Am Dienstag, dem 11. Juli findet um 08.30 Uhr in der Aula des Alice-Salomon-Berufskollegs die Weitergabe des „Abraham-Pokals“ des Bochumer Jungendrings vom Alice-Salomon-Berufskolleg an die Erich Kästner-Schule statt. Der Jugendring schreibt in einer Pressemitteilung dazu: »Um junge Menschen zu ermutigen, gegen Rassismus und Intoleranz in der Gesellschaft aktiv zu werden, wird in Bochum seit dem Schuljahr 2006 / 2007 jährlich der „Abraham-Pokal“ an eine Schule verliehen. Das Besondere dabei ist, dass der Pokal nicht für Geleistetes verliehen wird, sondern Aufforderungscharakter hat. Die Schule, die den Pokal annimmt, verpflichtet sich, ein Jahr lang Projekte für eine multikulturelle Gesellschaft und gegen Rassismus, Fanatismus und Terrorismus durchzuführen. mehr…
Das politische Forum der Volkshochschule lädt am Donnerstag, den 13.07. um 18:00 Uhr im Haus der Begegnung, Alsenstr. 19 a zu einer Veranstaltung mit dem Thema „Bochum 4.0 – Smart durch Digitalisierung?“: »Das aktuelle Thema der Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage, was man unter einer digitalen Stadtgesellschaft versteht und ob sich Räume der Interaktion durch die voranschreitende Digitalisierung in der Kommune grundsätzlich verändern. Der Begriff der „Smart City“ steht seit einiger Zeit exemplarisch für den Prozess, durch den Städte effizienter, lebenswerter und umweltfreundlicher werden sollen. Ganz im Sinne des Wahlspruchs „Heimat mit Zukunft“. mehr…
Am morgigen 7. Juli „gehen in New York die Verhandlungen von rund 130 Nichtnuklearstaaten über ein Atomwaffenverbot zu Ende. Ein Verbotsvertrag würde Nuklearwaffen ächten und wäre ein Meilenstein auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt. Die Verhandlungen liefen ohne Beteiligung der Atomwaffenstaaten; auch Deutschland als NATO-Mitglied blieb den Verhandlungen fern.“ Mit dieser heftige Attacke auf die Bundesregierung endet eine Pressemitteilung der Stadt Bochum. Sie beginnt mit den Worten: „Am Freitag (7. Juli) weht die Flagge „Mayors for Peace“ vor dem Rathaus. Die Stadt Bochum will damit ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen setzen – gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Bewegung „Bürgermeister für den Frieden“. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch wird zitiert: „Noch immer schwelen weltweit kriegerische Konflikte; Terroranschläge befeuern zusätzlich Unsicherheit. Gerade deshalb sollten Atomwaffen keinen Platz in unserer Welt einnehmen.“ mehr…
In den nächsten Wochen gründet sich eine neue Gruppe für Menschen die unter Zwängen leiden. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen lädt dazu ein: »Eine Zwangserkrankung zählt zu den psychischen Störungen. Immer wieder auftretende, unerwünschte Gedanken und zwanghafte Handlungen bewirken, dass der betroffene Mensch sich stereotyp beschäftigt. Von einer Zwangserkrankung wird dann gesprochen, wenn sich Verhaltensweisen ständig wiederholen und ein solches Ausmaß annehmen, dass die oder der Betroffene darunter leidet und der Alltag beeinträchtigt ist. Häufig spielt Scham eine außerordentliche Rolle, die Betroffenen versuchen ihre Zwänge vor Ihren Mitmenschen zu verbergen. Aus diesem Grund nennt man die Erkrankung auch häufig „die heimliche Krankheit“. In der Gruppe soll jedoch offen über die Zwänge gesprochen werden, die gemeinsame Betroffenheit und die Erfahrungen der Anderen können erleichternd wirken und zu einem besseren Umgang mit der Erkrankung führen. Weitere Informationen sind bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen zur erfragen. Telefon: 0234 50 780 60, E-Mail: selbsthilfe-bochum@paritaet-nrw.org«
Ein Tag in einem besetzten Haus in Bochum || PULS Reportage
Die InstandbesetzerInnen der Herner Straße 131 organisieren nach dem Verkauf des Hauses ihren Rückzug aus dem besetzten Haus. Die Puls-Redaktion des Bayrischen Rundfunks hat uns auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht, der schon vor einiger Zeit gedreht wurde.
