In der Reihe Déjà Vu ist am Montag, den 10.11. um 19.15 Uhr im endstation.kino Orson Welles Der Prozess zu sehen (OmU). Der Filmwissenschaftler Rainer Vowe hält eine Einführung zu dem Film und gibt im Anschluss Gelegenheit zu einem Filmgespräch. mehr…
Der Mieterverein Bochum lädt am Mittwoch, den 12. 11. um 18.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in seine Räume in der Brückstraße 58 ein: »Die Preise für Strom und Heizung steigen seit Jahren. Immer mehr Mieterhaushalte haben Probleme, die Kosten für den Energiebezug zu tragen. Neben den mietrechtlichen Aspekten (Was, wenn ich die Heizkosten nicht zahlen kann? Muss mein Vermieter in Energiesparmaßnahmen investieren?) liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung bei den Möglichkeiten, die Sie haben, durch eigene Maßnahmen Strom zu sparen und Heizkosten zu senken.« Referenten sind der Dipl.-Bauing Michael Lambertz (Verbraucherzentrale Bochum) und und Rainer Klatt (Rechtsberater beim Mieterverein). Die Moderation übernimmt Michael Wenzel (Geschäftsführer des Mietervereins). Die Teilnahme an der Veranstaltung ist auch für Nicht-Mitglieder kostenlos. Da die Zahl der TeilnehmerInnen aber begrenzt ist, wird um Anmeldung unter 96114-14 gebeten.
Die VVN-BdA Bochum lädt als älteste deutsche antifaschistische Organisation und Mitveranstalterin der Veranstaltung „Versagen – Vertuschen – Verbrechen? Wie viel Staat steckt im NSU?“ ein:» Gerade angesichts des 9. Novembers soll diese Veranstaltung einen Blick auf faschistische Verbrechen mit zahlreichen Ermordeten vielleicht durch Weggucken des Staates, vielleicht durch Unterstützung werfen. Wie ist diese Verbrechensserie ca. 50 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus in Deutschland möglich gewesen? Martina Renner hat im Untersuchungsausschuss in Thüringen teilgenommen und wird uns aus erster Hand berichten, dass auch die Aufklärung der Frage, was haben deutsche Geheimdienste mit den Mördern zu tun, sich sehr schwierig gestaltete. Die Veranstaltung findet statt am Montag, den 10.11.2014, 19.30 Uhr bei ver.di, Universitätsstr. 76.«
Die Linke Bochum wird sich am kommenden Sonntag an den Gedenkveranstaltungen in Bochum und Wattenscheid beteiligen, die dort anlässlich des 76. Jahrestages der so genannten Reichspogromnacht stattfinden und erklärt dazu: »An beiden Gedenkorten werden VertreterInnen Der Linken gemeinsame Kränze des Kreisverbandes, der Ratsfraktion und der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen niederlegen. „Der 9. November ist ein Tag der Mahnung. Wir gedenken an diesem Tag aber nicht nur der Opfer der so genannten Reichspogromnacht und der Millionen Opfer der faschistischen Barbarei. Wir wollen auch ein Zeichen gegen die Aktivitäten von Neonazis und Rassisten heutzutage setzen. Nicht nur, dass die deutsche Bundesregierung den schändlichen Tabubruch begangen hat, in der Ukraine eine Regierung zu unterstützen, an der auch Faschisten beteiligt sind, macht dies unabdingbar“, konstatiert Sevim Dagdelen anlässlich des anstehenden Gedenkens. mehr…
