Das feministische Kollektiv Furore Bochum ruft zur Demo am Safe Abortion Day auf: »Seit jeher gehört das Thema Schwangerschaftsabbrüche zu den zentralen Anliegen feministischer Bewegungen. Und das auch heute noch: Denn die Möglichkeit zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen ist in Deutschland und weiten Teilen der Welt nach wie vor gar nicht oder nur unzureichend gegeben. Gleichzeitig versuchen rechte und konservative Kräfte, ganz nach dem Motto „your body, my choice“ bereits erkämpfte Rechte auf körperliche Selbstbestimmung streitig zu machen und Frauen in die Rolle der Hausfrau und Mutter zu drängen. Dies ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines kapitalistischen und misogynen Systems, das auf der Ausbeutung des arbeitsfähigen und des gebärfähigen Körpers beruht. Diese Zustände nehmen wir nicht hin! Denn niemand – wirklich niemand – hat das Recht, über unsere Körper zu bestimmen. Wir rufen euch auf, am 28.09. zum Safe Abortion Day mit uns auf die Straße zu gehen!
Im Mai 2023 kam es überraschend zu einer Spaltung im Protest und Widerstand gegen rechtsextreme Aktivitäten. Maßgeblich von der damaligen Grünen Vorsitzenden wurde eine zweite Demonstration gegen einen landesweiten Aufmarsch unter dem Slogan „NRW erwacht!“ organisiert. Näheres. Der Spaltungsversuch endete peinlich. Dem Aufruf von SPD, CDU, Grünen, FDP und den großen Religionsgemeinschaften folgten nur ca. 50 Teilnehmende. Die Mehrheit der Mitglieder von Grünen und SPD war zu der traditionellen Gegendemo eines großen Bündnisses gegangen. Es gab weitere kleine Versuche von SPD und Grünen mit der CDU und ohne linke Kräfte zu mobilisieren, aber das scheiterte. Inzwischen gilt wieder der alte Konsens, dass es bei allen Differenzen ein gemeinsames Auftreten gegen Nazis gibt.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sehr geehrte Politikerinnen und Politiker, wir stehen heute hier, weil rund 100 Bochumerinnen und Bochumer ihr Zuhause verlieren sollen. Nicht aus freien Stücken, nicht durch Eigenbedarf, sondern weil ein Investor aus reiner Profitgier eine ganze Siedlung Stück für Stück zu Geld machen will. Die denkmalgeschützte Siedlung Am Röderschacht wurde von der Vonovia verkauft ~ und hätte durch das Vorkaufsrecht in städtischen Besitz übergehen können. Die Stadt hat diese Chance nicht genutzt. Sie hätte die Siedlung der VBW zuführen können – einem kommunalen Träger, der für bezahlbaren Wohnraum steht.
Im Rahmen des Aktionstages des NRW-weiten Bündnis „Wir wollen wohnen!“ fand am gestrigen Freitag auch eine Kundgebung in Bochum statt. Martin Krämer vom Bochumer Mieterverein formulierte die Forderungen des Bochumer Bündnisses, dem der DGB Ruhr-Mark, die IG Bau Westfalen, die AWO Ruhr-Mitte, der Paritätische Bochum, attac und das Bündnis Arbeit & Soziale Gerechtigkeit angehören: „Wohnungsbestand erhalten, mehr bezahlbaren Wohnraum ermöglichen, Wuchermieten bekämpfen, Wärmewende sozial gestalten und vulnerable Bochumer:innen schützen. Das Redeskript im Wortlaut.
Ich werde heute die Herausforderungen des Bochumer Wohnungsmarktes und die gemeinsamen Forderungen vorstellen. Der Wohnungsmarkt ist in weiten Teilen zu eng. Das gilt für alle deutschen Großstädte. Auch für Bochum. Das zieht inzwischen kein:e Expert:in mehr in Zweifel. Und doch ist es für unsere Stadt vielleicht erklärungsbedürftig. Denn zwei Zahlen aus der Statistik sehen hier anders aus; der Quadratmeterpreis und die Leerstandsquote. Der Quadratmeterpreis im Mietspiegel liegt mit 6,90 € im Vergleich zu Köln oder Frankfurt niedrig. Zentral für die Bezahlbarkeit ist aber nicht die absolute Höhe der Mieten sondern die Mietbelastung, also das Verhältnis zwischen Einkommen und Miete. Dieser Wert ist in Bochum und Köln praktisch gleich.
