Archiv für den Monat: April 2012


Montag 23.04.12, 15:16 Uhr
Protestmarsch: Für die Borgholzschule - Gegen gefährliche Schulwege!

Kurze Beine – kurze Wege

An Mittwoch, den 25. April ruft die Elterninitaitive der Borgholzschule zu einem Protestmarsch auf: „Wir werden daher den aus unserer Sicht unverantwortlich gefährlichen Schulweg, der unseren Kindern nach einer Schliessung der Borgholzschule bevorsteht, als Demonstration beschreiten.“ Start der Demonstration: 16:00 Uhr an der Borgholzschule in Bochum-Wiemelhausen.


Sonntag 22.04.12, 20:51 Uhr
Zwei Bochumer Nazis unter den ersten 10 der NPD-Reserveliste

NPD-KandidatInnen: Cremer und Figge

Das Nachrichtenportal NRW rechtsaußen hat darauf aufmerksam gemacht, dass die NRW-Landeswahlleiterin die Kandidaturen der Parteien für die Landtagswahl veröffentlicht hat. Damit ist auch bekannt, wer im Mai für die NPD kandidiert. Zwei Bochumer Nazis sind auf den vorderen Plätzen: Auf Platz 1 wurde der NPD-Landeschef Claus Cremer gesetzt und auf Platz 8 tritt Marion Figge an. Ein Auszug u. a. mit der Landesliste der NPD.  Die NPD hat in keinem Wahlkreis DirektkandidatInnen aufgestellt.


Sonntag 22.04.12, 15:00 Uhr
der_notstand präsentiert die Buchvorstellung:

Über Sarrazin hinaus 1

Am Freitag, den 27. April, stellen die AutorInnen Hannah Schultes, Regina Wamper und Sebastian Friedrich um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum ihr Buch vor: Über Sarrazin hinaus – Der Rassismus in der ‚Leistungsgesellschaft‘. In der Ankündigung heißt es: »Das mediale Ereignis der ‚Sarrazindebatte‘ führte zu einer breiten gesellschaftlichen Verschiebung nach rechts, enttabuisierte rassistisches Denken und verband in besonderer Weise Rassismus mit Elite- und Nützlichkeitsdenken. Der Ende August erschienene Sammelband ‚Rassismus in der Leistungsgesellschaft‘ analysiert und kritisiert in Beiträgen unterschiedlicher Autor_innen diese wichtige politische Debatte. Die Beiträge geben Anstöße für den Alltag, die politische Praxis und die kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung. mehr…


Sonntag 22.04.12, 13:23 Uhr

Kettly Mars, Haiti: Wilde Zeiten

Am Mittwoch, den  25. April findet um 19:30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Lesung mit Kettly Mars aus Haiti statt: Wilde Zeiten. In der Ankündigung heißt es: »„Ich bin die Frau von Daniel Leroy und die Mätresse eines macoute-Staatssekretärs. Hätte man mir vor kurzer Zeit gesagt, dass eine mir bekannte Frau in meiner Lage einen Kompromiss wie ich eingegangen wäre, ich hätte sie sicherlich feige, käuflich und noch schlimmer genannt. Ich bin ja wirklich feige, hätte mich wehren, mich verweigern können (…). Dann wäre ich aber allein, vollkommen allein gewesen. Ich hätte verschwinden, gefoltert und vergewaltigt werden können. (…) Die Angst schläft jetzt mit in meinem Bett. Indem ich mich dem Staatssekretär unterwerfe, erhalte ich Daniel am Leben.“ mehr…


Samstag 21.04.12, 15:52 Uhr
Die BezirksschülerInnenvertetung ruft am 3. Mai zur Demo auf:

