Dienstag 15.10.19, 20:08 Uhr

Teure Mieten zwingen viele zum Pendeln

Die Zahl der Berufspendler in Bochum hat einen neuen Höchststand erreicht. Im vergangenen Jahr kamen rund 66.000 Menschen zum Arbeiten regelmäßig von außerhalb in die Stadt – das sind 12 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte Bochum noch rund 59.000 sogenannte Einpendler, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Gewerkschafterin Gabriele Henter spricht von einem „alarmierenden Trend“. Eine Hauptursache für den Pendel-Boom sei der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Städten. „Eine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise aber gerade dort nicht mehr leisten, wo in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden sind“, sagt die Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund. Die Folge seien immer längere Staus und überfüllte Züge. Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien für viele Pendler in Bochum mittlerweile gang und gäbe, betont Henter. mehr…


Dienstag 15.10.19, 19:59 Uhr

Born in Evin


Ab Donnerstag, den 17.10. zeigt das endstation.kino um 18 Uhr Born in Evin, Der Film erzählt die Geschichte der Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree, die sich auf die Suche nach den unheilvollen Umständen ihrer Geburt in einem der berüchtigtsten politischen Gefängnisse der Welt macht. Vor 40 Jahren wurde die iranische Monarchie gestürzt, Ayatollah Khomeini ließ nach seiner Machtergreifung Zehntausende von politischen Gegnern verhaften und ermorden. Unter den Gefangenen waren auch die Eltern der Filmemacherin, die nach Jahren der Haft überlebt haben und nach Deutschland fliehen konnten.


Dienstag 15.10.19, 16:45 Uhr

Der allerletzte Alternative Uni-Rundgang

Die Schwarze Ruhr-Uni schreibt: »Seit fast einem Jahrzehnt gibt es den alternativen Uni-Rundgang. Wir haben den Rundgang vor einigen Jahren vom Protestplenum übernommen. Nachdem mit dem Politischen Archiv nun der letzte selbst-verwaltete Raum rausgeschmissen wurde und die Alternative Semesterparty, nach Drohungen seitens der Univerwaltung, nicht mehr stattfindet, haben wir uns entschieden, auch den Rundgang einzustellen, denn beide waren die wichtigsten Stationen. Wir wollen aber nicht einfach sang und klanglos aufhören. Noch einmal wollen wir ältere und neuere Anekdoten aus der Geschichte antiautoritärer Bewegungen an der Uni erzählen. Außerdem verbinden wir die Geschichte der Uni mit der Geschichte der restlichen Welt, denn die Uni befindet sich nicht in einem Vakuum und auch dort spiegeln sich globale Unruhen und Katastrophen wider. mehr…


Montag 14.10.19, 19:55 Uhr

Brasilien in der Dauerkrise – Gewerkschaften in Gefahr

Der DGB lädt am Dienstag den 22.10. um 18:00 Uhr im Jahrhunderthaus, Alleestr. 80 zu einer Diskussion ein mit Antônio de Lisboa Amâncio Vale, dem Internationalen Sekretär des brasilanischen Gewerkschaftsdachverbandes CUT. Das Thema: Brasilien in der Dauerkrise – Gewerkschaften in Gefahr. In der Einladung heißt es: »Nicht erst der aus wirtschaftlichen Interessen angezündete Amazonas hat deutlich gemacht, dass in Brasilien einiges schiefläuft. Brasilien steckt seit 2014 in einer wirtschaftlichen wie politischen Dauerkrise. Das große Wirtschaftswachstum und die sozialen Errungenschaften der von der Arbeiterpartei PT geführten Regierungen von Lula da Silva und Dilma Rousseff scheinen vielen Beobachtern wie ein verblassender Traum eines besseren Brasiliens. Lula da Silva wurde 2018 wegen Korruption verurteilt – ein Urteil, dessen Rechtmäßigkeit seine Anhänger_innen und viele Gewerkschafter_innen anzweifeln. mehr…


Sonntag 13.10.19, 20:05 Uhr

Kunstauktion von Amnesty International dieses Mal im Prinz-Regent Theater

Seit 1971 veranstalten die Bochumer Gruppen von Amnesty International jedes Jahr eine Kunstauktion, bei der Kunstgegenstände aller Art zugunsten unserer Arbeit für die Menschenrechte versteigert werden. Die Kunstauktion findet dieses Jahr am Sonntag, dem 15. Dezember von 12-17 Uhr statt und wird erstmals im Prinz Regent Theater durchgeführt. Die Kunstwerke können vom 21.10. bis zum 2. 11. im Café Ferdinand abgegeben werden. Näheres.