Am Dienstag, den 2. September wird in der Stadtbücherei im BVZ um 16:30 die Ausstellung „Hibakusha weltweit“ eröffnet und der Film ‚Silent Fallout‘ gezeigt. Die Ausstellung wurde entwickelt von IPPNW Deutschland (Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt:innen für die Verhütung des Atomkrieges) und hat folgenden Hintergrund: »Im Japanischen werden die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki „Hibakusha“ genannt. Viele von ihnen setzen sich für eine Welt frei von atomarer Bedrohung ein – meist, indem sie den jüngeren Generationen ihre Geschichte erzählen. Überall auf der Welt folgen andere mutige Menschen ihrem Beispiel.
Fridays for Future kündigt die nächste Demonstration an: »Der Kommunalwahlkampf läuft auf Hochtouren, die Podiumsdiskussionen haben begonnen, nur ein Thema scheint, anders als vor 5 Jahren bei der letzten Kommunalwahl, nicht auf der Agenda zu stehen: Klimaschutz. Deshalb veranstaltet Fridays for Future Bochum am 12. September wieder einen Klimastreik zur Kommunalwahl. Dieses Mal soll es um 15 Uhr vom Bochumer Hauptbahnhof losgehen über das Bermuda Dreieck und den Ring bis zum Rathausplatz. Anschließend daran gibt es eine kreative Theatervorführung, die die Kommunal–Wahlprogramme der Parteien zum Thema Klimaschutz kritisch bewertet.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bochum lädt zur Podiumsdiskussion „Wie wird Radfahren in Bochum sicher und leicht?“ am Samstag, den 6. September, von 13 bis 15 Uhr in die Quartiershalle der KO-Fabrik ein. Teilnehmende sind Wiebke Köllner (Die Linke), Nadja Zein-Draeger (Volt & Stadtgestalter), Jörg Lukat (SPD & Grüne), Dr. Andreas Bracke (CDU) und Jens Lücking (UWG – Freie Bürger).
Die Wanderausstellung „Zwischen Gestern und Morgen“ von Judith Büthe bringt Foto- und Videoportraits 25 Bochumer*innen in den Stadtraum. Die künstlerisch-dokumentarische Arbeit zeigt ihre Perspektiven, Utopien und Geschichten – geprägt von Widersprüchen, Biografien und dem täglichen Aushandeln gemeinsamer Gestaltungsspielräume. Die Portraits und die zugehörigen Interviews machen individuelle Geschichten sichtbar und hörbar. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Wem gehört die Stadt – und wer gestaltet sie?
Als vor vierzig Jahren die Westtangente – also der Westteil der Stadtautobahn – gebaut wurde, gab es keine Skrupel, dafür das Heusnerviertel abzureißen. Seit 15 Jahren wird ein Radschnellweg von Duisburg nach Hamm geplant: der RS1. Die Stadt Bochum hat es auch in der zu Ende gehenden Legislaturperiode nicht geschafft, einen verbindlichen Plan für die Führung des Radschnellweges durch die Bochumer Innenstadt zu erstellen. Hindernis sind hier allerdings nicht Häuser, die abgerissen werden müssen, sondern die mangelnde Bereitschaft von Politik und Verwaltung, für diesen Radschnellweg auch nur Parkplätze zu streichen oder gar den motorisierten Individualverkehr zu beeinträchtigen.
Die Partei Die Linke bietet allen Interessierten am Donnerstag, den 04. 9.2025 einen Stadtrundgang zur Geschichte Langendreers im Faschismus an. Der Rundgang beginnt um 16.30 Uhr am Buntstifthaus,Bochum-Langendreer, Stiftsstr. 40 und endet um ca. 18.00 Uhr am Luther-Lab.
