Die Linke zieht positive Schlüsse aus dem Bochumer OB-Wahlkampf und erklärt: . Einem insgesamt durchwachsenen Ergebnis stehen respektable Ergebnisse in einigen Wahlbezirken entgegen. So erreichte der Linke Kandidat Horst Hohmeier zum Beispiel in der Innenstadt-Nord 7,08 Prozent und in Querenburg 7,55 Prozent. Bei einer historisch schlechten Wahlbeteiligung von nur 38,2 Prozent haben mehr als 4.000 BochumerInnen ein Zeichen gegen die unsoziale Kürzungspolitik in unserer Stadt gesetzt. mehr…
Zum Ausgang der Wahl erklärt der Kandidat der Sozialen Liste, Günter Gleising: »Die allgemeine politische Richtung in den letzten Tagen hat dazu beigetragen die politische Rechte zu stärken. Der CDU-Kandidat konnte fast 4 % dazu gewinnen. Der AFD-Kandidat erreichte mit subtiler Hetze gegen die Asylpraxis über 3 % der Stimmen und der Neonazi von der NPD steigerte sich mit offen fremdenfeindlicher Hetze auf 1.491 Stimmen. Diese Ergebnisse sind bedauerlich. Zufrieden kann ich mit dem Wahlergebnis von 865 Stimmen für die Soziale Liste nicht sein. Natürlich hatte ich mehr erwartet. Aber Wahlen sind kein Wunschkonzert. mehr…
Montag 14.09.15, 13:43 Uhr
Medizinische Flüchtlingshilfe begrüßt die Gesundheitskarte
Medizinische Flüchtlingshilfe (MFH) Bochum schreibt: »Endlich ist es soweit – Flüchtlinge in NRW erhalten Zugang zur gesundheitlichen Regelversorgung! Schon seit ihrer Gründung im Jahr 1997 hat die MFH neben der Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes stets gefordert, dass Flüchtlinge den Zugang zu medizinischen Regelversorgung erhalten müssen. Mit den ansteigenden Zahlen an Flüchtlingen und dem großem bürgerschaftlichen Engagement der deutschen Mehrheitsgesellschaft hat nun auch die Landespolitik ein wichtiges Zeichen gesetzt für die Verbesserung der Lebensbedingungen in NRW. Bisher hat das Asylbewerberleistungsgesetz festgelegt, dass Flüchtlinge nur in akuten Schmerzzuständen medizinische Versorgung erhalten. mehr…
Die vorige Meldung über die „AnarchistInnen, die sich organisieren wollen“ war eine wichtige Mitteilung, weil sie eindeutig von den GewinnerInnen des heutigen Tages stammt. 61,5 Prozent der Wahlberechtigten sind ihrem Aufruf gefolgt und haben die Oberbürgermeisterwahl boykottiert. Ob diese Massenbewegung auch dem zweiten Teil des Aufrufs folgt, darf bezweifelt werden: „Gebt nicht einfach eure Stimme ab, sondern fangt an selbständig zu denken und handeln!“ Die Minderheit, die sich an der Wahl beteiligte, hat verschiedene Signale von sich gegeben: Die KandidatInnen von SPD und Grünen bleiben zusammen unter 50 Prozent. Die Kandidaten links von Rot-Grün erzielen mehr als 10 Prozent der Stimmen. Die CDU bleibt bedeutungslos unter 30 Prozent. Es gibt erschreckend viele Menschen in Bochum, die die Kandidaten von NPD und AfD wählen. Das Wahlergebnis.
