Archiv - Oktober 2017

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Montag 16.10.17, 18:32 Uhr
Kunst am Buseloh-Bau?

Ja, aber bitte nachhaltig und ökologisch!

Zur Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Mobilität am Dienstag, den 17. Oktober, erklärt Sabine Lehmann, Mitglied der Der Linken in dem Ausschuss: „Die neu eingeweihte Brücke Buselohstraße soll als Kunst-am-Bau-Maßnahme illuminiert werden: LEDs sollen die Fachwerkschrägen des Brückenbogens von unten anstrahlen. Leider sieht diese Beleuchtung nicht nur schön aus: Sie kostet in der Anschaffung 80.000 Euro Steuergelder, sie wird für den Rest ihres Bestehens Energie verbrauchen und Stromkosten erzeugen. (weiterlesen)

Montag 16.10.17, 09:06 Uhr

Gedenken an die Reichspogromnacht

Die Bochumer Gedenkveranstaltung zum 79. Jahrestag der Reichspogromnacht findet am Donnerstag, den 9. November um 17.00 Uhr am gewohnten Ort in der Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung seht ein Präsentation der SchülerInnen des Alice-Salomon-Berufskolleg. Sie erinnern an Susi Schmerler und ihre Familie. Im Einladungsflyer heißt es dazu aus dem Tagebuch der Susi Schmerler – Zeugnis der Flucht einer jüdischen Familie aus Bochum: “Meine Eltern hatten ein Schuhgeschäft und auch Ausrüstungssachen für die Zechenarbeiter. (…) Wir mussten unser Geschäft aufgeben, weil nicht mehr genug Kunden kamen. Auch viele Nachbarn hatten sich von uns zurückgezogen. Inzwischen heiratete meine ältere Schwester und ging nach Amerika. Meine Eltern wollten auch nach Amerika, schafften es aber nicht mehr. (weiterlesen)

Sonntag 15.10.17, 12:22 Uhr

Alle Räder rollen für den Sieg

Am Sonntag, den 22.10. lädt die Volkshochschule zu einen Stadtrundgang mit Wolfgang Dominik ein zum Thema: “Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum”. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Jahrhunderthaus, Alleestr. 80. In der Ankündigung heißt es: »Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr ZwangsarbeiterInnen auch nach Bochum gebracht und in über 150 KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. (weiterlesen)

Sonntag 15.10.17, 11:10 Uhr

Sehenswerte Ausstellung: »VerSIErt«

Das Frauenarchiv ausZeiten weist in seinem aktuellen Rundbrief auf eine Ausstellung im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17 hin: »Frauen machen Geschichte bei Evonik – Die sehenswerte Ausstellung zeigt das Ergebnis einer Aufarbeitung der Lage der Frauen in der chemischen Industrie anhand der Materialien aus dem Konzernarchiv von Evonik und der Vorgängerfirmen, inklusive der Situation von Zwangsarbeiterinnen während der NS-Zeit. Es ist das erste Mal, dass ein Konzern die Geschichte der Frauenarbeit selbst in den Blick nimmt.Die Ausstellung läuft bis zum 9. November 2017, ein Katalog zur kostenfreien Mitnahme ist ausgelegt.«

Sonntag 15.10.17, 08:38 Uhr
Performance von noNEGATIF

Ohne dieses… Dazwischen

Am Mittwoch, den 18.10. um 19.30 Uhr bringt die Gruppe noNEGATIF ihre neue Performance „Ohne dieses … Dazwischen“ im Bahnhof Langendreer auf die Bühne und zu den Menschen. Unter Begleitung von Danny Friedrich hat sich noNEGATIF erneut auf den Weg gemacht, dem Wesentlichen in uns auf den Grund zu kommen. Oder zumindest ein Stück näher. Ausgehend von der Arbeit mit Texten von May Ayim, MaSeHo, Nayyirah Waheed, Mascha Kaléko und anderen ist eine interaktive Performance entstanden, die in der Begegnung mit den Gästen dieses Wesentliche aufzuspüren versucht. Die Papiere weg. Die Namen. Die Erinnerungen und Zuschreibungen. Die Augen geschlossen. Bloß blankes ICH. (weiterlesen)

