Der Bochumer Journalist und Schriftsteller Werner Schmitz stellt am 17. April um 20 Uhr in der Buchhandlung Mirhoff und Fischer, Pieperstr. 12 eine Geschichte vor mit dem Titel: „Zehn Hiebe auf den Hintern oder Stolperstein für einen Nazi“. Werner Schmitz schreibt in seiner Einladung: »In den lezten Jahren beschäftigen sich viele Menschen mit den Opfern des Holocausts vor Ort. Mit Stolpersteinen im Gehwegpflaster wird an verfolgte und ermordete Mitbürger jüdischen Glaubens erinnert. Das ist gut so. Leider setzen sich nur wenige Menschen mit den örtlichen Tätern auseinander. Der Nazi von nebenan verschwindet im Nebel der Geschichte. Weil mich das seit langem ärgert, bin ich in diesem Winter aktiv geworden. Ich habe die Karriere des Lehrers Karl Tromm aus Eppendorf recherchiert. Tromm hat mich und viele andere Eppendorfer Schulkinder wegen Nichtigkeiten mit dem Rohrstock verprügelt. Meine Mutter erzählte mir vor vielen Jahren, dass Karl Tromm „ein hohes Tier bei den Nazis“ gewesen sei. Diesem Hinweis bin ich nun nachgegangen. Herausgekommen ist die Geschichte „Zehn Hiebe auf den Hintern oder Stolperstein für einen Nazi.“ In Zeiten wie diesen erscheint es mir wichtig, miteinander über unser Land zu reden. Denn: „Das Vergangene ist nich tot. Es ist nicht einmal vergangen.“ (William Faulkner)«
Die OpenStreetMap-Gruppe Bochum lädt zu einem Einführungsworkshop am 28. April um 14 Uhr im Labor, Alleestr.50 ein: »In diesem Workshop soll einsteigerfreundlich vermittelt werden, wie man selbst Informationen aus seiner Nachbarschaft und Stadt in OpenStreetMap (der Wikipedia für Kartendaten) einpflegt. Diese Kartendaten stehen dann der ganze Welt zur Verfügung und können so für Navigation, Wissenschaft und von lokalen Initiativen kostenfrei und gemeinnützig genutzt werden. Zumeist ist das Datenmaterial von OpenStreetMap deutlich detaillierter und aktueller, als das bei Google Maps. Im Workshop werden wir kurz OpenStreetMap, seinen Nutzen und damit verbundenen Projekte vorstellen. Danach soll jeder, wenn möglich, an seinem eigenen Laptop den iD-Editor kennenlernen, der zum Eintragen von Informationen in OpenStreetMap verwendet wird um herauszufinden, wie welche Daten zu erheben sind.
Schließlich folgt ein Rundgang in Umgebung des Hackerspace ‚das labor‘ in dem wir mit Klemmbrettern und Mappen (bitte idealerweise selber mitbringen) unsere Beobachtungen der Umgebung aufzeichnen und später im Hackerspace mit dem iD-Editor in OpenStreetMap eintragen. Dadurch bekommt man einen ganz neuen Blick auf seine Umgebung und hilft gleichzeitig noch anderen, die eigene Nachbarschaft kennen zu lernen. mehr…
Am Dienstag, den 10. April, lädt das Projekt „RUB bekennt Farbe“ um 19 Uhr im Hörsaal HZO 100 der Ruhr Uni zu einem Vortrag ein mit dem Titel „Reichsbürger, Selbstverwalter und Souveränisten – Vom Wahn des bedrohten Deutschen“. Referent ist der Politikwissenschaftler Jan Rathje. In der Einladung heißt es: »“Reichsbürger“ erscheinen der Öffentlichkeit zunehmend als gefährliche Spinner, die den Staat ablehnen und ihren Widerstand auch mit der Waffe geltend machen. Der Begriff selbst ist nach seiner rasanten medialen Verbreitung jedoch zum Problem geworden. Nur ein Teil des Milieus ist von der Fortexistenz irgendeines Deutschen Reiches überzeugt. Selbstverwaltende glauben aus dem Staat austreten zu können, und gründen eigene Staaten. Souveränistinnen und Souveränisten fordern eine Wiederherstellung staatlicher Souveränität und verbreiten dabei das Bild der Fremdherrschaft über die Deutschen. mehr…