Immer mehr Menschen im Bochumer Osten erleben es am eigenen Leib: monatelange Wartezeiten, fehlende Arztpraxen und eine Planung, die nicht den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht. Die Gesundheitsversorgung ist im Umbruch – und die Lage spitzt sich zu.
Die internationale Kunstbiennale Manifesta will Perspektiven für ehemalige Kirchengebäude entwickeln. Von den 40.000 Kirchen in Deutschland könnten in den nächsten zehn Jahren über die Hälfte geschlossen, abgerissen oder verkauft werden. „Wir brauchen Orte, die nicht kommerzialisiert sind und Begegnungen ermöglichen, sagt die Kunsthistorikerin Barbara Welzel. Außerdem im Heft: Hartmut Rosa über das gute Leben, Canberk Köktürk über eine Deutschland-Ermittlung, Giovanni Lo Curto über das „bittere Palermo”.
Der Kommunalwahlkampf in Bochum geht in die heiße Phase. Überall im Stadtgebiet hängen Wahlplakate, und nahezu täglich sind Wahlkampfstände verschiedener Parteien zu sehen. Politiker:innen suchen das Gespräch mit den Bürger:innen, geben sich bürgernah und buhlen um Stimmen. Auch die AfD Bochum zeigt inzwischen vermehrt Präsenz in den Stadtteilen. Wiederkehrende Infostände auf Marktplätzen und das Verteilen von Flyern in innenstadtnahen Vierteln zeigen, dass die lokale AfD ihren Wahlkampf intensiviert. Auffällig ist dabei vor allem eine extrem rechte Clique, die die Antifaschistische Linke näher unter die Lupe genommen hat. Was dabei herausgekommen ist, findet sich hier.
Nicht nur viele neue Namen hat das große Bauvorhaben Gerthe-West bekommen – immerhin sollten 800 neue Wohnungen in Gerthe entstehen –, auch viel Lob für die umfangreiche Bürgerbeteiligung mit hochkarätig besetztem Begleit- und Empfehlungsgremium, mehreren Planungswerkstätten, z.T. unter Corona im RuhrCongress und vielen leidenschaftlichen Diskussionen. Das vom Rat beschlossene umfangreiche und teure Beteiligungsverfahren mit externer Moderation und versierten Expert*innen sollte Vorbildcharakter haben. Und jetzt: alles für die Katz, die mit viel Mühe erarbeiteten Positionen – vergeblich.
Das Bochumer Friedensplenum und die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) laden anlässlich des Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen, dem Antikriegstag, am Montag, den 1. September zu einer Veranstaltung ein. Sie findet unter dem Motto „Nein zum Zwangsdienst!“ um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer statt. Referent ist Benno Fuchs, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW: »Nachdem die Bundeswehr mit Milliardensummen überschüttet wurde, soll jetzt auch die personelle Aufrüstung als zweiter Teil der sogenannten Zeitenwende folgen. CDU/CSU und SPD haben sich auf einen Entwurf für ein Wehrpflichtgesetz geeinigt, das nun in den Bundestag eingebracht werden soll. Gegen die Drohung der Wiedereinführung eines Zwangsdienstes entwickelt sich ein erfreulicher Widerstand.
Die Christopher Street-Day-Demonstration beginnt am Samstag, 30.8. um 13 Uhr auf Europaplatz vor dem Bergbaumuseum. Die Organisator:innen schreiben: „Wir beginnen in diesem Jahr mit einem Mini-Ständefest mit mobilen Ständen. Wir haben ein paar Bochumer Initiativen eingeladen vorbeizukommen, sich und ihre Arbeit vorzustellen.“ Um 14 Uhr dann die Demo durch die Stadt. Sie endet vor dem Schauspielhaus. Die Afterparty in der Rotunde läuft dann ab 21.30 Uhr. Weitere Infos und das Line-UP der Party unter: https://csdbochum.wordpress.com/
Vom Trotz allem in Witten erreicht uns der folgende Aufruf zur Demo am Freitag, 5.9.25 um 18:00 ab Bahnhof Witten:
»Warum wir auf die Straße gehen:
Die Kommunalwahlen in NRW stehen vor der Tür – und die Gefahr ist real: Der AfD werden hohe Wahlergebnisse prognostiziert. Gleichzeitig gewinnen rechte Parolen und faschistisches Gedankengut gerade unter Jugendlichen an Boden. Social-Media-Plattformen wie TikTok werden gezielt genutzt, um junge Menschen zu radikalisieren. Schon Minderjährige tauchen in organisierten Neonazi-Strukturen auf. Das sind keine Randerscheinungen, sondern das Ergebnis von Diskusverschiebung und ausbleibenden Konsequenzen. Das sind ernst zu nehmende Entwicklungen, gegen die wir uns stellen werden!