Samstag 14.10.17, 15:52 Uhr

Gegen die totale Erfassung

Am 2. November um 19:00 Uhr lädt die Initiative Kulturfabrik Bochum im Sozialen Zentrum zu einer Veranstaltug unter dem Titel “Gegen die totale Erfassung DISRUPT”! ein: »Dies beschreibt die Versuche, das menschliche Dasein den Anforderungen einer reduktionistischen künstlichen Intelligenz zu unterwerfen. Der Anpassungsdruck des Menschen an die Maschine wirkt bereits jetzt – weit vor einer vollständigen Vernetzung aller mit allem. Das Redaktionskollektiv çapulcu dechiffriert diese – oft unhinterfragte – Entwicklung als Angriff auf unsere Autonomie und analysiert seine entsolidarisierende Wirkung. Denn Technologie ist nie neutral, sondern immanent politisch. Ein Gegenangriff auf die Praxis und die Ideologie der totalen Erfassung erscheint zwingend notwendig. Die Autor*innen plädieren für die Wiederbelebung einer praktischen Technologiekritik zwischen Verweigerung und widerständiger Aneignung spezifischer Techniken. Themen werden sein: (weiterlesen)

Samstag 14.10.17, 09:19 Uhr

Alternative Wege der Stadtentwicklung

Das Nachhaltigkeitsforum (NHF) an der Ruhr-Uni lädt am 24. Oktober um 18 Uhr im Universitätsforum Ost ein zu einer Veranstaltung zum Thema „Alternative Wege der Stadtentwicklung“: »Sowohl Mitglieder des NHF, als auch verschiedene Gäste werden in kurzen Vorträgen ihre Projekte, bzw. Arbeit vorstellen und im Anschluss eine offene Diskussionsrunde starten. Themen sind unter anderem Urban Gardening und Bio-Abfall. Das Angebot richtet sich an Interessierte aus allen Fachbereichen. Der Ablauf der Veranstaltung: (weiterlesen)

Freitag 13.10.17, 16:44 Uhr
Inga Sponheuer anlässlich der Jubiläumsfeier der MFH:

“Bochum lässt uns allein”

Einmal in der Woche bietet die Medizinische Flüchtlingshilfe eine Vermittlungssprechstunde für “Menschen ohne Papiere” an. Inga Sponheuer berichtete bei der Jubiläumsfeier der MFH  über diese ehrenamtliche Arbeit, die erfreuliche Hilfsbereitschaft vieler ÄrztInnen und die dramatischen Situationen, in die Geflüchtete immer wieder kommen: »Ich arbeite seit 10 Jahren bei der medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum. Meine Motivation ist die Grundüberzeugung, dass das Recht auf Gesundheit ein Menschenrecht ist, und das gilt auch für das Recht auf gesundheitliche Versorgung. Und bei dieser Auffassung differenziere ich nicht, sondern ich meine das gesamtgesellschaftlich, bedingungslos. (weiterlesen)

Freitag 13.10.17, 11:06 Uhr

Shahin Najafi heute im Endstation.Kino

Endstation.Kino schreibt: »Wie heute erst vom Filmverleih mitgeteilt wurde, kommt zum heutigen Filmgespräch zu dem Dokumentarfilm Wenn Gott schläft nicht nur Regisseur Till Schauder, sondern auch der Protagonist und iranische Superstar Shahin Najafi. Die Vorstellung beginnt um 19.00 Uhr und das Filmgespräch findet im Anschluss im Kinosaal statt. Im Jahr 2012 veröffentlichte der iranische Sänger Shahin Najafi einen satirischen Rap, der dazu führte, dass Tausende seine Hinrichtung forderten. In dem Song soll er Ali al-Naghi verunglimpft haben, einen der zwölf Imame, die von den Schiiten verehrt werden. Radikale Geistliche erließen eine Todes-Fatwa gegen ihn und setzten ein Kopfgeld von $100,000 auf ihn aus. Der Fall sorgte für Aufsehen, die nationale und internationale Presse, von der New York Times über den Guardian bis zum Spiegel und der FAZ, berichteten. Seit seiner Flucht lebt Shahin in Deutschland im Exil. Jedes Mal wenn er die Bühne betritt, steht sein Leben auf dem Spiel; die Bedrohung durch die Todes-Fatwa ist allgegenwärtig. „Die Angst ist ein Teil von mir“. Ein Leben in Ungewissheit: Shahin könnte für seine Überzeugung mit seinem Leben bezahlen.«

