Mit einer weiteren Veranstaltung setzt der ver.di Bezirk Bochum-Herne seine kritische Auseinandersetzung mit den Themen »Niedriglohn«, »Lohndumping« und »prekäre Beschäftigung« fort. „Den aktionsorientierten und öffentlichkeitswirksamen Auftakt hatten wir,“ so Gudrun Müller, „mit »Sklavenmärkten« und »Suppenküchen für Beschäftigte« am 24. Februar in Bochum und Herne eindrucksvoll bestritten. Zuvor hatte das Thema bereits bei mehreren öffentlichen Aktionen im zurückliegenden Herbst eine Rolle gespielt. Nun will ver.di das Thema weiterbearbeiten. In der Diskussionsveranstaltung am Samstag, 09. April 2011 soll es darum gehen, die Situation vor Ort in Bochum und Herne genauer zu analysieren sowie Alternativen und Gegenstrategien zu entwickeln. Als fachkundiger Referent wird Dr. Manfred Wannöffel, Leiter der Kooperationsstelle RUB/ IGM zur Verfügung stehen.“ Das Diskussionsforum beginnt um 10.00 Uhr im ver.di Bezirk Bochum (Universitätsstr. 76; zu erreichen mit der U 35/ Haltestelle: Waldring) und soll gegen 14.00 Uhr enden. Die Einladung mit weiteren Details.
Die geplante Verdoppelung der Gebühren der Jahreskarten für den ermäßigten Tarif bei Veranstaltungen des Planetariums lehnt die Linksfraktion Bochum ab. SchülerInnen, Studierende und Hartz-IV-Betroffene konnten sich bisher für 15 € eine Jahreskarte kaufen, demnächst sollen sie 30 € bezahlen. So lautet ein Beschlussvorschlag der Verwaltung für die Ratsitzung am kommenden Donnerstag. „So kann man nicht mit den Menschen umgehen“, findet Ratsfrau Aygül Nokta. „Sicherlich müssen Eintrittspreise auch mal angepasst und erhöht werden. Aber wie soll einem Hartz-IV-Bezieher vermittelt werden, dass sie oder er mit einem Schlag das Doppelte bezahlen soll. Das ist unverhältnismäßig und deshalb lehnen wir diesen Vorschlag ab.“
Am Montag dieser Woche waren – nach der großen Demonstration in Essen und trotz des drohenden schlechten Wetters – mehr als 50 Menschen zur Mahnwache gegenüber dem Hauptbahnhof gekommen. In mehreren Redebeiträgen wurden die Parallelen zwischen der Atomtechnologie und der Informationspolitik in Japan und der BRD dargestellt. Es gab Aufrufe und Tipps den Stromanbieter und die Bank zu wechseln. Die nächste Mahnwache ist am Montag, dem 11. April um 18.00 Uhr an der selben Stelle. Wegen des Fußballspiels wird die Mahnwache besonders pünktlich durchgeführt.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden und Internationale Politik der Linkspartei tagt am Wochenende im Bahnhof Langendreer. Themen dieser öffentlichen Veranstaltung sind u.a. „Tunesien, Ägypten, der Beginn der neuen arabischen Revolution und die Rolle Europas“, „Globale Lage und friedenspolitische Herausforderungen für die Linke“, „Wie kommen wir zur Auflösung der NATO?“, „Bundeswehr – Eine Einsatzarmee (Auslandseinsätze/Blauhelmeinsätze)?“. Näheres.
