Dienstag 16.01.18, 19:09 Uhr
Über die Sprache in Pflege und sozialer Arbeit

Entprofessionalisieren wir uns!

Am Mittwoch, den 24. Januar 2018 stellen um 19:00 Uhr Dr. Charlotte Jurk und Prof. Dr. Reimer Gronemeyer im Bahnhof Langendreer, das von ihnen herausgegebene Buch vor mit dem Titel: “Entprofessionalisieren wir uns! – Ein kritisches Wörterbuch über die Sprache in Pflege und sozialer Arbeit”. Plastikwörter aus der industriellen Produktion überrollen uns. Dieser Neusprech markiert und begleitet die zunehmende „Professionalisierung” von Pflege und sozialer Arbeit. Doch unter dem Vorwand der Optimierung wird tatsächlich die brutale Verdinglichung mitmenschlicher Zuwendung betrieben.
Veranstaltet von: Impatientia e.V./Genarchiv

Montag 15.01.18, 08:20 Uhr
Winkt Rot-Grün die nächste soziale Grausamkeit durch?

Hartz-IV-Kürzungen bei den Mieten

Die Verwaltung der Stadt Bochum macht in einer Vorlage zur Sitzung des Sozialausschusses am kommenden Donnerstag deutlich, dass sie an ihrem Vorhaben festhalten will,  bei der Übernahme von Wohnkosten für BezieherInnen von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe zu kürzen. Die Linksfraktion protestiert gegen die Pläne und erklärt: »Bereits im November hatte die Verwaltung das neue „schlüssige Konzept zur Angemessenheit von Unterkunftskosten“ vorgelegt. Es folgten Proteste unter anderem vom Mieterverein und der Linksfraktion, aber auch Einwände aus den Reihen der rot-grünen Koalition. Deshalb wurde die Umsetzung zunächst ausgesetzt. Jetzt allerdings will die Stadt ernst machen und die Mietobergrenzen bei allen Haushaltsgrößen abgesehen von Single-Haushalten weiter absenken. (weiterlesen)

Montag 15.01.18, 08:10 Uhr

Viktoria Karree Bochum?

Das Ratsmitglied der Sozialen Liste Günter Gleising schreibt, “dass die Pläne der HBB Hamburgische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft für das City-Center am Husemannplatz offenbar weiter gediehen sind, als bisher bekannt ist. Jedenfalls wirbt der Hamburger Konzern in aufwendigen ganzseitigen Anzeigen in Zeitschriften für das ‘Viktoria Karree Bochum’“. Die Soziale Liste habe sich vehement gegen die Beteiligung der Stadt Bochum an dem Projekt (Anmietung von ganzen Etagen) ausgesprochen. Der dafür geplante Abriss vom BVZ, Gesundheitsamt, Musikschule und des Gebäude des früheren Bochumer Anzeigers (Willy-Brandt-Platz 8) ist umstritten und der Protest gegen diese Abrisspolitik wird von der Sozialen Liste unterstützt. (weiterlesen)

Samstag 13.01.18, 14:14 Uhr

Von Protest bis Selbsttransformation

Wenn WissenschaftlerInnen sich mit sozialen Bewegungen beschäftigen, dann ist schwer einzuschätzen, wem die gewonnen Erkenntnisse am meisten nutzen: den AkteurInnen, die dabei lernen können, wie sie effektiver agieren können oder deren GegnerInnen  – den VerwalterInnen und ProfiteurInnen der herrschenden Verhältnisse, die professionelle Hilfe bekommen, Widerstände einzuschätzen und ihnen zu begegnen. Im Institut für soziale Bewegungen der Ruhr Uni läuft ein Projekt: “Wandeln durch Handeln: Bürgerschaftliches Engagement von Protest bis Selbsttransformation. Aktuelle Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen.” Die Präsentation und Diskussion der Erkenntnisse dieses Lehrforschungsprojekts „Engagement in der Ruhr-Metropole als öffentliche Sozialforschung” findet am Dienstag, den 30. 1.von 14:00 – 18:00 Uhr im Institut für soziale Bewegungen, Clemensstraße 17-19 statt. In der Ankündigung heißt es: »Bürgerschaftliches Engagement äußert sich in vielfältigen Varianten politischen und sozialen Engagements. Ziel ist es dabei häufig, über das unmittelbare Engagement hinaus einen breiteren gesellschaftlichen Wandel anzustoßen. In diesem Workshop werden verschiedene Fallstudien zu unterschiedliche Facetten des Engagements vorgestellt. Von Protest über Engagement gegen Rechts bis hin zu alternativen, ökonomischen und ökologischen Handlungspraktiken. (weiterlesen)

