Archiv für den Monat: Dezember 2009


Mittwoch 09.12.09, 22:00 Uhr

Hauptsache Arbeit?

Am morgigen Donnerstag, 10. Dezember, findet um 19.00 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe Geschlecht und Gesellschaft im HZO 100 an der Ruhr-Uni ein Vortrag statt unter dem Titel:Hauptsache Arbeit? – Lebensführungen und Geschlechterarrangements in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Referentin ist Susanne Völker aus Köln. In der Ankündigung heißt es: „Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die Lebensführungen von Frauen (und Männern), die unter prekarisierten Erwerbsbedingungen ihr Leben arrangieren müssen. Mit welchen Arbeitsverhältnissen haben wir es unter dem Stichwort der Prekarisierung/Deregulierung zu tun? Sind Frauen und Männer unterschiedlich von ihnen betroffen? mehr…


Mittwoch 09.12.09, 17:00 Uhr

RUB-Rektorat vorübergehend besetzt

Im Anschluss an die studentische Vollversammlung an der Ruhr-Uni Bochum entschlossen sich etwa 300 Studierende zu einem spontanen Protestzug zur Univerwaltung. Dort sollte im Dialog mit dem Rektor über den auf der Vollversammlung beschlossenen, erweiterten Forderungskatalog verhandelt werden. Zudem forderten die Studierenden eine Rückname der Anzeigen wegen „Hausfriedensbruchs“ von der Audimax Räumung vom 24. November – damals wurden 27 Studierende ohne Vorwarnung polizeilich geräumt. „Doch wir haben uns den Mund nicht verbieten lassen und haben eine Woche später einfach neu besetzt“, so Stefanie Beyer vom Streikplenum. Da der Rektor heute aber nicht anzutreffend war, besetzten die Studierenden vorrübergehend das Rektorat um auf ihn zu warten. Nach einer Stunde erschien Rektor Weiler und erklärte sich bereit, endlich die Rücknahme aller Anzeigen noch am heutigen Tag zu veranlassen. Zudem versicherte er, dass er das Audimax bis zum 17. Dezember nicht räumen lassen werde – dann soll dort eine Diskussion über die Forderungen der studentischen Vollversammlung stattfinden. mehr…


Erweiterter Forderungskatalog der Bochumer Studierenden (in dieser Version fehlen noch kleine Änderung, die während der Vollversammlung eingearbeitet wurden)
Mittwoch 09.12.09, 16:53 Uhr

Forderungskatalog

Studierende, SchülerInnen und viele andere Menschen haben eines gemeinsam: Sie wollen sich bilden. Dies ist jedoch nicht nur ein persönliches Bestreben jener Personen, sondern gleichermaßen im Interesse des Gemeinwohls: Ohne Bildung kann es weder ein demokratisches Miteinander noch eine sich weiter entwickelnde Gesellschaft geben. Nicht ohne Grund wurde Bildung daher zu einem Menschenrecht erhoben.

Es ist offensichtlich, dass das deutsche Bildungssystem dem Anspruch, dieses Recht allen Menschen unabhängig von Geschlecht, Einkommen, Alter, Nationalität, Sexualität, Religion, Migrationsgeschichte und Aussehen zu gewährleisten, nicht nachkommt. Doch selbst wer die hohen Bildungshürden gemeistert hat, sieht sich mit einer katastrophalen Situation in den Bildungseinrichtungen konfrontiert: Die Lern- und Lehrbedingungen sind miserabel, die Schul- und Hochschulbildung verkommt zu einer Elitenbildung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit, die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen gleichen feudalen Herrschaftsstrukturen und die Möglichkeiten zur demokratischen Beteiligung sind eher ein Feigenblatt, als echte Partizipation. Die Unzufriedenheit mit dieser Situation spiegelt sich im immer stärker werdenden Widerstand der letzten Jahre wider und hat während des Bildungsstreiks im Juni einen seiner bisherigen Höhepunkte gefunden. Die erfolgreichen Aktionen dieses Sommers haben sich im Herbst zu einer internationalen Welle des Protests weiterentwickelt. Alleine in Deutschland wurden bisher knapp 60 Universitäten und Schulen besetzt und mehr als 90.000 Menschen haben auf der Straße ihrem Unmut Ausdruck verliehen.

Daher fordern wir, auch in Solidarität mit den anderen besetzten Standorten:

An der Ruhr-Universität:

