BASTION startet eine neue Staffel der langjährigen, interaktiven Veranstaltungsreihe Zirkeltraining und sucht dafür weitere Mitstreiter*innen. »Im Mittelpunkt der Reihe steht faktenbasierte, kollektive Wissenvermittlung. Das Zirkeltraining wirkt damit der um sich greifenden Desinformation entgegen. In einem demokratischen Prozess bestimmen die Teilnehmenden ein gemeinsames Thema, für das jede:r einen eigenen Veranstaltungsabend in selbstgewählter Form entwickelt. Die Themen sind deutungsoffen angelegt – die Reihe beschäftigte sich z.B. mit Schichten oder Metamorphosen – was oft zu sehr erstaunlichen und erkenntnisreichen Abenden führt.
Am Dienstag, den 25. März lädt das Fritz Bauer Forum im Justizzentrum Bochum zu einer Veranstaltung zu den aktuellen Herausforderungen für die internationale Gerichtsbarkeit ein: »Das Thema ist angesichts der politischen Entwicklungen in der Welt auch immer wieder neu zu bewerten. Diese Bewertung wird durch zwei Referent*innen erfolgen, die sich mit dem Thema nicht nur in politischer Hinsicht, sondern auch unter dem Blickwinkel des Völkerrechts auseinandersetzen. Beide Referent*innen werden anlässlich des Vortrags auch ihre aktuellen Bücher vorstellen.
Die Verwaltung schlägt dem Rat der Stadt Bochum vor, auf die Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete zu verzichten. (Vorlage 20250437) Das Ziel der von Bundes- und Landesregierung geförderten Karte ist, es geflüchteten Schutzsuchenden zu erschweren, an Bargeld zu kommen und es in die Heimat zu schicken. Eine völlig sinnlose und ineffektive Maßnahme. In Bochum wären sicherlich genügend Menschen bereit gewesen, sich mit schikanierten Geflüchteten zu verabreden, den eigenen Einkauf mit der Karte bezahlen zu lassen und dafür das Bargeld zu erstatten. Der Initiativkreis Flüchtlingsarbeit Bochum, Die Linken und Die Grünen haben den Vorschlag der Verwaltung begrüßt.
Das Bochumer Klimaschutzbündnis wurde am 04.09.2019 auf Initiative des Arbeitskreises Umweltschutz Bochum (AkU) gegründet.
Es beschäftigt sich mit einer ganzen Reihe von brennend aktuellen Themen: Aufgrund von Hochbau- oder Tiefbaumaßnahmen stehen in der gesamten Stadt permanent Bäume unter Druck, gefällt zu werden. Deshalb haben wir jetzt auch eine Dauerpetition eingerichtet und bitten euch ganz herzlich, diese zu unterstützen https://openpetition.de/!rbb.
Das Fritz Bauer Forum lädt am Montag, 24. März um 18 Uhr zu einem Infoabend und Gespräch mit Pedro Crovetto und Germán Wiener ein. Thema ist der Umgang mit der Erinnerung an die Militärdiktatur in Argentinien: »Während der argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 wurden Tausende Menschen gefoltert und ermordet. Die Aufarbeitung dauert an und gilt als vorbildlich – ein Großteil der Täter wurde juristisch belangt, die Opfer entschädigt und an vielen Orten sind Gedenkstätten errichtet worden, die an die vielen Opfer und ihre Schicksale erinnern. Doch all das ist unter Präsident Javier Milei stark unter Beschuss.
