Glanz und Glamour trotz Haushaltssperre
“Während in der Stadt Bochum gerade eine Haushaltssperre verhängt wurde, feiert eine kleine Minderheit in der Jahrhunderthalle die Verleihung des Steiger Awards mit solch illustren Gästen wie der ehemaligen Kaiserin von Persien und der Prinzessin von Jordanien. Dass die Veranstaltung von der Stadt und städtischen Töchterfirmen (u. a. Stadtwerke und Sparkasse) erneut gesponsert wird, ist bei der desolaten Finanzlage der Stadt ein Skandal erster Güte,” erklärt Günter Gleising, Sprecher der Sozialen Liste im Rat.
Das Ticket ist machbar und finanzierbar
Die Linksfraktion im Rat der Stadt Bochum schreibt: »Mit viel Medienrummel haben CDU und Grüne angekündigt, dass ihr neues schwarz-grünes Bündnis ein Sozialticket im VRR zum 1. August einführen wird. Dafür gab es viel öffentliches Lob. Vereinzelt wurden jedoch auch Kritik und Zweifel laut, ob es sich nicht nur um Wahlkampfgetöse vor der NRW-Landtagswahl handele. Diese Zweifel stellen sich jetzt leider als berechtigt heraus: CDU und Grüne rudern kräftig zurück, das Sozialticket soll zunächst einen Finanztest bestehen und dann erst zum 1. Januar 2011 eingeführt werden. Die Linke im Rat fordert die Bochumer VertreterInnen in der VRR-Verbandsversammlung auf, Wort zu halten und das Sozialticket jetzt verbindlich auf den Weg zu bringen. (weiterlesen)
Soli-Konzert im AZ Mülheim
Am Samstag, dem 13.3. fällt das FUB-Café im Sozialen Zentrum aus. Das Protestkomitee gegen Studiengebühren, die Aktiven des Gebührenstreiks, die Rote Hilfe Bochum-Dortmund und viele andere Gruppen laden zu einem Bildungsstreik-Solikonzert am Samstag um 20.00 Uhr im AZ Mülheim ein. Es treten auf: Elektrotoaster (Experimental electronic post punk), LKSK (funksoulhiphopjamorchestra), Jibel Jay (BeatBox Loop Party) und Tarnstrand (Nicken im Sitzen). Nach dem Konzert geht es mit Elekro-Tanzmusik weiter. Mit den Einnahmen werden Bildungsstreikprozesskosten finanziert. Alleine im November wurden in Essen über 150 SchülerInnen und StudentInnen in Gewahrsam genommen und es kam zu mehreren Anzeigen.
Die Rechte der Madre Tierra
Der Arbeitskreis Lateinamerika und der Bahnhof Langendreer laden ein zu einer Veranstaltung am Mittwoch, den17. März, um 19.30 Uhr. Jördis Land, aktives Mitglied im AK Lateinamerika, besuchte 2009 Bolivien. Sie stellt die lateinamerikanische Kritik an Kopenhagen dar und erläutert Boliviens Gegenvorschlag. In der Ankündigung heißt es: »Nach dem gescheiterten UN-Klimagipfel in Kopenhagen soll in Südamerika ein Folgetreffen stattfinden. Die Regierung Boliviens erwartet rund 10.000 Teilnehmer zu dem alternativen Klimagipfel im April. Wie aus dem Aufruf hervorgeht, soll die “Weltkonferenz der Völker über Klimawandel und die Rechte der Madre Tierra” vom 19. bis zum 22. April im bolivianischen Cochabamba stattfinden. (weiterlesen)
Schwarz-Grün verschiebt Sozialticket
Als die CDU nach der Kommunalwahl ihre schwarz-gelbe Mehrheit in der Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) verlor, war es keine große Überraschung mehr, dass die Grünen mit einer schwarz-grünen Koalition dafür sorgten, dass die CDU das Sagen behielt. Ähnliches hatte es schließlich schon kurz zuvor bei der Regierungsbildung in Hamburg und in Saarbrücken gegeben. Sicherlich sollte dies auch ein Signal für die Landtagswahl in NRW sein. Als Gegenleistung erhielten die Grünen von der CDU das Zugeständnis, dass im VRR zum 1. 8. 2010 ein Sozialticket eingeführt wird. Gegen diesen Plan starteten mehrere kommunale Verkehrsbetriebe eine regelrechte Hetzkampagne. Die beiden Vorstandsmitglieder der BoGeStra Rüberg und Schlotzhauer polemisierten dabei besonders heftig. Die Kampagne hat nun Wirkung gezeigt. Gestern wurde mitgeteilt, dass erst einmal eine Marketinganalyse für das Sozialticket erstellt wird und sich die Einführung daher auf den 1.1.2011 verschieben kann. Die Bochumer Initiative für ein Sozialticket war ohnehin skeptisch mit dem schwarz-grünen Versprechen umgegangen und hatte eine Fortsetzung ihrer Arbeit beschlossen. Nächstes Treffen ist am 31.3. um 16.00 Uhr beim DGB.