Die Bochumer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hat eine neue Ausgabe ihrer Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB) herausgegeben und schreibt: «Die Zeitung erscheint ab sofort mehrfarbig und in einem neue Layout. In mehreren Artikeln setzten sich die Autor*innen der Zeitung mit der rechten Partei AfD auseinander, so unter anderen mit einer Pro und Contra Position zur Frage „über den Sinn oder Unsinn mit AfDler und anderen Nazis zu diskutieren“ (Siehe Seite 4 und 5). Ein Beitrag berichtet über die Verbrechen an Zwangsarbeiter*innen im Frühjahr 1945 in Langendreer. Ein abgebildetes Dokument belegt die Auffindung von „8 Leichen ausländischer Arbeiter“, die auf dem Betriebsgelände der Zechen Neu Iserlohn und Siebenplaneten gefunden wurden. (Siehe Seite 7). Auf die Bedeutung des Buchenwaldschwurs wird eingegangen (Seite 2) und die Tätigkeit eines Geschichtskurses einer Dortmunder Schule, der die VVN-Aktion zur Aberkennung der Ehrenbürgerwürde von Paul von Hindenburg nachverfolgte, wird dargestellt (Seite 11). Auf eine Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen wird ebenfalls hingewiesen.«
Die Linksjugend Bochum lädt am Donnerstag 12. April, um 18:30 Uhr im Wahlkreisbüro von Sevim Dagdelen, Allestraße 36 ein zu einer Veranstaltung über die Beziehungen zwischen den USA und Kuba im Laufe der Geschichte bis heute: »Kuba und die USA sind keine Freunde – so viel ist bekannt. Aus welcher historischen Konstellation und aus welcher Absicht kommt aber der Griff der imperialistischen Großmacht USA nach der Karibik-Insel, die seit bald 60 Jahren ihren eigenen politischen Weg bestreitet? Woran liegt es, dass die USA, nachdem sie Kuba jahrzehntelang ohne Erfolg mit allen Mitteln bekämpft haben, seit Obamas US-Präsidentschaft auf mehr Kooperation mit dem sozialistischen Karibikstaat setzen wollen? Nach einem Vortrag zur Einführung in die Geschichte der USA-Kuba-Beziehungen bis zum heutigen Tag bleibt noch viel Zeit um zu klären, was ihr schon immer über die politische Situation auf Kuba wissen wolltet. «
Unter dem Motto »Wie willst du Leben? Was für eine Stadt wünschst du dir?« informiert das Bochumer Netzwerk »Stadt für Alle« am Sonntag, den 8. 4. in Form eines Stadtrundgangs über die geplanten Veränderungen in der Bochumer Innenstadt (Treffpunkt: 15.00 Uhr an der Glocke am Bochumer Rathaus) und lädt im Anschluss um 16.00 Uhr ins ZEITMAUL-Theater (Imbuschplatz 11, Zugang vom Nordring) zu einer offenen Stadtteilversammlung ein. Im Vorfeld wurden Einladungen an rund 5.000 Haushalte im Bereich der Innenstadt verteilt. Hier die Einladung im Wortlaut: mehr…
Am Samstag, den 14.04. lädt die Volkshochschule von 14:00 – 17:15 Uhr zu einem Workshop „Recherchieren im Frauenarchiv ausZeiten e.V.“ ein: »In Bochum gibt es seit 1995 das Frauenarchiv ausZeiten, in dem Zeitungsausschnitte, Bücher, Zeitschriften, Flyer, Plakate, Fotos und vieles mehr gesammelt werden. Alle diese Materialien haben mit der Geschichte von Frauen zu tun, mit Feminismus, mit Themen, die Frauen und Lesben über Jahrzehnte bewegt haben und heute bewegen – lokal und international. mehr…