Das offene AntifaCafé im Sozialen Zentrum lädt am 26.3. um 18.30 Uhr zum nächsten Treffen ein: »Ihr habt ihn euch noch mal gewünscht: ein zweites Mal wiederholen wir den Silvia Federici Vortrag über ihre Theorie aus dem Buch “Caliban und die Hexe”! Was zur Hölle war die ursprüngliche Akkumulation? Wat soll Hexenverbrennung mit Kapitalismus am Hut haben? Kritisch betrachten wir diese Fragen und Fredericis Antworten und setzen uns erneut mit dem Thema auseinander, im Rahmen der feministischen Aktionswochen und in Zusammenarbeit mit dem OACB. Schaut vorbei, traut euch, wir versuchen euch einen niedrigschwelligen Input darzulegen.«
Die NaturFreunde Langendreer laden am Donnerstag, den 27. März um 19.30 Uhr zu einer Veranstaltung mit Michael Müller in ihr Zentrum, Hohe Eiche 20 ein: »Die Klimaveränderung schreitet voran. Der Krieg in der Ukraine nimmt kein Ende. Wie können wir einen Untergang der Welt verhindern? Wie können wir eine Klimawende und eine Friedenswende erreichen? Michael Müller, ehemaliger Umweltstaatssekretär, ist der Bundesvorsitzende der NaturFreude Deutschlands und gehört zu den 38 Personen, die den Berliner Appell erstellt haben.«
Religionsfrei im Revier zeigt am Dienstag, der 25.03.2025 um 19:00 im Endstation.kino den Dokumentarfilm „Sterben ohne Gott“. Anschließend ist der Regisseur Moritz Terwesten für ein Gespräch über den Film anwesend! Die Filmbeschreibung: Der Tod, das unausweichliche Ende des Lebens, ist in einer modernen Welt, in der er zunehmend aus dem alltäglichen Bewusstsein verschwunden ist, zu einem Thema der Unterhaltungskultur geworden. In Krimis, Horrorfilmen und Actionthrillern suchen wir den Nervenkitzel, die „kontrollierte Angst“. Doch wie gehen wir mit unserem eigenen Tod um, der uns irgendwann einholt?
Am 20. bis 22. März findet in den Flottmann-Hallen in Herne das 19. International Cycling Film Festival statt. Startpunkt des Festivals ist am Donnerstag um 19 Uhr an der Glocke vor dem Bochumer Rathaus auf dem Rad. Auf der Fahrt nach Herne werden „fantastische Fahrradfilme auf Fassaden“ gezeigt. Die Ankündigung für das 19. International Cycling Film Festival (ICFF): »Im Hauptprogramm des 19. ICFF treten elf Filme aus fünf Ländern an, um die renommierte Goldene Kurbel zu gewinnen – den weltweit ältesten Filmpreis für Fahrradfilme. Das diesjährige Festival feiert die Vielfalt der Gesellschaft und das Fahrrad als muskelbetriebenen Motor des Fortschritts und der Kunst. Es präsentiert eine breite Palette an Themen: von Kampf- und Alltagsradeln über Radsport und entspanntes Cruisen bis hin zu radelndem Gesang als Ausdruck von Kunst und Protest.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt: »Am 18.03.2025 wird in der Bezirksvertretung Süd entschieden, ob die Julius-Philipp-Trasse zwischen Universitätsstraße und Steinkuhlstraße zum Radfahren frei gegeben wird. Die Verwaltung hat ihre Vorlage unter dem Eindruck der im Januar 2025 durchgeführten Bürgerversammlung zwischenzeitlich aktualisiert: Sie schlägt nun vor, die Trasse nicht freizugeben. Neben der Verwaltungsvorlage stehen in der Sitzung im Bezirk Süd noch zwei Einwohner-Eingaben zur Entscheidung an – eine für eine Freigabe und eine dagegen. Die auch in der Bürgerversammlung geltend gemachten unterschiedlichen Belange bestätigen: Öffentlichkeitsbeteiligung ist erforderlich!
Das Bündnis gegen Rechts hatte auf seiner Sitzung im Februar beschlossen am 26. März zu einem Treffen einzuladen, um zu besprechen, welche Aktivitäten zur Kommunalwahl im September gestartet werden sollen. Wenige Tage später gab es ein ebenfalls recht großes Treffen von Menschen, die sich an den Aktivitäten der Kampagne „Widersetzen“ gegen die AfD-Parteitage in Essen und Riesa beteiligt hatten. Hier entwickelte sich die Idee, das Treffen am 26. März zu einer Tagung zu machen, bei der gemeinsam über die weitere Antifa-Arbeit in Bochum beraten werden soll. Es wurde eine gemeinsame Vorbereitungsgruppe gebildet, die jetzt für den 26. März alle interessierten Gruppen und alle nicht organisierten Interessent:innen zu einer Beratung in der Ko-Fabrik einlädt: »Was tun: Aufstehen und Widersetzen
Die Antifaschistische Linke Bochum berichtet auf dem Infoportal Antifaschistischer Gruppen über ein Treffen am Samstag den 15.03. in einer an der Universitätsstraße gelegenen Bäckerei. Ziel des Treffens sei die Gründung eines NPD-Kreisverbandes gewesen. Fotos dokumentieren die Zusammenkunft. Ein Video zeigt, wie die/der Fotograf:in von zwei Personen, die mit Hammer und Schlagstock bewaffnet sind, bedroht wird.
