Archiv für den Monat: Juli 2011


Samstag 23.07.11, 19:01 Uhr

Michael Townsend ärgert sich 1

Michael Townsend, Bochumer Dezernent für Schule und Kultur hat eine schlechte Woche hinter sich. Erst handelt sich sein Schulverwaltungsamtsleiter ein Disziplinverfahren ein, dann kommt auch noch das Schauspielhaus in Verruf. Offensichtlich war er richtig ärgerlich, als die Ruhr Nachrichten heute mit der Überschrift Ex-Intendant Steckel kritisiert Ackermann-Auftritt im Schauspielhaus ausführlich über die Kritik berichteten. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Townsend: „Ich finde, Steckel sollte langsam aufhören, sich in Bochumer Angelegenheiten einzumischen. Die damalige Diskussion um Lammert und Flimm hat doch auch schon gezeigt, dass der reflexhafte Protest verschiedener Alt-68-er nur noch langweilt.“ Wenn er sich da nicht gewaltig täuscht. Max Kühlem erwidert z. B. : „Ich finde eher reflexhafte Kommentare langweilig, die angebliche Alt-68er über einen Kamm scheren und ihnen irgendwelche Reflexe unterstellen. Man sollte lieber mal generell über den Sinn und Unsinn dieser hellenschen Veranstaltungen reden. Diesen Quatsch hat Bochum doch gar nicht nötig.“


Freitag 22.07.11, 15:27 Uhr
Linksfraktion im Rat:

Bericht von der gestrigen Ratssitzung

Die Linksfraktion hat einen ausführlichen Bericht über die gestrige Ratssitzung verfasst. Themen sind die Resolutionen zum Gemeindefinanzierungsgesetz und zur Anerkennung von Perinatalzentren im St. Josefs- und St. Elisabeth-Hospital. Hier geht es um die klinische Versorgung von Risikoschwangeren und von Risiko-Früh- und Neugeborenen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Einbringung des Haushalts. Wie erwartet stimmte der Rat dann beim nächsten Punkt für den Erhalt der Hans-Böckler-Realschule. Ferner hatte die Linksfraktion auf irreführende Grillverbotsschilder aufmerksam gemacht. So etwas heißt jetzt in Bochum „kreative Amtsführung“ ist vom Rat gewünscht. Der Erweiterungsbau an der Uni, das neue GD Gebäude, wurde trotz Bedenken der Umweltverbände durchgewunken. Der Bericht im Einzelnen: mehr…


Freitag 22.07.11, 13:29 Uhr

DGB: Solidarität mit Zeitungsjournalisten

Der DGB Ruhr Mark ruft zur Solidarität mit den Zeitungsjournalisten auf, die sich zurzeit in Tarifauseinandersetzungen befinden. 99 Prozent sprachen sich in Urabstimmungen für Streiks aus. „Die Redakteure fordern den Erhalt des Manteltarifvertrages und Gehaltserhöhungen. Die Gewerkschaften sind zu konstruktive Tarifverhandlungen bereit“, so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund, „aber der bisherige Verhandlungsverlauf zeigt, dass Fortschritte hin zu angemessenen Tarifverträgen offenbar nur durch den Druck der Journalisten zu erreichen sind.“ Noch bis Sonntag befinden sich die JournalistInnen der Tageszeitungen im Warnstreik. Sie wollen die von den ArbeitgeberInnen geforderte Absenkung der Einstiegsgehälter verhindern. „Dieser Streik ist wirkungsvoll. Für den aufmerksamen Zeitungsleser wird deutlich, Qualitätsjournalismus ist nur mit ordentlich bezahlten Beschäftigten zu machen. Viele Lokalausgaben erscheinen nicht in gewohnter Form und in begrenztem Umfang. Bei dieser Aktualität könnten Leserinnen und Leser auch auf ihre Zeitung verzichten und sich bei anderen Medien informieren. Jetzt wird es Zeit für ein vernünftiges Angebot der Arbeitgeberseite“, fordert Hermund.