Daniella Wakonigg berichtet im Humanistischen Pressedienst über die Veranstaltung der Initiative Religionsfrei im Revier am Karfreitag im Bochumer Riff: »Bereits im sechsten Jahr in Folge zeigte die Initiative Religionsfrei im Revier am Karfreitag den Film „Das Leben des Brian“, dessen öffentliche Vorführung am Karfreitag deutschlandweit verboten ist. In diesem Jahr war die Filmvorführung in Bochum erstmals legal. Für die Organisatoren ist das jedoch kein Erfolg, da sie den Film nur wegen einer Ausnahmegenehmigung, nicht jedoch aufgrund einer Änderung des Feiertagsgesetzes legal aufführen durften. mehr…
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts und die DGB-Hochschulgruppe an der RUB laden am Mittwoch, den 11. April um 19.30 Uhr im „Blue Square“, Kortumstr. 90 Raum 2/202 zu einer Veranstaltung über die „Identitäre Bewegung“ ein: »Die „Identitäre Bewegung“ ist eine recht neue und bisher klein gebliebene Gruppierung. Ursprünglich aus Frankreich stammend und der „Neuen Rechten“ zuzuordnen, ist sie seit 2012 auch in Deutschland aktiv. Die „Identitären“ sind Teil des europäischen „rechten“ Netzwerks. Sie zeichnen sich aus durch ein selbstbewusstes Auftreten und betonen den „hippen“ Lifestyle. Trotz des rechtsintellektuellen Gestus und mit geschickter Propaganda haben sie reichlich mediale Aufmerksamkeit erringen können. Sie wollen eine Art „Greenpeace von rechts“ sein und erheben den Anspruch, ganz anders als vorangegangene rechte Gruppierungen zu sein. Dabei klingen die von den „Identitären“ gebrauchten Thesen vom „christlichen Europa“, dem notwendigen Abwehrkampf gegen „den“ Islam oder ihre Kampagne vom „Großen Austausch“ doch auch wie PEGIDA und die AfD. mehr…
Mittwoch 04.04.18, 07:57 Uhr
Die Antifaschistische Linke ruft zu Protesten am Samstag auf..
Die Antifaschistische Linke Bochum erklärt: »Am Samstag, den 7. April möchten die Dortmunder Nazistrukturen für ihre Großdemonstartion unter dem Motto “Europa Erwache“ eine Woche später in Dortmund werben. Dazu haben sie vor dem Bochumer Hauptbahnhof, mit Hilfe des NPD Landesvorsitzenden und Bochumer Stadtratabgeordneten Claus Cremer, eine Kundgebung um 16:00 Uhr angekündigt. Wir als Bochumer Antifaschist*innen werden diese Provokation nicht unbeantwortet lassen und kündigen Gegenproteste an! mehr…
Terre des hommes lädt am Samstag, den 14. April zur jährlichen Fahrradbörse auf dem Schulhof der Liselotte-Rauner-Schule in Wattenscheid ein. Die Einnahmen der Aktion kommen dem Projekt „Meninos de Mozambique – MDM“ zugute. Das Projekt hilft durch eine mobile Schule und durch vielfältige Maßnahmen Straßenkindern in Maputo, die aus prekären Verhältnissen stammen. Auf der Fahrradbörse werden gut erhaltene Räder, Roller, Bobbycars oder Dreiräder angeboten. Für VerkäuferInnen gilt: Wer ein Fahrrad, Roller, Bobbycar oder Dreirad zum Kauf anbieten möchte, bringt es zwischen 09.30 und 12.00 Uhr zum Schulhof in Wattenscheid (Zugang über Swidbertstraße/ Postgasse, Rewe-Parkplatz) und gibt es in Kommission. Die Annahmegebühr pro Rad beträgt 5 €, für alles andere 3 €. Anbieter von Fahrrädern werden gebeten, ihren Ausweis oder Kaufbelege mitzubringen. mehr…
Vor zwei Jahren hatte das grüne Ratsmitglied Karsten Finke sein Mandat niedergelegt und erklärt, dass er seine radikalen Ansichten nicht länger mit der Grünen Mainstreampolitik in Einklang bringen könne. Jetzt ist er als Mitglied der Bezirksvertretung Mitte nachgerückt.
