Archiv für das Jahr: 2025


Samstag 06.09.25, 21:49 Uhr
Demonstration "Solidarität statt Rechtsruck" am 06.09.2025

Redebeitrag der Seebrücke Bochum

Liebe Bochumer*innen, liebe Freund*innen,

viele Entscheidungen zum Asyl- und Aufenthaltsrecht werden auf europäischer-, Bundes- und Landesebene getroffen. Aber auch in Städten und Gemeinden wird Politik gemacht, die das Leben Geflüchteter unmittelbar prägt: Kommunen entscheiden darüber, ob Menschen würdig untergebracht werden, ob das Aufenthaltsrecht human angewandt wird und wie gut der Zugang zu Bildung und Teilhabe gelingt.

Wir sind heute hier, um klarzumachen: Bochum muss nach den Kommunalwahlen für eine menschenwürdige Fluchtpolitik stehen!

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Samstag 06.09.25, 21:35 Uhr

Perspektivenwechsel gelungen 1

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Rotunde am Freitagabend, als das Initiativenbündnis „Bochum gemeinsam“ zum „Perspektivenwechsel“ eingeladen hatte. Eine Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl sollte es werden, aber der anderen Art: Die Zivilgesellschaft, vertreten durch verschiedene Verbände und Initiativen, formulieren in drei Themenforen (Wohnen und Stadtentwicklung; Mobilität, Klima und Umwelt sowie Bürgerbeteiligung, Demokratie und soziale Gerechtigkeit) ihre Ideen und Anforderungen an die künftige Legislaturperiode, die Politik sitzt im Zuschauerraum, hört zu und stellt Fragen. Das Experiment hat geklappt – es war ein spannender Abend.

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Samstag 06.09.25, 21:30 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (34)

Bochumer LKW-Probleme (Rat)hausgemacht!

Früher bestimmte der Opel-Blitz das Stadtbild in Bochum, heute ist es das rote DHL-Logo auf gelbem Grund – und nicht nur aufgrund der durch alle Stadtteile kurvenden Auslieferungswagen. An immer mehreren öffentlichen Straßen stehen LKWs, die erkennbar für DHL anliefern. Angefangen hat alles mit der Inbetriebnahme eines der größten DHL-Paketverteilungszentren im ganzen Bundesgebiet auf der Fläche des ehemaligen Opel-Werk 1 in Laer. Verwaltung und Politik im Rathaus wollten den Betrieb unbedingt als Anker-Investor für das dort geplante Infrastrukturprojekt Mark 51°7.

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Samstag 06.09.25, 19:16 Uhr
Ausstellungseröffnung

Wie meine Hoffnung überlebt hat

Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums des Netzwerks Flüchtlinge Langendreer wird im Kino Endstation die Ausstellung gezeigt: „Wie meine Hoffnung überlebt hat – Frauengeschichten von Flucht und Vertreibung“. Am Mittwoch, den 11. 9. um 18.00 Uhr wird die Ausstellung eröffnet. Die Einladung: »Sie leben mitten unter uns: Frauen, die in ihrem Leben zur Flucht gezwungen waren – junge und alte Frauen, Frauen, die ihre Wurzeln in Deutschland haben ebenso wie solche, die aus vielen anderen Ländern hierher geflüchtet sind. Ihre Kraft schöpfen sie aus Musik, Tanz – und vor allem aus der Hilfe und Unterstützung durch andere Menschen.

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Samstag 06.09.25, 09:08 Uhr

„Demokratie Feiern“ am Kap

Die Initiative „Demokratie Feiern“ lädt am am 12. September 2025 von 18:00 bis 22:00 Uhr ein, „an der Kap Bühne im Herzen des Bochumer Bermuda-Dreiecks ein Zeichen für die Demokratie zu setzen“: »Gerade im Vorfeld der zwei Tage später stattfindenden Kommunalwahl will die Initiative aufmerksam machen auf die Bedeutung demokratischer Werte in unserer diversen und lebendigen Stadtgesellschaft und zur Beteiligung an der Wahl animieren. Gleichzeitig wissen wir, dass viele von euch unermüdlich Aktionen gegen Rechts organisieren. Seien es die ganzen Mahnwachen in der Innenstadt, die Menschenkette am Bahnhof oder der CSD am vergangenen Samstag.

