Archiv für das Jahr: 2007


Samstag 25.08.07, 15:00 Uhr
Aus dem Rathaus:

Personalrat erstickt aufkeimenden Verdacht

stadt-pr-contra-linke-mini.jpgDer Personalrat der Stadt Bochum zählt seit Jahrzehnten zu den Trutzburgen der SPD gegen alles was links, grün, ökologisch oder gar feministisch ist oder auch nur sein könnte. In der aktuellen Ausgabe seiner Hauspostille „PR-Kontakt“ stellt der Personalrat klar: „Wir wehren uns hier ausdrücklich auch gegen den möglicherweise aufkeimenden Verdacht, wir würden „Die Linke“ exklusiv mit verwertbarem Material versorgen!“ Die Linksfraktion hatte einen Beitrag aus der Juli-Ausgabe von PR-Kontakt veröffentlicht, der über eine „Belastungsanalyse in der ARGE“ berichtete und hierauf basierend eine Anfrage im Rat gestellt. Nachweislich falsch (siehe Stellungnahme der Linksfraktion) behauptet der Personalrat, sein Blättchen wäre nicht als Quelle genannt worden und geißelt das als „eine grobe Unhöflichkeit“ und „Verstoß gegen geltendes Urheberrecht“.
Auf der gleichen Seite von „PR-Kontakt“ wird im Beitrag „Pflaume des Monats“ ein grüner Vorstoß zur beruflichen und materiellen Gleichstellung von Frauen niedergemacht. Jeder auch noch so unwahrscheinliche „aufkeimende Verdacht“, der an der Linientreue des Personalrates zweifeln lassen könnte, dürfte damit also erstickt sein.


Freitag 24.08.07, 22:15 Uhr

HelferInnen für Cuba-Container gesucht

Die Humanitäre Cuba-Hilfe, eines der herausragenden Solidaritätsprojekte in Bochum, braucht Unterstützung: Drei „Cubacontainer“ sollen in der nächsten Woche beladen werden. Am Mittwoch, 29.8., ab 15 Uhr und am Freitag, 31.8., um 12 Uhr und um 15 Uhr werden tatkräftige HelferInnen gesucht. Das ganze findet in Dortmund an der B1 neben dem neuen ADAC Hauptgebäude, Westfalendamm 399-401, ehemalige Panzergaragen, statt. Die Cuba-Hilfe ist diesmal etwas knapp an HelferInnen und bittet alle Interessierten und CubafreundInnen um Mithilfe. Unterstützungszusagen bitte an: dr.piel[at]t-online.de.


Freitag 24.08.07, 22:00 Uhr

Aktionstag des Eine-Welt-Forums

Am Freitag, dem 21. September, findet von 15 bis 19 Uhr im Rahmen der „Fairen Woche“ eine Aktion des „Eine Welt Forum Bochum“ (EWF) in der Innenstadt statt. Mit mehreren Ständen, mit einem „Kaffee-Mobil“ mit Kaffeeausschank und einem Kulturbeitrag soll der fairen Handel und die Bandbreite seiner Produkte noch mehr in die Öffentlichkeit gebracht werden. Das EWF schreibt: »Wir haben dazu auch die Schulen und die Naturkostläden angesprochen, ebenso die Gewerkschaften, die sich z.B. bei den „Flower- Label-Blumen“ und bei der „Kampagne für Saubere Kleidung“ engagieren. Unterstützt werden wir von der Jugendjazzband „JAZZpresso“ der Musikschule und von den Musikern von „AFROLIGHT“ mit Tanz und Perkussion. Am Kaffeemobil CAUCA können die BochumerInnen den fairen „Pott-Kaffee“ probieren und bei gutem Wetter wollen wir mit Hilfe eines Sonnenkollektors Kaffeebohnen rösten und mit einem „Schokobrunnen“ Schokolade herstellen. Neben Infos über den „Fairen Handel“ mit weiteren Produktproben werden Bochumer EineWelt-Gruppen auch über ihre Arbeit und Projekte informieren.“« Wer noch mitmachen will, melde sich bei: dagmarwolf[at]bahnhof-langendreer.de.


Pressemitteilung der Sozialen Liste vom 24.8.2007
Freitag 24.08.07, 19:00 Uhr
Soziale Liste sieht Turbulenzen in der Bochumer Kommunalpolitik

Stockt das neoliberale Umbau- Programm?

Die gestrige Ratssitzung hat aus Sicht der Sozialen Liste „die Turbulenzen in der Bochumer Kommunalpolitik“ deutlich hervortreten lassen. Diese haben in den letzten Wochen ein beträchtliches Ausmaß angenommen. Als Beispiele nennt das kommunale Wahlbündnis:
* Das dicke Fragezeichen des Regierungspräsidenten zum Bau eines Bochumer
Konzerthauses.
* Das drohende Scheitern der Imagekampagne „Bochum macht jung“.
* Den Rückzug von der Bewerbung zur Bundesgartenschau und den Plänen
zur Erweiterung der Ruhr-Park-Einkaufzentrums.
* Die Widerstände und der massive Protest gegen die Schulschließungspläne und den Bau von neuen Hochhäusern.
Die Ratssitzung förderte Unsicherheiten und Widerstände gegen das Vorhaben zu Tage, Bochum noch stärker den „Investoren“ zu überlassen. Das begonnene und weiter geplante „neoliberalen Umbau-Programm für Bochum“, so die Soziale Liste, könnte hierdurch in Gefahr geraten. Die Soziale Liste Bochum sieht in dieser Entwicklung einen Erfolg von alternativen und linken politischen Kräften in der Stadt und ruft dazu auf, noch stärker in Richtung einer solidarischen und sozialen Stadt tätig zu werden. mehr…


Rede von Günter Gleising (Soziale Liste) in der Ratssitzung am 23. 9. 2007
Freitag 24.08.07, 19:00 Uhr

