Die Bochumer WAZ berichtet heute ausführlich über die rassistische Entgleisung der Veranstalter von Bochum Total: Rassismus-Vorwürfe gegen Bochum-Total-Veranstalter. Der Lokalchef der Bochumer WAZ Thomas Schmitt schreibt außerdem in einem Kommentar: „Total daneben und Bochum nicht würdig ist der Hinweis von den „BO Total“-Machern an die arabisch sprechenden Gäste. […] Nein, die BO-Total-Macher haben Bockmist gebaut. Daran ändert auch nur wenig, dass sie am Donnerstagnachmittag zurückruderten und sich von ihren eigenen Worten distanzierten. Zumal sie ihren Fehler nicht klipp und klar zugaben, sondern von „falsch verstanden“ oder „möglicherweise falsch übersetzt“ sprachen.“
Es fehlt in der heutigen WAZ allerdings die Selbstkritik, dass die WAZ gestern wörtlich diesen rassistischen Bockmist unkommentiert veröffentlicht hat. Die einleitenden Worte in der WAZ dazu waren: „Flüchtlinge: Erstmals haben die Veranstalter Hinweise in arabischer Sprache veröffentlicht.“
„Erstaunt und verärgert“ zeigen sich die Gewerkschaften in Bochum über die Daten der gestern veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Der DGB erklärt: »Für die Stadt Bochum wurden demnach im Jahr 2015 umgerechnet über 7,5 Millionen Überstunden abgeleistet, über die Hälfte davon unbezahlt. Das bedeutet einerseits für die Beschäftigten eine enorme Arbeitsverdichtung und Überbelastung, andererseits einen gewaltigen volkswirtschaftlichen Schaden, da auf diese Weise vielen Erwerbslosen der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt bleibt. Denn würden die heimischen Unternehmen für dieses immense Arbeitsvolumen zusätzliche Kräfte einstellen, ergäbe das auf einen Schlag zusätzliche 4530 Vollzeit-Stellen in Bochum. mehr…
Refugee Strike Bochum schreibt: »Während der Menschenkette gegen Rassismus und der dazugehörigen Veranstaltung am 18. Juni, hat die Stadt Bochum behauptet, dass sie ein Ort wäre, wo Rassismus keinen Platz habe. Mit der Veranstaltung wollte Bochum zeigen, dass die Menschen hier ein Phänomen wie Rassismus nicht akzeptieren werden. Jetzt, nicht mal einen Monat später, lesen wir überrascht eine Einladung von Bochum Total an Geflüchtete, die Hate Speech gegen Geflüchtete enthält und sie unter Generalverdacht stellt.Die Veranstaltenden von Bochum Total wollten wohl Geflüchtete zu ihrem Festival einladen – und belehren sie dann über deutsche Traditionen. So heißt es im Text, dass die Menschen auf dem Festival Bochum Total viel Alkohol konsumieren würden. Außerdem wurden Geflüchtete im Text aufgefordert, Frauen nicht schlecht zu behandeln oder sexuell zu belästigen. Unserer Meinung nach gleicht diese Einladung Hate Speech. Sie verdächtigt Geflüchtete eine Gruppe von Barbaren zu sein, die weder je zuvor eine Frau gesehen haben, noch Alkohl trinken oder Party machen würden. Der Text legt nahe, dass Geflüchtete sich generell wie Tiere verhalten, die Frauen vergewaltigen und diese Gesellschaft nicht respektieren würden. mehr…
