Die der Linkspartei nahestehende Hochschulgruppe SDS lädt am Donnerstag, den 6. Februar um 18 Uhr im KulturCafé in der Ruhr-Uni zu einem „Kennenlernabend“ ein und schreibt: »Genug von Wohnraum-Mangel, Sozialabbau, Leistungsdruck und Austeritätspolitik? Kein Bock mehr einfach dabei zuzuschauen wie die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht? An der Ruhr-Universität und in Bochum muss sich was ändern! Wir brauchen eine lebendige studentische Kultur, die die Missstände der Gesellschaft klar aufzeigt und sich sowohl an als auch außerhalb der Universität engagiert. Wenn du Interesse an linker Politik hast und dich organisieren willst um gemeinsam gegen die Ungerechtigkeiten in dieser Welt zu kämpfen, dann schau doch beim Infoabend des dielinke.SDS Bochum vorbei.« Näheres.
Die Forderungen aus Teilen der Politik und der Wirtschaft nach Ausnahmen beim Mindestlohn stoßen beim DGB in der Region auf deutliche Kritik. In einer Stellungnahme heißt es: »Jochen Marquardt, Geschäftsführer der DGB Region Ruhr-Mark, baut darauf, dass die Aussagen der SPD keine Ausnahmen zulassen und in der Großen Koalition Bestand haben werden. Marquardt: „Arbeitsministerin Andrea Nahles hat sich deutlich positioniert und wir erwarten, dass dies auch so bleibt.“ Die aktuellen Debatten hätten für den DGB zur Folge, dass jeder Dritte leer ausgehen könnte. mehr…
Am Dienstag, den 4. 2. gastiert um 20 Uhr Che Sudaka aus Barcelona im Bahnhof Langendreer. Das Konzert wird präsentiert von Radio El Zapote: »Nach zweijähriger Abwesenheit, jedoch vielen Konzerten über die Jahre in Bochum, kehren die südamerikanischen Musiker von Che Sudaka, mit Basis im katalanischen Barca, zurück an alte Wirkungsstätte. mehr…
Mehr als 300 Menschen waren heute dem Aufruf zu einer Demonstration vor dem Flüchtlingsheim in der Wohlfahrtstraße gefolgt. (Zur Fotogalerie.) Das Motto der Kundgebung „Flüchtlinge Willkommen!“ Auf Begeisterung stieß die riesige Botschaft der Knappschaft an ihrem Hochhaus. Einige Flüchtlinge beteiligten sich an der Demonstration, trauten sich aber nicht öffentlich aufzutreten. Birgit Naujoks, (Foto rechts) Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW schilderte in ihrer Rede die Situation der Flüchtlinge: »In dieser Flüchtlingsunterkunft hier an der Wohlfahrtsstraße leben Menschen, die vor politischer Verfolgung, (Bürger-)Kriegen, massiven Menschenrechtsverletzungen und akuten Lebensbedrohungen geflohen sind. Sie haben gefährliche Wege und alle Widrigkeiten in Kauf genommen, um hier in Sicherheit und mit einer Perspektive leben zu können. Doch angekommen in Deutschland, können sie von der viel gepriesenen „Willkommenskultur“, die die Politik gegenüber sogenannten „erwünschten“ Zuwanderern propagiert, nicht profitieren. mehr…
Kundgebung "Flüchtlinge Willkommen" am 1. 2. 2014 an der Wohlfahrtstraße
Liebe Freundinnen und Freunde,
mein Name ist Wolfgang Dominik. Ich bin Mitglied der ältesten und bis heute größten antifaschistischen Organisation Deutschlands, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. (VVN-BdA).
Die Mütter und Väter der VVN-BdA waren sehr häufig ehemalige KZ-Häftlinge oder sonst wie Verfolgte des Naziregimes. Unter ihnen befanden sich zahlreiche Flüchtlinge, die es geschafft hatten, das faschistische Deutschland oft unter Lebensgefahr und in der Regel unter Zurücklassung von Hab und Gut zu verlassen.
Flüchtlinge sind nie Menschen, die ohne Not, oft unter größten Strapazen und lebenslänglichen Traumatisierungen, ihre Heimat verlassen. Darauf gehen die anderen RednerInnen noch genauer ein!
Es ist eigentlich eine politische und historische Perversität, die sich heute hier abspielt. Flüchtlinge werden angegriffen von einer Neonazi-Bande, die sich Kameradschaft Volkssturm Deutschland nennt.
