Archiv für den Monat: Juni 2014


Dienstag 24.06.14, 17:44 Uhr

AfD scheitert mit Verleumdungsklage gegen den Kinder- und Jugendring

Der Bochumer Kinder- und Jugendring teilt in einer Pressemitteilung mit: »Das Strafverfahren der AfD gegen den Kinder- und Jugendring ist von der Staatsanwaltschaft mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden. Die AfD hatte den Jugendring wegen Verleumdung verklagt, weil die AfD in einem Flyer zur Kommunalwahl als „rechtspopulistisch“ bezeichnet wurde. Der Vorstand des Kinder- und Jugendrings bedankt sich ganz herzlich für die große Solidarität, die dem Jugendring von zahlreichen Vereinen, Gewerkschaften und Parteien aufgrund des Strafverfahrens entgegen gebracht worden ist.«


Dienstag 24.06.14, 08:57 Uhr
Eine kulturrevolutionäre Bewegung in den sechziger Jahren

Dokumentarfilm: „Tropicália“

Anlässlich des Herren-Fußball-Turniers in Brasilien ist am Freitag, den 27. Juni um 20 Uhr in der Goldkante, Alte Hattinger Straße 22, der brasilianische Dokumentarfilm Tropicália von Marcelo Machado zu sehen. Eine kurze Einführung hält der Bochumer DJ Tobias Koth. Nach dem Film legt der deutsch-brasilianische DJ Zé Bebelo brasilianische Pop-Musik aus der Zeit der Tropicália-Bewegung auf. In der Einladung heißt es: »“Tropicália“ war eine kulturrevolutionäre Bewegung, die am Ende der sechziger Jahre die zahm gewordene brasilianische Pop-Kultur und die brasilianische Gesellschaft unter der neuen Militärdiktatur erschütterte. mehr…


Dienstag 24.06.14, 08:23 Uhr
Propaganda: Damals Feldpostkarten - heute Fernsehbilder

Ypern mon amour 1

Das Bochumer Friedensplenum macht auf die Ausstellung „Ypern mon amour“ der Essener Künstler Frank Wolf und Harald Reusmann im 4. und 5. Stock des Treppenhauses in der Universitätsbibliothek aufmerksam und schreibt auf seiner Webseite: »Reusmann verwendet Feldpostkarten aus dem ersten Weltkrieg, in die er großformatig mit Hilfe von Computertechnik realistische oder groteske Elemente montiert, um die Verlogenheit der propagandistischen Kriegsdarstellungen bloßzustellen. Die Skulptur von Wolf zeigt eine Figur, die zur Hälfte kriegsbegeisterter Soldat, zur anderen Hälfte schon verwesendes Skelett ist. Die sehenswerte Ausstellung wird im Stockwerk darunter ergänzt durch eine Sammlung von Feldpostkarten aus dem 1. Weltkrieg:  Dokumente einer absurden Propaganda. Im Begleittext dazu heißt es: „Die Abbildungen waren fast durchweg inszenierter Natur (…) so wie die Fernsehbilder unserer Tage auch.“«


Montag 23.06.14, 21:55 Uhr

Demo in Langendreer

Die Initiative Langendreer gegen Nazis ruft am Dienstag, den 24. Juni um 14.30 Uhr vor dem Amtshaus in Langendreer am Carl-von-Ossietzky-Platz zu einer Protestkundgebung auf. Der Alt-Nazi Wolf-Dieter Varney wird um 15 Uhr als ältestes Mitglied der Bezirksvertretung die konstituierende Sitzung dieses Gremiums eröffnen. Die Linksfraktion in der Bezirksfraktion Bochum-Ost erklärt dazu: »Wir halten dies für eine Zumutung für alle Bürgerinnen und Bürger unseres Bezirks. Wolf-Dieter Varney kandidierte bei den Kommunalwahlen 2009 auch schon für die NPD. Dies macht wieder einmal deutlich, dass Pro NRW eben keine „normale“ Bürgerbewegung ist, sondern ein Auffangbecken für Faschisten und Rassisten aller Couleur. mehr…


