Archiv für das Jahr: 2019


Kein schöner Land?
Kontinuitäten rassistischer Gewalt
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Mit der Vernissage der Ausstellung „Kontinuitäten rassistischer Gewalt“ des Arson Archives startet am Montag, den, 27. Mai um 19:00 Uhr in den Rottstr.5 Kunsthallen eine Veranstaltungsreihe zum Thema rassistische Gewalt. Die Ankündigung: »Sie findet nicht als statistische Randnotiz einer vermeintlich weltoffenen und demokratischen Mitte statt und lässt sich auch nicht in den Abgründen der als extremistisch klassifizierten politischen Ränder verorten. Gewalt als sichtbarer Akt einer rassistischen Nations- und Gesellschaftsvorstellung lässt sich dagegen erst als solcher verstehen, wenn man sich über die Anschlussfähigkeit an gesellschaftlich geteilte und akzeptierte Leitbilder bewusst wird. (mehr …)


Theater Gegendruck: Das große Heft

Am Sonntag. den 2. Juni um 19:00 Uhr findet im Bahnhof Langendreer eine Aufführung des Theater Gegendruck statt mit dem Stück „Das große Heft“. In der Ankündigung heißt es: »Mit „Das große Heft“ nach dem Roman von Agota Kristof hat das freie Theater Gegendruck einmal mehr ein packendes zeitgeschichtliches Thema für seine neue Produktion ausgewählt. Mehr als 357 Millionen Mädchen und Jungen weltweit lebten nach einem Bericht der internationalen Organisation Save the Children im Jahr 2016 in Kriegs- und Krisenregionen. Das bedeutet: Jedes sechste Kind auf der Welt, wächst heute im Krieg auf. So ist „Das große Heft“ von Agota Kristof (1935 – 2011) von brennender Aktualität. (mehr …)


Dokumentarfilm zur Welternährung

Die Naturfreundejugend zeigt am Dienstag, den 28. Mai um 18:30 Uhr im NaturFreundeZentrum, Alte Bahnhofstr. 175 den Film „10 Milliarden – Wie werden alle satt?“ In der Ankündigung heißt es: »Die Weltbevölkerung wächst stark an – Prognosen gehen davon aus, dass es bis 2050 ganze zehn Milliarden Menschen geben wird. Mit den bisherigen Mitteln und Standards kann eine so gewaltige Zahl nicht ernährt werden. Der Filmemacher Valentin Thurn zeigt neue Wege auf, wie das Dilemma gelöst werden kann.«


Fridays for Future 24. 5. 2019

Die Bochumer Fridays for Future Initiative shreibt: »Mit 1000 Menschen waren wir gestern auf den Straßen! Wir sind Teil von insgesamt 280 Städten, die in Deutschland an dem globalen Streiktag auf den Straßen laut waren für Klimaschutz, eine nachhaltige Produktionsweise, eine zukunftsfähige Gesellschaft. Weltweit wurden in 1660 Städte Protest organisiert. Wir streiken bis sie handeln. Und denkt dran, diese EU-Wahlen sind Klimawahlen!«


Zufriedenstellender Protest

Das Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum berichtet: »In der Nacht auf Freitag, den 24.05., kündigte die Partei „Die Rechte“ an, eine Kundgebung in Bochum abhalten zu wollen. Dagegen formierte sich ein spontaner Gegenprotest mit zeitweise über 200 Personen. Die Kundgebung der Nazis begann um 13:00 Uhr und dauerte in etwa 45 Minuten. Im Gegensatz zu den Veranstaltungen  der vergangenen Tage nahmen an der heutigen Kundgebung auch Neonazis aus Ungarn und Bulgarien teil. Im Großen und Ganzen kann der antifaschistische Protest als zufriedenstellend bewertet werden.« Auf der Webseite werden Fotos der teilnehmenden Nazis veröffentlicht.


Nazi-Demo

Die Kundgebung der Partei „Die Rechten“ ist für 13 Uhr angemeldet. Da Fridays for Future gleichzeitig eine größere Demonstration angemeldet hat, wird nach Angabe der Polizei noch darüber beraten, wo die Nazis auftreten dürfen. Es wird wohl in der Innenstadt in der Nähe des Bahnhofs sein.
update
Die Polizei nennt keinen Demo-Ort der Nazi-Kundgebung. Einrichtungen, die von der Polizei informiert werden müssen, gehen davon aus, dass die Kundgebung im Kreuzungsbereich Huestraße, Hellweg stattfindet. Also auf der Huestraße ca. 150 Meter vom Hauptbahnhof entfernt.