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Samstag 06.09.25, 07:19 Uhr

Solidarität statt Rechtsruck!

Unter dem Motto „Solidarität statt Rechtsruck!“ ruft die Seebrücke Bochum für den heutigen Samstag zu einer Demonstration auf. Hinter dem Aufruf steht ein Bündnis von mittlerweile mehr als 15 Organisationen aus Bochum, die damit kurz vor der Kommunalwahl ein Zeichen gegen rechte Stimmungsmache, Rassismus, Queerfeindlichkeit und soziale Ausgrenzung setzen wollen.

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Freitag 05.09.25, 16:30 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (33)

Erich Kästner-Schule: Wald für Gewerbe geopfert!

Auf dem Gelände der ehemaligen Erich Kästner-Schule soll ein Wohnquartier mit u.a. 40 % dringend benötigtem preisgebundenem Wohnraum entstehen. Das Quartier soll hohen Ansprüchen an klimaschützendes und klimaresilientes Bauen, Wohnen und Leben gerecht werden. Für die erwartete Reduzierung von CO2-Emissionen hat eine Fachjury unter Leitung des NRW-Wirtschaftsministeriums das Wohnprojekt im Juni 2024 als „KlimaQuartier. NRW“ ausgezeichnet. Ob die Jury nicht darüber informiert war, dass neben dringend benötigten Wohnungen auch ein Gewerbeblock und eine Stellplatzanlage geplant sind, für die ca. 6000 m² Wald gerodet werden mussten? Müsste für eine Klima-Auszeichnung nicht das Bauvorhaben mit allen Auswirkungen als Ganzes bewertet werden?

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Freitag 05.09.25, 16:02 Uhr
Musikalisch untermalte Lesung:

Blumenwiesen und Minenfelder

Anja Liedtke wird am Mittwoch, den 10. September um 18 Uhr Auszüge aus ihrem Buch „Blumenwiesen und Minenfelder. Reiseerzählungen aus Israel.“ im Fritz Bauer Forum lesen, Annette Rettich untermalt die Veranstaltung musikalisch. Das Buch ist eine Auftragsarbeit der Holocaustüberlebenden Ester Golan. “Du hast uns Israelis in deinem Tagebuch so bunt und vielfältig dargestellt, wie wir wirklich sind. So will ich uns bei euch in Deutschland vermittelt sehen, verstehst du?” Anja Liedtke arbeitete als Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Jerusalem. Während dieser Zeit macht sie eine paradoxe Erfahrung: statt den Opfern zu helfen, wird ihr geholfen.

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Freitag 05.09.25, 15:37 Uhr
Bericht aus dem Zentrum der Atombombenexplosion

Singvögel und Raben waren auch nicht mehr da

Am Dienstag, den 9. September lädt die Zentralbücherei im BVZ um 19:00 – 20:30 Uhr zu einem Literaturkonzert mit Rima Ideguchi (Musik) und Fabian Liedtke (Text): »Shigemi Ideguchi (1919-2001) hat den Atombombenabwurf am 6. August 1945 auf Hiroshima aus nur 500 Metern Entfernung erlebt und überlebt. In dem Buch „Singvögel und Raben waren auch nicht mehr da – Bericht aus dem Zentrum der Atombombenexplosion“ hielt er seine Erinnerungen fest. Shigemi Ideguchi schildert nicht nur die Zerstörung von Gebäuden und Natur, sondern auch die Auswirkungen der atomaren Verstrahlung auf Körper und Seelen der Opfer. Angesichts der eingestellten Abrüstung und Drohungen mit Kernwaffen hat das Buch an Aktualität nicht verloren. 2015 haben seine in Bochum lebende Enkeltochter Rima Ideguchi und ihr Ehemann Fabian Liedtke das verstörend poetische Buch ins Deutsche übertragen.

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Freitag 05.09.25, 13:46 Uhr

Leben in einer bunten, offenen Gesellschaft?

In der Interviewreihe auf bochum-gemeinsam.de gibt es heute ein Gespräch mit Günter Scholten, ehrenamtlicher Organisator des von Künstler*innen selbst organisierten Showrooms, Oskar-Hoffmann-Straße 46, über die Situation der Freien Kultur in Bochum und was besser werden muss. Hier.


