Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) auf, der Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken. Die traditionelle Kranzniederlegung und Kundgebung findet am „Tag der Opfer des Faschismus“ an der Gedenkstätte auf dem Friedhof Freigrafendamm am Sonntag, den 14. September (Treffpunkt 11.00 Uhr, Haupteingang) statt. Am Denkmal auf dem Ehrenrundplatz spricht: Joachim Schramm, Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte KriegsdienstgenerInnen in NRW. Begleitet wird die Veranstaltung vom IG Metall-Chor „Chorrosion“. Die VVN schreibt zum Gedenken an die ermordeten Widerstandskämpfer: »Ihr Einsatz und Mut, ihr Idealismus und Kampfeswillen sollte für uns heute Verpflichtung sein, soziale und politische Errungenschaften zu bewahren, den reaktionären und neonazistischen Kräften von heute den Weg zu versperren. Wir wollen deutlich machen, dass das Rad der Geschichte nicht zurück gedreht werden kann und neue Geschichtslügen auf unfruchtbaren Boden treffen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass das Anwachsen des Neonazismus und die Rechtsentwicklung in der Bundesrepublik gestoppt wird.«
Unsere
Donnerstag 11.09.14, 20:46 Uhr
Ausstellung im Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg
Am Montag, den 15.9. wird um 10.00 im Foyer des Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskollegs eine Ausstellung eröffnet mit dem Titel: „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“. In den Jahren 200 bis 2007 wurden in Deutschland mindestens zehn Menschen durch Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) ermordet. 2001 und 2004 kam es in Köln zu Bombenanschlägen, die sich ebenfalls gegen Migrantinnen und Migranten richteten. Mehr als 20 Menschen wurden teilweise lebensbedrohlich verletzt. Die Gruppe um den „NSU“ raubte außerdem Banken aus, um dadurch die rassistischen Aktionen und das Leben im Untergrund zu finanzieren. Erst im November 2011 wurde bekannt, dass Neonazis um den „NSU“ diese Verbrechen begangen haben. Die Angehörigen erfuhren damit endlich, durch wen ihre Familienmitglieder umgebracht oder verletzt worden sind. Die Untersuchungen der staatlichen Organe liefen von Anfang an in die falsche Richtung. Die Opfer wurden als Täter verdächtigt, es wurde unterstellt, sie seien in kriminelle und z.B. Drogengeschäfte verwickelt. mehr…
Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit hatte heute zu einem Medien-Gespräch über Haushaltssperre der Stadt und den damit verbundenen tiefen Verunsicherungen und Sorgen bei vielen Organisationen und Institutionen der Stadt sowie bei den BürgerInnen und Bürgern. Vor allem in den Bereichen Bildung, Kultur, Jugend und Soziales sowie bei Personalentscheidungen der Stadt gibt es große Sorgen. Bündnissprecher Jochen Marquardt machte zu Beginn des Gesprächs deutlich, dass sich das Bündnis mit weiteren Kürzungen nicht abfinden will. Über befürchtete Auswirkungen und bisherige Erfahrungen berichteten Experten aus unterschiedlichen Bereichen und Organisationen der Stadt. Jochen Bauer von der GEW unterstrich die bereits erkennbaren Herausforderungen im Schul- und Bildungsbereich. So sei es bereits jetzt so, dass erforderliche bauliche und sicherheitstechnische Aufgaben nur völlig unzureichend angepackt würden. Auch beim Thema „Inklusion“ wäre man weit entfernt von Bedingungen, die den Erfordernissen gerecht würden. „Weder die räumlichen noch die personalpolitischen Rahmenbedingungen sind ausreichend“, so Bauer, „um die Bildungsaufgaben für Kinder und Beschäftigte zu sichern.“ mehr…
Donnerstag 11.09.14, 18:40 Uhr
Rosa Strippe erinnert an Verfolgung schwuler Männer im Faschismus