Donnerstag 21.07.11, 07:00 Uhr
Frank-Patrick Steckel zum geplanten Ackermann-Auftritt im Schauspielhaus:

Eine Provokation

Der ehemalige Intendant des Bochumer Schauspielhauses Frank-Patrick Steckel hat einen Brief an die Oberbürgermeisterin und den Veranstalter des geplanten Ackermann-Auftritts im Schauspielhaus geschrieben:
Verehrte Frau Scholz, verehrter Herr Hellen –
was versprechen Sie sich von einem Auftritt von Josef Ackermann im Zusammenhang von HERAUSFORDERUNG ZUKUNFT?
Abgesehen davon – warum muss dieser Auftritt ausgerechnet im Schauspielhaus Bochum stattfinden?
Ich war von 1986 bis 1995 Intendant dieses Schauspielhauses. Und ich kann Ihnen versichern, dass ich Ihnen niemals die Gelegenheit gegeben hätte, eine stockreaktionäre, für jede Zukunft, die den Namen verdient, hoch verderbliche Person wie Herrn Ackermann – und obendrein noch den ebenfalls mehr als zweifelhaften Herrn Stoiber – eine Bühne betreten zu lassen, die der Kunst der Schauspieler und ihrem Bemühen um eine andere Welt vorbehalten ist.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Ihnen verborgen geblieben sein sollte, welche Rolle insbesondere die Deutsche Bank und Herr Ackermann bei den unheilvollen Entwicklungen gespielt haben, die, unter anderem,
Schlimmerem, die Zukunft unserer Schauspielhäuser aufs (fast schon verlorene) Spiel setzen.
Wenn ich darin nicht irre, handelt es sich bei der Anberaumung des Termins an diesem Ort um eine Provokation.
Sie werden sich auf einigen Protest gefasst machen müssen.
Frank-Patrick Steckel.


Mittwoch 20.07.11, 20:55 Uhr

Entschuldigung

Zwischen 16.00 Uhr und 20.30 Uhr war bo-alternativ.de offline. Da alle Redaktionsmitglieder sich in der Weltgeschichte rumtrieben und nicht vor dem Bildschirm saßen, wurde der Fehler erst um 19.30 Uhr von der Redaktion bemerkt. Eine Sicherungsdatei von 15.30 Uhr wurde auf den Server geladen und seitdem scheint alles wieder normal zu laufen. Der Fehler ist allerdings bisher nicht analysiert.


Mittwoch 20.07.11, 12:06 Uhr
Solidarität: Bis Sonntag keine Pressemitteilungen an WAZ und RN

Streik bei der Lokalpresse

Der Deutscher Journalisten-Verband und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di rufen von heute bis Sonntag zum Streik auf. Betroffen sind davon in Bochum die Lokalredaktionen von WAZ und Ruhr Nachrichten. Die Verlage wollen die Arbeitsbedingungen der RedakteurInnen weiter verschlechtern und niedrige Tariflöhne für BerufseinsteigerInnen zahlen. Zum großen Teil wird es den Zeitungen gelingen, trotz des Streiks das redaktionelle Umfeld für das Anzeigengeschäft sicher zu stellen. Es gibt schließlich zahlreiche freie JournalistInnen, die als StreikbrecherInnen zur Verfügung stehen. Auf jeden Fall ist es sehr solidarisch, wenn Gruppen, Initiativen und Organisationen bis Sonntag 24.00 Uhr keine Pressemitteilungen an die Lokalredaktionen schicken. Die Streikaufrufe von djv und von dju.


Mittwoch 20.07.11, 10:53 Uhr

10 Jahre Genua 1

Am Freitag, den 22. Juli findet um 20.00 Uhr im Sozialen Zentrum eine Veranstaltung zum Thema „10 Jahre Genua“ statt. In der Ankündigung heißt es: „Mitte Juli jähren sich zum zehnten Mal die Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua. Nie vorher und auch nicht nachher gab es größere und massivere Proteste gegen einen G8-Gipfel. 300000 Menschen demonstrierten, die sogenannte Rote Zone wurde versucht zu überwinden, viele neue Protestformen wurden ausprobiert. Überschattet wurde der Protest durch die enorme Polizeibrutalität, die Carlo Guiliani das Leben kostete. Der Infoladen der_notstand lädt aus diesem Anlass zu einer Veranstaltung ein. Mit Filmausschnitten und Zeitzeugen wird an diesem Abend dargestellt und diskutiert, was während der Proteste in Genua passierte? Wie kam es zu einem solch großen Protest? Warum waren die Tage in Genua so blutig?“


