Die Grüne Jugend schreibt: »Seit mittlerweile 19 Tagen ist ein Haus an der Herner Straße in Bochum durch Aktivist*innen besetzt. Dazu erklären Pia Scholten und Frederik Antary, Sprecher*innen der Grünen Jugend Bochum: Bochum steht vor großen Herausforderungen in der Bau- und Wohnungspolitik. Die Aktivisten und Aktivistinnen an der Herner Straße setzen zu Recht ein Zeichen für bezahlbaren Wohnraum in der ganzen Stadt und haben deshalb unsere volle Solidarität. Die Hausbesetzung ist außerdem ein Zeichen für gemeinschaftlich genutzte Freiräume und bietet die Chance, ein gesamtes Stadtviertel zu bereichern. Wir fordern die rot-grüne Ratskoalition deswegen auf, sich für Lösungen, die eine Aufrechterhaltung der Besetzung ermöglichen, stark zu machen. Auch nach unserer Besichtigung entstand der Eindruck, dass die im Übrigen sehr gut organisierten Aktivisten und Aktivistinnen das Haus zu einem gemütlichen und modernen Ort machen, an dem alle willkommen sind und mitmachen können. Wir können allen Menschen egal ob jung und alt raten vorbei zuschauen!«
Die Soziale Liste berichtet: »Der Landesvorsitzende der NPD, Claus Cremer, wirkt ganz offensichtlich für eine Vereinigung der neofaschistischen NPD und der Partei die Rechte im Ruhrgebiet. Neben seiner Bochumer Ratstätigkeit ist er schon seit längerer Zeit auch für die Dortmunder Ratsgruppe NPD/Die Rechte aktiv. Wie jetzt zu erfahren war, ist Cremer nun auch Geschäftsführer der Dortmunder Ratsgruppe geworden. Cremer ist im Bochumer Rat nur durch schriftliche Anfragen in Erscheinung getreten. Er ist noch nie in seiner über 10-jährigen Mitgliedschaft in der Bezirksvertretung Wattenscheid und des Rates durch eine Rede in den Sitzungen aufgefallen, posaunt aber über das Internet seine „hervorragende Ratsarbeit“ hinaus. Die Partei die Rechte in Dortmund ist bisher durch ihre besondere Aggressivität, Gewaltbereitschaft und die Verbreitung klassischer Nazi-Ideologie hervorgetreten. Die Ratsgruppe NPD/Die Rechte erhält jährlich 40.000 € für Personal- und Sachkosten aus Steuergeldern.«
Der Kinder- und Jugendring schreibt: »Die Gräberfelder der Zwangsarbeiter auf dem Zentralfriedhof befinden sich leider in keinem guten Zustand und ein würdevolles Gedenken ist so nur schwerlich möglich. Das unermessliche Leid der Zwangsarbeiter und die furchtbaren Verbrechen der deutschen Faschisten dürfen nicht in Vergessenheit geraten und müssen für die Zukunft mahnen. Eine Verbesserung auf den Gräberfeldern muss deshalb erreicht werden. mehr…
Am Donnerstag, den 8. Juni findet im 19 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Podiumsveranstaltung mit: Bené Abeke (Weltwärts in Color), Belkin Soza (Freiwillige, weltwärts Süd-Nord), Benjamin Haas (Lateinamerikanist und Kulturanthropologe) statt. Die Ankündigung: »Seit seinem Bestehen steht der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“ in der Kritik: Das Programm subventioniere vor allem weiße Mittelschichts-Abiturient*innen und den Empfängerorganisationen bringe es nichts. Zudem würden koloniale Denkmuster und Strukturen reproduziert und Privilegien nicht hinterfragt. Verteidiger*innen des Programms verweisen gerade auf die mögliche Änderung der Denkweisen bei den Rückkehrer*innen und auf die Multiplikatorenfunktion. mehr…
Die BesetzerInnen des Gebäudes an der Herner Straße berichten: »Auch heute gehen im besetzten Haus an der Herner Straße vor allem innere Renovierungen voran. Die Arbeitsgruppe an Aktivist*innen die sich um das Programm kümmert, welches die Herner Str. 131 zu mehr als einem Wohnprojekt macht, hat viel geplant für die kommenden Tage. Ein Programmpunkt ist die Filmvorführung des Filmes „Das Gegenteil von Grau“ am Freitag um 19 Uhr. Die Produktion von Matthias Coers und unseren Unterstützer*innen Recht auf Stadt Ruhr befasst sich mit dem alternativen Leben in praktischen Utopien, entstanden in Leerständen wie der Herner131 im Ruhrgebiet. mehr…
Die Soziale Liste erklärt in einer Pressemitteilung: »In verdienstvoller Weise zeigen die Instandbesetzer/Innen des Hauses Hernerstr. 113 die vielen Defizite in der Wohnungspolitik in Bochum auf. ŸDie aktuelle Leerstandsquote von über 7.000 Wohnungen ist ein skandalöser Missstand der von der Stadt Bochum geduldet wird. Eine Konzeption zum Umgang bzw. zur Beseitigung dieses Missstandes ist nicht in Sicht. ŸZudem hat der soziale Wohnungsbau in Bochum in den vergangenen 10 Jahren einen beispiellosen Niedergang erfahren. Waren im Jahr 2004 noch 25.000 Sozialwohnungen in Bochum vorhanden, werden es 2017 nur noch 11.000 sein. Tendenz weiter sinkend. ŸDie VBW, Vonovia und andere Unternehmungen nutzen den Mietspiegel um drastische Mieterhöhungen von bis zu 10 % jährlich durchzusetzen. Da die „Wohnungswirtschaft“, auch die VBW, wenig Interesse am sozialen Wohnungsbau zeigt, sieht die Soziale Liste die Notwendigkeit eines höheren Engagements durch die Stadt Bochum in dieser Frage. mehr…
In der Reihe 100 Jahre Erster Weltkrieg zeigt Volker Gerwers am 8. Juni ab 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Bilder vom Hartmannswillerkopf, Elsass (Frankreich). Der Hartmannswillerkopf ist ein Berg im Elsass, der während des Ersten Weltkriegs zwischen Deutschen und Franzosen erbittert umkämpft war. Davon zeugt heute noch ein gut erhaltenes System von Schützengräben. Ebenso finden sich mit Gras überwachsene Trichter. Insgesamt starben etwa 30000 Soldaten am Hartmannsweilerkopf. Die Gedenkstätte Hartmannswillerkopf besteht aus einer Krypta und einem Soldatenfriedof. Durch die ehemaligen Schützengräben verläuft heute ein gut ausgebauter Wanderweg. Volker Gerwers ist aktives Mitglied in der Bochumer Geschichtswerkstatt.
Die Aktivist*innen aus dem besetzten Haus in der Herner Straße 131 wenden sich in einem offenen Brief an die Stadt Bochum. In dem Schreiben, welches am Donnerstag dem Büro von OB Eiskirch und weiteren VertreterInnen der Stadt übergeben wurde, wird um eine Gesprächsaufnahme gebeten. In einer Erklärung dazu heißt es: »Die Aktivist*innen sind zuversichtlich eine gemeinsame Lösung zu finden und wollen ein dauerhaftes Nutzungkonzept erarbeiten. „Das Haus ist nun seit fast zwei Wochen besetzt und wird von uns systematisch in Stand gesetzt. Im seit 16 Jahren leerstehenden Ladenlokal wurde ein Begegnungscafé eröffnet, es fanden bereits verschiedene Veranstaltungen mit teilweise bis zu 300 Gästen statt“ so Aktivistin Bianca Setzer. mehr…