„Einige Anarchist*innen, die sich organisieren (wollen)“ schreiben: »Freitagnachts haben wir ein Transparent mit der Aufschrift „Handeln statt Stimme abgeben“ in der Kortumstraße aufgehangen, am Samstag in Bochum Ehrenfeld Flyer in Briefkästen geworfen und in der Nacht von Samstag auf Sonntag waren wir unterwegs, um in der Nähe von Wahllokalen Plakate gegen die Wahl aufzuhängen. Außerdem haben wir einen Text veröffentlicht, warum auch linke Parteien keine Alternative für uns sind. Mit unseren Aktionen wollten wir auch noch einmal auf das anarchistische Organisierungstreffen am 26.09 aufmerksam machen. Gebt nicht einfach eure Stimme ab, sondern fangt an selbständig zu denken und handeln!«
Am Sonntag, den 20.09. bietet die Bochumer Geschichtswerkstatt eine Fahrrad-Exkursion an. Thema: Der Widerstand gegen den Schnellen Brüter in Kalkar. Die Einladung: »Im Jahr 1973 wurde mit dem Bau des Schnellen Brüters begonnen, eines wegen seiner Plutonium-Produktion und seiner eklatanten Sicherheitsmängel hochgefährlichen Reaktortyps. Seit Mitte der siebziger Jahre formierte sich in dieser Region eine breite Widerstandsbewegung. Es fanden in Kalkar in den siebziger und achtziger Jahren Großdemonstrationen gegen den Bau des Schnellen Brüters statt. Der Bau des Schnellen Brüters wurde 1991 eingestellt, das Projekt wurde aufgegeben. mehr…
Die WAZ veröffentlichte gestern einen Faktencheck und schreibt: »Ohne das Sponsoring etwa beim Zeltfestival könnte die Sparkasse ihre Gewinnausschüttung an die Stadt zum Nutzen aller Steuerzahler erhöhen, so OB-Bewerber Wolfgang Wendland beim Kandidaten-Check der WAZ. Stimmt das?« Das Ergebnis der WAZ: »„Herr Wendland hat im Prinzip recht“, erklärt Ingo Wiemann, Sachbearbeiter bei der Stadtkämmerei. Jeder Euro, den die Sparkasse nicht für das Sponsoring ausgäbe, könnte als Plus bei der Gewinnausschüttung verbucht werden.« Auf der Wahlkampf-Facebook-Seite für Wolfgang Wendland von Stefan Laurin ist zu lesen, dass Thomas Eiskirch die Kritik von Wolfgang Wendland am Sponsoring als „Volksverdummung“ bezeichnet habe. In einen guten Faktencheck gehört auch, zu berichten, wer etwas Falsches gesagt hat.
Die Vereinte Dienstleitungsgewerkschaft (ver.di) in Bochum begrüßt ausdrücklich den Appell der Bochumer Politik zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsdienste und schreibt: »Zu Beginn ihrer Sitzung am vergangenen Mittwoch (09.09.2015) haben die Mitglieder des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie einstimmig einen Appell (ist als Anlage beigefügt) beschlossen, in dem sie die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und die Gewerkschaften ver.di und GEW auffordern alle Verhandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um erneute Streiks zu verhindert.
Der Ausschuss hat in seinem Appell aber auch deutlich gemacht, dass vor dem Hintergrund der Interessen der Eltern und Kinder sowie der Forderungen der Beschäftigten nach einer tariflichen Aufwertung ein für alle Beteiligten tragfähiger und akzeptabler Kompromiss gefunden werden muss. mehr…
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts, die IFAK, das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring laden zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Zivilcourage erwünscht?!“ am Donnerstag, 17. September 2015 um 18.00 Uhr ins JUMA, Markstr. 75 ein: »Politiker rufen die Bevölkerung immer wieder zu Zivilcourage auf. Zahlreiche engagierte Bürger nehmen diese Aufforderung ernst und stellen sich Rassisten und Rechtsextremisten in den Weg. Manchmal gibt es dafür Bußgeldbescheide und Strafanzeigen. Zuletzt sollte die Grüne Jugend Bochum für die Reinigung des Husemannplatzes bezahlen. Sie hatten den Platz vor einer Kundgebung der NPD mit Straßenmalkreide verschönert. Es gibt also Klärungsbedarf. Der Diskussion stellen sich: Paul Erzkamp (Falken NRW), Ulrich Borchers (Bochumer Bündnis gegen Rechts), Max Lucks (Grüne Jugend Bochum), Serdar Yüksel (Mitglied des Landtags, SPD) und Thomas Sprenger (Pressesprecher der Stadt Bochum).«
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) ruft auf, am Tag der Opfer des Faschismus, der Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken. Am Sonntag, den 13. September, um 11.00 Uhr findet an der Gedenkstätte auf dem Friedhof Freigrafendamm eine Kranzniederlegung statt. An den Gräbern am Denkmal auf dem Ehrenrundplatz spricht: Falk Mikosch, Sprecher der VVN – BdA NRW. mehr…
Der im Sozialen Zentrum Bochum organisierte Hack-Space space-left initiiert das Projekt „Computer für Geflüchtete“. Die technisch versierten Mitglieder von space-left rufen die Bochumer und Bochumerinnen dazu auf, nicht mehr benutzte portable Computer zu spenden, damit sie die Hardware recyceln und an Geflüchtete verteilen können. Die Abgabe von alten Geräten im Sozialen Zentrum ist möglich zu den Öffnungszeiten des KostNixLadens, also an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat zwischen 15:00 und 18:00 Uhr. Längst ist ein Computer mit Zugang zum Internet eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, Kommunikation und soziale Vernetzung geworden. Diese Situation verschärft sich zweifellos für Geflüchtete, die sich in einer fremden Umgebung befinden, deren Zukunft ungewiss ist und deren Bezugspersonen bzw. Familien durch Kriege auseinandergerissen worden und nun über mehrere Länder verteilt sind. mehr…
Die Kinder- und Jugendfreizeithäuser, die Jugendverbände und der Kinder- und Jugendring präsentieren am Samstag, den 19.9. ab 12.00 Uhr auf dem Husemannplatz das „9. YOUTH OPEN / Weltkindertag“, um die Angebote und Möglichkeiten der Kinder- und Jugendarbeit in Bochum vorzustellen.
