Jede Stadt ist an verschiedenen Tochtergesellschaften beteiligt. Nicht selten zu 100 Prozent, manchmal auch weniger. Die Stadt Bochum hat über 50 Tochtergesellschaften. Manche davon werfen Gewinn ab – allen voran die Sparkasse und die Stadtwerke. Das freut die Kämmerin. Andere machen Verluste, zum Beispiel die Verkehrsbetriebe, in Bochum BoGeStra geheißen. Deren Verluste werden durch die Gewinne der anderen zumindest teilweise ausgeglichen. Und dann gibt es noch Töchter, bei denen muss sich eine Stadt entscheiden, ob sie nun Gewinn bringen sollen, um mitzuhelfen, das Finanzloch zu stopfen, oder ob darauf verzichtet wird, um einkommensschwache Bürger:innen zu entlasten. Dazu können zum Beispiel Wohnungsunternehmen gehören. Bochum hat eine solche Wohnungs-Tochter, VBW mit Namen. Und hat diese Frage schon vor Jahren entschieden.
Ende August macht das NRW-weite Bündnis „Wir wollen wohnen!“ in 21 Städten darauf aufmerksam, wie wichtig das Thema Wohnen in der kommunalen Politik ist. In Bochum findet am Freitag, 29. 8. von 16-18 Uhr eine wohnungspolitische Kundgebung mit Redebeiträgen, Musik, Ständen und Aktionen auf dem Platz des Europäischen Versprechens (direkt vor der Christuskirche) statt. Dazu ruft das Bochumer “Wir wollen wohnen” – Bündnis auf, das aus dem Bündnis Arbeit & Soziale Gerechtigkeit, dem DGB Ruhr-Mark, der IG Bau Westfalen, der AWO Ruhr-Mitte, dem Paritätischen Bochum sowie Attac besteht.
Die Bochumer Gewerkschaften fordern ein entschiedenes Vorgehen gegen die AfD und sprechen sich klar für ein Verbot dieser Partei aus. „Ein AfD-Verbot ist längst überfällig. Wir erwarten, dass die politisch Verantwortlichen jetzt handeln und nicht länger wertvolle Zeit verstreichen lassen“, so das Team an der Spitze der Bochumer Gewerkschaften, Claudia Bonan und Marc Schneider.
Die Initiative „Klare Linie gegen Rechts“ teilt folgendes mit: »Im Vorfeld der Kommunalwahl treffen wir uns wieder zum Cornern um deutlich zu machen, das unser Kiez vielfältig, tolerant, inklusiv und solidarisch ist. Das zeigt sich in verschiedenen Projekten, die hier angesiedelt sind. Aber gegen diese Werte wird ein Kulturkampf von Rechts geführt. Deshalb ist es wichtig, sich informell über die Auswirkungen dieser Entwicklung auch mit Blick auf die Wahl auszutauschen.
Im Januar 2024 war die Enttäuschung bei den Bochumer Initiativen groß, die Empörung auch. Im Rat sollten ‚Eckpunkte‘ für Bürgerbeteiligung verabschiedet werden – eigentlich doch ein Grund zur Freude?! Immerhin befasste sich der Rat endlich mit dem lang von der Zivilgesellschaft eingeforderten Thema. Doch Mitglieder aus elf Initiativen hatten im Vorfeld die Politiker*innen in einem gemeinsamen Brief gefragt: „Wie kann es ernsthaft einen Ratsbeschluss über Bürgerbeteiligung geben, ohne dass die Bürgerschaft beteiligt wurde?“
Die VVN-BdA Bochum gestaltet am Freitag, 29. August um 19:00 in den Räumen des Internationalen Kulturvereins DIDF in der Rottstr. 30, 44793 Bochum eine Musikveranstaltung zum Antikriegstag.
„Krieg kommt über Nacht“, so wurde es uns oft erzählt. Aber das stimmt selten. Er wird vorbereitet. Meist von Jenen, die nicht selbst in die Schlacht ziehen müssen. Die Gründe sind oft ökonomische und geostrategische Interessen. Seine Eltern sind die Unwahrheit und die Angst. Seine Paten sind Hass, Profit, Machtgier, religiöser und rassistischer Fanatismus.
