Archiv für den Monat: April 2012


Freitag 27.04.12, 08:39 Uhr

Stefan Hochstadt: Wem gehört die Stadt?

Der Rosa-Luxemburg-Club Bochum lädt am Mittwoch, den 2. 5. um 19:30 Uhr zu einer Veranstaltung im Bahnhof Langendreer ein mit dem Thema: Über die Funktion und Zukunft der Innenstädte. Die Ankündigung: »Immer stärker drängen Shopping-Malls in die Innenstädte: In Essen am Limbecker Platz, die Thier-Galerie in Dortmund und demnächst vielleicht auch in Bochum am Husemannplatz. Befürchtet wird eine Verdrängung des traditionellen Einzelhandels. Aber es geht um viel grundsätzlichere Fragen: Welche Funktion und welche Zukunft haben die Innenstädte? Wie können die unterschiedlichen Wohn-, Arbeits- und Lebenswünsche einer zunehmend heterogenen Bevölkerung berücksichtigt werden? Es geht um die Gestaltung unterschiedlicher Milieuräume sowie um die Schaffung von Möglichkeitsräumen. Es geht um das Recht auf Stadt. Die Diskussion um das Recht auf Stadt betrifft die Grundlagen politischer Arbeit und Theorie. Dr. Stefan Hochstadt arbeitet am Forschungsbereich „Planen und Bauen im Strukturwandel“ der FH Dortmund.«


Donnerstag 26.04.12, 19:09 Uhr
Die Linksfraktion zum heutigen Haushaltbeschluss des Rates:

Eine fatale Entscheidung für Bochum 1

Die Linksfraktion im Rat schreibt: »Auf der heutigen Ratssitzung wurde der Haushalt 2012 und die Kürzungsvorgaben für die nächsten 10 Jahre beschlossen. Neben den bereits über 100 Millionen Euro aus dem Haushaltssicherungskonzept 2009/2010 wurden gestern weitere Kürzungen in Höhe von über 58 Millionen Euro jährlich verabschiedet. Uwe Vorberg hat für Die Linke im Rat erklärt, warum das eine fatale Entscheidung für Bochum ist: Die geplanten Kürzungen sind unsozial und verschlechtern den Bürgerservice. Die angebliche Haushaltskonsolidierung wird auf dem Rücken der städtischen Beschäftigten ausgetragen, wobei die vorgelegten Zahlen vielfach völlig aus der Luft gegriffen sind. Als I-Tüpfelchen der unseriösen Finanzplanung bezeichnete Vorberg das Festhalten an den Musikzentrumsplänen. Weitere Kürzungen sind nicht verantwortbar und nützen auch nichts. Die Einnahmeseite muss endlich von Bund und Land verbessert und die kommunalen Pflichtleistungen finanziert werden, ohne dem können die Kommunen die weitere Verschärfung der Haushaltskrise nicht abwenden.« Die Rede von Uwe Vorberg.


Donnerstag 26.04.12, 17:41 Uhr

The First Rasta im Endstationkino

http://www.youtube.com/watch?v=Z3_0TCozozo
Von heute bis nächsten Mittwoch ist (außer Sonntag)  um 21.15 Uhr im Endstationkino The First Rasta zu sehen. In der Filmankündigung heißt es: »Der Dokumentarfilm von Hélène Lee und Christophe Farnarier erzählt die Geschichte des geistigen Urvaters des Reggaes. Leonard Percival Howell „The Gong“ vereinte Ideen aus der Bibel, von Marx, Eisenstein und Gandhi zu einer Weltanschauung: Rastafari. Die Musik von Bob Marley, Max Romeo, The Abyssinians machte seine Gedanken weltberühmt. Howell war „The First Rasta“ aber auch Matrose, Weltreisender, Revolutionär. Seinen Spuren folgend begibt sich der Film auf eine Reise durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie führt von Jamaika über Panama, New York und Russland bis in die von ihm gegründete Rastafari-Kommune Pinnacle.«


Donnerstag 26.04.12, 17:40 Uhr
Hartz IV Sanktionen: Lammert und Schäfer dafür, Schmidt enthält sich

Sevim Dagdelen: Hartz IV muss weg

Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete Der Linken erklärte anlässlich der heutigen namentlichen Abstimmung im Bundestag über den Antrag der Fraktion Die Linke „Sanktionen im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch und Leistungseinschränkungen im Zwölften Buch Sozialgesetzbuch abschaffen“: „Hartz IV war 2005 und ist eine historische Fehlentscheidung von SPD und Grünen mit Unterstützung von CDU/CSU sowie der FDP, die grundlegend korrigiert werden muss. Doch die Bochumer Bundestagsabgeordneten Axel Schäfer (SPD) und Norbert Lammert (CDU) sind durch ihre Ablehnung und Frithjof Schmidt (Grüne) durch seine Enthaltung zu den Vorschlägen Der Linken mitverantwortlich, dass auch weiterhin durch das Hartz-IV-System auf dem Rücken der betroffenen Erwerbslosen und Beschäftigten Armut produziert und Beschäftigte unter Druck gesetzt werden. mehr…