Nazis ziehen Demo-Anmeldung zurück
Für den 10. April hatte der Bochumer Nazi Claus Cremer als NPD-Landesvorsitzender eine Kundgebung auf dem Bongard-Boulevard mit 2.000 Teilnehmenden angemeldet. Ein sehr breites Bündnis beschloss daraufhin, dass es dieses Mal nicht bei Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch bleiben werden. Das Bündnis gegen Rechts und die Antifaschistische Jugend Bochum kündigten an, dem Beispiel Dresdens, Kölns oder Münsters zu folgen und den Nazi-Aufmarsch durch Blockaden zu verhindern. Cremer hat jetzt seine Demo-Anmeldung zurückgezogen.
Wieder vor dem Nichts…
Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum bittet um Spenden: “Am 27. Februar hat sich in Chile ein schweres Erdbeben ereignet. Hunderte haben dabei den Tod gefunden und Millionen leiden noch immer unter ihren Verletzungen oder der Zerstörung ihrer Häuser und Wohnungen. Doch während die Natur keine Unterschiede macht, sind trotzdem nicht alle Menschen gleichermaßen von den Auswirkungen der Katastrophe betroffen. Wie so oft trifft es vielfach diejenigen härter, die ohnehin sozial schlechter gestellt sind. Unter ihnen finden sich auch viele Überlebende der Diktatur. (weiterlesen)
Sonntag: Euromayday-Ruhrpott-Planung
Am kommenden Sonntag, den 14.3. findet um 11 Uhr ein Workshop im Sozialen Zentrum Bochum zum geplanten Euromayday Ruhrpott am 1.Mai in Dortmund statt. Eingeladen sind u. a. Menschen aus Berlin und Hamburg, die von ihren dortigen Euromaydays erzählen und Filme zeigen. Anschließend sollen - inspiriert von diesen Erfahrungen - eigene Aktionen ausgedacht werden. Die Parade ist am 1. Mai ab 15 Uhr angemeldet.
Verschiebung ist keine Entsorgung!
Angesichts der bevorstehenden Atommülltransporte vom Kernforschungszentrum Jülich nach Ahaus und der Tatsache, dass Atommüll mitten in Duisburg zerkleinert und verpackt wird, um nur zwei Beispiele zu nennen, informiert das Anti-Atom-Plenum Bochum über den aktuellen Stand der Dinge und unterstützt den Demoaufruf aus Ahaus und dem Münsterland. Das Anti-Atom-Plenum wird über die weitere Entwicklung und den bevorstehenden Tag X und dem damit verbundenen Castor Alarm für Ahaus aktuell berichten: (weiterlesen)
Jung und arm - Kinderarmut in Bochum
Am Mittwoch, den 17. März findet von 18.00 - 20.00 Uhr in den Räumen der jüdischen Gemeinde, Erich-Mendel-Platz 1, eine Informations- und Diskussionsveranstaltung der Linksfraktion in Bochumer Rat zum Thema „Kinderarmut in Bochum” statt. Dabei soll es um Ursachen von Armut, um die konkreten Ausprägungen in Bochum und um mögliche Lösungsansätze gehen. Als ReferentInnen werden die Sozialarbeiterin Dr. Carolin Butterwegge, die auf Platz 3 der Landesliste der Linken für den Landtag kandidiert, Britta Anger, Sozialdezernentin in Bochum und Rolf Geers, Geschäftsführer vom Kinder- und Jugendring der Stadt Bochum erwartet. In der Einladung heißt es: »Jedes vierte Kind in Bochum gilt als arm. Dabei stellt Armut nicht nur ein finanzielles Problem dar. Als unbestritten in Wissenschaft und Politik gilt mittlerweile, dass Armut in dieser Lebensphase die Hauptursache für eine schlechtere schulische und gesundheitliche Entwicklung ist. (weiterlesen)
Dagegen! …und dann?!