Inzwischen liegt auch die Rede von Heiner Möllers, Vorsitzender der BI „Kein Atommüll in Ahaus“, auf der Anti-RWE-Demo am letzten Samstag in Essen vor. Er sagt u. a.: „Auch NRW ist Atomland! In Gronau die Urananreicherung, in Almeloe(NL) ca 20 km westlich eine weitere Urananreicherungsanlage, in den Niederlanden das AKW Borsele, dort laufen zur Zeit Verfahren die Anlage zu erweitern und neue Anlagen zu bauen, die AKW in Belgien, ein Unfall dort könnte auch große Teile NRW verstrahlen, die Kernforschungsanlage Jülich, die GNS Duisburg, dort werden leicht- bis mittelradioaktive Abfälle konditioniert und das BZA in Ahaus, alleine die genehmigte Menge leicht- bis mittelradioaktiven Abfalls überschreitet die Gesamtmenge dessen, was in der Asse eingelagert wurde! Deshalb haben wir im Rahmen des bundesweiten Aktionstages am 25.04. für uns entschieden: Wir gehen nach Gronau, um dort am Ostermontag die näxte große NRW Demo und Ostermarsch zu machen.“ Die vollständige Rede.
Dokumentiert: Abschalten – sofort – weltweit! Ruhrgebietsweite Großdemonstration in Essen, 2. April 2011
Ich bringe Euch kämpferische, solidarische und natürlich auch ganz herzliche Grüße von den Initiativen aus dem Münsterland: AKU Gronau, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, BI Kein Atommüll in Ahaus und die Gruppe sofa aus Münster, um nur einige zu nennen. Wir sind entsetzt, was den Menschen in Japan geschehen ist und was Ihnen evtl. noch zu geschehen droht. Wir sind empört und wütend darüber, wie der Filz aus Regierung und Betreibern in Japan von Anfang an versucht hat, diese Katastrophe zu verharmlosen und klein zu reden. Zu Lasten der Weltöffentlichkeit, vor allem aber zu Lasten Ihrer eigenen Bürger. Das zeigt sich aktuell auch in der Weigerung der Behörden, den Evakuierungsradius zu erweitern. mehr…
Am Donnerstag, den 7. April findet in der ev. Stadtakademie eine Veranstaltung zum Thema „Militärstrategie der Bundesrepublik“ statt. Referenten sind u.a. Tobias Pflüger und Andreas Zumach, der auf die aktuellen Ereignisse in Libyien eingehen wird. Die Tagung ist vom Appell: „Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan“initiiert, die von Jürgen Link (kultuRRevolution), Siegfried Jäger (DISS) und Hartmut Dreier (Amos) im vergangen Jahr gestartet wurde. Näheres.
Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. sucht für den Arbeitsbereich „Psychosoziale Arbeit mit Überlebenden von Folter und Krieg“ in ihrer Geschäftsstelle in Bochum zum 01. Mai 2011 eine neue Mitarbeiterin / einen neuen Mitarbeiter. Die Stellenausschreibung.
In ihrer aktuellen Ausgabe dekonstruiert die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung den Mythos angeblich apokalyptischer Raumnot bei den Geisteswissenschaftler_innen an der Ruhr-Uni: Anhand des mit einem zweifachen Doppelumzug verbundenen Rauswurfs zweier Fachschaftsräte aus ihren Räumlichkeiten wird die künstliche Raumverknappung nicht nur als Schlag ins Gesicht der Studierenden entlarvt, sondern mutmaßlich auch als verdeckte Kampagne zur Stimmungsmache für eine rigorose Campussanierung und -erweiterung (zum Artikel). mehr…
Zu dem von der Sparkasse Bochum kürzlich bei einem Pressegespräch vorgestellten Bericht für das Geschäftsjahr 2010 hat die Soziale Liste im Rat zahlreiche Fragen: »Aus dem Bericht, der bisher dem Rat nicht vorgelegt wurde, soll hervorgehen, dass 11,5 Mio. Euro als Gewinnausschüttung an die Stadt gehen, weitere 16,5 Mio. Euro sollen als Gewerbesteuervorauszahlung gezahlt werden. Außerdem wurde bekanntgegeben, dass 3,9 Mio. Euro an Spenden, Sponsoring und Ausschüttungen durch die Sparkasse geleistet wurden. Weitere 5,2 Mio. Euro soll die Sparkasse für die Sanierung der WestLB zurückgelegt haben. Zu diesem Themenkomplex hat die Soziale Liste im Rat in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses eine schriftliche Anfrage gestellt, deren Fragen wir dokumentieren: mehr…
Am Montagabend ist die Veranstaltungsreihe des Bündnis gegen Rechts gestartet, die unter dem Thema „Sarrazynismus“ unterschiedliche Aspekte des Rechtspopulismus beleuchtet. Wolfgang Dominik referierte über „Sarrazin –ein deutscher Skandal oder Normalität?“ Er stellte seinen Ausführungen die These voran: „Die kapitalistische Klassengesellschaft beruht auf der Massenakzeptanz von sozialer Ungleichheit, bedingt durch den Antagonismus von Kapital und Arbeit. Soziale Ungleichheit und Ungleichwertigkeit werden ideologisch begründet durch geschlechtsspezifische, kulturelle, biologische, ethnische, religiöse, physische, psychische Differenzen, die vorgeschoben werden, konstruiert werden.“ LinksDiagonal aus Essen hat das Referat aufgezeichnet und als mp3-file veröffentlicht. Das Manuskript als PDF-Datei.