Am Sonntag, den 23.3. um 14.00 Uhr laden Volkshochschule und VVN-BdA zu einem Stadtrundgang ein, der über jüdisches Leben vor, während und nach dem Faschismus in Bochum informiert: »Angesichts der Ereignisse um Israel-Gaza-Westjordanland-Libanon und kurz vor dem 1. April („Juden-Boykott“ 1933) nimmt dieser Stadtrundgang einen besonderen Stellenwert ein. Wie war das eigentlich mit dem jüdischen Leben „damals“ in Bochum? Es soll an etlichen Gebäuden, Stolpersteinen, Stelen, Plätzen folgenden Leitfragen nachgegangen werden:
Am Freitag, den 21.März findet von 15 Uhr – 21 Uhr in der Zeche Holland in Wattenscheid das diesjährige Newroz Fest statt. Die Einlader:innen schreiben: »Wir freuen uns auf Newroz! Seit über 3000 Jahren wird dieses Fest gefeiert -ei nSymbol für den Neuanfang,für Licht und Hoffnung. Der 21. März ist der Tag der Wiederkehr des Lichts, der Tag der Vielfalt in der Natur und unter den Menschen. Er ist der Tag der Freiheit, des Widerstands gegen die Tyrannei und ein Tag, an dem weltweit Menschen für Vielfalt und Gerechtigkeit zusammenkommen. Auch in diesem Jahr möchten wir in Bochum Newroz feiern – trotz der Kriege, trotz der Zerstörung unserer Umwelt, trotz des fortschreitenden Rassismus in der Welt. Deshalb rufen wir alle Menschen in Bochum und Umgebung dazu auf, gemeinsam diesen „neuen Tag“, Newroz, zu begehen.
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen lädt die Seebrücke Bochum am Sonntag, den 22. März um 18 Uhr gemeinsam mit dem Fachschaftsrat Sozialwissenschaften zu einer Podiumsdiskussion ins Blue Square ein. Vor dem Hintergrund der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) wird die Situation von Flinta* auf der Flucht thematisiert. Es diskutieren Andrea Kothen (Pro Asyl, Schwerpunkt Frauen und Istanbul Konvention), Rebecca Gotthilf (Rosa Luxemburg Stiftung, Schwerpunkt Migration, Antirassismus sowie (Queer-)Feminismus) und politische Aktivistinnen der Seebrücke Bochum. Moderation: Fachschaftsrat Sozialwissenschaft. Als Rahmenprogramm wird eine Ausstellung der Bochumer Fotojournalistin Judith Büthe gezeigt.
Am Freitag, den 11. April findet auf Einladung der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) und dem Institut für Soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum von 12-17 Uhr eine Migrationskonferenz mit Vorträgen, Podiumsdiskussion und Kulturbeiträgen im Kunstmuseum Bochum statt. Die Konferenz soll Initiativen, Wissenschaftler:innen, Kulturschaffende und Interessierte zusammenbringen, die sich mit dem Thema Migration beschäftigen und das Zusammenleben stärken wollen. Die Anmeldung ist bis zum 4. April 2025 möglich.
Am Freitag, den 21. März ab 19.30 Uhr gibt es im Freiraum Dahlhausen, Dr.-C.-Otto-Straße 126, einen Radreise-Bericht mit Bildern und Texten von und mit Klaus Kuliga: »Das Jedermannsrecht in Skandinavien erlaubt zu Fuß und mit dem Rad (fast) alles. Wie weit kommt man damit in vier Wochen – und vor allem – wieder zurück? Ein Monat ohne Steckdose und ohne Dach über dem Kopf. Klaus kam bis Gällivare und berichtet von dieser und weiteren Reisen mit dem Rad quer durch Europa.«
Am 18.03.25 ist Tag der Politischen Gefangenen. Die Oval Office Bar lädt am 18.03 um 19 Uhr zusammen mit der Roten Hilfe zu Input, Gespäch und Diskussion ein: »Diesen Tag möchten wir mit Inhalt füllen und einen Blick in die Vergangenheit werfen und über aktuelle antifaschistische und queer-feministische Perspektiven sprechen. Die Veranstaltung, die ursprünglich mit Jako Wende und einem Vortrag über Adele Haas geplant war, wurde kurzfristig umgestaltet. Der Vortrag über Adele Haas wird nicht wie geplant stattfinden. Wir laden euch stattdessen ein zu einem Abend, an dem wir antifaschistische und queer-feministische Perspektiven historisch und zeitgenössisch betrachten und diskutieren können.
