Die Ankündigung des US-amerikanischen Präsidenten, das Pariser Klimaabkommen zu kündigen, wird von den Eliten der kapitalistischen Welt ziemlich einheitlich verurteilt. Als schlicht falsch, verrückt oder gar „als Gefährdung des Planeten“ bewerten sie die Entscheidung. Sie alle sind entschiedene BefürworterInnen des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Die Börse als unbestechliche Richterin des Kapitalismus über politische Entscheidungen feierte die Ankündigung Trumps gegen das Pariser Klimaabkommen mit einem Allzeithoch ihrer Notierungen. Wer oder was ist also falsch, verrückt oder gar eine Gefährdung des Planeten?
Eine Themenwoche zur Frage, wer wir sind,
was uns verbindet und was uns trennt Mit dem Stück Kampf des Negers und der Hunde beginnt heute Abend in den Kammerspielen des Schauspielhauses eine Themenwoche zum Thema „Vom Blick auf die Anderen“. VeranstalterInnen sind neben dem Schauspielhaus das endstation.Kino und das Haus der Geschichte. Zur Motivation der Woche heißt es: »Die Politik der einfachen Lösungen, die aktuell weltweit an Zuspruch gewinnt, fußt auf einer grundlegenden Trennung: Die Rede ist stets vom „Wir“, die wir hier sind (und vermeintlich immer schon hier waren), und auf der anderen Seite vom „Die“, den Illegalen und Migranten, die angeblich nicht zu uns gehörten, fremd seien und hier nichts zu suchen hätten. Wahlweise lässt sich diese Achse der Unterscheidung auch von der Horizontalen in die Vertikale drehen – dann liest sich dieselbe Gleichung als „wir“, die wir hier unten sind, denen nicht zugehört wird, und „die“, die da oben sind, die korrupten Politiker, die Gutmenschen-Lobby und Lügenpresse. mehr…
Ab Donnerstag, den 8. 6. läuft im endstation.kino der Dokumentarfilm Beuys. Am Dienstag, den 13.06. mit wird es vor der Filmvorstellung eine kunstgeschichtliche Einführung durch die Bochumer Kunsthistorikerin Anna Storm geben. mehr…
Die von der Linksfraktion, der Sozialen Liste und den Grünen eingereichte Afghanistan-Resolution zur Ratssitzung am 30. März 2017 wurde vom Bochumer Rat abgelehnt. Daran erinnert heute die Linksfraktion und erklärt: »Dabei ist deutlich geworden, dass insbesondere die SPD und CDU Fraktionen kein Interesse an solch einer Resolution haben. In der vorhergehenden Sitzung verstieg sich der Bochumer Rechtsdezernent Sebastian Kopietz sogar zu der Auffassung, Anträge des Bochumer Rates zu diesem Thema seinen juristisch nicht zulässig. Ein anderes Beispiel liefert die Stadt Dortmund, die sich in der gestrigen Ratssitzung mehrheitlich gegen Abschiebungen nach Afghanistan aussprach und die Verwaltung auffordert, alles ihnen mögliche zu unternehmen, Abschiebungen von afghanischen Geflüchteten aus ihrer Stadt zu unterbinden. Die aktuellen Entwicklungen in Afghanistan, der Sprengstoffanschlag im Diplomatenviertel in Kabul sowie anhaltende Kämpfe in anderen Landesteilen machen erneut deutlich, dass Afghanistan absolut kein sicheres Herkunftsland ist. Das Schweigen des Bochumer Rates und des Oberbürgermeisters in dieser Sache wird – wie auch von vielen Bochumer Bürger*innen – von der Bochumer Linksfraktion und der Sozialen Liste im Rat mit Unverständnis aufgenommen.«
Freitag 02.06.17, 14:35 Uhr
Grüne Jugend: Rot-Grün soll sich für besetztes Haus stark machen!