Am Mittwoch, den 6. April gastieren um 20.30 Uhr Soul Cookin‘ im Biercafé am Shakespeareplatz. Die Einladung verspricht “ einen raffinierter Eintopf für Soul-Liebhaber, der den milden Geschmack einer akustischen Band und die scharfen Grooves der Motown Ära zu einem unvergesslichen Ohrenschmaus vereint.“ Als „Zubereitung für Soul Cooking“ wird verraten: „Das feingehackte Schlagzeug und den fetten Bass in heißem Sound scharf anbraten. Mit dem Saft der frisch gepressten Gitarre veredeln und die groovige Masse vor Ende der Garzeit mit einer Prise Soul – Gesang abschmecken. Den Eintopf auf leiser Flamme ca. 1 ½ – 2 Stunden kochen lassen.“ mehr…
Am Freitag, den 8. 4. um 20.00 Uhr lädt der Bochumer Kulturrat in Gerthe zu einer Lesung mit Reinhard Junge ein: »Bekannt wurde er durch Kriminalromane wie „Das Ekel von Datteln“, „Straßenfest“ und „Glatzenschnitt“, in denen Skandalöses und Absurdes aus dem Innenleben der Ruhrgebietsstädte als Vorlage diente. Zur „Kulturhauptstadt 2010″ veröffentlichte er zusammen mit Leo P. Ard den Erzählband „Mordsschnellweg“, in dem etliche Städte des Reviers ihr „Fett“ abbekommen. Zur Zeit absolviert der 64-jährige sein letztes Jahr an einem Wattenscheider Gymnasium und denkt schon während der Abschlussarbeiten an seinem Krimi „Achsenbruch“ mit großer Vorfreude über einen (literarischen) Mord im Schulministerium nach . . . mehr…
Am 15.-17. April findet in Bochum ein Treffen zu den Themen „Gender, Antirassismus sowie Tierbefreiung“ statt. In der Einladung heißt es: »Egal wie wir aussehen oder wo wir herkommen; egal ob wir ein oder zwei oder gar kein Geschlecht haben; egal welcher Spezies wir angehören – ähnlich starke Bedürfnisse verdienen ähnlich starke Berücksichtigung. Und genau damit wollen wir uns vom 15.-17. April 2011 in Bochum in Form eines herrschaftskritischen Workshopwochenendes intensiv beschäftigen.« Näheres.
