten, politische Präferenzen, Konfession… Mit einem  Flugblatt wurden die PassantInnen aufgefordert ihre Daten abzuliefern. Eine weiteres Flugblatt klärte über den Hintergrund der Aktion auf. Es gab viele Diskussionen über Vorratsdatenspeicherung, NSA, BND und Co. Die Initiative war mit der Resonanz auf die Aktion sehr zufrieden.

Montag 29.06.15, 07:59 Uhr

Linux Install Party

Die Initiative space-left lädt zu einer “Linux Install Party” am 4. Juli um 17 Uhr im Sozialen Zentrum ein: »Eine Linux-Installation ist nicht sehr schwierig, aber konfrontiert Menschen häufig mit Dingen, mit denen sie sich vorher nicht beschäftigt haben.Wir werden das hier gemeinsam machen und Euch den Weg in die Linux-Welt zeigen. Dabei werden wir standardmäßig ein vollständig verschlüsseltes System einrichten. Es wird sehr dringend empfohlen von allen wichtigen Daten vorher Backups (Sicherheitskopien) anzufertigen, die nicht auf der Festplatte liegen, auf der ihr Linux installieren wollt. Das Anlegen von Backups kann viel Zeit in Anspruch nehmen, daher möchten wir Euch bitten, das vorher zu Hause zu erledigen und dieses Backup mitzubringen.«

Montag 29.06.15, 07:52 Uhr

Das Leben im Tümpel

Arbeitskreises Umweltschutz (AkU) lädt zu einer einer Spürnasenpassaktion am 4. Juli ein: “Kinder ab sechs Jahren können z. B. Tiere aus einem Tümpel keschern und mit einer Becherlupe betrachten. Das Leben im und am Tümpel, zu Land, im Wasser und in der Luft wird gründlich erforscht. Beine der gefangenen Tiere werden gezählt, versucht ihren Namen zu bestimmen und Interessantes über ihre Lebensweise zu ergründen. Wie atmen Fische? Wie überstehen die Tiere den Winter, wenn der Teich zufriert? Die Reise eines Wassertropfens wird erkundet und viele neugierige Fragen der Kleinen beantwortet. Der zu erforschende Tümpel befindet sich in Stiepel an der Blankensteiner Straße 363 (Nähe Kosterbrücke). (weiterlesen)

Sonntag 28.06.15, 08:05 Uhr

Der Kampf geht weiter

Am Freitag, den 10. 7. zeigt die Antifaschistische Linke Bochum 19:00 Uhr im  Alsenwohnzimmer, Alsenstr. 27 den Film “Une vie de lutte – der Kampf geht weiter” von den North East Antifascists [NEA] und ihren Freunden. Der Film handelt von dem Mord an dem 18-jährigen Pariser Antifaschisten Clément Méric. Ein weiterer Schwerpunkt des Films liegt auf dem Rechtsruck in Frankreich und dem antifaschistischen Widerstand in Paris. (weiterlesen)

Sonntag 28.06.15, 08:04 Uhr

Selbsthilfetag der Psychiatrie-Erfahrenen

Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW lädt zu zwei Terminen ein. Am 8. und 9. August wird in Bochum ein Workshop zu Thema “Flow – Im Fluss des Lebens” angeboten. Näheres. Am 22. August findet im Ottilie-Schoenewald-Kolleg der jährliche Selbsthilfetag statt. Näheres.

Freitag 26.06.15, 21:57 Uhr

Kulturprotest: Doch Detroit

Mit einer Einladung zu einem öffentlichen Gespräch vor dem Rathaus hat  der Bochumer Kulturstammtisch die dramatische Situation für die freie Kulturszene thematisiert.  In ihren Redebeiträge haben insbesondere Jochen Marquardt und Rolf Stein darauf hingewiesen, wie Bochum durch die Sparpolitik an Lebensqualität verliert und ein wesentlicher Kulturbereich wegzubrechen droht.  Rolf Stein: »Seit zwei Wochen befindet sich die Freie Kulturszene Bochums in einer nie gekannten Krise. Der Kämmerer hat die frei verfügbaren Haushaltsansätze nur zu 70 % freigegeben. Das trifft uns in nie dagewesener  Weise. Stand heute Nachmittag: Eine 30 Prozentige Kürzung steht zu erwarten. Seit jetzt 30 Jahren leben und arbeiten wir völlig unabgesichert. Während früher zumindest noch ein Jahr planbar war. Sind es seit zwei Jahren immer nur 3 Monate. Ein betriebswirtschaftlicher Wahnsinn.« Der vollständige Redetext. (weiterlesen)


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