Da ich am Montag in der Bochumer Synagoge etwas zur aktuellen faschistischen Gefahr in Bochum sagen sollte, bin ich noch einmal mit den allein 6 Millionen ermordeten jüdischen MitbürergerInnen in Europa konfrontiert worden. Auf die Verursacher und Väter dieses Völkermords bezieht sich der Volkssturm.
Ich weiß nicht, ob diesem Volkssturm klar ist, dass der Volkssturm im Faschismus das letzte kümmerliche und elende Aufgebot von alten Männern und Jugendlichen bzw. Kindern war, die von einer verbrecherischen deutschen Führung gegen Ende des faschistischen Terrorkrieges und gegen Ende der industrieller Vernichtung von Millionen Menschen auch noch ihr Leben lassen sollten zur Verteidigung der faschistischen Herrschaft. Wenn sich heute Neofaschisten nach diesem maroden Haufen von staatlich angeordneten Selbstmordkommandos nennt, lässt das auf eine ausgeprägte Geschichtsblindheit schließen.
Die neofaschistischen Kameradschaften beziehen sich auf die faschistischen Kameradschaften, die es ab 1933 in Deutschland gab. Kameradschaft war die kleinste Einheit der Hitler-Jugend mit ca. 15 Mitgliedern. Viel stärker sind die Kameradschaften heute auch nicht. Vielleicht sollten sich die Kameradschaften gleich Hitler-Jugend nennen? Oft genug verstehen sich die Mitglieder der Kameradschaften als politische Soldaten, als Kriegsgemeinschaft, d.h. als Träger von direkt auf den Faschismus bezogenen Ideologien, Methoden und Zielen. So ließe sich dann auch die „Kameradschaft Volkssturm Deutschland“ erklären.
Wir können feststellen, dass in ganz Europa faschistoides und faschistisches Denken und Handeln explosionsartig um sich greift. Von Finnland bis Griechenland treibt die kapitalistische Krise immer mehr Menschen faschistischen Demagogen in die Arme, die angeblich leichte Lösungen für ihre Probleme parat halten. Die flüchtenden Opfer der imperialistischen Wirtschaftspolitik und der neuen kolonialen Kriege werden durch eine massive Aufrüstung der Außengrenzen Europas (ich nenne nur Frontex und Eurosur) zurück in den Hunger-, Kriegs- oder Foltertod getrieben. Wenn sie aber Europa erreichen oder sogar als europäische BürgerInnen nach Deutschland kommen, werden sie von höchsten Repräsentanten des Staates mit rassistischen Diffamierungen bedacht, und es wird versucht, sie so schnell wie möglich in noch größeres Elend oder den Tod zurückzutreiben.
Ein bekannter christlicher Politiker konnte ohne jede Kritik unter jubelnden Beifall schon 2011 erklären, dass er sich „bis zur letzten Patrone“ gegen ZuwanderInnen in unser Sozialsystem wehren wird, falls sie nicht entsprechend der kapitalistischen Profitlogik verwertbar sind. Diese kriegerische Redeweise könnte tatsächlich eine Parallelität zum Volkssturm aufweisen. Die hatten zwar damals kaum noch Patronen, sollten sich aber auch bis zur letzten Patrone oder mit bloßen Händen wehren.
Der staatlich verordnete Rassismus in Medien und durch PolitkerInnen hat massiv zugenommen. Klar, auch Kardinal Meissner muss da noch schnell seinen Senf dazu tun, um in guter Sarrazin-Tradition Menschen gegeneinander zu polarisieren statt , wie der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime Aiman Mazyek sagt, Brücken zu bauen. Sarrazin ist immerhin ein prominentes SPD-Mitglied,
Es wird mit Macht rassistisch aufgerüstet. Materiell an den Grenzen, ideologisch tagtäglich in diesem Land.
Als studierter evangelischer Theologe kann ich mir die sarkastische Bemerkung nicht ersparen: Wenn Jesus von Nazareth heute nach Europa oder nach Deutschland fliehen wollte, würde er wahrscheinlich von Frontex, auch eine Erfindung christlicher PolitikerInnen, gezwungen, im Mittelmeer zu ertrinken wie 20.000 andere in den letzten Jahren.
Würde er es irgendwie nach Deutschland schaffen und würde einen Asylantrag stellen können, wäre er sofort abgelehnt: Bärtiger Palästinenser, religiöser Fundamentalist, keine Qualifikationen, die im Sinne kapitalistischer Verwertbarkeit der Arbeitskraft nachgefragt werden, beruft sich möglicherweise auf einen gewissen Christus, der in Europa oft sogar im Namen von Parteien auftaucht Diese christlichen Parteien in Deutschland sitzen mit einer anderen Partei in der Regierung Deutschlands. Alle MinisterInnen beider Parteien haben auf den christlichen Gott ihren Amtseid abgelegt Dieser Eid beinhaltet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ und „Die Menschenrechte sind unveräußerlich!“. Da steht nicht im Grundgesetz, dass diese Grundrechte nur für ganz spezielle Deutsche gelten.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und die Überlebenden haben 1945 geschworen, die Ursachen, die zum Faschismus führten, zu beseitigen.