Mittwoch 20.07.11, 10:45 Uhr
DGB Tipps für SchülerInnen:

Was ist bei Ferienjobs zu beachten? 1

In Nordrhein-Westfalen stehen die Sommerferien vor der Tür. Für viele Schülerinnen und Schüler beginnt damit die Zeit der Ferienjobs. „Ferienjobs sind eine gute Möglichkeit, das Taschengeld aufzubessern und Einblicke in die Arbeitswelt zu bekommen“, sagt Tim Ackermann von der DGB-Jugend „Allerdings darf nicht jede Schülerin und jeder Schüler alle Tätigkeiten ausüben. Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt, unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen.“ Der DGB schreibt: »Das Jugendarbeitsschutzgesetz verbietet Kindern bis zum einschließlich 14. Lebensjahr zu arbeiten. Es gibt aber Ausnahmen. Mit Zustimmung der Eltern dürfen Kinder über 13 Jahren bis zu zwei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. Im landwirtschaftlichen Bereich sind drei Stunden täglich innerhalb dieses Zeitraums erlaubt. Voraussetzung ist, dass es sich um leichte Tätigkeiten handelt – das können zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitungen austragen oder Botengänge sein. mehr…


Mittwoch 20.07.11, 10:30 Uhr
Umsonst und draußen auf der Freilichtbühne Wattenscheid:

Bomba Estéreo

Am Freitag, 22. Juli um 19.30 Uhr geht auf der Freilichtbühne Wattenscheid das Odyssee-Festival 2011 „Musik der Metropolen“ weiter. Aus Kolumbien kommen Bomba Estéreo, die Cumbia und afro-karibische Champeta mit Trance, HipHop House kombinieren. Und zudem auch gerne noch mit Reggaeton, Dancehall und Rock spielen. Als Anheizer hat der Bahnhof Langendreer das Chupacabras Sound System mit „ihrem fetten Latin-Hop“ eingeladen. Die VeranstalterInnen „hoffen sehr, dass der Wettergott, sofern man das einmal personalisieren darf, ein Freund von globaler Feiermusik ist und im Gegensatz zum Auftakt letzte Woche die Sonne rein- bzw. rauslässt und die Regenschleusen dicht hält“.


Dienstag 19.07.11, 22:00 Uhr

Ackermann im Schauspielhaus?

Als der Rüstungslobbyist Norbert Lammert im Herbst 2007 zusammen mit Jürgen Flimm im Bochumer Schauspielhaus Texte zum Thema Krieg und Frieden las, hofften nicht wenige, dass die einstmals bedeutende Bochumer Kultureinrichtung nun ihr tiefstes Niveau erreicht habe. Schlimmer geht’s nimmer. Frank-Patrick Steckel schrieb in einem Brief an den damaligen Intendanten Elmar Goerden, „dass solche zweifelhaften Existenzen, wie Herr Lammert und Herr Flimm sie darstellen, allenfalls im Zuschauerraum eines Schauspielhauses, das künstlerisch auf sich hält, etwas zu suchen haben, keinesfalls aber auf der Bühne“. Es geht aber noch schlimmer: Am 21. September betritt Josef Ackermann assistiert von Edmund Stoiber und Ulrich Reitz die Bühne im großen Saal, um in der Redenreihe „Herausforderung Zukunft“ aufzutreten. Ackermann ist Chef der Deutschen Bank. Für ihn gibt es nur drei Unternehmensziele: Profit, Profit, Profit. Er ist Symbolfigur für die rücksichtslose Brutalisierung des real existierenden Kapitalismus in den letzten Jahren. Die damit einhergehende gigantische Umverteilung hat auch zur Ausplünderung der öffentlichen Haushalte geführt. Die Folge: Auch das Schauspielhaus ist fast pleite. Der Auftritt von Ackermann verspricht jedenfalls großes Theater.