Am 19. April startet ein Crash-Kurs Hartz IV in der Volkshochschule. In der Einladung heißt es: »Auf Hartz IV bist Du schneller als Du denkst. Da gilt es zu wissen, welche Rechte bestehen und wo Fallstricke drohen: Ersparnisse und Lebensversicherungen sind rechtzeitig „hartz-fest“ zu machen, die Wohnungskosten ebenso. Mit Lebenspartner/in drohen Überraschungen, ebenso in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten, ohne tatsächlich diesen gegenüber einen Unterhaltsanspruch zu haben. Im Alter bleibt nur die rentenergänzende Grundsicherung. Viele Menschen erleiden Kürzungen oder nehmen ihnen zustehende Leistungen, auch ergänzende laufende oder einmalige Unterstützung bei Niedriglohn oder kleiner Rente, nicht in Anspruch. (Wer arbeitet, hat durch Freibeträge immer mehr als Hartz IV). Wird ein Darlehen gewährt z.B. für Anschaffungen oder Stromrückstände werden häufig zu hohe Raten abgezogen. Die Ober-grenzen für die Wohnungsmieten sind gekürzt worden (außer bei Singles). mehr…
Auf der Abschlussveranstaltung der sonntäglichen Etappe des Ostermarsches in Bochum warnte die Bundessprecherin der Deutschen Friedensgesellschaft, Katharina Müller, vor einem neuen atomaren Wettrüsten angesichts der neuen Atomkriegstrategie der USA. Sie betonte, dass sich alte und junge Friedensaktivisten gegenseitig motivieren könnten, sich der neuen Atomkriegesgefahr entgegenzustellen.
Zum Auftakt der letzten Ostermarschetappe am heutigen Montag in Werne sprach der DGB Vorsitzende aus Dülmen Ortwin Bickhove-Swiderski. Hiermit wollte der Ostermarsch ein Zeichen der Solidarität mit der neuen Friedensinitiative in Dülmen setzen. Die us-amerikanischen Streitkräfte haben ein neues Logistik-Depot in Dülmen eröffnet. Es ist auf dem Gelände der vom britischen Militär verlassenen „Tower Barracks“ untergebracht. Die US-Armee will in Dülmen eine Nachschubbasis für ihre Konfrontation mit Russland aufbauen. Die neue Friedensinitiative protestiert gegen diese lokale Militarisierung. Ortwin Bickhove-Swiderski ging in seiner Rede vor allem darauf ein, was die Aufrüstungspläne und die „Kriegstreiberei“ der Bundesregierung für gesellschaftliche Auswirkungen haben. Seine Rede im Wortlaut: mehr…
Norbert Arndt begrüßte als ver.di-Sekretär und Sprecher der GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität am Ostersonntag die Teilnehmenden des Ostermarsches zur Tagesabschlussveranstaltung im ver.di-Hause an der Universitätsstraße. Dabei ging er insbesondere auf die von der Bundesregierung geplante gigantische Steigerung der Militärausgaben ein und Warb für die Initiative Abrüsten statt Aufrüsten. Sein Grußwort im Wortlaut: Seid alle herzlich willkommen, hier in der Bochumer Zentrale des ver.di-Bezirks Mittleres Ruhrgebiet. Wieder seid ihr, sind wir, über die Osterfeiertage –als Teil der bundesweiten Friedensbewegung-unterwegs um auf ein Kernanliegen unserer Zeit aufmerksam zu machen. Auf den Frieden in Europa und der Welt, der schon lange nicht mehr so bedroht war, wie gegenwärtig. mehr…
Die Marxistisch Leninistische Partei Deutschlands sorgte am heutigen Montag bei der Auftaktkundgebung der letzten Ostermarschetappe für einen Eklat. Obwohl das Ostermarschkomitee als auch das Bochumer Friedensplenum ihr mitgeteilt hatte, dass es ihr untersagt ist, einen Infostand aufzubauen, setzte sie sich darüber hinweg. Diskussionen halfen nichts. Auch als die Polizei auf Bitten der Veranstalter die Partei aufforderte, den Stand zu räumen, bestand die MLPD darauf, dass die Polizei Stand und Materialien einsammelte. mehr…
