Zum Internationalen Frauentag fordert der Flüchtlingsrat NRW: »Eine weitere Aussetzung des Familiennachzugs verlängert die Not und Verzweiflung der Familien und Ehepartner*innen, die zur Zeit auf eine Familienzusammenführung in Deutschland warten, um bis zu 5 Jahre. Gerade Frauen sind weiterhin den Gefahren von Existenznot und Missbrauch ausgesetzt und müssen zusehen, wie ihre Kinder aufwachsen, ohne eine Schule zu besuchen. Seit 17. März 2016 gilt die 2-jährige Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte. Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrats beschlossen, die Frist um 4,5 Monate zu verlängern. Diese Verlängerung sowie der Vorschlag der GroKo eine Kontingentregelung zu schaffen, so dass mit Ausnahme eng begrenzter Härtefälle höchstens 1000 Personen pro Monat ab August nachziehen dürfen, sind eine familienpolitische Katastrophe. mehr…
Die Gewerkschaft ver.di ruft ihre Mitglieder in den Betrieben des öffentlichen Dienstes in Bochum, für Donnerstag, den 8. März zu einem ersten befristeten Warnstreik auf: »Die erste Runde der aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen am 26. Februar 2018 in Potsdam verlief wenig überraschend: Die Arbeitgeber waren nicht bereit ein Angebot vorzulegen. Stattdessen fordern sie die abhängig Beschäftigten heraus und provozieren erste Arbeitskampfmaßnahmen und damit einhergehende Beeinträchtigungen der Bevölkerung. In Bochum wie andernorts steigen wir zunächst sparsam, mit einer zeitlich befristeten Aktion am 8. März ein. Die ver.di-Mitglieder sind aufgerufen, sich um 14:00 Uhr auf Rathausvorplatz in der Bochumer Innenstadt zu sammeln. Im Rahmen einer Preisverleihung möchten wir den Vertreterinnen und Vertretern der weltbesten Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst eine Urkunde verleihen. mehr…
Die Linke Liste lädt am Freitag den 9 März um 19 Uhr zu einem Spiele- und Kneipenabend im Sozialen Zentrum ein: »Gespielt wird, was Spaß macht. Klassische Brettspiele, Kartenspiele, sowie Spiele wie Secret Hitler, Halt- Mal-Kurz und Game Of Quote sind vorhanden. Ihr könnt euch auch gegen andere in Mario Kart auf der Leinwand messen. Wenn du Lust hast, die Linke Liste in gemütlicher Atmosphäre kennen zu lernen, Cocktails zu trinken und einfach mit netten Leuten zu spielen, ist der Abend genau das richtige für dich. Um 21 Uhr werden wir wieder ein Halt-Mal-Kurz Turnier veranstalten. Der/die Gewinner*in erhält das Spiel.«
Die Soziale Liste kritisiert Rückzug der Sparkasse aus der Unterstützung des Open-Flair-Festivals und schreibt: »Während das Open-Flair-Festival mit seinem kostenlosen und freien Zugang bei vielen Menschen der Stadt, vor allem auch bei Kindern und Einkommensschwachen, beliebt waren, wird der Zugang zum von der Sparkasse besonders mitfinanzierten Zeltfestival Ruhr durch hohe Eintrittspreise reglementiert. Einmal mehr setzt die Sparkasse auf das Sponsoring für den Profisport und von teuren Musikevents. Die Soziale Liste sieht in dem Sponsoring der Sparkasse, das ein Volumen von mehreren Mio. Euro/jährlich haben dürfte, einen Schattenhaushalt, der nicht nur an den politischen Gremien der Stadt vorbeigeführt wird, sondern auch nicht in die Kultur- und Sozialpolitik Bochums passt.«
Die Veranstaltung fällt wegen Erkrankung der Referentin aus! Am Dienstag, den 13. März stellt Bini Adamczak um 19 Uhr ihr Buch „Beziehungsweise Revolution – 1917, 1968 und kommende“ im Bahnhof Langendreer vor: „Im Oktober 2017 jährte sich die Russische Revolution zum 100. Mal. Anlass genug, die Ereignisse von 1917 durch das Prisma 1968 zu betrachten und beide Revolutionen in ein Verhältnis wechselseitiger Kritik zu bringen. Während 1917 auf den Staat fokussierte, zielte 1968 auf das Individuum. In Zukunft müsste es darum gehen, die »Beziehungsweisen« zwischen den Menschen in den Blick zu nehmen. „Beziehungsweise Revolution“ analysiert die revolutionären Geschlechterverhältnisse als Verhältnisse, die zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, »Nahbeziehungen« und »Fernbeziehungen« geknüpft sind – das Geschlecht der Revolution. So tritt ein Begehren zutage, das nach wie vor seiner Realisierung harrt: das Begehren nach gesellschaftlichen Beziehungsweisen der Solidarität.