Der Bochumer Historiker Dr. Hubert Schneider hat ein Buch mit dem Titel „Leben nach dem Überleben: Juden in Bochum nach 1945“ verfasst. Am Mittwoch, den 19. November wird er es um 18 Uhr im Bochumer Stadtarchiv, Wittener Straße 47 vorstellen. In den einzelnen Nachkriegsbiografien schildert das Buch, wie Ende 1945 in Bochum eine neue jüdische Gemeinde gegründet wurde, die bis 1947 auf ca. 50 Mitglieder anwuchs. Der Autor geht den Fragen nach: Warum kamen die wenigen Überlebenden, versehen mit Wunden aller Art, in die Stadt zurück, die es wenige Jahre zuvor zugelassen hatte, dass sie nach Jahren der Diskriminierung in die Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt wurden? Wie gestaltete sich das Zusammenleben im Nachkriegsdeutschland vor dem Hintergrund von andauerndem Antisemitismus, Entnazifizierung und der Diskussion um Wiedergutmachung? Ob und wie es gelang es den zutiefst beschädigten jüdischen MitbürgerInnen, in der deutschen Nachkriegsgesellschaft Fuß zu fassen. mehr…
Am Dienstag, den 11.11. wird Dr. Carsten Frerk um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer darüber informieren, wie der Staat die Kirchen finanziert. Der „Protzbau“ des Limburger Bischofssitzes für 31 Mio. Euro hat das Interesse der Öffentlichkeit für die Finanzierung und die Vermögensverhältnisse der Kirchen geweckt. Dabei handelt es sich in Limburg um eine recht kleine Summe: Jährlich erhalten die beiden großen Kirchen in Deutschland, zusätzlich zu ihren Kirchensteuereinnahmen von mehr als 9 Mrd. Euro, staatliche Subventionierungen von etwa 19 Mrd. Euro. Nicht aus den Kirchensteuern, sondern aus von allen SteuerzahlerInnen finanzierten Zusatzleistungen werden die Gehälter von Bischöfen, der Religionsunterricht und vieles mehr bezahlt. Hinzu kommen Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten und andere soziale Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft, die zwar zu mehr als 98% durch den Staat finanziert werden, in denen aber die Kirche das Sagen hat. In diesen Betrieben gilt ein besonders vordemokratisches Arbeitsrecht. Geschiedene, offen Homosexuelle, Konfessionsfreie oder Andersgläubige können dort jederzeit gekündigt werden. Selbst die „Entwicklungshilfe“ der kirchlichen Organisationen „Miserior“ oder „Brot für die Welt“ stammt nur zu einem geringen Bruchteil aus kirchlichem Vermögen. Auch hier finanziert der Staat kirchliche Aktivitäten. mehr…
Donnerstag 06.11.14, 10:36 Uhr
Traditionelle jüdische Lieder und Tänze im Kulturrat
Im Rahmen der Anne Frank-Kulturwochen gibt es am Samstag, den 8. November um 20:00 Uhr im Kulturrat in Gerthe ein Konzert des Ensembles „Shoshana“. Die Gruppe wurde im Jahre 2004 in Dessau gegründet. Ihr Repertoire stützt sich auf die Tradition der Ashkenasim – der mittel- und osteuropäischen Juden – und bietet neben Instrumentalstücken Lieder in hebräischer und jiddischer Sprache, außerdem Israel-Pop und jüdische Tangos und Frejlachs. In der Ankündigung wird darauf verwiesen, dass die Gruppe Dank ihrer ungewöhnlichen Arrangements beliebter Gast etwa beim Sachsen-Anhalt-Tag, beim Kulturprogramm des Zentralrats der Juden oder beim Festival der Jüdischen Kunst „Goldene Hanukkah“ ist. Neben dem Leonid Norinsky (Knopfakkordeon, Gesang) gehören Ina Norinska (Percussion, Gesang, Tanz) und Svitlana Yudelevych (Violine) zum Trio.
