Archiv für den Monat: Oktober 2008


Mittwoch 29.10.08, 21:00 Uhr
Linksfraktion zum Konzerthaus:

Die Kosten werden sich auf über 40 Millionen Euro summieren

Die Linksfraktion schreibt: »Auf der Sondersitzung des Rates am vergangenen Montag, 27.10. wurde von der Mehrheit entschieden, dass die Finanzierung des Konzerthauses in Höhe von 29,3 Mio € gesichert sei. Dieser Beschluss beinhaltet, dass sich die Stadt mit mehr als den bereits beschlossenen 15 Mio € beteiligen wird und zwar über die städtischen Töchter Sparkasse und Stadtwerke. Die Linke kritisiert, dass sich erst wenige Tage zuvor die Ratsmehrheit geweigert hat, einem Antrag zu Sozialtarifen bei den Stadtwerken zuzustimmen. Der Vorschlag der Linken, bei der Sparkasse ein kostenloses Girokonto einzurichten, war bereits im letzten Jahr gescheitert. Jetzt werde hingegen freigiebig das Geld im großen Stil bewilligt. „Ich erinnere daran, dass Die Linke die Berechnungen der Stadt für die Konzerthauskosten anzweifelt,“ so Ernst Lange. „Wir gehen davon aus, dass sich die Kosten über die gesamte Kreditlaufzeit von 26,5 Jahren auf über 40 Mio € summieren werden.“ mehr…


Mittwoch 29.10.08, 09:00 Uhr
Die Aktion Pro Afrika in der 'Humanitären Cubahilfe' lädt ein:

Mali-Tag

Am Samstag, dem 1. November, stellt sich die Aktion Pro Afrika in der ‚Humanitären Cubahilfe‘ mit einem bunten Programm im Bahnhof Langendreer vor. In der Einladung heißt es: „Um 13.00 Uhr geht es los, afrikanisches Essen und Getränke werden angeboten, und TapaLapa, westafrikanisch orientierte Perkussionisten aus dem Ruhrgebiet, trommeln zur Einstimmung. Die Musiker, die seit 2002 zusammen spielen, verbinden westafrikanische Stile der Malinke, Wolof oder Sous-Sous mit eigenen Rhythmen. Abwechslungsreiche Arrangements, die durch ihren kraftvollen und lebendigen Sound bestechen, lassen jedes Konzert zu einem besonderen Erlebnis werden. Während des Nachmittags bietet TapaLapa in Raum 6 Trommelworkshops für Kinder an! Hauptrednerin im Infoblock ist Haby Démbele. Die Vorsitzende von APA-Mali gründete gemeinsam mit anderen Maliern im Herbst 2007 die ‚Action pour Afrique‘, Partnerorganisation der Bochumer Gruppe in Mali. mehr…


Mittwoch 29.10.08, 09:00 Uhr
Vor 25 Jahren: Der „heiße Herbst“ der Friedensbewegung

Geschichtswerkstatt fährt nach Mutlangen

Die Bochumer Geschichtswerkstatt organisiert am 28.-30.11. eine Exkursion nach Mutlangen. In der Einladung heißt es: »Mit Verabschiedung des „NATO-Doppelbeschlusses“ durch die Außen- und Verteidigungsminister der NATO-Staaten im Dezember 1979 wurde die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Westeuropa angekündigt. Anfang bis Mitte der Achtziger Jahre demonstrierten Millionen von Menschen in Westeuropa gegen den sog. NATO-Doppelbeschluss. Eine neue Friedensbewegung in der BRD und in anderen westeuropäischen Ländern hatte sich daraufhin entwickelt, sie hatte damals an Stärke gewonnen und zu neuen Aktionsformen gefunden. Im November 1983 wurde in der BRD und in anderen NATO-Staaten mit der Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenraketen Pershing II und der Marschflugkörper „Cruise Missiles“ begonnen. Die Friedensbewegung reagierte darauf mit gewaltfreien Protestaktionen und Sitzblockaden. In einem kleinen Ort in Baden-Württemberg, in Mutlangen, wurden im November 1983 die ersten Mittelstreckenraketen vom Typ Pershing II stationiert. mehr…