Donnerstag 04.09.25, 15:14 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (32)

Ende-aus-vorbei – der jahrelange Kampf um das Hallenfreibad in Höntrop

„Am 10. Oktober 2024 haben SPD, Grüne und CDU im Stadtrat das Sprungvergnügen von Bochums einzigem 10-m-Turm für immer beendet. Trotz des breiten Votums der Bürgerschaft verliert Bochum damit nicht nur das Höntroper Freibad.“ schrieben die ‚Freundinnen und Freunde des Hallenfreibads Höntrop‘ (FuF) nach der alles entscheidenden Ratssitzung.

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Donnerstag 04.09.25, 13:42 Uhr
Jubiläumsfeier Netzwerk Flüchtlinge

10 Jahre Netzwerk Flüchtlinge Langendreer

Das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer wird 10 Jahre – und das wird am Mittwoch, 10.9.2025 gefeiert!

Das Netzwerk lädt herzlich dazu ein.

Folgendes Programm ist vorgesehen:

»18:00 Uhr (kino.café): Eröffnung der Ausstellung „Wie meine Hoffnung überlebt hat – Frauengeschichten von Flucht und Vertreibung“ des Evangelischen Frauenreferats. (Jubiläumsfeier Netzwerk Flüchtlinge Langendreer: Bahnhof Langendreer und Wie meine Hoffnung überlebt hat: Bahnhof Langendreer)

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Donnerstag 04.09.25, 11:52 Uhr

OB-Kandidat Jörg Lukat und der NSU 4

Jörg Lukat ist Oberbürgermeisterkandidat von SPD und Grünen. Er war zuvor Polizeipräsident in Bochum und wurde im letzten Jahr in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Von 2001 bis 2006 war er Leiter des polizeilichen Staatsschutzes in Dortmund. In dieser Zeit ist Dortmund zu einer Nazi-Hochburg in NRW geworden und es kam zu zwei Morden durch Rechtsextreme in Dortmund. Im Jahr 2005 wurde Thomas Schulz von einem Mitglied der örtlichen Neonazi-Szene, getötet. Ein Jahr später wurde Mehmet Kubaşık von der Terrorgruppe „NSU“ erschossen. Die Polizei hat in diesem Fall völlig versagt und das Opfer verdächtigt, in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen zu sein. Hinweisen auf rechte Täter wurde nicht nachgegangen. Ein Recherche Team hat das damalige Verhalten von Lukat und die Aussagen von ihm vor den NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages untersucht und berichtet darüber auf Indymedia: Jörg Lukat & der NSU.


Donnerstag 04.09.25, 11:50 Uhr

Engagement für bezahlbaren Wohnraum

Zur Demo am 29.8.25 übersendet uns der Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e.V. folgenden Bericht:

»Im Rahmen des landesweiten Aktionstages des Bündnisses „Wir wollen wohnen“ folgten am 29.August über 80 Menschen dem Aufruf zu einer Kundgebung. Die Bochumer Veranstalter:innen sehen in Bezahlbarem Wohnen eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Die Mieten steigen, Sozialwohnungen verschwinden, und Menschen mit geringem Einkommen werden verdrängt oder gar wohnungslos. Allein seit 2021 sind die Angebotsmieten in Bochum um mehr als 20 Prozent gestiegen.

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Mittwoch 03.09.25, 22:12 Uhr
Breites Bündnis ruft zur Demonstration am Samstag auf

Demo für Menschenrechte, Solidarität und Gerechtigkeit 1

Unter dem Motto „Solidarität statt Rechtsruck!“ ruft die Seebrücke Bochum für Samstag zu einer Demonstration auf. Hinter dem Aufruf steht ein Bündnis von mittlerweile mehr als 15 Organisationen aus Bochum, die damit kurz vor der Kommunalwahl ein Zeichen gegen rechte Stimmungsmache, Rassismus, Queerfeindlichkeit und soziale Ausgrenzung setzen wollen.