Auch in diesem Jahr machte der Ostermarsch in Bochum seinen ersten Zwischenhalt in Wattenscheid. Die Vorsitzende des Bochumer Forums für Antirassismus und Kultur Cigdem Deniz Sert (Foto) sprach über den Zusammenhang von Krieg und Migration, Flucht und Fluchtursachen. Die Rede im Wortlaut: »Ich möchte meinen heutigen Redebeitrag mit einer kurze Szene aus einem Buch beginnen. Elie Wiesel hat als kleiner Junge den Faschismus erfahren und die Deportation seiner Familie und seiner Person nach Auschwitz erlebt. In seinem autobiographischen Buch „Die Nacht“ beschreibt er sehr eindrucksvoll seine Gedanken auf dem Weg nach Auschwitz. Er beschreibt seine Fassungslosigkeit und sagt: „Es kann doch nicht sein, dass die Menschheit zuschaut; die Menschheit wird doch jeden Augenblick kommen und uns retten. Das werden die Menschen doch niemals zulassen“ Sein Vater antwortet: „Doch mein Junge, wir leben in einer Zeit, in der die Menschheit zuschaut“. mehr…
Die NPD will am Samstag, den 7. April um 16 Uhr eine Demonstration vor dem Bochumer Hauptbahnhof durchführen, um damit für eine weitere Demonstration eine Woche später am 14. April in Dortmund zu werben, zu der die ultra rechte Nazi-Partei „Die Rechte“ angeblich europaweit mobilisiert. Die Bochumer NPD ist seit dem Aufkommen der AFD völlig bedeutungslos geworden und war bei vergleichbaren Kundgebungen kaum in der Lage, mehr als ein Dutzend Leute zu mobilisieren. Trotzdem wird es voraussichtlich eine größere Gegendemonstration geben. Die antifaschistische Linke wird eine Kundgebung anmelden, das Bündnis gegen Rechts wird ebenfalls gegen den Nazi-Aufmarsch mobilisieren. Nähere Einzelheiten werden Anfang nächster Woche geklärt.
Die Bochumer Linkspartei und die Soziale Liste rufen zur Teilnahme am Ostermarsch auf. Benny Krutschinna, Vorstandsmitglied der Bochumer Linken erklärt: „Für uns Linke sind die Ostermärsche eine wichtige Tradition. Wir sind die einzige Partei im Bundestag mit klaren friedenspolitischen Positionen und haben konsequent gegen alle Auslandseinsätze der Bundeswehr gestimmt. Und eine friedliche Außenpolitik wird heute dringend gebraucht: Das Säbelrasseln der NATO ist zurzeit die größte Bedrohung für den Frieden in Europa und der Welt. Aktuell gibt es 12 Mandate für Auslandseinsätze der Bundeswehr, darunter Afghanistan mit 980 Soldaten. Ein Ende des sechszehnjährigen Einsatzes ist nicht abzusehen und die Sicherheitslage verbessert sich ebenso wenig. mehr…
Der österreichische Kabarettist und Musiker Günther »Gunkl« Paal ist am Freitag in Bochum zu Gast bei der Karfreitagsveranstaltung von Religionsfrei im Revier. Wie in den letzten Jahren wird zum Abschluss des Abends der Film „Das Leben des Brian“ gezeigt. Vorher erlebt das Bochumer Publikum erstmals den antiklerikalen Schmäh des Wiener Kabarettisten. Zum Star der deutschen humanistisch-atheistischen Szene wurde Gunkl vor allem mit seinem Auftritt über Wüsten-Religionen, Wissen, Respekt und Kränkungen aus seinem Programm »Die großen Kränkungen der Menschheit«. mehr…
Donnerstag 29.03.18, 10:15 Uhr
Bochum verzichtet auf Fördermittel für den Radwegebau
Die grüne Ratsfraktion kritisiert, dass die Stadtverwaltung offensichtlich keine Fördermittel für den Radwegebau abruft: »Über das Landesprogramm Nahmobilität 2018 können die Städte in NRW Fördermittel für den Rad- und Fußwegebau an kommunalen Straßen beantragen. Insgesamt 16,1 Millionen Euro stellt das Land den Städten und Gemeinden dafür zur Verfügung. Nachdem die Grünen unlängst kritisiert haben, dass ein beantragtes und bewilligtes Projekt als Zubringer zum Springorumradweg letztes Jahr nicht realisiert wurde, zeigen sie sich nun erneut irritiert. „Wie jetzt im Ruhrparlament bekannt wurde, hat die Stadt Bochum auf eine Beantragung von Fördermitteln für den Rad- und Fußwegebau im Rahmen des Förderprogramms Nahmobilität 2018 gänzlich verzichtet. Lediglich für Öffentlichkeitsarbeit sei ein kleiner Betrag beantragt worden. mehr…