Dienstag 28.10.08, 17:00 Uhr

Soziale Liste: Jahrhunderthalle statt Konzerthaus

Die Soziale Liste bekräftigt in einer Pressemitteilung ihre Ablehnung gegenüber dem Konzerthausbeschluss des Rates: »Die Soziale Liste lehnt den Bau eines Konzerthauses für Bochum aus finanziellen, wirtschaftlichen und sozialpolitischen Gründen ab. Man kann nicht ständig die Gebühren und Belastungen für die Bürger erhöhen, soziale Projekte wie das Sozialticket ablehnen und gleichzeitig neue Prestigeobjekte auf Pump bauen und mit hohen städtischen Zuschüssen betreiben. Auch wäre angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung und der zu erwartenden städtischen Einnameausfälle mehr Zurückhaltung angebracht, so die Soziale Liste. mehr…


Dienstag 28.10.08, 12:30 Uhr

Sondervorstellung im Metropolis: Let’s Make Money

Am Donnerstag, 30.10., 19:00 Uhr,  präsentiert das Metropolis im Hauptbahnhof in Kooperation mit Attac eine Sondervorstellung von Erwin Wagenhöfers Dokumentarfilm ‚Let’s Make Money‘. In der Einladung heißt es: „Nach der Vorführung steht der Finanzexperte Detlev von Larcher, Mitglied des Koordinierungskreises von Attac Deutschland, zur Diskussion zur Verfügung. Nach „We feed the world – Essen global“, der spektakulären Dokumentation über unsere Nahrungsmittel, hat Filmemacher Erwin Wagenhofer einen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm für das Kino gedreht: In ‚Let’s Make Money‘ folgt er der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem. Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern. Was hat unsere Altersvorsorge mit der Immobilienblase in Spanien zu tun? Wir müssen dort kein Haus kaufen, um dabei zu sein. Sobald wir ein Konto eröffnen, klinken wir uns in die weltweiten Finanzmärkte ein – ob wir wollen oder nicht. mehr…


Dienstag 28.10.08, 12:00 Uhr

Kunstmarkt in der Werkstatt Wort und Bild

Am Samstag und Sonntag, den 15./16. November, gibt es wieder einen Kunstmarkt in der Bochumer Werkstatt Wort und Bild zur Unterstützung der Kulturarbeit der Werkstatt. Realisiert wurden in ihr in den letzten Jahren Ausstellungsprojekte mit zahlreichen Bildenden Künstlerinnen und Künstlern, u.a. in Erinnerung an den chilenischen Poeten, Politiker Pablo Neruda, den von den Nazis verfolgten Publizisten Carl von Ossietzky oder den Autor Bertolt Brecht, sowie Ausstellungen mit dem Maler/Poeten Georg Paulmichl aus Südtirol oder dem Bochumer Künstler Hermann Metzger. Gleichzeitig zum Kunstmarkt ist in der Werkstatt Wort und Bild, in der Lothringer Straße 36c, eine Ausstellung mit dem Titel „Grafik International“ zu sehen. Grafik aus europäischen Ländern, Übersee, dem Ruhr-Revier und NRW. Die Exponate sind über den Kunstmarkttermin hinaus bis zum 28.11.08 in der Werkstatt präsent. mehr…


Dienstag 28.10.08, 07:39 Uhr

BSZ nur online

Wegen gravierender Computerprobleme erscheint in dieser Woche keine Printausgabe der Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung. Aus aktuellem Anlass berichtet die bsz jedoch trotzdem in ihrer Onlineausgabe vom Nazi-Aufmarsch vergangenen Samstag in der Bochumer Innenstadt  und lässt den Wettbewerb „Geld schreibt“ der Literarischen Gesellschaft Bochum noch einmal Revue passieren.


