Archiv für das Jahr: 2010


Donnerstag 12.08.10, 13:31 Uhr
Offenes Infomeeting der Anonymen Alkoholiker

Anonym aber nicht unsichtbar

Am Dienstag, den 17. August findet von 19.30 – 21.30 Uhr im Hans-Ehrenberg-Haus in der Dibergstraße 46 ein offener Informationsabend der Anonymen Alkoholiker (AA) Bochum und Wattenscheid statt. Bei diesem offenen Meeting will die AA-Gruppe, die sich immer dienstags in diesen Räumlichkeiten trifft, über die Arbeit der Anonymen Alkoholiker informieren. „Wir sind anonym, aber nicht unsichtbar“ so lautet ein Motto der Selbsthilfegruppe für Alkoholkranke. Was es mit der Anonymität auf sich hat, wie solch ein „meeting“ abläuft, warum das 12-Schritte-Programm schon vielen geholfen hat, warum Alkoholismus eine Familienkrankheit ist und was ich als Angehörige/r tun kann – diese und viel mehr Fragen werden bei diesem Infoabend beantwortet. mehr…


Donnerstag 12.08.10, 13:25 Uhr
Soziale Liste sieht viele offene Fragen

Deponie Marbach ist bedenklich

Die Soziale Liste im Rat kritisiert die Verwaltung der Stadt Bochum sowie die Bezirksregierung in Arnsberg wegen des bisherigen Verlaufes des Verfahrens zur Wiederinbetriebnahme der ThyssenKrupp-Deponie Marbach. Insbesondere moniert die Soziale Liste, das alle Reststoffe von der ThyssenKrupp Schlackenaufbereitungsanlage an der Römerstraße in der geplanten Deponie Marbach entsorgt werden sollen. Weiterhin wird von dem kommunalen Wahlbündnis bemängelt, dass keine Standortalternativen geprüft worden sind, sondern von vornherein lediglich nur über die Reaktivierung der stillgelegten Deponie verhandelt worden ist.  In der Mitteilung heißt es weiter: mehr…


Donnerstag 12.08.10, 13:18 Uhr
Linksfraktion mahnt anderes Finanzmanagement der Stadspitze an

Über 10 Millionen verzockt?

Seit einiger Zeit versucht die Kämmerei der Stadt Bochum, durch kurzfristige Zinsbindungen und Verschuldung in Fremdwährungen die Zinszahlungen der Stadt zu drücken. Das lehnt die Linksfraktion  im Rat ab. In einer Pressemitteilung heißt es dazu: „Insbesondere die Verschuldung in Fremdwährungen ist risikoreich und spekulativ, da zu dem Zinsänderungsrisiko auch noch das Risiko von Wechselkursschwankungen kommt. Seit Ausbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die Unsicherheit an den internationalen Märkten deutlich erhöht. mehr…


Mittwoch 11.08.10, 22:00 Uhr

18. Blicke – Filmfestival des Ruhrgebiets

Vom 25. bis 28. November läuft im Bahnhof Langendreer wieder blicke als regionales Festival für Videos, Film und Medienkunst. Bis zum 18. September können AutorInnen ihre Beiträge einreichen. Zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen sind „alle Filmemacherinnen und -macher, die eine Verbindung zum Ruhrgebiet haben: Sie wohnen hier, sind hier geboren, haben hier gedreht oder thematisieren einen Aspekt der Region. Gesucht werden vor allem Produktionen, die einen persönlichen Stil zum Ausdruck bringen. Zugelassen sind Video- und Filmarbeiten aller Genres, aller gängigen Formate und in jeder Länge.“ Das Festival versteht sich „als Forum der expliziten Auseinandersetzung mit dem Ruhrgebiet, gleichermaßen interessiert an Filmen, die aus der Binnensicht heraus gedreht sind oder die den Blick von außen zeigen.“


Mittwoch 11.08.10, 13:00 Uhr
18. September: Großdemonstration in Berlin

Atomkraft: Schluss jetzt!

Die Anri-Atom-Initiative ausgestrahlt schreibt auf ihrer Webseite: „Nach dem aktuellen Zeitplan der Berliner Chaos-Koalition soll der Bundestag im September über ein sogenanntes Energiekonzept entscheiden – ein Mäntelchen, das den geplanten Weiterbetrieb der Atomkraftwerke decken soll. Am Samstag, 18. September, organisieren .ausgestrahlt und andere Organisationen deswegen eine Großdemo gegen Atomkraft in Berlin. Unsere Botschaft: Atomkraft? Schluss jetzt!“ Dazu werden auch Sonderzüge nach Berlin fahren. Einzelheiten stehen noch nicht fest. Einer der Züge wird auch in Dortmund halten. Näheres. Für aktuelle Anti-Atomnews empfiehlt das Bochumer Anti-Atom-Plenum: http://www.contratom.de


Dienstag 10.08.10, 13:00 Uhr
DGB Bochum legt Auswertung vor:

Arbeitsmarktrisiko der Leiharbeitskräfte 1

Der DGB Ruhr Mark schreibt: »In Bochum haben die Verleiher im vergangenen Jahr massiv Arbeitsplätze abgebaut. 1.284 Leiharbeitsverhältnisse bzw. 26 Prozent der Arbeitsplätze gingen in der Branche in nur 12 Monaten verloren. In der Wirtschaft der Stadt insgesamt gingen nach Berechnungen des DGB hingegen lediglich 1,7 Prozent der sozialversicherten Jobs durch die Wirtschaftskrise verloren. Das tatsächliche Entlassungsrisiko der Leiharbeitskräfte sei – so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund – sogar noch weit größer. Großteils seien die Arbeitsverhältnisse nur auf einige Monate befristet, so dass oftmals instabile Erwerbsbiografien mit wiederkehrenden Phasen der Arbeitslosigkeit drohen. Nach DGB-Berechnungen mussten sich in 2009 insgesamt sogar 1.687 Leiharbeitskräfte arbeitslos melden. Innerhalb eines Jahres seien damit die Leiharbeitskräfte an rd. 50 Prozent der Arbeitsplätze ausgetauscht worden. Heuern und Feuern sei bei den Verleihern leider immer noch an der Tagesordnung und das Risiko der Arbeitslosigkeit in keiner anderen Branche größer. „Wer vor der Leiharbeit arbeitslos war, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nach der Leiharbeit und nicht selten auf Hartz IV angewiesen“, erklärte Hermund. mehr…


Dienstag 10.08.10, 13:00 Uhr
Zur Urteilsbegründung im Tortenprozess

Polizeieinsatz und Gewaltverhinderung??? 1

Ein Kommentar von Hella Eberhardt, Fraktionsgeschäftsführerin der Linken im Rat
Zu diesem unglaublichen Prozess und seinem Ausgang ist schon sehr viel Richtiges und Wichtiges geschrieben worden. Ich möchte an dieser Stelle auf das immer wieder gezeichnete Bild der „gewaltbereiten Linken“ eingehen. In der Urteilsbegründung heißt es: „Nur durch starke Polizeipräsenz und rigorose Absperrmaßnahmen der Polizei konnten Straftaten verhindert werden.“ Durch Fakten wurde diese Behauptung weder in der schriftlichen Urteilsbegründung noch in der mündlichen Verhandlung untermauert. mehr…


Dienstag 10.08.10, 11:00 Uhr
Zur World Press Photo-Wanderausstellung in Bochum:

Soziale Liste kritisiert Abbruch 2

Die Soziale Liste im Rat kritisiert den Abbruch der weithin beachteten World Press Photo-Wanderausstellung, die in Bochum, am 27. Juli 2010 im Hauptbahnhof eröffnet und schon nach drei Tagen abgebrochen und abgebaut wurde und schreibt: »Die beiden Ratsmitglieder Günter Gleising und Nuray Boyraz finden dies empörend, vor allem, weil dies offensichtlich auf Veranlassung des Ordnungsamtes der Stadt Bochum geschehen ist. mehr…


Montag 09.08.10, 20:00 Uhr

Neuauflage des Romans ‚Brennende Ruhr‘

Im RuhrEcho Verlag Bochum ist eine Neuauflage von Karl Grünbergs „Brennende Ruhr – Roman aus der Zeit des Kapp-Putsches“ erschienen. In einer Mitteilung des Verlages heißt es: »„Brennende Ruhr“ macht ein Stück Geschichte des Ruhrgebietes anschaulich. Das Buch gehört zu dem Selbstverständnis des Ruhrgebiets, von dem neuerdings so häufig geredet wird. Das Werk Grünbergs ist ein Zeitdokument auch deshalb, weil der Roman noch in der Zeit der direkten Auseinandersetzung und Bewertung der Geschehnisse von 1920 geschrieben wurde. Nach dem reaktionären Putsch standen im Ruhrgebiet hunderttausende Arbeiter auf, um die Republik zu verteidigen. Einmal aktiv geworden, wollten sie aber mehr als nur das Erreichte verteidigen. Daraus wurde der größte bewaffnete Arbeiteraufstand in der Geschichte Deutschlands. Tragisch ist das Ende, als mit dem Segen der Reichsregierung ausgerechnet jene Kräfte, die zuvor noch geputscht hatten, die Arbeiter grausam bestraften und ihre Emanzipationsversuche zerschlugen. mehr…


Montag 09.08.10, 19:00 Uhr

BP: Go for Green?

Greenpeace Logo zur

Das Siegermotiv in einem Greenpeace Wettbewerb für ein neues Logo für BP, "das zeigt, wofür der Ölmulti wirklich steht."