Zum Schutz der im Stadtgebiet lebenden Feuersalamander vor einer aggressiven Hautpilz-Art bittet die Stadt Bochum Personen, die Kontakt mit den Tieren oder ihren Lebensräumen haben, einige Verhaltensregeln zu beachten: »Der Feuersalamander zählt zu den sogenannten „Verantwortungsarten“ im Bundesprogramm für Biologische Vielfalt. In diesem Programm werde alle jene Arten aufgelistet, für welche die Bundesrepublik Deutschland eine besonders hohe globale Verantwortung für deren Schutz und Erhalt trägt, beispielsweise aus dem Grunde, weil der Großteil des weltweiten Areals einer Art sich auf deutschem Territorium befindet. Innerhalb seiner nordrhein-westfälischen Verbreitung befindet sich die schwerpunktmäßig im Bergland verbreitete Art in Bochum an ihrem nördlichen Arealrand. mehr…
Die Teilzeit und der Niedriglohn – in Bochum ist beides weiblich: Noch immer sind hier 68 Prozent aller Teilzeit- und Minijobs in Frauenhand. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Internationalen Frauentag am 8. März hingewiesen. Bei den rund 41.000 Teilzeit-Stellen in der Stadt liegt der Frauenanteil nach Angaben der Arbeitsagentur sogar bei 75 Prozent. Yvonne Sachtje, Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet, spricht von einer „Karrierefalle“: Gerade in Hotels, Restaurants und Bäckereien seien Minijobs und Teilzeit-Verträge stark verbreitet. „Die Kellnerin in Vollzeit ist die Ausnahme“, so Sachtje. Wer jedoch 20 oder 25 Stunden arbeite, habe es beim beruflichen Aufstieg deutlich schwerer. Das gehe aus einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Danach sind für Teilzeit-Beschäftigte auch Gehaltszuwächse und Beförderungen seltener. mehr…
Sonntag 04.03.18, 21:52 Uhr
Die Bochumer Linkspartei wählt neue Sprecherin und fordert:
Die Bochumer Linke hat ihren Kreisvorstand neu aufgestellt. Als neue Sprecherin wurde Sabine Lehmann gewählt, die bisher Beisitzerin im Vorstand war. Wiebke Köllner komplettiert den Vorstand. Zuvor verabschiedete die Kreismitgliederversammlung eine Resolution für eine soziale Wohnungspolitik und legte damit den Arbeitsschwerpunkt für die nächsten Wochen fest. Dazu erklärt der Kreissprecher der Bochumer Linken Amid Rabieh:„Ich freue mich sehr über die Wahl von Sabine Lehmann und Wiebke Köllner, sie sind eine tolle Verstärkung im gemeinsamen Kampf für ein soziales Bochum. Den Privatisierungsplänen von SPD und Grünen setzen wir unsere Politik für bezahlbare Mieten entgegen: Wir streiten dafür, dass der Grund und Boden rund um das Bochumer Rathaus öffentliches Eigentum bleibt. Mit dieser Klientelpolitik und Privatisierungsorgie muss Schluss sein. mehr…
Am Freitag, den 9. März findet im atelier automatique, Rottstraße 14 ab 17 Uhr ein Seminar statt zum Thema „Liebe, Hass und Solidarität in Zeiten des www“. In der Ankündigung heißt es: »Das Internet ist ein wichtiger Ort für aktivistische Arbeit. Hier werden Informationen global transportiert, Gemeinschaften aufgebaut und Identitäten gebildet. Aktive Menschen sind aber meist von Beleidigungen, Drohungen und Hass betroffen. Antirassistische und feministische Arbeit im Netz zieht meist auch rassistische und antifeministische Angriffe und Hate Speech an. In dem Workshop werden Strategien vorgestellt, wie wir damit umgehen können: Laura Chlebos von der Initiative/dem Blogprojekt Feminismus im Pott wird vorstellen, wie feministische Arbeit im Netz und der Umgang mit Hate Speech aussehen kann. Miriam Yosef vom Blogprojekt Rebel of Color gibt eine Perspektive auf das Zusammenwirken von Diskriminierungen sowie anti-rassistische Arbeit im Netz und wirft die Frage nach möglichen Allianzen auf. mehr…