Gleich zu Beginn der jetzt zu Ende gehenden Ratsperiode bekam die Mehrheit des Bochumer Rates vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen die rote Karte gezeigt. Mit einer Trickserei war erreicht worden, dass die gemeinsame Fraktion von Stadtgestaltern und Die Partei nicht die ihnen nach den Mehrheitsverhältnissen zustehenden Sitze in Ratsausschüssen bekam. „Dies widerspricht dem Demokratieprinzip des Grundgesetzes“, so das Gericht. Die Wahl musste wiederholt werden.
Die Stadt Bochum veranstaltet an mehreren Terminen und Orten einen runden Tisch um über Bildung zu reden und schreibt : >> Der „Runde Tisch Weiterbildung Bochum“ der Volkshochschule (vhs) und vieler anderer Weiterbildungseinrichtungen und Institutionen lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, die Angebote des Projekts „Weiterbildung vor Ort“ zu nutzen. Es bringt kostenfrei Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten der gemeinwohlorientierten Weiterbildungseinrichtungen direkt in die Stadtteile und richtet sich an Interessierte, die neu in Bochum sind, lange keine passenden Angebote gefunden haben oder sich beruflich, familiär oder persönlich neu orientieren möchten.
Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigt am Freitag, den 22.8. um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer den TV-Dokumentarfilm „Papst Pius XII. und der Holocaust“: »Es war ein Schock, berichtet der amerikanische Historiker David I. Kertzer, als er Heilige Geheimnisse Papst Pius XII. entdeckte. Kaum war Pacelli 1939 zum „Stellvertreter Christi auf Erden“ gewählt, empfing er Abgesandte Hitlers zu Geheimverhandlungen im Vatikan. Hitlers Forderung für einen Burgfrieden mit der Kirche im NS-Reich: Keine Einmischung der Kirche in die Politik. Und: Umgehen der Rassenfrage.
Dass auch Bochum ein Problem mit (bezahlbarem) Wohnraum hat, ist schon viele Jahre amtlich. Man kann es in den alle zwei Jahre erscheinenden „Wohnungsmarktberichten“ der Stadtverwaltung nachlesen. Um die Knappheit zu bekämpfen, beschloss der Rat im November 2017 erstmalig ein „Handlungskonzept Wohnen“. Zur Lösung der Krise setzte dieses Konzept einseitig auf Neubau: 800 Wohnung jährlich sollten neu errichtet werden, 200 davon öffentlich gefördert. Geklappt hat das nicht.
Bochumer Politik und Verwaltung schafften es im Jahr 2022 eine bemerkenswerte überregionale Beachtung zu finden. Mehr als 4.000 unbearbeitete Anträge stapelten sich im Einbürgerungsbüro. Die Bearbeitungsdauer für die Antragsteller:innen, die zum größten Teil aus Syrien geflüchtet waren, dauerte in aller Regel länger als 18 Monate. Sonntags redete der Oberbürgermeister von Willkommenskultur und werktags wurden Geflüchtete häufig in seiner Behörde sehr unwürdig behandelt. Dies wird in einem Aufruf geschildert: „Zur Demo gegen Zustände im Ausländerbüro“Besonders zynisch wurde es, als viele Betroffene sich an den Petitionsausschuss des Landtages wandten. Da teilte die Behörde ihnen mit, dass sich die Bearbeitung ihres Einbürgerungsantrags leider verzögere, weil sie nun vorrangig Stellungnahmen an den Landtag formulieren müssten.
Die Volkshochschule (vhs) Bochum informiert in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW e.V. und der vhs Gelsenkirchen, am Donnerstag, 28. August, von 17 bis 18 Uhr über Steckersolargeräte, mit deren Hilfe sich die eigenen Stromkosten senken lassen, während gleichzeitig ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.