Im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat die Verwaltung neue Zahlen zum sozialen Wohnungsbau und zu den untergebrachten Obdachlosen in Bochum vorgelegt. Die Linke im Rat sieht einen Zusammenhang zwischen beiden Entwicklungen und schreibt: »Zum Jahresanfang gab es in Bochum nur noch 13.565 Sozialwohnungen, im Jahr 2003 waren es noch fast 30.000. Dagegen hat sich die Zahl der untergebrachten Obdachlosen innerhalb von weniger als zwei Jahren mehr als verdreifacht. Zum Stichtag 8. Februar 2018 waren insgesamt 237 Menschen wegen Obdachlosigkeit auf städtische Unterbringung angewiesen, im Jahr 2016 waren nur 75 untergebracht. Statt der vorgesehenen Verweildauer von bis zu vier Wochen leben die Betroffenen inzwischen durchschnittlich mehr als sechs Monate in den Unterkünften. Dies berichtete die Verwaltung in der Sitzung am 21. März. mehr…
Am 28.03.2005 wurde der antifaschistische Punk Thomas Schulz von dem Nazi-Skinhead Sven Kahlin in der U-Bahn Station Kampstraße in Dortmund erstochen. Thomas Schulz hinterließ zwei Kinder. An ihn will das Politcafé Azzoncao dreizehn Jahre nach dieser Tat mit Texten, Fotos und einem Interview erinnern: Am Abend des Ostermontag 2005 wollte der 31 jährige Thomas Schulz mit seinen FreundInnen zu einem Punkkonzert fahren. In der U-Bahnstation Kampstraße fuhren sie die Rolltreppe hinauf, als auf der anderen Rolltreppe in gegenläufiger Richtung der rechte Skinhead Sven Kahlin mit seiner Freundin hinabfuhr, um die U-Bahn zu erreichen. Es entwickelte sich ein Wortgefecht, da der zur „Skinhead-Front Dortmund Dorstfeld“ zählende Sven Kahlin unschwer als Nazi auszumachen war. mehr…
Am Mittwoch, den 28. 3. lädt das Antifa Café im Sozialen Zentrum zu einem 90 minütigen Stammtischkämpfer*innen-Seminar der Initiative Aufstehen gegen Rassismus ein: »Ihr kennt es vielleicht alle: Im Alltag an der Uni, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Familie fallen rassistische Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns über unsere Hilflosigkeit. Die Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“ bietet Seminare mit aktivem Argumentationstraining an, um Alltagsrassismus besser zu begegnen. Das Café öffnet ab 18:30 Uhr. Das Seminar beginnt um 19:00 Uhr. Anschließend gibt es wie immer leckeres veganes Essen gegen Spende.«
„Jetzt werden die Bochumer SPD und die Grünen von ihren eigenen Outsourcing-Beschlüssen eingeholt“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Bochumer Linken Ralf-D. Lange zu den Diskussionen um die Äußerungen des Geschäftsführers der Bochumer Bäder GmbH Berthold Schmitt. „Wir haben von Anfang an kritisiert, dass mit der Auslagerung der Bäder in eine GmbH eine Parallelstruktur neben den demokratischen Entscheidungsgremien entsteht. Jetzt erleben wir die ersten Auswirkungen davon.“ Der Hintergrund: „Weniger kann mehr sein“, hatte die WAZ den Geschäftsführer der Bochumer Bäder GmbH zitiert. „Dem Bochumer Mantra, […] möglichst alle Bäder zu erhalten folge er jedoch nicht“, schrieb die Zeitung, und zitierte Schmitt weiter: „Nach meiner Einschätzung gibt es in Bochum zu viele Freibäder.“ mehr…