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Mittwoch 03.09.25, 21:29 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (31)

Erinnerungskultur oder „Heast as nit, wia die Zeit vergeht“(Hubert von Goisern 1992)

Gut zwei Jahre ist es her, dass VVN-BdA und Bündnis gegen Rechts eine Anregung. wie sie in der Gemeindeordnung vorgesehen ist, an den Kulturausschuss der Stadt Bochum gerichtet haben. Die Anregung, endlich an der Stelle der ehemaligen Pluto-Garagen am Nordring eine Erinnerungstafel anzubringen, wurde fünf Monate später bis auf eine Gegenstimme abgelehnt. In den Gebäude befand sich die Zentrale der Bochumer SS. Hierher wurden widerständische Menschen verschleppt, gefoltert und ermordet. Begründet wurde die Ablehnung der Gedenktafel „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ mit dem Verweis auf die Bochum Strategie 2030, in der die Kernaktivität „Erinnern statt Vergessen“ einen Platz zumindest als Absichtserklärung gefunden hat.

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Mittwoch 03.09.25, 16:38 Uhr
Fritz Bauer Forum und Deutsches Fußballmuseum laden ein:

Unlimited Hope Filmfestival 2025

Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes (Trailer)

Am morgigen Donnerstag, startet das Unlimited Hope Filmfestival 2025. Der besonders beeindruckende Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ ist morgen Abend im Fritz Bauer Forum zu sehen. Zum vollständigen Programm des Festivals.


Mittwoch 03.09.25, 16:36 Uhr

Veranstaltungen der Naturfreunde Langendreer

Die Aktionen der Naturfreunde Langendreer im September — ein kleiner Ausschnitt bis Mitte September
Alle Infos zu den Veranstaltungen auch : hier >>
* Nachhaltigkeitstag der Bezirksvertretung Bochum-Ost, Fr. 05 Sep. 2025 @ 16:00 Uhr – 20:00 Uhr
Wir beteiligen uns mit einem Infostand und kleineren Aktion am Nachhaltigkeitstag der Bezirksvertretung. Der Nachhaltigkeitstag findet am Schulhof der Bezirksmusikschule, Alte Bahnhofstr. 12, Bochum. Über Mithilfe würden wir uns freuen. Wir wollen unter anderem selbstgemachte Lebensmittel aus Langendreer zum Probieren anbieten: Brennnessel-Pesto etc. weitere Informationen

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Mittwoch 03.09.25, 10:23 Uhr
Antifa-Café, Stadt für Alle und Rat von unten / IDK:

Handeln statt warten: politische Gestaltungskraft von unten!

Das Offene Antifa Café im Sozialen Zentrum lädt am 10. 9. ein zur Podiumsdiskussion mit den Gruppen *Stadt für Alle* und *Rat von unten/IDK*: »Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie zivilgesellschaftliche, außerparlamentarische Initiativen konkrete politische Handlungsspielräume eröffnen – und warum diese für eine solidarische und gerechte Gesellschaft unverzichtbar sind. Wie können wir von unten Veränderungen anstoßen, statt auf Entscheidungen von oben zu warten? Welche Strategien und Erfahrungen gibt es bereits – und wie lassen sie sich weiterentwickeln?

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Dienstag 02.09.25, 20:59 Uhr
Interview zum Ablauf der Veranstaltung am Freitag in der Rotunde

Auf zum Perspektivenwechsel

Wer genauer wissen möchte, was und wer am Freitag zu erwarten ist, der wird durch das aktuelle Interview auf der Seite von Bochum gemeinsam aufgeklärt. Dort erläutern Andrea Wirtz und Törk Hansen wie die „andere Wahldiskussion“ ablaufen soll. Wer dabei sein wird: „Zuerst natürlich die Menschen aus der Zivilgesellschaft und wir hoffen, dass – trotz der vielen anderen Veranstaltungen im Moment – Viele kommen. Dann die OB-Kandidat*innen der demokratischen Parteien. Zugesagt haben die Kandidat*innen von SPD/Grüne, Linke, Volt/Stadtgestalter, UWG, Die Partei und die FDP mit einem Vertreter. Und schließlich Kandidierende für Rat und Bezirksvertretungen – da gibt es bisher Rückmeldungen von allen außer SPD und CDU.“ Weitere Informationen zum Ablauf und den Spielregeln in dem Interview auf der Seite von Bochum gemeinsam.

Freitag, 5. September, 18:30 Uhr, Einlass 18 Uhr

Rotunde, Am Kulturgleis 3-5


Dienstag 02.09.25, 20:50 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (30)

Overdyker Straße: Bebauungsplan für SPD offenbar schon frühzeitig durch!