Die Bochumer Linkspartei schreibt: »Mit „Go for Green“ wirbt die Bundeszentrale der BP in Bus und Bahn derzeit in Bochum für eine Ausbildung in ihrem Konzern. Dies klingt in Anbetracht der derzeitigen Ausbildungssituation zynisch, weil verschleiert wird, dass es hier um einen Berufseinstieg bei dem größten Ölverpester aller Zeiten geht. Dort wo grün drauf steht, ist nicht immer grün drin. Die derzeitige Lethargie der breiten Öffentlichkeit scheint dem Umstand geschuldet, dass die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko für viele zu abstrakt geblieben ist. Diese Problematik wird noch dadurch verstärkt, dass sich diese Katastrophe nicht allein auf BP/Aral reduzieren lässt. Ein Boykott, der sich nur auf BP/Aral richtet, verkleinert das Problem. Die Verantwortung betrifft alle Mineralölkonzerne sowie jede und jeden, der sein Auto betankt. Hierzu erklärt der Sprecher Sebastian Michaelis des Kreisverband Die Linke Bochum:
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Montag 09.08.10, 07:31 Uhr
Entdecke deine Stadt und ihre unbekannten Klangkörper!

Das Ding auf dem Husemann-Platz

Seit vielen Jahren rätseln Bochumer BürgerInnen, was eigentlich „das Ding“ (Foto) unmittelbar vor der Husemann-Gedenktafel für eine tiefere Bedeutung hat. Der Autor dieser Zeilen hielt diese Ungewissheit nicht länger aus. Bei seinen Stadtführungen „Bochum im Faschismus“ wurde er, wenn die TeilnehmerInnen vor der Gedenktafel standen, immer wieder nach dem Zusammenhang von diesem Klotz mit Husemann oder dessen sonstigem Sinn gefragt. Immer wieder musste er seine Unkenntnis eingestehen. Auch die vielen LehrerInnen, die an den Stadtrundgängen teilnahmen, z.T. sogar mit der Fakultas Kunst und das meistens sogar für die Sekundarstufe II, konnten sich nur mit der sowieso mangelhaften LehrerInnenausbildung entschuldigen. Also begann der „Stadtführer“ mit seiner Recherche. Erste Station: Verschiedene städtische ParlamentarierInnen. Aber niemand wusste, was soll es bedeuten. Falls nicht nur totale Verwirrung darüber aufkam, warum man/frau denn wissen will, was da so in der Stadt rumsteht, reichten die Vermutungen von „Sirene für den unter dem Husemann-Platz ins Parkhaus integrierten Atombomben-Bunker“ bis „Entlüftungssystem für das Parkhaus“. Auch als Teil der Husemann-Gedenkplatte wurde „das Ding“ eingeordnet, also irgendwie als Kunst. mehr…


Sonntag 08.08.10, 08:30 Uhr

Fußball in Bochum: lieb und teuer

Benedikt Reichel hat in den Ruhr Nachrichten einmal nachgerechnet, was die Stadt Bochum für die Ausrichtung der beiden FIFA Turniere im Frauenfußball zahlen muss: „Etwa 2,8 Millionen Euro sind für die beiden Frauen-Weltmeisterschaften in Bochum eingeplant. Vor allem für notwendige Umbauten am Stadion. Auf der Einnahmenseite sieht es vergleichsweise dürftig aus. Inklusive der Landeszuschüsse rechnet selbst die Stadtverwaltung mit kaum mehr als 200.000 Euro. Unterm Strich ein Minusgeschäft mit einem Defizit von mehr als 2,5 Millionen Euro.“
Die Herrenfußballmannschaft des Vereins für Leibesübungen (VfL) Bochum wird nicht direkt von der Stadt subventioniert. Hier fließen jährlich mehr als 1,5 Millionen Euro für den VfL über den Werbeetat der Stadtwerke. Geld das dann bei der Gewinnabführung an die Stadt fehlt.


Sonntag 08.08.10, 08:00 Uhr

Ratgeber für Menschen mit Behinderung 1

Die Stadt Bochum hat ihren Ratgeber für Menschen mit Behinderung aktualisiert und weist auf ihrer Webseite darauf hin: http://www.bochum.de/handicap. Die 120-seitige Broschüre ist offensichtlich von einer Werbeagentur produziert worden, die das ganze über Werbe-Anzeigen finanziert. Entsprechend entsteht bei der gedruckten Ausgabe gelegentlich der Eindruck, dass die Informationen nur das redaktionelle Umfeld für Anzeigen bilden. Die online-Version des Ratgebers ist dagegen sehr übersichtlich. Sie ist allerdings auf dem Webserver der Werbeagentur untergebracht. Wer den Menuepunkt „Bochum“ anklickt, gerät nicht auf die Webseite der Stadt sondern auf eine Werbe-Seite der Agentur. Trotz dieser Demonstration von Armut der Stadt ist der Ratgeber sicherlich ein gelungener Überblick über Angebote zur Hilfe und Selbsthilfe für Menschen mit Handicap.


