Gemeine Ruhrpott-Geschichten u.a. aus „Mordsschnellweg“, „Das Ekel von Datteln“ und anderen Krimis von und mit Reinhard Junge gibt es am Wochenende in der Regionalbahn 46 (Glückauf-Bahn, früher: „Nokia-Express“). Der Fahrplan: Am Samstag, den 9. Oktober:
Ab Bochum um: 10.04 h, 11.04 h, 12.04 h (jeweils Gleis 1)
Ab Gelsenkirchen um: 10.31 h, 11.31 h, 12.31 h (jeweils Gleis 25)
Am Sonntag, den 10 Oktober auf den selben Gleisen:
Ab Bochum um: 12.04 h, 13.04 h, 14.04 h
Ab Gelsenkirchen um: 12.31 h, 13.31 h, 14.31 h
Reinhard Junge weist in der Einladung daraufhin, dass kein Eintritt erhoben wird – aber eine gültige Fahrkarte wäre empfehlenswert!
Der Mieterverein Bochum sieht die Pläne der Stadt, für den Winterdienst Gebühren von den Hauseigentümern zu kassieren, die dann auf die Mieter umgelegt werden können, mit Skepsis. „Die Mieter in Bochum sitzen nicht auf Schätzen, die nur darauf warten, vom Kämmerer gehoben zu werden“, meint Aichard Hoffmann vom Mieterverein. Zwar gehe es für jeden einzelnen Haushalt nur um eher geringe Beträge, doch könnten auch MieterInnen jeden Euro nur einmal ausgeben. „Schon jetzt liegt die Wohnkostenbelastung bei bis zu 40 % des verfügbaren Haushaltseinkommens, bei Geringverdienern sogar darüber. Wenn das Wohnen weiterhin immer teurer wird, haben die Leute weniger Geld für den Konsum. Wenn eine Stadt bei den Gebühren mehr kassiert, hat sie hinterher bei der Gewerbesteuer weniger.“ So seien die geplanten 800.000 Euro Mehreinnahmen erstmal eine Luftnummer. mehr…
Am 7. Oktober ist der „Welttag für menschenwürdige Arbeit“. Für den Bochumer DGB Anlass, seine Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn zu erneuern: »Von den 29.000 erwerbsfähigen Menschen, die bei der ARGE Bochum gemeldet sind, waren 6.400 sogenannte Erwerbstätige. Sie verdienten nicht genug, um davon leben zu können. Diese Zahl der Menschen, die trotz eines Arbeitsplatzes von Armut betroffen sind, nimmt ständig zu, warnt DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. „Die Krise ist erst dann zu Ende, wenn die Menschen wieder Arbeit haben und davon auch leben können.“ Als Folge der Wirtschaftskrise seien immer mehr Arbeitskräfte gezwungen gewesen, einer prekären Beschäftigung nachzugehen. mehr…
Die Ratsfraktion Die Linke will die Erkenntnisse aus dem Verkehrssymposium „Radfahren in Bochum, aber sicher!“ nutzen, „um sich für eine deutliche Verbesserung des Fahrradverkehrs in Bochum einzusetzen“. Schließlich habe selbst die Stadtspitze in Gestalt von Dezernentin Jägers zugegeben, dass es in Bochum in dieser Frage erhebliche Defizite gibt. Deshalb begrüßt es die Fraktion, dass durch sie und durch Stadtbaurat Dr. Kratzsch dieses Thema jetzt endlich zur Chefsache werde. Fraktionsvorsitzender Uwe Vorberg: „Die ablehnende Reaktion der IHK auf den Vorschlag, den Radweg auf der Wittener Straße weiter auszubauen, zeigt uns, welche Widerstände noch überwunden werden müssen. mehr…
Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) schreibt: »In dieser Woche starten in Bochumer Betrieben die Wahlen für die Jugend- und Azubi-Vertretungen (JAV). Die IG BAU hat den Nachwuchs in den Betrieben und Behörden aufgerufen, die Chance zu nutzen und einen Jugendrat zu wählen. „Junge Beschäftigte, Azubis, Praktikanten und Werkstudenten brauchen eine Stimme, die ihre Interessen gegenüber dem Chef vertritt“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund, Gerhard Kampschulte. mehr…
Zur kürzlichen Eröffnung der neuen Lidl-Filiale in Dahlhausen hat es rund um den Internationalen Kulturverein Dahlhausen e.V., Regenbogen ein paar spektakuläre Aktionen gegeben. Das Faltblatt „FISL endlich auch in Dahlhausen“ dokumentierte Zeitungsberichte und einen Wikipedia-Text, in denen Kritik am Geschäftsgebaren des Discounters formuliert wird. Der Flyer als PDF-Datei. Das nebenstehende abgebildete Motiv mit Sigi Sichermann, Ernst Wohltat, Erna Emsig und Heide Schnapp war drei mal vier Meter groß auf einer Plakatwand vis a vis vom Lidl- Eingang plakatiert.