Noch bis zum 10. März kann faires und solidarisch gehandeltes griechisches Olivenöl bei der „Öl-Connection Ruhr“ bestellt werden. Wie bereits im letzten Jahr organisiert die Bochumer Initiative eine Sammelbestellung von ungepanschtem und nachhaltig unter fairen Arbeitsbedingungen produziertem Olivenöl aus Daras aus der Region Messinia (Südpeloponnes). Die Hellas Solidarität Bochum, die die Bestellaktion trägt, kündigt an: »Die Bestellmenge von über 1.200 Litern Olivenöl der Qualität Extra Virgin aus 2017 wird in diesem Jahr mit über 2.000 Litern noch deutlich übertroffen. Alle Rückmeldungen im letzten Jahr waren wirklich positiv. Alle waren von dem Geschmack des Olivenöls begeistert.“ Über 250 Besteller können sich dieses Jahr auf das köstliche Öl aus Daras freuen. mehr…
„Die kulturelle Stärke einer Stadt zeigt sich nicht nur in den großen Musentempeln, sondern vor allem in ihren – meist versteckten – kreativen Räumen, da, wo bildende Kunst überhaupt erst entsteht.“ Diese Leitsatz steht über der Aktion „Eintritt frei!“ Das heißt: Am Samstag, den 10. und Sonntag, den 11. März von 12 – 18 Uhr öffnen 29 Bochumer Ateliers ihre Türen. Es wird also jede Menge Kunst geboten. Insgesamt 47 KünstlerInnen stellen ihre Arbeit vor. Im Jahr 2006, als es zum ersten Mal „Eintritt frei!“ hieß, gab es 11 TeilnehmerInnen. Auch dieses Jahr sind wieder neue Orte und weitere KünstlerInnen zu entdecken. Eine Übersicht der beteiligten KünstlerInnen und ihrer Standorte bietet die Webseite eintritt-frei-bochum.de. mehr…
Die Grünen und Alternativen Student*innen (GRAS) schreiben: »Auf der Sitzung des Studierendenparlaments der Ruhr-Universität Bochum am 27.02. wurde ein neuer AStA gewählt. Vorsitzende ist Zeynep Dikman von der Internationalen Liste. Üblich ist es, mit dieser Wahl einen Koalitionsvertrag zu veröffentlichen. Dazu kam es jedoch nicht. Zeynep Dikman hat das Konzept eines offenen AStAs gewählt, bei dem alle Interessierten mitarbeiten können. Jedoch ist der neue AStA nicht offen. Nur 24 Stunden vor der geplanten Sitzung wurde der Tagesordnungspunkt „Wahl einer AStA-Vorsitzenden“ vom Parlamentssprecher versandt. Informationen gab es auch auf Nachfrage nicht. Trotz der Behauptung der Offenheit präsentierte Zeynep Dikman eine schon fertige Liste mit neuem Finanzreferenten (von der Liste der Rechtswissenschaften) und acht weiteren Vorstandsmitgliedern (von den Jungliberalen, der Liste der Naturwissenschaftler, der Liste der Geisteswissenschaften, der Liste der Rechtswissenschaften, der Internationalen Liste und der Juso Hochschulgruppe). Eine Beteiligung wurde den anderen Listen nicht vorgeschlagen. Die Personen wurden alle mit knapper Mehrheit gewählt. mehr…
Ab Freitag, den 9.3. zeigt das endstation.kino den Dokumentarfilm Jane. Anhand von mehr als 100 Stunden bisher unveröffentlichten Filmmaterial, das über 50 Jahre lang in den National Geographic Archiven versteckt war, erzählt der preisgekrönte Regisseur Brett Morgen die Geschichte von Jane Goodall, einer Frau deren Primatenforschung die von Männern dominierte Welt der Wissenschaft herausforderte und unser Naturverständnis revolutionierte. Begleitet von einer satten, orchestralen Filmmusik des legendären Komponisten Philip Glass, bietet der Film ein unvergleichliches, intimes Porträt von Jane Goodall – einer Wegbereiterin, die sich den Widrigkeiten widersetzte, um eine der am meisten bewunderten Naturschützerinnen der Welt zu werden.