Dienstag 28.10.08, 07:00 Uhr

SDS Bochum bietet Lesekreis zu Marx’ „Kapital“ an

Am Mittwoch, dem 29.10. findet um 16 Uhr im AusländerInnenzentrum der Ruhr-Universität die Auftaktveranstaltung zum „Kapital“-Lesekreis des SDS Bochum mit Thomas Sablowski statt. In Der Einladung heißt es: »Für den Lesekreis, der eine Woche später beginnt, sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Auftaktveranstaltung wird auch einen aktuellen Bezug zu Marx herstellen: Wie lässt sich die Finanzkrise nach marxistischer Theorie erklären? Veranstalter ist dielinke.SDS Bochum, eine der Partei Die Linke nahestehende Hochschulgruppe. In den 1960er Jahren hatten Lesekreise, die sich mit Karl Marx’ „Kapital“ beschäftigten, Hochkonjunktur. Die Teilnehmer, zumeist Studenten, wollten mit Hilfe der „Kritik der politischen Ökonomie“ das kapitalistische System, in dem sie lebten, verstehen und kritisieren lernen. mehr…


Montag 27.10.08, 17:30 Uhr

DGB: Fremdenhass und Intoleranz sind nicht vom Grundgesetz geschützt

Der Vorsitzende der DGB-Region Ruhr Mark, Michael Hermund, zieht eine positive Bilanz der Aktivitäten rund um das Bündnis „Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht.“ am vergangenen Samstag: „Ich denke es ist uns gelungen, die gesamte Stadt gegen die Nazis zu mobilisieren. Alle gesellschaftlichen Kräfte haben unsere Aktivitäten unterstützt. Es war beeindruckend, mit wie viel Kreativität und Engagement sich die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt – unterstützt von vielen Menschen aus den Nachbarstädten – für Toleranz und gegen Rassismus ausgesprochen haben. Ich hoffe, dass es gelingt, diesen breiten zivilgesellschaftlichen Konsens in unserer Stadt zu erhalten und weiter zu entwickeln. Hierzu wird es notwendig sein, in einen noch ernsthafteren Dialog mit der Polizei zu treten. Es darf nicht sein, dass die Polizei jede Verhältnismäßigkeit vermissen lässt, wenn sie das von ihr geschützte Demonstrationsrecht von ein paar Nazis weit höher einschätzt, als die Bewegungsfreiheit von Tausenden von Bochumern.“ Michael Hermund greift eine Kritik des Bochumer Amtsrichters Dr. Ralf Feldmann auf. Er hat kritisiert, dass die Bochumer Polizei zum wiederholten Mal Straftaten von Nazis nicht zum Anlass genommen hat, um einen Nazi-Aufmarsch zu verbieten. „Auf dieser Nazi-Kundgebung“, so Hermund, „sind Nazis aufgetreten, die schon wegen ihre Reden bei ihren Hetzkundgebungen gegen die Synagoge verurteilt worden sind. Wenn nun erneut ein Transparent beschlagnahmt wird, dass eindeutig volksverhetzenden Charakter hat, dann muss sich der Bochumer Polizeipräsident fragen lassen, was eigentlich passieren muss, damit er dem Beispiel seines Kölner Kollegen folgt und so etwas verbietet. Die Oberbürgermeisterin der Stadt habe mit der Einladung zu einem runden Tisch sicherlich zum Erfolg der Aktionen am Samstag beigetragen. „ Langfristig hat eine solche Runde aber nur eine Perspektiven, wenn es gelingt, auch den Polizeipräsidenten von seiner bisherigen Linie abzubringen und in den Konsens gegen die Nazis einzubinden“, so Hermund.


Montag 27.10.08, 17:00 Uhr

Soziale Liste kritisiert Einschränkungen der Bürgerrechte zum Schutz von Nazis

Die Soziale Liste Bochum protestiert dagegen, dass „mit einem der massivsten Polizeiaufgebote in der Stadtgeschichte seit 1945 der neofaschistischen NPD im Zentrum von Bochum eine ungestörte Kundgebung ermöglicht wurde.“ In der Erklärung heißt es: „Empörend ist auch, dass mit einem unglaublichen technischen, personellen, logistischen und finanziellen Einsatz Angst und Schrecken ausgelöst sowie die demokratischen Rechte in Teilen der südlichen Innenstadt außer Kraft gesetzt wurden. Dies ist aus Sicht der Sozialen Liste umso infamer, weil alten und jungen Nazis für ihre menschenverachtende Hetze die Straße frei gemacht wurde. Der Erfolg der großen antifaschistischen Demonstration auf dem Dr.-Ruer-Platz wird durch die polizeilichen Maßnahmen und Einschränkungen der demokratischen Rechte leider geschmälert.“