Am Samstag, dem 13. März, findet im Bahnhof Langendreer eine Workshoptagung statt, auf der ein Erfahrungsaustausch von verschiedenen Einrichtungen stattfinden soll, die sich mit Bündnissen gegen Rechtsextremismus beschäftigen. Die Einladung.
Keine Zusammenarbeit mit Folterern
„Die Bundesrepublik ist in ihrem Kampf gegen Folter in anderen Weltgegenden unglaubwürdig, wenn sie es mit diesen rechtsstaatlichen Grundsätzen in Strafverfahren nicht mehr so genau nimmt und auf durch Folter erzwungene Aussagen zurückgreift”, erklärt Sevim Dağdelen, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Linksfraktion im Bundestages, anlässlich ihres gestrigen Besuchs bei Faruk Ereren in der JVA Düsseldorf und der morgigen Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Sevim Dağdelen weiter: (weiterlesen)
Reisebilder Vortrag: Anden per Rad
Das Umweltzentrum Bochum, Alsenstraße 27, zeigt am Freitag, den 12.3., um 19.00 Uhr einen Reisebericht über eine mit dem Rad durch die Anden, genauer gesagt durch Bolivien und Chile. In der Einladung heißt es: »Ein Fahrrad, Packtaschen und Anhänger vor den Bergen im Norden Chiles. Was für viele Touristen schon ohne Rad abenteuerlicher Urlaub ist, wird beim Anblick dieser Ausrüstung vollends zum exotischen Abenteuer. Peter Michalowsky stellt sich der Herausforderung „Anden per Rad” und zeigt in seinem Reisebildervortrag Eindrücke einer Reise mit Fahrrad und Anhänger durch die Bergwelt Südamerikas. (weiterlesen)
Mehr Geld für GebäudereinigerInnen
Die IG BAU Bchum Dortmund schreibt: »Die rund 7.040 Gebäudereiniger in Bochum bekommen mehr Geld. „Jede Reinigungskraft muss ab sofort mindestens 8,40 Euro pro Stunde verdienen. Das macht pro Arbeitstag zwei Euro mehr aus”, sagt Gerhard Kampschulte von der Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Bochum-Dortmund. Der Bezirksverbandsvorsitzende weist zudem darauf hin, dass der neue Mindestlohn für Fassaden- und Glasreiniger ebenfalls gestiegen ist - auf 11,13 Euro pro Stunde: „Lässt ein Arbeitgeber in Bochum einen Fensterputzer für weniger Geld arbeiten, dann macht er sich strafbar.” (weiterlesen)
H.D. Gölzenleuchter: “Holz und Menschen”
Über 40 Bilder des Künstlers H.D. Gölzenleuchter, teils großformatige Holzschnitte und Druckstöcke, sind in der beeindruckenden Ausstellung “Holz und Menschen” in den Räumlichkeiten des ver.di Bezirks Bochum (Universitätsstr. 76) zu sehen. Am letzten Freitag wurde die Ausstellung anlässlich der
Verabschiedung der Gewerkschaftssekretärin Antje Rösener aus dem aktiven Erwerbsleben feierlich eröffnet. Näheres in unserer Vorankündigung. Verschiedene SprecherInnen von ver.di betonten, in Zukunft das Verhältnis zur Kunst und zu den KünstlerInnen zu intensivieren. Ein kleiner virtueller Rundgang zeigt einige Bilder, aber erst ein Besuch lässt spüren, wie die Werke von Gölzenleuchter die Korridore in eine neue Welt eintauchen lassen. Bis zum 1. April sind die Bilder bei ver.di zu sehen (Öffnungszeiten: Mo bis Do 9 – 16 Uhr und Fr 9 bis 14 Uhr). Der Eintritt ist frei, die Werke sind erwerbbar.
Droht Kemnade International das Aus?