Im Rahmen des Tresens der schwarzen Ruhr-Uni wird es am 20. November einen Vortrag zum Thema „Unterdrückung an der Uni“ geben. Die Veranstalter schreiben dazu: »Universitäten gelten als Orte, an denen frei gelernt und geforscht wird. Meistens wird der Eindruck erweckt, jede*r könne sich frei entfalten und habe die gleichen Chancen zur Selbstverwirklichung. Dabei sind alle Menschen an der Uni Unterdrückung ausgesetzt und die Hochschule spielt eine wichtige Rolle beim Erhalt von Herrschaft – egal ob durch Prüfungszwang, Zulassungsbeschränkungen oder prekäre Arbeitsbedingungen. Kritisches Denken wird oft nur in dem Maße geduldet, wie es die Herrschaftsinstrumente und Hierarchien im System Uni nicht gefährdet. mehr…
Mittwoch 05.11.14, 19:43 Uhr
Soziale Liste gegen Sperrklausel bei Kommunalwahlen:
Die Soziale Liste kritisiert die Diskussion innerhalb der großen Landesparteien um eine neue Drei-Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen. Auf ihrer Mitgliederversammlung beschloss sie dazu eine Resolution: »Seit Jahren bemüht sich die Landes SPD darum, den Einzug von kleineren Parteien und Wählervereinigungen in die Kommunalparlamente zu erschweren. Alle bisherigen Modelle scheiterten offensichtlich an Bedenken von Landesverfassungsrichtern. Jetzt will die (regierende) SPD die Änderung der Landesverfassung durchsetzen, um dort eine Sperrklausel zu verankern. Die Begründung der Landespolitik für die Sperrklausel, die Städte und Gemeinden würden „unregierbar“, ist aus Sicht der Sozialen Liste völlig überzogen und unschlüssig. In keiner Ruhrgebietsstadt hat der Einzug von kleineren Parteien und Wählervereinigungen dazu geführt, dass es dort ernsthafte Schwierigkeiten gab. mehr…
Die Initiative Religionsfrei im Revier erklärt: »Wenn man den Bundespräsidenten Gauck z. Z. erlebt, dann drängt sich der Eindruck auf, dass er niemanden hat, der ihm ehrlich sagt, welche ungeheure Zumutung er für Millionen von Menschen ist, die konfessionsfrei sind. Was bedeutet es für diese Menschen, dass sie mit einem Staatsoberhaupt leben müssen, das sein Arbeitsleben lang bezahlter Mitarbeiter einer christlichen Organisation war, deren Begründer, Martin Luther, der wahrscheinlich bedeutendste Antisemit vor Adolf Hitler war? Der Protestantismus ist Teil des Christentums, das verantwortlich ist für Kreuzzüge, Massenmorde und Hexenverbrennungen. Das Christentum hat sich durch Zwangstaufungen, Repression und Verfolgung Andersgläubiger durchgesetzt. Die beiden deutschen Großkirchen sind durch ihre Kollaboration mit dem Faschismus die einzigen Großorganisationen, die den Nationalsozialismus gestärkt überstanden haben. Wenn man überlegt, welche Macht auch mehr als 200 Jahre nach der Aufklärung das organisierte Christentum in unserer Gesellschaft noch hat, dann ist verständlich, dass immer mehr Menschen sich von diesem Staat abwenden, der zu Hundert Prozent von sich Christinnen und Christen nennenden Menschen regiert wird. Kein Kabinettsmitglied auf Bundes- oder Landesebene hat sich bisher von dem Unrechtsverhalten des Christentums distanziert.«
Die Werkstatt und die Edition Wort und Bild präsentier am 15. November von 14 bis 19 Uhr und am 16. November von 11 bis 19 Uhr im Kulturmagazin in Bochum-Gerthe, Lothringer Straße 36c ihren jährlichen Kunstmarkt. Er hat schon eine über 30-jährige Tradition. In der Einladung heißt es über den Kunstmarkt: »Wie immer ist er, in anheimelnder Atelieratmosphäre, eine unkonventionelle Möglichkeit, sich auf Kunst, Literatur einzulassen. mehr…
Am Montag, den 10. November, findet um 19:30 Uhr im ver.di-Haus, Universitätstr. 76, Bochum eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Martina Renner statt. Das Thema: Versagen, Verschulden, Verbrechen? Wieviel Staat steckt im NSU? Im Bericht des Untersuchungsausschusses „Rechtsterrorismus und Behördenhandeln“ des Thüringer Landtages wird der Verdacht geäußert, dass „die Behörden des Freistaats zwischen 1998 und 2003 kein Interesse an einem Aufgreifen der drei flüchtigen Bombenbastler Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe haben könnten und entsprechend handelten“. An anderer Stelle dieses NSU-Untersuchungsauschuss-Berichtes heißt es, dass „die Häufung falscher oder nicht getroffener Entscheidungen … auch den Verdacht gezielter Sabotage und des bewussten Hintertreibens eines Auffindens der Flüchtigen“ zulassen. Der Verfassungsschutz habe „wichtige Informationen zurückgehalten“ und „zumindest mittelbar die Flüchtigen geschützt“.