Heute müsste es hier vor dem Flüchtlingsheim auch heißen, die Ursachen, die Menschen zur Flucht treiben, müssen beseitigt werden. Solange diese Ursachen nicht nur nicht beseitigt, sondern durch geplante (familienfreundliche) neue Kriege (Gauck nennt diese imperialistischen Kriege mehr Verantwortung für die Welt übernehmen) zementiert werden, müssen wir Flüchtlingen sagen: Wir heißen euch willkommen, auch – aber nicht nur – weil wir einsehen, dass wir die Mitschuld an eurem Elend tragen.
Für AntifaschistInnen gilt: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Die Bildung eines Volkssturms war auch schon 1944 ein zusätzliches faschistisches Verbrechen und heute erst recht.
Wir haben uns hier heute zusammengefunden, um unsere Solidarität mit den in der Wohlfahrtstraße lebenden Flüchtlingen zu demonstrieren und ihnen noch einmal deutlich zu zeigen, dass es Menschen gibt, die sie willkommen heißen!
Wir heißen sie deshalb willkommen, weil es Menschen sind, Menschen, die hier in Deutschland leben möchten. Für uns EU-Bürger ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns prinzipiell frei entscheiden können, an welchem Ort der Erde wir leben möchten. Dieses Recht gestehen unsere Gesetze, viele Politiker und weite Teile der Gesellschaft jedoch Menschen aus anderen Ländern, die in Europa leben möchten, nicht zu. Im Gegenteil, Europa schottet sich ab und nimmt dabei billigend den Tod von Flüchtlingen in Kauf.
In dieser Flüchtlingsunterkunft hier an der Wohlfahrtsstraße leben Menschen, die vor politischer Verfolgung, (Bürger-)Kriegen, massiven Menschenrechtsverletzungen und akuten Lebensbedrohungen geflohen sind. Sie haben gefährliche Wege und alle Widrigkeiten in Kauf genommen, um hier in Sicherheit und mit einer Perspektive leben zu können. Doch angekommen in Deutschland, können sie von der vielgepriesenen „Willkommenskultur“, die die Politik gegenüber sogenannten „erwünschten“ Zuwanderern propagiert, nicht profitieren.
Menschen, die hier einen Asylantrag stellen, müssen mit sehr vielen rechtlichen Einschränkungen leben. So haben sie keinen Anspruch auf einen Sprach- oder Integrationskurs. Auch unterliegen sie in der ersten Zeit einem vollständigen Arbeitsverbot und können danach nur eine Erlaubnis für einen Job erhalten, den kein Deutscher, EU-Bürger oder sonstiger Drittstaatler ausüben kann. Dies bedeutet über mehrere Jahre einen faktischen Ausschluss vom Arbeitsmarkt. Diese Menschen ruhen sich nicht „auf der sozialen Hängematte“ aus, wie es derzeit oft geäußert wird, sie sind zur Untätigkeit gezwungen und müssen Sozialleistungen in Anspruch nehmen, um ihr Überleben zu sichern. Die Sozialleistungen, die ihnen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gewährt werden, werden in NRW mittlerweile weitgehend in Barleistungen ausgezahlt. Manche Gemeinden nutzen aber immer noch die rechtlich vorgesehene Möglichkeit, Gutscheine an Flüchtlinge auszugeben oder einen eigenen Shop in einer Unterkunft zu betreiben. Diese Formen der Leistungsgewährung sind diskriminierend und schränken die freie Entscheidung über die Lebensführung erheblich ein. Medizinische Versorgung ist im Regelfall nur für akute Erkrankungen und Schmerzzustände vorgesehen – was akut ist, darüber entscheidet der Mitarbeiter beim Sozialamt, der dem Flüchtling einen Behandlungsschein ausstellen muss, bevor dieser einen Arzt aufsuchen darf.