Donnerstag 26.04.12, 12:32 Uhr
NGG fordert 6 Prozent mehr Lohn für Bäckerei-Beschäftigte

Keine kleinen Brötchen backen

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) schreibt: »Bäcker in Bochum wollen keine kleinen Brötchen backen: Wer in einer Bäckerei arbeitet, soll künftig mehr verdienen. NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent. „Für einen jungen Gesellen würde dies am Monatsende gut 110 Euro mehr bedeuten. Genau so viel hätte dann auch die erfahrene Fachverkäuferin zusätzlich auf dem Gehaltskonto“, sagt Yvonne Sachtje. Neben einem besseren Lohn will die Geschäftsführerin der NGG Ruhr mehr Gerechtigkeit am Verkaufstresen durchsetzen: „Wer morgens schon vor 5 Uhr oder abends ab 20 Uhr hinter der Ladentheke steht, der bekommt dafür im Moment keinen Cent extra“, so Sachtje. Im Bäckereiverkauf gebe es keine Zuschläge für Früh- oder Nachtschichten. Damit müsse jetzt Schluss sein. mehr…


Mittwoch 25.04.12, 19:42 Uhr

Euromayday Kultur 1

Auf der Euromaday-Webseite wird zum Thema Kultur angekündigt: »Auf dem Euromayday am 30. 4. ab 19.00 Uhr in Bochum wird Kultur eine zentrale Rolle spielen. Wir wollen fragen, wie eine Kultur aussehen könnte, die die Menschen selbst machen, welche Ideen und welche Hindernisse es gibt. In Duisburg gibt es seit einiger Zeit die Gruppe “du it yourself“, die für ein unabhängiges Kulturzentrum kämpft. In ihrem Selbstverständnis heißt es: „Frei nach dem Motto „do it yourself!“ wollen wir eine Bewegung in Gang setzen, die in dieser Stadt Räume erobert. Um Jugendkultur Raum zu geben. Um freie Entfaltung des Individuums zu ermöglichen. Um kreative Freizeitgestaltung zu fördern. Und um sozialem wie politischem Engagement im Allgemeinen wieder seinen nötigen Spielraum zu verschaffen.Wir wollen Orte aufbauen, an denen Menschen ihre verschiedenen Lebensstile, ihre Kreativität, Wünsche und Bedürfnisse ungestört ausleben können. Und zwar unter Selbstverwaltung und abseits gesellschaftlicher und kommerzieller Zwänge. Wir geben uns nicht länger mit leeren Versprechungen oder inakzeptablen Verlegenheitsangeboten der Stadt zufrieden – wir nehmen unsere Sache jetzt selbst in die Hand!“ mehr…


Mittwoch 25.04.12, 18:18 Uhr
Am 3. Mai in der Humboldtstraße:

Proteste gegen Nazi-Provokation

Für den 3. Mai haben die BezirksschülerInnenvertretung (BSV) Bochum und die Antifa-Jugend Bochum jeweils Demonstrationen gegen die Provokation der neonazistischen Gruppierung ProNRW angemeldet. Die Nazis wollen im Rahmen einer Wahlkampftournee vor der Moschee in der Humboldtstraße gegen eine angebliche Islamisierung unserer Gesellschaft hetzen. Die Polizei hat der BSV erklärt, dass sie keine Demonstration auf dem Südring zulassen will. Die BSV ruft nun am 3. Mai um 11.00 Uhr zu einer Kundgebung auf der Kreuzung Humboldtstr. / Marienplatz auf. Hierhin mobilisiert auch das Bündnis „Jugend in Bochum gemeinsam gegen Nazis“: »In den letzten Monaten hat sich in Bochum das Bündnis „Jugend in Bochum gemeinsam gegen Nazis“ zusammengefunden. Wir sind ein Bündnis von jungen Menschen und Jugendorganisationen, die sich nicht mit faschistischer, rassistischer und chauvinistischer Stimmungsmache und Gewalt in unserer Stadt abfinden wollen. mehr…


Mittwoch 25.04.12, 16:10 Uhr
Mai-Aufruf der IG BAU Bochum-Dortmund

Wichtiger „Renten-Brückenpfeiler“

Die IG BAU schreibt: »Erst das Wochenende. Dann Montag frei, Dienstag frei: Der Start der kommenden Woche bietet die ideale Urlaubsbrücke. „Der 1. Mai am Dienstag – der Tag der Arbeit kommt als ‚Urlaubsbrückenpfeiler’ wie gerufen“, sagt Gerhard Kampschulte. Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Bochum-Dortmund steckt jedoch mehr dahinter: „Es ist für alle Beschäftigten in Bochum  in erster Linie ein wichtiger ‚Renten-Brückenpfeiler’. Denn an keinem anderen Tag im Jahr ist es für den, der Arbeit hat oder Arbeit sucht, so wichtig, in eigener Sache Flagge zu zeigen. Ganz entscheidend geht es dabei um die Rente – und zwar um eine, die zum Leben reicht. Die Brücke dahin müssen wir politisch schlagen – am 1. Mai.“ mehr…