„Wer Grundsteuern erhöht, verteuert das Wohnen in der Stadt“, kommentiert Mietervereins-Geschäftsführer Michael Wenzel die Meldung, wonach die Grundsteuer B in Bochum von 645 auf 795 Prozentpunkte angehoben werden soll. Das sei, so die Einschätzung des Mietervereins, Gift für eine Stadt, die wieder wachsen wolle. Dadurch würden auch alle Maßnahmen, die im fast fertigen „Handlungskonzept Wohnen“ vorgeschlagen würden, konterkariert. Wenzel: „Es macht einfach keinen Sinn, 50 Experten 1 Jahr lang an einem Konzept arbeiten zu lassen, wie man mehr Einwohner anlocken beziehungsweise vom Wegzug abhalten kann, und dann mit einem Federstrich alles wieder kaputt zu machen.“ mehr…
Der Oberbürgermeister, die SPD und die Grünen im Rat sind es leid, jedes Jahr einen Haushalt beschließen zu müssen, bei dem das Geld vorne und hinten nicht reicht. Im nächsten Jahr soll einfach einmal Pause sein: kein Ärger mit der Opposition und der Öffentlichkeit. Es soll einen Doppelhaushalt für die nächsten zwei Jahren geben. Der Rat hat ohnehin auch jetzt schon wenig Einfluss auf die Etat-Entscheidungen. Die Verwaltung dealt Jahr für Jahr nach den Haushaltsberatungen mit der Bezirksregierung aus, wie der Haushalt letztendlich aussehen soll, damit er von der Aufsichtsbehörde genehmigt wird. In den Schulbüchern wird parlamentarische Demokratie etwas anders dargestellt. mehr…
Aufgrund der großen Nachfrage zeigt das endstation.kino ab Donnerstag, den 6. 7. erneut das Künstlerportrait Beuys und schreibt zum Film: »Vor gut 30 Jahren ist Joseph Beuys, der wohl einflussreichste bildende Künstler Deutschlands im 20. Jahrhundert, gestorben. Was kann der Provokateur mit dem Hut als Markenzeichen, mit Fettecken und Filzanzügen, uns heute noch sagen? War er ein Visionär, der seiner Zeit weit voraus war? Andres Veiel, der seit Black Box BRD zu den wichtigsten deutschen Dokumentaristen zählt, versucht in seiner aufwändigen Porträt-Collage Antworten zu geben. Sein Beuys Film lief als einziger Dokumentarfilm im Berlinale-Wettbewerb. mehr…
Sie kamen in Warnwesten in das Publikum und führten gleich mehrere Personen gewaltsam ab. Am gestrigen Samstag wurden beim interkulturellen Kulturfest des Initiativkreis Flüchtlingsarbeit anlässlich des Weltflüchtlingstags am Konrad-Adenauer-Platz Menschen aus dem Publikum abgeschoben. Es handelte sich dabei um eine Performance der Gruppe Refugee Strike Bochum und ihrer Unterstützer*innen, die mit dieser Aktion gegen Abschiebung Position bezogen. Die einer Erklärung der Initiative heißt es dazu: mehr…
Sonntag 02.07.17, 15:30 Uhr
Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum
Am Sonntag, den 9. Juli lädt die Volkshochschule zu eine Stadtrundgang unter dem Titel Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum ein: »Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr ZwangsarbeiterInnen auch nach Bochum gebracht und in über 150 KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. 32.000 ZwangsarbeiterInnen von 8 bis 80 waren in allen Bochumer Betrieben und Behörden Sklavenarbeit unterworfen. Darunter auch bis zu 2000 jüdische Menschen – mehr, als in Bochum je gelebt haben. Der Rundgang durch Stahlhausen und entlang des ehemaligen Bochumer Vereins soll etwas Licht in das von vielen bis heute gewünschte Verschweigen bringen. Einige Stolpersteine auf dem Rundgang erinnern an das Schicksal jüdischer Bochumer BürgerInnen.« mehr…
Innerhalb der letzten Wochen wurde in Bochum nahe des Tana-Schanzara-Platzes ein Betonsockel in ein Denkmal verwandelt. In mehreren Phasen wurden eine Gedenkplakette angebracht, der graue Beton schwarz eingefärbt und Stacheldraht aufgesetzt. Die AktivistInnen schreiben: mehr…