Auch gibt es für die Art und Weise der Unterbringung von Flüchtlingen keine Mindeststandards . Für die Tierhaltung ist normiert, wieviel Platz einem Schäferhund oder eine Legehenne zusteht. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen existieren solche Vorgaben nicht, so dass sich momentan des Öfteren vier Personen, die sich nicht kennen, womöglicher unterschiedlicher Herkunft und Religion sind, einen Raum von 10 qm Größe teilen müssen. Gemeinschaftsküchen und -bäder werden nicht selten von bis zu 20 Personen genutzt. Auch hier in der Wohlfahrtsstraße sind die Verhältnisse durch das Aufstellen der vielen Container äußerst beengt. Den Kindern fehlt Platz zum Spielen und es mangelt an Rückzugsmöglichkeiten für die Menschen. Das alles sind Maßnahmen, um Flüchtlinge abzuschrecken, sie dazu zu bewegen „freiwillig“ wieder zurück zu gehen und sie von jeder Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe fernzuhalten.
Warum geht unsere Gesellschaft so mit Menschen um, die hierhin kommen, um Schutz zu suchen? Diese Frage können wir nicht abschließend beantworten, aber wir können uns dafür einsetzen, dass sich das ändert. Dafür stehen wir, die wir hier heute an der Gegendemonstration teilnehmen. Wir möchten eine menschenfreundliche und menschenwürdige Gesellschaft, die jedem hier lebenden Menschen den gleichen Wert beimisst. Deshalb noch einmal an alle Bewohner dieser Unterkunft: „Herzlich willkommen!“
„Das Opel-Management muss endlich erklären, was es mit Teilen des Werks II tatsächlich machen will. Den Beschäftigten läuft die Zeit davon und es ist unverständlich, warum es noch keinen konkreten Termin für die Verhandlungen zu einem Sozialtarifplan gibt. Ohne eine belastbare Zukunftsplanung für die Beschäftigten und für die Stadt, ist mit der Gründung der Gesellschaft Bochum Perspektive 2022 gar nichts gewonnen. Vor allem ist damit keine Zeit gewonnen, wie die Mitglieder des Bochumer Rates mehrheitlich glauben wollen. Man sollte sich davor hüten, den Beschäftigten etwas vorzugaukeln“, warnt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, anlässlich des gestrigen Ratsbeschlusses zur Gründung der Gesellschaft Bochum Perspektive 2022. mehr…
Die Linksfraktion im Rat schreibt: »Der Rat ist mit einer Sondersitzung zur Gründung der Gesellschaft „Perspektive 2022“, deren Aufgabe es sein wird, die freiwerdenden Opelflächen aufzubereiten und neu zu vermarkten, ins neue Jahr gestartet. Hierüber berichten wir wie auch über weitere Neuigkeiten:
Opel-Flächen – Perspektive 2022; Antrag Transparenz Aufsichtsratssitzungen; Peter-Petersen-Schule umbenennen; Umbesetzung BV Ost; Anfrage Jugendschutz Bundeswehr; Flüchtlinge Willkommen! Antifa-Demo am 1.2.. mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Der Stadtrat hat gestern in einer Sondersitzung mit großer Mehrheit die Gründung der GmbH „Bochum Perspektive 2022“ beschlossen und einem entsprechenden Gesellschaftsvertrag zugestimmt. Die Gesellschaft soll die die Flächen aufbereiten, die Opel nach dem Auslaufen der Produktion zurücklässt. Die Stadt Bochum ist mit 51% und Opel mit 49% an der Gesellschaft beteiligt. mehr…
„Wir gegen Nazis – Knappschaft“. Mit riesigen Buchstaben ist dies über vier Etagen am Knappschaftshochhaus an der Königsallee zu lesen. In einer Mitteilung an die MitarbeiterInnen der Knappschaft schreibt der Pressesprecher der Knappschaft: „Erstmals nutzt die KBS die Fassade für eine politische Demonstration.“ Weiter heißt es: „Hintergrund ist die Demonstration einer rechtsextremen Splittergruppe am Samstag an der Königsallee. Geschäftsführung und Personalrat wollen hiermit ein Zeichen setzen: Wir wollen keine Nazis.“ mehr…
Am Mittwoch, den 5.2. wird Frank Deppe um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer unter der Überschrift „Autoritärer Kapitalismus“ über die Zukunft der Demokratie diskutieren. Es gibt Hinweise, dass sich im 21. Jahrhundert das Verhältnis von Kapitalismus, Freiheit und Demokratie grundlegend verändert: Die Große Krise seit 2008 hat die Wende zu einem autoritären Kapitalismus beschleunigt. Es soll diskutiert werden, in wieweit demokratische Bewegungen von unten Gegengewichte gegen die autoritäre Wende mobilisieren können. Frank Deppe war bis 2006 Professor für Politikwissenschaft an der Phillips-Universität Marburg. mehr…