Samstag 07.08.10, 12:00 Uhr

Hiroshima mahnt 1

Anlässlich des 65. Jahrestag der atomaren Vernichtung der japanischen Großstadt Hiroshima hatte das Bochumer Friedensplenum am gestrigen Freitag zu zwei Aktionen im Bermudadreieck eingeladen. Mit sehr auffälligen T-Shirt gekleidet wurden Flugblätter verteilt. An der nachmittäglichen Aktion nahm auch die Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz teil, die seit fünf Jahren Mitglied im Bündnis “Mayors for Peace” ist. Mehr als 3000 BürgermeisterInnen unterstützen bereits weltweit die Forderung nach einer Nulllösung für Atomwaffen und deren konsequenter Ächtung.
Nicht sonderlich überraschend war es nachmittags ziemlich öde im Bermuda-Dreieck. Auch die OB wollte nicht widersprechen, dass die Beseitigung des Engelbert-Brunnens sicherlich kein Gewinn für die Innenstadt darstellt. mehr…


Freitag 06.08.10, 11:00 Uhr

DGB: Jugendarbeitsschutzgesetz erhalten

Der DGB Bochum startet eine Unterschriftenaktion zum Erhalt und Ausbau des Jugendarbeitsschutzgesetzes. „Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) ist eines der wesentlichen Gesetze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vor gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz und vor Überlastung,“ so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. In einer Pressemitteilung heißt es: »Teile der Bundesregierung sehen das offenbar anders. In ihrem Koalitionsvertrag findet sich unter der Überschrift „Tourismus“ der Satz: „Ausbildungshemmnisse im Gastgewerbe werden durch ein flexibleres Jugendarbeitsschutzgesetz abgebaut.“ Der DGB weist eine derartige Diffamierung des Jugendarbeitsschutzes scharf zurück und startet jetzt eine Unterschriftenkampagne. mehr…


Freitag 06.08.10, 11:00 Uhr

Lateinamerika in Bochum

Kolumbien ist das September-Thema des Arbeitskreises Lateinamerika im Bahnhof Langendreer. Am Mittwoch, den 15.9. , 19.30 Uhr gibt der freie Journalist Günter Pohl einen Einblick in das Land, das er von vielen Reisen kennt, und erläutert die aktuelle Situation. Er war im Mai 2010 zum letzten Mal in Kolumbien und Zeuge der Präsidentschaftswahlen. Pohl wird auch das angespannte Verhältnis zwischen Kolumbien und Venezuela, deren diplomatische Beziehungen seit Juli eingestellt sind, darstellen und der Frage nachgehen „Droht hier ein Krieg?“. Näheres. mehr…


Freitag 06.08.10, 08:00 Uhr
Aktionen zum 65. Jahrestages der atomaren Zerstörung Hiroshimas

Atomwaffen verschrotten!

Am heutigen Freitag, dem 6. August jährt sich zum 65. Mal die atomare Vernichtung der japanischen Großstadt Hiroshima. Das Bochumer Friedensplenum nimmt dies zum Anlass, um erneut an die nach wie vor aktuelle atomare Bedrohung zu erinnern. Ein Flugblatt des Friedensplenums informiert über die atomare Rüstung und fordert die Verschrottung aller Atomwaffen. Die Flugblätter werden heute ab 14.00 Uhr und ab 19.00 Uhr in der Innenstadt verteilt. Startpunkt für die Aktionen ist jeweils auf der Kortumstraße vor dem Cafe Konkret. Bei der Aktion werden T-Shirts getragen, die den nebenstehenden Aufdruck haben. Die T-Shirts können nach der Aktion gegen eine Spende erworben werden. Das Friedensplenum bittet um tatkräftige Unterstützung bei den Aktionen.


Freitag 06.08.10, 07:00 Uhr
Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse?

CDU und FDP verteidigen die Bundeswehr 1

Christoph Konrad (Foto), Kreisvorsitzender der Bochumer CDU, Vorsitzender des „Netzwerks Soldaten des CDU Bezirksverbandes Ruhr“ und Oberst der Reserve hat jetzt eine Presseerklärung der Linksfraktion im Rat vom 26. Mai 2010 kritisiert. Die Linksfraktion hatte mit einem Antrag im Jugendhilfeausschusses gefordert, dass der Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse „was geht“ keine Möglichkeit gegeben wird, sich mit einem Informationsstand zu präsentieren. „Vehement“  widerspricht Konrad in seiner Erklärung der Feststellung der Linken,  dass die Bundeswehr  immer stärker in völkerrechtswidrigen Kriegseinsätzen im Ausland eingesetzt werde: „Es ist insbesondere für unsere Soldaten im Auslandseinsatz schlicht nicht hinnehmbar, wenn Teile der Politik, als eigentliche Auftraggeber, diese Einsätze nun öffentlich und wahrheitswidrig als völkerrechtswidrig bezeichnen.“Zeitgleich hat auch die FDP in einer Stellungnahme die Erklärung der Linken kritisiert und spricht von einer „unsäglichen Kampagne gegen die Bundeswehr“.