Vielfalt und Akzeptanz statt Rassismus 1

Die Bochumer  BezirksschülerInnenvertetung hat für den 3. Mai um 11 Uhr an der Ecke Humboldtstr./Marienplatz eine Kundgebung angemeldet. Im Aufruf für die Demo heißt es u. a.: „Für den 3. Mai plant die rechtsradikale Partei ProNRW, im Rahmen ihrer Wahlkampftour, vor einer Moschee in Bochum gegen die angebliche Islamisierung NRWs zu demonstrieren. Dabei geht es ihnen vor Allem darum, Hass gegen den Islam und unsere muslimischen Mitmenschen zu schüren und zu verbreiten. Dahinter steckt bei ProNRW die Idee, dass Menschen, die nicht aus Deutschland kommen, von weniger Wert bzw. weniger gut seien, als andere. Gegen diese menschenverachtenden Vorstellungen wollen wir am 3. Mai friedlich auf die Straße gehen, um laut und bunt zu zeigen, dass Ausgrenzung und Rassismus bei uns keinen Platz haben. Wir wollen stattdessen eine Gesellschaft in Vielfalt, in der wir von unseren verschiedenen Kulturen lernen und uns gegenseitig bereichern können! Ein gutes Leben und Lernen ist für uns nur zusammen möglich. mehr…


Samstag 21.04.12, 12:08 Uhr
Mittwoch, 25. April um 19.15 Uhr im Endstation-Kino:

Viridiana von Luis Buñuel

http://www.youtube.com/watch?v=SedG8Rq_B3U

Der Speisesaal eines spanischen Herrensitzes ist Schauplatz einer Orgie: an festlich gedeckter Tafel sitzen Diebe, Bettler, Blinde, Zwerge und Aussätzige, volltrunken. Ein Pärchen will sich gerade verziehen, als jemand vorschlägt, ein Foto zu machen: Das Gruppenbild friert zum erstarrten „Abendmahl“ Leonardo da Vincis ein. Totenstille, draußen kräht ein Hahn, die Frau, die das Foto macht, wirft sich den Rock über den Kopf. Das „Halleluja“ aus Händels Messias setzt ein. Diese ein Sakrament und zwei Hauptwerke abendländischer Kunst gleichermaßen verhöhnende Szene ist einem Film entnommen, den 1961 das erzkatholische Franco-Spanien nichtsahnend zu den Filmfestspielen nach Cannes schickte, dessen Aufführung aber, nachdem er die Goldene Palme erhalten hatte, in Spanien umgehend unterbunden wurde. mehr…


Freitag 20.04.12, 18:08 Uhr

Radtour: Bochum in der NS-Zeit

Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt am Sonntag, den 29.April 2012, zu einer Stadtrundfahrt per Rad zu den Stätten der Zwangsarbeit und zu den Standorten der ehemaligen Zwangsarbeiterlager ein: »Im gesamten Bochumer Stadtgebiet wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa 100 Zwangsarbeiterlager errichtet. Männliche und weibliche Arbeitskräfte aus Holland, Belgien, Frankreich, Polen, Russland, Weißrussland, der Ukraine und aus anderen besetzten Gebieten wurden damals in Bochumer Betrieben zwangsweise beschäftigt. In den zwei Bochumer Außenlagern des KZ Buchenwald waren überwiegend jüdische Häftlinge interniert, von denen viele aus Ungarn stammten. mehr…

Freitag 20.04.12, 15:51 Uhr

AJB: „Antimuslimische Hetze stoppen“

Die Antifaschistische Jugend Bochum ruft am 3. Mai um 10.00 Uhr zu einer Kundgebung auf der Humboldstraße/ Ecke Südring auf und schreibt dazu: »Am 3. Mai diesen Jahres wird die selbsternannte Bürgerbewegung „Pro NRW“ vor einer Bochumer Moschee eine Kundgebung abhalten. Diese Kundgebung wird im Rahmen einer NRW weiten Wahlkampftour der Partei stattfinden. Es gilt sich diesem rassistischen Spuk entgegenzustellen und zu zeigen, dass die Rassist_innen von „Pro NRW“ nicht willkommen sind! mehr…


Donnerstag 19.04.12, 17:03 Uhr
Die katholische Kirche hat Nachwuchsprobleme beim Bodenpersonal