Der AStA der ev. Hochschule, die Hochschule Georg Agricola und der Bahnhof Langendreer laden am Dienstag, den 26. August um 18 Uhr ein unter dem Motto „Politikst du noch sauber?“ und versprechen: »Hier bietet sich euch die einmalige Gelegenheit, direkt mit Bochumer Kommunalpolitiker*innen 2025 ins Gespräch zu kommen. Sie stellen sich euren drängendsten Fragen – ehrlich, direkt und ohne Floskeln. Das erwartet dich:
Exclusiv auf bo-alternativ.de: Ein Gespräch mit Sabine Reich, der neuen Intendantin des Prinz-Regent-Theaters (prt) über Neustarts, Projekte und Ideen. Sabine Reich moderiert auch die Veranstaltung „Perspektivenwechsel“ des Bündnisses „Bochum gemeinsam“ am 5. September in der Rotunde.
Die Radwende berichtet auf ihrer Webseite darüber, wie im Mai diesen Jahres im Mobilitätsausschuss mit einem Bürgerantrag gemäß § 24 der Gemeindeordnung umgegangen wurde. Radwende, VCD, ADFC und der Nachbarschaftskreis Hamme hatten die Einführung von „Tempo 30“ auf der Dorstener Straße gefordert. Die Straße ist ein extremer Unfallschwerpunkt und weist mit die höchsten Lärmpegel in ganz Bochum auf. Die Verwaltung hat – wie fast immer – vorgeschlagen, den Antrag abzulehnen, die Verwaltung müsste noch „prüfen“. Karl-Heinz Hüsing als Petent kommentierte das: „Also vertagt auf St. Nimmerlein“.
Mit Heidi Reichinnek und Nam Duy Nguyen präsentiert die Linke in Bochum in dieser Woche gleich zwei prominente Gäste. Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag Heidi Reichinnek ist durch ihre temperamentvollen Auftritte dort – vor allem aber durch ihre klugen und gut gemachten Social Media Beiträge einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Sie wird am Donnerstag, dem 21. August um 13:30 Uhr eine Stunde auf dem Dr. Ruer-Platz sein und Fragen des Publikums beantworten.
Für den kommenden Sonntag laden die Initiator*innen von mächtig gezofft zum nächsten Treffen: »Nach einer kleinen Sommerpause möchten wir euch zu einer weiteren Runde von MÄCHTIG GEKLATSCHT einladen. Der feministische Kaffeeklatsch soll dieses Mal am Sonntag, den 24.08.25 im Alsengarten, an der Alsenstraße 27, 44789 Bochum, von 14 bis 17 Uhr stattfinden. Für Heißgetränke und Kuchen sorgen wir und die Veranstaltung ist kostenfrei. Selbstverständlich besteht kein Konsumzwang und ihr seid auch ohne Konsumwunsch herzlich eingeladen.
Ihr habt ein Lieblingskuchenrezept, was ihr mal wieder ausprobieren wollt oder befindet euch in einer Prüfungsphase und wollt prokrastinieren? Dann steuert sehr gerne ebenfalls Kekse, Kuchen, Gebäck zu unserem Buffett zu. Wir freuen uns auf euch!«
Als ab März 2022 Tausende Menschen aus der Ukraine am Bochumer Hauptbahnhof ankamen, um entweder hier zu bleiben oder über die Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) weiterverteilt zu werden, delegierte die Stadt Bochum die Betreuung der Ankommenden an die „Bahnhofsmission“ und die „Bochumer Ehrenamtsagentur (BEA)“. Beide Organisationen verfügten über keinerlei Erfahrungen mit solchen Situationen und Zielgruppen. Zeitgleich fand sich unter dem Namen „Bochum Solidarisch“ eine sogenannte „Pop-Up-Bewegung“ zusammen, um im Hauptbahnhof erste und später auch zweite Hilfe zu leisten. Schnell bildete sich auch ein fachlicher Kern mit Jurist:innen, Mediziner:innen und Menschen, die professionell in der Migrationsarbeit tätig waren.