Keine Kommerzialisierung und „Schicki – Micki“

Die Turbulenzen in der Bochumer Kommunalpolitik haben in den letzten Wochen
ein beträchtliches Ausmaß angenommen und zeugen von großen Unsicherheiten
und Schwierigkeiten im neoliberalen Umbau-Programm für Bochum.
*Da war zunächst das dicke Fragezeichen des Regierungspräsidenten zum Bau
eines Bochumer Konzerthauses.
*Jetzt droht die Imagekampagne „Bochum macht jung“ zu scheitern.
*Nun soll die Bewerbung und die Pläne zur Bundesgartenschau gestoppt werden.
Zum letzteren möchte ich sagen. Den Schritt den SPD und Grüne hier vollziehen erfordert Mut und verdient Respekt!
Es war wie immer bei einem Prestigeobjekt in Bochum. Unter großem Zeitdruck sollten für die Stadt Bochum wichtige Beschlüsse mit weit reichenden Folgen
gefasst werden.
Zunächst hatte der Haupt- und Finanzausschuss am 17. Januar 2007 die Teilnahme an der Landesgartenschau NRW für 2014 beschlossen und 60.000 Euro Haushaltsmittel bereitgestellt.
Auch dies damals auf dem letzten Drücker.
Im Mai kam dann offensichtlich innerhalb der Verwaltung die Idee auf, dass sich Bochum statt zur Landesgartenschau, gleich zur Bundesgartenschau bewerben sollte, zumal die stillgelegte Deponie Kornharpen gar nicht für derartige Planungen zur Verfügung stand.
Doch jetzt war der Zeitdruck noch größer.
Ohne Ratsvotum wurde schon am 15. Mai 2007 die Teilnahme an der Bewerbung zur Bundesgartenschau 2015 angemeldet. Auch wurde ein neues umfangreiches Konzept erstellt, dass erst kürzlich den Fraktionen zugestellt wurde. Heute zwei Wochen später sollten diese Pläne, sie umfassen 107 Seiten und zahlreiche Anlagen, abgesegnet werden.
Aber das wird ja mit der heutigen Abstimmung hoffentlich gestoppt. mehr…


Freitag 24.08.07, 19:00 Uhr

Soziale Liste: Stockt das neoliberale Umbau- Programm?

Die gestrige Ratssitzung hat aus Sicht der Sozialen Liste „die Turbulenzen in der Bochumer Kommunalpolitik“ deutlich hervortreten lassen: „Diese haben in den letzten Wochen ein beträchtliches Ausmaß angenommen“ Beispiele seien: Das dicke Fragezeichen des Regierungspräsidenten zum Bau eines Bochumer Konzerthauses. Das drohende Scheitern der Imagekampagne „Bochum macht jung“. Der Rückzug von der Bewerbung zur Bundesgartenschau und den Plänen zur Erweiterung der Ruhr-Park-Einkaufzentrums. Die Widerstände und der massive Protest gegen die Schulschließungspläne und den Bau von neuen Hochhäusern.
Das begonnene und weiter geplante „neoliberalen Umbau-Programm für Bochum“, so die Soziale Liste, könnte hierdurch in Gefahr geraten. Die Soziale Liste Bochum sieht in dieser Entwicklung einen Erfolg von alternativen und linken politischen Kräften in der Stadt und ruft dazu auf, noch stärker in Richtung einer solidarischen und sozialen Stadt tätig zu werden. Im Wortlaut.


Freitag 24.08.07, 16:00 Uhr

Sevim Dagdelen: Stadionverbot für Nazis in Bochum

Die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Sevim Dagdelen fordert die VfL-Verantwortlichen auf, auch in Bochum ein Stadionverbot für Personen mit Nazi-Kleidung auszusprechen: „Der VfL sollte endlich dem Beispiel anderer Erstligisten folgen und Nazis, die an ihrer Kleidung eindeutig zu erkennen sind, den Zugang zum VfL-Stadion verwehren. ZuschauerInnen, die Kleidung mit Symbolen tragen, die eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, wie z.B. mit Aufschriften wie A.C.A.B. oder Marken wie Consdaple, Masterrace oder Thor Steinar, sollte der Zutritt grundsätzlich nicht gestattet werden.
Dass das funktioniert, haben andere Fußballvereine vorgemacht: der FC St. Pauli, Werder Bremen, Herta BSC Berlin und vor einigen Tagen auch Borussia Dortmund. Hier sollte der VfL nicht abseits stehen oder auf der Reservebank sitzen, sondern den Ball aufnehmen und aktiv ins Geschehen eingreifen. mehr…


Freitag 24.08.07, 15:00 Uhr

WDR: Stadt räumt Fehler ein

Der WDR berichtet: »Die Stadt Bochum hat Fehler bei der Vergabe der Marketingkampagne „Bochum-macht-jung“ eingeräumt. In einer Stellungnahme an die Kommunalaufsicht, die dem WDR vorliegt, gibt die Stadt an, gegen die Vergabevorschriften verstoßen zu haben. Es geht um einen Werbeauftrag über 900.000 Euro für die im Mai gestartete Kampagne „Bochum-macht-jung“. Der war ohne Ausschreibung an eine große Essener Agentur gegangen. In der Antwort an die Kommunalaufsicht heißt es nun, man habe die Agentur ohne Ausschreibung gewählt, da man an deren Werbestrategien für die Kulturhauptstadt anschließen wollte. Wörtlich heißt es dazu in dem Schreiben: „Diese Entscheidung hätte nicht getroffen werden dürfen“. Die Stadt sichert für die Zukunft zu, das geltende Recht bei Aufträgen an Dritte zu wahren und die Vergabe von Aufträgen ordnungsgemäß in den Akten zu dokumentieren.«
Siehe auch Meldung Argumentationsnöte der Stadtspitze vom 18.8.2007.


Freitag 24.08.07, 11:30 Uhr

Chlor im Trinkwasser

Die Gelsenwasser AG hat für einige Versorgungsbereiche auf Grund des Ruhr-Hochwassers empfohlen, das Wasser abzukochen. Für andere Bereiche wie Bochum schreibt sie auf ihrer Webseite, dass „Trinkwasser in den nächsten Tagen nach Desinfektionsmittel riechen“ kann.