Auf der Bühne und bei verschiedenen Aktionen wirken über 35 Kinder- und Jugendgruppen mit und sind live mit ihren Angeboten zu sehen und zu hören. Es werden verschiedene Hip-Hop-Gruppen, unterschiedliche Tänze, Musikgruppen, Karate und Taekwondo und Zirkusvorführungen präsentiert. Die verschiedenen Beiträge sind bei den Angeboten in den Jugendfreizeithäusern und in den Gruppenstunden der Jugendverbände und der Jugendinitiativen erarbeitet und einstudiert worden. mehr…
Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigt am Sonntag, den 13. 9. um 12 Uhr im Sozialen Zentrum den Film Prayers for Bobby. Der bewegende TV-Film zeigt die wahre Geschichte von Bobby Griffith, einem jungen schwulen Mann, der aufgrund der religiösen Intoleranz seiner Mutter und seines Umfeldes Suizid begeht, sowie seiner Mutter Mary, die nicht verstehen kann, warum Gott ihren Sohn als nicht in den Himmel kommenden Sünder sterben ließ. Heute ist Mary Griffith eine namhafte Aktivistin für die Rechte Homosexueller. Der Eintritt ist frei. Ab 11 Uhr gibt es ein Frühstücksbuffet.
Sichtlich genervt brach die grüne Schulministerin und stellv. NRW Ministerpräsidentin Löhrmann (Foto rechts) heute Nachmittag nach 15 Minuten ihren Rundgang auf der Berufsbildungsmesse ab. DemonstrantInnen mit T-Shirts mit dem Aufdruck Kein Werben fürs Sterben hatten ihren Auftritt begleitet. Sie protestierten dagegen, dass ihr Ministerium einen Kooperationsvertrag mit der Bundeswehr vereinbart hat, der die Rekrutierung von Nachwuchs für das Militär an Schulen erleichtert. Mitglieder der Linksjugend, die mit Sprechchören und einem Transparent gegen die Ministerin protestierten, erhielten Hausverbot. Am Vormittag hatten bereits auf Initiative des Bochumer Friedensplenums etliche AktivistInnen eine Menschenkette (Foto links) vor dem Werbestand der Bundeswehr gebildet. Das Friedensplenum hat heute mehr als 4.000 Flugblätter an SchülerInnen verteilt. Flyer 1, Flyer 2.
Die Bochumer SPD hat heute eine ungewöhnliche Pressemitteilung veröffentlicht: »Zu den Spekulationen über eine Spende von Gerd Lichtenberger an die SPD erklärt der Vorsitzende der SPD Bochum, Karsten Rudolph: Die SPD Bochum hat jeweils eine Spende von Gerhard Lichtenberger und Brigitte Lichtenberger erhalten, diese jedoch auf Beschluss des geschäftsführenden Vorstands nicht angenommen und inzwischen deren Rücküberweisung veranlasst.« Gerhard Lichtenberger ist Ratsmitglied der SPD und mit den Maßnahmen seiner Life Jugendhilfe GmbH im Ausland ins Zwielicht geraten. Die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs. Die individualtherapeutischen Maßnahmen seiner Firma mit Jugendlichen waren in die Kritik geraten, weil ihr Erfolg angezweifelt und die Kosten als völlig überhöht eingeschätzt wurden. Zur Zeit wird geprüft, wie weit das Bochumer Jugendamt in die Geschichte verstrickt ist.