Donnerstag 05.08.10, 18:00 Uhr
Der AStA der RUB zum Tortenprozess:

Das Urteil ist lächerlich und haltlos

Der AStA der Ruhr-Uni-Bochum kritisiert in einer Stellungnahme das Urteil und dessen Begründung im Tortenprozess. „Das Urteil und dessen Begründung ist lächerlich und haltlos“, kommentiert Jan Keitsch, AStA-Vorsitzender der RUB die Ereignisse. Der AStA verweist darauf, dass das Plakat nicht einmal von bo-alternativ.de gestaltet worden sei. Es dokumentierte lediglich das Plakat wie in vielen anderen Fällen auch. Weiter heißt es in der Stellungnahme: »Was die Demonstration selbst angeht, so bedankte sich die Polizei Bochum nach der Veranstaltung ausdrücklich für den friedlichen Hergang, auch seien keine Waffen bei Demonstrant_innen gefunden worden. „Das Urteil stellt einen erheblichen Eingriff in die Pressefreiheit dar“, resümiert Anne Gerger, AStA-Referentin für Öffentlichkeitsarbeit an der RUB. „Weiterhin ist es ein Angriff auf alle, die sich gegen Nazi-Aktivitäten stark machen und auf das menschenverachtende Weltbild der rechten Szene aufmerksam machen wollen.“« Die vollständige Stellungnahme im Wortlaut.


Donnerstag 05.08.10, 17:00 Uhr

Panik bei der IHK 5

Der Hauptgeschäftsführer der Bochumer Industrie- und Handelskammer (IHK) Tillmann Neinhaus hat ziemlich heftig auf eine Stellungnahme des DGB Regionsvorsitzenden Michael Hermund zur „prekären Situation“ im Bereich der Versorgung mit Ausbildungsplätzen reagiert. In einer Pressemitteilung wirft Neinhaus dem DGB-Vorsitzenden „unangebrachte Panikmache“ und „polemische Belehrungen“ vor. Offensichtlich weiß Neinhaus nicht, dass die Arbeitsagentur die DGB-Zahlen untermauert hat. In dem am 29. 7. 2010 von der Arbeitsagentur vorgelegten „Arbeitsmarktreport“ ist auf Seite 13 nachzulesen, dass sich zu diesem Zeitpunkt 3.908 Ausbildungssuchende in Bochum und Herne bei der Arbeitsagentur gemeldet hatten. Dem stehen 2.528 gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. Die Arbeitsagentur errechnet daraus 0,65 Berufsausbildungsstellen je BewerberIn. Die Propaganda von IHK und Handwerkskammer, dass für alle Ausbildungswilligen und -fähigen ein Ausbildungsplatz zur Verfügung stehe, lässt sich mit den Zahlen der Arbeitsagentur leicht auseinander nehmen. Die Arbeitsagentur hilft sogar noch dabei, die Zahlen zu schönen: Etwa 1.000 Ausbildungsplatzsuchende werden von der Agentur aus der Statistik geworfen, weil sie nach ihrer Einschätzung nicht ausbildungsfähig oder -willig seien.


Donnerstag 05.08.10, 14:00 Uhr

Das 3. Tortenprozess-Urteil 1

Die Richterin am Amtsgericht Bochum, Heller, hat nun auch schriftlich ihr Urteil im 3. Tortenprozess gegen den verantwortlichen Redakteur von bo-alternativ.de vorgelegt. Die Aggressivität der Comic-Figur leitet sie daraus ab, dass die Figur „breitbeinig“ steht und: „Die Augenbrauen sind jeweils an den Seiten hochgezogen. Die Augen bestehen aus zwei senkrechten Strichen.“ Dies „konnte und sollte aus der Sicht eines objektiven Betrachters als Aufforderung verstanden werden, notfalls auch mit Gewalt die Demonstration der NPD zu verhindern.“ Die Richterin behauptet in ihrer Begründung auch: „Die Verhinderung einer angemeldeten, nicht verbotenen Demonstration ist jedoch mit legalen Mitteln nicht möglich.“ Die Urteilsbegründung als pdf-Datei. Die Urteilsbegründung ist vollständig. Auch im Original folgt auf Absatz IV der Absatz VI.


Donnerstag 05.08.10, 13:30 Uhr

Linksfraktion fragt nach Mindestlohn

Die Linke im Rat setzt sich dafür ein, „dass von der Stadt Bochum beauftragte Unternehmen keine Niedriglöhne zahlen.“ „Von Arbeit soll man auch leben können,“ so der Fraktionsvorsitzende Uwe Vorberg. „Die weitere Abwärtsspirale im Lohngefüge muss dringend aufgehalten werden. Immer mehr Menschen können von ihrem Lohn nicht leben und müssen ergänzend ALG-II beantragen, deshalb setzen wir uns für Mindestlöhne ein.“ Beispielhaft fragt die Linksfraktion, wie es um die Postzustellung der Stadt Bochum bestellt ist. Private Anbieter zahlen in der Tendenz weniger Stundenlohn als die Deutsche Post AG. „Wir wollen wissen, ob die Stadt Billigunternehmen auf Kosten der ArbeitnehmerInnen mit der Postzustellung beauftragt und stellen dazu eine Anfrage im Haupt- und Finanzausschuss.“ mehr…