Die Soziale Liste schriebt in einer Pressemitteilung: »„Die Finanzierung der Bau-, der Betriebs- und Folgekosten für das geplante Konzerthaus/Musikzentrums sind ungeklärt, es gibt nur Vermutungen und keine belastbaren Zahlen“, sagte Nuray Boyraz in ihrer Rede in der Ratssitzung am 9. März und begründete so die Ablehnung der Beschlussvorlage „Realisierung des Musikzentrum Bochum“ durch die Soziale Liste. Wie unsicher die Finanzierung des Konzerthauses ist, macht jetzt die Stiftung Bochumer Symphonie in einem Brief an die Spenderinnen und Spender vom 30. März 2011 deutlich. Entgegen der bisherigen Erklärung über 14.3 Mio. Spendengelder zu verfügen, heißt es jetzt in dem Schreiben, dass noch 4 Mio. Euro fehlen. mehr…
Am Freitag, den 15. April findet um 19:00 Uhr im Stadtteilzentrum Dahlhausen der IFAK, Am Ruhrort 14 eine Veranstaltung des „DDR Kabinett Bochum“ statt. Der Titel: „War die DDR ein Unrechtsstaat? – Ist die BRD ein Rechtsstaat?“ In der Einladung heißt es: »Das Wort „Unrechtsstaat“ bezeichnet, ebenso wie das des „Schurkenstaates“, keinen völkerrechtlich definierten Begriff. Es sind Worte, mit denen gegnerische Staaten nicht absichtslos denunziert werden. Ist das Urteil gefällt, dann kann mit ihren Repräsentanten und Bürgern nach Belieben verfahren werden. „Unrechtsstaat“ – das klingt nach illegitimer Herkunft. mehr…
Das Frühjahr naht und damit auch der Fledermausbeobachtungsabend des Arbeitskreises Umweltschutz Bochum. In der Einladung heißt es: »Am 08.04.11 ist es wieder soweit. Um 20.00 Uhr treffen sich alle an Fledermäusen interessierte Kinder am Ümminger See/Parkplatz Suntums Hof. Für Kinder ab 6 Jahre und ihre Eltern besteht wieder die Möglichkeit Fledermäuse aus der Nähe zu erleben. Bis zum Auftauchen der ersten Fledermaus erfahren die Kinder und Eltern in einem Frage-Antwort-Spiel viel Erstaunliches und Wissenwertes über diese faszinierenden, geheimnisvollen Tiere. mehr…
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts koordiniert eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Argumente gegen Sarrazynismus“. In einer Pressemeldung heißt es: „An drei Abenden haben die jeweiligen VeranstalterInnen Referenten eingeladen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln Sarrazins Rassismus und Sozialdarwinismus näher beleuchten. Das Bündnis gegen Rechts ist davon überzeugt, dass man diese Debatte nicht versachlichen kann, denn nichts an ihr ist richtig. Wir akzeptieren schlicht keine Haltung, die gesellschaftliche Verhältnisse nach Kosten-Nutzen-Erwägungen durchrechnet und Arme und MigrantInnen zur Ausschusspopulation erklärt. Daher möchte das Bündnis der fatalen Entwicklung, die sich unter dem Stichwort “Sarrazin“ in der Mitte der Gesellschaft vollzieht, verschiedene Gesichtspunkte und Argumentationsstränge entgegen setzen. mehr…
Azzoncao, ein Polit-Café schreibt: »Am Freitag, den 1. April 2011 waren ca. 150 Flüchtlinge von ihrer ehemaligen Unterkunft am Westfalendamm in die DoGeWo-Siedlung zwischen Lütgen-Dortmund und Bochum-Werne verlegt worden. Dies nahmen am gestrigen Samstag, den 2. April 2011, rund 100 Nazis zum Anlass gegen die neue Flüchtlingsunterkunft im „Grevendicker Feld“ zu demonstrieren. Seit Mitte Januar hatten die Dortmunder Nazis, rund um die so genannten „Autonomen Nationalisten“ des Nationalen Widerstand Dortmunds, die Verlegung der Flüchtlinge zum Anlass genommen in Lütgen-Dortmund völkische und rassistische Hetze zu betreiben. Sie verteilten Flugblätter, klebten Plakate und Aufkleber und saßen mit ca. 25 Kameraden der NPD und der ANs in einer Bürgerversammlung im evangelischen Gemeindehaus, als es eine öffentliche Diskussion über die Verlegung gab. mehr…
Dokumentiert: Abschalten – sofort – weltweit! Ruhrgebietsweite Großdemonstration in Essen, 2. April 2011
(Der Text ist die Rekonstruktion einer freien Rede.)