Mit großem Bedauern hat Horst Hohmeier, Mitglied im Kulturausschuss für die Bochumer Linksfraktion, die Ankündigung von Romy Schmidt zur Kenntnis genommen, das Prinz-Regent-Theater in wenigen Monaten zu verlassen. „Jetzt haben es die alten Garden im Trägerverein doch noch geschafft, eine kritische und engagierte Theatermacherin zu vergraulen. Das ist ein riesiger Verlust für die Kulturlandschaft in unserer Stadt.“ Hohmeier kündigt an, die Vorgänge zum Thema im Kulturausschuss des Bochumer Rats zu machen. Weiter erklärt die Linksfraktion: »Romy Schmidt ist seit der Spielzeit 2015/2016 künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des renommierten Prinz-Regent-Theaters, das von der Stadt mit 233.000 Euro pro Jahr gefördert wird. In dem Streit um die Verlängerung ihres Vertrags hatte sich die Bochumer Politik stark engagiert. Unter der Leitung des langjährigen Kulturdezernenten Michael Townsend fanden Mediationsgespräche zwischen Romy Schmidt und dem Trägerverein statt, der erklärt hatte, nicht mehr mit Schmidt zusammenarbeiten zu wollen. Daraufhin löste SPD-Kulturpolitiker und Ratsmitglied Hans Hanke die Vorsitzende des Vereins Sybille Broll-Pape ab.« mehr…
An der Ruhr-Uni startet heute ein Forschungsprojekt „Opferstudie zu rechtswidriger Polizeigewalt“. Es soll untersucht werden, welche Personen in welchen Situationen Opfer werden und warum sie Anzeige erstatten oder nicht. In der Pressemitteilung der Ruhr-Uni heißt es: «Obwohl sie immer wieder Thema öffentlicher Debatten ist, gibt es kaum empirische Untersuchungen über Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte. Ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt am Lehrstuhl für Kriminologie der Ruhr-Universität Bochum, das am 1. März 2018 startet, soll das ändern. Erstmals nehmen die Forscherinnen und Forscher die Opferperspektive ein und ermitteln, welche Personen in welchen Situationen Opfer von Gewalt durch Polizeibeamte werden, wer warum Anzeige erstattet oder nicht und wie das Dunkelfeld aussieht. Das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Tobias Singelnstein wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum lädt am Mittwoch, den 7. März um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung mit Jörg Kronauer über Deutsche Geopolitik ein: »Woran mangelt es der EU? An Demokratie? An sozialem Ausgleich? Weit gefehlt: „An der Machtentfaltung“, behauptete Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) im Dezember 2017. Die USA seien im Abstieg begriffen, China befinde sich im Aufstieg, Russland konsolidiere sich – eine neue Weltordnung entstehe gerade: Umso „dringender“ sei es, „dass Europa sich auf seine Interessen besinnt und Gestaltungsmacht erarbeitet“, verlangte Gabriel. Dazu sei „politisch-strategisches Denken“ unabdingbar. mehr…
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bochum lädt am Sonntag den 4. März um 11:00 Uhr im ver.di Haus, Universitätsstr. 76 zu seiner Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentags ein: »Mehr als 100 Frauen und auch einige Männer aus den Gewerkschaften und Betrieben, von befreundeten Organisationen und aus der Politik werden die Erfolge der Frauenbewegung feiern, aber auch den Finger in die Wunde offener Probleme legen.Der diesjährige Frauentag steht unter dem Motto „100 Jahre Frauenwahlrecht – 100 Jahre Kampf für Geschlechterdemokratie“. Bettina Gantenberg, Vorsitzende DGB Stadtverband Bochum, wird in ihrem Grußwort sowohl einen Rückblick auf gesetzliche Meilensteine der Gleichstellung von Frauen werfen, als auch kritische Anmerkungen zum aktuellen Bundestag und dem Koalitionsvertrag machen.Für den künstlerischen Aspekt sorgt „Änne aus Dröpplingsen“. Wer gerne lacht, sollte sich die Komikerin nicht entgehen lassen. Sie liefert ein Feuerwerk.«
Mittwoch 28.02.18, 21:20 Uhr
Finnisage der Ausstellung „Das verdächtige Saxophon“