  • Hin zu einer Lehr- und Lernkultur, die persönliche Interessen berücksichtigt und fördert, eigenständiges Lernen ermöglicht und zum kritischen Denken ermutigt. Dies insbesondere durch die Flexibilisierung der Veranstaltungswahl, Abschaffung der Anwesenheitskontrollen sowie die Etablierung vielfältiger und innovativer Lehr- und Diskussionsmethoden.
  • Weg von der Verwertbarkeit, hin zu einer höheren Fächervielfalt. Die gesellschaftliche Bedeutung eines Studiengangs kann nicht an dem unmittelbaren ökonomischen Nutzen eines Faches gemessen werden. Forschung und Lehre sind mehr als die Ausbildung Studierender zu einem „marktfähigen Produkt“ und müssen daher unabhängig von der Wirtschaft organisiert und finanziert werden.
  • Studiengebühren sind ein Instrument sozialer Selektion: Wir fordern die Senatorinnen und Senatoren der RUB daher auf, mit gutem Beispiel voran zu gehen und von der Erhebung von Studiengebühren ab dem nächsten Semester abzusehen.
  • Die Lehrkapazitäten sind soweit zu erhöhen, dass alle Lehrveranstaltungen in angemessenen Gruppengrößen stattfinden können. Die ortsabhängigen, fachspezifischen und studiengangbezogenen Zulassungsbeschränkungen sind nicht weiter akzeptabel. Wir fordern daher die Abschaffung sämtlicher NCs.
  • Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung sind demokratische Grundrechte, welche auch in den Bildungseinrichtungen gewahrt werden müssen. Die Möglichkeiten der Personenüberwachung durch Kameras wie in der Mensa der RUB, Funk-Chips in den Studierendenausweisen, sowie eine lückenlose und unsichere Speicherung aller studienrelevanten Daten im VSPL sind einzustellen.
  • Die Hochschulleitung der Ruhr-Universität wird aufgefordert, weitere Anbiederungen an die nordrhein-westfälische Landesregierung zu unterlassen und stattdessen die von der Vollversammlung der RUB erhobenen Forderungen gegenüber der Landesregierung und in der Hochschulrektorenkonferenz glaubhaft zu vertreten.

Auf Landesebene:

  • Rücknahme des sogenannten Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetzes (HFGG) sowie ein generelles Verbot von Bildungsgebühren vom Kindergarten bis zum Seniorenstudium. Bildung muss jedem Menschen gleich welchen Alters zur Verfügung stehen können.
  • Das Mitspracherecht bei sämtlichen (bildungs-)politischen Beschlüssen ist ein zentraler Bestandteil einer umfassenden Bildung. Dieses ist durch Viertelparität (Gleichberechtigung von Studierenden, ProfessorInnen sowie wissenschaftlichem und nichtwissenschaftlichem Personal) in den Hochschulgremien bzw. Drittelparität (Gleichberechtigung von SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften) in Schulgremien zu gewährleisten. Darüber hinaus muss die Partizipation von Studierenden sowie Schülerinnen und Schülern in sämtlichen bildungspolitischen Gremien aktiv gefördert werden.
  • Die Entscheidungsgremien an den Hochschulen wurden auf höchster Ebene um einen Hochschulrat erweitert. Dieser setzt sich jedoch nicht aus den jeweiligen Statusgruppen der Hochschulen zusammen, sondern wird größtenteils oder komplett von externen Personen besetzt. Diese Maßnahme beschneidet die universitäre Selbstverwaltung erheblich. Daher fordern wir die Abschaffung der durch das sogenannte Hochschulfreiheitsgesetz (HFG) installierten Hochschulräte.
  • Durch die Beteiligung von wirtschaftlichen Unternehmen bei der Finanzierung des Bildungssystems entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis der Bildungseinrichtungen zur Wirtschaft. Dieses wird nicht nur in organisatorischen sondern auch inhaltlichen Bereichen deutlich. Die Finanzierung des Bildungssystems muss ausschließlich aus öffentlichen Mitteln erfolgen.

Auf Bundesebene / Auf Ebene der Kultusministerkonferenz:

  • Die Einführung eines zumindest existenzsichernden bundesweiten Tarifvertrags für alle studentischen Beschäftigten nach dem Vorbild Berlins; inklusive einer personalrechtlichen Vertretung.
  • Der Bologna-Prozess und die damit einhergehende Einführung der neuen Studienabschlüsse führen zu steigendem Leistungsdruck und einer ökonomisierten Organisation des Studiums (Kreditpunkte-System). Darüber hinaus wird der B.A.-Abschluss weder auf wirtschaftlicher noch auf wissenschaftlicher Ebene als vollwertiger Abschluss anerkannt. Wir fordern die Abschaffung der Bachelor- und Masterstudiengänge in ihrer jetzigen Form.
  • Da das von der BRD festgelegte finanzielle pfändungsfreie Existenzminimum für Einzelpersonen bei 930 Euro monatlich liegt, sollte diesem Satz auch das Bafög angeglichen werden. Darüber hinaus sollten sämtliche sozialen Grundförderungen dieser Höhe entsprechen.
  • Eine umfassende Chancengleichheit unabhängig von sozialer Herkunft kann nur auf Basis einer eigenständigen Existenz jeder/jedes Einzelnen verwirklicht werden. Deshalb fordern wir elternunabhängiges BAföG, sowohl für SchülerInnen als auch für Studierende.
  • Entgegen der Versprechungen im Rahmen der B.A./M.A.-Reform ist es immer schwieriger geworden den Studienstandort zu wechseln. Unterschiedliche Anforderungen auf Bundes- und internationaler Ebene machen es neben der knapp bemessenen Zeit innerhalb des Studiums nahezu unmöglich den eigenen Bildungsweg flexibel zu wählen. Um die uneingeschränkte Wahlfreiheit des Studienfaches und Studienortes zu ermöglichen, fordern wir die Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen der Studiengänge im gesamten Bundesgebiet, sowie die zuverlässige Anerkennung sämtlicher Studienleistungen bei Standortwechseln.

Mittwoch 09.12.09, 16:10 Uhr

Studierende halten an Forderungen fest!