Podiumsdiskussionen über die Politik vor Ort gibt es viele in dieser Zeit vor der Kommunalwahl. Zu einer Diskussionsveranstaltung der anderen Art lädt das Initiativenbündnis „Bochum gemeinsam“ OB-Kandidat/innen, Parteienvertreter/innen und Interessierte am Freitag, den 5. September, um 18.30 Uhr in die Rotunde, am Kulturgleis 3-5, ein.
Zu der am 26.August 2025 im Bahnhof Lanmgendreer durchgeführten Diskussion teilt die Vertreterin der Technische Hochschule Georg Agricola folgendes Ergebnis mit:
»Knapp 70 Gäste kamen am 26. August 2025 in den Bahnhof Langendreer, um bei der Diskussionsveranstaltung „Politikst du noch sauber? – kommunal spezial“ live mitzuerleben, wie sich die Kandidat:innen für den Stadtrat präsentierten und den direkten Fragen des Publikums stellten.
„Die Bochum Wirtschaftsentwicklung hat im Rahmen ihrer Vermarktungsaktivitäten zu einer möglichen Ansiedlung der „NATO Communications and Information Agency (NCIA)“ die ehemalige Neuwagenstellfläche der Firma Opel an der Alten Wittener Straße in Betracht gezogen. Hierbei handelt es sich um eine GIB [Gewerbe- und Industrie-Bereiche]-Fläche zur Ansiedlung von Firmen oder Institutionen. Vom Bundesministerium der Verteidigung haben wir vernommen, dass Bochum aktuell nicht bevorzugter Standort für eine Ansiedlung der NCIA ist,“ teilte die Verwaltung auf der Ratsitzung am 16. 12. 2021 mit. OB Eiskirch hatte tatsächlich mit dem Wirtschaftsministerium NRW heimlich versucht, Bochum zum NATO-Standort zu machen.
Das Bündnis „Wir wollen wohnen“ Bochum. schreibt in einer Pressemitteilung : >>- Das Bochumer Bündnis „Wir wollen wohnen!“ fordert eine soziale Wohnungspolitik in den Kommunen – Bezahlbares Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit, auch in Bochum. Doch die Mieten steigen, Sozialwohnungen verschwinden, und Menschen mit geringem Einkommen werden verdrängt. Seit 2021 sind die Angebotsmieten in Bochum um 20 Prozent gestiegen, wie Zahlen der Empirica Preisdatenbank zeigen. Dass sich die Lage ohne entschlossenes politisches Handeln weiter verschärfen wird, zeigt eine Studie der NRW.Bank: Hiernach fallen bis 2030 fast 25 Prozent der Sozialwohnungen in Bochum aus der Preisbindung und können dann zu Marktpreisen vermietet werden.