Donnerstag 12.10.17, 18:59 Uhr
Bianca Schmolze anlässlich der Jubiläumsfeier der MFH:

Gerechtigkeit heilt

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum hat sich in den 20 Jahren ihres Bestehens zu einer international anerkannten Menschenrechtsorganisation entwickelt. Bianca Schmolze erinnerte auf der Jubiläumsfeier der MFH an einige wichtige  Etappen in diesem beeindruckenden Prozess: »Wir feiern heute nicht nur 20 Jahre MFH, sondern auch 15 Jahre „Gerechtigkeit heilt“. Es gibt zwar mittlerweile in fast 40 Städten sogenannte Medi-Büros, doch ist die MFH Bochum die einzige Einrichtung, die ihre psychosoziale Arbeit für traumatisierte Flüchtlinge und Folterüberlebende in einen internationalen, politischen Kontext stellt. (weiterlesen)

Donnerstag 12.10.17, 17:27 Uhr
Eike Leidgens anlässlich der Jubiläumsfeier der MFH:

Der Dreck in der Wunde ist gesellschaftlich und politisch so gewollt

Eike Leidgens arbeitet als Psychologe im Therapieteam der Medizinischen Flüchtlingshilfe und berichtete auf der Jubiläumsfeier der MFH über Fragen und Antworten zu»m Sinn der eigenen Tätigkeit: Wir wurden gebeten unsere Arbeit im Therapieteam vorzustellen, haben überlegt, wie wir das machen können und ich denke, folgende kleine Szene beschreibt einen großen Teil unserer Arbeit sehr gut: Kommt ein Mann zum Arzt – Nur kurz vorweg, ich weiß, viele schlechte Witze fangen so an, aber keine Sorge, ich will keinen Witz erzählen, sondern versuche nur ein sprachliches Bild zu malen, wie das auch gerne in der Therapie gemacht wird, um etwas zu verdeutlichen: Also … (weiterlesen)

Donnerstag 12.10.17, 17:03 Uhr

Workshop: Angebote gegen Rechts

Am Donnerstag, den 19. Oktober 2017 um 18.00, findet im ver.di-Haus, Universitätsstraße 76, ein Workshop statt, bei dem Initiativen, Organisationen und Bildungseinrichtungen vorstellen, welche Angebote sie für die antifaschistische und antirassistische Arbeit machen. Die Idee hierzu entstand, als Felix Lipski, der den Holocaust überlebt hat, im “Bündnis gegen Rechts” berichtete, wie deprimierend er den Wissensstand vieler Jugendlichen über die Verbrechen der Nazis erlebt. In der Diskussion wurde deutlich, dass es in Bochum viele Aktivitäten gibt, die nachahmenswert sind und deshalb bekannter gemacht werden sollen. (weiterlesen)

Donnerstag 12.10.17, 16:58 Uhr
Tareq Alaows anlässlich der Jubiläumsfeier der MFH:

Zusammenarbeit und Solidarität

Tareq Alaows ist aus Syrien geflüchtet und engagiert sich in der Initiative Refugee-Strike. Er arbeitet im Sozialteam der Medizinischen Flüchtlingshilfe und stellte diesen Tätigkeitsbereich auf der Jubiläumsfeier am Freitag vor: »Guten Abend liebe Kolleg*Innen, Freund*Innen, Gäste,
Tareq Alaows ist mein Name und ich spreche heute im Namen des Sozialteams der Medizinischen Flüchtlingshilfe. Wie angekündigt, arbeitet das Sozialteam in verschiedenen Bereichen, die ich heute vorstellen darf. (weiterlesen)

Mittwoch 11.10.17, 18:44 Uhr
Stolpersteine für Josef Langner und Anton Kolodziej

An Widerstandskämpfer erinnern!