In der Februar-Ausgabe von bodo geht es um wirkliche Roma und erfundene „Zigeuner“, besondere Kinder, Obdachlosigkeit à la Hollywood, kulinarische Kleiderschränke, Feuermachern, sprechende Kaugummis, Möglichkeitsräume in der Dortmunder Nordstadt, „Superpenner“ und Unsichtbare. Das „bodo“-Titelthema beschäftigt sich mit Tatortschauspieler und Gefängnisarzt Joe Bausch. Hierzu schreibt die bodo-Redaktion: »Von wegen Doc Hollywood: Joe Bausch spielte bereits 54 Mal den Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth im Kölner Tatort. Im wirklichen Leben ist der Ex-Bochumer Arzt in der Justizvollzugsanstalt Werl und ein engagierter Kämpfer für die Menschen am Rand der Gesellschaft. mehr…
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts ruft für kommenden Samstag um 13.30 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Flüchtlingsheim in der Wohlfahrtstraße auf. Hierzu erklärt Uli Borchers als Sprecher des Bündnisses: „Wir wollen mit unserer Aktion die Solidarität mit den Flüchtlingen in der Wohlfahrtstrasse zum Ausdruck bringen, wir wollen den dort lebenden Menschen zeigen: ‚Ihr seid nicht allein‘! Den Neonazis vom „Volkssturm Deutschland“, die zum gleichen Zeitpunkt gegen die Flüchtlinge hetzen wollen, werden wir eine deutliche Abfuhr erteilen. Unser Protest gegen diese „Kameradschaft“ wird laut und deutlich und sichtbar ausfallen. Die Vorbereitungen auf unsere Solidaritäts- und Protestaktion sind sehr gut angelaufen. mehr…
Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bochum ruft dazu auf, die Aktionen des Bündnisses gegen Rechts am kommenden Samstag in Bochum zu unterstützen. Die Gewerkschaften wenden sich gegen den Aufmarsch alter und neuer Nazis in Bochum. Die Ankündigung der „Kameradschaft Volkssturm Deutschland“ vor der Flüchtlingsunterkunft an der Wohlfahrtsstraße aufzumarschieren, stößt auf den Protest des DGB, der die Bochumer Bürger bittet deutlich zu machen, dass Nazis gleich welcher Verkleidung in der Stadt keinen Platz und keine Stimme haben.
Am Samstag, den 1. Februar feiert das Alsenwohnzimmer ab 17.00 Uhr in der Alsenstraße 27 seinen zweiten Geburtstag. Außerdem wird im Hinterhof des Ladenlokals die Alsenwerkstatt eingeweiht. Im Alsenwohnzimmer laden sich seit zwei Jahren Eltern mit ihren kleinen Kindern zur Krabbelgruppe ein, am frühen Abend werden die Yogamatten ausgeklappt oder es wird in der kleinen Küche gekocht und am großen Tisch gemeinsam gegessen. Der große Tisch ist Esstisch, Cocktailbar, Buffet, Werkbank, DJ-Kanzel oder Pflanztisch. mehr…
Donnerstag 30.01.14, 11:22 Uhr
NGG warnt vor Ausnahmen bei geplanter Lohnuntergrenze
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat vor einer „Mogelpackung“ bei der geplanten Einführung der gesetzlichen Lohnuntergrenze von 8,50 Euro gewarnt. „Die Beschäftigten in Bochum wollen beim Mindestlohn keinen löcherigen Schweizer Käse“, macht Yvonne Sachtje deutlich. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet warnt vor einer „Entwertung“ des von SPD und CDU/CSU vereinbarten Mindestlohns, falls bestimmte Gruppen von vornherein von der verbindlichen Lohnuntergrenze ausgenommen werden. „Schon die Einführung erst ab 2015 ist ein Wermutstropfen. Jetzt darf das Ganze nicht auch noch zu einem ‚Scheinmindestlohn‘ werden“, so Yvonne Sachtje. Es sei nicht nur rechtlich fragwürdig, sondern auch höchst unanständig, bestimmte Gruppen von einer gesetzlichen Lohnuntergrenze auszuschließen. mehr…
Am Freitag, den 31. Januar wird um 10 Uhr in den Räumen der Volkshochschule in der Baarestr. 33 eine Ausstellung des Flüchtlingsrates NRW eröffnet mit dem Titel: „Nirgendwo ist hier„. In der Einladung des Flüchtlingsrates heißt es: »Was nimmt man mit, wenn man nicht weiß, wohin man geht? Wie richtet man sich ein, wenn man nicht weiß, wie lange man bleiben kann? Wie verständigt man sich, wenn man eine Sprache nicht spricht? Ist Duldungsstatus ein Begriff, der Mut machen kann, und wie wächst man auf, wenn man zur Volljährigkeit abgeschoben werden kann, in eine Heimat, die man nicht kennt? mehr…