Eine kleine Arbeitsgruppe, zu der im Wesentlichen einige „Omas gegen Rechts“ gehören, hat erneut ein „Kneipenquiz“ zu bevorstehenden Wahlen, diesmal zur Kommunalwahl am 14. September, erstellt und lädt zu bereits vier feststehenden Terminen ein: »Wie im letzten Jahr zur Europawahl und Anfang dieses Jahres vor der Bundestagswahl haben wir 30 Fragen zusammengestellt, die sich auf die Kommunalpolitik in Bochum, aber auch auf Geschichte, Wirtschaft und Kultur in Bochum beziehen. Mit dem Quiz, das in verschiedenen Stadtteilen und in Kooperation mit anderen Gruppen und Einrichtungen durchgeführt werden soll, möchten wir darauf hinweisen, wie wichtig die Kommunalwahl für alle Bochumer Bürger und Bürgerinnen ist.
Vor der letzten Kommunalwahl haben SPD und Grüne den „Klimanotstand für Bochum“ erklärt. Passiert ist wenig. Es gibt einige sinnvolle Planungen, wie die Stadt auf die drohende Klimakatastrophe reagieren soll, aber fast keinerlei Maßnahmen, die aktuell zu einer Reduzierung des CO-₂ Ausstoßes führen. Das Bochumer Klimaschutzbündnis (BoKlima) hat die gesamte Legislaturperiode mit enormer Expertise „Klimanotstandsbriefe“ veröffentlicht und das Versagen von Rot-Grün in diesem Bereich dokumentiert.
Wie die WAZ Gelsenkirchen berichtet, findet am 19.8. ab 15:00 Uhr der Wahlkampfauftakt der AfD in Gelsenkirchen auf dem Heinrich-König-Platz statt. Sprechen soll der umstrittene Islam-Kritiker Irfan Peci (Pax Europa).
Weitere Teilnehmer*innen sind der Oberbürgermeisterkandidat der AfD sowie die Landtagsabgeordnete Enxhi Seli-Zacharias und der Landtagsabgeordnete Sven Tritschler.
Ein Gegenprotest ist bereits angemeldet und startet um 14:30. Eine Unterstützung der Antifaschist*innen in Gelsenkirchen ist notwendig!
Im Stadtteil Hamme öffnet am Freitag, 22. August, um 16 Uhr mitten im Park Hamme eine Mitmachhütte ihre Pforten für alle Interessierten, die mitgestalten wollen. Es geht um Fragen wie: Was fehlt im Viertel? Was wünschen sich Menschen, die hier leben? Wie soll Hamme in Zukunft aussehen? Die Hütte ist Teil des Stadterneuerungsprozesses und soll ein Treffpunkt für Ideen, Gespräche und kreative Beteiligung sein.
Ein besonders peinliches Kapitel rot-grüner Politik in Bochum ist die Form, wie sich die Stadt der Verantwortung für eine würdige Erinnerungsarbeit verweigert, bzw gezwungen werden muss, das Thema ernst zu nehmen. Selbst als sich die prominentesten Bochumer SPD-Historiker:innen unter Führung von Bernd Faulenbach dafür einsetzten, dass das Gebäude des ehemaligen Bochumer Nordbahnhofs, von dem die jüdischen Bochumer Bürger:innen in den Tod geschickt wurden, zum Gedenkort wird, ist das gescheitert. In einem winzigen Raum in dem Gebäude erinnert die Initiative Nordbahnhof an die Geschichte des Ortes. Ebenso unwürdig ist, wie die Stadt in den letzten Jahrzehnten mit dem ehemaligen Zwangsarbeiterlager an der Bergener Straße umgegangen ist.
Am 27. September 2025 wird Bochum zum Hotspot für kreative Nachwuchstalente: Das Young Art Festival – Music of Tomorrow lädt junge Musikerinnen und Musiker unter 27 Jahren ein, ihr Können auf großer Bühne zu präsentieren. Von 16:00 bis 22:00 Uhr verwandelt sich der Bochumer Kulturrat (Lothringer Straße 36C) in ein pulsierendes Zentrum für frische Sounds und neue Stimmen.