Am Sonntag, den 4.3. um 11 Uhr stellen Horst Dieter und Renate Gölzenleuchter mit einer gemeinsamen Lesung im Haus Kemnade, An der Kemnade 10 den neuen Lyrikband „H.D. Gölzenleuchter – Zeilensprünge Zeitensprünge“ vor. Volker W. Degener von der Liselotte Rauner-Stiftung macht die Einführung und die Pianistin Marielen Laufenberg-Simmler umrahmt die Texte mit kleinen Klavierstücken am historischen Tafelklavier. Die Lesung beschließt die aktuelle Ausstellung „Das verdächtige Saxophon – ,Entartete Musik‘ im NS-Reich“. Der Eintritt ist frei.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft die Beschäftigten in Bochum auf, die Entscheidung darüber, wie der eigene Arbeitsplatz aussieht, nicht allein dem Chef zu überlassen und deshalb bei der Betriebsratswahl mitzumachen. „Ob Pausenzeiten, Lohnzuschläge oder Unfallprävention – Betriebsräte gestalten den Berufsalltag in fast allen Bereichen mit“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet ist überzeugt: „Jede Stimme im Betrieb zählt.“ Die Betriebsratswahl ist neben der Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahl eine der größten Abstimmungen überhaupt. Nach Schätzung der NGG werden zwischen Anfang März bis Ende Mai bundesweit gut 180.000 Arbeitnehmervertreter gewählt – nahezu so viele, wie es KommunalpolitikerInnen gibt. Sachtje: „Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat auch in Bochum Folgen für viele Branchen. Damit Jobs gesichert und für die Zukunft fit gemacht werden, sind Betriebsräte unverzichtbar.“
Am Samstag, den 3. März 2018 um 15.30 Uhr findet in der Gahlenschen Str. 146-152 ein Treffen statt unter dem Motto: „Hast Du Lust auf gemeinschaftliches Gärtnern in Hamme?“ In der Einladung heißt es: „Nachbarschaft, Gärtnern, Workshops, Austausch, Kochen oder Gemeinschaft sind Themen, die dich interessieren? Dann komm am Samstag zum Kennenlernen bei Tee und Keksen, zum Erkunden der Gartenfläche mit Hochbeeten und zum Ideenaustausch, was möglich ist und entstehen kann!“ Der Einladungsflyer.
Zu den rassistischen Maßnahmen der Essener Tafel nimmt das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. wie folgt Stellung: »Die aktuelle Debatte um die falsche und selektive Praxis der Essener Tafel beschäftigt viele von uns. Unstrittig ist, dass die Selektion unter den Hilfesuchenden nach ihrer Herkunft oder Staatsangehörigkeit oder noch banaler nach „deutsch“, „nicht-deutsch“ oder Flüchtling nicht nur falsch, sondern auch rassistisch ist. Einmal mehr bestätigt dieser Vorfall aber auch, dass Ausgrenzungsmechanismen Teil der sozialen Frage sind und nicht losgelöst von sozialen und ungleichen Verhältnissen diskutiert werden sollten. So nachvollziehbar und berechtigt die Diskussionen nun um Rassismus sind, bleibt die Frage, ob allein eine Rassismus-Debatte zielführend ist. Wie bereits durch aktuelle Studien belegt und vielfach auch in gewerkschaftlichen Zusammenhängen diskutiert, darf der Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und der Präferenz von rechten Ideologien und Rechtspopulismus nicht ignoriert werden. Diejenigen, die täglich Armut erleben und auf die Tafel angewiesen sind, wollen sich die einzige Möglichkeit, an Nahrung zu kommen, nicht nehmen lassen. Folglich werden Schuldige gesucht, die einem diese letzte Mahlzeit auch noch „wegnehmen“ wollen. mehr…
Das Team im Theater der Gezeiten trauert um den besten Freund!: „Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, die Erfahrung trügerisch und ein Urteil schwierig“ (Samuel Beckett)
Benno Boudgoust, geb. 1946, Freund, Mentor, zuletzt Prinzipal des Theaters der Gezeiten hat nach kurzem Krankenhausaufenthalt am letzten Freitag die geliebte Bühne und damit auch uns alle für immer verlassen
„Er lacht über seine alten Vorsätze, auf Wein, Sex und Bananen zu verzichten…“
In einem winzigen Raum hinter einer Kneipe in den ehemaligen Räumen des Theaters Ecce Homo begann das *Theater der Gezeiten**.
Wir führen sein Vermächtnis weiter.“
Die Trauerfeier findet statt am Freitag, dem 2. März um 12:00 in der St. Meinolphuskirche im Ehrenfeld.