Die VVN-BdA berichtet über ihre Unterschriften-Aktion zur Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Hindenburg in Bochum: »Angesichts des 100. Jahrestages des Beginns des 1. Weltkrieges empfindet es die VVN-Bund der Antifaschisten als unerträglich, dass einer der Hauptverantwortlichen für den Tod von Millionen Soldaten und Zivilisten, der noch das Kämpfen befahl, als die militärische Niederlage offensichtlich war, und der unerbittlich gegen Kriegsgegner vorging. Mitten im Hungerwinter 1917 verlieh die Stadt Bochum als eine der ersten Städte Paul von Hindenburg die Ehrenbürgerschaft. Während Adolf Hitler dieses „Recht“ in Bochum 1984 aberkannt wurde, besteht es für seinen Steigbügelhalter bis heute. mehr…
Mittwoch 29.01.14, 20:00 Uhr
Endlich eine weitere Aufführung am 30.1. in der Schiller Schule
Afrikanische Jugendliche aus Bochum haben selbst ein Stück über ihren Alltag entwickelt und gemeinsam mit weißen FreundInnen auf die Bühne gebracht. Sie zeigen eine umwerfende Spielfreude, wechseln zwischen verschiedenen Rollen und mit wenig Requisite eröffnen sie immer wieder neue Welten. Die Szenen lassen sehr unterschiedliche Rhythmen und Tonlagen erklingen, je nachdem ob wir in ein Büro, zum Friseur oder zu einer Gruppe Flüchtlinge geführt werden. Sensibel verstehen es die Jugendlichen, auch sehr ernste Themen aufzugreifen; ihr Spiel lässt das Nebeneinander von komischen und tragischen Szenen als selbstverständlich zu. mehr…
„Der Aufruf der Integrationsbeauftragten Özoguz, die Debatte um Zuwanderung zu versachlichen, ist begrüßenswert. Die Adressaten sitzen aber vor allem in den eigenen Reihen der Regierungskoalition. Denn insbesondere CDU und CSU wollen offenkundig im braunen Sumpf nach Wählerstimmen fischen und malen eine vermeintliche Armutsmigration als Schreckgespenst an die Wand. Die Linke lehnt eine Politik ab, die einem Klima in Deutschland Vorschub leistet, in dem der Rassismus zur Gefahr für viele Menschen wird“, erklärt Sevim Dagdelen, Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke. Dagdelen weiter: mehr…
Die Bochumer Polizei hat heute auf Nachfrage mitgeteilt, dass der Aufmarsch der Nazi-Kameradschaft „Volkssturm Deutschland“ für Samstag, den 1. Februar von 14.00 Uhr – 15.00 Uhr angemeldet ist. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass Markus Schumacher die Demonstration nicht angemeldet hat. Dies war beim Treffen des Bochumer Bündnisses gegen Rechts fälschlicher Weise berichtet worden. Das Bündnis gegen Rechts lädt am Samstag um 13.30 Uhr zu einer Kundgebung unter dem Motto „Flüchtlinge willkommen“ vor dem Flüchtlingsheim an der Wohlfahrtstraße ein.
Im RuhrEcho Verlag erscheint in wenigen Tagen ein Buch, das sich mit den Denkmälern und den Ereignissen des Kapp-Lüttwitz-Putsch und der Märzrevolution in Nordrhein-Westfalen beschäftigt. Autor ist Günter Gleising, der zusammen mit Anke Pfromm jetzt den zweiten Band über diese Ereignisse publiziert hat. In einer Mitteilung des Verlages heißt es:» Die Ereignisse des Jahres 1920 blieben in Erinnerung vieler Menschen. Die Toten ehrte man mit Denkmälern, mit den Hinterbliebenen wurde Solidarität geübt. Romane und Theaterstücke verarbeiteten die Geschehnisse und jährlich fanden „Märzfeiern†der Arbeiterbewegung statt. mehr…
Dienstag 28.01.14, 07:31 Uhr
Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar kritisiert Vorgehen der Stadt
Die Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar hat Beschwerde gegen die Stadt Bochum bei der Kommunalaufsicht der Bezirksregierung eingereicht. In einer Stellungnahme der Initiative heißt es: »Die Stadt Bochum stellt den Bebauungsplan Nr. 946 für das Gebiet des Bahnhofs Weitmar und angrenzender städtischer Flächen auf. Um die Bochumer Bürger bereits vor einem Termin zur Öffentlichkeitsbeteiligung vor vollendete Tatsachen zu stellen, sollen möglichst schnell mehrere städtische Grundstücke im Bereich des Bahnhofs Weitmar zum Dumpingpreis ohne öffentliche Ausschreibung an einen Investor verkauft werden. mehr…
Die Stadt Bochum hat heute auf ihr Baumfällkataster hingewiesen. Auf einer Karte auf der Webseite der Stadt ist markiert, wo demnächst Bäume abgeholzt werden sollen. Versuche der Redaktion in den letzten Tagen haben ergeben, dass die Karte häufig nur sehr langsam oder gar nicht geladen wird. Einen Überblick bietet auf jeden Fall die Auflistung aller Fällaktionen in einer schlichten pdf-Datei.