Martina Renner ist Bundestagsabgeordnete Der Linken und war stellv. Vorsitzende im thüringischen Untersuchungsausschuss zum NSU. Sie wird in ihrem Vortrag begründen, warum der Staat mitverantwortlich ist für die Verbrechen des „NSU“. mehr…
Die schwarze Ruhr-Uni und das Autonome FrauenLesbenreferat der Ruhr Uni präsentieren am Freitag, den 21. 11. um 18.00 Uhr in Raum GBCF 04/611 an der Ruhr-Uni einen Vortrag von Friederike Pfaff: Anarcha-feminismus – eine gute Verbindung. Der Einladungstext: »In den 1970er Jahren wurde der Begriff des Anarchafeminismus durch Vertreterinnen des radikalen Feminismus in den USA geprägt. Was bedeutet diese Verbindung von Anarchismus und Feminismus? Und wo finden wir in Theorie und Praxis anarchistischer und feministischer Bewegungen der Vergangenheit und Gegenwart Bezüge zum Anarchafeminismus? Diese und weitere Fragen soll der Vortrag von Friederike Pfaff klären. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu weitergehenden Diskussion. Es gibt veganes Essen und Getränke. All Genders welcome!« mehr…
Die GEW Bochum sammelt am Samstag, den 8.11. von 11 – 14 Uhr Unterschriften gegen TTIP. Der Aktionsstand befindet sich auf der Kortumstraße auf Höhe des Husemannplatzes. Die GEW spricht sich gegen das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA aus: »Im Windschatten von TTIP wird außerdem das Dienstleistungsabkommen TISA verhandelt, wonach staatliche Dienstleistungsmonopole privatisiert werden sollen. Das bedeutet, dass auch für das Bildungssystem in großem Umfang Privatisierungen drohen, zumal Bildung nicht auf den Negativlisten von TTIP erscheint.« Die GEW lehnt Privatisierungen im Bildungssystem ab, so GEW Sprecher Jochen Bauer. Für die Beschäftigten droht Lohndumping, da die USA von den Kernarbeitsnormen der ILO (International Labour Organisation) nur zwei unterschrieben haben. Privatisierung im Bildungssystem hat Konsequenzen für die Lernenden. In den USA häufen Studierende aufgrund der hohen Studiengebühren im Verlauf ihres Studiums 60.000 – 80.000 $ Schulden an. Bildung wird dadurch zum Luxusgut, für das man entweder hohe Risiken eingehen muss oder das man sich von einem reichen Elternhaus finanzieren lassen muss, so Bauer weiter.
Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit erklärt seine uneingeschränkte Solidarität mit den freien Kulturträgern der Stadt. Für den Sprecherkreis äußert sich Jochen Marquardt, Geschäftsführer des DGB in der Region: „Wir freuen uns darüber, dass die Träger der Kulturarbeit in unserer Stadt aktiv für ihre Interessen eintreten und offensichtlich auch bei Vielen in der Politik der Stadt Gehör finden. Dabei wird es darauf ankommen, nicht nur die Wichtigkeit zu formulieren, sondern die Bedingungen für ein breit angelegtes Kulturangebot in Bochum zu sichern.“ Die Bündnisorganisationen und Mitglieder betonen allerdings auch, dass es darum gehen muss, die Existenz der freien Kulturträger zu gewährleisten und darüber hinaus alle anderen Aufgaben einer lebenswerten Stadt durch die Sicherheit aller Bedingungen für die Daseinsvorsorge und Daseinsversorgung zu organisieren, bzw. in vielen Bereichen wieder neu zu schaffen. mehr…