Mittwoch 04.08.10, 19:00 Uhr

Käßmann 2

Die Leitung der Ruhr-Uni hat ihre Publicity-Sucht mit einem besonderen Coup befriedigt. Es ist ihr gelungen, die berühmteste Verkehrssünderin des Jahres als Gastprofessorin für die RUB zu gewinnen: Margot Käßmann.  Näheres. Dies ist eine ausgesprochen positive Entwicklung in Bezug auf die PR-Geschichten der RUB. Noch vor sieben Jahren war mit dem ehemaligen türkischen Ministerpräsidenten Mesut Yilmaz ein einschlägig bekannter Menschenrechtsverbrecher Gastprofessor an der RUB.  Siehe Sonderseite der Kampagne Gerechtigkeit heilt: Anklagebank statt Lehrstuhl


Mittwoch 04.08.10, 18:00 Uhr

Gegenseitige Hilfe

Der Interkultureller Bildungs- und Förderverein für Schüler und Studenten „fördert die fachlichen und persönlichen Kompetenzen von benachteiligten Schülerinnen und Schülern“. Er unterstützt „seit 2009 Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Bochum auf ihrem Bildungsweg““. In einer Pressemitteilung heißt es: „Mit unserem Projekt SHS (Studenten helfen Schülern und Schüler helfen Schülern) möchten wir einen Beitrag dazu leisten, Kindern und Jugendliche zu mehr Erfolg in der Schule zu verhelfen und so ihre Chancen für eine bessere Zukunft zu erhöhen. Auf der Webseite des Projektes heißt es: »Zugrunde liegt die Idee, dass Rollenvorbilder sich positiv auf die Bildungslaufbahn von Jugendlichen auswirken. Auf dieser Basis hat der IBFS ChancenWerk e.V. ein innovatives, sich größtenteils selbst erhaltendes Mentorenprogramm entwickelt: Oberstufenschülerinnen und -schüler erhalten zwei Schulstunden pro Woche kostenlose Nachhilfe durch einen Studenten. Als Gegenleistung erklären sie sich bereit, die Hausaufgabenbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Sek I zu unterstützen. Der vertretene Ansatz von „Hilfe geben und nehmen“ fördert das Selbstbewusstsein, die Lernbereitschaft und die Sozialkompetenz aller Beteiligten. Elternarbeit und begleitende Freizeitprojekte runden das umfangreiche Angebot des mehr…


Mittwoch 04.08.10, 17:00 Uhr

Arme Kinder haben arme Eltern 1

Die Sozialberatung Ruhr schreibt: » Sollen Hartz-IV-Kinder Gutscheine für Nachhilfe, Sport oder Freizeit bekommen? Wie den Medien in letzter Zeit verstärkt zu entnehmen ist, plant das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter Federführung der Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Erfüllung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 09.02.2010 eine neue Ermittlung der jeweiligen Regelsätze gemäß §§ 19, 20 SGB II. In diesem Zusammenhang wird seitens des Ministeriums und der zuständigen Ministerin darauf hingewiesen, dass die ersten Zahlen im Herbst 2010 vorliegen werden. mehr…


Mittwoch 04.08.10, 16:00 Uhr

Mit schwarzen Ballons gegen den Rotstift

Auf ihrer Mitgliederversammlung hat die Soziale Liste jetzt ihr Arbeitprogramm für die nächsten Wochen beschlossen. In einer Pressemitteilung heißt es: »Im Mittelpunkt soll dabei der Sozial- und Kulturabbau, die Situation bei Opel und die Diskussion um die Hartz IV-Sätze stehen. Geplant sind wieder zahlreiche Informationsstände mit den großen schwarzen Ballons, die die Rotstiftmaßnahmen in der Stadt kennzeichnen sollen. Außerdem erscheint eine neue „Zeitung der Sozialen Liste“. Am 4. September wird der Widerstand gegen die Nazi-Demo in Dortmund unterstützt, der unter dem Motto steht „Dortmund stellt sich quer!“ mehr…