Ab dem 15. September 2014 wird mit einer Gedenktafel an drei Männer erinnert, die trotz aller persönlichen und biografischen Unterschiede eines gemeinsam hatten: die Verfolgung als Homosexuelle und ihre Ermordung im ehemaligen Konzentrationslager Dachau. Die Initiative für das Erinnerungsprojekt „Eine Gedenktafel in Dachau“ gingen vom Verein Rosa Strippe aus. Die ausführlichen Recherchen zu Wilhelm Erdmann, Alfred Kremer und Alfred Quaas, an die die Tafel erinnert, stammen von Jürgen Wenke, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Vereins Rosa Strippe. Unterstützt wurde Jürgen Wenke dabei von den jeweils zuständigen Archiven der beteiligten Städte. Für alle drei Verfolgten wurden und werden außerdem Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. mehr…
Der Protest gegen den Bundeswehreinsatz auf der Berufsbildungsmesse verlief heute überraschend friedlich. Die Polizei war zwar massiv vertreten, blieb aber weitgehend im Hintergrund. Der Geschäftsführer des RuhrCongresses hielt seine Securities mit viel Geduld zurück. Bei etlichen spürte man, dass sie es fast als Folter empfanden, dass sie die DemonstrantInnen nicht wegräumen durften. Damit ist die Eskalationsspirale der letzten Jahren gestoppt worden. Das Jugendamt als Veranstalter der Messe hatte in den letzten beiden Jahren mit immer heftigerer Repression auf den antimilitaristischen Protest reagiert. Im letzten Jahr gab es mehr als 30 Hausverbote und eine Strafanzeige. Das Jugendamt hatte in diesem Jahr das Hausrecht an die Leitung des RuhrCongresses abgetreten. Das bedeutete: Es gab keine Einlasskontrollen und die DemonstratInnen konnten sich mit ihren Protest-T-Shirts, Flugblättern und Transparent vor den Bundeswehrstand stellen. Es herrschte eine zivilisierte Atmosphäre wie in den ersten Jahren der Messe. Vor dem Stand der Bundeswehr gab es viele gute Diskussionen zum Thema „Kein Werben fürs Sterben“. Fotos von der Messe. mehr…
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Kindertagesstätten, Seniorenheime und Behindertenwohnheime der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bochum und Herne am Freitag (12.9.) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Kitas würden zum größten Teil geschlossen, Senioren- und Pflegeeinrichtungen müssten im Notbetrieb arbeiten, erklärte die Gewerkschaft. Die Beschäftigten des Wohlfahrtsverbandes wehren sich mit dem ersten Warnstreik gegen eine Abkopplung ihres Tarifvertrages vom öffentlichen Dienst. Während einer Demonstration und Kundgebung in Recklinghausen wollen die AWO-MitarbeiterInnen am Freitag gemeinsam mit ihren KollegInnen aus anderen Städten der Region ihrem Unmut Luft machen. Vorher treffen sie sich zu einem Streikfrühstück in der ver.di Geschäftsstelle Bochum. mehr…
Dienstag 09.09.14, 13:52 Uhr
Die Bochumer Linksfraktion zur Berufsbildungsmesse:
Die Linke im Rat der Stadt Bochum solidarisiert sich mit den Aktionen und Forderungen des Bochumer Friedensplenums und anderer Organisationen und Initiativen, die sich erneut gegen eine Teilnahme der Bundeswehr an der Berufsbildungsmesse am 10./11. September ausgesprochen haben und schreibt: „Die Linksfraktion wird sich mit anderen AntimilitaristInnen am Mittwoch und Donnerstag ab 8.30 Uhr an den Protesten gegen den Werbestand der Bundeswehr im RuhrCongress Bochum beteiligen.“ Ralf-D. Lange, Fraktionsvorsitzender Der Linken, erklärt dazu: „Es ist wieder einmal mehr als peinlich, wenn das Jugendamt der Stadt Bochum diese Messe ausrichtet und ausgerechnet die Bundeswehr als Ausstellerin einlädt. mehr…
Dienstag 09.09.14, 11:30 Uhr
Sevim Dagdelen zur Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse
„Ich empfinde es als unerträglich und perfide, dass die Bundeswehr ausgerechnet bei einer Ausbildungsmesse für ihr – im schlimmsten Fall – blutiges Handwerk werben darf. Kriegsdienst ist kein Abenteuer- und Event-Erlebnis, sondern widerspricht einer zivilisierten Gesellschaft zutiefst“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, anlässlich der diesjährigen Berufsbildungsmesse im Bochumer RuhrCongress vom 10. bis 11. September, wo die Bundeswehr erneut die Möglichkeit erhielt, dort „personalwerbliche Maßnahmen im Bereich Jugendmarketing“ zu betreiben, wie es im Bundeswehrjargon heißt. Dagdelen weiter: mehr…
Dienstag 09.09.14, 11:30 Uhr
Das Bochumer Friedensplenum zur Berufsbildungsmesse:
Das Bochumer Friedensplenum wird wie in den vergangenen Jahren die Beteiligung der Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse mit einer Reihe von Protestaktionen begleiten und schreibt: »Wir wissen, dass wir den Bundeswehreinsatz nicht verhindern können, aber wir werden den Jugendlichen wieder deutlich machen, dass eine Ausbildung zum Töten keine normale Berufsausbildung ist. Es ist kennzeichnet für den Zustand unserer Gesellschaft, dass sich das Jugendamt der Stadt Bochum über die Aufforderung der Kinderkonvention der UN hinwegsetzt, die eine Werbung für das Militär bei Minderjährigen ächtet. Wir finden es erfreulich, dass die Bundeswehr trotz eines Millionen Euro schweren Etats für die Nachwuchswerbung große Schwierigkeiten hat, genügend Jugendliche zu rekrutieren. Wir fordern das Jugendamt der Stadt auf, als Veranstalter der Messe dafür zu sorgen, dass rechtsstaatliche Prinzipien in diesem Jahr beachtet werden. D.h. insbesondere, dass BesucherInnen der Messe beim Betreten der Halle keine Flugblätter abgenommen werden und BesucherInnen, die mit ihrer Kleidung gegen die Anwesenheit der Bundeswehr protestieren, kein Hausverbot erhalten. mehr…
Am Samstag, den 20. 9. ruft die Initiative UrbanRadeling Bochumum 11:00 Uhr zu einer Fahrrademo auf unter dem Motto: „Antreten gegen die Fahrradhölle“. Treffpunkt ist vor dem Hauptbahnhof. Im Aufruf heißt es: »Fahrradfahren ist gut für die Umwelt, stinkt nicht und ist leise, macht Spaß und schafft Raum für urbane Lebensqualität. Aber in Bochum ist die Situation für RadfahrerInnen besonders schlecht: Fehlende Verkehrskonzepte, etliche Details, die uns in der Stadt das Radfahren schwer machen, Ignoranz in Politik, Verwaltung und Verbänden. Wir wollen raus aus der Defensive und Druck machen gegen den Autowahn und für wirkliche Veränderungen in der Stadt. Kommt massenhaft und lasst uns den Ring rocken!«
Die Soziale Liste steht dem am 20./21. September geplanten Hundeschwimmen ablehnend gegenüber. Sie kritisiert die Bezirksvertretung Wattenscheid und schreibt: »Diese hatte im Gegensatz zur Bezirksvertretung Ost einem Hundeschwimmen zugestimmt. Das soll jetzt im Wellenfreibad in Wattenscheid-Südfeldmark sattfinden. Aus hygienischen Gründen (verbleiben von Verunreinigungen im Wasser/Becken und auf den Freiflächen) sowie aus psychologischer Rücksichtnahme (Ekel) ist dieses Hundeschwimmen schwer zu akzeptieren. Die Soziale Liste im Rat spricht sich daher für die Beibehaltung der ganzjährigen strikten Trennung von Mensch und Tier in den Freibädern aus. mehr…
Der Bochumer SPD-Bundestagsabgeordnete Axel Schäfer wirft in einem Leserbrief in der ver.di-Mitgliederzeitung publik deren Chefredakteurin „eine völlig einseitige Agitation“ vor und schreibt: „Genau dazu passt der Artikel „Gespenstische Vorgänge“ zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). Kollegin Kniesburges folgt genau dem Terminus der Links-Partei. So werden immer wieder mit falschen Argumenten neue Ängste geschürt, die sich eins zu eins in ihrem Beitrag wiederfinden. Die in dem Artikel genannten Vorwürfe basieren fast immer auf Behauptungen und falschen Annahmen, was am Ende zu einem Horrorszenario führt.“ Der Artikel „Gespenstische Vorgänge“ und der Leserbrief.