Am Donnerstag, den 10. September berät der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales auf Antrag der Linksfraktion über ein kommunales Wohnungsbauprogramms für Bochum. Ziel des Programms soll sein, angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, die Zahl der Sozialwohnungen zu erhöhen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Stadt die Standards für menschenwürdige Unterkunft von Flüchtlingen durch dezentrale Unterbringung in Wohnungen einhalten kann. Mit dem Antrag der Linken soll die Verwaltung aufgefordert werden, sofort mit den Planungen zu beginnen. Sie soll Finanzierungsmodelle vorstellen und dem Rat und seinen Ausschüssen regelmäßig über die Fortschritte informieren. mehr…
Die medizinische Flüchtlingshilfe (MFH) Bochum fordert die Aussetzung des Dublin Verfahrens: »Laut einer Meldung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sollen syrische Flüchtlinge von dem sogenannten Dublin-Verfahren befreit werden. So twittert das BAMF: „Dublin-Verfahren syrischer Staatsangehöriger werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt von uns weitestgehend faktisch nicht weiter verfolgt.“ Die sozialmedizinische Menschenrechtsorganisation MFH-Bochum begrüßt, dass syrische Flüchtlinge von nun an die Möglichkeit erhalten in Deutschland zu bleiben, statt in jenes Land der EU abgeschoben zu werden, in das sie bei ihrer Flucht als erstes einreisten. mehr…
„Die Antifaschistin Hannah Bruns hat meine volle Solidarität. Dem brutalen Angriff von einem Nazi in Langendreer auf der Alten Bahnhofstrasse muss von der Polizei nachgegangen werden. Nazis müssen mit der ganzen Härte des Rechtsstaates bekämpft werden“, erklärt die Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, Sevim Dagdelen, anlässlich des jüngsten Neonazi-Überfalls auf das Parteimitglied Hannah Bruns. Bruns hatte zuvor ein Gespräch mit Geflüchteten aus der lokalen Flüchtlingsunterkunft geführt. Als Bruns nach dem Gespräch alleine war, passte ein Neonazi sie auf der Alten Bahnhofstraße ab, schlug ihren Kopf mehrmals gegen eine Mauer, trat ihr gegen das Schienbein, spuckte ihr ins Gesicht und beschimpfte sie als „Scheiß Zecke“. Der Täter konnte entkommen. Hannah Bruns hat das Krankenhaus aufgesucht und bei der Polizei Anzeige erstattet. Dagdelen weiter: mehr…
Dienstag 08.09.15, 18:40 Uhr
Militär auf der Berufsbildungsmesse im RuhrCongress
Die Militärwerbung auf der Berufsbildungsmesse, die am morgigen Mittwoch im RuhrCongress beginnt, provoziert auch in diesem Jahr erheblichen Protest. Ab 8.30 Uhr baut das Friedensplenum einen Informationsstand auf, neben dem ein Sarg mit schwarz-rot-gelber Flagge steht. Gestalten in schwarzen Kutten mit Sensen in der Hand werden Flugblätter verteilen. Es werden T-Shirts mit dem Aufdruck „Kein Werben fürs Sterben“ verteilt. mehr…
Dienstag 08.09.15, 18:35 Uhr
BUND feiert Jubiläum mit einem Nachmittag rund um den Apfel
Das Apfelsaftprojekt der Bochumer Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) feiert am Samstag den 12. 9. von 15.00 bis 18.00 Uhr im Bochumer Umweltzentrum, Alsenstr. 27 Geburtstag: Seit nunmehr 20 Jahren nehmen die Naturschützer jeden Herbst Äpfel von Streuobstwiesen aus Bochum, Hattingen und Sprockhövel entgegen. In einer regionalen Mosterei wird daraus naturtrüber Saft gepresst, der auch nur hier in der Region erhältlich ist. „Obstwiesen mit ihrem Reichtum an Blüten, herabfallenden Früchten und Baumhöhlen sind ökologisch sehr wertvoll und können Vögeln, Käfern, Schmetterlingen und anderen Tieren Lebensraum und Nahrung bieten“, so Annette Hoffstiepel, Leiterin des Saftprojektes. „Unser Ziel ist es, die Streuobstbestände zu erhalten und durch die sinnvolle Nutzung des Obstes die Eigentümer zu motivieren, sie zu pflegen und Bäume nachzupflanzen“. mehr…
Dienstag 08.09.15, 18:25 Uhr
Willy-Brandt-Gesamtschule schreitet mit gutem Beispiel voran