Auf der Seite von Bochum gemeinsam sind die geplante Menschenkette um das Rathaus am kommenden Samstag um 12 Uhr und der Kneipenquiz gegen Rechts Anlass für das nächste Gespräch im Rahmen der Reihe „Interviews aus der Zivilgesellschaft“. Die Gesprächspartnerin Karin Salewski hat den aktuellen Kneipenquiz mit entwickelt und beschreibt in dem Gespräch Inhalt, Zielgruppe und Motivation für diese Aktion. Sie ruft auf zur Teilnahme an der Menschenkette am Samstag und sagt dazu: „Ich denke, dass es eine gute Form ist, auf die Bedeutung der Kommunalwahl aufmerksam zu machen, gegen Rechts zu protestieren und nicht zuletzt, sich gegenseitig positiv zu bestärken.“
Neben der K-Wahl passiert auch noch etwas anderes in Bochum , NABU und AKU laden zur ‚BatNight‘ (Fledermausbeobachtung) am 29.08 ab 20:30h und am 30.08 ab 16h ein : >>Am letzten Wochenende im August findet seit über 30 Jahren die Europäische Fledermausnacht statt. Sie wird ausgerufen von Eurobats (www.eurobats.org), dem Zusammenschluss zahlreicher Europäischer Organisationen für Fledermausschutz. An diesem Wochenende finden in vielen europäischen Städten Veranstaltungen zu Fledermäusen statt, um auf die Gefährdung und die Schutzbedürftigkeit dieser besonderen Tiere aufmerksam zu machen. Die BatNight 2025 fällt auf den 30./31. August. Bei uns in Bochum wird sie mit mehreren Veranstaltungen gefeiert. Zunächst findet am 29.8. ab 20:30 eine BatNight für Kinder statt. Veranstalter ist der Nabu Bochum. https://www.nabu.de/modules/termindb/detail.php?id=1186202
In den beiden letzten Wintern waren die Temperaturen relativ milde und es ist fast vergessen, wie Politik und Verwaltung es versäumt hatten, insbesondere in der Pandemie rechtzeitig ein Kältekonzept für obdach- und wohnungslose Menschen zu entwickeln. Recht spät, ungenügend durchdacht und unzureichend ausgestattet erwies sich das Konzept als Gefährdung für die Betroffenen. Übernachtungsplätze wurden z. B. außerhalb des Stadtzentrums angeboten und waren nur schwer erreichbar. Völlig unbegreiflich blieb, warum eine pragmatische, einfache „Notlösung“ – nämlich die Öffnung von U-Bahnhöfen – erst ab 10 Minusgraden vorgesehen war. 32 Bochumer Vereine, Initiativen und Organisationen forderten: Hotels und öffentliche Einrichtungen für Obdachlose öffnen.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt zum vermehrten Erscheinen von DHL-LKWs im Bochumer Stadtbild: »Immer mehr sind im öffentlichen Raum abgestellte LKWs, die erkennbar für DHL fahren, Grund für Beschwerden von Betroffenen in den Bochumer Stadtteilen.
Die Organisatorinnen des Kneipenquiz informieren darüber, dass sie weitere Termine haben organisieren können: »Für unser Kneipenquiz zur Kommunalwahl mit Fragen rund um Bochum und die Kommunalpolitik haben sich inzwischen zu den bereits bestehenden vier Terminen noch drei weitere ergeben:
Der Kinder- und Jugendring Bochum hat einen Kommunal-O-Maten für Bochumer Erst- und Jungwähler_innen erstellt, um ihnen eine Orientierung für ihre Wahlentscheidung bei den Kommunalwahlen am 14. September 2025 zu ermöglichen. Der Wahl-O-Mat befindet sich auf der Website des Kinder- und Jugendrings.
Menschen aus anderen Städten, die sich wie das ‚Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung‘ und andere Bochumer Initiativen schon seit Jahren für echte Partizipation einsetzen, kommentieren die Situation in Bochum immer mal wieder mit dem Satz: „Euer Rat hat doch ‚Eckpunkte für Bürgerbeteiligung‘ verabschiedet, das ist doch was!“ Bochumer Initiativen sehen das etwas anders – die Frage ist, warum?
Auf der Seite von Bochum gemeinsam ist ein weiterer Beitrag in der Reihe „Interviews aus der Zivilgesellschaft“ erschienen. Anlass ist dieses Mal die Veranstaltung „Politkst du noch sauber?“, die morgen um 18 Uhr im Bahnhof Langendreer stattfinden wird. Auslöser dieser Art von Veranstaltung war der Wunsch, politische Bildung sichtbarer und zugänglicher zu machen und daraus ist eine ganze Reihe entstanden. Der bewusst jugendlich und konfrontativ gemeinte Titel der Veranstaltung soll eine Einladung an die Politik sein, verständlich, fair und „sauber“ zu diskutieren. Das Interview auf der Seite von Bochum gemeinsam.