An der Overdyker Straße soll ein Wohngebiet entstehen. Hierfür müsste der dortige Wald gerodet werden. Aufgrund von Änderung der Planungsziele in dem seit mehr als 10 Jahren laufenden Bebauungsplanverfahren musste im Mai  2025 erneut eine Informationsveranstaltung im Rahmen einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgen. Einen Tag vor der Bürgerversammlung ließ die SPD durch ihre Ratsmitglieder Simone Gottschlich und Jörg Laftsidis die vorzustellenden Pläne positiv auf der Webseite der SPD bewerten. Die von der Verwaltung vorgelegten Pläne sähen vielversprechend aus. Die Planung klinge nach einem guten Rundum-Paket. Auf die nach den Plänen erforderlichen Totalrodung des Waldes an der Overdyker Straße gingen die SPD-Mitglieder in ihrer Verlautbarung mit keinem Wort ein.

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Dienstag 02.09.25, 17:18 Uhr

Selbstverwaltung und Menschenrechte

Unter der Unterüberschrift „Was haben die Menschenrechte in der Türkei mit Deutschland zu tun?“ findet am kommenden Donnerstag eine Veranstaltung im Bahnhof Langendreer statt. Zum Inhalt heißt es: »Die Menschenrechtslage in der Türkei verschlechtert sich zunehmend. Besonders kurdische zivilgesellschaftliche Netzwerke und aktivistische Gruppen sind vor Menschenrechtsverletzungen in der Türkei nicht geschützt. Auch in Deutschland beobachten wir einen Zuwachs an Gewalt und Entmenschlichung, nicht nur auf kurdische Aktivist*innen. Im Rahmen eines immer autoritärer werdenden geopolitischen Klimas wollen wir unter Freunden ins Gespräch kommen und voneinander lernen um unsere politischen Ziele sowohl in der Türkei als auch in Deutschland zu verwirklichen.

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Dienstag 02.09.25, 11:53 Uhr
Ein Kommentar

WAZ-Artikel zur AfD 2

Uns erreichte der Leserbrief von Werner Meyer-Deters, der den gestrigen Artikel in der WAZ zu der AfD zum Thema macht und er schreibt: »Ich bin sehr beunruhigt und halte es für grundfalsch, dass die im Artikel gestellte Frage zur Selbstverortung der AfD dieser Gelegenheit gab, ihre eigentliche demokratie- und fremdenfeindliche Haltung hinter einem verharmlosenden Selbstbild und Ablehnung von wichtigen umweltrelevanten Maßnahmen zu verstecken, und ich kritisiere, dass der AFD in dieser Weise mit einer neutralen Attitüde prominent Platz auf der ersten Lokalseite eingeräumt wurde.

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Montag 01.09.25, 21:55 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (29)

Der hochgelobte Kulturentwicklungsprozess Bochum – Bürgerbeteiligung in drei Akten mit frustrierendem Ende 1

Zu Beginn die positive Nachricht: das Handlungsfeld 31 „Stärkung und Ausbau der Literatur im Kulturleben der Stadt“ startete Ende 2022 und mittlerweile kooperiert hier die Freie Kulturszene Hand in Hand mit der VHS, der Stadtbücherei und dem Kulturbüro Bochum – Literaturszene Bochum. Partizipation ist also möglich, wenn es die Verwaltung will. Trotz sehr unterschiedlicher Interessen reden alle miteinander und in 2026 soll eine Art virtuelles Literaturhaus entstehen. Sofern Menschen zusammenkommen, die an echte Partizipation glauben, funktioniert das auch in Bochum.

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Montag 01.09.25, 15:05 Uhr
Offenes Antifa Café Bochum

Vom Querdenken zur Querfront

Die reaktionären Proteste gegen die Corona-Beschränkungen und ihr weiterer Verlauf
Eine gemeinsame Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Bochum und des offenen Antifa Café Bochum mit dem Buchautor Lucius Teidelbaum

Das „Offene Antifa Café“ schreibt dazu: »Seit Mitte April 2020 wurde bundesweit gegen die Corona-Beschränkungen der Regierung protestiert. Von Anfang an beteiligten sich extreme Rechte an den Demonstrationen, zum kleineren Teil organisierten sie diese auch. Aber auch (Ex-)Linke waren beteiligt.