Die Aufsichtsratssitzungen der städtischen Gesellschaften wie Stadtwerke (GmbH, Holding und Netz), EGR oder VBW sollen transparenter werden. Das beantragt die Linksfraktion in der nächsten Ratssitzung am kommenden Donnerstag. Um das zu erreichen, sollen die Aufsichtsratssitzungen soweit wie möglich, ähnlich wie beim Rat und seinen Ausschüssen, in einen öffentlichen und einen nichtöffentlichen Teil aufgeteilt werden. In einer Stellungnahme hierzu heißt es: »Die Geschicke der städtischen Töchter werden maßgeblich durch die Aufsichtsräte gelenkt. Diese tagen jedoch nichtöffentlich und ihnen gehören nicht alle im Rat vertretenden Parteien an. Die demokratische Kontrolle ist demnach eingeschränkt. mehr…
Montag 27.01.14, 08:02 Uhr
Heute vor 69 Jahren wurde das KZ Auschwitz befreit
Der heutige 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des deutschen Faschismus. An diesem Tag wurde 1945 das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Um 17 Uhr werden heute in der Bochumer Synagoge sechs Kerzen entzündet. Sie stehen als Symbol der Erinnerung an die ermordeten Jüdinnen und Juden Europas. Die Namen der Bochumer Jüdinnen und Juden werden anschließend verlesen. Bochumer SchülerInnen berichten dann über ihren Besuch der Gedenkstätte Auschwitz.
Samstag 25.01.14, 14:11 Uhr
Die Lebensgeschichte eines kurdischen Imkers im schweizer Asyl
Am Sonntag, dem 26. 1. um 18.45 Uhr und ab Donnerstag, dem 30.1. läuft im Endstation Kino der Dokumentarfilm „Der Imker“ des in der Schweiz lebenden syrisch-kurdischen Regisseurs Mano Khalil. Im Anschluss an die Vorstellung am Sonntag ist Mano Khalil für ein Filmgespräch zu Gast. Am Samstag, dem 1. Februar gibt es um 16.15 Uhr eine Vorstellung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema Flucht und Migration. Die TeilnehmerInnen: Kemal Bozay, IFAK; Sevim Dagdelen, Bundesverband der Migrantinnen; Ralf-D. Lange, BoFo und Kenan Araz, Medizinische Flüchtlingshilfe. mehr…
Am Donnerstag, dem 6. Februar wechseln weltweit LeserInnen der soziale Straßenzeitungen die Seiten. Auch das Straßenmagazin „bodo“ lädt die Bochumer ein zum Rollentausch und schreibt: »Aus LeserInnen werden für einen Tag VerkäuferInnen. Der gemeinnützige „bodo e.V.“ möchte damit auf die Situation Wohnungsloser aufmerksam machen. Weltweit haben sich 122 soziale Straßenzeitungen von Norwegen bis Südafrika, von Kolumbien bis Japan im Netzwerk INSP zusammengeschlossen. 28.000 Verkäufer zählen die Straßenzeitungen, weltweit erreichen sie sechs Millionen LeserInnen pro Ausgabe. mehr…
Die Soziale Liste hat ihre KandidatInnen für den Rat und die Bezirke gewählt und schreibt: »Die Soziale Liste tritt in allen 33 Wahlkreisen an und ist bei der Kommunalwahl am 25. Mai überall in Bochum und Wattenscheid wählbar. Ihr Ziel ist es in den Rat mit Fraktionsstärke einzuziehen und in allen Bezirken vertreten zu sein. Auf der Liste für die Wahl zum Rat (Reserveliste) kandidieren erneut Günter Gleising und Nuray Boyraz, die schon bisher dem Rat angehören. mehr…
Auf dem gestrigen Treffen des Bündnisses Bochum gegen Rechts wurde berichtet, dass der vorbestrafte Jugendfunktionär der NPD Markus Schumacher die Kundgebung der Kameradschaft Volkssturm Deutschland am 1. Februar vor der Flüchtlingsunterkunft an der Wohlfahrtsstraße angemeldet hat. Als Teilnehmerzahl hat er 15 angegeben. Das Bündnis hat beschlossen, eine Kundgebung anzumelden, mit der sich möglichst viele Menschen schützend vor das Flüchtlingsheim stellen. Die Flüchtlinge sollen im persönlichen Kontakt darüber informiert werden, dass eine große Zahl von Menschen sie Willkommen heißt. Die NachbarInnen der Unterkunft werden mit Flugblättern informiert, wer hinter dem Volkssturm steht und eingeladen, sich an der „Willkommenskundgebung“ zu beteiligen.