Sonntag 22.06.14, 09:55 Uhr
Auswertung der Kampagne gegen den rechten Wahlkampf

Umfangreiche Dokumentation 3

Der Bochumer Antifa-Klüngel hat eine umfangreiche Dokumentation von Antifa-Aktivitäten im vergangenen Wahlkampf veröffentlicht und schreibt: „Ziel der Kampagne war, die Gefahr, die von Neonazis und Rechtspopulist*innen im Stadtrat und den Bezirksvertretungen ausgeht, im Vorfeld der Kommunal- und Europwahlen zu thematisieren, das öffentliche Auftreten der rechten Parteien antifaschistisch zu begleiten und deren Wahlkampf zu sabotieren. Es ist uns gelungen, dieses Thema zu setzen und dabei Kreise weit über die innerlinken und alternativen Bochumer Zirkel zu erreichen. Insgesamt wurden knapp 5000 Info-Broschüren zu NPD, Pro-NRW und der AfD verteilt.“ Obwohl diese Parteien Mandate im Rat und in Bezirksvertretungen errungen haben, heißt es in einem Fazit: „Dennoch ziehen wir insgesamt ein positives Fazit aus unserer Kampagne. So viele Antifa-Aktionen sind in Bochum schon länger nicht mehr gelaufen und wir haben NPD & Konsorten einmal mehr klar gemacht, dass diese Stadt ein hartes Pflaster für Nazis und Rechtspopulist*innen ist.“ Zur Dokumentation.


Freitag 20.06.14, 20:04 Uhr

Anarchie an der RUB:

Die schwarze Ruhr-Uni über sich: »Die schwarze Ruhr-Uni ist eine Initiative zur Verbreitung von anarchistischen Inhalten und Praxen an der RUB. Wir haben uns bisher zweimal (relativ unregelmäßig und unorganisiert) getroffen und möchten nun ein öffentliches Gründungstreffen abhalten, vor allem um neuen Menschen die Möglichkeit zu geben sich zu beteiligen. Im Nachfolgenden wollen wir etwas über Anarchie/ Anarchismus erzählen und erklären, warum wir uns an der Uni organisieren wollen. mehr…


Freitag 20.06.14, 11:39 Uhr
21. Juni - Tag der Verkehrssicherheit

VCD: Handlungsbedarf bleibt

„Die Gesamtzahl der Verunglückten im Verkehr hat in den letzten Jahren zwar merklich abgenommen, in vielen Städten Deutschlands gibt es jedoch weiterhin großen Handlungsbedarf“, darauf verweist der ökologische Verkehrsclub VCD im Vorfeld des Tages der Verkehrssicherheit. Besonders ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Fahrradfahrende sind überproportional gefährdet.  „Radfahrende haben keinen Airbag“ – das ist die Botschaft des VCD, insbesondere an die Verkehrspolitiker. Sie sind aufgefordert, die wirklichen Baustellen zur Erhöhung der Radverkehrssicherheit anzupacken. mehr…


Freitag 20.06.14, 07:59 Uhr

Der Tod und das Mädchen 1

Der Tod und das Mädchen | Rottstr 5 Theater | Trailer
Mittwoch, den 25. Juni 2014 um 19.30 Uhr zeigt das Rottstraße 5 Theater das Stück „Der Tod und das Mädchen“. Thema ist die chilenische Militärdiktatur während der 1970er Jahre und die alltägliche sowie systematische Anwendung von Folter, wie sie laut einem aktuellen Bericht von Amnesty International heute in 141 Staaten der Welt praktiziert wird. Im Anschluss an die Vorstellung gibt es Gelegenheit zur Diskussion mit den SchauspielerInnen und mit Mitarbeitenden der Medizinischen Flüchtlingshilfe. Der Eintritt ist frei.


Donnerstag 19.06.14, 16:10 Uhr
Dienstag am Amtshaus in Langendreer und Donnerstag am Rathaus

Demos gegen ultra Rechte

Am Dienstag, den 24. 6. um 14.30 Uhr vor dem Amtshaus in Langendreer und am Donnerstag, den 26. 6. um 13 Uhr vor dem Rathaus werden Demonstrationen zu den konstituierenden Sitzungen der Bezirksvertretung bzw des Stadtrates stattfinden. In Langendreer ist Alt-Nazi Wolf-Dieter Varney für Pro-NRW in die Bezirksvertretung gewählt worden. In der Vergangenheit hatte er für die Republikaner und die NPD kandidiert. Als biologisch Ältester im Bezirksparlament wird er die Sitzung eröffnen und die Wahl der Bezirksbürgermeisterin leiten. Im Rat der Stadt hat es einen erheblichen Rechtsrutsch gegeben. Je ein Vertreter der NPD und von Pro NRW, sowie drei Mitglieder der AfD gehören nun dem Rat an. Die Kundgebungen werden von der Initiative Langendreer gegen Nazis und vom Bochumer Bündnis gegen Rechts angemeldet.