Samstag 13.01.18, 10:46 Uhr
Goldkante, Alsenwohnzimmer, Kugelpudel

Ausstellungen: Blick ins Ungewisse

Neuland, atelier automatique

Die Kulturfabrik Bochum führt mit acht KünstlerInnen einen Ausstellungsrundgang durch verschiedene Lokalitäten zum Thema Flucht und Migration durch und schreibt:  »Vom 18. Januar bis zum 11. Februar 2018 zeigen verschiedene KünstlerInnen in und um die Bochumer Innenstadt auf unterschiedlich mediale Weise ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und seinen Folgen. Ihre Arbeiten repräsentieren hierbei die Diversität der realen Konfrontation, die aus den verschiedenen Blickwinkeln der KünstlerInnen resultiert. (weiterlesen)

Freitag 12.01.18, 17:06 Uhr

Andreas Zumach: Ein Jahr Trump

Am Dienstag, den 16. Januar um  19.30 Uhr referiert Andreas Zumach in der Evangelische Stadtakademie, Westring 26 c über das Thema: Ein Jahr Trump und “America First” – Vorbild für die Welt oder Weg in die Katastrophe?” In der Ankündigung heißt es: »Ob Iran, Nordkorea oder Israel/Palästina – US-Präsident Trump eskaliert seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 auf gefährliche Weise die Konflikte in dieser Welt. Unter dem Slogan “America First” forciert er eine egoistische Handels- und Außenwirtschaftspolitik und betreibt den Rückzug der USA aus internationalen Verträgen und Institutionen. Durch das Verhalten der Weltmacht USA sehen sich Regierungen manch anderer Ländern bestärkt in ihrem nationalen Egoismus oder in ihrer Konfrontationspolitik gegenüber anderen Staaten. Welche Handlungsmöglichkeiten gäbe es, die von Trump eskalierten Konflikte zu entschärfen und durch eine nachhaltige politische Lösung zu befrieden. Und welche Spielräume hätten Deutschland und die EU, trotz des gegenwärtigen Kurses der USA die multilaterale Kooperation zu stärken. (weiterlesen)

Donnerstag 11.01.18, 12:59 Uhr

Rückblick auf ein Jahr Bewegung

Bereits zum fünfzehnten Mal findet am Sonntag, dem 21. Januar 2018 ab 11:00 Uhr im Bahnhof Langendreer ein Neujahrsempfang verschiedener Gruppen aus der sozialen Bewegung in Bochum statt. Auf Initiative des Friedensplenums laden diesmal ein: Attac, Bahnhof Langendreer, Bochumer Bündnis gegen Rechts, DFG-VK, Hellas Solidarität, Humanitäre Cuba Hilfe, Medizinische Flüchtlingshilfe, Occupy Bochum, Soziales Zentrum und VVN – BdA. Mit Bildern, Filmen und Geschichten soll vor Augen und Ohren geführt werden, was sich im Jahr 2017 in Bochum sozial bewegt hat. Der Brunch bietet wieder Gelegenheit, völlig losgelöst von irgendeiner politischen Tagesordnung zu plaudern, das reichhaltige Buffet zu genießen, Huggy am Piano zu lauschen und dabei Kraft zu sammeln und Ideen auszutauschen für viel Bewegung im Jahr 2018.

Donnerstag 11.01.18, 12:20 Uhr

Mehr Kies für BauarbeiterInnen gefordert

Die rund 2.400 BauarbeiterInnen aus Bochum sollen mehr Geld verdienen. In der anstehenden Tarifrunde verlangt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) eine Lohnerhöhung von sechs Prozent über zwölf Monate.  FacharbeiterInnen hätten damit am Monatsende gut 200 Euro mehr auf dem Lohnzettel, so die IG BAU Bochum-Dortmund. „In der Bauwirtschaft läuft es so gut wie seit Jahren nicht mehr. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind prall gefüllt – oft kommen sie mit dem Bauen kaum hinterher“, sagt Bezirksvorsitzende Gabriele Henter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verzeichnete die Branche in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres ein Umsatz-Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bereits für 2016 hatte die Behörde einen Rekordumsatz von 107 Milliarden Euro gemeldet. (weiterlesen)