Nach Ansicht der GEW Bochum sollte sich die anstehende Berufsbildungsmesse ein Beispiel an dem friedenspädagogischen Engagement der Willy-Brandt-Gesamtschule nehmen. Dort dürfen Bundeswehr-Offiziere nicht mehr für den Dienst an der Waffe werben. Am 16. September erhält die Schule für ihr Engagement den Friedenspreis des ev. Kirchenkreises Oberhausen. 2013 hat die Schulkonferenz der Willy-Brandt-Gesamtschule die Schule zur bundeswehrfreien Schule erklärt. Seitdem darf die Bundeswehr auf dem Gelände der Schule keine Werbung für den Dienst an der Waffe machen. Dieser Beschluss war der Startschuss zu einem außergewöhnlichen friedenspädagogischen Engagement: Die Willy-Brandt Gesamtschule wurde unter anderem zur „Schule ohne Rassismus“ ernannt, im Stadtteil Werne verlegten Schüler_innen in einem Projekt Stolpersteine, die an ermordete jüdische Mitbürger_innen während der NS-Diktatur erinnern, es wurden interreligiöse Tage und eine Erinnerungsveranstaltung an den Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus durchgeführt. Dieses Engagement wird nun mit dem Friedenspreis des ev. Kirchenkreises Oberhausen gewürdigt. mehr…
Die Dokumentation I want to see the manager war bereits beim Festival Stranger than Fiction im endstation.kino zu sehen. Jetzt läuft der Film hier am Freitag, den 11.09. und Samstag den 12.09., jeweils um 19.00 Uhr noch einmal. In sieben Episoden zeigen sich die Umwälzungen der bestehenden geopolitischen Machtverhältnisse. Von Deutschland über Bolivien bis China zeigt Hannes Lang welche Chancen das Ende des Wachstums der so genannten ersten Welt haben kann und welche internationalen wirtschaftlichen Zusammenhängen bestehen.
Die Bundeswehr wird auch in diesem Jahr mit einem eigenen Stand auf der Berufsbildungsmesse vertreten sein, um vor Allem bei Minderjährigen für das Militär zu werben. Duygu Kamali, Kreissprecherin der Bochumer Linken erklärt dazu: „Anstelle jungen Frauen und Männern vorzugaukeln, dass es sich beim Beruf der Soldatin/des Soldaten um einen Job wie jeden anderen handele, sollte Aufklärung darüber betrieben werden, dass der Soldatenberuf nicht nur eine Ausbildung zum Töten darstellt, sondern unter Umständen, auf dem Friedhof, im Rollstuhl, oder in der Psychiatrie enden kann.“ mehr…
Am Mittwoch, den 16.9. wird Alban Werner um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer unter dem Titel „Wie gefährlich ist die AfD?“ Konzepte gegen rechts diskutieren. Die AfD war seit langer Zeit die erste Parteigründung rechts von Union und FDP mit Aussicht auf dauerhaften Erfolg. Nur zwei Jahre nach ihrer Gründung hat sie die Abspaltung ihres Gründers Bernd Lucke mit der eigenen Partei „AlFA“ zu verkraften. Welche Gefahr geht von diesen Parteien aus? Sind sie noch eine ernstzunehmende Konkurrenz für CDU/CSU und FDP? Wie hängen ihre bisherigen Wahlerfolge zusammen mit „Wutbürgern“, rechten Bürgerbewegungen wie PEGIDA und der Gewalt gegen Geflüchtete? mehr…
Die Bochumer Linksfraktion unterstützt die geplanten Proteste gegen die Beteiligung der Bundeswehr an der Berufsbildungsmesse am 9. und 10. September im RuhrCongress. Auf der Messe will das deutsche Militär bei SchülerInnen ab 14 Jahren Werbung machen. Zusammen mit dem Bochumer Friedensplenum, der GEW, terre des hommes, der BezirksschülerInnenvertretung und etlichen weiteren Organisationen werden die Mitglieder der Fraktion Die Linke im Rat vor Ort gegen den Bundeswehrstand protestieren. mehr…
Das FilmForum der Ev. Stadtakademie und der Melanchthonkirche setzt am Mittwoch, den 9. 9. um 19.30 Uhr im Melanchthon-Saal, Königsallee 48 seine Reihe zum Thema „Migration im Film“ mit „Sin Nombre“ fort. Der Film zeigt in drastischen Bildern das Schicksal honduranischer Flüchtlinge, die über Mexiko die US-Grenze erreichen wollen. Rivalisierende Banden kontrollieren die Güterzüge, auf denen die Flüchtlinge sich festklammern. Der Film lebt von der Dynamik des Zuges und der Spannung in der Beziehung zwischen der jungen Sarya und dem abtrünnigen Mafioso Casper. Regie: Cary Fukunaga, Mexiko/USA 2009, mit Edgar Flores, Tenoch Huerta u.a. Nach der Vorführung wird zur Diskussion eingeladen, der Eintritt ist frei.