Freitag 24.08.07, 11:00 Uhr
Freie Uni Bochum bietet dem SPD-Landesparteitag 500-Euro-Wette an

Studiengebühren: Wetten, dass…?

Am Samstag, den 25. August, findet im Bochumer RuhrCongress der bildungspolitische Parteitag der NRW-SPD statt. Anlässlich des Parteitags bieten die Aktiven der Freien Universität Bochum (FUB) den SozialdemokratInnen eine außergewöhnliche Wette um 500 Euro an: Wetten, dass die NRW-SPD im Fall einer Regierungsübernahme nicht wie versprochen die Studiengebühren ohne wenn und aber abschaffen wird, sondern das Wahlversprechen bricht? Die FUB:
»Wir glauben Euch kein Wort mehr!
Die NRW-SPD verspricht in den Leitanträgen zum Parteitag, sie wolle nach Jahrzehnten jetzt endlich dafür sorgen, dass die chronische Unterfinanzierung der NRW-Hochschulen beendet wird. Sie sagt, sie wolle die studentische Mitbestimmung stärken und die von der CDU eingeführten Studiengebühren wieder abschaffen, wenn sie an der nächsten Landesregierung beteiligt sein sollte. Die aktiven Studierenden glauben der SPD jedoch kein Wort mehr. mehr…


Donnerstag 23.08.07, 22:00 Uhr
Der grüne Landtagsabgeordnete Ewald Groth fordert:

„VfL muss Rechte aus dem Stadion sperren“

Zur Entscheidung von Borussia Dortmund dem Beispiel von Werder Bremen, Herta BSC Berlin und dem FC St.Pauli zu folgen und das Tragen von „Thor Steinar“-Kleidung im Westfalenstadion zu verbieten, erklärt Ewald Groth, Bochumer Landtagsabgeordneter und sportpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion:
„Auch der VfL Bochum muss jetzt Farbe bekennen und Thor-Steinar-Kleidung aus dem Stadion verbannen. Das gilt natürlich auch für das Stadion-Personal. Besuchern, die durch ihr Auftreten eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind, muss der Zugang verwehrt werden. Rechtes Gedankengut verträgt sich nicht mit den Idealen und Werten eines toleranten und weltoffenen Sports und mit denen unserer Stadt.“


Donnerstag 23.08.07, 22:00 Uhr

Bericht der Linksfraktion von der heutigen Ratssitzung

Die Linksfraktion berichtet über die heutige Sitzung des Bochumer Rates, dass u.a. folgende Themen behandelt wurden: »Zusammenlegung von Bundestags- und Kommunalwahl, Bundesgartenschau, Erinnerung an die Deportation jüdischer Kinder, Verkauf städtischer Wohnungen
Zusammenlegung von Bundestags- und Kommunalwahl
Die CDU-FDP-Landesregierung will aus wahltaktischen Gründen die Kommunalwahlen von der Bundestagswahl abkoppeln. Das würde massive Zusatzkosten für die Kommunen – für Bochum allein ca. 400.000 € – verursachen. Was aber noch schlimmer ist: Je mehr Wahlen es gibt, desto größer die Wahlmüdigkeit und desto geringer die Wahlbeteiligung. Das aber schadet unserer Demokratie. Deshalb haben SPD, Grüne, LINKE und sogar die FDP eine Resolution eingebracht, in der die Landesregierung aufgefordert wird, von diesen Plänen Abstand zu nehmen. Gegen die Stimmen der CDU, UWG und der Sozialen Liste wurde diese Resolution beschlossen. mehr…


Antrag der Linksfraktion zur Sitzung des Ausschusses für Sport und Freizeit am 7.9.2007
Donnerstag 23.08.07, 13:00 Uhr

Stadionverbot für TrägerInnen rechtsradikaler Bekleidungsmarken

Der Ausschuss für Sport und Freizeit möge folgenden Beschluss fassen:

Der Ausschuss bittet den VfL Bochum, dem Beispiel von Herta BSC Berlin und Werder Bremen zu folgen und ein Stadionverbot für TrägerInnen rechtsradikaler Bekleidungsmarken zu verhängen. Der Ausschuss bittet, dass er zeitnah über die Entscheidung des VfL Bochum unterrichtet wird.

Begründung:

Der VfL Bochum hat in seinem projektierten Leitbild aber auch in vielfältigen Kampagnen und öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und für Toleranz gesetzt. Ein Stadionverbot für TrägerInnen rechtsradikaler Bekleidungsmarken wie Thor Steinar, A.C.A.B, Pro Violence oder Sport Frei würde sich in dieses Handeln positiv einfügen. Welche Marken zum rechtsradikalen Dresscode gehören, lässt sich mit Sicherheit in einem Gespräch mit den örtlichen Polizeibehörden klären. Außerdem ist in dieser Hinsicht sicherlich auch ein Informationsaustausch mit den Verantwortlichen von Herta BSC Berlin und Werder Bremen sinnvoll. Beide Vereine haben ein Stadionverbot für TrägerInnen rechtsradikaler Bekleidungsmarken erlassen.

Gerade die oben aufgeführten Marken produzieren schicke, trendige Kleidung mit Schriftzügen, Bildern und Symbolen, die oft nur von eingeweihten als rechtsradikale Symbolik erkannt werden, gleichwohl aber identitätsstiftend für die rechte Szene und Hooligans sind. Der VfL unterstützt die Aktion „Schöner Leben ohne Nazis“. Daher sollte er auch keine Nazis in seinem Stadion dulden.