Bochum: Priesterausbildung war gestern 1

Die katholische theologische Fakultät der Ruhr-Uni veröffentlicht heute eine Erklärung, die mit den Worten beginnt: „Gestern wurde die Entscheidung des Bischofs von Essen öffentlich, die Priesterausbildung aus internen Gründen nach Münster zu verlagern.“ Dann folgt eine sehr lange Begründung, wieso die Weiterexistenz der Fakultät mit ihren 13 Lehrstühlen dennoch gerechtfertigt sei. Da wird der Wissenschaftsrat mit der Behauptung bemüht: „Katholische Theologie hat nach Maßgabe des Rates eine wichtige und unverzichtbare öffentliche Funktion der Wahrung religiöser Rationalität.“ Nur welches die internen Gründe der Verlagerung der Priesterausbildung nach Münster sind, wird nicht verraten. Dies ist jedoch auf der Webseite des Ruhrbistums zu erfahren: „Unser Haus in Bochum stellt 57 Zimmer bereit, doch sind dort zur Zeit nur fünf Priesterkandidaten“.
Für Menschen, die sich einer nicht-religiösen Rationalität verbunden fühlen, ist es immer wieder ein Unding, dass es an staatlichen Universitäten ev. und kath. Fakultäten  gibt, deren Personal, Lehrinhalte und Prüfungen weitgehend von den Kirchen bestimmt werden. Wenn jemand auf die Idee käme, an den Hochschulen sozialdemokratische, christdemokratische, grüne oder piratische politische Fakultäten zu fordern, deren Personal,  Lehrinhalte und Prüfungen von den jeweiligen Parteien stark beeinflusst werden sollten, dann gäbe es sicherlich ernste Zweifel am geistigen Zustand dieser Person.


Donnerstag 19.04.12, 14:28 Uhr
Ausstellung im Bahnhof Langendreer:

Warnsignale häuslicher Gewalt

Am Dienstag, den 24.4. wird um 17 Uhr im Kino-Café im Bahnhof Langendreer die Ausstellung ‚Warnsignale häuslicher Gewalt‘ eröffnet. In der Einladung heißt es: »Gewalt in der Partnerschaft entsteht nicht von heute auf morgen. Meist ist es ein schleichender Prozess, der fast unmerklich, mit Kleinigkeiten beginnt. Gerade deswegen werden erste Signale viel zu oft übersehen. Dabei kann frühzeitiges Erkennen möglicher Gefährdungen Gewalteskalation verhindern, Gewaltpotenzial mit professioneller Hilfe abbauen und gleichberechtigte Partnerschaften fördern. Die Ausstellung „Warnsignale häuslicher Gewalt – erkennen und handeln“ motiviert, über mögliche Gefährdungen in der eigenen Partnerschaft nachzudenken, gibt Anstöße zur Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen von Partnerschaft und sensibilisiert für Signale, die auf eine entstehende Gewaltdynamik hindeuten, und kann so die Betroffenen rechtzeitig warnen. mehr…


Donnerstag 19.04.12, 13:47 Uhr

Made in Common?!

Das diesjährige Motto des Euromayday Ruhr am 30 April in Bochum lautet: »Made in Common«. Dass die Euromayday-AktivistInnen damit nicht nur dem Slogan »Made in Germany« der kommerziellen Tanzveranstaltung »Mayday« in der Dortmunder Westfalenhalle widersprechen, liegt auf der Hand. Was sie damit nun genau meinen, erklären sie im folgenden Gespräch.
Das Motto »Made in Common« könnte man frei übersetzten mit: »Hergestellt im Gemeinsamen«. Das klingt auf poetische Weise sympathisch bleibt aber etwas abstrakt. Was meint ihr damit genau? mehr…


Donnerstag 19.04.12, 12:41 Uhr
Regisseur spricht über Film zum Alltag im Afghanistan-Krieg