Von Freitag, 7.11., 17 Uhr bis Sonntag 9.11., 13 Uhr findet im Bahnhof Langendreer eine internationalen Konferenz zum Thema transnationale Solidarität und cross-linke Organisierung statt. Die Konferenz richtet sich an AkteurInnen der sogenannten Mosaik-Linken in ihrer ganzen Vielfalt, in Deutschland und international. Ziel ist der (selbst-) kritische Erfahrungsaustausch von GewerkschaftlerInnen sowie AktivistInnen aus Partei und außerparlamentarischer Bewegung, die auf der Suche nach neuen Arbeitsweisen und Politikverständnissen sind. Die Konferenz wird neben dem Austausch mit internationalen AkteurInnen aus Ägypten, Indien, den USA und Europa (Belgien, Deutschland, Griechenland, Italien, Portugal, Spanien) den Fokus auf die Schnittmengen transnationaler linker Organisierung in den Krisenprotesten legen. mehr…
Montag 03.11.14, 12:00 Uhr
Die Linksfraktion zu den Planungen für die Lennershof-Siedlung:
Am Dienstag, den 4. November, sollen in Bochum die Weichen für ein umstrittenes Großbauprojekt gestellt werden: Sowohl in der Bezirksvertretung Süd als auch im Ausschuss für Planung und Grundstücke ist der Bebauungsplan Campus-Quartier Lennershof Thema. Die Fraktion Der Linken im Rat und ihre VertreterInnen in der Bezirksvertretung und in den Ausschüssen halten das Konzept für eine folgenschwere Fehlplanung. Sie werden gegen die Beschlussvorlage der Verwaltung stimmen und unterstützen die Forderungen der Interessengemeinschaft Lennershof-Siedlung. In einer Stellungnahme der Fraktion heißt es: »Nach wie vor sieht der Plan vor, dass etwa ein Drittel der bisherigen Wohnsiedlung sehr dicht bebaut werden soll – nicht nur für „hochwertige Wohnangebote“, sondern auch für Bürogewerbe und ein Hotel. Dafür sollen 81 der 91 Bäume und Gehölze gefällt werden, die sich in dem Gebiet befinden. Auf Grundlage eines fragwürdigen Verkehrsgutachtens sollen viel weniger Parkplätze entstehen als bei so einem Projekt eigentlich vorgeschrieben sind. mehr…
Montag 03.11.14, 10:23 Uhr
1944: Christliche und jüdische PartnerInnen kommen in Arbeitslager
Am Donnerstag, den 6. November findet um 18:00 Uhr im Bochumer Stadtarchiv, Wittener Straße 47 ein Vortrag von Dr. Hubert Schneider statt. Der Titel lautet: Bochum September/Oktober 1944: Christliche und jüdische Partner aus sogenannten „Mischehen“ und deren Kinder werden in Arbeitslager deportiert. Der Vortrag beschreibt, wie in der zweiten Jahreshälfte 1944 die in sogenannten „Mischehen“ lebenden Menschen und deren Kinder den Schutz verloren, der sie bis zu diesem Zeitpunkt vor der Deportation in die Lager bewahrt hatte. Durch das rasche Kriegsende überlebten die meisten von ihnen. In Bochum gehörten sie zu den Gründungsmitgliedern der neuen jüdischen Gemeinde Ende 1945.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum bietet am Samstag, den 8. November von 14 – 17 Uhr eine alternative Busrundfahrt durch Langendreer und Werne an. Sie steht unter dem Motto „Langendreer und Werne unterm Hakenkreuz – Naziterror, Widerstand, Verfolgung und Krieg von 1933-1945“. Diese Fahrt, mit Stopps an verschiedenen Orten, Gebäuden, Stolpersteinen etc., beschäftigt sich u.a. mit den Fragen: Wie kamen die Nazis an die Macht? Wer wurde verfolgt? Welche jüdischen Geschäfte wurden „arisiert“? Wohin erfolgten Deportationen? Wie sah der antifaschistische Widerstand im Bochumer Osten aus? Wer kam ins KZ? Wo befanden sich kriegs- wirtschaftlich wichtige Fabriken? Wie wirkte sich der Bombenkrieg aus? Wie erfolgte die Befreiung von Krieg und Faschismus in Langendreer und Werne? Welche Erinnerungsstätten gibt es noch heute? mehr…
Wattenscheid 2013: Gedenken an den 9. November 1938
Am Sonntag, dem 9. November findet auf dem Nivelles-â€Platz vor den drei Stelen am Standort der ehemaligen Synagoge in Wattenscheid die traditionelle Gedenkveranstaltung der Antifa Wat zur Reichspogromnacht statt. Treffpunkt ist um 12.00 Uhr am Saarlandbrunnen. Der Programmablauf.