Donnerstag 19.06.14, 15:32 Uhr
Nach den Sturmschäden durch "Ela" jetzt erst recht:

Waldbestand erhalten

Der Sprecher der Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar Jürgen Dassow schreibt: »Der Sturm “Ela” hat verheerende Auswirkungen auf den Bochumer Baumbestand gehabt. Die Waldbereiche des Bebauungsplans 946 (Bahnhof Weitmar), zu dem bis zum 16.7. 14 im Rahmen der „frühzeitigen Bürgerbeteiligung“ Stellung genommen werden kann, haben dem Sturm allerdings widerstanden und sind nur unwesentlich geschädigt worden. Es wäre eine Schande, diese gesunden und robusten Waldbereiche (ca. 10.000 qm) zu vernichten, nur damit eine überdimensionierte“Nadelöhr-Siedlung” entstehen kann, die lediglich einem Zweck dient: den Profit des Investors zu maximieren. Angesichts der zahlreichen aktuellen Neubauprojekte in der unmittelbaren Umgebung (Weitmar-Mark/Neuling) und der rückläufigen Einwohnerzahl in Bochum ist das geplante Großprojekt absolut überflüssig!«


Donnerstag 19.06.14, 12:06 Uhr

The Act of Killing


Am Montag, den 23.06. zeigt das Endstation Kino in Kooperation mit der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum Josha Oppenheimers Dokumentarfilm The Act of Killing. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit einer Vertreterin der Medizinischen Flüchtlingshilfe statt. In der Filmbeschreibung heißt es: mehr…


Donnerstag 19.06.14, 11:56 Uhr

Lohn-Plus auf dem Bau

Die rund 2.800 Baubeschäftigten auf dem Bau in Bochum bekommen mehr Geld. Mit dem Juni-Lohn gibt es für sie eine Tariferhöhung. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. „Jeder Maurer oder Straßenbauer, der einen Vollzeit-Job hat, muss mit der nächsten Abrechnung gut 95 Euro mehr in der Lohntüte haben“, sagt Heinz Wessendorf. Der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Bochum-Dortmund zeigt sich zufrieden mit dem Tarifergebnis. „Jetzt kommt es darauf an, dass das Lohn-Plus auch tatsächlich bei den Beschäftigten ankommt“, so Heinz Wessendorf. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeige, dass „es immer wieder den einen oder anderen Chef gibt, der sich vor der Erhöhung drücken will. Unterm Strich müssen ab sofort 3,1 Prozent mehr auf dem Lohnzettel stehen“. mehr…


Mittwoch 18.06.14, 18:33 Uhr

Zusatzschicht zum Kortumpark

Die Stadtverwalter schreiben: «Für die Kulturaktion ‚Parkgeschichtet – Erzähle Deine Stadt‘ im Bochumer Kortumpark sind schon zahlreiche Projekte eingegangen. Am 23.8.2014 wird der Stadtverwalter e.V. – Verein für Zwischennutzungskultur gemeinsam mit Kunst- und Kulturinteressierten dem ehemaligen ‚Hauptfriedhof‘ am Hauptbahnhof alte Geschichten und neue Schichten hinzufügen. „Der Tag verspricht ein vielseitiger und bunter Kunsttag zu werden,“ berichtet Peter Kaufung von den Stadtverwaltern. „Zahlreiche Projekte aus diversen Sparten von Fotografie über bildende Kunst und Musik bis hin zu Stadtgeschichte und Märchen sind bereits eingegangen!“ Details werden allerdings noch nicht verraten. mehr…


Mittwoch 18.06.14, 16:20 Uhr

100 Jahre Weltflüchtlingstag!

In Bochum werden anlässlich des Weltflüchtlingstages 2014 am 20. Juni verschiedene Aktionen auf dem Dr.-Ruer-Platz stattfinden. Der Flüchtlingsrat NRW wird einen Informationsstand anbieten und sich an diversen Aktionen, beispielsweise einer Performance und einer Installation zum Thema Flüchtlingsunterkünfte in NRW beteiligen, um gemeinsam mit anderen in Bochum ansässigen Organisationen für die Wohn- und Lebenssituation von Flüchtlingen in NRW zu sensibilisieren. „Wir möchten mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, dass ‚Solidarität mit Flüchtlingen‘ für uns nicht nur eine leere Worthülse, sondern ein ernstgemeintes Motto ist und hoffen damit viele Menschen  zu erreichen!“ kommentiert Heinz Drucks, Vorstandsmitglied  des Flüchtlingsrats NRW e.V., diese Aktionen. mehr…