Die Kampagne Flucht ist kein Verbrechen erklärt: »Die „gutgemeinten“ Tipps des Bochum Total Managements, auf arabisch, die auf der der Festival Webseite und der lokalen WAZ veröffentlicht wurden, machen es notwendig, dies nicht unkommentiert stehen zu lassen. Adressiert sind angeblich arabisch sprechende Besucher, die neu in Bochum sind und sich erst „eingewöhnen“ müssen. Gemeint sind offensichtlich Geflüchtete. Gemeint sind nicht Justin, Tim und Furkan aus Castrop Rauxel. In der Pressemitteilung heißt es „versteht, dass die Deutschen auf ihre Art feiern und das viel Alkohol getrunken wird “, so ist das auf deutschen Festen. Bedeutet es nun, kulturelle Integration erlangt man durch gemeinsames Besäufnis und daraus häufig enthemmtem Verhalten? Diese Passage kann noch mit Dummheit erklärt werden. Als ob der Konsum von Alkohol ein zu bestaunendes Phänomen der deutschen Leitkultur ist und nirgendwo anders auf der Welt bekannt. Leider bleibt es dabei nicht bei Dummheit. mehr…
Donnerstag 14.07.16, 09:32 Uhr
Ein neues Projekt des Jugendrings für junge Geflüchtete
Der Kinder- und Jugendring Bochum hat ein Projekt auf den Weg gebracht, um junge Flüchtlinge in die Regelangebote der Kinder- und Jugendarbeit zu integrieren. Das Projekt heißt „Alveni“. Das ist Esperanto und heißt „ankommen“ und dies ist auch das Ziel des Projektes.Schließlich, so der Jugendring, sind wir Interessenvertreter aller Kinder und Jugendlicher und dazu gehören selbstverständlich auch junge Geflüchtete. In der Mitteilung des Jugendringes heißt es weiter: »Wenn die Integration von jungen Geflüchteten in Bochum gelingen soll, dann muss es für diese Kinder und Jugendlichen genügend Plätze in Kindertageseinrichtungen und Schulen geben und sie müssen an den Regelangeboten der Jugendverbände, der Jugendinitiativen und der Jugendfreizeithäuser teilnehmen können. mehr…
In mittlerweile über 160 Städten weltweit werden am dritten Freitag im September Autostellplätze kreativ „umgenutzt“. Im diesem Jahr holt urbanRadeling diesen PARK(ing) Day erstmals nach Bochum und lädt deshalb Initiativen, Verbände und Einzelpersonen ein, sich an dieser Aktion am 16. September 2016 zu beteiligen. Dazu finden am 4. und 18. August um 20 Uhr ein Informations- sowie ein Vorbereitungstreffen im Alsenwohnzimmer, Alsenstr. 27 statt. In der Einladung wird das Vorhaben von urban radeling erläutert: »Flächen gestalten, wo sonst Fahrzeuge stehen. Einige Stunden lang PKW-Stellplätze in einen öffentlichen PARK verwandeln. Picknicken, einen Rasen ausrollen, dazu Gartenstühle und ein Sonnenschirm. mehr…
Mittwoch 13.07.16, 08:00 Uhr
Das Festival für Fans globaler Musik – umsonst und draußen!
Am Samstag, den 16. Juli startet das Festival Odyssee des Bahnhof Langendreer. Es findet an den drei kommenden Samstagen umsonst und draußen ab 19.30 Uhr in der Freilichtbühne Wattenscheid statt. Den Auftakt liefern am 16. Juli DJ Ipek & Elektro Hafiz – Folk Punk trifft Soundnomadin. mehr…