Der Kinder- und Jugendring Bochum schreibt: »Am 09. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen und Gebetshäuser angezündet, wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert, gab es zahlreiche Verhaftungen Unschuldiger und es wurden Menschen ermordet. Die Nazis ließen ihrem Hass auf Juden – auch in Bochum – für alle sichtbar freien Lauf und zerstörten die alte Synagoge. Diese Nacht war das Signal zum größten und schlimmsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. Die Reichspogromnacht am 09. November 1938 führte der Weltöffentlichkeit drastisch vor Augen, dass Juden in Deutschland brutal verfolgt wurden. In Bochum und in vielen anderen Städten in Deutschland wird mit den alljährlichen Gedenkveranstaltungen dafür Sorge getragen, dass die traurigen Ereignisse im Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten und für die Zukunft mahnen. Der Beginn der zentralen Bochumer Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag der Reichspogromnacht ist um 16.00 Uhr an den Stelen (Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz). mehr…
Der Flüchtlingsrat NRW hat heute zusammen mit der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum und der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW eine Syrienkonferenz im Bahnhof Langendreer organisiert. In einem Resümee der Tagung schreibt er: «Über 130 Teilnehmende aus ganz NRW debattierten über die humanitären Auswirkungen des seit fast vier Jahren herrschenden Kriegs in Syrien und der nun auch betroffenen Gebiete im Irak. Der Journalist, Uno-Experte und Moderator der Syrienkonferenz, Andreas Zumach, leitete die Veranstaltung mit einem Vortrag über die innersyrischen Gründe für den Konflikt und den Verlauf der Entwicklungen ein. mehr…
Am 10.11. 2014 um 17:00 Uhr findet im Haus der Begegnung, Alsenstr. 19 eine Zukunftswerkstatt zum Handlungsfeld Arbeit des „Netzwerks Inklusion in Bochum“ statt. Ziel der Zukunftswerkstatt ist „ein offener Austausch verschiedener Akteure darüber, welche Bedingungen für gelingende Inklusion in Bezug auf die Ausbildungs- und Arbeitswelt der Region vorliegen müssen.“ Weiter heißt es in der Einladung: »In der Zukunftswerkstatt beabsichtigen wir mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglichst konkrete Verabredungen für die Weiterarbeit des Netzwerkes zu besprechen und zu beschließen. Auch die Kooperation und die Verzahnung mit anderen Inklusions-Vorhaben (wie z.B. der geplanten Inklusionskonferenz der Stadt Bochum) sollen gemeinsam erörtert werden. mehr…
Food, Inc. - Was essen wir wirklich (Trailer Deutsch)
Bochum startet in der nächsten Woche die Veranstaltungsreihe „Guten Hunger?! – Was läuft falsch in der Lebensmittelindustrie?“ Am Donnerstag, den 6. 11. wird um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum der Film „Food, Inc.“ gezeigt. Die Filmankündigung: »Glückliche Kühe, auf grünen Wiesen – daran möchten wir Konsumenten glauben, wenn wir unser täglich Fleisch zu uns nehmen. Doch die Wirklichkeit der “natürlichen“ Nahrungsmittelproduktion in Industrienationen sieht um einiges düsterer aus. mehr…
Im Anschluss an ihre Diskussionsreise durch das Ruhrgebiet, veranstaltete die Initiative Recht auf Stadt – Ruhr Mitte Oktober einen Ideen-Workshop zum Thema Recht auf Stadt im Ruhrgebiet. In einem Folgetreffen am 4. November um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer sollen nun die dort entstandenen Ideen und Vorschläge weiterentwickelt werden. Auf dem Workshop vor zwei Wochen gab es bereits einige Ideen: mehr…