Ab Donnerstag, den 29.03. ist im endstation.kino der georgische Film Vor dem Frühling zu sehen. Der Präsident, einst Volksheld und Befreier seines Landes, wird entmachtet und muss in die wilde Gebirgsregion seiner Heimat flüchten, begleitet nur von einer Handvoll treuer Anhänger. In der Hoffnung auf loyale Unterstützer zu stoßen und die Macht wieder zu ergreifen, ziehen sie über schneebedeckte Berge und unwegsame Pässe, durch tiefe Wälder und reißende Ströme – voll Schönheit und Gefahren. Durch den ständigen Wechsel der Verstecke versucht die Gruppe, ihren Gegnern zu entkommen, doch ein unsichtbarer Verfolger setzt sie unter unerschütterlichen psychologischen Druck. Die all umschließende Natur, ihr Zufluchtsort, stellt sich als unberechenbare Gewalt heraus, die sich jederzeit gegen sie wen-den kann. Und auch nicht jedes abgelegene Heim ist von verbündeten Seelen bewohnt. mehr…
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) schreibt: »In Bochum läuft derzeit eins der größten „Best-Practice-Beispiele in Sachen Demokratie“ – die Betriebsratswahl. Tausende Beschäftigte bestimmen hier bis Ende Mai ihre Interessenvertreter für die nächsten vier Jahre. Doch immer wieder versuchen einzelne Unternehmen, die Wahlen zu unterlaufen. „Wer die Wahl von Betriebsräten behindert, der macht sich strafbar.“ Nach dem Betriebsverfassungsgesetz stehe darauf eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr, so Adnan Kandemir von der NGG Ruhrgebiet. mehr…
Die Soziale Liste fordert vom Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und der Verwaltung die Einleitung von umfassenden Maßnahmen, um die Umweltbelastungen an Bochums Hauptverkehrsstraßen drastisch zu senken und schreibt: »Auch der Rat der Stadt Bochum sollte sich in einer seiner nächsten Sitzung mit dem Thema ausführlich beschäftigen. Hierzu sollten auch Vertreter der Deutschen Umwelthilfe eingeladen werden. Die Deutsch Umwelthilfe hat kürzlich einen Monat lang an 559 Orten in Deutschland die Luftqualität nachgemessen. Die Ergebnisse sind erschreckend! 89 Prozent der Messstellen zeigen mit Werten über 20 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft (ug/m3) gesundheitlich bedenkliche Belastungen der Atemluft mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2). In Bochum lag die Stickstoffdioxid-Belastung an den zwei Messstellen der DUH bei 50 und 36 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft (ug/m3), also ganz deutlich über den zulässigen Werten. mehr…
Am Ostersonntag kommt der Ostermarsch nach Bochum. Gegen 13.10 Uhr trifft die Fahrradetappe in Wattenscheid an der Friedenskirche, August Bebel Platz ein. Bei diesem mittäglichen Stopp wird traditionell eine Stärkung durch eine gehaltvolle Suppe gereicht. Felix Oekentorp vom „Kuratorium Stelen der Erinnerung“ begrüßt den Ostermarsch. Anschließend wird Deniz Sert, Sprecherin des „Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur“, in ihrer Rede das aktuelle Problem „Rassismus als soziale Frage“ thematisieren. Danach führt die Etappe über Herne zur sonntäglichen Abschlussveranstaltung um ca. 16:15 Uhr in die ver-di-Geschäftsstelle, Universitätsstr. 76. Hier gibt es ein reichhaltiges Buffet. Ver.di-Gewerkschaftssekretär Norbert Arndt, der auch Sprecher der Initiative Gewerkschafter für Frieden und Solidarität ist, wird in seiner Begrüßung u. a. die Kampagne „Abrüsten statt Aufrüsten“ vorstellen und zur Unterstützung aufrufen. Die Bundessprecherin der DFG-VK Katharina Müller wird dann über den UN-Vertrag für ein Atomwaffenverbot berichten, der bereits von 56 Staaten unterzeichnet wurde. Die Bundesregierung weigert sich nicht nur dem Abkommen beizutreten, sie lässt auch weiterhin zu, dass US-amerikanische Atomwaffen in Büchel, Rheinland-Pfalz gelagert werden. mehr…
Dagmar Wolf hat einen Brief an Fritz Pleitgen geschrieben, in dem sie ihn auffordert, nicht nur auf die individuelle Ursachen von Krebserkrankungen hinzuweisen, sondern auch die gesellschaftlichen Faktoren zu benennen, die Krebserkrankungen begünstigen: »Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, ich wünsche Ihnen alles Gute, besonders Gesundheit!