Auf ihrer Vollversammlung hielten die Studierenden der Ruhr-Universität Bochum mit breiter Mehrheit an den Forderungen für ein besseres und gerechtes Bildungssystem fest. Rund 1.500 Studierende waren dem Aufruf ins besetzte Audimax gefolgt und beteiligten sich an der Diskussion. Im Anschluss machten sich rund 300 Studierende zu einer Spontandemo in die Universitätsverwaltung auf. „Es ist deutlich geworden, dass die Vorschläge des Rektorats bisher nicht ausreichend sind“, meint AStA-Vorsitzender Karsten Finke. „Der größte Teil unserer Forderungen wird vom Rektorat vollkommen ignoriert, Kompromisse sehen anders aus.“ mehr…


Mittwoch 09.12.09, 11:30 Uhr
DGB zum Laden-Schluss:

Den Sonntag gemeinsam genießen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund „freut sich für tausende Beschäftigte im Bochumer Einzelhandel.“ „Die Bezirksvertretung Mitte hat die richtige Konsequenz aus dem Karlsruher Urteil gezogen“, so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund, „ich erwarte eine ähnlich verantwortungsvolle Entscheidung des Rates. Über zwanzig Sonntagsöffnungen in Bochum sind nicht verkraftbar für Einzelhandel und Beschäftigte.“ Das Bundesverfassungsgericht hatte entschieden, dass der Versuch, immer mehr Sonntage verkaufsoffen zu gestalten, gescheitert ist. Geklagt hatten die evangelischen und katholischen Kirchen im Umland von Berlin. Das Bundesverfassungsgericht gab nun den Klägern recht und verwies darauf, dass gewisse Ruhepausen elementarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und damit schützenswert sind. mehr…


Dienstag 08.12.09, 22:00 Uhr

Bochum: Pleite mit Ankündigung

Wenn jetzt Städte wie Bochum pleite sind, dann hat das sicherlich auch mit der Steuerpolitik der schwarz-gelben Landes- und Bundespolitik zu tun. Die Weichen dafür, dass in einem der reichsten Länder der Erde eine derartige öffentliche Armut herrscht, sind allerdings vor knapp zehn Jahren von der rot-grünen Bundes- und Landesregierung gestellt worden. An dieser Stelle soll deshalb an einen Beitrag auf bo-alternativ.de vom 20.4. 2002 unter dem Titel Die Kommunen bluten aus – eine absehbare Folge neoliberaler Steuerpolitik erinnert werden. Er begann mit dem Satz: „Den Städten und Gemeinden brechen die Einnahmen weg. Der Ausfall der Gewerbesteuer ist drastisch. Die Städte erhöhen die Gebühren oder streichen kommunale Leistungen.“ Ein Brief von Reinhard Wegener an die Grünen aus dem Juli 2000 wird zitiert, der die eingetretenen Effekte voraussagt.


Dienstag 08.12.09, 21:00 Uhr

LeserInnenbriefe & RSS-Feed

Die neue Möglichkeit, auf bo-alternativ.de LeserInnenbriefe direkt zu bestimmten Artikeln zu schreiben, findet Resonanz. Wer einen Überblick haben will, zu welchen Beiträgen Kommentare geschrieben wurden, findet dies in der rechten Spalte auf der Seite LeserInnenbriefe. Es gibt auch einen RSS-Feed, mit dem die Veröffentlichung aller LeserInnenbriefe verfolgt werden kann. Wer die LeserInnenbriefe zu einem bestimmten Beitrag als RSS-Feed anfordern will, findet den entsprechenden Link über dem ersten LeserInnenbrief zu einem Beitrag. Was ist eigentlich RSS?


Dienstag 08.12.09, 16:30 Uhr

Morgen Mittag an der RUB: Uni VV

Die Besetzerinnen und Besetzer des Audimax der Ruhr-Universität Bochum rufen für Mittwoch, den 9.12., ab 12 Uhr zu einer studentischen Vollversammlung im Audimax auf, um den weiteren Protest mit allen Studierenden zu besprechen. Weiterhin soll es um die Vorschläge des Rektorats zu den „Workshops zu Einbeziehung studentischer Perspektiven“ gehen. In einer Pressemitteilung heißt es: »Es ging heiß her in der letzten Woche der Audimax-Besetzung: Tagsüber wurde auf dem alternativen Bildungsgipfel über das Bildungssystem, seine Mängel und Lösungsvorschläge der Studierenden debattiert, während abends für ein musikalisches Programm gesorgt war. Dabei wurden viele Musikgeschmäcker berücksichtigt: Freitag gab es Indie-Rock und Reggae, am Samstag traten vier Punkrockbands auf und sonntags ertönte Hip-Hop im Audimax. Nun sollen wieder möglichst viele Studierende über die aktuelle Situation der Protest in Deutschland und Europa, natürlich auch in Bochum, informiert und dies mit ihnen diskutiert werden. mehr…


Dienstag 08.12.09, 16:00 Uhr
Wasserstandsmeldung aus dem Haushaltsloch:

100 Millionen, 130 Millionen,… 2

Die Oberbürgermeisterin hat den Fraktionen im Rat der Stadt Bochum heute mitgeteilt, dass es stimmt, was die CDU von ihrem Parteifreund dem Regierungspräsidenten Diegel schon vorab gesteckt bekommen hat: Der Regierungspräsident hat das Volumen, in dem der Haushalt zusammengestrichen werden soll von 100 Millionen auf 130 Millionen Euro jährlich erhöht. Für Morgen ist der Ältestenrat der Stadt einberufen worden, um darüber zu beraten, wie damit umgegangen werden soll. Der Fraktionsvorsitzende Der Linken im Rat Uwe Vorberg erklärt dazu: „Die Kommunen im Ruhrgebiet sind pleite. Die finanziellen Probleme der Stadt Bochum sind nur zu einem geringen Teil hausgemacht. Seit Jahren fordert der Deutsche Städtetag eine Gemeindefinanzreform. Noch in der letzten Ratssitzung hat der Bochumer Rat eine Resolution zur Finanznot der Kommunen mit überwältigender Mehrheit beschlossen. Wir können die Finanzprobleme der Stadt nicht ohne Hilfe des Landes und des Bundes lösen. mehr…


Dienstag 08.12.09, 15:00 Uhr

Konzerthaus: Wichtige Kosten fehlen 3

Die Soziale Liste Bochum hat auf einer Mitgliederversammlung bekräftigt, dass sie den Bau eines Konzerthauses „auch vor dem Hintergrund neuer Bau- und Finanzierungsmodelle“ ablehnt und erklärt: „I. Die Soziale Liste Bochum bemängelt die „Kirchturmpolitik“ in Sachen Bochumer Konzerthaus. Es existieren bereits im Umkreis von 50 km mit der Tonhalle Düsseldorf, dem CityPalais Duisburg, dem Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, der Philharmonie Essen und dem Konzerthaus Dortmund ähnliche Einrichtungen. Alle Häuser haben einen hohen Zuschussbedarf von mehreren Millionen Euro jährlich, der von den Städten aufgebracht werden muss. Alle Häuser haben große Probleme mit der Auslastung. Gerade unter diesen Bedingungen ist der Bau eines weiteren Konzerthauses in Bochum nicht zu vertreten. mehr…


Dienstag 08.12.09, 13:17 Uhr
Pilotsendung "Countdown to Copenhagen"

Neues Projekt: Kontext – die anderen Nachrichten

Das Bochumer Sozialforum berichtet auf seiner Webseite über das neue Projekt Kontext aus Berlin. Kontext ist ein unabhängiges Nachrichtenmagazin, das fünfmal pro Woche eine Stunde über Internet und lokale Radio- und Fernsehstationen senden möchte. Auf der Webseite heißt es: “Besonders im Fernsehen beherrschen die immer gleichen Experten und Regierungsvertreter das Bild, Kontroversen beschränken sich meist auf den engen Radius parteipolitischer Querelen,
anstelle von strukturellen Zusammenhängen werden Einzelpersonen ins Zentrum gerückt und wichtige Themen, die Kontinuität in der Berichterstattung erfordern, verschwinden, je nach Tagesmode, aus der Wahrnehmung. Kontext will hier eine Lücke schließen und für ein breites Publikum eine Alternative zu den üblichen Nachrichtensendungen bieten.” Zu den UnterstützerInnen zählen: Peter Grottian, Sabine Leidig, Dieter Rucht, Werner Rügemer, Peter Wahl und Winfried Wolf.


Dienstag 08.12.09, 10:00 Uhr
Seit dem Wegfall der Meisterpflicht

Viermal so viele Fliesenleger-Betriebe

Die IG BAU Bochum Dortmund schreibt, dass es deutlich mehr Fliesenleger-Betriebe gibt: »Im Bezirk der Handwerkskammer Dortmund hat sich die Zahl der selbständigen Fliesenleger in den vergangenen Jahren drastisch erhöht. Nach dem Wegfall der Meisterpflicht vor fünf Jahren stehen heute über viermal so viele Fliesenleger im örtlichen Branchenbuch.  Damals habe die Kammer lediglich 299 Betriebe registriert. Deren Zahl sei jedoch im vergangenen Jahr bereits auf 1.249 angestiegen – ein Plus von an die 320 Prozent. „Das sind größtenteils Scheinselbständige, die zu Niedriglöhnen arbeiten“, berichtet Gerhard Kampschulte, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Bochum-Dortmund. mehr…


Dienstag 08.12.09, 09:00 Uhr

Sonbahar [deutsch:] Herbst

Am Donnerstag, den 10.12., ist um 20 Uhr im Kino Endstation der Film Herbst (Sonbahar) zu sehen. Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur Özcan Alper statt. Die Filmbeschreibung des Kinos: »Nach 10 Jahren politischer Haft in Istanbul kehrt Yusuf ins Heimatdorf zurück, wo er seine kranke Mutter vorfindet. Außer einem Jugendfreund ist er der einzige Mann im Dorf, die wirtschaftlichen Probleme haben alle in die Städte getrieben. Er selbst scheint keinen richtigen Ort mehr zu haben, an dem er sich aufgehoben fühlt. Dann verliebt er sich in Eka, die als Prostituierte arbeitet. Durchsetzt mit Traumsequenzen, in denen Yusuf sich an die Gewalt während seiner Haft erinnert, wirft Herbst einen kritischen Blick auf die jüngere Geschichte der Türkei. Özcan Alper wird 1975 im türkischen Artvin geboren. mehr…