Die Grüne Jugend schreibt: »Seit mittlerweile 19 Tagen ist ein Haus an der Herner Straße in Bochum durch Aktivist*innen besetzt. Dazu erklären Pia Scholten und Frederik Antary, Sprecher*innen der Grünen Jugend Bochum: Bochum steht vor großen Herausforderungen in der Bau- und Wohnungspolitik. Die Aktivisten und Aktivistinnen an der Herner Straße setzen zu Recht ein Zeichen für bezahlbaren Wohnraum in der ganzen Stadt und haben deshalb unsere volle Solidarität. Die Hausbesetzung ist außerdem ein Zeichen für gemeinschaftlich genutzte Freiräume und bietet die Chance, ein gesamtes Stadtviertel zu bereichern. Wir fordern die rot-grüne Ratskoalition deswegen auf, sich für Lösungen, die eine Aufrechterhaltung der Besetzung ermöglichen, stark zu machen. Auch nach unserer Besichtigung entstand der Eindruck, dass die im Übrigen sehr gut organisierten Aktivisten und Aktivistinnen das Haus zu einem gemütlichen und modernen Ort machen, an dem alle willkommen sind und mitmachen können. Wir können allen Menschen egal ob jung und alt raten vorbei zuschauen!«
Die Soziale Liste berichtet: »Der Landesvorsitzende der NPD, Claus Cremer, wirkt ganz offensichtlich für eine Vereinigung der neofaschistischen NPD und der Partei die Rechte im Ruhrgebiet. Neben seiner Bochumer Ratstätigkeit ist er schon seit längerer Zeit auch für die Dortmunder Ratsgruppe NPD/Die Rechte aktiv. Wie jetzt zu erfahren war, ist Cremer nun auch Geschäftsführer der Dortmunder Ratsgruppe geworden. Cremer ist im Bochumer Rat nur durch schriftliche Anfragen in Erscheinung getreten. Er ist noch nie in seiner über 10-jährigen Mitgliedschaft in der Bezirksvertretung Wattenscheid und des Rates durch eine Rede in den Sitzungen aufgefallen, posaunt aber über das Internet seine „hervorragende Ratsarbeit“ hinaus. Die Partei die Rechte in Dortmund ist bisher durch ihre besondere Aggressivität, Gewaltbereitschaft und die Verbreitung klassischer Nazi-Ideologie hervorgetreten. Die Ratsgruppe NPD/Die Rechte erhält jährlich 40.000 € für Personal- und Sachkosten aus Steuergeldern.«
Der Kinder- und Jugendring schreibt: »Die Gräberfelder der Zwangsarbeiter auf dem Zentralfriedhof befinden sich leider in keinem guten Zustand und ein würdevolles Gedenken ist so nur schwerlich möglich. Das unermessliche Leid der Zwangsarbeiter und die furchtbaren Verbrechen der deutschen Faschisten dürfen nicht in Vergessenheit geraten und müssen für die Zukunft mahnen. Eine Verbesserung auf den Gräberfeldern muss deshalb erreicht werden. mehr…
Am Donnerstag, den 8. Juni findet im 19 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Podiumsveranstaltung mit: Bené Abeke (Weltwärts in Color), Belkin Soza (Freiwillige, weltwärts Süd-Nord), Benjamin Haas (Lateinamerikanist und Kulturanthropologe) statt. Die Ankündigung: »Seit seinem Bestehen steht der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“ in der Kritik: Das Programm subventioniere vor allem weiße Mittelschichts-Abiturient*innen und den Empfängerorganisationen bringe es nichts. Zudem würden koloniale Denkmuster und Strukturen reproduziert und Privilegien nicht hinterfragt. Verteidiger*innen des Programms verweisen gerade auf die mögliche Änderung der Denkweisen bei den Rückkehrer*innen und auf die Multiplikatorenfunktion. mehr…