Das Jugendamt der Stadt Bochum jammert häufig, dass das Bochumer Friedensplenum mit der Kampagne gegen den Bundeswehreinsatz auf der Berufsbildungsmesse zu viel Medienbeachtung findet und die vielen positiven Angebote der Messe nicht genügend gewürdigt werden. Deshalb soll an dieser Stelle ein völlig einzigartiges Angebot der Stadt Herne besonders erwähnt werden. Im Messebegleitheft bietet die Stadt Herne auf Seite 33 eine Ausbildung zur/m Staatssekretär/in an. Das Grundgehalt liegt bei diesem Beruf bei ca. 10.000 Euro. Wahrscheinlich hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering ihren Mann überredet, als Ausbilder tätig zu werden. Wer sonst hätte in Herne die Eignung dafür.
Am Sonntag, den 14. September zwischen 11 und 22 Uhr findet in der Alsenstraße ein Straßenfest statt. Die Einladung: » Zum sechsten Mal veranstalten Verbände, Nachbarn und Organisationen gemeinsam ein Familienfest auf der Alsenstraße. Auf gleich mehreren Bühnen und in der Musiklounge gestalten Künstler ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Bei Bobbycar fahren, bei Mal- und Bastelaktionen kommen die kleinen Festbesucher auf ihre Kosten. Außerdem gibt es an den zahlreichen Flohmarktständen Schätze zu finden. Neben Upcycling-Angeboten und einer Apfelsaftpresse wird es allerlei von den Anwohnern zubereitete Köstlichkeiten geben. Der Eintritt ist frei.« Das Programm.
Im vergangenen Jahr hat das Jugendamt der Stadt auf der von ihm organisierten Berufsbildungsmesse jeglichen Protest gegen die Präsenz der Bundeswehr unterdrückt. Selbst Ratsmitglieder der Linksfraktion wurden von der Polizei aus der Messe geführt und erhielten Hausverbot, weil sie T-Shirts mit der Aufschrift „Kein Werben fürs Sterben“ trugen. Das Bochumer Friedensplenum hat in diesem Jahr 100 T-Shirts mit der Aufschrift herstellen lassen. Die T-Shirts gibt es am morgigen Montag im Büro der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen an der Allee Straße oder am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche am Infostand vor dem RuhrCongress, in dem die Messe stattfindet.
Am Sonntag, den 7. September findet im Sozialen Zentrum Bochum ab 13 Uhr das monatliche vegane Pichnick statt. Das Vorbereitungsteam schreibt: »Das Vegane Picknick ist zurück aus der Sommerpause, am 7. September treffen wir uns wieder im Sozialen Zentrum. Bei gutem Wetter wollen wir im Hof grillen. Wenn ihr also einen Grill bei euch rumstehen habt: am besten mit einpacken! mehr…
Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt am Samstag, den 13. 9. dazu ein, an einer Radtour von Rheinberg über Geldern nach Krefeld teilzunehmen. Der Niederrhein während des Dreißigjährigen Krieges wird das Thema während dieser historisch-politschen Exkursion sein. In der Einladung heißt es: »Wir werden mit dem Zug bis Rheinberg fahren und von dort weiter mit dem Fahrrad entlang der Fossa Eugeniana, einem noch an manchen Stellen sichtbaren Kanal, mit dessen Bau die Spanier im Jahr 1626 begonnen hatten. Dieser Kanal sollte von Venlo bis Rheiberg gebaut werden und die Maas mit dem Rhein verbinden. Der Weiterbau dieses Kanals wurde allerdings 1632/33 eingestellt., als die Generalstaaten Rheinberg und Venlo eroberten. mehr…