Dienstag 08.12.09, 07:00 Uhr

Zirkeleien des Rektorates der Ruhr-Uni

Auf der Webseite des Bochumer Bildungsstreiks ist ein Bericht über die gestrige Sitzung der FachschaftsratvertreterInnenkonferenz (FSVK) zu lesen: »Am Montag, 07.12.09, präsentierte die Prorektorin Wilkens auf der FSVK den anwesenden Studierenden ihre Vorstellung von einem „Einbezug der Studierenden in die Überarbeitung der Bachelor-Studiengänge“. Es trägt den Titel „Studentische Qualitätszirkel BA-Studiengänge: Gelungenes übertragen, Verbesserungen anstoßen!“. Dort ist von Workshops „zur Einbeziehung studentischer Perspektive bei der Überprüfung der BA-Studiengänge“ die Rede. Schon auf der FSVK selbst wurde schnell klar, dass die Studierenden mit dem Papier in dieser Form nicht einverstanden sind. mehr…


Montag 07.12.09, 22:00 Uhr

Das Wunder von Bochum

Heute Nachmittag bekamen die Fraktionen im Bochumer Rat eine neue Vorlage mit einer Anlage der Verwaltung zum Konzerthaus. Es soll jetzt 900.000 € anstatt bisher 1,7 Mio € jährlich kosten. Dazu der Fraktionsvorsitzende Der Linken Uwe Vorberg: „Was uns da heute präsentiert wurde und am 17. Dezember im Rat beschlossen werden soll, ist eine neues Highlight im Schönrechnen und Schönreden des Konzerthauses. Die Kosten sollen um fast die Hälfte reduziert werden. Wie das gelingen soll, bleibt nebulös. Die Symphoniker wollen mehr Konzerte geben. Eigentlich erfreulich, doch warum kommt das Angebot erst jetzt? Und ganz entgegen dem allgemeinen Trend sollen die eingeplanten Energiekosten im Vergleich zu den Berechnungen von 2007 um 10 % sinken. Und auch im Bereich der Herstellungskosten sind die Zahlen schlicht unseriös. So rechne ich mir die Welt, wie sie mir gefällt. Vom Zahlenmaterial abgesehen möchte ich Herrn Townsend doch ein Kompliment machen: mehr…


Montag 07.12.09, 15:00 Uhr

Glückwunsch an Morales 1

Die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen ist jetzt Sprecherin für internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke. Zur Wiederwahl von Präsident Morales in Bolivien erklärt sie: „Die Wiederwahl von Morales ist eine Ermutigung für alle in der Welt, die für eine antikapitalistische, eine sozialistische Gesellschaft kämpfen. Die überwältigende Bestätigung mit über 60 Prozent von Morales und seiner Bewegung zum Sozialismus (MAS) in beiden Kammern zeigt, dass hinter der Politik von Morales statt Millionären Millionen von Menschen stehen. Wir beglückwünschen Morales und die Bewegung zum Sozialismus für diesen Wahlsieg. Wir wünschen Morales viel Erfolg bei seinen antikapitalistischen Reformvorhaben und begrüßen seine Ankündigung, den Reformprozess durch die neue Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern zu beschleunigen. mehr…


Montag 07.12.09, 15:00 Uhr

Intersektionalität und Männlichkeit

Am morgigen Dienstag, 8. Dezember, findet um 19.00 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe Geschlecht und Gesellschaft im KulturCafé an der Ruhr-Uni ein Vortrag statt unter dem Titel: Intersektionalität und Männlichkeit. Referenten sind Olaf Stuve und Mart Busche (Berlin). In der Ankündigung heißt es: »Der Begriff der Intersektionalität – von to intersec (englisch): sich (über)schneiden, kreuzen – bezeichnet eine aktuelle Diskussion in den Sozialwissenschaften, mit der auf herrschaftskritische Weise verschiedene ineinander verschränkte Diskriminierungsformen und Dominanzverhältnisse mit dem Ziel des Abbaus von Herrschafts- und Unterordnungsverhältnissen bearbeitet werden. mehr…


Montag 07.12.09, 13:00 Uhr

Neues Jugendring-Projekt: Ferienpate

Der Kinder- und Jugendring Bochum hat ein neues Projekt „Bochumer Ferienpaten“ begonnen, „um die soziale Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen bei Ferienfreizeiten zu vermeiden“. Ferienpaten „spenden zweckgebunden, einen Betrag ihrer Wahl, um Eigenanteile bedürftiger Kinder und Jugendlicher für Ferienfreizeiten zu finanzieren und ihnen eine Teilnahme an Jugendreisen zu ermöglichen.“ Mit der Kampagne wird auf die wachsende Kinderarmut und den Wegfall von öffentlichen Finanzierungen hingewiesen. Dies ist politisch wichtig und richtig. Solche Projekte legitimieren aber auch gleichzeitig den neoliberalen Trend „Weg von der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge hin zum Einsammeln von privaten Spenden und Verteilen von Allmosen“. Menschen haben keinen Rechtsanspruch mehr auf eine einigermaßen würdevolle Teilhabe, sondern sie bekommen etwas „geschenkt“. Die Geschichte ist also äußerst ambivalent. Es wäre aber zynisch, nicht für das Projekt des Jugendringes zu werben. In einem Beitrag des Jugendringes wird das Projekt beschrieben: mehr…


Montag 07.12.09, 13:00 Uhr

Microsoft Internetexplorer 1

Eine freundliche Leserin hat ihr Bedauern ausgedrückt, dass die Initiativen-Liste am rechten Rand unserer Webseite verschwunden sei. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass sie keinen richtigen Browser benutzen kann, weil sie im Rathaus arbeitet und dort nur internet-explorer (ie) 6.0 auf den Rechnern installiert ist. Wir konnten ihr aber helfen.  Wer auf einen alten ie-Browser angewiesen ist, findet die Initiativenliste ganz unten auf unserer Seite, dort wo die Terminspalte endet. Als Hilfsseite für veraltete Browser oder Microsoft-Browser gibt es auch noch die alte Webseite mit der Ansicht: oldbrowser.
Aktualisierung: Mit einiger Fummelei ist es gelungen, dass sogar der Internetexplorer 6.0 bo-alternativ.de ungefähr so anzeigt, wie es aussieht.