Dienstag 03.08.10, 10:00 Uhr
Bündnis gegen Rechts zum Tortenprozess

Beängstigende „Recht“sprechung 1

Uli Borchers, Sprecher des Bochumer „Bündnisses gegen Rechts“ hat das Urteil im „Tortenprozess“ als „nicht nur ein Skandal im moralischen Kontext“ bezeichnet. In einer Erklärung heißt es: Die Umstände dieses Prozess und der tatsächliche Prozessablauf werfen ein beängstigendes Bild auf die „Recht“sprechung in politischen Verfahren. Dass es ein politisches Verfahren ist und bleibt steht außer Frage: Haben doch mehrere tausend Menschen im Oktober 2008 gegen Neonazis demonstriert, die mit nachweislich aggressiv-rassistischen Parolen über Bochums Straßen gezogen sind – ungehindert und unter Polizeischutz, während GegendemonstrantInnen willkürliches Polizeiverhalten erfahren haben. Jetzt mit dem Urteil wurde wieder „Macht“ demonstriert: mit noch so gewagten Beschreibungen („die Augenbrauen und Beinstellung der Comicfigur drücken Gewaltbereitschaft aus“) begründete die Staatsanwältin das geforderte Strafmaß von 70 (!) Tagessätzen. mehr…


Montag 02.08.10, 19:00 Uhr

Obama & die Streubomben

Das Bochumer Friedensplenum schreibt auf seiner Webseite über das „wahre Gesicht des Friedensnobelpreisträger Obama“: »Mit dem 1. August 2010 tritt die internationale Streubomben-Konvention zur Ächtung und Vernichtung dieser heimtückischen Waffen in Kraft. Mehr als 100 Staaten haben die Konvention bereits unterschrieben, knapp 40 Länder sie ratifiziert, darunter auch Deutschland. Doch Obama ist nicht dabei. 2009 wurde ihm laut Wikipedia der Friedensnobelpreis für seine Anstrengungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern zuerkannt.« Der ganze Beitrag.


Montag 02.08.10, 16:00 Uhr

DGB: Leiharbeit ist kein Beruf…

Die Entwicklungen im Bereich der Leiharbeit nimmt der DGB in Bochum zum Anlass „einen kritischen Blick auf den wirtschaftlichen Aufschwung und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu werfen“. Die Hälfte aller neuen Stellenangebote in Bochum komme aus der Leiharbeitsbranche. Für den DGB eine Entwicklung, die in die falsche Richtung führt. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Krise, „als die Leiharbeiter als Erste von den Entlassungswellen betroffen waren, steigt die Beschäftigung aktuell genau dort wieder an“.
„Damit werden bereits jetzt wieder die kommende Risiken für die Unternehmen auf die Beschäftigten übertragen“, so DGB-Regionsvorsitzender Michael Hermund. mehr…


Samstag 31.07.10, 17:00 Uhr
65. Jahrestag der atomaren Vernichtung von Hiroshima

Atomwaffen verschrotten!

Das Bochumer Friedensplenum erinnert am Freitag, den 6. August an den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki vor 65 Jahren. Die US-Regierung hatte sich kurz vor Ende des von Nazi Deutschland begonnenen zweiten Weltkrieges entschieden, am 6. und am 9. August 1945 die Wirkung von Atombomben zu Vernichtung von Großstädten zu testen. Ziel war Japan, das mit Deutschland im Krieg verbündet war. Hiroshima wurde durch die Atombombe auf einer Fläche von 13 Quadratkilometern dem Erdboden gleichgemacht. 78.000 Menschen verbrannten sofort, weitere 122.000 fielen den Folgen der Explosion zum Opfer. Das Friedensplenum wird am Freitag um 14.00 Uhr und um 19.00 Uhr mit Aktionen im Bermuda-Dreieck an den ersten Atombombenabwurf erinnern. Dabei werden Plakate gezeigt und Flugblätter verteilt. Treffpunkt ist jeweils auf der Kortumstraße vor dem Café Konkret.


Samstag 31.07.10, 13:00 Uhr

Gespräch über islamische Kunst

Im Rahmen der Ausstellung “Unerwartet / Unexpected. Von der islamischen Kunst zur zeitgenössischen Kunst“ lädt das Museum Bochum am Mittwoch, den 4. August um 20 Uhr zu einem Kuratorengespräch mit Dr. Necmi Sönmez und dem iranischen Künstler Arash Hanaei ein. Das Presseamt der Stadt Bochum schreibt in der Ankündigung: „Dr. Necmi Sönmez hat als freier Kurator die kuratorische Betreuung der aus den verschiedenen islamischen Ländern mit ihren zeitgenössischen Werken hier vertretenen Künstler mit übernommen. Durch ihn, der bereits als Kurator für zeitgenössische Kunst am Museum Folkwang und als künstlerischer Direktor des Kunstvereins Arnsberg tätig war, blieb der Kontakt zu den Künstlern lebendig, so dass er den iranischen Künstler Arash Hanaei für dieses Gespräch nach Bochum gewinnen konnte. mehr…