Am Abend um 20:00 geben Giampiero Piria (Benno Boudgousts Nachfolger in der Theaterleitung) und Markus Kiefer den „kleinen Prinzen“ im Theater in der Schmechtingstr. 38.
Die Linksfraktion bleibt in Sachen Wohnungspolitik ziemlich hartnäckig und setzt die rot-grüne Ratsmehrheit mit zwei Anträgen weiter ziemlich unter Legitimationsdruck. Im September 2017 hatte der Bochumer Rat den von der Stadtverwaltung erstellten Entwurf einer Wohnraumschutzsatzung abgelehnt, weil die Ratsmehrheit offensichtlich den Immobilienspekulanten nicht das Geschäft verderben will. Die Linksfraktion fordert in einem Antrag zur Sitzung des Ausschusses für Strukturentwicklung am 14. 3., dass die Verwaltung nun wenigstens die Erstellung eines Leerstandskatasters prüfen soll. In einem weiteren Antrag zur Sitzung des Ausschusses für Planung und Grundstücke am 13. 3. fordert die Linksfraktion, dass die Vergabe von städtischen Grundstücken nach dem Erbbaurecht Vorrang gegenüber dem Verkauf haben soll. Neben dieser parlamentarischen Initiative will die Linke ganz offensichtlich die SPD auch außerparlamentarisch in Sachen sozialer Wohnungspolitik vorführen. Mit einem vierseitigen Flyer geht die Linksfraktion an die Öffentlichkeit und prangert an, „Was in Bochum falsch läuft“ und macht „Vorschläge für gutes Wohnen“.
Sonntag 25.02.18, 17:42 Uhr
Nach der Schließung der "Zentralen Unterbringungseinrichtung":
Am Samstag, den 3. März findet von 13 – 18 Uhr ein Welcome-Cafe-Spezial im NaturFreundeZentrum, Alte Bahnhofstraße 175 in Bochum-Langendreer statt. In der Einladung heißt es: »In der ZUE (Zentrale Unterbringungseinrichtung) Bochum Langendreer waren zeitweilig bis zu 400 Geflüchtete untergebracht, „zwischengeparkt“, die bis zu 6 Monaten darauf warten mussten, einer anderen Stadt zugewiesen zu werden. Während dieser Zeit hatten sie keine Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erlernen oder sonst etwas Sinnvolles zur Integration zu tun. Deshalb wurde für sie das „Welcome Café“ als Anlaufpunkt wichtig, ein Projekt der Naturfreundejugend NRW“, gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. Im „Welcome Café“ können sich junge Leute begegnen – mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Fluchterfahrung – um gemeinsam Freizeit zu gestalten, sich zu vernetzen und Aktionen zu planen und durchzuführen. mehr…
Am Sonntag, den 4. März lädt das Frauenarchiv ausZeiten, Herner Str. 266 um 17 Uhr zu einem Bericht von Petra Landers und Dana Rösiger über das höchste Fußballspiel der Welt ein: Sie kamen aus 20 Nationen, um auf dem Kilimanjaro in 5.714 Metern Höhe ein Fußballspiel nach FIFA-Regeln zu spielen. Die ehemalige Bochumer Nationalspielerin Petra Landers, mit 55 Jahren die älteste Teilnehmerin, war am 24. Juni 2017 als einzige deutsche Spielerin dabei. mehr…
Samstag 24.02.18, 09:47 Uhr
Vortrag von Peter Hennicke über Klimaschutz und Energiewende
Die Evangelische Stadtakademie, Westring 26 c lädt am Dienstag, den 27. Februar um 19.30 Uhr zu einem Vortrag von Prof. Dr. Peter Hennicke mit den Titel „Klimaschutz und Energiewende im Zeitalter des Trumpismus“ ein: »Der Klimawandel schreitet fort und wird nur noch von wenigen geleugnet, so von US-Präsident Donald Trump, der nicht bereit ist, das von der gesamten Weltgemeinschaft unterstützte „Paris Agreement“ von 2015 umzusetzen. Der Vortrag beschäftigt sich zum einen mit der Frage, warum und bei wem die Politik Donald Trumps in den USA und in Europa Unterstützung findet. Zum anderen geht er auf gegenläufige Trends ein, wie den weltweiten Wettlauf nach Klimaschutztechnologien. So hat es weltweit (G19) und in den USA (US Climate Alliance) einen starken Solidarisierungseffekt für ambitionierten Klimaschutz gegeben. Besteht die Hoffnung, dass das von der Weltgemeinschaft vereinbarte Klimaschutzziel doch noch eine Realisierungschance hat? mehr…