Dienstag 17.06.14, 12:27 Uhr

„Jung und gehaltbereit!“

Am Donnerstag, den 12.Juni 2014 rief ver.di gemeinsam mit IG Metall und IG BCE die Beschäftigten und Auszubildenden der Tarifgemeinschaft der Betriebskrankenkassen (BKK) zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Mehrere hundert Beschäftigte aus Bochum und dem ganzen Ruhrgebiet wie weitere Streikdelegationen aus ganz Deutschland folgten dem Streikaufruf. In Bochum ist die „BKK vor Ort“ betroffen. Mit einer lautstarken Demonstration über den Südring zogen die Beschäftigten von der Streikversammlung im Jahrhunderthaus vor die Geschäftsstelle „BKK vor Ort“ in der Universitätsstraße. Der Geschäftsführer der „BKK vor Ort“ Bochum, Herr Brücker, ist zugleich der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. Hintergrund der Auseinandersetzung sind die schleppenden Tarifverhandlungen, bei denen in den zurückliegenden drei Runden kein Ergebnis erzielt wurde. „Die Botschaft der BKK-Beschäftigten ist eindeutig: Es muss jetzt unverzüglich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch“, betonte ver.di-Verhandlungsführer Rolf Behrens. Es waren dies die ersten Warnstreiks bei der Tarifgemeinschaft BKK überhaupt. mehr…


Dienstag 17.06.14, 11:11 Uhr

70 Abmahnungen bei Johnson Controls

Der Betriebsrat von Johnson Controls Bochum erklärt: »Betriebsrat und Belegschaft von Johnson Controls Bochum führen zurzeit einen Kampf um ihre Arbeitsplätze. Ca. 30 % der Belegschaft sollen auf Straße gesetzt werden. Der Betriebsrat will Kündigungen verhindern und mit dem Hereinholen neuer Aufträge den Standort Bochum längerfristig sichern. Kein noch so gutes Abfindungsprogramm kann den Verlust von Arbeitsplätzen ersetzten. Dennoch ist der Betriebsrat verpflichtet über ein Abfindungsprogramm zu verhandeln. Der Kampf um Arbeitsplätze und der Kampf um hohe Abfindungen sind in dieser Situation kein Widerspruch. In der ersten Juniwoche fanden verschiedene Protestaktionen statt. Unter anderem ein Protestfrühstück der IG-Metall und mehrere selbständige Aktionen. Wegen einer spontanen Aktion während der Arbeitszeit am Freitag, den 6. Juni, hagelte es ca. 70 Abmahnungen! Diese Abmahnungen wurden persönlich vom Wachdienst zugestellt, stellenweise wurden Mitarbeiter der Nachtschicht aus dem Bett geklingelt. mehr…


Montag 16.06.14, 21:31 Uhr
Always Look on the Bright Side of Life

Noch ein Sturmopfer?

Vor fast genau zwei Monaten war Karfreitag. Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigte im Sozialen Zentrum den Film „Das Leben des Brian“. Das Feiertagsgesetz NRW verbietet die Vorführung von unterhaltsamen Filmen an diesem Tag. Die WAZ schrieb am 22. 4. auf Nachfrage bei der Stadt unter der Überschrift „Bochumer Atheisten droht Bußgeld für „Brian“-Vorführung“: „Nun werde ordnungsgemäß ein Verfahren eingeleitet.“ Die Ruhr Nachrichten berichteten am 24. 4. unter der Überschrift: „Stadt zieht Konsequenzen gegen ‚Religionsfrei im Revier'“: „‚Das Umwelt- und Grünflächenamt leitet jetzt ein Bußgeldverfahren ein‘, sagt Tanja Wißing, Pressesprecherin der Stadt.“ Am 29. 4. hat der Rechtsanwalt, der die Initiative vertritt, Akteneinsicht verlangt und bis heute nicht erhalten. Am 16. 5.meldete SAT 1 in einem Beitrag, dass die Stadt mitgeteilt habe: „Wir prüfen nun den Sachverhalt“. Die Initiative Religionsfrei im Revier befürchtet nun, dass es noch länger als im letzten Jahr dauern wird, bis sich die Stadt zu einer Entscheidung durchringt. Denn für die Überwachung der Filmzensur am Karfreitag und für die Ahndung von Verstößen ist in Bochum das Umwelt- und Grünflächenamt zuständig. Und das hat nach dem Sturm jetzt noch wichtigere Aufgaben.