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Montag 01.09.25, 14:14 Uhr
Omas gegen Rechts

Macht mit beim Quiz!

Die Omas gegen Rechts haben zur Kommunalwahl am 14.9. ein Kneipenquiz konzipiert, das in verschiedenen Lokalen stattfindet. Die nächsten (und letzten) Termine sind:
03.09., 19.00 Uhr, KoFabrik, Stühmeyerstr. 33,
04.09., 19.00 Uhr, FreiRaum, Dr. C.-Otto-Str. 126, Bochum Dahlhausen,
10.09., 19.00 Uhr, Wiesmanns, Hochstr. 65, Bochum Wattenscheid
12.09., 19.00 Uhr, Naturfreunde, Höhe Eiche 20, Bochum Langendreer


Montag 01.09.25, 10:14 Uhr
Kundgebung des „Wir wollen wohnen“-Bündnisses Bochum am 29. 8. 2025

Redebeitrag von Stefan Marx, DGB Ruhr-Mark

Sehr geehrte Mitstreiter und -Innen,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, die Aussage:
Wohnen ist ein Menschenrecht
Denn Wohnraum gehört zu den lebensnotwendigen Gemeingütern, die staatlich zu gewährleisten sind – jedenfalls dann, wenn der Markt versagt. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich immer weiter zu. Bezahlbarer Wohnraum ist kaum noch zu finden; die Bautätigkeit hält mit der Nachfrage nicht Schritt.
Wenn aber der Markt versagt, muss der Staat regulierend eingreifen, um ungerechtfertigte Gewinne zu Lasten breiter Bevölkerungsschichten zu verhindern. Wenn der Markt es nicht schafft, genügend Sozialwohnungen zu bauen, ist es Aufgabe des Staates, das elementare Menschenrecht auf Wohnen zu sichern.

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Montag 01.09.25, 10:04 Uhr

Jugend trifft Politik – Politik trifft Jugend

Der Kinder- und Jugendring informiert über eine Veranstaltung am 9. September, zu der er gemeinsam mit der AGOT (Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen) laden. Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene sind ab 18.00 Uhr eingeladen zur jugendpolitischen Veranstaltung zur Kommunalwahl in das Atrium der Stadtwerke (Ostring 28, 44787 Bochum) und zum Inhalt schreibt er: »damit sie die Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl und Kandidaten für den Rat und die Bezirksvertretungen persönlich kennenlernen können.

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Sonntag 31.08.25, 21:53 Uhr
Sicheres Radfahren für alle

Fair mobil in Bochum

Kurz vor der Kommunalwahl ruft Radwende mit ADFC und VCD für den 6. September um 11 Uhr zu einer Fahrraddemonstration auf: »Startpunkt ist das Schauspielhaus Bochum. In Bochum hat es zuletzt einige positiv umgesetzte Veränderungen für den Radverkehr gegeben. Trotzdem bleibt das Nutzen des Fahrrades eine Herausforderung vor allem für Kinder auf ihrem Weg zu Kita und Schule und für unsichere Radfahrende. Die notwendige Verkehrswende ist im Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger nicht spürbar:

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Sonntag 31.08.25, 17:18 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (28)

Ein unzulässiges Verbot und das lange Schweigen

Eine Reihe von Bochumer Initiativen und Organisationen wollte zum 1. Mai 2020 eine kleine Demonstration unter dem Motto „Grundrechte verteidigen und erkämpfen“ durchführen und meldete dies mit einem Corona gerechten Konzept an. Das Ordnungsamt untersagte dies und billigte schließlich eine Kundgebung mit max. 70 Teilnehmenden vor dem Schauspielhaus zu. Mit der Anmeldung der Demonstration sollte den Versuchen entgegen getreten werden, elementare Grundrechte auch langfristig einzuschränken oder abzuschaffen. Denn der NRW-Innenminister hatte öffentlich erklärt, dass er kein Verständnis für die Wahrnehmung des im Grundgesetz garantierten Rechts auf Versammlungsfreiheit habe. Und wenn in Bochum Politik und Verwaltung die Coronakrise nutzten, um kleinste Fortschritte bei der örtlichen Bürgerbeteiligung zurückzuschrauben, dann war deutlich, wie sehr demokratische Errungenschaften auf allen gesellschaftlichen Ebenen gefährdet waren.