Im zehnten Jahr schon bietet das Projekt „Arbeit und Leben“ von DGB und Volkshochschule an sieben Donnerstagen einen fortlaufenden kostenfreien Kurs an zum Thema: Hartz IV und Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter voller Erwerbsminderung. Beginn ist am Donnerstag, den 11.9. um 18.00 Uhr. In der Einladung heißt es: »Auf Hartz IV bist Du schneller als Du denkst. Da gilt es zu wissen, welche Rechte bestehen und wo Fallstricke drohen: Ersparnisse und Lebensversicherungen sind rechtzeitig „hartz-fest“ zu machen, die Wohnungskosten ebenso. Mit Lebenspartner/in drohen Überraschungen, ebenso in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten, ohne tatsächlich diesen gegenüber einen Unterhaltsanspruch zu haben. Im Alter bleibt nur die rentenergänzende Grundsicherung. mehr…
„Die Bundesregierung will auch weiterhin türkische Migranten diskriminieren und das Dogan-Urteil zu Sprachtests beim Ehegattennachzug nicht umsetzen. Das ist eine inakzeptable Missachtung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und zugleich eine Brüskierung der EU-Kommission, deren Anwendungshinweise zur EU-Familienzusammenführungs-Richtlinie sie komplett ignoriert“, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dagdelen zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken zum Dogan-Urteil des EuGH. Dagdelen weiter: „Es ist skandalös, dass die Bundesregierung lediglich glaubt eine allgemeine Härtefallprüfung einführen zu müssen. Das ist ein exekutiv organisierter Rechtsbruch. mehr…
Unter dem Titel Von Detroit lernen! hat das Netzwerk „Recht auf Stadt – Ruhr“ sein Manifest zur Zukunft des Ruhrgebietes veröffentlicht. Das Netzwerk konstituierte sich im September 2013 im Anschluss an die ruhrgebietsweite Konferenz »Interventionen – Stadt für alle« im Bahnhof Langendreer. Mit der Streitschrift und dem dazugehörigen Essay „Realize Ruhrgebiet“ möchte sich das Netzwerk in die Debatte um den Umgang mit Armut, Schrumpfung und Leerstände im Ruhrgebiet einmischen und schreibt: »Detroit gilt als der Inbegriff der postindustriellen Stadt. Der Rückzug der großen Industrien hat diese Stadt massiv verändert. Auch im Ruhrgebiet begann der Strukturwandel in den 60er Jahren. mehr…
Die Bochumer Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schreibt: »Da der Verfassungsgerichtshof die geplante Nullrunde bei Beamten gekippt hat, verhängte Finanzminister Borjans eine Haushaltssperre für Land NRW. Für die Bochumer Schulen hat das erhebliche Konsequenzen, da nun auch der Bochumer Kämmerer den Haushalt der Stadt gekürzt hat. Die Bochumer Schulen leiden in doppelter Hinsicht unter den Haushaltskürzungen des Landes NRW und der Stadt Bochum. Dadurch, dass das Land NRW eine Haushaltssperre erlassen hat, dürfen zurzeit nur noch Klassenfahrten durchgeführt werden, die nicht mehr abgesagt werden können. „Klassenfahrten stellen eine festen Bestandteil des Schulalltags dar“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer, „weil der Bildungsauftrag der Schule und pädagogische Ziele durch Klassenfahrten in besonderem Maße erfüllt werden.“ Der Ausfall einer Klassenfahrt bedeutet daher einen dramatischen Einschnitt in die schulische Bildungsarbeit. mehr…
Was sich im Kommunalwahlkampf abgezeichnet hat, scheint sich nun zu bestätigen. Der Chefredakteur der lokalen WAZ, Thomas Schmitt, unterstützt recht auffällig die AfD. Bereits im Wahlkampf hatte er ungewöhnlich wohlwollend und ausführlich über die AfD berichtet. Dies setzt sich nach der Wahl fort. In der heutigen Lokalausgabe z. B. erwähnt er ausschließlich die Kritik der AfD an der geplanten Erweiterung des Konzerthauses und an der Überrumpelung des Rates mit einer Dringlichkeitsentscheidung hierzu. Die Kritik der Linksfraktion und der Soziale Liste verschweigt er. Erfreulich ist, dass alle werbenden Artikel für die AfD von Schmitt namentlich gekennzeichnet sind. Andere Redaktionsmitglieder wollen sich offensichtlich nicht an dieser AfD-Kampagne beteiligen.