Die BesetzerInnen des Gebäudes an der Herner Straße berichten: »Auch heute gehen im besetzten Haus an der Herner Straße vor allem innere Renovierungen voran. Die Arbeitsgruppe an Aktivist*innen die sich um das Programm kümmert, welches die Herner Str. 131 zu mehr als einem Wohnprojekt macht, hat viel geplant für die kommenden Tage. Ein Programmpunkt ist die Filmvorführung des Filmes „Das Gegenteil von Grau“ am Freitag um 19 Uhr. Die Produktion von Matthias Coers und unseren Unterstützer*innen Recht auf Stadt Ruhr befasst sich mit dem alternativen Leben in praktischen Utopien, entstanden in Leerständen wie der Herner131 im Ruhrgebiet. mehr…
Die Soziale Liste erklärt in einer Pressemitteilung: »In verdienstvoller Weise zeigen die Instandbesetzer/Innen des Hauses Hernerstr. 113 die vielen Defizite in der Wohnungspolitik in Bochum auf. ŸDie aktuelle Leerstandsquote von über 7.000 Wohnungen ist ein skandalöser Missstand der von der Stadt Bochum geduldet wird. Eine Konzeption zum Umgang bzw. zur Beseitigung dieses Missstandes ist nicht in Sicht. ŸZudem hat der soziale Wohnungsbau in Bochum in den vergangenen 10 Jahren einen beispiellosen Niedergang erfahren. Waren im Jahr 2004 noch 25.000 Sozialwohnungen in Bochum vorhanden, werden es 2017 nur noch 11.000 sein. Tendenz weiter sinkend. ŸDie VBW, Vonovia und andere Unternehmungen nutzen den Mietspiegel um drastische Mieterhöhungen von bis zu 10 % jährlich durchzusetzen. Da die „Wohnungswirtschaft“, auch die VBW, wenig Interesse am sozialen Wohnungsbau zeigt, sieht die Soziale Liste die Notwendigkeit eines höheren Engagements durch die Stadt Bochum in dieser Frage. mehr…
In der Reihe 100 Jahre Erster Weltkrieg zeigt Volker Gerwers am 8. Juni ab 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Bilder vom Hartmannswillerkopf, Elsass (Frankreich). Der Hartmannswillerkopf ist ein Berg im Elsass, der während des Ersten Weltkriegs zwischen Deutschen und Franzosen erbittert umkämpft war. Davon zeugt heute noch ein gut erhaltenes System von Schützengräben. Ebenso finden sich mit Gras überwachsene Trichter. Insgesamt starben etwa 30000 Soldaten am Hartmannsweilerkopf. Die Gedenkstätte Hartmannswillerkopf besteht aus einer Krypta und einem Soldatenfriedof. Durch die ehemaligen Schützengräben verläuft heute ein gut ausgebauter Wanderweg. Volker Gerwers ist aktives Mitglied in der Bochumer Geschichtswerkstatt.
Die Aktivist*innen aus dem besetzten Haus in der Herner Straße 131 wenden sich in einem offenen Brief an die Stadt Bochum. In dem Schreiben, welches am Donnerstag dem Büro von OB Eiskirch und weiteren VertreterInnen der Stadt übergeben wurde, wird um eine Gesprächsaufnahme gebeten. In einer Erklärung dazu heißt es: »Die Aktivist*innen sind zuversichtlich eine gemeinsame Lösung zu finden und wollen ein dauerhaftes Nutzungkonzept erarbeiten. „Das Haus ist nun seit fast zwei Wochen besetzt und wird von uns systematisch in Stand gesetzt. Im seit 16 Jahren leerstehenden Ladenlokal wurde ein Begegnungscafé eröffnet, es fanden bereits verschiedene Veranstaltungen mit teilweise bis zu 300 Gästen statt“ so Aktivistin Bianca Setzer. mehr…
Mittwoch 31.05.17, 21:51 Uhr
Fair gehandeltes und nachhaltig produziertes Olivenöl aus Griechenland
Die Hellas Solidarität Bochum organisiert eine Sammelbestellung von fair gehandeltem und biologisch produzierten Olivenöl aus der Kooperative Vassilios Bournas aus dem Ort Daras in Messinia (Südwestpeloppones) nach Bochum und ins Ruhrgebiet. Auf dem Flugblatt für die Aktion heißt es: „Olivenöl ungepanscht, nachhaltig produziert und verarbeitet in Produktionsgenossenschaften, zu sozial-fairen Arbeitsbedingungen und gerechten Löhnen, gehandelt auf direkten Vertriebswegen, aus dem Peloponnes. Das hört sich an wie eine Wunschvorstellung?!“ Wie es real funktioniert, beschreibt die Initiative auf ihrer Webseite. Hier ist auch ein Bestellcoupon für das Öl zu finden.