Dienstag 09.01.18, 19:50 Uhr

Betriebskostenspiegel 2016-17 ist da

Der Bochumer Mieterverein informiert über die Kontrolle der Betriebskosten: Die Mieter in NRW haben im vorletzten Jahr deutlich mehr an Betriebskosten gezahlt als im Jahr zuvor. Der Durchschnitt stieg von 2,00 € pro qm Wohnfläche auf 2,44 €. Das ergibt sich aus dem neuen Betriebskostenspiegel für NRW, den der Deutsche Mieterbund vorgelegt hat. Dabei sind die einzelnen Betriebskostenarten gar nicht besonders viel teurer geworden. Viele sind sogar gesunken, am deutlichsten die Kosten für Heizung und Warmwasser: von 1,27 € im Schnitt auf 1,02. Hier gibt es allerdings auch eine besonders breite Spreizung. In besonders energieeffizienten Wohnungen zahlen Mieter nur 0,44 € pro qm fürs Heizen, in besonders uneffizienten bis zu 1,91 €. Etwas billiger geworden sind Gartenpflege, Hauswart und Kabelgebühren, etwas teurer Müllabführ, Gebäudereinigung und Versicherungen. Den entscheidenden Unterschied macht, welche Kostenarten Mieter überhaupt zahlen müssen: “Mieter müssen alle Nebenkostenarten nur dann bezahlen, wenn sie vertraglich  vereinbart sind und wenn sie auch tatsächlich anfallen”, sagt Aichard Hoffmann vom DMB-Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend. “In vielen Häusern gibt es keinen Aufzug, keinen Hausmeister und die Treppenhausreinigung machen die Mieter selbst. Dann können dafür auch keine Kosten anfallen.” (weiterlesen)

Dienstag 09.01.18, 19:48 Uhr

Solidarität mit den Metall-Streikenden

Die Linke in Bochum unterstützt die Forderungen der IG Metall und solidarisiert sich mit den heutigen Warnstreiks in Bochum. Hierzu erklärt der Kreissprecher der Bochumer Linken Amid Rabieh: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass die IG Metall in dieser Tarifauseinandersetzung das heiße Thema Arbeitszeit angepackt hat. Das Thema gehört endlich auf die politische Tagesordnung. Als LINKE. unterstützen wir auch die Forderungen der IG Metall nach sechs Prozent mehr Lohn. Die Renditen in der Metall- und Elektroindustrie liegen auf dem höchsten Stand seit 2008. Die Unternehmen können sich also gute Entgelterhöhungen leisten. (weiterlesen)

Montag 08.01.18, 16:45 Uhr

Planmäßig als Headline

Das “newsdesk” der Pressestelle der Stadt Bochum berichtet heute unter der Überschrift “Der neue ZOB ist fertig – Bauarbeiten exakt im Zeit- und Kostenplan” über die gestrige Feier zur Wiedereröffnung des  Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Bochumer Hauptbahnhof. Ältere LeserInnen erinnern sich sicherlich noch an Zeiten, zu denen der Pressechef einer Stadt gefeuert worden wäre, wenn er in einer Überschrift hervorgehoben hätte, dass die Stadt es geschafft hat, etwas planmäßig fertigzustellen.

Montag 08.01.18, 12:37 Uhr

Warnstreiks in der Metall-
und Elektroindustrie

Die IG Metall Bochum-Herne ruft in Betrieben der Metall- und Elektroindustrie am morgigen 9. Januar zum Warnstreik auf. „Die Arbeitgeber haben diese Warnstreiks mit ihrem bisherigen Verhalten am Verhandlungstisch provoziert. Das Angebot von 2 Prozent und eine Einmalzahlung von 200 Euro trägt in keiner Weise der sehr guten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung“, sagte Eva Kerkemeier, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bochum-Herne. „Dass sie diese Entgelterhöhung dann auch nur geben wollen, wenn wir ihren Gegenforderungen zustimmen, schlägt dem Fass den Boden aus. Das würde bedeuten, dass die Beschäftigten noch länger und noch flexibler arbeiten müssen und das ohne Zuschläge für Überstunden. Neben sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate fordert die IG Metall einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Wer in Schicht oder anderen belastenden Tätigkeiten arbeitet, Kinder betreut oder Angehörige pflegt, soll zudem einen Zuschuss bekommen, um sich die kürzeren Arbeitszeiten leisten zu können. (weiterlesen)

Sonntag 07.01.18, 20:55 Uhr
73. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz

27. Januar: Holocaust-Gedenktag

Am kommenden Samstag, den 13. Januar findet ab 11.00 Uhr in der ver.di Geschäftsstelle, Universitätstrasse 76 ein Vorbereitungstreffen für eine Kundgebung am 27. 1. im Gedenken an alle Bochumer Opfer des NS-Terrors statt.  Am 27.1. jährt sich zum 73. Mal die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Der Tag wird seit langem als internationaler Gedenktag an den Holocaust begangen. Antifa-Gruppen und das Bündnis gegen Rechts wollen auf einem großen Transparent die über 700 Namen von Bochumer NS-Opfern schreiben. Mit diesem Transparent soll die Masse der aus Bochum verschleppten und ermordeten Menschen sichtbar werden. Das Transparent wird am kommenden Samstag gemeinsam erstellt und die Aktion am 27. 1. genauer geplant.


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