Am kommenden Freitag, den 21. März 2025 wird die Partnerschaft für Demokratie Hattingen im Rathaus Hattingen von 16:00 bis 20:00 Uhr ihre Demokratiekonferenz abhalten. Die Organisator:innen schreiben: »Wir freuen uns, dass wir dazu den renommierten Soziologen Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer für einen Vortrag über den Rechtsruck in Deutschland gewinnen konnten. Professor Dr. Wilhelm Heitmeyer leitete von 1996 bis 2013 das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld und arbeitet dort noch als Senior Professor. Seine Forschungsschwerpunkte sind Rechtsextremismus, Gewalt und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Heitmeyer)«
Die CDU hat die Anwohnerschaft Castroper Straße aufgerufen, sich gegen drohende Parkplatz-Streichungen durch Ausübung des ihnen zustehenden kommunalen Petitionsrechts zu wehren. Wie kam es dazu?
Heute stand in der Frankfurter Rundschau: „Porsche fährt hohen Verlust ein“. Mensch denkt also – sei es mit Freude oder mit Gram -, Porsche habe im letzten Jahr Miese gemacht. Tatsächlich erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 3,6 Milliarden Euro. Weniger als im Vorjahr, aber auch nicht gerade Peanuts. Mit einem eben solchen Täuschungsmanöver hat uns der VW (Mutter-)Konzern vor Kurzem beglückt. VW gehe es so schlecht, hieß es da, dass man Beschäftigte entlassen, Werke schließen, Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge kündigen müsse. Dabei hat VW einen Gewinn von 12, 4 Milliarden erzielt, das operative Ergebnis betrug 19,1 Milliarden Euro. Dazu kommen 3 Milliarden Rückstellungen für „Restrukturierungsmaßnahmen“, was dann insgesamt – wie Oliver Blume bei NTV verkündet hat – fast dem Ergebnis des Vorjahres entspricht.
Ein weiterer Redebeitrag bei der Vorabenddemo zum Frauenkampftag hat die Redaktion erreicht:
»Wir vom Fachschaftsrat Gender Studies Ruhr-Universität Bochum haben mit Freude gesehen, dass ihr einen Artikel zur Vorabenddemo geschrieben habt und dabei die Redebeiträge auf der Demo dokumentiert. Im Anhang findet ihr unseren Redebeitrag. Die Aufteilung auf zwei Redner*innen haben wir mit Buchstaben markiert und zum besseren Verständnis im Text belassen.«
Expert:innen und Initiativen aus Bochum, Essen, Dortmund, Kempen, Köln und Münster diskutieren über die Zukunft lebenswerter Stadtviertel
Am 22.03.2025 laden die „Superblocks NRW“ zu ihrem jährlichen Treffen diesmal in die Bochumer Quartiershalle der Ko-Fabrik ein. Der landesweite Zusammenschluss bürgerschaftlicher Initiativen, macht sich stark für die Grundbedürfnisse der Menschen nach Ruhe, sauberer Luft, Sicherheit, mehr Grün und Gemeinschaft im öffentlichen Raum in ihren Stadtvierteln.
In einer vierteiligen Veranstaltung “Get Active” wollen die Bochumer Gruppen Initiative Demokratischer Konföderalismus, Stadtteilgewerkschaft Solidarisch in Stahlhausen, die Vernetzung 25.11. und der Bahnhof Langendreer Menschen, die sich politisch organisieren wollen, in ihrer Suche und ihrem Prozess unterstützen. Die erste Veranstaltung „Get active – where to organize?“ findet am Freitag um 18 Uhr in der Quartiershalle statt.
»Bei der Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte präsentiert das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, den Vortrag „Wie das Gesetz es befiehlt? Eine bunte Geschichte der Denkmalpflege von 1815 bis 2025.“ Am Mittwoch, 19. März, um 19 Uhr referiert Dr. Hans H. Hanke zu diesem Thema. Der Eintritt ist frei.
Am Samstag, 15. und Sonntag, 16.März ist es wieder so weit. 32 Bochumer Ateliers öffnen ihre Türen und stellen über 60 Bochumer Künstlerinnen und Künstler ihre vielfältigen Arbeiten vor.
Über Malerei, Objekte, digitale Kunst, Malerei, Installationen, Fotografie, Collagen, Schmuck, Skulpturen, Grafiken, Lichtobjekten, Design, Textilkunst, Keramik, Situative Kunst, Mosaik, Cyantopie, Druckgrafik, Plastiken, Glasbläserei, Buchkunst und Comics geben die Kunstschaffenden Einblick in das breite Spektrum ihrer Arbeiten und jede*r Kunstinteressierte kann etwas Interessantes, Neues, Inspirierendes und Altes finden.