Die Humanitäre Cubahilfe lädt am Mittwoch, den 13. 7. um 19 Uhr in den Bochumer Kulturrat, Lothringer Straße 36 c ein. Zunächst ist das Tanztheater Entre Pasos zu erleben. Im Anschluss an die Performance bringt das Duo El Cubanisimo Flow mit Alexeider Abad Gonzalez und Roberto „Paste“ Herrador populäre Musik aus Kuba auf die Bühne. In der Ankündigung heißt es: Das Tanztheater Entre Pasos wurde 2005 gegründet und besteht aus der Tänzerin Pavlina Cerna (Tschechien) und dem Tänzer Alexeider Abad Gonzalez (Kuba). Entre Pasos dient als Experimentierfeld für vielfältige choreographische Elemente. Das Ergebnis ist eine fruchtbare Kooperation zwischen zwei verschiedenen Kulturen, die sich hier in Deutschland treffen. Durch ihre kreative Arbeit wurden Pavlina Cerna und Alexeider Abad Gonzalez die kulturellen Unterschiede und ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf den Tanz bewusst. „Wir sind unterschiedlich, aber irgendwo gibt es eine Verbindung, eine Ähnlichkeit.“ mehr…
Die Linksfraktion erklärt zur Veröffentlichung der diesjährigen Polizeistatistik: »Im Jahr 2015 ist die Zahl der rechten Gewalttaten in Bochum stark gestiegen. Insgesamt 17 Körperverletzungen, die der Polizei im Jahr 2015 bekannt geworden sind, ordnet sie als „politisch rechts motiviert“ ein. Im Jahr 2014 waren es nur drei. „Die Zahlen sind besorgniserregend“, sagt Gültaze Aksevi, Mitglied der Linksfraktion im Rat. „Wir gehen jedoch davon aus, dass die Statistik längst nicht alle rassistisch motivierten Taten erfasst. Einige der Zahlen sind unglaubwürdig.“ Eine der Zahlen, die nach Überzeugung der Bochumer Linksfraktion so nicht stimmen kann: Laut Statistik sind der Bochumer Polizei im gesamten Jahr 2015 lediglich vier politisch rechts motivierte Beleidigungen bekannt geworden. Und nur eine einzige Person soll in Bochum durch Neonazis oder andere Rechte bedroht worden sein. mehr…
Sonntag 10.07.16, 16:35 Uhr
Für geflüchtete Kinder & SchülerInnen mit Migrationshintergrund
Vom 18. – 21. Juli 2016 finden in den Sommerferien an der Ruhr-Universität Bochum erstmals die „Forschertage – Natur erleben!“ für geflüchtete Kinder & SchülerInnen mit Migrationshintergrund im Alter von 8 – 14 Jahre statt. Zu den Organisatoren gehören das Kommunale Integrationszentrum Bochum, das Alfried Krupp-Schülerlabor sowie die Ruhr-Universität Bochum. In der Einladung heißt es: mehr…
Sonntag 10.07.16, 14:24 Uhr
Antifa-Café mobilisiert zum Sommercamp in Oberhausen:
„Antirassismus, Feminismus und Kapitalismuskritik! Über die moralischen Grundlagen der Gesellschaftskritik“, lautet das Thema des Antifa-Cafés am kommenden Mittwoch, den 13.7. um 19 Uhr im Sozialen Zentrum. Die Gruppe Kommunistische Praxis und Kritik Bochum (KPK) lädt mit diesem Vortrag zum Camp „Sommer, Sonne, Antirassismus“ vom 12.-20 August 2016 in Oberhausen ein. In der Einladung heißt es: »Eine Gesellschaftstheorie, die das Ziel verfolgt, soziale Missstände zu kritisieren, hat ihren Ursprung immer in der Erfahrung, dass die gegebenen gesellschaftlichen Verhältnisse in irgendeiner Hinsicht moralisch falsch sind. Es ist das moralische Defizit der Welt, das zur Kritik der Gesellschaft nötigt. mehr…