Im Mai 2023 hat der Rat das „Radverkehrskonzept Stadt Bochum“ (RVK) beschlossen. Die darin festgelegten Ziele sind von ADFC, VCD und der „Radwende“ als nicht ausreichend eingeordnet worden. Das „Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung“ vermisst im Maßnahmen-Katalog Vorgaben zur Durchführung von Bürgerbeteiligung während der Umsetzung der einzelnen ausgewiesenen Maßnahmen. Lediglich die bei Aufstellung des Konzepts in zwei Stufen durchgeführte Beteiligung ist dokumentiert (RVK S. 31- 44). Danach wurde in der zweiten Beteiligungsrunde mehrheitlich die Durchführung von Workshops vor Ort in den Quartieren gewünscht (RVK S. 43). Die Verwaltung hingegen hält Beteiligung bei Umsetzung von Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept per se nicht für erforderlich.
Die neue Musik-Revue des Chores Chorrosion trägt den Titel „Kreuzfahrt – (noch) kein Land in Sicht“. Das Publikum erlebt bei einer Kreuzfahrt um die Welt die Absurditäten des Lebens an Bord eines Schiffes mit 6000 Passagieren, die rund um die Uhr touristisch betreut werden. Unübersehbar sind die zerstörerischen Folgen der Klimakrise und der menschenrechtswidrigen Abschottungspolitik der “Festung Europa“, aber man stößt auch in verschiedenen Ländern auf ermutigenden Widerstand gegen ein „Weiter so!“ bei der fossilen Ausbeutung.
Der Hof Bergmann lädt am Freitag, den 29.8. um 19 Uhr zu einen Benefizkonzert mit Krafetzka und Michel B ein: »Seit 13 Jahren existiert der Hof Bergmann in Bochum Laer als Wohnprojekt und Gemeinschaftsgarten auf 2 Hektar Fläche. Er ist ein Ort praktischer Solidarität, gelebter Nachbarschaft und für den Erhalt der Biodiversität. Menschen aller Generationen begegnen sich dort, lernen voneinander und gestalten ihn Gemeinsam. Nächstes Jahr wollen die Besitzer den Hof gerne verkaufen. Als derzeitige Bewohner möchten wir den Hof gerne gemeinsam mit der Stiftung trias kaufen und in Gemeineigentum überführen. Dafür benötigen wir jedoch Unterstützung, da wir den kauf alleine nicht stemmen können. Alle Einnahmen aus dem Konzert fließen deshalb in den Hofkauf. Bringt Freunde mit, kommt durstig, kommt tanzbereit!«
Aus der Ukraine kamen auch sogenannte Drittstaatsangehörige nach Bochum. Dabei ging es vor allem um Studierende aus dem Sudan, Nordafrika etc., die an ukrainischen Universitäten studiert haben. Es handelte sich um hoch motivierte, mehrsprachige junge Menschen, die bereits Erfahrung darin haben, sich schnell eine neue Sprache anzueignen, sich auf andere kulturelle Gegebenheiten einzulassen und die über ein überdurchschnittliches Bildungsniveau verfügen. Diese Personen erhalten in den seltensten Fällen den Aufenthaltstitel § 24, wie Ukrainer:innen. Die Bochumer Ausländerbehörde hat diesen Menschen von der Beantragung des § 24 abgeraten, da sie ja ohnehin keine Chance darauf hätten, und ihnen stattdessen eine sogenannte Fiktionsbescheinigung ausgestellt.
Das Netzwerk Stadt für Alle lädt am Samstag, den 30. August ab 12 Uhr zu einem Stadtrundgang zum Thema Sicherheit und Ordnung ein: »Im Mai 2025 veranstaltete die Stadt eine Bürgerkonferenz zum Thema Sicherheit und Ordnung. Dieses Thema ließ uns aufhorchen, denn die individuell „gefühlte“ Unsicherheit in urbanen Räumen stimmt mit den realen Kriminalstatistiken in der Regel nicht überein. Im Gegenteil: Die Thematisierung von Unsicherheit in bestimmten Stadträumen durch Politik und Medien verstärkt das subjektive Unsicherheitsgefühl.