Da die Stadtverwaltung und der Rat bisher keine Konsequenzen aus dem ersten Urteil gegen den verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Maiabendfestes gezogen haben und an der bestehenden Verordnung in Gänze festhalten, beschreitet ver.di weiterhin den Weg der gerichtlichen Überprüfung der geplanten verkaufsoffenen Sonntage. Ein entsprechender Antrag ist dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen zugegangen. „Wir bedauern, dass man die Zeit nicht genutzt hat, um die bestehende Verordnung zurückzunehmen oder zumindest Nachbesserungen vorzunehmen, um die Verordnung rechtssicher zu gestalten. Man hat den Eindruck, die Mehrheit im Rat verfährt nach dem Prinzip ,Augen zu und durch´“, erklärt der für den Handel zuständige Gewerkschaftssekretär Michael Sievers. Grundlage des Antrages der Gewerkschaft ver.di ist insbesondere die nach wie vor fehlende nachvollziehbare und belastbare Besucherprognose. Diese ist jedoch zwingend erforderlich, um eine Ausnahme von der grundsätzlichen Sonntagsruhe erlassen zu können.
Am 16./17. Juni lädt das Soziale Zentrum zu einem Vorbereitungstreffen zu den Gegenaktivitäten zum G20-Gipfel ein: »Anfang Juli diesen Jahres findet mitten in Hamburg der sogenannte G20-Gipfel statt, bei dem sich Vertreter*innen der “20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer†treffen, um zu besprechen, wie sich die Dauerkrise Kapitalismus weiterhin aufrecht erhalten lässt. Doch dagegen formt sich Protest – mehrere 10tausend Menschen werden in Hamburg bei den Gegenprotesten erwartet. Um die Mobilisierung der Gegner*innen in Bochum zu unterstützen und alle so gut es geht auf die Aktionen vorzubereiten, findet am Wochenende 16./17.06.2017 im Sozialen Zentrum ein vielfältiger Workshop statt. Geplant sind: mehr…
„Die rund 660 Maler und Lackierer in Bochum bekommen mehr Geld. Zum Juni steigt der Tariflohn auf 16,18 Euro pro Stunde. Damit haben Gesellen 45 Euro mehr pro Monat in der Tasche“ teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Außerdem sei im Mai der Mindestlohn auf 10,35 Euro pro Stunde gestiegen – ein Plus von 2,5 Prozent. Er gilt für alle, die keinen Gesellenbrief in der Tasche haben. mehr…
Im besetzten Haus in der Herner Straße 131 findet am Dienstag, den 30. Mai um 19 Uhr eine „Fortsetzung der öffentlichen Diskussion über (diesen) verdammten Leerstand“. In der Ankündigung heißt es: »Seit über einer Woche wird die Herner Straße 131 besetzt. Ein Ladenlokal, das als „Infoladen“ dient, wurde am Samstag mit Kaffee und Kuchen eröffnet. Sonntagnachmittag legte der Bochumer Umsonstladen einen Teil seiner Artikel zum Verschenken aus. Ein Rechtshilfevortrag informierte über Strafandrohungen für Besetzer*innen. Das Haus ist unübersehbar zum Leben erwacht. mehr…
Der DGB Ruhr Mark schreibt: »Die DGB-Gewerkschaften wollen den politisch verordneten Renten-Sinkflug stoppen. Deshalb haben sie im Herbst mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 die Kampagne „Rente muss reichen“ gestartet. Mit dem Pendler-Aktionstag am 31. Mai, an dem insgesamt 270 Aktionen in ganz Deutschland durchgeführt werden, erreicht sie ihren nächsten Höhepunkt. Auch am Hauptbahnhof in Bochum werden von 7:00 bis 8:30 Uhr Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter informieren und für eine starke gesetzliche Rente werben. „Wir brauchen wieder eine gesetzliche Rente, auf die man sich verlassen kann“, so Jochen Bauer für den DGB in Bochum. „Und im Wahljahr haben wir alle gemeinsam die Chance, viel zu bewegen. Wir fordern die im Bundestag vertretenen Parteien auf, die gesetzliche Rente in den nächsten vier Jahren wieder stark zu machen. Jede Stimme zählt!“ mehr…