Liebe Gegner und GegnerInnen der Atomenergie,
liebe Gegner und GegnerInnen von RWE!
Schaut auf diesen Turm von RWE. Er ist das Phallussymbol der Atommacht in Deutschland.
Die Klage von RWE gegen die vorübergehende Stilllegung von Biblis A ist nicht nur eine Kampfansage an die Anti-Atom-Bewegung, nein, sie ist eine Kampfansage an die Mehrheit der Bevölkerung; sie will, wie die Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gezeigt haben, raus aus der Atomenergie. mehr…
Dokumentiert: Abschalten – sofort – weltweit! Ruhrgebietsweite Großdemonstration in Essen, 2. April 2011
wir sind heute hier weil wir nicht länger bereit sind das Restrisiko von Atomanlagen zu tragen. Wir wollen, dass die Politik endlich begreift: Fukushima ist überall und könnte auch Biblis, Krümmel oder Grafenrheinfeld heißen. Und TEPCO könnte auch RWE, Vattenfall oder E.ON heißen. Dafür braucht es weder ein Erdbeben noch einen Tsunami, sondern nur einen Notstromfall, der schlecht ausgeht. mehr…
Am Montag finden erneut bundesweit Mahnwachen unter dem Motto statt: „Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt!“. In Bochum ist von 18.00 Uhr bis 18.30 Uhr der Ort der Mahnwache der Platz gegenüber dem Hauptbahnhof am Ende der Huestraße.
An der Stadtgrenze von Dortmund zu Bochum in der Stadtsiedlung Grevendicks Feld sind heute 150 Flüchtlingen eingezogen, die bisher in der Kaserne am Westfalendamm untergebracht waren. Die Dortmunder Nazis mobilisieren für morgen um 15.00 Uhr in Lüttgendortmund zu einem Aufmarsch, um gegen die Flüchtlinge zu hetzen. An Gegenaktivitäten ist bisher nichts bekannt. Sozialarbeiter, die die Flüchtlinge betreuen hatten bereits seit längerem für morgen um 15.00 Uhr zu einem Grillfest in der Siedlung eingeladen, um die neuen NachbarInnen willkommen zu heißen. Wahrscheinlich ist das der beste Treffpunkt, um sich den Nazis entgegen zu stellen.
Die Auftaktkundgebung der morgige Anti-Atom-Demo in Essen findet direkt vor dem Hauptbahnhof auf dem Willy-Brandt-Platz statt. Nahverkehrszüge aus Bochum fahren um 11.56 Uhr, 12.14 Uhr, 12.19 Uhr, 12.33 Uhr. Wer den Luxus liebt, kann den ICE um 12.24 nehmen. Wer es langsam mag, kann in die S-Bahn um 12.16 Uhr steigen. Die Wetterprognose verspricht für Morgen den ersten Sommertag des Jahres. Sonnenschutz und Kopfbedeckung sind also dringend angeraten. Wer beim anschließenden Gang durch Essen Richtung RWE-Zentrale nichts dem Zufall überlassen will, sollte Ausschau halten, wo der beste Platz ist. Rhythmus-Fans sollten nach der 40-händigen Samba-Gruppe Ausschau halten. BlechfreundInnen sollten aufpassen, wo sich Atemgold 09 aufstellt. Rhythmus- und Musik-BanausInnen sollten in der Nähe eines der drei Lautsprecherwagen bleiben, die über weitere Anti-AKW-Aktivitäten informieren.
Die Organisation einer solchen Großdemonstration kostet einige Tausend Euro. Das Spendenkonto lautet: Ludwig Quidde Forum, BLZ 36010043, Kto-Nr. 7971432, Stichwort: Demo in Essen.