Aktualisierung 14. Juli 2019: Aus Sicherheitsgründen haben wir den Link auf „oldbrowser“ und die entsprechenden Daten entfernt.


Montag 07.12.09, 11:00 Uhr

ver.di: Solidarität und Gegenmacht

Auf einer Versammlung hat der ver.di-Bezirk Bochum-Herne in der letzten Woche einen Antrag beraten und verabschiedet, in dem selbstkritisch die bisherige eigene Arbeit analysiert wird und kämpferisch Perspektiven für die Zukunft entwickelt werden. Ver.di versteht sich dabei „als umfassendste und größte Interessenorganisation der arbeitenden Menschen, der Erwerbslosen, Rentner und Pensionäre in Bochum-Herne“. Politik und Strategie von ver.di richten sich „an den Lebensinteressen dieses Personenkreises aus und beeinflussen im Interessenskampf zwischen Kapital und Arbeit das Kräfteverhältnis in unseren beiden Städten zu ihren Gunsten.“ Mit einer Kampagne „Schwarz-Gelb macht arm “ will ver.di „in Betrieben und unseren beiden Städten spürbar in den Landtagswahlkampf eingreifen und für einen politischen Richtungswechsel in NRW streiten.“ Der Antrag im Wortlaut. Zur Plakatserie „SchwarzGelb macht arm …“


Sonntag 06.12.09, 20:00 Uhr

Vor 30 Jahren: der NATO-Doppelbeschluss 1

Das Friedensplenum und die Bochumer Geschichtswerkstatt laden am Donnerstag, den 10. Dezember, um 19:30 Uhr zu einer Veranstaltung in das Soziale Zentrum, Josephstr. 2 ein. Volker Gerwers erinnert an den NATO-Doppelbeschluss und die Friedensbewegung in den 80er Jahren. Vor 30 Jahren, am 12.12.1979, wurde in Brüssel der NATO-Doppelbeschluss verabschiedet. Mit diesem Beschluss drohte die NATO gegenüber der Sowjetunion die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in West-Europa an, wenn sie nicht ihre Mittelstreckenraketen vernichtet. mehr…


Sonntag 06.12.09, 17:00 Uhr

Neues unter den Beiträgen 2

Im Weblog „ruhrbarone -Journalisten bloggen das Revier“ ist ein Interview veröffentlicht mit dem Titel: Bo-alternativ: Der Staatsschutz liest mit! Einleitend heißt es: „Seit 10 Jahren gibt es Bo-Alternativ. Rückblickend war es eine der ersten Blog-Gründungen Deutschlands. Und bald kann auch kommentiert werden“.
Das stimmt. Unter allen neuen Beiträgen auf dieser Seite steht jetzt „LeserInnenbrief schreiben“. Wer hierauf klickt, kann einen Kommentar zu dem Beitrag schreiben. Die Redaktion bemüht sich, ihn möglichst schnell freizuschalten. Unter dem Artikel steht dann „1 LeserInnenbrief“, so dass ersichtlich wird, ob und wie viele Kommentare zu dem Beitrag eingegangen sind.


Sonntag 06.12.09, 16:30 Uhr

Queer Theory

Am morgigen Montag, 7. Dezember, findet um 19.00 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe Geschlecht und Gesellschaft im KulturCafé an der Ruhr-Uni ein Vortrag statt unter dem Titel: Queer Theory. Referent ist Martin Seeliger. In der Ankündigung heißt es: „Seit den späten 1980er Jahren dienen Elemente aus dem Feld der Queer Theory als Bezugspunkte wissenschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen. Es erscheint also wenig überraschend, dass queere Theorieentwürfe neben einer internen Ausdifferenzierung außerdem einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf zahlreiche Diskussionsstränge innerhalb der Gender Studies ausgeübt haben und ausüben. mehr…


Sonntag 06.12.09, 16:00 Uhr

Eine Torte bleibt eine Torte

Am 12. Januar findet der nächste Gerichtstermin im Tortenprozess statt. Das Oberlandesgericht in Hamm verhandelt dann über den Revisionsantrag der Staatsanwaltschaft Bochum. Letzere hatte den verantwortlichen Redakteur von bo-alternativ.de angeklagt, zur gefährlichen Körperverletzung aufgerufen zu haben, indem das nebenstehende Plakat veröffentlicht wurde. Im Prozess vor dem Bochumer Amtsgericht machte der Richter von Anfang an klar, dass die Veröffentlichung des Plakates keine Straftat ist. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft – der allerdings nicht aus der Politabteilung der Staatsanwaltschaft kam – plädierte dann ebenfalls auf Freispruch. Es gab also einen Freispruch erster Klasse. Die Politabteilung der Staatsanwaltschaft gab aber keine Ruhe und ging in Revision. Das Oberlandesgericht muss nun entscheiden, ob in der ersten Instanz juristisch alles richtig bedacht worden ist. Wenn es Mängel erkennt, geht das Verfahren zurück an das Amtsgericht Bochum. Dann darf sich eine andere Richterin oder ein anderer Richter damit befassen. Mehr zum Tortenprozess.