Am 20.9.2014 lädt das Soziale Zentrum zu einem Sommerfest im und am Haus selbst, in der Schwarzbachstraße und auf dem Bürgerplatz ein. Hierfür findet am Freitag, dem 5 September um 18 Uhr ein weiteres Vorbereitungstreffen im Sozialen Zentrum statt. Das Fest wird eine bunte Mischung werden: es wird Angebote für Kinder, Essensstände und Getränke für das leibliche Wohl geben, eine offene Bühne mit Live-Musik und Lesungen, Infostände, einen Flohmarkt und vieles mehr. Mitmachen werden Gruppen aus dem Sozialen Zentrum und andere Initiativen. Da die Gestaltung des Festverlaufs für weitere Ideen offen ist, sind die AnwohnerInnen und weitere Gruppen aus dem Stadtteil eingeladen, sich in das Fest einzubringen.
Am Mittwoch, dem 10.09. findet um 19.00 Uhr in der Rosa Strippe ein Vortragsabend mit dem Titel „Homonegativität bei Jugendlichen in Deutschland“ statt. In der Einladung heißt es: »Eine Ablehnung von Schwulen und Lesben ist bei Jugendlichen in Deutschland in moderater Ausprägung vorhanden. Das Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum, das in dieser Veranstaltung vorgestellt wird, hatte daher zwei Ziele. Erstens sollten Zusammenhänge von Homonegativität mit anderen Eigenschaften und Einstellungen bei Jugendlichen erkundet werden. Dazu zählten beispielsweise Religiosität, Migrationshintergrund und Auffassung von Geschlechterrollen. Zweitens sollte die Effektivität eines Workshops zum Abbau von Homonegativität überprüft werden. Es wurde die Homonegativität der Jugendlichen vor, unmittelbar nach und sechs Wochen nach dem Workshop erfasst. Durchgeführt wurden die Workshops von SchLAu Bochum, einem Projekt der Rosa Strippe e.V. mehr…
Mittwoch 03.09.14, 16:00 Uhr
Eine Stiftung schenkt der Stadt Geld, das sie gar nicht hat!
„Es ist gekommen, wie es kommen musste, die Kosten für den Bau des Musikzentrums werden deutlich höher“, so kommentiert Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste die jüngste Entwicklung um den Bau des Bochumer Musikzentrums. Der Vorgang mache erneut die enormen Schwierigkeiten deutlich, die die Stadt Bochum mit der Finanzierung des Musikhauses hat. Sie seien ein weiterer Beleg dafür, wie mit Tricks und unverantwortlichen Finanzaktionen ein Prestigeprojekt geschaffen werden soll. mehr…
Compania Bataclan gibt, bevor es bundesweit und nach Frankreich auf Tour geht, ein lokales Zwischenspiel im größeren Rahmen beim Bochumer Musiksommer. Seit Gründung der Band 2008, und ihrem ersten Konzert im Sozialen Zentrum in Bochum, hat sich musikalisch und inhaltlich einiges bewegt. Als LiebhaberInnen einer bunten und solidarischen Welt, deren kulturelle Einflüße und Diversitäten einen erheblichen Anteil ihrer musikalischen Performance aus Balkan-Klezmer-franz. Musette-ReggaeSka und afrikanischen Rhythmen heute darstellen, wurde das Programm mittlerweile auch mit Kabarett und Tanzeinlagen ergänzt, welches sich hoher Beliebtheit bei geneigtem Publikum erfreut. mehr…
Nach dem erfolgreichen Start ins Stadtradeln mit der Eselohren-Tour, bietet der ADFC Bochum am Samstag, 6.9. die 2. Bochumer Stadtradeln-Tour als familientaugliche Radtour für alle an: »Die Erzbahn-Zollverein-Runde führt ca. 45 km über die Erzbahntrasse zum Rhein-Herne-Kanal und entlang des Kanals zum Nordstern-Park in Gelsenkirchen. Von dort über die Nordstern-Trasse zur Zeche Zollverein in Essen und zurück über die Zollverein-Trasse Richtung Bochum.Die Tour führt fast ausschließlich über ausgebaute Bahntrassen und Kanalwege. Nur die Anfahrt vom Rathaus bis zum Westpark Bochum führt über Straßen. mehr…