Mittwoch 25.04.12, 15:53 Uhr

Richtigstellungen von Rainer Einenkel

Der Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werks Rainer Einenkel hat „einige Richtigstellungen zum Opel-Werk Bochum“ veröffentlicht. Einleitend schreibt er: „Immer wieder werden Gerüchte und Unwahrheiten über die Werke verbreitet. Das Ziel ist offensichtlich: Belegschaften, Öffentlichkeit und Medien sollen verunsichert werden. Gleichzeitig will man die Standorte gegeneinander ausspielen und eventuell tiefgreifende Einschnitte vorbereiten. Nachfolgend einige Klarstellungen zu den dümmsten Unterstellungen und Behauptungen über das Bochumer Opel-Werk.“ Die Stellungnahme von Rainer Einenkel.


Mittwoch 25.04.12, 15:24 Uhr

Diskussion zur Landtagswahl 1

Der Bochumer Kinder- und Jugendring Bochum lädt zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Landtagswahl in NRW am Freitag, 4. 5. um 17.00 Uhr im Falkenheim, Akademiestr. 69 ein:»„Wer nicht wählt, stärkt die Falschen!“ Unter diesem Motto rufen der Kinder- und Jugendring Bochum und der Landesjugendring NRW alle jungen Menschen, die Aktiven in der Kinder- und Jugendarbeit und ganz besonders alle Erstwähler/innen auf, bei der Landtagswahl in NRW wählen zu gehen und die demokratischen Kräfte im Land zu stärken. mehr…


Mittwoch 25.04.12, 07:59 Uhr

Film: Kairo 678.

In der vom Bahnhof Langendreer veranstalteten Reihe „Arabische Welt im Umbruch?“ läuft von Donnerstag bis Mittwoch um 19.15 Uhr der Film Kairo 678. Die Ankündigung des Films: »Der Regisseur Mohamed Diab erzählt von drei Frauen: Fayza wird in den Bussen der Metropole begrabscht, Seba wurde Opfer einer Vergewaltigung und Nelly ist bei einem Überfall nur knapp entkommen. Unterschiedlich reagieren die Frauen, die nicht mehr Opfer sein wollen – die eine zieht vor Gericht, die andere das Messer. Noch vor dem arabischen Frühling entstanden, zeigt der Spielfilm den gesellschaftlichen Umbruch in Ägypten aus weiblicher Perspektive mit Einblick in die Gesellschaft. Darin erinnert der Film an Nader & Simin, den iranischen Berlinale- und aktuellen Oscar-Gewinner. «


Dienstag 24.04.12, 18:01 Uhr
Polizeitypische Verletzungen in Bochum:

Von Steinen und Molotowcocktails 1

Wenn DemonstrantInnen auf völlig überdimensionierte Polizeiaufgebote z. B. bei einer Occupy-Demo vor dem Schauspielhaus oder bei der großen Antifa-Demonstration in Langendreer treffen, wird nach Erklärungen für diese Strategie der Staatsmacht gesucht: Was geht in den Köpfen der Verantwortlichen vor? Fachleute weisen immer wieder darauf hin, dass die Polizeiausbildung davon geprägt ist, DemonstrantInnen als gewaltbereite Feindbilder zu verinnerlichen. Wie das praktisch aussieht, lässt sich in einer Pressemitteilung der Bochumer Feuerwehr nachlesen, die das Presseamt der Stadt Bochum heute verbreitet hat. Danach werden z. Z. 12 Beamte der Breitschaftspolizei von der Feuerwehr zu Rettungshelfern ausgebildet. Wörtlich heißt es dann: »Höhepunkt der praktischen Ausbildung wird der Praxistag auf dem Übungsgelände der Wattenscheider Wache sein. Die Auszubildenden müssen an diesem Tag verschiedene polizeitypische Fallbeispiele wie z. B. Verletzungen nach Steinwürfen oder Angriffen durch Molotowcocktails meistern. Für eine realistische Darstellung der Situation werden die „Unfallopfer“ aufwendig geschminkt und Teile einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei sowie Teilnehmer eines Rettungsassistentenlehrganges spielen Demonstrationsszenen nach. Das gesamte Ausbildungskonzept wurde in enger Abstimmung mit der Polizei entwickelt, um die Beamten möglichst realitätsnah auf ihre späteren Tätigkeiten vorzubereiten.«
Fragen stellen sich: Wurden in Bochum in den letzten Jahrzehnten schon einmal PolizistInnen von Steinwürfen oder Molotowcocktails verletzt? Ist das in der Vergangenheit polizeitypisch gewesen? Bereitet sich die Polizei auf bürgerkriegsähnliche Zustände vor?
Die Pressemeldung der Bochumer Feuerwehr im Wortlaut.