Der Kinder- und Jugendring lädt ehrenamtlich Tätige aus Jugendverbänden, Jugendinitiativen und Jugendfreizeithäusern zu einer „Juleica“-Schulung ein. „Juleica“ ist die Abkürzung für die Jugendleiter-Card. Dies ist ein bundesweit gültiger Ausweis für Ehrenamtliche, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren. Die Themen Motivation, Leitung von Gruppen, Leitungsstile, Zusammenarbeit im Team, Methoden zur Konfliktlösung, pädagogische und rechtliche Verantwortung, Kinder- und Jugendschutz, Prinzipien der Jugendverbandsarbeit und interkultureller Kompetenz sind wichtige Bestandteile der „Juleica“-Schulung des Jugendrings. mehr…
Freitag 23.02.18, 08:02 Uhr
Projektkurs nimmt Verwahrlosung von Zwangsarbeitergräber nicht hin
Ein geschichtlicher Projektkurs der Hildegardis Schule und des Goethe Gymnasiums hat am Volkstrauertag des letzten Jahres die zentrale Gedenkfeier der Stadt gestaltet und dabei mit einer beeindruckenden Präsentation auf den erbärmlichen Zustand der Zwangsarbeitergräber auf dem Blumenfriedhof hingewiesen. Die Projektgruppe hat jetzt eine Webseite veröffentlicht, auf der sie über ihre Arbeit berichtet. Hier heißt es u. a.: „Kein Mensch hat es verdient auf einem verwahrlosten Gräberfeld bestattet zu sein. Doch leider ist genau dies auf dem Blumenfriedhof in Bochum der Fall. 307 sowjetische Zwangsarbeiter wurden dort vor über 70 Jahren bestattet und sind mit der Zeit immer mehr in Vergessenheit geraten, genauso wie ihre Grabstelle.“ „Bei unserem ersten Besuch auf dem Gräberfeld stand uns der Schock ins Gesicht geschrieben. Den Zustand dort empfanden wir als respektlos gegenüber den Verstorbenen und wussten sofort, dass es unsere Pflicht ist, etwas zu ändern.“ Zur Webseite des Projektkurses.
Am morgigen Freitag, den 23. 2. trifft sich die Initiative „Religionsfrei im Revier“ um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer. Inhaltlicher Schwerpunkt der Sitzung wird das sogenannte Subsidiaritätsprinzip sein. Viele Millionen Menschen zahlen in Deutschland Kirchensteuer und bleiben Mitglied der Kirchen, weil sie dem Irrglauben unterliegen, dass die Kirchensteuer für soziale Zwecke eingesetzt wird. Kirchliche Krankenhäuser, Jugendzentren, Kindergärten etc. werden aber fast vollständig aus allgemeinen Steuermitteln, von Krankenversicherungen oder aus Beiträgen derjenigen, die die Einrichtungen nutzen, finanziert. Als die Union im Jahr 1961 über die absolute Mehrheit im Bundestag verfügte, verabschiedete sie ein Bundessozialhilfegesetz (BSHG) und ein Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG), in denen der „Vorrang der privaten Träger“ festgeschrieben wurde. Staatliche Einrichtungen dürfen danach in diesen Bereichen keine Einrichtungen betreiben, wenn dies nicht-staatliche Träger machen wollen. Gleichzeitig muss der Staat diese Einrichtungen aber finanzieren. Dies bildet bis heute die Grundlage dafür, dass viele Menschen an das fromme Märchen glauben, die Kirchen würden soziale Einrichtungen selber finanzieren.
