Montag 23.10.17, 21:20 Uhr

Neuer Gemeinschaftsgarten

An der Wasserstraße 55 gibt es ein Hinterliegergrundstück, wo ein Gemeinschaftsgarten entstehen wird. Für Samstag, den 2. Dezember  laden die InitiatorInnen ab 10 Uhr ein: »Wir  brauchen zunächst viele helfende Hände, aber auch Menschen, die das offene Projekt mit ihren Ideen und ihrem Willen mitgestalten wollen. An dem Tag wollen wir bei Tee und Punsch Brombeeren roden und auch einzelne Bäume fällen, um Raum für Beete, Kompost und Co. zu schaffen. Dann kann es im Frühjahr mit dem Gärtnern losgehen. Voraussichtlich wird es zur Verpflegung eine warme Suppe geben.  Momentan wachsen dort sehr viel Brombeersträucher und einige Bäume, die fast ein kleines Wäldchen bilden. Deshalb wollen wir jetzt in einem ersten Schritt einen kleinen Teil der Fläche für den Gemüseanbau roden. Beerensträucher, Obst- und Nussbäume und Flächen für Kräuter wie Bärlauch und Waldmeister, die es gerne schattig mögen, kommen später hinzu. Die genaue weitere Ausgestaltung hängt aber von denjenigen ab, die sich auch planerisch engagieren möchten. (weiterlesen)

Montag 23.10.17, 11:28 Uhr

atelier automatique jetzt mit fabrique

Am Samstag, den 11.11. ab 16 Uhr wird im atelier automatique, Rottstr. 14, gefeiert: Bei Sekt, Häppchen, Musik und einem überraschenden Programm wird die fabrique automatique eingeweiht. Die Eröffnung ist zugleich Auftakt einer Veranstaltungsreihe im November und Dezember, die aus Filmnächten, Diskussionsrunden, Konzerten und kostenlosen Workshops besteht. Die fabrique automatique ist ein spannendes Co-Working-Werkstatt-Projekt und bietet interessierten Kreativen Raum zum handwerklichen Experimentieren. Zur Eröffnung der fabrqiue sind alle Neugierigen und Interessierten herzlichst eingeladen. (weiterlesen)

Sonntag 22.10.17, 18:58 Uhr

Die UN und der neue Militarismus

Mit seinem Vortrag “Die UN und der neue Militarismus am letzten Mittwoch beim Bochumer Friedensplenum machte Thomas Mickan (IMI/DFG-VK) wenig Hoffnung auf eine aktuell friedensstiftende Rolle der UNO. Immer stärker nähmen militärische Aktionen zu, die zwar mit einem Mandat der UN ausgestattet seien, tatsächlich aber von regionalen, parteiischen Organisationen geführt würden. Zivile Konfliktlösungen blieben unbeachtet. Statt dessen würden so meist die bestehenden Machtverhältnisse gefestigt, eine Aufrüstungsspirale in Gang gesetzt und neue militärisch bedingte Geschäftsfelder eröffnet. Auch in den Leitlinien der Bundesregierung trete in den letzten Jahren die Möglichkeit ziviler Konfliktbearbeitung zurück gegenüber der Betonung der eigenen gewachsenen militärischen Bedeutung und einer Option für frühzeitiges, energisches, militärisches Eingreifen. Dennoch gebe es positive Ansätze bei den Vereinten Nationen. Dazu zähle neben der Arbeit der Unterorganisationen vor allem die Initiative von 122 Staaten, die Herstellung, Lagerung und  Verbreitung von Atomwaffen generell zu verbieten. Bisher wird diese Initiative von der Bundesregierung boykottiert.

Sonntag 22.10.17, 17:11 Uhr
Wohnungslose in Bochum:

Im Untergrund

von Norbert Hermann, Bochum Prekär

Durch die Initiative der FDP/Stadtgestalter im Frühjahr (1) ist endlich die Lage der Wohnungs- und Obdachlosen in Bochum auf die Tagesordnung gekommen. Die Unterkunft “Fliednerhaus” am Stadion muss wegen hochtoxischen Schimmelbefalls geschlossen werden, ein Neubau steht an. Hier bestehen aber noch erhebliche Planungsmängel. Zunehmende Wohnungslosigkeit ist ein Symptom von Krise und Verarmung. Im kommenden Jahr dürfte bundesweit die Marke von einer halben Million geknackt werden. In Bochum sind – bei weiter Auslegung des Begriffs – mehrere tausend Menschen betroffen. Ganz ohne Obdach (“Platte machen”) dürften allerdings nur einige Dutzend sein. (weiterlesen)