Am Dienstag, den 18. November lädt die Literatur-Initiative Treibgut um 19.30 Uhr zu einer Veranstaltung in das „Neuland“, Rottstr. 15. In der Einladung heißt es: Die Initiative Treibgut – Literatur von der Ruhr macht sich im November auf zu neuen Ufern. Name und Konzept unserer Lesebühne mussten nach zwölf Jahren mal aufs Trockendock und ordentlich von Bug bis Heck überholt werden. „Schriftbruch“ ist der Name, auf den wir unsere Reihe umgetauft haben. mehr…
von Rainer Midlaszewski
Die geplanten Einschnitte bei der Förderung der freien Kulturszene in Bochum sind empörend. Besonders angesichts der Tatsache, dass von den rund 51 Millionen Euro städtischer Kulturförderung nur magere 3,4 % der Off-Kultur zugute kommen. Fast der gesamte Kulturetat fließt in das Schauspielhaus, das Kunstmuseum und die Bochumer Symphoniker. Werden den „Armen“, d. h. den Akteuren und Akteurinnen der Off-Kultur-Szene, nun auch noch die Krümel genommen, hat dies natürlich andere Auswirkungen als ein Verzicht bei den „Reichen“; auch wenn die etablierten Kulturinstitutionen, ausgestattet mit Tarifverträgen und Hausmeistern, nicht müde werden zu beklagen, dass unterhalb einer bestimmten Etathöhe die künstlerische Qualität auf der Strecke bleibt. mehr…
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat eine zu hohe Zahl von Ausbildungsabbrechern in Bochum beklagt. Nach Angaben der NGG haben im vergangenen Jahr insgesamt 645 Auszubildende ihre Lehre vorzeitig beendet. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf neueste Zahlen des Statistischen Landesamtes (IT.NRW), die der NGG für Bochum vorliegen. Danach liegt die aktuelle Abbrecherquote bei rund 25 Prozent. „Wenn in Bochum jeder vierte Jugendliche im letzten Jahr seine Lehre abgebrochen hat, ist das ein Problem – insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels“, sagt Yvonne Sachtje. mehr…
Am Mittwoch, den 5.11 wird Christoph Butterwegge um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über die Folgen der Einführung der Hartz-Gesetze diskutieren. Seit der Einführung von Hartz IV im Januar 2005 hat sich nicht nur die soziale Ungleichheit verschärft, es wurde auch das Leistungsniveau für die BürgerInnen stark abgesenkt. Die ’Reform‘ des Sozialstaats zieht zwangsläufig eine Pauperisierung nach sich. Zunehmend mehr Menschen werden von Verarmungsprozessen erfasst, prekäre Lebensverhältnisse breiten sich aus. Die Hauptleidtragenden dieser Politik wenden sich von den etablierten Parteien oder überhaupt von der Politik ab. Christoph Butterwegge ist Professsor für Politikwissenschaft an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. VeranstalterInnen sind die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und der Bahnhof Langendreer
Am Donnerstag, den 6. 11. findet um 19:00 Uhr im Haus der Begegnung, Alsenstr. 19 eine Veranstaltung mit dem Titel “Der Barriere-Checker – Veranstaltungen barrierefrei planen“ statt. Katja Lüke vom Projekt Inklusion/Hessen stellt den „Barriere-Checker“ vor, welcher vom Paritätischen Landesverband in Hessen erarbeitet wurden und gibt Hinweise und Tipps wie man eine Veranstaltung von der Einladung über die Anreise bis hin zur Präsentation barrierefrei gestalten kann.