Samstag 31.07.10, 08:00 Uhr

Seelsorge

Die WAZ veröffentlicht heute einen Leserbrief von Wolfgang Dominik zum Tortenprozess: „Seit ca. 35 Jahren bin ich Beauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen für die Seelsorge an Zivildienstleistenden und Kriegsdienstverweigerern. In dieser Zeit habe ich oft mit Martin Budich gemeinsame Veranstaltungen, auch Demonstrationen und Aktionen organisiert. Niemals hat Martin Budich in dieser Zeit Sympathie für die Durchsetzung politischer Ziele mit gewalttätigen Mittel gezeigt. Auch nur der Verdacht, er könne mit dem inzwischen auch von Ihrer Zeitung dargestellten Tortenmännchen zur Gewalt aufgerufen haben, ist absurd. Allerdings vertritt er durchaus die Position, gemeinsam mit vielen anderen Friedensbewegten und AntifaschistInnen, dass der Einsatz gewaltloser Widerstandsformen z.B. Demonstrationen und Sitzblockaden gegen Neonazis sinnvoll und notwendig ist. Da ich beim Prozess anwesend war, kann ich nur mein Entsetzen über die Art des Umgangs mit Martin Budich vor Gericht und über das skandalöse Urteil ausdrücken.
Wolfgang Dominik, Lehrer i.R.
Beauftragter der Ev. Kirche von Westfalen für die Seelsorge an Zivildienstleistenden und Kriegsdienstverweigerer“


Freitag 30.07.10, 12:02 Uhr

bodo: „Nah dran, aber für alle.“

„Soziales und Kultur. Kritisch aber unterhaltsam. Nah dran, aber für alle.“ So beschreibt die bodo-Redaktion im aktuellen August-Heft ihre Vorstellung einer sozialen Straßenzeitung. In dieser Ausgabe sind das etwa ein Porträt der Bochumer Schauspielerin und Tana Schanzara-Preisträgerin Maja Beckmann, eine Reportage über einen Dortmunder Stadtimker und eine über die „Liebeszellen“ in der Dortmunder JVA. In der Vorschau der bodo-Redaktion heißt es: »bodo spricht mit „Dealern“ am Dortmunder Westpark und lässt sich Flüchtlingsschicksale erzählen. Die Anti-Fluglärm-Aktivistin Ursula Wirtz wird nach ihren Motiven befragt und der Essener Unperfekthaus-Gründer Reinhard Wiesemann zu seinen Ideen zur Kulturhauptstadt. bodo kommentiert den Envio-Umweltskandal vor der Haustür der Redaktion am Dortmunder Hafen und den skandalösen Ausgang des „Tortenprozesses“ gegen die Bochumer Nachrichtenplattform bo-alternativ. mehr…


Donnerstag 29.07.10, 21:00 Uhr

Bigness als Katastrophe 2

Ein Kommentar der
AG Kritische Kulturhauptstadt

Die Absage der Loveparade in Bochum Anfang 2009 erscheint angesichts der Tragödie von Duisburg heute als vorausschauende Entscheidung. Die logistischen Probleme, der zu kleine und im Umbau befindliche Bahnhof sowie fehlende Freiflächen, waren die zentralen Argumente. Doch dazu gesellte sich seinerzeit eine ordnungspolitische Diskussion in der die Loveparade in erster Linie als Schmutz, Lärm und Drogenprobleme verursachende Unkultur wahrgenommen wurde. Die Kritik an dieser Provinzmentalität hat heute wie damals seine Berechtigung, unabhängig davon ob die Stadt Bochum einer solchen Veranstaltung überhaupt gewachsen gewesen wäre. mehr…


Donnerstag 29.07.10, 18:00 Uhr
Der DGB weist daraufhin, was die Arbeitslosen-Statistik verschweigt

Massenarbeitslosigkeit in Bochum

Auf der heutigen Pressekonferenz der Bochumer Arbeitsagentur zur Verkündung der Zahlen über die Massenarbeitslosigkeit im Juli fand die Agentur wie immer einem Vergleichswert ihrer Arbeitslosenzahl, die diese in einem positiven Licht erscheinen lässt. Diesmal sind es die Zahlen in den Urlaubsmonaten der vergangenen Jahre, die den Anstieg – selbst der offiziellen Zahlen  – der Arbeitslosigkeit verharmlosen sollen. Siehe Presseerklärung. Anschließend machte der DGB auf einer Pressekonferenz darauf aufmerksam, dass es sich bei den von der Agentur genannten Zahl nur um einen Teil der gemeldeten Arbeitslosen handelt. Mehr als 5.500 Arbeitslose sind in „Maßnahmen“ untergebracht und fallen damit aus der offiziellen Statistik raus. In einer Erklärung des DGB heißt es: »Mit Sorge sieht der DGB die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „Wir machen es uns zu leicht, wenn wir den Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahr schon als Erfolg feiern. Denn die Unterbeschäftigung hat in Bochum sogar zugenommen“, erklärt der DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund. Neben den aktuell gemeldeten 18.422 Arbeitslosen in Bochum (im Juni 2009 waren es 19.533) müssen nach Aussage des DGB-Vorsitzenden noch die Menschen mitgezählt werden, die sich zurzeit in Qualifizierungsmaßnahmen befinden oder einen Ein-Euro-Job haben. In den verschiedensten Maßnahmen sind aktuell 5.515 Menschen untergebracht, vor einem Jahr waren es 4.231. mehr…