Verwaltung und Politik im Rathaus wollten unbedingt das Bodenaufbereitungsunternehmen „Ecosoil“ in Gerthe ansiedeln. Im März 2020 stellte „Ecosoil“ bei der Stadt Bochum eine Bauvoranfrage, mit der die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit der Ansiedlung festgestellt werden sollte. Das Vorhaben stieß vor Ort auf breiten Widerspruch. Initiativen aus Bochum und Castrop Rauxel protestierten gemeinsam auf der Straße. Die Bezirksvertretung Nord machte im November 2020 von ihrem Recht auf Anregungen gegenüber Rat und Fachausschüssen Gebrauch. Sie regte die Aufstellung eines Bebauungsplans an, der die Ansiedlung verkehrsintensiver Betriebe und solcher ausschloss, die wie „Ecosoil“ eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung benötigen. Damit sollte ein positiver Bauvorbescheid verhindert werden. Die entsprechende Anregung fand aber erst im Juni 2021 den Weg in den Rat.
Eine Diskussion mit Bochumer OB-Kandidat*innen über unsere Geschichte und Zukunft
Am 21. August 2025, ab 18:00 Uhr, diskutieren die Bochumer OB-Kandidat*innen Jörg Lukat (SPD und Grüne), Benedikt Gräfingholt in Vertretung für Dr. Andreas Bracke (CDU), Wiebke Köllner (Die Linke), Jens Lücking (UWG : Freie Bürger), Oliver Linsel(FDP) in Vertretung für Susanne Schneider, und Nadja Zein-Draeger (Die Stadtgestalter und Volt) im Fritz Bauer Forum über die Frage „An was wollen wir uns erinnern?“.
Die drei letzten Häuser des ehemals besetzten „Heusnerviertels“ sind 2024 teilweise abgerissen worden, obwohl noch heute ein Mieter im Haus Nr. 135 wohnt. Die Wohnungen standen zum Teil jahrzehntelang leer. Die Stadt Bochum unterließ als Eigentümerin bis heute Instandhaltungs-/ Instandsetzungsmaßnahmen, weil hier nach Abriss Gewerbe entstehen soll. Ob und wann der Abriss des letzten Hauses erfolgt, ist ungewiss. Das Landgericht Bochum hat 2024 die Räumung des letzten Mieters einstweilen ausgesetzt.
Einladung der Initiative ‚Elternkreis-Bochum‘ zur Veranstaltung: „Drogen und Mentale Gesundheit“ – Ein persönlicher Erfahrungsbericht mit Raum für Austausch am Donnerstag, 14.08.25 18h im Haus der Begegnung: »Der Angehörigenkreis lädt herzlich zu einem besonderen Gesprächsabend ein: Unter dem Titel „Drogen und Mentale Gesundheit“ berichtet Susanne Kottsieper aus Dortmund offen über ihren Lebensweg mit Drogenkonsum, Substitution und den Herausforderungen psychischer Gesundheit.
Der ADFC Bochum codiert am 19.08 im Rahmen der RS 1 Freigabe Fahrräder und schreibt: »Am Dienstag, 19.08. zwischen 11:00 und 14:00 Uhr, besteht die Möglichkeit, sein Fahrrad zur Diebstahlsicherung codieren zu lassen. Die Aktion findet im Rahmen der Eröffnung auf der Trasse des RS1, in Höhe der Sommerdellenstraße/Ecke Steinhausstraße statt.
Eine der größten Enttäuschungen rot-grüner Politik in der zu Ende gehenden Legislaturperiode ist sicherlich für viele Menschen, die der SPD und den Grünen nahe stehen, der Umgang mit dem Radentscheid gewesen. Die SPD hat einen Gutachter beauftragt, der in Bielefeld schon gegutachtet hatte, dass solche Bürgerbegehren in NRW nicht vorgesehen sind. In Bielefeld haben die Grünen ein Gegengutachten in Auftrag gegeben, in dem das widerlegt wurde. In Bochum haben die Grünen das Gegenteil gemacht und auch ein Gutachten bestellt, das das Bürgerbegehren als unzulässig erklärte. Selbst wenn ein Bürgerentscheid bei einem so komplexen Thema wie Verkehrspolitik formal rechtlich nicht durch Bürgerbegehren entscheidbar sein sollte, was äußerst umstritten ist, hätte Rot-Grün politisch entscheiden können, dass sie das Votum von 17.000 Bürge:innen ernst nehmen und Bochum zu einer Fahrrad freundlichen Stadt machen wollen. Das haben sie abgelehnt.