Die Linksfraktion im Rat schreibt: »Im Rahmen der Kulturhauptstadt sollte auch in diesem Jahr das renommierte Festival Kemnade International stattfinden. Doch die Stadt hat bekanntermaßen einen Haushaltsengpass, wollte das Projekt aus Spargründen nicht selbst durchführen und hoffte darauf, dass sich ein anderer Träger finden würde. Zunächst sah es so aus, als ob der Bahnhof Langendreer diese Aufgabe übernehmen würde, doch nun hat er abgewunken und seine Entscheidung in einem Brief an die Ratsfraktionen erläutert. (weiterlesen)
Pleite Deutschland
Eine Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „Pleite Deutschland” bietet die gewerkschaftliche Weiterbildungseinrichtung Arbeit und Leben (AuL) Bochum am Mittwoch, den 10 März, um 18.00 Uhr in der Volkshochschule im BVZ, Raum 039 an. Der Referent, Michael Hermund vom DGB geht der Frage nach: “Der Staat ist pleite, heißt es immer wieder. Bund, Land und Kommunen fehlt das Geld, um ihren Aufgaben gerecht zu werden. Wenn unsere Städte und Gemeinden pleite sind, hat das verheerende Folgen für die Gesellschaft, aber auch für die Wirtschaft, denn 60 % aller öffentlichen Investitionen werden hier getätigt. Diese Investitionen brauchen wir, um die Wirtschaft in der Krise zu stärken und Arbeitsplätze in Bochum und der Region zu halten. Wie ist es zu der hohen Verschuldung gekommen? Wie können Lösungen in der aktuellen Situation aussehen? Was muss geschehen um unser Gemeinwesen finanzierbar zu halten?”
Der Antiislamismus von Pro NRW
Am Freitag, dem 12. März informiert Michael Trube um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer über den Antiislamismus von Pro NRW. In der Einladung heißt es: In NRW entstanden in den letzten Monaten in zahlreichen Städten Gliederungen der rechtspopulistischen Partei Pro NRW. Pro NRW will auch bei den Landtagswahlen im Mai kandidieren. Unter dem Motto “Abendland in Christenhand” plant die rechtsextreme Bewegung Pro NRW am 28.03. einen Sternmarsch auf die Moschee in Duisburg-Marxloh. Dieser soll von verschiedenen Städten im Ruhrgebiet ausgehen. Bereits am 26.03. will Pro NRW in Bochum vor der Islamischen Gemeinde demonstrieren Hauptkampagne von Pro NRW ist das Schüren von Ressentiments gegen Muslime. Sie treten vor allem bei Initiativen gegen den Bau von Moscheen auf. Pauschal werden Muslime als potenzielle Terroristen diffamiert und der Kampf gegen die “Islamisierung” Europas ausgerufen. (weiterlesen)
Blockaden gegen den NPD-Aufmarsch
Das Bochumer “Bündnis gegen Rechts” trifft sich am Donnerstag, 11.3., um 19.30 Uhr in den Räumen von ver.di an der Universitätsstr.78. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Vorbereitungen gegen den geplanten NPD-Aufmarsch am 10.4.2010 auf dem Bongard-Boulevard. Das Bündnis hat sich bei seinem letzten Treffen darauf verständigt, dass - im Gegensatz zu 2008 - diesmal der NPD-Aufmarsch verhindern werden soll. Näheres. Die Antifaschistische Jugend Bochum schreibt auf ihrer Webseite: “Die landesweite Wahlkampfkundgebung der NPD in der Bochumer Innenstadt möchten wir mit friedlichen Sitzblockaden verhindern. Dazu haben wir mehrere Jugendorganisationen zu einem Blockadebündnis eingeladen. Wir sind bereit, allein mit diesem Bündnis eine Verhinderung der Kundgebung zu versuchen. Genau so sehr werden wir versuchen, mit anderen Bündnissen/Kräften, die blockieren wollen, die Blockadepunkte zu koordinieren.”
Für eine Welt ohne Atomwaffen
Die Stafette mit der Botschaft zur Abschaffung aller Atomwaffen ist heute in Bochum angekommen. Flugblätter wurden verteilt, Unterschriften gesammelt. Viele Menschen waren schockiert darüber, dass keine 100 Kilometer von Bochum entfernt Atombomben in Büchel in der Eifel, in Belgien und den Niederlanden lagern, die eine Sprengkraft besitzen, die mehrere Hundert Mal über der Vernichtungskraft der Atombombe von Hiroshima liegen. Die Geschäftsführung der Drehscheibe /City-Point sorgte mit ihren Security-Kräften dafür, dass das Friedensplenum ein Transparent von einem Werbesockel für ihre Modeschau entfernen musste. Die Aktion als Bildergeschichte.