Am Samstag, dem 6. September sind um 20:00 Uhr „Die Grenzgänger“ mit ihrem Programm „Maikäfer flieg! 1914-2014“ zu Gast im Kulturrat in Gerthe. In der Einladung heißt es: »Zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns präsentieren Michael Zachcial und die Bremer Gruppe „Die Grenzgänger“ ein Programm mit Liedern und Gedichten aus dem reichen Fundus des Deutschen Volksliederarchivs in Freiburg. Bearbeitet und vertont im unnachahmlichen Grenzgängerstil, spiegeln sie den Emotionsbogen von anfänglicher Kriegseuphorie über die Grauen der Schützengräben bis zur totalen Desillusionierung und Verzweiflung. mehr…
Noch bis zum 8. September haben FilmerInnen die Gelegenheit, sich an den beiden Wettbewerben des 22. blicke filmfestivals des ruhrgebiets zu beteiligen. Gefragt sind Beiträge von 22 Sekunden zum Online-Sonderwettbewerb „Wie ist das hier? 21+1“, die poetisch, politisch, unterhaltsam oder kritisch auf’s Ruhrgebiet blicken. Gefragt sind außerdem Beiträge, die das Festivalprogramm gestalten: zu jeglichen Themen, gleich welcher Länge. Beiträge zu beiden Wettbewerben können dokumentarisch, fiktional oder experimentell sein. In beiden Wettbewerben gibt es Preise zu gewinnen. Mehr dazu unter www.blicke.org.
Der Bochumer Jugendamtsleiter Dolf Mehring hat auf einer Pressekonferenz der Stadt Bochum mitgeteilt, dass auf der diesjährigen Berufsbildungsmesse die Bundeswehr wieder offen für ihr Kriegshandwerk werben darf. Im letzten Jahr sahen sich SPD und Grüne in Bochum noch gezwungen, der Bundeswehr die Auflage zu machen, bei der Messe nur für ihre „zivilen“ Berufe zu werben. Mit der Militarisierungoffensive des Bundespräsidenten und der Großen Koalition im Rücken glaubt Rot-Grün in Bochum die Kinderkonvention der UN wieder vergessen zu können. Die Konvention verbietet Militärwerbung bei Minderjährigen. Dolf Mehring begründete die Bundeswehr-Werbung mit den Worten: „Uns ist es wichtig, dass jeder Schüler einen Job findet.“ mehr…
Dienstag 02.09.14, 21:22 Uhr
VVN-BdA fordert: die Ehrenbürgerschaft von Hindenburg aberkennen
Der Antrag der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) mit der Forderung zur Aberkennung der Bochumer Ehrenbürgerschaft von Paul von Hindenburg wird demnächst den Rat der Stadt Bochum beschäftigen. Die Stadtverwaltung kündigte eine Stellungnahme zu dem Antrag an. In einer Pressemitteilung der VVN heißt es: „Dem Bürgerantrag sind rund 500 Unterschriften beigefügt. Unter anderem haben allein drei Bochumer Bundestagsabgeordnete den Antrag unterschrieben: Axel Schäfer für die SPD, Fridjof Schmidt für die Grünen und Sevim Dagdelen für Die Linke. Adolf Hitler war immerhin „nur“ bis 1984 Ehrenbürger der Stadt Bochum. Hindenburg wurde 1917 Ehrenbürger der Stadt, nachdem gerade auch unter seinem Oberkommando schon tausende Bochumer als Soldaten umgekommen waren: Für Kaiser, Volk und Vaterland und in Bochum selbst durch den Krieg bedingter Hunger und Krankheiten herrschten. Er wurde später als Reichspräsident Steigbügelhalter Hitlers. Die VVN-BdA Bochum hält es für unerträglich, dass dieser Mann Ehrenbürger der Stadt ist.“ Näheres.