Dienstag 19.07.11, 21:34 Uhr
Schuhhaus Klauser feiert die „Arisierung" jüdischer Geschäfte

Voswinkel gehört zu Klauser

Das Weblog Arisierung in Wuppertal berichtete am letzten Freitag: »Schuhhaus Klauser feiert die „Arisierung“ jüdischer Geschäfte!“ In Bochum gibt es einen Klauser Schuhmarkt im Ruhrpark. Hier und in der Innenstadt befinden sich auch je eine Filiale von Voswinkel, die auch zum Klauser-Konzern gehören. Auf dem Weblog heißt es weiter: »Mit Befremden stellen wir fest, dass das Wuppertaler Schuhhaus Klauser mit einer Großveranstaltung „ihr“ 75 jähriges Geschäftsjubiläum feiert,“ so der Wuppertaler Historiker Stephan Stracke. „Das Schuhhaus Klauser feiert damit die „Arisierung“ jüdischer Geschäfte! Noch erschreckender ist es, das Klauser kein Wort zum Schicksal der jüdischen Vorbesitzer verliert, die aus Deutschland flüchten mussten oder wie Emil und Pauline Rosendahl deportiert wurden und im KZ Theresienstadt den Tod fanden.« Der ganze Beitrag.


Dienstag 19.07.11, 21:13 Uhr

RUB.2013

Wann werden wir unseren Campus nicht mehr wiedererkennen?“, fragt die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung in ihrer neuen Ausgabe. Wenn ab dem kommenden Wintersemester im Zuge der Abschaffung der Studiengebühren und der Wehrpflicht sowie im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs 2013 voraussichtlich immer mehr Studierende auf den Campus strömen, wird das bereits bestehende Kapazitätsproblem der RUB noch deutlich größer werden. Die bsz nimmt die diesbezüglichen Lösungsvorschläge der Projektgruppe „RUB.2013“ kritisch unter die Lupe. Auch AStA-Referent Jan Keitsch hält die hochfliegenden Pläne der Uni-Leitung, die auf der Prämisse einer rechtzeitigen Fertigstellung des neuen GD-Gebäudes basieren, für unrealistisch: „Die Weichen für 2013 hätten bereits vor zwei Jahren gestellt werden müssen. Jetzt kann es nur noch um Schadensbegrenzung gehen – echte Lösungen wird es nicht mehr geben.“ mehr…


Dienstag 19.07.11, 21:09 Uhr

Genova 2001

Das Polit-Cafè Azzoncao schreibt: »Heute vor 10 Jahren begannen die großen Proteste gegen das G8-Treffen in Genova. Es sollten drei Tage des Protestes gegen die kapitalistische Wirtschafts- und Sozialpolitik der reichsten Staaten der Erde werden. Ein breites Spektrum unterschiedlichster Organisationen rief dazu auf. Die verschiedensten Aktionen, auch das Eindringen in die Verbotszone „zona rossa“, waren geplant.
– Der 19. Juli 2001 verlief mit einer 40 000 Tausend Menschen zählenden Demonstration zur Migrationspolitik und einem Manu Chau-Konzert erfolgreich und friedlich.
– Am Freitag, den 20. Juli 2001, beherrschte Gewalt Genova. Wochenlang war gegen die bevorstehenden Demonstrationen der G8-GegnerInnen aus Berlusconis Medienimperium gehetzt worden. Und die drei Rechtsparteien Forza Italia, Lega Nord und Alleanz Nazionale kündigten ein hartes Durchgreifen an. Was dann geschah hatte aber niemand erwartet: Planmäßige Überfälle auf Demonstrationen und massenhafte Menschenjagden einer hochgerüsteten Armada der Carabinieri und der Polizei. mehr…


Dienstag 19.07.11, 16:55 Uhr

Kürzungen beim Bochumer Jobcenter 1

Die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen der Linksfraktion schreibt in einer Pressemitteilung: »Den über 400 Jobcentern in Deutschland sollen im Haushaltsjahr 2012 nur noch 3,78 Milliarden Euro für SGB II-„Leistungen zur Eingliederung in Arbeit“ (Hartz IV) zugewiesen werden – 18,9 Prozent weniger als für das Haushaltsjahr 2011 und insgesamt 40,5 Prozent weniger als für das Haushaltsjahr 2010. Das geht aus dem von der Bundesregierung am 6. Juli 2011 beschlossenen Entwurf des Bundeshaushalts 2012 hervor. Für Bochum bedeutet dies eine Kürzung von etwa 35% im Vergleich zum Jahr 2010. Sevim Dağdelen, Bundestagsabgeordnete der Linken aus Bochum stellt dazu fest: „An Bochum ist die vermeintlich positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bisher vorbeigegangen. Jetzt auch noch die Mittel für eine aktive Arbeitsmarktpolitik zu kürzen ist der völlig falsche Ansatz. mehr…