„Generation Kunduz“ im Endstation Kino

Das Endstation Kino, der Bahnhof Langendreer und das Bochumer Friedensplenum laden am Montag, den 23.4., um 19.30 zum Dokumentarfilm „Generation Kunduz – Der Krieg der Anderen“ mit anschließendem Publikumsgespräch ein. Zu Gast ist der Regisseur Martin Werner, der viele Jahre als Reporter in Afghanistan unterwegs war und dort angehende afghanische Journalisten ausbildet und den Aufbau unabhängiger Medien voran brachte. Sein preisgekröntes Kinodebüt zeigt die alltägliche Lebenswelt junger Menschen in Afghanistan. Der Film erzählt von fünf BewohnerInen der Stadt Kunduz: Eine Lokalreporterin, die für Gleichberechtigung kämpft, obwohl sie die Burka tragen muss; ein junger Student, der sich als freier Wahlbeobachter engagiert; ein kleiner Junge, der täglich als Schuhputzer durch die Stadt zieht, bevor er für die Schule lernen kann; zwei junge Männer, die einen Spielfilm drehen, mitten im bewaffneten Konflikt. mehr…


Donnerstag 19.04.12, 12:02 Uhr

Arbeitgeber bleiben ausbildungsunwillig

Der DGB Ruhr-Mark nimmt zur Ausbildungssituation in Bochum Stellung: »Immer mehr junge Menschen in unserer Stadt suchen einen Ausbildungsplatz. Entgegen den Erwartungen sind die Bewerberzahlen gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % gestiegen. Mehrfach wurde ein Rückgang der Schulabgängerzahl und damit der Bewerber prognostiziert. Bis Ende März sind nach Angaben der Agentur für Arbeit 3.125 Jugendliche an einer Berufsausbildung interessiert. 2023 von ihnen waren noch unversorgt. Sie suchten also noch eine Stelle für den Ausbildungsbeginn im Herbst.
„Es ist sehr erfreulich, dass sich immer mehr Jugendliche für eine Berufsausbildung interessieren. Wenn die Wirtschaft dieses Zeichen ernst nimmt, ist es mir um den Fachkräftebedarf der Zukunft nicht bange,“ so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. Im vergangenen Ausbildungsjahr hatten bis Ende März nur 2.904 junge Menschen im Arbeitsagenturbezirk Bochum/Herne eine betriebliche Berufsausbildung angestrebt.
„Es besteht jedoch kein Anlass zum Jubeln. Die Bereitschaft der Betriebe geht zurück. Das sehe ich mit Sorge. mehr…


Donnerstag 19.04.12, 11:41 Uhr

Konzerthaus: Piraten tauchen ab

Wie erwartet – siehe Meldung Piraten rudern zurück – hat die Bochumer Piratenpartei mit großen Mehrheit beschlossen, kein Bürgerbegehren zum Thema Konzerthaus zu initiieren. Statt dessen soll eine rechtlich unverbindliche Unterschriftensammlung durchgeführt werden. Die Piraten gelten in der Öffentlichkeit als „Internet-Partei“ und fordern mehr Transparenz in der Politik. Der letzte Eintrag auf ihrer Webseite zum Thema „Bürgerentscheid“ ist sechs Wochen alt. Über die aktuelle Diskussion und die getroffene Entscheidung ist nichts auf der Piratenseite zu finden.


Donnerstag 19.04.12, 08:21 Uhr

17. – 19. Mai: Blockupy Frankfurt

Die Bochumer Occupy-Initiative mobilisiert für die Blockupy-Aktionen vom 16. bis 19. Mai in Frankfurt. Hierzu heißt es im Aufruf zu der Aktion: „Wir werden am 17. Mai die Anlagen und zentrale Plätze der Stadt besetzen, um uns Raum für Diskussion und inhaltlichen Austausch zu schaffen. Wir werden am 18. Mai den Geschäftsbetrieb der Banken in Frankfurt blockieren, um unsere Wut über die Troika-Politik konkret werden zu lassen. Wir werden uns dann am 19. Mai zu einer großen Demonstration versammeln und die Breite der Proteste sichtbar zu machen. Aus vielen Ländern und Regionen der Welt werden Menschen nach Frankfurt reisen und sich an den Tagen des Protests beteiligen.“ Für die Demonstration am 19. Mai wird ein Bus nach Frankfurt organisiert. Am Donnerstag, den 3. 5. findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Mobilisierungsveranstaltung statt unter dem Titel: „Was machen wir mit der Krise in Europa? Internationale Krise, Finanzmärkte und Politik“. mehr…