„Die von der Unternehmensleitung der Adam Opel AG angedrohten, betriebsinternen Kündigungen müssen verhindert werden. Vollkommen uneinsichtig ist weiterhin, wieso der Konzern 1 255 Stellen in Bochum abbauen will. Dass der geforderte Stellenabbau von dem Unternehmen auf dem ersten Treffen der Einigungsstelle nicht hinreichend begründet werden konnte, spricht Bände über die Beweggründe“ so Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete Der Linken. Dagdelen weiter: „Das Interesse der Beschäftigten am Erhalt ihrer Lebensgrundlage muss endlich schwerer wiegen als das Ziel der Profitmaximierung der Adam Opel AG, und hier sollte auch der Schwerpunkt in der zukünftigen Arbeit der Einigungsstelle liegen. mehr…
Auf der Webseite von LabourNet Germany ist bereits ein Beitrag aus dem nächste Woche erscheinenden GOG-Info veröffentlicht. Er beschreibt, welche Chance die Opel-Beschäftigten haben, sich gegen die angekündigte Massenentlassung zu wehren: »Auf keinen Fall darf der Betriebsrat jetzt einer Vereinbarung „Interessenausgleich“ zustimmen, wo Namenslisten oder eine Altersgrupenauswahl festgelegt werden. Dabei geht es nämlich nur um die Spaltung der Belegschaft in Jüngere, Ältere, mit oder ohne Kinder usw. Keine einzige Kündigung ist zu rechfertigen! Dabei wissen die Opel-Bosse genau: stimmt der BR nicht zu, dann müsste Opel 1.200 Einzelkündigungen aussprechen und dabei jede einzeln begründen, mitsamt dem Risiko, bis zu 1.200 langwierige Kündigungschutzklagen am Hals zu haben!!! Aktuell haben die Manager jetzt nur ein Ziel : Druck, damit möglichste viele von uns weich werden und sich mit den zu geringen Abfindungsangeboten raussetzen lassen! Auf Druck hilft bekanntlich am besten: Gegendruck!“ Der Beitrag im Wortlaut. Der Beitrag im Wortlaut.
Die Linksfraktion in der Bezirksvertretung Ost hat folgende Anfrage an die Verwaltung gestellt: Dem Kriegerdenkmal Unterstraße / Alte Bahnhofstraße wurde im November des letzten Jahres der steinerne Kopf entfernt. Das Denkmal steht auf dem Grundstück und ist im Besitz des Vereins „Ehrenmal-Vereinigung“. Dieses Denkmal hat in der Vergangenheit immer wieder Widerspruch in der demokratischen Öffentlichkeit hervorgerufen. Ursächlich dafür ist vor allem die Inschrift im hinteren Teil des Denkmals: „Einst kommt der Tag, da alle Welt euren Ruhm verkünden wird“. Vor diesem Hintergrund fragt die Fraktion Die Linke in der Bezirksvertretung Bochum Ost: mehr…
Am Mittwochabend wurde an der Ruhr-Uni Bochum (RUB) ein neuer Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) gewählt. Bei den Parlamentswahlen Ende Januar war die aktuelle Koalition bestätigt worden. Wie in den vergangenen drei Jahren stellen die Grüne Hochschulgruppe (GHG), die Linke Liste (LiLi), Schöner Wohnen in Bochum (SWIB) und die alternative liste (al) die politische Vertretung der RUB-Studierenden. Neue AStA-Vorsitzende ist Laura Schlegel (Foto) von der GHG. Für sie votierten 19 der 35 Abgeordneten im Studierendenparlament. Die 22jährige Studentin war zuvor als Referentin für Hochschul- und Bildungspolitik im AStA tätig. Neuer Finanzreferent ist Jannis Lülf (LiLi). Er erhielt 20 Stimmen. „Ich freue mich auf die großen Aufgaben, die nun auf mich und den ganzen AStA warten“, erzählt Laura Schlegel. „Dazu gehören die Stärkung der Mitbestimmung der Studierenden, die Abschaffung des Master-NC, eine ökologische Umsetzung der Campussanierung, das Engagement gegen Tierversuche sowie das Anbieten alternativer und kritischer Veranstaltungen.“
Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bochum bleibt auch im März bei seiner kritischen Einschätzung der monatlichen Arbeitslosenzahlen. In einer Pressemitteilung heißt es: »Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr sei einem Projekt geschuldet, Arbeitsvermittlung zu privatisieren. „Das Projekt läuft aus, der Versuch ist grandios gescheitert, denn die Menschen sind weiterhin arbeitslos. Die Privatisierung von Arbeitslosen führt jetzt zum Anstieg der Zahlen, da diese Menschen vorher nicht mitgezählt wurden. Es wurden erhebliche Beitragsmittel verpulvert, ohne den Menschen zu helfen, “ schimpft DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. „Einzig ein Bochumer Institut hat daran verdient“ mehr…
Das Anti-Atomkraft-Bündnis Ruhrgebiet ruft zu einer Großdemonstration am kommenden Samstag um 13.00 Uhr in Essen auf, dem Sitz von RWE, des zweitgrößten Atomkonzerns in Deutschland, und weiterer ins Atomgeschäft verstrickter Unternehmen. Der Aufruf. Das Motto der Demonstration ist: „Abschalten – sofort – weltweit!“ Die Kundgebung und Demonstration findet ihren Abschluss und Höhepunkt mit einem geräuschvollen Atom-Alarm und der symbolischen Umzingelung der RWE-Zentrale.
Das Programm der Auftaktkundgebung am Willy-Brandt-Platz am Hauptausgang des Hauptbahnhofs eröffnet die revitalisierte Mobile Einsatzkapelle (MEK). Als RednerInnen sind dann zu hören: Björn Ahaus (Greenpeace Ruhrgebiet), Heffa Schücking (Urgewald e.V.), Dr. Ingo Bonde (IPPNW) und Heiner Möllers (Bürgerinitiative Kein Atommüll in Ahaus).
Am Dienstag den 5. April findet um 20:00 Uhr im Bahnhof Langendreer die nächste Lesung in der Reihe WortWelten statt. Nii Parkes aus Ghana liest aus seinem Roman: Die Spur des Bienenfressers. In der Ankündigung heißt es: »Das Klischee von den zwei Welten, die aufeinanderprallen, muss hier benutzt werden: Nii Parkes, gleichermaßen in London und Accra zuhause, hat einen ebenso ungewöhnlichen wie spannenden Kriminalroman geschrieben: Kayo Odamtten, ein Städter, der in England ausgebildet wurde, beherrscht alle modernen gerichtsmedizinischen Techniken – aber die Polizei von Accra lehnte die Bewerbung „des Studierten“ ab. Als sie bei einem mysteriösen Fall in einem entlegenen ghanaischen Dorf dann doch seine Hilfe benötigt, hat er keine Wahl: Er soll nicht nur ein Verbrechen aufklären, sondern auch einen Fall mit internationalem Hintergrund feststellen, um damit den weiteren Aufstieg des Polizeichefs in der Hierarchie zu sichern… mehr…
Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel schreibt über den heutigen Auftakttermin bei der Einigungsstelle, die zur Vermittlung bei der geplanten Entlassungswelle bei Opel angerufen wurde: »Am Mittwoch, 30. März 2011, fand ein erster Auftakttermin der Einigungsstelle statt. Dieser Termin war notwendig geworden, nachdem die Arbeitgeberseite am 16. März 2011 überraschend einseitig die internen Verhandlungen abgebrochen hatte. Dieses erste Gespräch der Einigungsstelle wurde von Herrn Martin Bertzbach, Präsident des Landesarbeitsgerichts Bremen, a.D. geleitet. In diesem ersten Gespräch wurden die unterschiedlichen Positionen ausgetauscht. Schnell wurde deutlich, dass der Arbeitgeber bisher nicht in der Lage war, den von ihm geforderten Personalabbau von 1.255 Mitarbeitern bis Ende 2011 plausibel und schlüssig zu begründen. mehr…