Am Donnerstag, den 27. November, findet im Kulturrat Lothringen, Lothringer Str. 36 um 18.30 Uhr eine Veranstaltung der „Initiative länger gemeinsam lernen in Bochum“statt. In der Einladung heißt es: Der Rückgang der Schülerzahlen sowie das veränderte Wahlverhalten von Eltern bei der Festlegung der weiterführenden Schulen für ihre Kinder führt in allen Regionen Nordrhein-Westfalens dazu, dass die Schullandschaft sich verändert. Sie muss an die veränderten Bedingungen angepasst, neue und veränderte Angebote müssen geschaffen werden. Diese Entwicklung wird nicht zuletzt nach Einschätzung des renommierten Schulentwicklungsforschers, Dr. Ernst Rösner, auch in Bochum-Gerthe bald Handlungsbedarf auslösen. mehr…
Auf der kommenden Ratssitzung macht die Fraktion der Linken im Rat das internationale Freihandelsabkommen TTIP zum Thema. Zusammen mit der Sozialen Liste hat sie beantragt, dass sich der Rat ausdrücklich gegen gegen die Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada ausspricht sowie das Dienstleistungsabkommen TiSA ablehnt. Außerdem soll Bochum der Initiative „10.000 Kommunen TTIP-frei!“ beitreten. „Bisher wird bei uns in Bochum sehr abstrakt über diese Abkommen diskutiert“, sagt Ralf-D. Lange, Fraktionsvorsitzender DerLinken. „Die mit ihnen verbundene Machtverschiebung weg von politisch gewählten Entscheidungsträgern hin zu multinationalen Konzernen würde uns aber direkt treffen. Wir müssen verhindern, dass der Rat der Stadt Bochum erpressbar wird.“ mehr…
Das Straßenmagazin „bodo“ porträtiert im November die Bochumer Schauspielerin Nermina Kukic. Die spielt Marilyn, Dennis Hopper, Heidi Klum im Bochumer Rottstr5-Theater. Vorher war sie Susi Schäfer in der Serie Marienhof. Ein Porträt der Bochumerin vom Balkan, der Wuppertaler Weltbürgerin, einer deutschen Schauspielerin. Außerdem trifft bodo einen Erben des legendären Musikers und Komponisten Moondog, begleitet Flaschensammler und besucht Manga- und Cosplay-Fans. Unter der Überschrift „Wir wollen Grenzen verschieben.“ berichtet bodo, dass circa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland einen Rollstuhl nutzen. Wie gut sie sich damit bewegen können, ist von entscheidender Bedeutung für ihre Lebensqualität. „bodo“ hat in Dortmund einen Mobilitäts-Workshop ein Wochenende lang begleitet. Weitere Themen: mehr…
Dienstag 28.10.14, 22:00 Uhr
Bochumer Hooligans an Nazi-Krawallen in Köln beteiligt
Der Antifa-Klüngel Bochum hat einen ausführlichen Artikel zu den Bochumer Akteuren bei den Nazihool-Krawallen in Köln veröffentlicht: »Unter dem Motto “Hooligans gegen Salafisten†(HoGeSa) fand am vergangenen Sonntag der größte Naziaufmarsch mit Ausschreitungen und Übergriffen in Deutschland seit Jahren statt. Wie antifaschistische Recherchen belegen, war die Hooligan-Gruppe “Brigade Bochum†nicht nur mit dabei, sondern ist bereits seit Monaten intensiv am Aufbau von “HoGeSa†beteiligt. […] In dem internen Forum, über das sich die Hooligans koordinierten, stellte sie mit etwa zwei Dutzend Teilnehmer*innen die größte Gruppe. Die Mitglieder der Brigade scheinen dabei weitgehend personalidentisch mit dem Bochumer Chapter des “Gremium MCâ€, einem bundesweit agierenden Rockerclub. Im März 2014 war die Brigade aufgefallen, als sie ein Video mit einem in Deutschland indizierten Leitspruch der damaligen Waffen-SS in Kombination mit dem Totenkopf veröffentlichte. Die Brigade gibt sich gerne als “unpolitischâ€, doch bereits das Auftreten ihrer Mitglieder, z.B. durch Tragen der Neonazi-Marke “Thor Steinarâ€, die in vielen Stadien verboten ist, zeigt, dass diese oft mehr als nur “rechtsoffen†sind.« Zum vollständigen Artikel.
Die Bochumer DIDF Gruppe und die DIDF-Jugend Bochum laden am Freitag, den 31. Oktober ab 18 Uhr zu einem Benefizessen für die kurdischen KämpferInnen in Kobani ein. Das Essen wird gespendet und die Einnahmen, die die Gäste für das Essen spenden werden einer Solidaritätsdelegation mit auf den Weg nach Kobani gegeben. Das Ganze findet im Herbert- Siebolt-Haus der IFAK in der Engelsburgerstraße 168 statt. Die Einladung.