Am heutigen Freitag-Mittag in Bochum:
Protest gegen Nazikundgebung

Das Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum schreibt: »Am heutigen Freitag, den 24.05.2019, möchten Neonazis der Partei „Die Rechte“ eine Kundgebung in der Bochumer Innenstadt abhalten. Im Rahmen ihres Wahlkampfs bezüglich der Europawahl, veranstalten diese seit letzten Montag täglich Kundgebungen in diversen Städten NRW`s. Bereits seit einigen Tagen ist die Partei „Die Rechte“ aufgrund ihrer antisemitischen Plakate in den Medien. Die Stadt Bochum erstattete gegen den Inhalt der Partei Anzeige und ließ diese, aufgrund einer fehlenden Genehmigung, kostenpflichtig abnehmen. Auch wenn wir sonst eher kritisch der Stadt gegenüber stehen, begrüßen wir dieses Vorgehen. Nun muss es jedoch heute heißen, „das was die Stadt Bochum kann, können wir Bochumer*innen noch besser“. Wir haben keinen Platz für rechte Hetze und Antisemitismus in Bochum! Wir haben keinen Platz für Strukturen, die Kontakte ins rechtsterroristische Milieu unterhalten! Wir haben keinen Platz für Menschen, aus dessen Strukturen heraus in den letzten 20 Jahren mindestens 5 Menschen ermordet und diverse Gewalttaten begangen wurden. (mehr …)


Mit Vollgas in den Klimanotstand?

Auf der kommenden Ratssitzung könnte die Stadt Bochum ihre bisherigen Ziele für den Umstieg auf klima- und umweltfreundliche Verkehrsmittel zurücknehmen. Davor warnt die Bochumer Linksfraktion und erklärt: »Um das zu verhindern und um für mehr soziale Ausgewogenheit zu sorgen, bringt Die Linke einen umfassenden Änderungsantrag zum „Leitbild Mobilität“ ein. Mit dem geplanten Leitbild will der Bochumer Rat die Ziele der städtischen Verkehrspolitik für die kommenden elf Jahre festlegen. Nach massiver Kritik im Rahmen einer Bürger*innenbeteiligung wurde die Veröffentlichung eines überarbeiteten Entwurfs mehrfach verschoben. „Was die Verwaltung jetzt vorlegt, ist eine Enttäuschung“, sagt Sabine Lehman, Mitglied der Linksfraktion im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität. „Einerseits diskutieren wir gerade darüber, den Klimanotstand für Bochum auszurufen, und die Bochumer Schüler*innen fordern zu Recht mehr Klimaschutz. Und andererseits will die Verwaltung jetzt genau das Gegenteil durchsetzen. Sollte die Rathauskoalition aus SPD und Grünen dem zustimmen, wäre das ein Offenbarungseid.“ (mehr …)


Krankes System – Droht der Ferdinand-Krüger-Schule das Aus?

Das lassen Informationen aus der gestrigen Sitzung des Schulausschusses befürchten. Die Ferdinand-Krüger-Schule ist eine „Städtische Schule für Kranke“ und unterrichtet Kinder und Jugendliche der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Sie hat ihren Sitz in der privaten Helios-Klinik in Bochum-Linden, deren Standort offenbar in Frage steht. Kern des Problems ist aus Sicht der GEW Bochum die private Trägerschaft des Krankenhauses.  „Seit Jahren verhandelt die Stadt Bochum mit Helios über einen Schulneubau auf dem Klinikgelände, seit Jahren arbeiten unsere Kolleginnen und Kollegen unter z.T. unzumutbaren Bedingungen“, so Andreas Wittmann, GEW-Mitglied im Schulausschuss. „Diese Verhandlungen sind jetzt hinfällig. Das wäre mit einem Krankenhaus in öffentlicher Hand so nicht passiert.“ Ein Neubau kann nun nicht mehr aus dem Fördertopf Gute Schule 2020 des Landes bezahlt werden, sondern muss aus städtischen Mitteln finanziert werden. (mehr …)


Keine Infos aus dem Repressionsbereich

Am gestrigen Montag hat das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen dargelegt, dass BürgerInnen keinerlei Recht auf Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) NRW haben, wenn es sich um Repressionsmaßnahmen der Polizei handelt. Genau darum ging es. Die Polizei hatte bei einer Großdemonstration gegen einen NPD Aufmarsch am 1. Mai in Bochum mehrere Hundert Menschen über länger als 6 Stunden eingekesselt, festgehalten und etliche Strafanzeigen erstattet. Am 19. Juni gab es einen besonders brutalen Übergriff der Polizei in eine völlig friedliche Demonstration, die sich gegen den Auftritt einer rechten Politsekte (DASKUT) wandte. Ein Vierteljahr später hatte eine Bochumer Bürgerin einen Antrag auf Übermittlung von Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) NRW gestellt. Sie wollte u. a. wissen, wie viele Personalienfeststellungen durchgeführt, wie viele Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden und wie viele davon zur Anklageerhebung führten. Die Polizei hatte eine Beantwortung der Fragen abgelehnt. (mehr …)