Verstöße gegen den Mindestlohn werden in Bochum zu selten geahndet – vor allem im Gastgewerbe. Das bemängelt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Nach Angaben der NGG kontrollierte das zuständige Hauptzollamt Dortmund im vergangenen Jahr 198 Gastro-Betriebe. Das sind lediglich 3,9 Prozent aller Hotels und Gaststätten im Bereich der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Dortmunder Zoll. Im Jahr zuvor hatten die Beamten 230 Betriebe im Gastgewerbe geprüft. Allein in Bochum zählt die Branche 531 Betriebe. mehr…
Die Hausbesetzung in der Hernerstr. 131 hat Silke Brockmann zum Anlass genommen, die „Geschichte der Hausbesetzungen in Bochum“ als Zeitzeugin zu vervollständigen und an die erste Hausbesetzung in Bochum zu erinnern: »Das erste in Bochum besetzte Wohnhaus war das in der Bergstrasse 115, das bis kurz vor der Besetzung der Stadt Bochum gehört hatte und – leider – nur wenige Tage vor der Besetzung, nämlich am 1.10.1980, auf die Firma Schneiderbau Trägergesellschaft umgeschrieben worden war (was dafür spricht, dass es einen V-Mann in Umkreis der Vorbereitenden gab…spekuliere ich mal, denn unserer Aktion sollte natürlich ausdrücklich gegen einen öffentlichen Eigentümer gerichtet sein, so wurde die ganze Stoßrichtung verkompliziert). Federführend war damals der sog. „Rote-Punkt“, der vom AStA der RUB (getragen von SHB und MSB) unterstützt wurde. mehr…
Die BesetzerInnen der Hernerstraße 131 berichten: Rund 300 Menschen waren am Freitag, den 26.05., zu Besuch in der Herrner Straße 131. Eine Woche ist seit Beginn der Aktion vergangen, was die Besetzer*innen zum Anlass nahmen, zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern verschiedener Institutionen und Gruppen einzuladen. Im Anschluss an die vielen Wortbeiträge von Podium und Publikum gab es im provisorischen Infoladen ein erstes Solidaritätskonzert, das in dem hundert Jahre alten Haus die Balken zum Beben brachte. mehr…
Samstag 27.05.17, 10:18 Uhr
Dokumentarfilm über die Situation von Referendar*innen
Ab Donnerstag, den 1. Juni läuft im endstationKino der Dokumentarfilm Zwischen den Stühlen, der die Situation von ReferendarInnen beleuchtet. Im Anschluss an die Vorstellung am 2. 6.um 17 Uhr sind Ulrich Kriegesmann, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Stadtverband Bochum und eine Referendarin zum anschließendem Gespräch zu Gast. Die Filmankündigung: mehr…
Die AktivistInnen des besetzten Hauses in der Herner Straße haben sich heute mit einem Brief an die Verantwortlichen der Stadtverwaltung gewandt: »Wie Sie sicherlich bereits wissen, ist das Haus der Herner Straße 131 (Squat Bo), welches seit einem guten dreiviertel Jahr leersteht und seinem eigenen Schicksal überlassen wird, seit Freitag, dem 19.05.2017, durch Menschen der unterschiedlichsten Couleur besetzt. Trotz überregionalem medialem Interesse gibt es seitens der Vertreter*Innen der Stadt Bochum keine Stellungnahme. Das halten wir, die Hernerstr. 131, für dringend erforderlich, um bezüglich der Hernerstr. 131 und weiterer Leerstände gemeinsam einen Umgang zu finden. Um unsere aktive Verkollektivierung zur Zweckenteignung zu erläutern, gehen wir zunächst auf das Gebäude ein. Insbesondere dieses Haus bietet einen perfekten Rahmen, um als Wohnraum sowie Stadteilzentrum in die städtische Infrastruktur einzugehen. Zusätzlich steht das Gebäude unter Denkmalschutz, der einen besonderen Wert für Stadt und Gesellschaft bedeutet. Um diesen besonderen Wert zu erhalten, muss das Gebäude renoviert und saniert werden. mehr…