Für die Fraktion

Ernst Lange


Donnerstag 23.08.07, 13:00 Uhr

Keine „Thor Steinar“-Kleidung bei BVB Heimspielen

Die Borussia Dortmund GmbH & Co Aktiengesellschaft schreibt auf ihrer Webseite: »Um ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen, wird Borussia Dortmund Zuschauern, die Kleidung der Firma „Thor Steinar“ tragen, zukünftig den Zugang zum Signal Iduna Park verwehren. Darüber hinaus behält sich der BVB vor, Besuchern, die durch ihre Kleidung oder ihr sonstiges Auftreten eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind, nicht zum Stadionbesuch zuzulassen.«
Der VfL Bochum hat sich bisher geweigert, ähnlich klare Maßnahmen gegen Nazis zu ergreifen. Wahrscheinlich wird das jetzt im VfL Vorstand neu diskutiert. Unterschriftenlisten, mit den der VfL aufgefordert wird, dem Beispiel von BVB, Hertha BSC, Werder Bremen und St. Pauli zu folgen, gibt es als PDF-Datei.
Die Linksfraktion hatte bereits am 23. 8. einen Antrag für die Sportausschuss-Sitzung am 7.9. gestellt, der fordert: Der Ausschuss bittet den VfL Bochum, dem Beispiel von Herta BSC Berlin und Werder Bremen zu folgen und ein Stadionverbot für TrägerInnen rechtsradikaler Bekleidungsmarken zu verhängen. Im Wortlaut.


Donnerstag 23.08.07, 10:00 Uhr

DGB: ArbeitnehmerInnen immer seltener krankgeschrieben

Der DGB Ruhr Mark schreibt: »Die Zahl der Krankentage hat sich laut einem aktuellen Bericht der BKK in den vergangenen 15 Jahren von 24,7 Tage auf 12,4 Tage reduziert. Der niedrigste Wert wurde im letzten Jahr gemessen. Die Ausfalltage durch Krankheit in Nordrhein-Westfalen liegt mit 12,7 Tagen leicht über dem bundesrepublikanischen Schnitt. Erstmals prognostizieren die BKK-Experten, dass die Zahlen im laufenden Jahr nicht weiter zurückgehen werden.
Fast die Hälfte der Beschäftigten waren im Jahr 2006 überhaupt nicht krankgeschrieben. Größten Einfluss auf die Höhe des Krankenstandes hatten Langzeitfälle mit über sechswöchiger Krankheitsdauer. Diese machten zwar nur 4% der Fälle aus, verursachten aber 42 % der Krankentage.
„Wegen kleinerer Blessuren, Erkältungen und bei erträglichen Schmerzen,“ so der DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund,“ gehen viele Beschäftigte gar nicht mehr zum Arzt. mehr…


Donnerstag 23.08.07, 08:00 Uhr

Jusos schalten nicht gleich sondern später

Jusos-Skandal-Chronik 47In der Skandalchronik der Jusos an der Ruhr-Uni ist vorgestern ein neues Kapitel geschrieben worden: Die jungen SozialdemokratInnen veröffentlichten auf ihrer Webseite einen Beitrag unter dem Titel „Mitglied des Studierendenparlaments verherrlicht NS-Zeit“. Hiermit wollten die Jusos Kritik aus der alternativen liste (al) entgegentreten. Die al hatte kritisiert, wie der RCDS-Juso-AStA die Bochumer Studierenden Zeitung BSZ „gleichschalten“ will. Aus der Verwendung des Begriffes „gleichschalten“ wurde abgeleitet, dass dies eine Verherrlichung der NS-Zeit sei. Irgendwer muss den Jusos dann verraten haben, dass dies nicht nur inhaltlich absurd ist, sondern durchaus auch strafrechtliche Folgen haben kann. Gestern wurde die Überschrift entschärft: „Gleichschaltung? al-Parlamentarierin verwechselt da was…“ Der Inhalt des Beitrags blieb weitgehend unverändert.


Mittwoch 22.08.07, 21:00 Uhr

Bundesgartenschau bleibt Bochum erspart

SPD und Grüne im Rat haben heute mitgeteilt, dass sie ihre Pläne für eine Bundesgartenschau in Bochum begraben. Als Grund für diese Einsicht führten sie an, dass das Finanzierungskonzept erhebliche Risiken aufweise. Ursprünglich wollte Rot-grün auf der morgigen Ratssitzung die Bewerbung Bochums für die Bundesgartenschau beschließen. Die Pressemitteilung von SPD und Grünen.


Mittwoch 22.08.07, 13:00 Uhr

DGB unterstreicht Forderungen nach ALG II – Erhöhung

Der DGB Ruhr Mark schreibt: »Das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) weist in einer Studie nach, dass die in Arbeitslosengeld II vorgesehenen Mittel von 3,42 € täglich für die Ernährung von Kindern und Jugendlichen nicht ausreichen. Selbst wer nur beim Discounter einkaufe, könne seinen Nachwuchs mit diesem Betrag nicht ausgewogen ernähren.
Vor allem bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren sei die Situation besonders kritisch, heißt es in der Untersuchung des Institutes. Die stellvertretende Leiterin des FKE, Dr. Mathilde Kersting verweist darauf, dass mit 2,57 € für Kinder, bzw. mit 3,42 € für Jugendliche ab 14 Jahren eine ausgewogene Ernährung nicht zu realisieren sei.
Die Ergebnisse der vorgelegten Studie begründen sich in Erfahrungen aus Testkäufen von 80 Lebensmitteln in verschiedenen Supermarktketten und Discountern.
DGB-Regionsvorsitzender Michael Hermund dazu: „Immer mehr Hinweise unterstreichen die Richtigkeit der von den Gewerkschaften erhobenen Forderungen nach Erhöhung des Arbeitslosengeldes II. Die Politik auf allen Ebenen ist dringend gefordert zu handeln. Wir erwarten endlich und unmissverständlich den lauten Protest auch aus der kommunalen Politik und den örtlichen gesellschaftlichen Gruppen. mehr…


Mittwoch 22.08.07, 13:00 Uhr
Arbeit und Leben, DGB und VHS bieten Kurs an:

Irren ist amtlich – Beratung kann helfen

Norbert Hermann von der Unabhängigen Sozialberatung bietet  vom 4.9. – 23.10. jeweils dienstags von 18.30 Uhr – 20.45 Uhr einen Volkshochschulkurs an. Zielgruppe sind vor allem Hartz IV Opfer und Angehörige. Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenlos. In der Einladung heißt es:  „Die neuen Sozialgesetze haben viel Verunsicherung gebracht. Folge: Viele Menschen nehmen ihnen zustehende Leistungen, auch ergänzende laufende Unterstützung oder einmalige Leistungen, nicht in Anspruch. Andere lassen sich in Abhängigkeiten von Angehörigen oder Partner/innen drängen, ohne tatsächlich gegenüber diesen Menschen einen Unterhaltsanspruch zu haben. Immer wieder aktuell: Probleme mit zu hohen Wohnkosten und unberechtigte Kürzungen der Heizkosten, Schulbücher für Kinder usw.
Dieser Kurs bietet Informationen über die allgemeine Rechtslage und für besondere Lebenslagen. Auch Möglichkeiten der Selbstbehauptung und des Rechtsweges (Antrag, Beschwerde, Widerspruch und Klage) werden besprochen.“


Mittwoch 22.08.07, 11:00 Uhr

IFAK feiert 33-jähriges Jubiläum

Die IFAK e.V. wurde vor 33 Jahren in Bochum gegründet. Vom 24. August bis zum 25. September wird dies mit 33 Veranstaltungen für Groß und Klein festlich gewürdigt. Ursprünglich gründeten ehrenamtlich arbeitende Mitglieder in verschiedenen Stadtteilen mit hohem MigrantInnenanteil Spiel- und Hausaufgabengruppen, in denen sie vornehmlich Kinder mit Migrationshintergrund förderten. Daher der ursprüngliche Name „Initiative zur Förderung ausländischer Kinder“. Ab den 80ern konnten durch ABM-Förderung hauptamtlich tätige SozialpädagogInnen und –arbeiterInnen eingestellt werden. Die Arbeit wurde auf Jugendliche und Familien ausgedehnt und professionalisiert. Schrittweise erschlossen sich weitere Arbeitsfelder wie Familienhilfe, Gründung von Kindertageseinrichtungen, Offene Ganztagsgrundschulen, Arbeit mit SeniorInnen, Sprachkurse, Streetwork, Schülerclubs usw. Die IFAK beschreibt das aus heutiger Sicht folgendermaßen: »Aus der anfänglichen caritativen Arbeit für Migrantenfamilien entwickelte sich eine stadtteilorientierte Sozialarbeit, die das friedliche Zusammenleben verschiedener Ethnien fördert, den Abbau der Benachteiligungen anstrebt. mehr…


Dienstag 21.08.07, 14:10 Uhr
Musterantrag für die Übernahme der Schulkosten entwickelt

Unabhängige Sozialberatung: „Die Kinder nicht im Regen stehen lassen!“

Die seit knapp eine Jahr laufenden Kampagne gewerkschaftlicher und anderer Erwerbslosengruppen (www.erwerbslos.de) „Reiches Land – arme Kinder“ zeigt große Erfolge: Kinderarmut ist mal wieder in aller Munde. Um auch schon kurzfristig die Situation betroffener Schulkinder zu verbessern, hat die Unabhängige Sozialberatung Bochum einen Antrag auf Übernahme von Schulkosten entwickelt, der den Kommunen rechtliche und sozialpolitische Möglichkeiten anbietet, das Notwendige zu tun. Musterantrag lesen.
»Aufgabe der Behörden ist die Sicherstellung eines menschenwürdigen Lebens, hergeleitet aus der verfassungsrechtlichen Pflicht des Staates, die aus dem Gebot zum Schutz der Menschenwürde im Rahmen des Sozialstaatsgebots folgt. Dazu gehört bei Schulkindern unbedingt die Ermöglichung der Teilhabe am Unterricht und dem üblichen schulischen Leben. mehr…


Pressemitteilung der Unabhängigen Sozialberatung vom 21.08.2007
Dienstag 21.08.07, 13:42 Uhr

Antrag Übernahme Bildungskosten Hartz IV-Kinder

Die seit knapp eine Jahr laufenden Kampagne gewerkschaftlicher und anderer Erwerbslosengruppen (www.erwerbslos.de) „Reiches Land – arme Kinder“ zeigt grosse Erfolge: Kinderarmut ist mal wieder in aller Munde. Um auch schon kurzfristig die Situation betroffener Schulkinder zu verbessern, hat die Unabhängige Sozialberatung Bochum einen Antrag auf Übernahme von Schulkosten entwickelt, der den Kommunen rechtliche und sozialpolitische Möglichkeiten anbietet, das Notwendige zu tun. Der Antrag ist zu finden auf:
www.bo-alternativ.de/sozialberatung

Aufgabe der Behörden ist die Sicherstellung eines menschenwürdigen Lebens, hergeleitet aus der verfassungsrechtlichen Pflicht des Staates, die aus dem Gebot zum Schutz der Menschenwürde im Rahmen des Sozialstaatsgebots folgt (BverfGE 82,60/80). Dazu gehört bei Schulkindern unbedingt die Ermöglichung der Teilhabe am Unterricht und dem üblichen schulischen Leben.

Die entsprechenden Leistungen sind somit als Pflichtleistungen zu erbringen. Um die Kinder wegen des widerstrebenden Verhaltens der Behörden nicht „im Regen stehen zu lassen“, kann bis zu einer abschließenden Klärung die Leistung auch als freiwillige reguläre Leistung der Kommune erfolgen. Sind die Bedarfe allerdings bereits anderweitig gedeckt (beispielsweise durch einen Fonds), besteht der ursprüngliche fürsorgerechtliche Bedarf nicht mehr.

Gemäß dem Leitbild der Stadt Bochum als „Soziale Stadt“ und „Bochum macht jung“ hat die Kommune und ihre Oberbürgermeisterin die Pflicht, im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge Weg zu einer Realisierung dieser rechtlich unabdingbaren Versorgung zu finden.

Wir wünschen dem demnächst tagenden Rat der Stadt Bochum (23. August) und seinem Sozialausschuss (4. September) viel Erfolg dabei!