Radverkehr: Planungen und Projekte

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) lädt am Donnerstag, 23. Mai um 19.30 Uhr im Umweltzentrum,  Alsenstraße 27 zu einem Gespräch mit dem Nahmobilitätsbeauftragten der Stadt, Matthias Olschowy ein. Es geht um das Thema „Radverkehr: Planungen und Projekte in Bochum“


Stadt entfernt Plakate der Partei „Die Rechte“ und stellt Strafanzeige

Die Pressestelle der Stadt Bochum teilt mit, dass die Stadt antisemitische und israelfeindliche Wahlplakate der Partei „Die Rechte“ im Stadtgebiet abhängen lässt und die Kosten der Partei in Rechnung gestellt werden . „Die Rechte“ habe keine Genehmigung, in Bochum zu plakatieren. Darüber hinaus wird wegen der Inhalte der Plakate Strafanzeige erstattet.


Die Stadt und ihre Versprechungen

Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt hat für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung einen Offenen Brief an das Tiefbau- sowie das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum und an die von der Verwaltung zur Information und Beteiligung der Bürger*innen eingerichtete Online-Plattform geschrieben. Hierin mahnt er die auf der Info-Veranstaltung vom 28.03.2019 zugesagten weiteren Informationen zu den für die Neugestaltung des Grummer Tals bereits eingeholten Untersuchungen an.
Es geht dabei um (mehr …)


2. bobiennale feiert die Vielfalt der Künste mit 250 Veranstaltungen

Die bobiennale, das 10-tägige Festival der Freien Kulturszene Bochums, hat seit seiner ersten gefeierten Ausgabe im Jahr 2017 noch einmal einen großen Schub bekommen: der Kreis der beteiligten Künstler*innen und Orte hat sich fast verdoppelt. Vom 13. bis zum 23. Juni werden rund 200 Künstler*innen an etwa 80 verschiedenen Orten 250 kulturelle Programme darbieten. Alle Sparten der Szene, von Figuren- und freiem Theater, Medien- und bildenden Künstler*innen, Musik von Jazz und Klassik bis Metal, mobilem Kino und Tanz sind vielfältig vertreten, dazu kommen nationale und internationale Gäste.  (mehr …)


Film über den Widerstand
im Hambacher Forst


Das endstation.kino zeigt ab Donnerstag, den 23. 5. täglich um 19 Uhr und und ab Montag, den 27. 5. ab 20 Uhr den Film „Die rote Linie – Widerstand im Hambacher Forst“. Der Kampf um den Hambacher Forst, das Ringen um den Ausstieg aus der Kohleverstromung und der wachsende öffentliche Widerstand – Der Film von Karin de Miguel Wessendorf erzählt eine David-gegen-Goliath-Geschichte, die weit über den lokalen Austragungsort hinaus reicht, seit ihren Anfängen 2015. (mehr …)


Globaler Streik am 24. Mai

Fridays for Future schreibt: »Wir alle haben die persönliche Wahl, umweltbewusst zu leben. Wir können uns entscheiden, auf tierische Produkte zu verzichten, können öffentliche Verkehrsmittel nutzen, können die Heizung hinunter drehen und das Licht ausschalten. Und das ist super. Aber das Problem ist noch viel größer. In den vergangenen Monaten haben wir das Statement gesetzt, dass wir die rücksichtslose Zerstörung der Umwelt und der Zukunft aller Menschen nicht hinnehmen werden. Kurzfristige Profite dürfen nicht über nachhaltige Lösungen gestellt werden. Wir brauchen politische Veränderung. Von Seiten der Politik kamen kaum konkrete Maßnahmen. Wir müssen dringende Entscheidungen treffen, doch nicht alle Menschen können an diesen teilhaben, weil sie nicht wahlberechtigt sind. Viele Stimmen werden ignoriert. Das muss sich ändern! (mehr …)


25 Jahre Zapatistas und Solidarität

Am Donnerstag, den 23. Mai findet im Luther Lab eine Auststellungseröffnung statt zum Thema „25 Jahre Zapatistas und Solidarität“: In der Ankündigung heißt es: »Am 1. 1.1994 begann der Aufstand der Zapatistas im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, der eine weltweite Solidaritätsbewegung auslöste. In der Wanderausstellung von ¡Alerta! Düsseldorf dokumentieren vier mexikanische Fotografen ihren Kampf um Würde und Freiheit. Zur Eröffnung berichtet Dorit Siemers vom Kaffeekollektiv Aroma Zapatista, wie mit solidarischem Handel die Kaffee-Produzent*innen und die Selbstorganisierung der Zapatist*innen unterstützt werden. Die Ausstellung wird während der Veranstaltung im LutherLab gezeigt und ist danach bis zum 16.06. im Kino-Café zu sehen.«