Sonntag 06.09.15, 18:19 Uhr
Die Geschichtswerkstatt auf den Spuren des Dreißigjährigen Krieges
Am Samstag. 12.09.2015, bietet die Bochumer Geschichtswerkstatt eine Exkursion zum Niederrhein an. Thema: Der Niederrhein während des Dreißigjährigen Krieges. In der Einladung heißt es: »Wir werden mit dem Zug bis Rheinberg fahren und von dort mit dem Fahrrad entlang der Fossa Eugeniana, einem noch an manchen Stellen sichtbaren Kanal, mit dessen Bau die Spanier im Jahr 1626 begonnen hatten. Dieser Kanal von sollte Venlo bis Rheiberg gebaut werden und die Maas mit dem Rhein verbinden. Der Weiterbau dieses Kanals wurde allerdings 1632/33 eingestellt., als die Generalstaaten Rheinberg und Venlo eroberten. mehr…
Samstag 05.09.15, 20:49 Uhr
Berufsbildungsmesse: Bundeswehr wirbt bei Minderjährigen
Am Mittwoch, den 9. und Donnerstag, den 10. September tritt die Bundeswehr wieder mit einem Werbestand bei der Berufsbildungsmesse auf. Hier sollen wieder Minderjährige für das Militär geködert werden; ein Tatbestand, der von der UN geächtet wird. Initiator der Messe ist das Jugendamt der Stadt Bochum. Seit Jahren protestieren das Friedensplenum, die GEW, terre des hommes, die Bezirksschülervertretung und etliche weitere Organisationen gegen „Das Werben fürs Sterben“. In diesem Jahr wird sich der Protest nicht nur gegen das Jugendamt richten. Am Mittwoch, den 9. September will NRW-Schulministerin Löhrmann (Grüne) von 13.45 Uhr bis 14.45 Uhr die Messe besuchen. Löhrmann ist Hauptverantwortliche für einen besonders eklatanten Wahlbetrug der rot-grünen Landesregierung. mehr…
Die AfD-Vorsitzende Petry (ganz rechts) wird nach ihrer Rede auf dem Husemannplatz von der Polizei abgeführt.
Während ihr gestürzter Vorgänger Lucke im letzten Jahr noch über 200 Leute in die Wattenscheider Stadthalle locken konnte, kamen heute höchstens 75 AfD-AnhängerInnen zum Ruhrgebietsauftritt der AfD-Bundesvorsitzenden Petry auf den Husemannplatz. Mehr als 250 DemonstrantInnen und ca. 100 PolizistInnen sorgten dafür, dass der Kundgebungsort weitgehend abgesperrt blieb. Durch den lautstarken Protest war auf der Kortumstraße auch nicht zu verstehen, was aus den AfD-Lautsprechern drang. Petry war aus Dankbarkeit nach Bochum gekommen. Die Bochumer Partei segelt voll auf ihrem Rechtsaußenkurs und leistete für sie massive Unterstützung auf dem Richtungsparteitag in Essen. Nur für Petry-AnhängerInnen wurden z. B. Übernachtungsmöglichkeiten in Bochum organisiert. mehr…
Der Bochumer SPD-Landtagsabgeordnete Sedar Yüksel hat in einer Pressemitteilung eine bemerkenswerte Zahl von leerstehenden Wohnungen in Bochum veröffentlicht und dazu aufgerufen, sie für geflüchtete Menschen zu mieten. Wörtlich heißt es in seiner Erklärung: »Denn trotz der hohen Nachfrage hat Bochum eine hohe Leerstandsquote, derzeit stehen rund 5000 Wohnungen im gesamten Stadtgebiet leer. Viele der Objekte würden seit längerer Zeit nicht bewohnt. „Somit wird keinem anderen Bürger dieser Stadt eine Wohnung weggenommen“, so Yüksel. Laut Yüksel sei diese Form der Unterbringung die günstigste aller Wohnformen: „Die Container-Lager kosten rund 55 Euro Miete pro Quadratmeter – das übersteigt den durchschnittlichen Wohnpreis in Bochum um das zehnfache!“«