Freitag 24.01.14, 06:34 Uhr
Resolution der IG Metall Vertrauensleuten bei Eickhoff:
Die IG Metall Vertrauensleuten bei Eickhoff haben folgende Resolution verabschiedet: »Die IG Metall Funktionäre bei Eickhoff am Standort Bochum stehen an der Seite der Belegschaft der Maschinenfabrik Schalke! Im Rahmen ihrer Vertauensleute-Sitzung, in der sie die Kandidaten für die Betriebsratswahl Anfang März aufgestellt haben, brachten die Anwesenden ihrer Empörung über die geplante Schließung der Maschinenfabrik Schalke zum Ausdruck. „Wir haben uns immer als Ganzes in der Eickhoff-Gruppe, egal an welchem Standort, verstanden,“ erklärte Volker Naurath, Vorsitzender der Vertrauensleute. Die Vertrauensleute fordern vom Arbeitgeber eine ergebnisoffene Diskussion der vorgeschlagenen Alternativen zur Schließung. Entlassungen dürfe es auf keinen Fall geben, da es sicherlich weitere Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Bereichen gäbe. „Innovation und Entwicklung waren und sind die wichtigsten Erfolgsgaranten von Eickhoff! Diese Eigenschaften fordern wir jetzt zur Sicherung von Arbeitsplätzen ein,“ betonte Eva Kerkemeier, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bochum-Herne. Die Bochumer Kolleginnen und Kollegen werden die Schalker in ihrem Kampf unterstützen!«
Der Ostermarsch der Friedensbewegung wird in diesem Jahr etwas erweitert. Schon am Karfreitag wird in Gronau gemeinsam gegen Atomkraft und Atomwaffen, gegen den Atomtod demonstriert. Am Sonntag wird der Ostermarsch dann wie immer in den letzten Jahren von Essen über Wattenscheid zum Bahnhof Langendreer gehen, wo eine Veranstaltung zum Thema Frontex stattfinden wird. Wer den Aufruf zum Ostermarsch unterstützen möchte, findet hier einen Vorlage.
Die Betriebsratsmitglieder und IG Metall-VertreterInnen aus den Standorten der Eickhoff-Gruppe Bochum, Gelsenkirchen-Schalke und Klipphausen bei Dresden haben sich heute in Gelsenkirchen getroffen. Mit Unverständnis und Empörung nehmen sie die Pläne der Eickhoff-Geschäftsführung zur Kenntnis, das Gelsenkirchener Werk „Maschinenfabrik Schalke“ zu schließen und 55 KollegInnen in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. „Es gibt Alternativen zur Werksschließung und erst recht gibt es Alternativen zu den Entlassungen.“ stellen die MetallerInnen einmütig fest. „Wir verstehen uns als eine Belegschaft der Eickhoff-Gruppe und wir stehen solidarisch zusammen. Wir werden uns nicht nach dem Motto „teile und herrsche“ gegeneinander ausspielen lassen. Wir wollen eine solidarische Lösung für unsere Kolleginnen und Kollegen in Schalke erreichen. Wir fordern die Geschäftsführung der Eickhoff-Gruppe auf, mit Betriebsrat und IG Metall über Alternativen zu Schließung und Entlassungen konstruktiv und innovativ zu verhandeln, statt ultimativ die Entlassungen zu betreiben.“
Das Bochumer Friedensplenum trifft sich heute bereits um 19 Uhr. Zu Beginn des Treffens wird noch einmal der Rückblick „Ein Jahr Bewegung in Bochum“ gezeigt, der am Sonntag beim Neujahrsempfang präsentiert wurde. Hiermit wird allen Interessierten, die Sonntag verhindert waren, die Möglichkeit geboten, sich diese Jahresschau anzusehen. Anschließend steht der Ostermarsch und die Kampagne gegen die Militarisierung von Bildungseinrichtungen auf der Tagesordnung.