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Sonntag 31.08.25, 16:44 Uhr
Beeindruckende Menschenkette der Omas gegen Rechts

Keine Nazis ins Rathaus

Mehr als 600 Bürger:innen sind am gestrigen Samstag dem Aufruf der Omas gegen Rechts gefolgt und bildeten als symbolischen antifaschistischen Schutz eine Menschenkette um das Bochumer Rathaus. Anette Wichmann von den Omas gegen Rechts sowie die „Ehrenoma“ Sebastian 23 sorgten gemeinsam mit dem Musikerduo Chris Cassidy und Dave Minchin für ein unterhaltsames Rahmenprogramm auf dem Rathausvorplatz. „Wir werden nicht zulassen, dass unsere Solidarität, unsere Toleranz, unsere Vorstellung von friedlichem und respektvollem Zusammenleben in unserer Stadt, unser Eintreten für Vielfalt in jeglicher Hinsicht infrage gestellt werden. Deshalb stehen wir heute hier und wollen ein starkes antifaschistisches Zeichen setzen gegen den Einzug rechtsradikaler Parteien in unser Rathaus!“ rief Anette Wichmann den Teilnehmer*innen zu. (Das Statement im Wortlaut),

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Sonntag 31.08.25, 16:17 Uhr
Menschenkette der Omas gegen Rechts am 30.8.25 um das Rathaus

Statement von Anette Wichmann, Omas gegen Rechts


Seit Jahren beobachten wir, wie rechte Populisten, vornehmlich die AfD, die ja als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wurde, die Demokratie verunglimpfen und verhöhnen. Andererseits machen sie sich unsere Demokratie für die Verbreitung ihrer Ideologie zunutze und beziehen sich dabei auf die Meinungsfreiheit. Die AfD attackiert die Menschenwürde, sie ist völkisch, nationalistisch, revisionistisch, sie sät Hass, schürt Ängste, erschafft gezielt Feindbilder und spaltet damit die Gesellschaft.

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Sonntag 31.08.25, 16:16 Uhr
Menschenkette der Omas Gegen Rechts am 30.8.20 um das Bochumer Rathaus