Am kommenden Samstag findet im Kulturrat Gerthe ein Konzert unter dem Titel „Songs for Future – Lieder für Menschlichkeit und Demokratie statt. Dazu schreibt der Kulturrat: »Es singen und spielen generationsübergreifend: Der Berliner Liederpoet Manfred Maurenbrecher, die Altfolkies Schnappsack (wer kennt nicht ihr Rabenlied?), das junge Düsseldorfer Trio La Kejoca, die mit ihrem modernen Global-Folk Furore macht sowie die junge Leipziger Liedermacherin Paula Linke, die sich einen festen Platz in der neuen Garde der weiblichen Liedermacherinnen erobert hat.
Die feministische Gruppe furore schreibt auf ihrer Internetseite: »am 7.3.2025 gingen in Bochum ca. 3000 Menschen bei der Vorabenddemo zum feministischen Kampftag auf die Straße, um für ein gutes Leben für alle zu demonstrieren. Die Demo war laut und kämpferisch und Bochum wie immer stabil.« Reden und Eindrücke
Nieder mit der Afd und ihren geistigen Verbündeten
Unter diesem Motto sind wir vor drei Wochen mit gut 25.000 Menschen in Bochum auf die Straße gegangen.
Eine Woche später war die Bundestagswahl und die Ernüchterung war groß.
Über 50% der Wähler*innen haben rechte Parteien gewählt, die CDU ist stärkste Kraft geworden, die AfD die zweitstärkste, nur die FDP wurde für ihre neoliberale und sozialdarwinistische Politik abgestraft und ist aus dem Bundestag geflogen.
Die Zukunftsaussichten sind düster. Die CDU hat mit einem regelrechten Hagel aus Anfragen den ersten Angriff auf die Zivilgesellschaft gestartet. Wie erfolgreich Angriffe wie diese sein werden wird sich zeigen. Fest steht allerdings jetzt schon, wen die kommende Regierung als ihren Feind markiert hat: emanzipatorische Kräfte, die den bestehenden Verhältnissen widersprechen und das gute Leben für alle fordern. Also auch uns, die heute Abend hier auf der Straße sind.
Mysogonie und binäre Geschlechtsvorstellungen waren schon immer Triebfedern von konservativen und nationalistischen Parteien und Gruppen. Feminismus, LGBTQIA* Rechte und Selbstbestimmung, sind ihnen ein Dorn im Auge. Antifeministische Akteure und Parteien, wie die AfD und Union, bedrohen unsere pluralistische Gesellschaft und kämpfen gegen alles, wofür wir heute auf die Straße gehen.
Antifeminismus und Misogynie sind zentraler Bestandteil konservativer bis extrem rechter Ideologien und drücken sich in verschiedenen Themen und Positionen aus. Ihre Familienpolitik, Positionen zu Schwangerschaftsabbrüchen oder LGBTQIA-Feindlichkeit sind die Grundlage für rassistische Ressentiments. Die Rechtsterroristen von Hanau, Halle oder Christchurch verbindet ein zutiefst antifeministisches, rassistisches und antisemitisches Weltbild. Und dies sind nur ein paar der Beispiele, in denen das verzweifelte Festhalten an einer männlichen weißen Überlegenheit für viele Menschen tödlich endete.
Die Familie als Keimzelle der Gesellschaft?
Das Familienbild der AfD baut auf dem Ideal der weißen, heterosexuellen Mehrkind-Familie auf in der der Ehemann das Geld nach Hause bringt und die Ehefrau die Reproduktionsarbeit übernimmt. Alle Menschen, die nicht in diese binäre Geschlechtervorstellung passen, sind für die AfD nicht existent. Die AfD transportiert damit klare Rollenbilder, sie preist den Mann als Vater, Beschützer und Ernährer der Familie, die Frau hingegen drängt sie die Rolle der liebenden Mutter, die zuhause ist, sich um die Kinder kümmert und dafür sorgt, dass das Essen pünktlich auf dem Tisch steht. In ihrer Ideologie spielen der „starke“ Mann und die „liebende“ Mutter eine zentrale Rolle. In ihrem Wahlprogramm propagiert die AfD das Leitbild der 3-Kind-Familie. Frauen erfüllen für Sie den Zweck Kinder zu gebären und somit das Fortbestehen der „biodeutschen“ Bevölkerung zu sichern. Die Familie ist das vermeintliche Bollwerk gegen den demographischen Wandel und maßgeblich für den Erhalt deutscher Kultur verantwortlich. Denn wo genug Kinder geboren werden, benötigt es keine Migration um die Wirtschaft am Laufen zu halten.