Dienstag 19.07.11, 16:48 Uhr

Hohe Lasten durch West-LB

Die Soziale Liste schreibt: »Die geplante Zerschlagung der Westdeutschen Landesbank (West-LB)* wird auch für die Bochumer Steuerzahler und KundInnen der Sparkasse teuer werden, darauf weist die Soziale Liste im Rat hin. Insbesondere die gebildete „Erste Abwicklungsanstalt (EAA)“ wird die derzeitige und zukünftige „Ertragslage“ der Sparkasse Bochum erheblich belasten. „Die Stadt Bochum, deren Haushalte wesentlich auch aus den Überschüssen der Sparkasse finanziert werden, steht damit vor einem weiteren Haushaltsloch“, sagt Ratssprecher Günter Gleising. Die Informationen sind einer Mitteilung der Verwaltung zu entnehmen, die die Soziale Liste jetzt auf ihre Anfrage im Haupt- und Finanzausschuss erhalten hat. Insgesamt 106,5 Mio. Euro spart die Sparkasse für den „Sonderposten Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß §340 g HGB“ in den nächsten 25 Jahren an. 10 Mio. Euro davon sind für die Jahre 2010 und 2011 bereits für die „indirekte Verlustausgleichspflicht“ fällig. mehr…


Dienstag 19.07.11, 16:36 Uhr
Stellungnahme der Stadt Bochum zu ihrem jüngsten Skandal

Vorgehen oder Vergehen?

Unter der Überschrift „Vorgehen des Leiters des Schulverwaltungsamtes“ teilt das Presseamt der Stadt Bochum mit: »Im Rahmen der Beratungen der Verwaltungsvorlage „Zukunft der Hans-Böckler-Realschule“ ist am vergangenen Freitag (15. Juli) allen Ratsfraktionen eine schriftliche Information der Verwaltung zu den Anfragen der Fraktionen von SPD, CDU und „Die Grünen im Rat“ in der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Wissenschaft am Dienstag (5. Juli) zum Sachverhalt per Mail versandt worden. Beigefügt war dieser Mail eine weitere Mail des Leiters des Schulverwaltungsamtes, Ulrich Wicking, an den schulpolitischen Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ernst Steinbach. Der Inhalt dieser Mail steht im Widerspruch zu den in der Ratsvorlage vertretenen Positionen der Verwaltung. Über diesen Vorgang wurde in den vergangenen Tagen in der Presse ausführlich berichtet. mehr…


Dienstag 19.07.11, 15:32 Uhr
15 Euro Regelsatz für Hartz-IV-EmpfängerInnen für den Nahverkehr

„Sozialticket“ für 30 Euro

Der Bochumer VCD-Sprecher Jürgen Eichel schreibt: „Der Antrag von CDU und Grünen für ein Sozialticket zu den zuletzt genannten Bedingungen (Preisstufe A, monatlich zu kaufen, 29,90 EUR, ganzen Tag gültig, Zusatzticket möglich, Mitnahme ab 19 Uhr und am Wochenende nur Kinder) wurde heute im VRR-Verwaltungsrat in geheimer Abstimmung mit 22:19 beschlossen. Ein Antrag der SPD-Fraktion, die jetzt vorgesehene Ausstiegsklausel zu streichen und dafür zwei Varianten mit 9 Uhr-Ticket für 29,90 EUR und ganzen Tag gültiges Ticket für 34,90 EUR einzuführen, wurde mit 18 gegen 22 abgelehnt. mehr…