Am Donnerstag, den 4. September wird Michael Mörth um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über den Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und Repression in Guatemala berichten. In der Einladung heißt es: »In Guatemala kam es bis 2013 zu Fortschritten auf der Suche nach Gerechtigkeit; das Ruder wurde zurückgedreht, als die Eliten um ihren Einfluss auf die Richter fürchten mussten. Es begann mit einer Rechtsbeugung des Verfassungsgerichts und bricht heute alle Dämme rechtsstaatlicher Prinzipien: Einflussnahme, Straflosigkeit und Repression kennzeichnen die Justiz, aber auch Opfer und einige Richter und Staatsanwälte, die sich dagegen stemmen. Michael Mörth ist seit über dreißig Jahren Anwalt und lebt seit 18 Jahren in Guatemala. Er ist beratender Anwalt der internationalen Juristenkommission und eines Anwaltsbüro für Menschenrechte und begleitet seit 1998 die Opfer von Menschenrechtsverletzungen und aktueller Repression. «
Die Stadt Bochum ist pleite, hat eine Haushaltssperre verhängt und will nun mit einer äußerst fragwürdigen Dringlichkeitsentscheidung noch vor der nächsten Ratssitzung den bisherigen Beschluss über den Bau des Konzerthauses kippen und für 1,1 Millionen Euro einen Verwaltungstrakt an das Konzerthaus anbauen. Um das Vorhaben in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, hat die Stiftung, die das Konzerthaus sponsert, eine Spende von 600.000 Euro angeboten. Die Beschlussvorlage der Verwaltung ist entgegen der üblichen Praxis nicht im Bürgerinformationssystem veröffentlicht. Zu dem Vorgang erklärt der Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat der Stadt Bochum, Ralf-D. Lange: „Wir als Linke finden dieses Vorgehen im Zusammenhang mit dem Musikzentrum abenteuerlich. Der Kostenrahmen für dieses Leuchtturmprojekt wurde durch einen Ratsbeschluss eindeutig gedeckelt. Wenn jetzt eine private Stiftung noch einmal Geld aufgetrieben hat, dann sollte dies unseres Erachtens dazu dienen, angesichts der prekären Haushaltslage den Anteil der verplanten öffentlichen Gelder entsprechend zu reduzieren oder als Rücklage für die jetzt schon wahrscheinliche Überschreitungen des Baubudgets zu verwenden. Da die Namen der Spender nicht genannt werden, drängt sich der Verdacht auf, dass das Geld von städtischen Gesellschaften kommt. Angesichts der desolaten Haushaltslage wird dadurch indirekt der Haushalt belastet oder das Geld wird über Gebührenerhöhungen, die die BürgerInnen zusätzlich belasten, aufgebracht. mehr…
Äußerst zuFRIEDEN waren am gestrigen Antikriegstag BesucherInnen, Darstellende und OrganisatorInnen mit der Veranstaltung in der Rotunde, zu der der Bochumer DGB und das Friedensplenum eingeladen hatten. Manfred Böll fesselte das Publikum mit seiner Darbietung und Auswahl von zeitlich und stilistisch sehr variantenreichen Texten. Chorrosion zeigte auch in seinem neuen Programm „Gegen den Krieg“, wie überzeugend und künstlerisch gekonnt ein politisch ambitionierter Chor auftreten kann. Der DGB-Geschäftsführer Ruhr-Mark schaffte es schließlich, mit seiner Rede, die mehrfach von Beifall unterbrochen wurde, die gespannte Aufmerksamkeit der BesucherInnen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Jochen Marquardt wörtlich: „Eine Regierungsmehrheit im Bundestag, die am Antikriegstag, an dem Tag, an dem vor 75 Jahren Deutschland den 2. Weltkrieg angezettelt hat, die Lieferung von Kriegswaffen ohne UN-Mandat beschließt, handelt vollständig geschichtsvergessen und unverantwortlich.“
Die nächsten Konzert-Termine von Chorrosion sind auf der Webseite des Chores zu finden. Bilder der Veranstaltung. mehr…
Montag 01.09.14, 11:30 Uhr
Neues Angebot auf der Berufsbildungsmesse der Stadt Bochum:
Auf der diesjährigen Berufsbildungsmesse der Stadt Bochum wird den SchülerInnen in einer Broschüre ein „Berufsparcours“ offeriert: Er „bietet praktische Übungen aus unterschiedlichen Ausbildungsberufen, mit denen Neigungen und Fähigkeiten ausprobiert werden können.“ Im Angebot: Die Ausbildung zum Töten. Die anwesende Bundeswehr testet auf Wunsch die Eignung der BesucherInnen für den Ausbildungsberuf „Soldat-in“. mehr…