Unter dem Deckmantel des Schutzes von Frauen bedient sich die AfD rassistischer Klischees und schürt Angst vor vermeintlich Fremden, denn migrantische Männer seien es laut der AfD, die Frauen gefährlich werden. Doch was sie dabei bewusst auslässt sind die über 100 Femizide jährlich und dass Gewalt gegen Frauen oft im eigenen häuslichen Umfeld stattfindet. Einem Umfeld, dem Frauen in der Dystopie der AfD nur schwer entkommen können, denn wie sollen sie sich ein eigenes Leben nach einer Trennung aufbauen, mit Kindern, ohne Berufserfahrung, ohne Altersvorsorge?
Der Kampf gegen die Selbstbestimmung von Frauen ist das verbindende Element von AfD und sogenannten „christlichen“ Rechten. Sie beanspruchen das Recht über den weiblichen Körper zu entscheiden. Sie sind es, die Frauen in veraltete Rollenbilder zwängen. Die AfD und ihre ideologischen Verbündeten sind es, die die Wünsche und das Recht auf Selbstbestimmung von Frauen mit Füßen treten. Sie sehen im weiblichen Körper nur den Nutzen der Reproduktion und damit einhergehend den Erhalt der „biodeutschen“ Bevölkerung. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die AfD eine „Willkommenskultur für Un- und Neugeborene“ fordert und sich dagegen wendet „Abtreibungen zu bagatellisieren“. Sie zeichnet das Bild, dass Schwangere willkürlich und undurchdacht ihre Schwangerschaft abbrächen und lässt die realen Gründe außen vor. Durch eine Meldepflicht für Schwangerschaftsabbrüche möchte sie Frauen vor zusätzliche Hürden stellen und einen Schwangerschaftsabbruch erschweren. Sie fordern den Zugriff auf den Körper der Frau.
Ihre Dystopien werden wir nicht kampflos hinnehmen! Wir sind heute auf der Straße um das gute Leben für Alle zu erstreiten! Wir sind laut und setzen ihnen unsere Utopien entgegen! Tage wie heute zeigen, dass wir unglaublich viele sind und uns nicht unterkriegen lassen Wir stehen solidarisch Seite an Seite und setzen uns gegen die Angriffe von Rechten und Konservativen zu Wehr!
Zu guter Letzt möchten wir die Möglichkeit nutzen und auf den Fall Maja aufmerksam zu machen. Maja ist eine non binäre Person und im sogenannten Bundapestkomplex angeklagt. Gemeinsam mit anderen Antifaschist:innen soll Maja sich in Budapest an Angriffen auf Neonazis beteiligt haben, die dort jedes Jahr der Waffen-SS gedenken. Anfang dieses Jahres hat in Ungarn der Prozess gegen Maja begonnen und Maja drohen bis zu 24 Jahre Haft. Maja wurde in einer Nacht und Nebelaktion in das queerfeindliche Ungarn verschleppt, ohne das Majas Anwalt und Familie darüber informiert wurden. Kurz danach wurde diese Auslieferung durch das Bundesverfassungsgericht für rechtswidrig erklärt. Doch zu spät, seit über einem halben Jahr sitzt Maja nun unter menschenunwürdigen Bedingungen in Ungarn in Haft. Wir senden solidarische Grüße an Maja und alle anderen inhaftierte und untergetauchten Antifas. Ihr seid nicht allein!
Freiheit für Maja! Freiheit für alle Antifas!
Solidarische Grüße!
Dienstag 11.03.25, 10:09 Uhr
Im Kino Endstation im Rahmen der feministischen Aktionswochen
Im Kino Endstation läuft am kommenden Freitag um 19 Uhr im Rahmen der feministischen Aktionswochen der Film Farah und zum Inhalt schreibt das Kino: »Die Protagonistin Farahnaz wurde gemäß der afghanischen „Bacha Posh“-Tradition als Junge erzogen und von klein auf mit einer binär strukturierten Gesellschaft und deren geschlechterbasierten Rollenzuschreibung konfrontiert. „Bacha Posh“ ist eine Praxis, die es Familien ohne Söhne ermöglicht, diese im patriarchalischen System benötigte Rolle innerhalb des familiären Kontextes auszufüllen, indem sie eine ihrer Töchter bis zur Pubertät als Junge verkleidet.