Ende Juni hatte sich der Vorstand des Kinder- und Jugendrings noch einmal an die Öffentlichkeit gewandt, weil noch fünf Kinder und Jugendliche auf der Warteliste für das Projekt „Bochumer Ferienpate“ standen. Jetzt teilt der Jugendring mit: »Die Resonanz auf diese Bitte um Unterstützung war großartig und alle von der Warteliste und noch weitere Kinder und Jugendliche können an einer Jugendreise in den Sommerferien teilnehmen. Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr sagen zu können: „Alle können dabei sein!“. mehr…
Am Samstag, den 9. Juli lädt die Crew des SchwarzRotenTresens um 20 Uhr in das Soziale Zenrum ein: „Es gibt an der Theke Bier, Limo, Mate-Longdrinks uvm. Als sommerliches extra Schmankerl wird ein einen Soli-Shake angeboten. Um 21 Uhr geht es los mit der ersten Werwolf-Runde. Alle Einnahmen des Tresens gehen an linke Gruppen und Initiativen zur Bewältigung des finanziellen Aufwandes, der durch Repression entsteht.“
Am Samstag, den 9.7. ab 16:00 Uhr laden die BewohnerInner der Unterkunft und das Netzwerk Wohlfahrtstraße alle NachbarInnen, FreundInnen und Interessierten zum Sommer- und Begegnungsfest 2016 ein. Neben einem bunten Kulturprogramm ist natürlich auch viel Zeit zum gemeinsamen Kennenlernen. BewohnerInnen und NachbarInnen werden alle BesucherInnen mit leckeren Speisen erfreuen. Auch für den Spaß der kleinen Gäste wird gesorgt. Wer die Arbeit des Netzwerkes und das Fest unterstützen möchte findet alle Infos auf http://www.nw-f.de/
Drei Maler aus Kuba und dem Ruhrgebiet haben ein Wandbild in Bochum Gerthe an der Ecke Schwerin Straße und Castroper Hellweg gestaltet. Das Mural thematisiert die globale Nachhaltigkeits- und Entwicklungsziele – die „Sustainable Development Goals (SDG)“, die 2015 von der UN-Generalversammlung beschlossen wurden. Das Gerüst wird am morgigen Freitag entfernt. Am Samstag, dem 9. Juli lädt die Humanitäre Cubahilfe, die das Projekt organisiert hat, auf dem Parkplatz vor dem Wandbild ab 17 Uhr zu einem Einweihungsfest mit Live-Musik unter Beteiligung der Künstler und der AnwohnerInnen ein. Fotos: Das Mural in Bochum Gerthe entsteht
Mit einem neuen Angebot für schwule Männer in der zweiten Lebenshälfte startet die Rosa Strippe e.V. am kommenden Montag, dem 11.08.2016 um 18.30 Uhr in den Räumen des Vereins in der Kortumstraße 143. Themenschwerpunkt zum Auftakt ist „Jetzt reichts!? – Gelassenheit im Alter“. Weitere Themen in diesem Jahr sind u.a. „Frage nicht Warum, frage Wozu! – Vom Sinn des Lebens zur Lebensfreude“, „Konfetti oder Farbverlauf? – Von Beziehung(en) und Sex“ und „Sag mal, geht’s dir gut? – Schwule – Männer –Gesundheit“. Die Themenabende für schwule Männer in der zweiten Lebenshälfte finden immer am zweiten Montag im Monat statt und sind eine Veranstaltung der Paritätischen Akademie NRW in Kooperation mit der Rosa Strippe e.V. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.rosastrippe.de oder über die Helpline des Vereins, montags bis donnerstags von 16.00 bis 20.00 Uhr unter (02 34) 194 46.