Die VVN-BdA Bochum berichtet über zwei Stolpersteine, die sie in diesem Jahr stiftet: »Josef Langner (1900- 1943) aus Bochum und Anton Kolodziej (1899-1943) aus Wattenscheid arbeiteten beide im Stahlwerk II des Bochumer Vereins. In diesem Stahlwerk gab es eine intensivste Zusammenarbeit von antifaschistischen Belegschaftsangehörigen mit Zwangsarbeitern. Ausgetauscht wurden Informationen, die den Betrieb und die Lage der Zwangsarbeiter betrafen. Vor allem aber wurden politische Fragen und die Entwicklung des Krieges besprochen. Die Nachrichten von abgehörten ausländischen Sendern, z. B. über das Vorrücken der sowjetischen Streitkräfte, waren vor allem für die ukrainischen und russischen Zwangsarbeiter wichtig und stärkten ihren Lebensmut. Nach einer Denunziation wurden Ende 1942 3 BV-Arbeiter von der Gestapo verhaftet. (weiterlesen)

Mittwoch 11.10.17, 10:07 Uhr
NGG: Zahl der Zweitjobber in Bochum auf 9.000 gestiegen

Haupterwerb muss zum Leben reichen

Rund 9.000 Menschen in Bochum haben neben dem Haupterwerb noch einen Minijob – 40 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Die NGG Ruhrgebiet beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur. Besonders verbreitet sind Zweitjobs demnach im Gastgewerbe: 1.080 geringfügig Beschäftigte arbeiten in der Branche in Bochum – zusätzlich zu einer sozialversicherungspflichtigen Stelle. Gegenüber 2007 stieg ihre Zahl um 59 Prozent. Yvonne Sachtje, Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet, spricht von einem „alarmierenden Trend“. „Es kann nicht sein, dass immer mehr Menschen mit einem normalen Arbeitsverhältnis nicht über die Runden kommen.“ Auf den ersten Blick verzeichne der Arbeitsmarkt in Bochum steigende Beschäftigungsquoten. „Doch die hohe Zahl der Zweitjobber zeigt, dass nicht alles Gold ist, was auf dem Arbeitsmarkt glänzt“, so Sachtje. (weiterlesen)

Dienstag 10.10.17, 07:12 Uhr

Die UN und der neue Militarismus

Am Mittwoch, den 18. Oktober um 19:30 Uhr laden Friedensplenum und Bahnhof Langendreer zu einem Vortrag von Thomas Mickan zum Thema “Die UN und der neue Militarismus” ein. Die Vereinten Nationen gelten in Fragen von Krieg und Frieden gerade in links-liberalen Kreisen als Alternative zu den Einsätzen der NATO oder Bundeswehr. Doch wie ist es um diese Alternative gestellt und wie bahnt sich mit und gegen die UN ein neuer Militarismus den Weg, der unsere Vorstellungen von der „guten“ UN auf der einen Seite und der „schlechten“ NATO auf der anderen Seite in Frage stellt? Anhand der Frage von „Ertüchtigung“ soll diskutiert werden, welche sicherheitspolitischen Vorstellungen die Debatte um die UN bestimmen und wie die UN darin verwickelt ist. Anhand verschiedener Beispiele wird illustriert, wie die UN zu einer wirklichen Triebfeder für eine friedlichere Welt werden kann – und wie dabei einige Vorstellungen zu ihrer Rolle über Bord geworfen werden sollten. Thomas Mickan arbeitet für die Informationsstelle Militarisierung (IMI) und die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen. Er forscht zum Thema Militärkritik u.a. im AK herrschaftskritische Friedensforschung der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung.

Montag 09.10.17, 21:40 Uhr

Nur noch Spar- ohne Kasse?