Antrag auf Übernahme der Bildungskosten
für Kinder armer Eltern im Rahmen des SGB II oder des SGB XII


Dienstag 21.08.07, 13:25 Uhr

Antrag auf Übernahme der Bildungskosten für Kinder armer Eltern im Rahmen des SGB II oder des SGB XII

Der nachfolgende Antrag als rtf-Datei für Textverarbeitungsprogramme

Unabhängige Sozialberatung
– Beratungs- Beschwerde- und Ombudsstelle für Erwerbslose –

Rottstr. 31, 44793 Bochum, Tel.: 0234 – 460 169; Fax: – 460 113; e-mail: Sozialberatung@sz-bochum.de
Hilfestunden: Dienstag: 16.00 – 18.00; Donnerstag: 11.00 – 13.00 Uhr (Tel. dann: – 5 47 29 57)

Dieser Entwurf beruht auf einer Vorlage von ver.di München und wurde von uns entsprechend der aktuellen rechtlichen und sozialpolitischen Diskussion ergänzt.

Antrag auf Übernahme der Bildungskosten für Kinder armer Eltern
im Rahmen des SGB II oder des SGB XII

Antrag und Begründung: mehr…


Montag 20.08.07, 19:00 Uhr
Arbeitsagenturbezirk Bochum/Herne weist Spitzenwert auf:

35 Prozent aller 25jährigen ohne Berufsabschluss

Norbert Kozicki, Sozialwissenschaftler beim Falken Bildungswerk schreibt: „Die neueste Studie der Bertelsmann-Stiftung, über die gestern der Westdeutsche Rundfunk berichtete, zeichnet ein dramatisches Bild zur Situation der jungen Menschen im Alter von 25 Jahren bezüglich der Frage, ob sie über eine abgeschlossene Lehre verfügen oder nicht.
Basisdaten waren – nach Auskunft der Bertelsmann-Stiftung – die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit aus den Jahren 2004/2005. Aus diesen Statistiken errechnete das Deutsche Jugendinstitut München diese Quoten bundesweit für die einzelnen Agenturbezirke. Die Datenbasis 2004/2005 lässt vermuten, dass sich bis heute im Jahre 2007 die Situation noch verschlimmert hat.
Bundesweit sind rund 22% aller 25jährigen ohne Berufsabschluss, in Nordrhein-Westfalen haben 27% keine abgeschlossene Lehre. Noch dramatischer wird die Lage, wenn die Quoten in den Ruhrgebietsstädten betrachtet wird: Der Agenturbezirk Bochum/Herne verzeichnet den Spitzenwert von rund 35 % aller 25jährigen ohne Berufsausbildung. mehr…


Montag 20.08.07, 18:30 Uhr

Samstag: Karibu-Wageni-Sommerfest

Am Samstag, dem 25.8., lädt der neue Verein Karibu Wageni zum ersten Sommerfest ein. Das Wageni befindet sich schräg gegenüber dem Kulturbahnhof Langendreer, am Wallbaumweg 137.  In der Einladung heißt es: „Ab 16 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen (vegan) und dazu ein kleines Kinderprogramm. Gegen 18 Uhr könnt ihr den politischen Liedermacher Frank Baier auf der neuen Außenbühne hören. Um 21 Uhr spielt Martin Rembecki Acoustic-Blues. Ab 22 Uhr gibt’s dann eine Punkrock’n’Roll Disco. Außerdem erwarten euch 1A-Getränke, veganer Grill mit Pommes sowie diverse Überraschungen.“


Montag 20.08.07, 18:00 Uhr
Antrag der Sozialen Liste zur Ratssitzung am 23. August

Prüfauftrag zum Sozialticket

Mit einem Antrag zur kommenden Ratssitzung unternimmt die Soziale Liste im Rat einen neuen Anlauf das Thema Sozialticket Im öffentlichen Nahverkehr wieder in die Diskussion zu bringen. Die Verwaltung soll beauftragt werden, einen Überblick über die verschiedenen existierenden Modelle eines solchen Sozialtickets zu erarbeiten. Auch der gegenwärtige Diskussionsstand im VRR und den Städten im Ruhrgebiet soll zusammengefasst und dargestellt werden.
Außerdem, so der Antrag, soll die Verwaltung Modelle entwickeln, wie ein Sozialticket in Bochum und/oder im Ruhrgebiet, ggf. auch ohne Mitwirkung des VRR realisiert werden könnte. Die Ergebnisse dieses Prüfauftrages sollen dem Rat und der Bochumer Öffentlichkeit vorgestellt werden. mehr…


Montag 20.08.07, 09:00 Uhr
"Bunt statt braun" sammelt weiter Unterschriften:

VFL soll keine Nazis ins Stadion lassen

Das Bündnis „Bunt statt braun“, das erfolgreich dafür gesorgt hat, dass der Nazi-Laden „Goaliat“ aus Bochum vertrieben wurde, hat sich in der vergangenen Woche getroffen, um eine Bilanz der eigenen Arbeit zu ziehen. Das Fazit war, dass Nazis kaum eine Chance haben, wenn sich ihnen die Zivilgesellschaft geschlossen entgegen stellt. Das Bündnis gegen den Nazi-Laden wurde von AnwohnerInnen initiiert und u. a. unterstützt von Parteien, Kirchen, Jugendring, Gewerkschaften, VVN, Schauspielhaus und den Geschäftsleuten des Viertels. Das Bündnis will seine Arbeit nicht völlig einstellen, sondern das Bündnis unterstützen, dass in Dortmund nun gegen den Nachfolgeladen kämpft. Außerdem soll weiterhin dafür geworben werden, dass der VfL Bochum dem Beispiel Hertha BSC und Werder Bremens folgt und BesucherInnen in Nazi-Kleidung (z.B. Thor Steinar) nicht in das Stadion lässt. Hierzu läuft eine Unterschriften Kampagne. Vor dem Abschiedsspiel von Dariusz Wosz am 8. September sollen vor dem Stadion Unterschriften gesammelt werden. Die Unterschriftsliste zum Ausdrucken.