Sonntag 22.10.17, 12:49 Uhr

Bus zur Klima-Demo in Bonn

Die Naturfreunde Langendreer haben einen Bus zur Klima-Demo am 4. 11. in Bonn gechartert. Der Bus fährt von der Fernbushaltestelle (Wittener Straße) am Hauptbahnhof um 8.30 Uhr los. Tickets gibt es über langendreer@naturfreunde.de. Kosten: Jugendliche 5 €, Erwachsene 10 € und Solitickets 15 €. Die Rückfahrt ist um 17.15 Uhr von Bonn. Im Aufruf für die Demo heißt es: »Der Klimagipfel von Paris war ein Aufbruch. Das gemeinsame Ziel, die Klimakrise aufzuhalten, macht Hoffnung. Doch das gelingt nur mit entschlossenem Handeln. Gerade nach dem Ausstieg von Donald Trump aus dem Klimaabkommen reichen warme Worte allein nicht aus. Jetzt müssen mehr denn je Taten folgen: ehrgeiziger Klimaschutz, faire Unterstützung für die armen Länder – und der Ausstieg aus der Kohle! (weiterlesen)

Sonntag 22.10.17, 11:58 Uhr
Staatsanwaltschaft stellt Verfahren nach acht Tagen ein

Brandanschlag auf das Soziale Zentrum

Polizei nimmt Anzeige falsch auf

«Das Soziale Zentrum schreibt: »In der Nacht vom 27. auf den 28.09.2017 wurde versucht, den Rollladen vor der Haupteingangstür zu unserem Lokal in Brand zu setzen. Am Donnerstagabend entdeckten wir dort eine Pfütze die nach Brennstoff roch, mit Resten von verkohltem Papier darin sowie eindeutige Rußspuren am Rollladen selbst. Wir können nur spekulieren, wer aus welchen Gründen versucht hat, einen Brand zu verursachen, werten diese Brandstiftung aber auf jeden Fall als Angriff auf unser Zentrum sowie die Nachbar*innen, die über unserem Lokal wohnen. (weiterlesen)

Donnerstag 19.10.17, 11:01 Uhr
bodo irritiert über Selbstlob des Oberbürgermeisters

Wohnungslosenhilfe?

Die Wohnungsloseninitiative „bodo e.V.“ kritisiert die Darstellung des Oberbürgermeisters zum Bereich Wohnungslosenhilfe beim Jahresempfang in der Rotunde. Statt sie zu bündeln, würden die Angebote durch Kündigung der Mietverträge durch die Stadt auseinandergerissen.  „Wir freuen uns, dass der Oberbürgermeister die Wohnungslosen nicht ‑ Zitat ‑ ,von einer schäbigen Immobilie in eine andere‘ schicken will“, sagt Bastian Pütter, Redaktionsleiter des Straßenmagazins „bodo“. „Die vielen Jahre in einer baufälligen und zum Ende praktisch unbewohnbaren Immobilie waren leider kein Problem für die Stadt.“  Einen Neubau der Notschlafstelle in Modulbauweise begrüßt „bodo“ ausdrücklich. Dass so „die Versorgung wohnungsloser Menschen zukünftig an einer Stelle ermöglicht“ werde, so Eiskirch, sorgt aber für Irritationen.„Tatsächlich ist es so, dass bislang Tagesaufenthalt, Suppenküche, die Medizinische Wohnungslosenhilfe, ,bodo‘ an der Stühmeyerstraße und wenige Meter weiter die Beratungsstelle für Wohnungslose innenstadtnah gebündelt sind“, erklärt Tanja Walter, Geschäftsführerin des „bodo e.V.“. (weiterlesen)

Mittwoch 18.10.17, 15:18 Uhr

75 Prozent für Sevim Dagdelen

Sevim Dagdelen ist auf der Klausurtagung der Linksfraktion mit 75 Prozent der Stimmen zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt worden. Das war überfällig. Für Bochumer Abgeordnete ist das eine Selbstverständlichkeit. Die Bochumer Abgeordneten Axel Schäfer (SPD) und Frithjof Schmid (Grüne) bekleiden diese Funktion schon seit vielen Jahren in ihren Fraktion. Während Axel Schäfer bundespolitisch kaum in Erscheinung tritt und eher die Hinterbänkler im Bundestag vertritt, ist Frithjof Schmidt eine einflussreiche Persönlichkeit in seiner Fraktion. Sevim Dagdelen war schon in der vergangenen Jahren ohne die Funktion in der Fraktionsführung eine Politikerin, die das Bild der Linken bundesweit in der Öffentlichkeit prägte. Wahrscheinlich wird sie jetzt noch häufiger zu Talkshows oder Interviews eingeladen. Ihre Linke Basis in Bochum freut sich: „Mit einem tollen Ergebnis von 75,4 Prozent wurde Sevim Dagdelen gestern als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag gewählt. Darüber freuen wir uns sehr und schicken herzliche Grüße nach Potsdam, wo die Fraktionsklausur tagt. Sevim Dagdelen gehört zu den profiliertesten Außenpolitikern im Deutschen Bundestag und ist das Gesicht der Linken in der Integrations- und Migrationspolitik.”