Am Mittwoch, den 28.02., um 19.00 lädt der Bahnhof Langendreer in Kooperation mit Amnesty International Bochum zu den „Asyl-Dialogen“ ein – ein . Die Asyl-Dialoge erzählen von Begegnungen, die Menschen verändern und von gemeinsamen Kämpfen in unerwarteten Momenten. Der Fokus liegt auf Kämpfen gegen Abschiebung. Erzählt wird aus der Perspektive zweier junger Aktivistinnen und Aktivisten, die gezwungen sind, sich ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei zu liefern. Die Geschichte fragt danach, wie viel Mut wir entwickeln können, wenn aus zunächst lose verbundenen politischen Akteuren gute Freunde werden. mehr…
Der Lehrstuhl für Soziologie/Soziale Ungleichheit und Geschlecht schreibt: »Der Film- und Kulturwissenschaftler Prof. Richard Dyer wird im Sommersemester 2018 an der Ruhr-Universität Bochum als Marie-Jahoda-Gastprofessor für Internationale Geschlechterforschung lehren. Wir freuen uns sehr darauf, Prof. Dyer an der Universität begrüßen zu dürfen. In seiner Forschung beschäftigt sich Richard Dyer mit dem Verhältnis von Entertainment und Repräsentation – insbesondere in Bezug auf Race, Sexualität und Gender. Er leistete Pionierarbeit zu den Themenbereichen Musical, Stars, Queer Cinema and Culture sowie Critical Whiteness. mehr…
Das Projekt „Globale Solidarität – vor Ort“ bietet am Samstag, den 3. März von 10 – 18 Uhr im Bahnhof Langendreer einen Workshop über Kreative Aktionsformen an: «Dir reicht es nicht, nur auf die nächste Online-Petition zu klicken? Du möchtest wissen, welche gewitzten Protestformen es gibt und mit welchen Methoden Du Öffentlichkeit für Dein Thema schaffst? Entdecke in diesem Workshop die Vielfalt der politischen Aktionsformen: Von A wie Adbusting, über Kommunikationsguerilla, Street-Art, Theater bis Z wie Zeitungsplagiate. Da Probieren über Studieren geht, besteht die Möglichkeit erste Erfahrungen mit ausgewählten Aktionsformen zu sammeln. Referent ist Giovanni Schulze von der attac Akademie. Anmeldung bis zum 26.2. bei karina.lange@bahnhof-langendreer.de. Der Teilnahme-Beitrag inkl. Verpflegung ist 20 €«
Das Antifa Café lädt Mittwoch, den 28. 2. um 18:30 Uhr im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag von Volker Gerwers zum Thema „Querfront“ in der Friedensbewegung ein: »Vor vier Jahren entstanden als Reaktion auf den Krieg in der Ostukraine in vielen Orten der Bundesrepublik die sogenannten “Montagsmahnwachen“. Die Initiatoren dieser Mahnwachen verfolgten eine Querfrontstrategie, mit der äußerst rechte und antisemitische Positionen an gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen sollten. Hierfür sollte das Thema Frieden instrumentalisiert werden. Zu den Initiatoren gehörten u. a. Jürgen Elsässer und Ken Jebsen. Ein weiterer wichtiger Akteur ist der aus der Schweiz stammende Historiker Daniele Ganser, der absurde und verschwörungstheoretische Positonen zu “9/11″ vertritt. Er ist regelmäßiger Autor auf dem von K. Jebsen betriebenen Blog “kenfm“ und beim ehemaligen Zentralorgan der Montagsmahnwachen “free 21″. D. Ganser füllt mit seinen Vorträgen zur Zeit ganze Hörsäle. mehr…
Kurz vor Beginn der Gartensaison möchte sich der Gemeinschaftsgarten Bochum, dessen Standort in der Alsenstraße liegt, der Bochumer Öffentlichkeit und gärtnerisch Interessierten vorstellen: Am Sonntag, den 25.Februar um 17 Uhr laden wir daher im Alsenwohnzimmer, Alsenstr.27 zu einer Informationsveranstaltung ein. Neben zwei kurzen Filmen über Gemeinschaftsgärten wird dort erläutert, wie Bochumer*innen beim Gemeinschaftsgarten mitmachen können. Zudem findet ein kleiner Rundgang durch den Garten statt. mehr…
Das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ am Betti-Hartmann-Platz vor dem Wattenscheider Rathaus der jüdischen Wattenscheider Schülerin, die mit 15 Jahren in Auschwitz ermordet worden ist, aus Anlass ihres Geburtstags bei einer kleinen Gedenkfeier ein Gesicht geben. An diesem 19. Februar wäre Betti Hartmann 91 Jahre alt geworden. Schüler*innen der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule und der Märkischen Schule Wattenscheid hatten die Todesurkunde von Betti Hartmann von einer Studienfahrt nach Auschwitz mitgebracht. Wer sich dieser Aktion anschließen und ebenfalls der Verbrechen an Betti Hartmann und unzähligen anderen jüdischen Menschen gedenken möchten, ist herzlich willkommen.