Mittwoch 06.07.16, 16:35 Uhr
Mieterverein begrüßt Ratsbeschluss als ersten Schritt. Aber:
Der Mieterverein Bochum begrüßt den Beschluss des Rates der Stadt, beim Wohnungsbau erstmals so etwas wie eine „Sozialwohnungsquote“ einzuführen. Geschäftsführer Michael Wenzel: „Wir halten eine flächendeckende Sozialwohnungsquote von 30 Prozent für nötig. Angesichts dessen ist der aktuelle Ratsbeschluss nur ein erster Schritt, aber immerhin in die richtige Richtung.“ Weiter heißt es in der Pressemitteilung des Mietervereins: »Der Rat der Stadt beschloss am vorigen Donnerstag mit den Stimmen der Koalition, dass bei Neubauvorhaben auf städtischen Grundstücken mindestens 30 Prozent der neu zu errichtenden Wohnungen Sozialwohnungen sein sollen. Auf privaten Grundstücken soll eine Quote von 20 % gelten, wenn für diese Grundstücke noch Baurecht geschaffen werden muss. Auf alle Grundstücke, die im Bereich eines bereits gültigen Bebauungsplans liegen, hat der Beschluss keine Auswirkung. Wenzel: „Hier kann weiterhin alles gebaut werden, was der Bebauungsplan zulässt, also auch 100 Prozent freifinanziert, hochpreisig, reine Eigentumsmaßnahmen und so weiter. Von einer stadtweit gültigen Sozialwohnungsquote sind wir also noch sehr weit entfernt.“ mehr…
Mittwoch 06.07.16, 14:15 Uhr
Linksfraktion: SPD und Grüne strafen sich selbst Lügen
Die Stadtverwaltung hat in einer Mitteilung darüber informiert, dass die Stadt an Stelle von drei bisher geplanten kleineren Containerunterkünften für Geflüchtete ein neues Massenlager für bis zu 450 Personen zu errichten will. Der Vorsitzende der Linksfraktion im Rat, Ralf-D. Lange kritisiert dies: „Damit strafen sich SPD und Grüne selbst Lügen. Die Entscheidung zeigt deutlich: Die Massenlager in Bochum sind keine unvermeidbaren Notlösungen, sie sind politisch gewollt.“ In einer Erklärung der Linksfraktion heißt es weiter: »Die bisherigen Beschlüsse der Stadt sahen drei Container-Unterkünfte an der Wuppertaler Straße, an der Röhlinghauser Straße und an der Lewacker Straße vor. In jeder dieser Container-Siedlungen sollten bis zu 120 Menschen leben. Jetzt hat sich die Verwaltung jedoch einen ganz anderen Plan von der rot-grünen Rathauskoalition absegnen lassen: Die Container, die für die drei Standorte vorgesehen waren, sollen nun an der Rathenaustraße zur Errichtung eines neuen Massenlagers zusammengezogen werden. Der Bau der kleineren Unterkünfte wird dagegen nicht vorangetrieben. mehr…
Wer am vergangenen Freitag im Bürgerbüro Mitte seinen Wohnsitz in Bochum anmelden wollte, bekam ein Angebot für einen Termin in der zweiten Augusthälfte. Gestern teilte die Stadt überraschend mit „3.500 zusätzliche Termine im Bürgerbüro Mitte„. Dort wurde versprochen: »Die zusätzlichen Termine beziehen sich auf die Beantragung oder Verlängerung von Pässen, Kinderpässen, Ausweisen und Führungszeugnissen im Bürgerbüro Mitte. „Wer also heute einen Termin online bucht, bekommt in drei Tagen einen Termin.“« Ein Test heute Morgen ergab, dass da zu viel versprochen wurde. Für alle angegebenen Dienstleistungen wurde der 12. Juli ohne Uhrzeit angeboten. Da endete die Buchungsmöglichkeit. Eine telefonische Buchung war zumindest direkt nicht möglich. Hier konnte man nur eine Rückrufbitte hinterlassen.