Montag 16.10.17, 09:06 Uhr

Gedenken an die Reichspogromnacht

Die Bochumer Gedenkveranstaltung zum 79. Jahrestag der Reichspogromnacht findet am Donnerstag, den 9. November um 17.00 Uhr am gewohnten Ort in der Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung seht ein Präsentation der SchülerInnen des Alice-Salomon-Berufskolleg. Sie erinnern an Susi Schmerler und ihre Familie. Im Einladungsflyer heißt es dazu aus dem Tagebuch der Susi Schmerler – Zeugnis der Flucht einer jüdischen Familie aus Bochum: “Meine Eltern hatten ein Schuhgeschäft und auch Ausrüstungssachen für die Zechenarbeiter. (…) Wir mussten unser Geschäft aufgeben, weil nicht mehr genug Kunden kamen. Auch viele Nachbarn hatten sich von uns zurückgezogen. Inzwischen heiratete meine ältere Schwester und ging nach Amerika. Meine Eltern wollten auch nach Amerika, schafften es aber nicht mehr. (weiterlesen)

Sonntag 15.10.17, 12:22 Uhr

Alle Räder rollen für den Sieg

Am Sonntag, den 22.10. lädt die Volkshochschule zu einen Stadtrundgang mit Wolfgang Dominik ein zum Thema: “Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum”. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Jahrhunderthaus, Alleestr. 80. In der Ankündigung heißt es: »Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr ZwangsarbeiterInnen auch nach Bochum gebracht und in über 150 KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. (weiterlesen)

Sonntag 15.10.17, 11:10 Uhr

Sehenswerte Ausstellung: »VerSIErt«

Das Frauenarchiv ausZeiten weist in seinem aktuellen Rundbrief auf eine Ausstellung im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17 hin: »Frauen machen Geschichte bei Evonik – Die sehenswerte Ausstellung zeigt das Ergebnis einer Aufarbeitung der Lage der Frauen in der chemischen Industrie anhand der Materialien aus dem Konzernarchiv von Evonik und der Vorgängerfirmen, inklusive der Situation von Zwangsarbeiterinnen während der NS-Zeit. Es ist das erste Mal, dass ein Konzern die Geschichte der Frauenarbeit selbst in den Blick nimmt.Die Ausstellung läuft bis zum 9. November 2017, ein Katalog zur kostenfreien Mitnahme ist ausgelegt.«

Samstag 14.10.17, 15:52 Uhr

Gegen die totale Erfassung

Am 2. November um 19:00 Uhr lädt die Initiative Kulturfabrik Bochum im Sozialen Zentrum zu einer Veranstaltug unter dem Titel “Gegen die totale Erfassung DISRUPT”! ein: »Dies beschreibt die Versuche, das menschliche Dasein den Anforderungen einer reduktionistischen künstlichen Intelligenz zu unterwerfen. Der Anpassungsdruck des Menschen an die Maschine wirkt bereits jetzt – weit vor einer vollständigen Vernetzung aller mit allem. Das Redaktionskollektiv çapulcu dechiffriert diese – oft unhinterfragte – Entwicklung als Angriff auf unsere Autonomie und analysiert seine entsolidarisierende Wirkung. Denn Technologie ist nie neutral, sondern immanent politisch. Ein Gegenangriff auf die Praxis und die Ideologie der totalen Erfassung erscheint zwingend notwendig. Die Autor*innen plädieren für die Wiederbelebung einer praktischen Technologiekritik zwischen Verweigerung und widerständiger Aneignung spezifischer Techniken. Themen werden sein: (weiterlesen)

Samstag 14.10.17, 09:19 Uhr

Alternative Wege der Stadtentwicklung

Das Nachhaltigkeitsforum (NHF) an der Ruhr-Uni lädt am 24. Oktober um 18 Uhr im Universitätsforum Ost ein zu einer Veranstaltung zum Thema „Alternative Wege der Stadtentwicklung“: »Sowohl Mitglieder des NHF, als auch verschiedene Gäste werden in kurzen Vorträgen ihre Projekte, bzw. Arbeit vorstellen und im Anschluss eine offene Diskussionsrunde starten. Themen sind unter anderem Urban Gardening und Bio-Abfall. Das Angebot richtet sich an Interessierte aus allen Fachbereichen. Der Ablauf der Veranstaltung: (weiterlesen)

Freitag 13.10.17, 16:44 Uhr
Inga Sponheuer anlässlich der Jubiläumsfeier der MFH:

“Bochum lässt uns allein”

Einmal in der Woche bietet die Medizinische Flüchtlingshilfe eine Vermittlungssprechstunde für “Menschen ohne Papiere” an. Inga Sponheuer berichtete bei der Jubiläumsfeier der MFH  über diese ehrenamtliche Arbeit, die erfreuliche Hilfsbereitschaft vieler ÄrztInnen und die dramatischen Situationen, in die Geflüchtete immer wieder kommen: »Ich arbeite seit 10 Jahren bei der medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum. Meine Motivation ist die Grundüberzeugung, dass das Recht auf Gesundheit ein Menschenrecht ist, und das gilt auch für das Recht auf gesundheitliche Versorgung. Und bei dieser Auffassung differenziere ich nicht, sondern ich meine das gesamtgesellschaftlich, bedingungslos. (weiterlesen)

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