Samstag 05.12.09, 17:00 Uhr
Vor dem Hintergrund des georgisch-abchasischen Krieges

Film: The Other Bank

Innerhalb der Europäischen Filmwoche Ruhr zeigt das Endstation Kino im Bahnhof Langendreer drei Filme, die ihre Geschichten vor dem Hintergrund politischer Konflikte inszenieren. Bei jedem Film gibt es im Anschluss an die Vorstellungen ein Filmgespräch mit den Regisseuren. Am Sonntag, den 6.12.,  läuft um 20 Uhr The Other Bank. Die Filmbeschreibung: mehr…


Samstag 05.12.09, 13:25 Uhr

Kunstauktion für Amnesty International

Die 38. Kunstauktion für Amnesty International (ai) findet am Sonntag, 13. Dezember, um 12.00 Uhr in den Kammerspielen statt. Gestiftete Kunstwerke kommen für den guten Zweck unter den Hammer. Der langjährige Auktionator, der Plakatkünstler Thom Pokatzky, wird die Versteigerung der Kunstwerke vornehmen. Der Auktion geht eine einwöchige Ausstellung der Exponate im Foyer des Schauspielhauses voraus. Sie wird am am 6. Dezember um 17.00 Uhr eröffnet und bietet bis zum 12. Dezember die Gelegenheit, die Werke zu besichtigen. mehr…


Samstag 05.12.09, 06:00 Uhr

Heteronormativität in Star Trek

Am heutigen Samstag, 5. Dezember, findet um 19.00 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe Geschlecht und Gesellschaft im KulturCafé an der Ruhr-Uni ein Vortrag statt unter dem Titel: Heteronormativität in Star Trek. Referentinnen sind Verena Schuh und Jos Schaefer-Rolffs (Bochum). In der Ankündigung heißt es: „Science Fiction und Gesellschaft stehen in einer engen Wechselbeziehung. Einerseits fungiert Science Fiction als gesellschaftlicher Raum für utopische Projektionen, andererseits stellt sie einen Spiegel des Status Quo der Gesellschaft dar. Die Serie Star Trek versinnbildlicht beides. mehr…


Freitag 04.12.09, 12:00 Uhr

Heißes Programm im Audimax

Die Studierenden im besetzten Audimax der Ruhr-Universität Bochum sorgen für ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Konzerte, Lesungen und politische Diskussionen erwecken das im Normalbetrieb häufig leerstehende Auditorium maximum zum Leben! Auf der Webseite des Bildungsstreiks wird angekündigt: „Am Freitag spielen ab 22 Uhr mit der Indierock-Band Captain Cosmos und der 11-köpfigen Reggae-Kombo NoBadderation zwei lokale Bandgrößen kostenlos im Audimax.
Am Samstag gibt es lokalen PunkRock / Hardcore mit T.S.K.b., Rustys Swords und Western Standard. Das kulturelle Wochenende wird abgerundet durch HipHop mit mit Beatplantage, Jackpot und anschließender Jam-Session am Sonntag! Das gesamte Wochenende über findet ein „alternativer Bildungsgipfel“ statt. Gemeinsam werden dort in den verschiedenen Workshops Zukunftsentwürfe, Ziele und Maßnahmen entwickelt, um unser Bildungssystem so mitzugestalten, wie wir es uns vorstellen, anstatt ohnmächtig die Gegebenheiten anzunehmen.“


Freitag 04.12.09, 11:00 Uhr
Gewerkschaftsbund fordert Rettungsschirm für Bochum

DGB: „Wo bleibt die Bochumer CDU?“

Der DGB Ruhr-Mark schreibt: »Nach Informationen der Bochumer CDU soll das geforderte Einsparvolumen des Regierungspräsidenten im Haushalt der Stadt jetzt bei 130 Millionen liegen. „Der Bochumer Rat hat in seiner letzten Sitzung eine Resolution zur Bochumer Haushaltssituation beschlossen. Wir fordern die CDU auf, jetzt auch zu handeln und nicht nur zu klagen. Bund und Land werden schließlich von CDU Politikern geführt. Jetzt muss die Bochumer CDU Farbe bekennen und bei ihren Parteifreunden in Berlin und Düsseldorf intervenieren und sich für unsere Stadt einsetzen“, so Hermund. mehr…


Donnerstag 03.12.09, 22:00 Uhr

Frithjof Schmidt ist in Berlin angekommen

Bei der heutigen Abstimmung im Bundestag über die weitere Beteiligung der Bundeswehr am Krieg in Afghanistan haben die Bochumer Abgeordneten Norbert Lammert (CDU), Gerd Bollmann (SPD) und Axel Schäfer (SPD) für die Verlängerung des Kriegseinsatzes in Afghanistan gestimmt. Die beiden Bochumer Abgeordneten der Linken Sevim Dagdelen und Ingrid Remmers stimmten dagegen. Der Bochumer Grüne Abgeordnete Frithjof Schmidt enthielt sich. Er machte damit deutlich, dass er zum kriegsbefürwortenden Mainstream seiner Fraktion gehört. Immerhin hatten 19 Grüne Abgeordnete mit Nein gestimmt.