Montag 20.08.07, 08:00 Uhr
Schwarz-gelb spekuliert auf niedrige Wahlbeteiligung

Grüner Appell an CDU und FDP

CDU und FDP wollen nach einem Bericht der WAZ die Kommunalwahl 2009 von der Bundestagswahl 2009 trennen. Das Vorstandsmitglied der Bochumer Grünen Christian Michalak hat die Bochumer Fraktionschefs von CDU und FDP aufgefordert, gegen diesen Plan aktiv zu werden: „Herr Gräfingholt und Herr Lücking müssen ihren Einfluss in Düsseldorf nutzen, um die Entkopplung der Wahlen zu verhindern. Auf unsere Stadt könnten sonst Kosten von mehr als einer Million Euro zukommen. Und das nur, weil sich Schwarz-Gelb durch eine niedrigere Wahlbeteiligung ein besseres Wahlergebnis verspricht. Das ist unverantwortlich. Alle Parteien beklagen die zunehmende Politikverdrossenheit. CDU und FDP wollen sie jetzt absichtlich fördern. So stärkt man im schlimmsten Fall die politischen Ränder. Ich setze auf die Vernunft der Bochumer CDU und FDP. Sie müssen ihre Kollegen in Düsseldorf zur Vernunft bringen.“


Sonntag 19.08.07, 11:00 Uhr
2. September: Demonstration vor dem Abschiebeknast in Büren

„Abschiebehaft ist Teil des Krieges gegen Flüchtlinge“

Verschiedene antirassistische und Anti-Kriegsinitiativen aus NRW rufen am 2. September zur Demonstration gegen den Abschiebeknast in Büren auf. Ab 13.00 Uhr wollen die AbschiebehaftgegnerInnen ihren Protest gegen den Krieg gegen die Flüchtlinge mit einer Kundgebung vor der JVA und einer anschließenden Demonstration durch Büren zum Ausdruck bringen. Um 11.00 Uhr fährt ein Bus vom Bochumer Hauptbahnhof zur Demo.
Nicht ohne Grund haben die VeranstalterInnen die zeitliche Nähe zum Antikriegstag gewählt. Weltweit sind Menschen vor Kriegen auf der Flucht, auch nach Deutschland. Aber nur wenige gelangen in das sich abschottende Europa. Die militärische Verhinderung von Einwanderung an den Grenzen forderte dabei schon Tausende Opfer. Der Abschiebeknast in Büren ist Symbol und praktische Umsetzung dieser kriegerischen Politik. Isoliert von der Gesellschaft werden diejenigen bestraft, die es geschafft haben, ihr Recht auf Freizügigkeit durchzusetzen. Näheres unter: www.bueren-demo.de
Verbindliche Anmeldungen für den Bus an: internationales.aktionsbuendnis [at] arcor.de


Samstag 18.08.07, 13:30 Uhr
Macht Bochum jung?

JuniorpartnerInnen der Stadt

In der Kritik an der Image-Kampagne der Stadt „Bochum macht jung“ steht bisher vor allem das Fehlen einer öffentlichen Ausschreibung bzw. die Nichtberücksichtigung Bochumer Agenturen und das peinliche Ergebnis im Mittelpunkt. Viel zu wenig wird bisher die Rolle der Lokalmedien beleuchtet. Sie sind in diesem Zusammenhang EmpfängerInnen von beträchtlichen Werbeaufträgen (z. B. Anzeigen, Beilagen) der Stadt. Der Lokalsender 98,5 ist sogar Partner der Imagekampagne. Er durfte z. B. exklusiv vorab darüber berichten. RedakteurInnen des Senders treten für gute Honorare als ModeratorInnen bei Veranstaltungen der Stadt auf.  Mit dem Anspruch auf eine kritische unabhängige Berichterstattung über die Lokalpolitik dürfte sich dies alles nicht vertragen.
Und die CDU im Rat? Was winkt ihr an Vorteilen, dass sie das Fehlverhalten der Verwaltung und das schlechte Produkt der Werbeagentur nicht kritisiert? Auch die CDU ist PartnerIn der Kampagne und inzwischen auch wieder mit einer Dezernentin im Verwaltungsvorstand vertreten. Ob sie mit der Werbeagentur verbandelt ist, ist nicht bekannt.


Samstag 18.08.07, 13:00 Uhr
Macht Bochum jung?

Argumentationsnöte der Stadtspitze

Eigentlich wollte Oberbürgermeisterin Scholz oder ihr zuständiger Dezernent Aschenbrenner gestern eine Stellungnahme der Stadt zu der fragwürdigen Auftragsvergabe bei der Kampagne „Bochum macht jung“ abgeben. Die Bezirksregierung hat eine Stellungnahme angefordert. Die Soziale Liste hat Anfragen gestellt. Die Stellungnahme wurde vertagt. Die Argumentationsnöte der Stadt sind riesig. Die vorgeschriebene öffentliche Ausschreibung des 900.000 Euro-Auftrages war unterblieben. Mitte der Woche hatte die Verwaltung noch gehofft, dass sie sich mit § 5, 2b der „Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen“ (VOF) ausreden könne. Hier wird nämlich als Ausnahme beschrieben, dass auf Ausschreibungen verzichtet werden darf, wenn „Dienstleistungen aus technischen oder künstlerischen Gründen […] nur von einer bestimmten Person ausgeführt werden können“. Die Oberbürgermeisterin hatte dies dann auch in einem Statement im Lokalsender 98,5 als Begründung präsentiert. Dann ist aber wohl aufgefallen, dass die Verordnung in § 18 regelt, dass ein Vermerk über eine solche Vergabe anzulegen ist. Dies war nicht geschehen.
Auch ein Blick auf die ausgegebenen Finanzmittel macht deutlich, dass fast 90 Prozent der Gelder gar nicht für die Essener Werbeagentur CP/Compartner direkt ausgegeben wurden. mehr…


Samstag 18.08.07, 08:53 Uhr
Sonntag, 19.08, 20.04 Uhr, Radio Friedensplenum, Urbo (98.5 Radio Bochum):