Eine ausführliche Kritik an Lidl ist auf der ver.di-Webseite zur Lidl-Kampagne zu finden.
Die Titelgeschichte der am morgigen Mittwoch erscheinenden BSZ beschäftigt sich mit dem Thema: „Zurück zum Abitur in neun Jahren“. Die BSZ geht der Frage nach, was Bochumer Schulen davon halten und welche Probleme entstehen, wenn es heißt: Wieder runter vom Gas beim Abitur. Weitere Themen sind: mehr…
Die Soziale Liste Bochum, erklärt sich solidarisch mit den DemonstrantInnen gegen den Bahnhofsneubau Stuttgart 21 und schreibt dazu: „Wir haben die Bilder gesehen und die Berichte in den Medien verfolgt und sind empört angesichts solch brutaler Polizeigewalt gegenüber friedlichen Menschen, die lediglich von ihrem demokratischen Demonstrationsrecht Gebrauch machen. Wir fordern die politisch Verantwortlichen für die brutalen Polizeieinsätze auf, umgehend zurück zu treten! Unsere ungeteilte Unterstützung gilt nicht nur den Opfern staatlicher Willkür, sondern auch den zehntausenden mutigen Menschen, die sich immer und immer wieder versammeln, um gegen Steuergeldverschwendung und Umweltzerstörung auf die Straße zu gehen. Euer Kampf ist vorbildlich und macht uns und allen Menschen Mut, die etwas in dieser Gesellschaft verändern wollen!
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittleres Ruhrgebiet veröffentlichte vor wenigen Tagen eine Pressemitteilung unter dem Titel: „Beibehaltung der vierspurigen Wittener Straße zwingend notwendig.“ Der Vorsitzende des ADFC Bochum Klaus Kuliga erwidert darauf mit einer Stellungnahme unter dem Titel „IHK: Nur Autos im Kopf“. Darin heißt es: »Der Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet hat seine ideologische Verblendung unter Beweis gestellt, indem er die Beibehaltung der vierspurigen Wittener Straße für „zwingend notwendig“ erklärt. Die Verwaltung der Stadt Bochum schlägt vor, die Leistungsfähigkeit der Wittener Straße dadurch zu erhöhen, dass für Radfahrer endlich zumutbare Verhältnisse geschaffen werden. Dabei sind auch noch wesentliche Verbesserungen für den Busverkehr möglich. Das stößt auf den entschiedenen Widerspruch der Auto-IHK. Dabei unterschlägt Herr Neinhaus die Tatsache, dass auf der Wittener Straße Fahrbahnflächen frei geworden sind, weil die Straßenbahn unter die Erde verlegt wurde – mit Millionenaufwand. Für den Radverkehr bedeutet die vorgeschlagene Planung das Ende jahrzehntelanger Diskriminierung – auf einer Länge von gerade mal 500 Metern! mehr…
Am Donnerstag, den 7. 10. spielt Irie Révoltés im Bahnhof Langendreer. Das Konzert beginnt um 20:00 Halle mit Chaoze One. Radio El Zapote kündigt das ganze an: »Hier wird mit Verstand jede Bühne gerockt. Irie Révoltés schaffen es, ihren politische Botschaften mal richtig Dampf zu machen. Die sozialkritischen Texte, mal gerappt, mal gesungen, mal französisch, mal deutsch, beziehen Stellung zum alltäglichen kapitalistischen Wahnsinn und Problemen wie Migration, Klimawandel etc., die dieser mit sich bringt. HipHop, Ska, Reggae und Dancehall, da wird ordentlich umgerührt, da werden Genregrenzen überschritten und Hemmschwellen gebrochen. mehr…
Montag 04.10.10, 22:00 Uhr
BSZ-Interview zur aktuellen sozialpolitischen Entwicklung