Donnerstag 03.12.09, 13:04 Uhr

Neuer Kinder- und Jugendring-Vorstand

Die Delegierten der Mitgliedsverbände haben auf der Vollversammlung des Jugendrings am 30.11.09 einen neuen Vorstand für den Kinder- und Jugendring Bochum e.V. gewählt. Auf dem Foto vom neuen Jugendringvorstand ist von links nach rechts zu sehen: Wilfried Maier (aej), Matthias Feldmann (BDKJ), Esra Tekkan-Keskin (IFAK), Simone Dreyer (DGB-Jugend), Pamela Ziesche (Sportjugend), Ina Wilde (Rosa Strippe), Maria Michalak (AWO-Jugendwerk) und Peter Germerodt (Falken). In der Presseerklärung, in dem auch der Entwurf des Haushaltsicherungkonzeptes als „sozial unausgewogen“ kritisiert wird,  heißt es: mehr…


Donnerstag 03.12.09, 13:00 Uhr

Schulung für Betriebsräte zur Kurzarbeit

Obwohl es Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung in einigen Branchen und in Betrieben der Region gibt, ist die Krise nach Ansicht des DGB noch längst nicht überwunden. „Auch wenn die Herbstbelebung des Arbeitsmarktes in diesem Jahr noch anhält, sind wir noch längst nicht über den Berg“, darauf verweist der DGB Regionsvorsitzende Michael Hermund. Ein neuerlicher Zuwachs bei der Beantragung von Kurzarbeit mache deutlich, dass sich noch viele Unternehmen in Schwierigkeiten befinden. Viele Betriebsräte stehen vor der Aufgabe, negative Auswirkungen auf die Beschäftigten zu vermeiden oder mindestens einzudämmen. Im Zentrum stehen dabei Maßnahmen, die den Erhalt der Arbeitsplätze sichern und Unternehmen für die Zukunft nach der Krise aufstellen helfen. mehr…


Donnerstag 03.12.09, 12:00 Uhr

Heiße Luft von der Uni-Leitung?

Die Aktiven des Bildungsstreikes schreiben: »Mit der Legitimation der Vollversammlung der Studierendenschaft der Ruhr-Universität Bochum wurde am 19.11.2009 ein Forderungskatalog von mehr als 3000 anwesenden Studierenden verabschiedet, in dem u.a. die Änderung des jetzigen BA/MA-Systems und die Abschaffung der Studiengebühren gefordert wird. Laut Darstellung der Hochschulleitung werden nun Gespräche mit den Fakultäten gesucht, um über mögliche Verbesserungen der Studienbedingungen zu diskutieren. Dazu sollen ‚Arbeitsgruppen‘ eingerichtet werden, die im Einzelfall über die Umsetzungsprobleme von BA/MA-Studiengängen oder die Verwendung von Studiengebühren diskutieren sollen. Auf die Forderungen der studentischen Vollversammlung wird dabei jedoch nicht eingegangen. Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen sind lediglich Vorschläge und nicht verbindlich. Darüber hinaus stellen diese Arbeitsgruppen eine Parallelstruktur zu den Fachschaftsräten dar, deren Größe und Arbeitsfähigkeit gerade erst beschränkt wurden und deren Verbesserungsvorschläge zumeist schon jetzt in den universitären Verwaltungsgremien (z.B. Senat, Fakultätsräte, Institutsräte etc.) abgelehnt werden. mehr…


Mittwoch 02.12.09, 18:00 Uhr

:bsz 810: Bildungsstreik und Solidarität

Wie (allgemein-)politisch die gegenwärtigen Bildungsproteste sind oder sein sollten, um nicht nur mit dem Muff unter den Talaren aufzuräumen, diskutiert die Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung in ihrer aktuellen Ausgabe (hier als pdf) in einem ausführlichen Debattenbeitrag. Dass hochschulpolitische Partizipation konkrete Erfolge zeitigen kann, zeigt die bsz zudem am konkreten Beispiel der Verhinderung der Gebührenfinanzierung einer Erziehungswissenschaftsprofessur, nachdem die Studierenden sich bei einer Befragung mit knapper Mehrheit dagegen ausgesprochen hatten. Wie man konkrete Solidarität im grauen Alltag übt, illustriert die bsz in einem Beitrag zum Bahntrampen. Viel politische Solidarität hatte sich in den vergangenen Monaten auch im Falle einer Wittener Betriebsrätin gebildet, die von ihrem Arbeitgeber wegen eines offensichtlich konstruierten Diebstahlsdelikts an ihrem Supermarkt-Arbeitsplatz verklagt worden war und nun freigesprochen wurde. Außerdem unterzieht die Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung in ihrer 810. Ausgabe eine fragwürdige Extremismus-Comicserie des Verfassungsschutzes NRW einer kritischen Rezension und stellt sechs coole Spiele als Weihnachtsgeschenkidee vor.


Mittwoch 02.12.09, 14:03 Uhr

Lesung: Weihnachten mal anders

Eine weihnachtliche Lesung der etwas anderen Art präsentieren die Literaturinitiative Treibgut und die Stadtbücherei Bochum am Montag, 7. Dezember, ab 20 Uhr in der Zentralbücherei, Gustav-Heinemann-Platz 2-6. Einen Tag nach dem Nikolaustag zelebriert auch der literarische Nachwuchs die Vorweihnachtszeit mit festlich-frechen Texten und stimmungsvoller Unterhaltung. mehr…