Die Aktionsgruppe „Das 11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen“ hat gestern in Berlin polizeiliches Auftrittsverbot für eine neue Aktion erhalten. Neben ihrer Moses Figur mit dem 11. Gebot boten sie nun auch eine Luther-Statue auf. „Die nackte Wahrheit über Martin Luther“ ist auf dem Sockel zu lesen. Da drauf steht Luther, der seinem Mantel öffnet, in dem vorn zu lesen ist: „Luthers Ratschläge gegen die Juden hat Hitler genau ausgeführt. (Karl Jaspers 1962)“. Auf der Rückseite des Mantels stehen Luthers. „Sieben Maßnahmen gegen die Juden“. Die Polizei verbot den Auftritt, weil Luthers Vorschläge volksverhetzend seien und die Aktion nicht ausreichend distanzierend zu den Forderungen sei. Die Staatsanwaltschaft hat das Verbot heute aufgehoben. Morgen werden Moses und Luther in Wittenberg sein, wo ebenfalls ein Kirchentag gefeiert wird. Etliche Mitglieder der Initiative Religionsfrei im Revier fahren morgen zur Unterstützung der Aktion nach Wittenberg. Mit dabei sind Mitglieder der Kabarett-Gruppe der Initiative mit dem wahren Luther. Er wird wieder Originalzitate des Reformators zum Besten geben.
Heute Mittag hielt ein Streifenwagen der Polizei auf dem Mittelstreifen vor dem besetzten Haus in der Herner Straße. Die BeamtInnen waren offensichtlich völlig irritiert, dass die Ladentür des Hauses sperrangelweit geöffnet war. Im Polizeihandbuch steht wahrscheinlich im Kapitel „Hausbesetzungen“, dass dort immer alles verbarrikadiert ist. Das Ladenlokal wurde heute als Café aufgehübscht und lädt zum Besuch ein. Parkett ist schon verlegt. mehr…
Am Freitag, den 2. Juni laden der Verein „Wir Gründerstudenten“ und die Zeitschrift „Amos“ ab 14 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung mit dem Titel „50 Jahre 2. Juni – in Berlin und in Bochum“ ein: »Während der Demonstration gegen Schah Mohammad Reza Pahlavi wurde der Student Benno Ohnesorg erschossen. Zur Erinnerung an dieses für die 68er Bewegung einschneidende Ereignis laden wir zur Diskussion, Begegnung und Austausch ein; wie der 2. Juni 1967 in Bochum gewirkt hat und was er für uns heute bedeuten könnte.« Bis 16 Uhr wird ein Zusammenschnitt aus den Filmen „Der Polizeistaatsbesuch“ von Roman Brodmann, „Der 2. Juni 1967“ von Thomas Giefer und Hans-Rüdiger Minow“ und Berichten aus TV Programmen gezeigt. Dann folgt ab 16 Uhr ein Vortrag von Wolfgang Kraushaar „Der 2. Juni 1967“. Danach gibt es eine „Podiums- und Publikumsdiskussion unter anderen mit Urs Jaeggi (ehem. Soziologie RUB), Anna Schiff (Frauenbewegung, Rosa-Luxemburg-Stiftung), Roland Ermrich (AStA-Vorsitzender 1966 bis 1967)“. mehr…
Am Freitag, den 19. Mai 2017 haben AktivistInnen ein leerstehendes Haus in der Herner Straße 131 besetzt. Damit protestieren sie einerseits gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und unkommerziellen Kulturangeboten und wollen andererseits konkret eine Alternative schaffen. In dem Haus, das aus Ladenlokalräumen im Erdgeschoss sowie Wohnungen in den Obergeschossen besteht, wollen sie Raum für soziale und politische Projekte schaffen. Beiträge die hierzu auf bo-alternativ.de veröffentlicht wurden.