Der Bochumer Kinder- und Jugendrings hat auf seiner Vollversammlung den Jugendverband„JunOst“ als weiteres Mitglied aufgenommen, eine Zwischenbilanz zur antirassistischen Arbeit des Kinder- und Jugendrings gezogen, sich mit der Situation von jungen Geflüchteten in Bochum befasst und zwei BeisitzerInnen für den Vorstand des Jugendrings nachgewählt. JunOst ist 2001 von jungen ZuwandererInnen aus der ehemaligen Sowjetunion als Jugendverband gegründet worden und arbeitet vorrangig mit russischsprachigen Kindern und Jugendlichen. Für sie werden vielfältige Freizeit- und Kulturangebote organisiert. In Bochum gibt es eine lokale Gruppe mit ca. 150 Mitgliedern im Stadtteil Querenburg. Mit JunOst sind nun schon 14 Migrantenvereine im Kinder- und Jugendring Bochum vertreten und die Anzahl der Mitgliedsorganisationen ist auf 35 gestiegen. mehr…
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht mit einer Aktion darauf aufmerksam, dass an Grundschullehrer*innen stetig steigende Anforderungen gestellt werden. Gleichzeitig sei die schlechtere Besoldung der Grundschullehrkräfte im Vergleich zu anderen Schulformen nur noch historisch zu begründen. Sie werde von den Grundschullehrer*innen als fehlende Wertschätzung ihrer Arbeit empfunden. Gleichwertige Arbeit bei gleich langer Ausbildungszeit müsse auch gleich entlohnt werden. Die GEW fordert entsprechende neue Besoldungseinstufungen für alle Grundschullehrer*innen. Außerdem sollen zusätzliche Aufgaben neben dem Unterricht angemessen als Arbeitszeit anerkannt werden. Hierfür seinen mindesten 10 Entlastungsstunden pro Grundschule als Sockel notwendig. mehr…
Am Freitag (8. Juli) weht die Flagge „Mayors for Peace“ vor dem Rathaus. Die Stadt Bochum will damit ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen setzen – gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Bewegung „Bürgermeister für den Frieden“. In einer Pressemitteilung heißt es dazu: »Bochum ist seit 2005 dabei; am Flaggentag bekräftigt die Stadt ihre Mitgliedschaft. Heute gehören dem Netzwerk weltweit über 7.000 Kommunen an. In Deutschland unterstützen 463 Bürgermeister und Landräte mit ihren Städten und Landkreisen durch ihre Mitgliedschaft das Ziel einer atomwaffenfreien Welt. Die „Mayors for Peace“ erinnern an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996, wonach bereits die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen gegen internationales Recht und gegen Vorschriften und Prinzipien des humanitären Völkerrechts verstößt. Der Grund: Der Einsatz von Atomwaffen trifft immer Bürger; er nimmt keine Rücksicht auf Grenzen oder Nationen. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zeigen noch heute – nach über 70 Jahren – die schrecklichen Folgen. mehr…
Die Bochumer Polizei teilt mit: „In der Nacht vom 2. (Samstag) auf den 3. (Sonntag) Juli, zwischen 23 und 00.30 Uhr, kam es an einem Nebengebäude einer Moschee nahe der Ümmiger Straße in Bochum-Langendreer zu einer versuchten Brandstiftung. Nach momentanem Ermittlungstand zündelten unbekannte Täter von außen am Gebäude und flüchteten unerkannt. Glücklicherweise entstand dabei nur geringer Sachschaden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen, da bei der Tat ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann.“
Die Initiative Religionsfrei im Revier hat vor dem Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerde gegen das Feiertagsgesetz NRW eingereicht. Um darauf hinzuweisen, in wie vielen Bereichen in Deutschland immer noch gegen die vom Grundgesetz gebotene Trennung von Staat und Kirche verstoßen wird, hat die Initiative mit Bedacht seit mehreren Jahren am Karfreitag den Film „Das Leben des Brian“ gezeigt. Das Feiertagsgesetz NRW verbietet am Karfreitag „alle nicht öffentlichen unterhaltenden Veranstaltungen außerhalb von Wohnungen bis zum nächsten Tag 6 Uhr“. An diesem Tag dürfen z. B. mehr als 750 Filme nicht einmal in geschlossener Gesellschaft gezeigt werden. mehr…
Sonntag 03.07.16, 16:12 Uhr
Erinnerung an die unangepassten Jugend während des Faschismus