Freitag 11.10.19, 19:05 Uhr

Film: Alicia en el Pueblo de Maravillas

Der Filmclub der Humanitären Cuba Hilfe zeigt am 17. Oktober um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer  den Film von Daniel Díaz Torres „Alicia en el Pueblo de Maravillas“: »Alicia hat ihr Studium absolviert und wird als Berufsanfängerin in die Provinz versetzt, nach Maravillas. Dort stellt sie bald fest, dass sie an einem wunderlichen Ort gelandet ist; in ihm wohnen Leute, die verbannt worden sind – wegen Fehlern oder Verfehlungen. Der Ort wird von dem Direktor eines Sanatoriums beherrscht, der die Patienten/Klienten/Verbannten mit Medikamenten gefügig hält … mehr…


Freitag 11.10.19, 18:49 Uhr

Popkultur?

Am Freitag, den 18.10. lädt das Thealozzi um 20 Uhr zur Premiere der Performance „[Don`t] believe me just watch“ des Künstlerinnenduos [mostly] harmless ein: »Als Teil einer multimedialen Choreografie, die tänzerische und audiovisuelle Elemente verbindet, liefern sich die Performerinnen aktuellen Phänomenen des Pop aus. Wem gehört die Popkultur? Wer hat daran Teil? Wem gibt Pop eine Stimme? Wer prägt die Popkultur? Was kann Popkultur? Wer hinterfragt, was allen zugänglich ist? Welche politische Zukunft entwirft Pop? Wer will diese Zukunft? mehr…


Donnerstag 10.10.19, 11:53 Uhr
Rahmenplan Gerthe-West und die zugesagte Bürgerbeteiligung

„Die sind ja richtig sauer!“

Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt hat für Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung einen offenen Brief zu der zum Rahmenplan Gerthe-West zugesagten Bürgerbeteiligung an die Stadt Bochum und Urban.NRW formuliert: »Ich habe als Mitglied des Netzwerks an der von Ihnen als erste Beteiligungsmöglichkeit von vielen angekündigten Ortsbegehung in Gerthe/Hiltrop am 29.08.2019 teilgenommen. NRW.URBAN wollte sich hierbei zunächst einmal über die Gegebenheiten vor Ort umfassend informieren. Dieses Ziel ist erreicht worden. Die Stimmung in Gerthe und Hiltrop haben Sie einfangen können. Die Bevölkerung hat für alle Anwesenden erkennbar ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Immer wieder war zu vernehmen: Wir können die Fragen nicht verstehen…, da schicken die Leute aus Dortmund…, die wissen ja von nichts…, der Plan ist ohnehin durch…, … mit den Worten eines URBAN.NRW-Mitarbeiters treffend zusammengefasst: Die sind ja richtig sauer! mehr…


Donnerstag 10.10.19, 11:36 Uhr
NGG fordert: Aufträge nur an Caterer, die Tarifverträge einhalten

Fair hergestelltes Essen schmeckt besser

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert, dass das was in Bochumer Schulen und Kantinen auf den Tisch kommt, nicht nur schmecken, sondern auch zu fairen Bedingungen zubereitet sein soll. Die NGG fordert den Stadtrat dazu auf, öffentliche Einrichtungen nur von Caterern bekochen zu lassen, die sich an Tarifverträge halten. Das gelte von der Mittagskantine über das Büfett beim Sektempfang bis hin zu den Sitzungsbrötchen. Wo bereits jetzt tariftreue Firmen zum Zuge kommen, sollten die Verantwortlichen noch einmal prüfen, ob die vereinbarten Löhne und Arbeitsbedingungen auch eingehalten werden, sagt Adnan Kandemir von der NGG Ruhrgebiet. mehr…


Donnerstag 10.10.19, 11:25 Uhr

VVN-BdA: Rassismus tötet!

Die VVN-BdA Bochum erklärt ihr tiefes Mitgefühl gegenüber allen Opfern der Anschläge und ihren Familienangehörigen und schreibt;  »Die Taten in Halle lösen bei uns Entsetzen und Scham aus. Besonders der jüdischen Gemeinde Bochum gilt unsere Solidarität. Für uns ist eine zentrale Konsequenz: Keine Toleranz für Nazis! Schluss mit der Verharmlosung der Gefahren von Rechts! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Rassismus und Antisemitismus töten – dies zeigen die Vorgänge in Halle/S. in aller Deutlichkeit. mehr…


Mittwoch 09.10.19, 21:34 Uhr
Auftakt der Reihe „Die kommende Krise“ mit Dr. Jürgen Leibiger

Vor der nächsten Krise oder schon mitten drin?

Die Bochumer Occupy-Initiative startet am Mittwoch, den 16. Oktober eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Die kommende Krise“. Der Vortrag von Dr. Jürgen Leibiger um 19 Uhr im ver.di Haus, Universitätsstr. 76 hat den Titel „Vor der nächsten Krise oder schon mitten drin?“ In der Ankündigung schreibt Occupy: »Seit 2008/09 berichten die westlichen Leitmedien über Staatsschulden- und Währungskrisen. Folgen wir der herrschenden Meinung, dann handelt es sich bei diesen um vorübergehende Krisen. Die Währungspolitik der Zentralbanken deutet darauf hin, dass man eine neue ‚Superkrise‘ erwartet. mehr…


Dienstag 08.10.19, 18:41 Uhr
"Amtliche" Kindeswohlgefährdung in Bochum?