Am Samstag, dem 16. August, findet um 14 Uhr der nächste Rat von unten statt. Auf der Webseite von Bochum gemeinsam ist aus diesem Anlass heute in der Reihe „Interviews aus der aktiven Zivilgesellschaft“ein Gespräch mit Aktivisti vom Rat von unten erschienen. Sie erläutern sowohl das Konzept des Rats von unten und die Hintergründe über das Entstehen als auch den Zusammenhang und die Beziehung zu Bochum gemeinsam. Interview auf der Seite von Bochum gemeinsam.
Dass eine politisch sehr anspruchsvolle politische Veranstaltung so gut besucht wird, dass nicht alle Einlass finden können, ist äußerst ungewöhnlich. Am letzten Donnerstag war dies der Fall. Das Fritz Bauer Forum hatte Dr. Ralf Feldmann zu einem Vortrag zum Thema „Erfolgsgeschichte oder Langer Weg? Zur Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht in Nordrhein-Westfalen aus Bochumer Perspektive“ eingeladen. Er hat uns sein Redeskript zur Verfügung gestellt und schreibt: »Die Unabhängigkeit der Justiz, in den Worten Fritz Bauers „im Kampf um des Menschen Rechte“, wird in unserer Zeit von Politikern unterschiedlichen Gewichts und Teilen der Gesellschaft in Zweifel gezogen und bekämpft. Gerichtsentscheidungen werden mit rechtsfeindlicher politischer Willkür bewusst missachtet. Die Besetzung hoher und höchster Richterämter hängt vom politischen Machtkalkül ab und wird bei uns – sogar in der Regierungskoalition – erfolgreich mit Hilfe von rechtsextremen Verfassungsfeinden populistisch chaotisiert.
Während in den Corona-Jahren die Bochumer Verwaltung Planungen für Bauvorhaben ungebremst weiterbetrieb und Rat und Fachausschüsse Beschlüsse unabhängig von der jeweiligen Eilbedürftigkeit in Notbesetzung fassten, wurde selbst die gesetzlich vorgesehene Beteiligung weitestgehend eingeschränkt. Politische Handlungsfähigkeit sollte aufrecht erhalten werden, Bürgerbeteiligung konnte auf der Strecke bleiben! In den Bebauungsplanverfahren „Charlottenstraße“ und „Schloßstraße“ gab es nur noch Investoren-Messen: bloße Information statt Austausch!
Die brutale Politik der israelischen Regierung gegen die Zivilbevölkerung in Gaza braucht eine entschlossene Antwort der Bundesregierung – das ist die Motivation der Spontaninitiative SOS Gaza, die in dieser Woche vor den Parteibüros der Regierungsparteien in Berlin ihre Forderung unterstreichen will, dass die bundesdeutsche Unterstützung der Kriegspolitik der Netanjahu-Regierung sofort gestoppt werden muss. In dem Statement der Initiative heißt es: »Wir sind eine Gruppe von Mitgliedern verschiedener Bochumer Initiativen. Die täglichen Nachrichten aus Gaza und dem Westjordanland lassen uns keine Ruhe mehr. Wir fühlen uns verpflichtet, möglichst breit, gemeinsam und sofort dagegen zu handeln. Wir wollen mit diesem Aufruf eine Plattform für friedlichen Protest schaffen, der frei ist von Diskriminierung und Gewalt. Rassistische, anti-palästinensische und/oder antisemitische Äußerungen oder Handlungen akzeptieren wir nicht.
Bochum ist eine überregional anerkannte Fahrradhölle. Es ist lebensgefährlich, in der Innenstadt mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Aber auch in der übrigen Stadt ist es unsäglich, was Rot-Grün in den letzten 25 Jahren verkehrspolitisch angestellt hat. Klaus Kuliga dokumentiert das auf der Webseite bovelo.de.