Heute findet in Köln das große Edelweißpiratenfestival statt, als „lebendiges Denkmal zu Ehren der unangepassten Jugend während der NS-Diktatur.“ Es gab etliche solche unangepassten und renitenten Jugendgruppen an Rhein und Ruhr im Dritten Reich. Kittelbachpiraten hießen sie in Düsseldorf, Fahrtenstenze in Essen, Latscher in Dortmund und Ruhrstrolche in Bochum. Es gab noch mehr Phantasienamen, die sich die Gruppen an Rhein und Ruhr im Dritten Reich gaben. Die GeStaPo nannte sie alle „Edelweißpiraten“ und verfolgte sie. Heiko Koch hat jetzt im Verlag Edition AV eine Neuauflage des Comic von Günter Rückert „Das Karbidkommando“ herausgegeben. Zu dem Comic heißt es in der Verlagsankündigung: „Im Jahr 1987, vor fast 30 Jahren, erschien der Comic „Das Karbidkommando“ über die Dortmunder Edelweißpiraten das erste Mal. Gezeichnet hatte ihn Günter Rückert, beraten wurde er dabei von dem ehemaligen Edelweißpiraten Kurt Piehl und Prof. Hans Müller von der Dortmunder Geschichtswerkstatt. … mehr…
Für die Juli-Ausgabe des Straßenmagazins „bodo“ hat sich die Redaktion unter anderem mit der Straßenmusik-gestählten AnnenMayKantereit vor ihrem Auftritt bei Juicy Beats getroffen, ist auf Street-Art-Schnitzeljagd im Dortmunder Unionviertel gegangen und sprach mit dem Bochumer Politikwissenschaftler Ismail Küpeli über den Krieg in der Türkei und die Folgen für Deutschland. Auf dem Hof von Thomas Hecking in Hamm besuchte die Redaktion ein Folk-Festival, bei dem sich 200 Hobbymusiker, Enthusiasten und international erfolgreiche Profis Treffen – ganz ohne Publikum. „bodo“ begleitet ein Fixie-Radrennteam aus dem Ruhrgebiet, das internationale Erfolge feiert. mehr…
Der DGB schreibt: »Die Bochumer Gewerkschaften nehmen mit Bedauern den Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Kenntnis. Von den 18.906 Erwerbslosen leben zudem über 75% im Hartz-IV-Bezug und von diesen wiederum werden knapp 30% als Ausländer gezählt, wobei es sicherlich interessant wäre, sich diese Gruppe mal differenzierter zu betrachten, um gezielter unterstützen zu können. Festzuhalten ist obendrein, dass damit in Bochum die landes- und bundesweite gute Entwicklung eines Anstiegs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung vorbeigeht, die jeweils ein Plus von 2,6%, während Bochum ein Minus von 1,3% zum Vorjahr vorzuweisen hat. Eva-Maria Kerkemeier für den örtlichen DGB: „Die Gründe, warum Bochum von diesem Trend so abgehängt ist, sollten Verantwortliche und Experten näher untersuchen, um Abhilfe schaffen zu können. mehr…
Der Kinder- und Jugendring ruft zu Spenden für das Projekt „Bochumer Ferienpate“ auf. Mit Hilfe dieses Projektes können in diesem Jahr bisher 296 bedürftige Kinder und Jugendliche an einer Jugendreise eines gemeinnützigen Trägers in den Schulferien teilnehmen. „Sie freuen sich“, so der Jugendring, „auf wunderschöne Urlaubstage, die sie mit Gleichaltrigen verbringen. Das Projekt löst vielfach große Freude bei Eltern aus, die ihren Kindern eine Teilnahme an einer Jugendreise ohne Unterstützung nicht ermöglichen können.“ mehr…
Die Arbeitsagentur hat heute ihre monatlichen statistischen Daten veröffentlicht. In der statistisch geschönten und in der Regel von den Medien übernommenen Version werden 18.906 „Arbeitslose“ für Bochum aufgeführt. Die Agentur räumt für diejenigen, die ihre Zahlen lesen, ein, dass real 25.071 Menschen in Bochum als arbeitslos gemeldet sind. Über die Dunkelziffer der Arbeitslosen, die sich nicht bei der Agentur melden, werden keine Vermutungen angestellt. Katastrophal sieht es auch im Ausbildungsbereich aus. Von den 2.389 BewerberInnen um einen Ausbildungsplatz haben bisher 1.378 einen Ausbildungsplatz gefunden. Von den 1.011 BewerberInnen, die bisher leer ausgehen, geben viele ihre Suche auf, die meisten geraten in eine schulische Warteschleife. Sie werden statistisch entsorgt und im August meldet dann die Arbeitsagentur, dass nur noch wenige einen Ausbildungsplatz suchen und es noch viele unbesetzte Lehrstellen gibt.