In der am Mittwoch erscheinenden BSZ wird der unabhängige Sozialberater Norbert Hermann in einem Interview gefragt: Wie bewerten Sie die aktuelle sozialpolitische Entwicklung? Norbert Hermann: Nach bald sechs Jahren Hartz IV sind sehr viele Menschen physisch, nervlich und seelisch am Ende. Möglicherweise vorhandene Ersparnisse sind aufgebraucht, und es stellt sich Ersatzbedarf ein für Kleidung, Schuhwerk und Wohnungsausstattung. Dafür soll zwar ein „Ansparbetrag“ in Höhe von etwa 50 Euro in der Regelleistung enthalten sein, das Geld reicht aber vorne und hinten nicht. Aus dieser Not heraus nehmen die Menschen die Tafeln in Anspruch. Aber auch die Armutskriminalität steigt: Nach Mitteilung des Seniorenbeauftragten der Bochumer Kriminalpolizei sind Seniorinnen und Senioren in Bochum heute in höherem Maße Täter im Bereich Kleinkriminalität als deren Opfer. In der Strafanstalt „Plötzensee“ in Berlin sitzt jede_r Dritte nur ein wegen Schwarzfahrens. Das hartnäckige Sträuben der Landes- und Lokalpolitik gegen ein Sozialticket kann in diesem Zusammenhang nur als gemeinwohlgefährdend bezeichnet werden. mehr…
Montag 04.10.10, 20:00 Uhr
Lesung mit Pedro Holz im Strandcafé an der Ruhr-Uni
Die zweisprachigen Texte des Lyrik-Bandes „Ir y venir / Kommen und Gehen“ des chilenischen Autors Pedro Holz haben es in sich: Sie berichten von der Konfrontation des ehemaligen Mitarbeiters der 1973 von der Pinochet-Diktatur weggeputschten Allende-Regierung mit dem neuen Chile Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre, aber auch von Liebe und Zukunft. Am 13. Oktober liest der Verfasser ab 18 Uhr in der Strandbar an der Ruhr-Uni aus seinem Werk. Einige der Texte stammen aus seinem bereits 1991 erschienenen Band „Gedichte zum Thema Exil und Rückkehr“; die Mehrzahl der Texte, die von der beständigen Reise zwischen den Kulturen handeln, ist jedoch bis heute unveröffentlicht geblieben und wird sicherlich bei der Lesung ihren Platz finden. Der Chilene ist in Deutschland kein Unbekannter, und Deutschland ist ihm nicht unbekannt. Pedro Holz wurde 1938 in Berlin geboren. Im Alter von elf Jahren kehrte sein chilenischer Vater 1949 mit der Familie nach Chile zurück. Die Pinochet-Diktatur brachte ihn aufgrund seiner Mitarbeit in der Regierung Allende und seines gewerkschaftliches Engagements ins Gefängnis. Er konnte jedoch fliehen und verbrachte danach die meiste Zeit seines 15-jährigen Exils in Bochum.
1991 erschien in Bochum in der Edition „Wort und Bild“ sein erstes Buch „Gedichte zum Thema Exil und Rückkehr“ und 2003 bei freiraum e.V. „Bilder die der Abend malte“, eine zweisprachige Veröffentlichung von Kurzgeschichten. In den Jahren 2002 und 2003 machte Pedro Holz mit dem Band „Die kleine Welt des Herrn Kaiser und andere sehr kurze Geschichten“ (Asso Verlag, Oberhausen 2002) zwei Lesereisen durch Deutschland. Bei einer weiteren Lesereise 2007 wurde sein Buch „Heimreise in die Fremde“ (ila-Verlag, Bonn) vorgestellt. Hierbei brachte der Autor erstmals auch einige seiner Gedichte auf die Bühne und die Idee für “Ir y venir †war geboren. Das Ergebnis wird am 13. Oktober auf dem Campus der Ruhr-Uni zu hören sein.