Dienstag 19.07.11, 14:04 Uhr

Bochumer Bus zur Syrien-Demo in Berlin

Eine Gruppe Studierender hat für nächsten Samstag, den 23. 7. einen Bus gechartert, der von Bochum aus zur Syrien-Demo nach Berlin fährt. Im Aufruf heißt es: „Unter der Gewaltherrschaft von Bashar Al-Assad sind im Zuge der friedlichen Demonstrationen in den vergangenen Monaten bereits mehr als zweitausend Menschen ums Leben gekommen. Wir laden alle, die Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und soziale Gerechtigkeit in Syrien unterstützen wollen dazu ein, am 23. Juli in Berlin zu demonstrieren. Tragen Sie auch dazu bei, den Gräueltaten und dem Völkermord des Assad-Regimes in Syrien ein Ende zu setzen. Für die Hin- und Rückfahrt der Teilnehmer aus dem Ruhrgebiet wurde eine Busfahrt nach Berlin organisiert!!! mehr…


Montag 18.07.11, 22:00 Uhr
BSZ: "Pfarrer ruft rassistische Ressentiments auf den Plan"

„Nicht die hellste Kerze in der Kirche“

Chantal Stauder schreibt in der am Mittwoch erscheinenden BSZ: »„Tötet die Deutschen“ lautet das Graffito, das seit kurzem an der Außenwand der Bochumer Christuskirche prangt. Thomas Wessel ist der zuständige Pfarrer dieser Kirche und fühlt sich nun als Deutscher rassistisch verfolgt. Auf der Webseite der Christuskirche hat sich auf seine Initiative hin eine von rassistischen Ressentiments beladene Diskussion um den Schriftzug entsponnen, für die vor allem der Pfarrer selbst den Boden bereitet hatte. Harsche Kritik an der Auseinandersetzung hat das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur geäußert. Empörung über gesprühte Tags und Sprüche im öffentlichen Raum sind ein beliebtes Feld, um sich lächerlich zu machen. Erst zu Beginn dieses Jahres hatte ein Redakteur der Nürnberger Zeitung für eine ähnliche Diskussion gesorgt. Ohne einen Anhaltspunkt über UrheberInnen und Bedeutung zu haben, behauptete er in einem Zeitungsartikel, ein junger Türke habe offenbar die Wände der gesamten Stadt mit dem Schriftzug „ACAB“ verschandelt. Dies sei ein türkischer Vorname und „einige türkische Jugendliche“, so behauptete der Redakteur, hätten „ein Bedürfnis, nur ja die Vorurteile zu verstärken und Öl in das von Sarrazin entfachte Feuer zu gießen.“ Er wusste nicht, dass dieses Kürzel bundesweit in fast allen Städten zu sehen ist und für „All Cops Are Bastards“ steht. Ein Fehler, der Wellen schlug, denn damit offenbarte er unfreiwillig die eigenen rassistischen Vorurteile. Bei der Debatte, die Pfarrer Wessel in Bochum angestoßen hatte, verlief es ähnlich.« Der vollständige Artikel.


Montag 18.07.11, 18:14 Uhr
Demonstration vor dem Essener Rathaus:

Her mit dem Sozialticket für 15 €!

Das Bochumer Sozialforum ruft am Dienstag, den 19. Juli, ab 9.00 Uhr zu einer Demonstration für ein Sozialticket, das den Namen auch verdient, vor dem Essener Rathaus auf. Hier tagt die VRR-Verbandsversammlung, die beschließen will, ein 30 Euro-teures Ticket als Sozialticket einzuführen. In dem Flugblatt, das auch der regionale DGB unterzeichnet hat, heißt es: “Das angekündigte Ticket ist nicht das Sozial-Ticket, das wir meinen. Und das uns Anfang 2010 von der schwarz-grünen Koalition im VRR versprochen wurde. Nach langjährigem öffentlichen Drängen von sozialen Initiativen, Gewerkschaften und anderen soll unter der Bezeichnung „Sozialticket“ jetzt ein neues Monatsticket eingeführt werden, das knapp 30 € kosten wird. Es ist schon erstaunlich, wie weit die beteiligten Verkehrsunternehmen sowie die Vertreter von SPD und CDU von der Lebenswirklichkeit der Menschen an Rhein und Ruhr entfernt sind. Sie jammern und schimpfen, drohten gar mit Boykott des Vorhabens, als ginge es um ihr ganz persönliches Portemonnaie. Ganz offenbar haben sie Angst, dass zu viele Betroffene das neue Angebot nützen könnten (!). Ein solches Verhalten sollte ihnen eigentlich die Schamesröte ins Gesicht treiben!” Das Flugblatt als PDF-Datei.