Vielen Dank für Ihr Engagement bei der Deutschen Krebshilfe, auch dafür, dass Sie sich als eine in der Öffentlichkeit präsente Person für die Verbesserung der Krebsprävention einsetzen! Aber ist denn der Hinweis auf gesunde Lebensführung, auf intelligenten Umgang mit Drogen und sportliche Betätigung nicht ein bisschen einfach? Solche Ratschläge und Appelle an jede Einzelne sind inzwischen doch allgegenwärtig – Ärztinnen, Engagierte in Selbsthilfegruppen, Krankenkassen, Medien (von fundierten Gesundheitsmagazinen im öffentlich rechtlichen Rundfunk bis hin zu populären Apothekenblättern) – weisen erfreulicherweise immer wieder darauf hin, dass falsches Essen, Saufen, Rauchen, andere Drogen sowie auf-der-Couch-rumhängen für Herz, Leber, Rücken, Füße, Kopf usw. ungesund ist und außerdem wahrscheinlich Krebs befördert. Gut so! Der Rückgang des Zigarettenkonsums und die Zuwendung zu fleischarmer Esskultur geben Anlass zur Hoffnung. mehr…
Die Naturfreunde-Bochum Langendreer haben auf ihrer Jahreshauptversammlung auf ein Jahr „voller natur-freundlicher Aktionen“ zurückgeblickt und schreiben: »Schon die Gründung der Gruppe „Urban Gardening Langendreer“ auf Mit- Initiative der Naturfreunde hat im letzten Frühjahr für Akzente im Stadtteil gesorgt, die sich auch in diesem Jahr weiter entwickeln. Entstanden ist alles nach einem Bildungsabend der Naturfreunde, zu deren Highlights im letzten Jahr auch der Besuch der Zeitzeugin und Journalistin Ruth Weiss gehörte, aber auch z.B. Veranstaltungen über den Klimagipfel sowie Proteste gegen die Waldzerstörung des Hambacher Forsts durch den Braunkohletagebau. Aber auch die im Naturfreundezentrum stattfindende Kindergruppe erfreut sich großer Beliebtheit und wurde inzwischen auf zwei Wochentermine erweitert, was aber auch den Bedarf im Stadtteil zeigt. mehr…
Die Initiative Religionsfrei im Revier trifft sich am heutigen Freitag ausnahmsweise nicht im Bahnhof Langendreer sondern im Sozialen Zentrum. Ein Thema wird die überraschende Genehmigung der Veranstaltung am Karfreitag im Riff sein. Außerdem wird geplant, wie die Initiative antiklerikale Aktivitäten während des Katholikentages in Münster unterstützt. Inhaltlicher Schwerpunkt des Treffens ist die Information und Diskussion darüber, welche Konsequenzen es hat, dass die Kirchen den privilegierten Status von Körperschaften öffentlichen Rechts haben, ohne die Pflichten erfüllen zu müssen, die Körperschaften öffentlichen Rechts eigentlich haben.
Die Linksfraktion hat ihre Kampagne gegen die Schließung von weiteren fünf Bochumer Schul-Schwimmbecken mit einer Aktion in der Innenstadt gestartet und schreibt: „Symbolisch haben wir Schwimmflügel verteilt, um darauf hinzuweisen, dass immer weniger Kinder schwimmen können und welche Gefahren damit verbunden sind. Und wir haben deutlich gemacht: Die Frage, ob man schwimmen lernen kann oder nicht, ist eine soziale Frage. mehr…
Am Dienstag, den 20. März, folgten über 4850 Beschäftigte dem ver.di-Aufruf zum zweiten Warnstreik im öffentlichen Dienst und legten eine „richtig dicke“ Demonstration und Kundgebung ab. Die Beschäftigten der BoGeStra sicherten die Betriebshöfe, damit keine Busse und Bahnen ausfahren konnten. Die Arbeitgeber verweigern jegliches Angebot in der Tarif- und Besoldungsrunde. „So geht es nicht“, sagte Gudrun Müller, ver.di Bezirksgeschäftsführerin Mittleres Ruhrgebiet, „der heutige Warnstreik ist unsere Antwort und wir setzen zum Auftakt ein starkes Zeichen zur Durchsetzung unserer berechtigten Forderungen.“ Fotos vom Warnstreik: mehr…