Zur gestern in Berlin stattgefundenen 4. Tarifrunde in den Gehaltsverhandlungen für die RedakteurInnen der Tageszeitung fanden bundesweit Streikaktivitäten statt. Der DGB Ruhr-Mark unterstützt die Forderungen nach einem deutlichen Lohnplus und hofft auf ein faires Angebot der Arbeitgeber. Anne Sandner, stellvertretende DGB Regionsgeschäftsführerin: „Gute JournalistInnen mit qualitativen Beiträgen bekommt man nicht zum Nulltarif. Der Wert der journalistischen Arbeit und die Attraktivität des Berufs muss aufgewertet werden, um auch morgen noch ordentliche Tageszeitungen lesen und Radiosendungen hören zu können. Denn die Pressefreiheit nützt nur, wenn es auch unbequeme JournalistInnen gibt, die auf einer soliden Basis in Ruhe recherchieren können. Das gilt für feste und freie JournalistInnen, die schon gar nicht im Streit um bessere Arbeitsbedingungen gegeneinander ausgespielt werden dürfen.“
Am Samstag, den 2.7. lädt die Humanitären Cubahilfe (HCH) um 16.00 Uhr im Bochumer Kulturrat zu einer Ausstellungseröffnung ein unter dem Titel „Weltsichten“. Das Ganze findet im Rahmen des Wandbildprojekts zu den Sustanable Development Goals (SDG) statt, das in Bochum Gerthe von der HCH derzeit realisiert wird. In der Ausstellung zeigen die drei am Wandbild tätigen Maler Rafael Campaña Ochoa, Abel Morejón Galá und Henning Dahlhaus (Fotos v.l.n.r.) im Kulturrat eine Auswahl ihrer individuellen Werke. mehr…
Mittwoch 29.06.16, 19:32 Uhr
Die Ausländerbehörde der Stadt bricht ihre Versprechen
Der Refugee Strike Bochum schreibt auf seiner Facebookseite: »Heute kam die Bochumer Ausländerbehörde erneut zum Industriezelt-Camp an der Alten Wittener Straße. Sie verteilte dort erneut rein zufällig einige Einladungen zur Anhörung beim BAMF an zufällig Anwesende. Wer das Glück hatte, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, hat einen Termin bekommen, um den Asylantrag zu stellen. Andere, die seit über einem Jahr verzweifelt warten, haben nichts bekommen. Für viele von uns ist der Antrag auf Asyl der erste Schritt, um unsere Lebenspartner und Kinder in Sicherheit zu bringen. Wenn sie noch in Syrien oder in einem anderen Kriegsgebiet sind, können sie jeden einzelnen Tag sterben. Während des Protestcamps vor dem Bochumer Rathaus hat die Stadt versprochen: Die Menschen, die am längsten warten, bekommen ihren Termin zuerst. Dies war eine der Vereinbarungen, aufgrund der wir uns entschlossen haben, unsere permanente Präsenz vor dem Rathaus zu unterbrechen. Im Moment bricht die Stadt dieses Versprechen und macht das Gegenteil. Sie spielen Lotto mit unserer Zukunft und dem Leben unserer Familien. mehr…
„Wer gute Arbeit will, muss gut entlohnen. Diese einfache Regel muss für die Zeitungsverlage endlich wieder gelten. Seit Jahren wird der Transformationsprozess der Branche als Totschlagargument gegen Lohnerhöhungen missbraucht. Für Die Linke ist klar: Gute Löhne gefährden nicht den Fortschritt, sie sind sein Motor“, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete, Sevim Dagdelen, anlässlich des unter anderem bei der Bochumer Lokalredaktion der WAZ stattfindenden Warnstreiks, zu dem die Deutschen Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) in ver.di im Rahmen der fünften Verhandlungsrunde aufruft. Dagdelen weiter: mehr…