Donnerstag 25.05.17, 00:16 Uhr
Podiumsdiskussion am Freitag in der Herner Straße 131
Am Freitag, den 26. 5. findet um 19 Uhr im Hinterhof des besetzten Hauses in der Herner Straße eine Podiumsdiskussion statt. In der Einladung heißt es: »Vielleicht haben Sie es mitbekommen, einige junge Menschen haben das vor sich hingammelnde Haus, die Herner Straße 131 besetzt. Auf der Front stehen Sprüche wie „Eigentum ist Diebstahl“, eine Aussage die unsere Motivation ganz gut unterstreicht. Falls Sie sich jetzt fragen, was in aller Welt wir da wollen und wieso wir glauben, dass man sich ein leerstehendes Haus einfach nehmen kann, laden wir Sie herzlich ein, diese und viele andere Fragen mit uns zu diskutieren. Um verschiedene Perspektiven auf die Problematik des Leerstandes und der Stadtpolitik in Zeiten des überbordernden Immobilienmarktes zu geben, haben wir uns einige gut informierte Gäste eingeladen. Mit dabei sind: mehr…
Die BesetzerInnen des Gebäudes an der Hernerstraße 131 teilen in einer Presseerklärung mit: »An Tag 5 ihrer Besetzung des Hauses in der Herner Straße 131 sind die Aktiven zuversichtlicher denn je. Eine Podiumsdiskussion am Freitagabend vor Ort und ein erstes Kommuniqué sollen Klarheit über ihrer Ziele und die Möglichkeiten ihrer Verwirklichung verschaffen. Bochum. Seit 5 Tagen fühlen sich Angehörige älterer Generationen zurück in der 80er Jahre versetzt: ein Wohn- und Geschäftshaus wurde besetzt. „Und das, obwohl die letzten Besetzungen als politisches Mittel im Kampf gegen Studiengebühren an der Ruhr-Uni Bochum geführt wurden“, erinnert Bianca Setzer, eine der Pressesprecher*innen. „In den Jahren 2006 und 2009 ging es allerdings um gänzlich andere Themen“, so Setzer weiter. mehr…
Die Bochumer CDU-Fraktion kündigt auf ihrer Webseite an, dass sie in der nächsten Sitzung des Rates die Verwaltung beauftragen will „zu prüfen, in wie weit die Einrichtung eines probeweise befristeten Konsumverbotes von Alkohol außerhalb der konzessionierten Außengastronomie für die Sommermonate 2018 möglich ist“. Die Wohnungslosenhilfe des gemeinnützigen bodo e.V. nimmt die Ankündigung mit Befremden auf. Während nach den Plänen der CDU-Fraktion unter freiem Himmel getrunken werden darf, wenn gut bezahlt wird, etwa in den Außengastronomien, auf dem Konrad-Adenauer-Platz oder bei Bochum Total, richtet sich der Vorstoß offensichtlich gegen Menschen, die sich die Preise dort nicht leisten können. mehr…