Die Bundeswehr und der Hiroshima Gedenktag

Am Sonntag, den 19. August, läuft die nächste Sendung Radio Friedensplenum im “Unabhängigen Radio Bochum”, Urbo. Das Team von Radio Friedensplenum schreibt zu dieser Sendung: „Ausgerechnet am 6. August, dem Tag, an dem die Menschheit 1945 in Hiroshima zum erstem Mal erfahren musste, wie viele Menschen durch eine einzige Atombombe umgebracht werden können, rückt die Bundeswehr mit ihrem Propaganda-Sattelschlepper in der Herner Innenstadt ein, um junge Menschen für das Kriegshandwerk zu rekrutieren. Wir von Radio Friedensplenum berichten in dieser Sendung über die Protestaktion gegen diesen Bundeswehr Infotruck. Unterstützt wurde die Herner Friedensinitiative bei dieser Protestaktion vom Bochumer Friedensplenum, dass aus diesem Anlass auf eine eigene Aktion zum Hiroshimatag verzichtete. Es werden Interviews von Herner BürgerInnnen und von FriedensaktivistInnen aus Herne und Bochum zu hören sein. Zu empfangen ist die Sendung auf der Frequenz von 98,5 Radio Bochum.“


Freitag 17.08.07, 13:49 Uhr
Axel Schäfer lädt zur Diskussion über die "Ausbildungsplatzsituation"

Fundsache

Am Montag, 20. August, 16.00 Uhr, findet in der Geschäftsstelle der SPD, Alleestraße 144,  auf Initiative des SPD-Abgeordneten Axel Schäfer ein öffentliches Gespräch zum Thema „Ausbildungsplatzsituation im Herbst 2007“ statt. Gesprächsteilnehmer sind: Helmut Breitkopf-Inhoff, Schulleiter des Louis-Baare-Kollegs;  Ulrich Ernst, Leiter Berufliche Bildung bei der IHK; Sven Feniger, JAV-Vorsitzender bei ThyssenKrupp Steel; Volker Kluge, Organisationssekretär DGB Region Ruhr-Mark;  Johannes Motz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft; Luidger Wolterhoff, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bochum. Axel Schäfer schreibt in seiner Einladung: „Trotz des Ausbildungspaktes mit seinen wichtigen Fortschritten haben in Bochum noch nicht alle eine ‚Lehrstelle‘ gefunden.“
Das Suchen und Finden ist aber nicht das Problem, sondern das fehlende Angebot. Richtig heißen müsste es: Trotz der immer wieder neuen Versprechungen der Unternehmen weigern sich die ArbeitgeberInnen genügend Ausbildungsplätze anzubieten. Es fehlen allein in Bochum auch dieses Jahr wieder ca. 2.000 Ausbildungsplätze. Das Duale System der Berufsausbildung ist offensichtlich gescheitert.


Freitag 17.08.07, 08:00 Uhr

Solidarität mit Dr. Andrej H.

„Am 1. August 2007 wurde auf Antrag der Bundesanwaltschaft der sozial engagierte Berliner Soziologe Dr. Andrej H. in Untersuchungshaft genommen. Vorausgegangen waren Hausdurchsuchungen bei ihm und drei weiteren wissenschaftlich Tätigen. Ihnen wird unterstellt, Mitglieder einer Organisation namens „militante gruppe“ (mg) zu sein, gegen welche die Bundesanwaltschaft wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung nach §129a StGB ermittelt. Der Haftbefehl erging gegen Dr. Andrej H., weil dieser vor mehreren Monaten zwei „konspirative“ Treffen mit einer Person gehabt haben soll, die bei dem Versuch, Fahrzeuge der Bundeswehr in Brand zu setzen, Ende Juli in Brandenburg an der Havel festgenommen wurde. “ Dies ist der Anfang eines offenen Briefes an die Generalbundesanwältin beim Bundesgerichtshof Monika Harms. Weiter heißt es in dem Brief: „Wir appellieren an die Bundesanwaltschaft, die Unterstellung fallen zu lassen, die wissenschaftlichen Arbeiten von Dr. Andrej H. begründeten eine intellektuelle Täterschaft in einer terroristischen Vereinigung. Aus der wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Andrej H. lassen sich unter keinen Umständen Rechtfertigungen für einen Haftbefehl herleiten. Eine solche Argumentation stellt eine fundamentale Bedrohung der Freiheit von Forschung und Lehre dar.“ Zu den  ErstunterzeichnerInnen dieses offenen Briefes gehört der Bochumer Hochschullehrer Michael Krummacher. Sein Bochumer Kollege Reinhart Kößler ist einer der ersten in der Liste der inzwischen mehr als 700 UnterstützerInnen.


Donnerstag 16.08.07, 16:00 Uhr

RUB-AStA boykottiert Sammelklagen gegen Studiengebühren

AStAWatch, der/das Weblog, der/das den Rechts-AStA an der Ruhr-Uni kritisch begleitet, schreibt: „Nur knapp 50 von 28.000 RUB-Studierenden beteiligen sich an der Sammelklage gegen das zweifelhafte Studiengebührengesetz. Dies erklärte der AStA-Vorsitzende auf der letzten FSVK [FachschaftsvertreterInnenkonfenz] – Sitzung. Zum Vergleich: Während die vom AStA der Uni Köln koordinierte Kampagne www.gebuehrenzurueck.de in der kurzen Zeit vom 15. Oktober bis zum 21. November 2006 über 2000 Studierende zur Teilnahme am Klageverfahren motivieren konnte, beteiligt sich an der RUB (immerhin die größte Uni im Ruhrgebiet) nur eine verschwindend geringe Anzahl von Studierenden. Das kommt nicht von ungefähr: Nachdem der Vorgänger-AStA mehrere 10 000 Musterwidersprüche verteilt und Abtretungserklärungen gesammelt hatte, startete der neue AStA mit einer Desinformationskampagne.“ Näheres auf AStAWatch.