Wolfgang Jöst (Ubu aus Bochum-Malochum) schreibt: Ohne Kasse ist nun die Filiale Wiemelhauser Tor, die Spar-Kasse am Excenterhaus. Die haben die Ein- und Auszahlkasse mit menschlichem Service  tatsächlich abgeschafft, das heißt sämtliche dafür vorhandenen Installationen sind weg.  Also nur noch Spar- ohne Kasse? Aber sparen lässt sich da ja auch nicht mehr. Doch es sitzen noch etliche Angestellte an Schreibtischen. Es dauert wahrscheinlich noch, bis die abgebaut sind . Es gibt ja Kündigungsfristen.  Eine Frau wollte eine Überweisung abstempeln und in den üblichen Behälter werfen. Sie schaute sich vergeblich um. Ihr wurde von einem der herbeieilenden Schreibtischhengste gesagt, den Behälter gebe es nicht mehr, und der Banktyp nahm die Überweisung an sich. Den Stempel gebe es auch nicht mehr, der sei ja eh schon länger nicht maßgeblich gewesen. Und Bargeld einzahlen und ausgezahlt bekommen gehe nur noch vom Automaten, war die Antwort auf meine Frage. Und der ist nicht einmal in dem eigentlichen Laden sondern im Vorraum, von allen jederzeit erreichbar … (weiterlesen)

Montag 09.10.17, 19:50 Uhr

Roter Oktober 1917

Am Dienstag, den 17. Oktober um 19 Uhr lädt der Bahnhof Langendreer zu einem Vortrag von Christoph Jünke über “Geschichte und Erbe der russischen Revolution” ein: »Die Folgen der russischen Revolution von 1917 haben das 20.Jahrhundert wie wenige andere Ereignisse der Geschichte nachhaltig geprägt. Bewundert und zum Modell erklärt von den Einen, kritisierten und bekämpften sie andere als Wurzel allen vermeintlichen Übels. Doch was war diese Revolution eigentlich, wie ist sie vonstattengegangen, und mit welchen Konzeptionen wurde sie von ihren Protagonisten durchgeführt und von ihren Gegnern bekämpft? In seinem Vortrag wirft der Referent einen einführenden Blick zurück auf den Verlauf der russischen Revolution, auf ihre Ursachen und Folgen. Er stellt die Motive und Strategien der bolschewistischen Oktoberrevolutionäre und ihrer Kritiker dar und fragt abschließend nach dem Erbe dieser Revolution. Der Historiker Christoph Jünke ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, u.a. von Der lange Schatten des Stalinismus. Sozialismus und Demokratie gestern und heute (2007), Streifzüge durch das rote 20. Jahrhundert (2014) und Marxistische Stalinismus-Kritik im 20. Jahrhundert (2017).«
Montag 09.10.17, 18:35 Uhr

Die Todes-Fatwa ist allgegenwärtig

Filmgespräch mit Regisseur Till Schauder


Ab Donnerstag, den 12.10. ist in der Reihe Mehr Musik! im endstation.kino der Dokumentarfilm Wenn Gott schläft zu sehen. Im Jahr 2012 veröffentlichte der iranische Sänger Shahin Najafi einen satirischen Rap, der dazu führte, dass Tausende seine Hinrichtung forderten. In dem Song soll er Ali al-Naghi verunglimpft haben, einen der zwölf Imame, die von den Schiiten verehrt werden. Radikale Geistliche erließen eine Todes-Fatwa gegen ihn und setzten ein Kopfgeld von $100,000 auf ihn aus. Seit seiner Flucht lebt Shahin in Deutschland im Exil. Jedes Mal wenn er die Bühne betritt, steht sein Leben auf dem Spiel; die Bedrohung durch die Todes-Fatwa ist allgegenwärtig. „Die Angst ist ein Teil von mir“. Ein Leben in Ungewissheit: Shahin könnte für seine Überzeugung mit seinem Leben bezahlen.  Am 13.10. ist Regisseur Till Schauder zu einem Gespräch nach der Filmvorführung zu Gast.

 
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