Sebastian 23: Frank und Freiheit

Dies ist im Übrigen keine der üblichen Geschichten aus dem durchschnittlich Typischen
„Es ist kalt in Deutschland“, denkt euer Mann Frank, die Heimaterde ist Thüringen
Ein Kerl wie ein Wandschrank, doch sein Verstand fand Platz im Handgepäck
Sein Blick sucht gern bei andern Stress, er isst aus Polen Sandgebäck
Die Schuhe sind aus Bangladesch, im Urlaub liebt der Frank Quebec, ist in Kanada zum Wandern weg
Kommt er euch etwa vor, als ob er ostdeutsches Obst braucht?
Fußt seine Selbstsicherheit in Ecuador an einem Koksstrauch?
Man ahnt, wenn man fragt, wie die Antwort ausfiele
Im Supermarkt sucht er nach Mangos aus Chile
Mag Massagen aus Thailand auf dem Standort Bauchliege
Liebt brasilianischen Fußball und Kampfsport, auch Spiele
Auf Konsolen aus Japan
Smartphones aus Taiwan
Kaffee Kolumbien
Oliven aus Umbrien
Hollywoods Blockbuster
Schwedische Rockkasper
Whisky ist schottischer
Nordischer Götterchor
Für den Ton an Silvester ein paar tschechische Feiergeschütze
Für den Sohn seiner Schwester die chinesische Spiderman-Mütze
Und den Lorbeerkranz auf die Brust seines Polohemds
Näht eine Kinderhand im Hinterland Äthiopiens
Aber Ausländer findet Frank scheiße
Na logisch, Frank!
Dies ist im Übrigen keine der üblichen Geschichten aus dem durchschnittlich Typischen
„Es ist kalt in Deutschland“, denkt euer Mann Frank, die Heimaterde ist Thüringen
Er redet gern von Lügenpresse, grimmig graue Prügelfresse
Gibt es ohne Zügel Dresche, bist du platt wie Bügelwäsche
Denn er ist ein zum Austausch unfähiger ewiger Nachredner der beliebigen Prediger von PEGIDA
Debiler juveniler Wegschieber kritischer Gedanken, lediger Erlediger weniger Traktanden
Aber immer wieder und immer weiter auf der Straße gegen Asylanten
Schuld am eigenen Schicksal Muslimen zuschieben
Frank denkt von ihnen
Die sind nur hier, um Smartphones und Luxuslimousinen zu kriegen
Für die Ausländer ist seine Nationalhymne doch nur ein Werbejingle
Sie wollen Frank die Frauen klauen – doch er trickst sie aus und ist derbe Single
Die letzte schrieb im Abschiedsbrief er sei ein Zentner Hack auf Beinen
Fast zum Weinen, ihn so abzuschreiben, doch keine Träne konnte das vermeiden
Karma ist ein Bumerang und er ein dummer Mann mit braunem Umhang an
Brandbeschleunigern wie in den Neunzigern und Glut im Bauch zum Untergang
Wirft den Funken dann in eine geplante Unterkunft für hundert Mann
Denn er lebt im Vorgestern und hat nichts für morgen über
Frank fordert Führer, doch ist natürlich nicht rechts, nur ein besorgter Bürger!
Na logisch, Frank!
Dies ist im Übrigen keine der üblichen Geschichten aus dem durchschnittlich Typischen
„Es ist deutsch in Kaltland“, denkt der kleine Bassam, die Heimaterde ist Syrien
Er ist acht und trägt als Handschuhe Socken mit Löchern für die Daumen
War trotz Nachtruhe wach, denn er hat öfter diesen Traum
Steht vorm Container, starrt der Dunkelheit von innen an die Schädeldecke
Besser, denkt der Junge, als wenn ich drinnen jeden wecke
Verließ in sternenloser Nacht den beengten Raum
Bis zur der Laterne weiter vorn, die mit gesenktem Haupt
Einen kleinen Lichtkegel wirft, der Dunkelheit den Schrecken raubt
Bassam atmet an der Ecke, aus seinem Mund steigt eine Wolkendecke auf
Ganz leicht, doch abrupt wie ein fallender Zweig
Stehen Riesen darin und sie kommen zu zweit
Es sind Frank und sein dicker Kumpel Maik
Für einen Moment stehen sie still wie die Zeit
Bassam ist jäh erschrocken
Er rührt nicht einen Knochen
Von weit oben fällt ein Tropfen
Und die Dunkelheit steht offen
Denn wo schwere Herzen klopfen
Da gibt es nicht viel zu hoffen
Doch es ändert sich etwas, von ganz, ganz tief innen
Maik hebt den Schlagstock, um Bassam zu vertrimmen
Bassam steht im Schnee, weint eine kleinere Pfütze
Frank starrt auf Bassams chinesische Spiderman-Mütze
Fragt sich plötzlich, wozu bin ich eigentlich nütze
Wenn ich nicht jetzt und hier diesen Kleinen beschütze?
Die Gedanken verschwimmen, zwischen unten und oben
Als würde die Welt aus den Angeln gehoben
Frank hebt die Faust, ein Schlag, da liegt Maik schon am Boden
Bassam, der die Fassung schnell wieder gewinnt
Sagt „Şukran!“, bevor er zu rennen beginnt
Frank ist allein, starrt auf Maik und verweilt mit gesenktem Haupt
Ein kleiner Lichtkegel, der Dunkelheit den Schrecken raubt.

Der Text stammt aus dem Buch:
Sebastian 23,
„Bäume sind Büsche auf Balken“,
Lektora 2023.



Sonntag 31.08.25, 14:36 Uhr

Gedenken an Betti Hartmann

Das Kuratorium Stelen der Erinnerung erinnert am 1. September um 14 Uhr vor dem Wattenscheider Rathaus an den Tofestag von Betti Hartmann: Geboren am 19. Februar 1927 wurde sie nur 15 Jahre alt. Als jüdisches Mädchen wurde sie von Nazi-Deutschland ins KZ nach Auschwitz deportiert und dort am 31. August 1942 ermordet. Achtzig Jahre nach dem Ende der Herrschaft der Nazis sitzen wieder Faschisten in deutschen Parlamenten und Stadträten. Bei der letzten Bundestagswahl wählte fast jede:r siebte die AfD in Bochum.

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