Was (arme) Kinder brauchen

von Norbert Hermann, Bochum Prekär
Seit bald zwei Jahrzehnten steigt die Zahl armer Menschen in Bochum kontinuierlich an. Es handelt sich um ein Massenphänomen, nicht um die „Schmuddelecke“. Insbesondere aber steigt die Zahl armer Kinder, verstärkt in den vergangenen drei Jahren. Es wird schlimmer und schlimmer (1). Und das obwohl (oder weil?) die Stadt Bochum sich schmückt, mit diesen oder jenen Konferenzen und gerne per Leinwandpräsentation auf eine sogenannte „Präventionskette gegen Kinderarmut“ (2) hinweist. mehr…


Dienstag 08.10.19, 13:53 Uhr

blicke 27 – filmfestival des ruhrgebiets

Die 27. Ausgabe von blicke – filmfestival des ruhrgebiets findet vom 20. – 24. November im endstation.kino im Bahnhof Langendreer statt. 41 Filme von knapp 2 Minuten bis 45 Minuten Länge werden in diesem Jahr gezeigt, darunter deutlich mehr fiktionale Arbeiten als in den letzten Jahren. Die Filme nehmen Bezug auf die metoo-Debatte, thematisieren Geschlechterdiversität und verhandeln das Verhältnis von Mensch und Natur. In der Ankündigung des Festivals heißt es: mehr…


Dienstag 08.10.19, 13:10 Uhr

Bericht aus dem Notstandsgebiet

Die Stadt Bochum teilt mit: »In Bochum waren im August insgesamt 248.701 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 711 mehr als im Juli. Der PKW-Bestand stieg um 539 auf insgesamt 200.829. Es waren 121 LKW mehr als im Juli gemeldet, deren Gesamtzahl damit auf 14.668 stieg. 158 Busse sind im Stadtgebiet unterwegs. Die Zahl der Krafträder stieg im September um acht auf nun 15.810, die der Zugmaschinen blieb bei 787, während die der Anhänger um 30 auf 14.591 gestiegen ist. Es sind 1.858 sonstige Fahrzeuge in Bochum unterwegs, 13 mehr als im Vormonat. In Bochum fahren seit August 14.468 Fahrzeuge mit Wattenscheider Kennzeichen, ein Plus von 34. Die Zahl der Elektrofahrzeuge erhöhte sich im September um 24 auf 665. Außerdem sind 1.854 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet.«  2018 teilte die Stadt Bochum mit, dass im September 241.860 Fahrzeuge, davon 195.500 Pkw gemeldet waren.


Montag 07.10.19, 09:51 Uhr

„Identitäre im Ruhrgebiet – radikal in die Bedeutungslosigkeit“

Unter dem Titel „Identitäre im Ruhrgebiet – radikal in die Bedeutungslosigkeit“ hat die Dokumentationsplattform über die Identitäre Bewegung in Bochum eine aktuelle Recherche und Analyse zur Identitären Bewegung (IB) im Ruhrgebiet veröffentlicht und schreibt dazu: »Aufgrund verschiedener Faktoren nahm der Aktionismus und damit auch die mediale Präsenz der IB im Ruhrgebiet im letzten Jahr massiv ab. Die daraus entstehende Perspektivlosigkeit bei gleichzeitiger Isolation am extrem rechten Rand ließ ihre metapolitische Agenda immer aussichtsloser erscheinen. Der Weg in die „gesellschaftliche Mitte“ war versperrt. Dies führte zum einen zu neuen rechten Medienprojekten (Ruhrpott Roulette, rechter Rap), was einen Rückzug ins Virtuelle darstellt, und zum anderen zu einer rasanten Radikalisierung in Außendarstellung und Auftreten. In den letzten Monaten suchten IB-Kader aus dem Ruhrgebiet Anschluss an die Dortmunder Neonazis, an HoGeSa-Kreise und Bürgerwehren. Das Projekt „IB“ ist damit im Ruhrgebiet fürs erste gescheitert, was einzelne Kader in ihrer rechten Gesinnung weiter radikalisieren dürfte.« Zur Dokumentation.


Sonntag 06.10.19, 12:52 Uhr
Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum

Alle Räder rollen für den Sieg

Im Rahmen des Gedenktags an die Reichspogromnacht bietet die VHS in Kooperation mit der VVN-BdA am Sonntag, den 13.10 einen Stadtrundgang an zum Thema „Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum“: »Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr Zwangsarbeiter*innen auch nach Bochum gebracht und in über 150 KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt, u.a. in zwei Außenlagern des KZ Buchenwald. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. mehr…