„Krach schlagen statt Kohldampf schieben“, so der DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund „ist angesichts der zynischen Politik der Bundesregierung die angemessene Reaktion auf die neuen Hartz-IV-Sätze.“ Der DGB in Bochum schließt sich dem Aufruf der Erwerbsloseninitiativen zur Demonstration in Oldenburg am 10. Oktober an. Das ungläubige Staunen, dass mit der Streichung des Elterngelds für Hartz-IV-Beziehende in erwünschte und unerwünschte Kinder unterschieden wird, ist mittlerweile dem Zorn gewichen. mehr…
Das Bochumer Sozialforum trifft sich am heutigen Montag um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum. Thema Nummer 1 ist die Vorbereitung auf das Bündel von Aktivitäten im heißen Herbst. Es gibt außerdem eine Bewertung der Entwicklung beim Sozialticket. Schließlich steht auf der Tagesordnung noch ein Bericht vom Bündnis für soziale Gerechtigkeit und es gibt Überlegungen zur Vorbereitung des Tortenprozesses.
Die niederländische Autorin Myrthe Hilkens liest am Donnerstag, 7. Oktober 2010 um 19 Uhr im Frauenarchiv Leihse an der Ruhr-Uni, FNO 02/15 aus ihrem Buch „McSex – Die Pornofizierung unserer Gesellschaft“. Die Lesung ist eine Veranstaltung für Frauen. Über das Buch schreibt der Orlando Verlag: „Myrthe Hilkens gehört selbst einer sexuell befreiten Generation an und hat kein Interesse daran, in prüde, sexfeindliche Zeiten zurückzukehren, doch irgendwann merkte sie, wie die Sex- und Schönheitsindustrie besonders junge Frauen in ein neues Korsett zwingt. Mit sexueller Befreiung hat das nichts mehr zu tun. Für ihr Buch hat die Autorin mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gesprochen und Medienberichte und wissenschaftliche Untersuchungen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: mehr…
Am Donnerstag, den 7.10. trifft sich die Humanitäre Cuba Hilfe (HCH) um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer. Auf der Tagesordnung steht u.a. eine Nachlese des Tags der offenen Tür im neuen Lager der HCH und die Vorbereitung eines „Lagertages“ am Samstag, den 9.10. um die vielen Sachspenden ein zu sortieren. Dann gibt es Berichte aus Mali und Cuba. Barbara Baars berichtet über ihre Erkundungsreise zu medizinischen Laboren in Mali. Schließlich sind noch Pedro Holz und Isabel Carcamo zu Gast. Sie berichten über die Situation der Erdbebenopfer in Chile und was aus der Hilfe geworden ist, die u.a. von der HCH organisiert wurde.
Die AG Bildungsstreik Bochum ruft „zur Teilnahme an dezentralen Solidaritätsaktion mit den Protesten gegen Stuttgart 21 auf. Unser Mitgefühl gilt den durch Polizeigewalt verletzten Menschen in Stuttgart, unsere Solidarität dem Widerstand dort.“ Weiter heißt es in dem Aufruf: »Mehrere Tausend Schülerinnen und Schüler haben sich am Donnerstag am „Schulstreik gegen Stuttgart 21“ beteiligt und ihre Forderung unterstrichen, Milliarden Steuergelder nicht für unsinnige Prestigeprojekte, sondern für Bildung und Soziales auszugeben. Im Laufe des Tages kamen immer mehr Menschen zur Demonstration in den Stuttgarter Schlosspark, um gegen dessen geplante Abholzung zu protestieren. mehr…
Seit Jahren führt Klaus Kunold, Vorstandsvorsitzender der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) als Zeitzeuge von „damals“ Interessierte auf seinem Stadtrundgang zu Orten in der Bochumer Innenstadt, die an die NS-Zeit erinnern. Die Machtübergabe an die Faschisten und ihre Folgen: Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner und der Bochumer Juden lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag dieser Stadt an vielen Orten erfahrbar machen. Bei dieser VHS-Veranstaltung, am Sonntag, den 10.10., Treffpunkt 14.00 Uhr vor dem Rathaus an der Glocke, soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ für die Menschen, die hier lebten, bedeutete.
Am 14. Oktober findet ab 21 Uhr im Ausländer_innen-Zentrum (AZ) an der Ruhr-Uni die queer sphere #1 statt. „Eintritt frei – auch für Pandabären!“ wird in der Einladung versprochen. Weiter heißt es: „Die queer sphere ist der Versuch, eine queere Party mit politischem Anspruch und linksalternativem Selbstverständnis in Bochum zu eröffnen. Nachts sind alle Katzen queer? Auf der queer sphere ganz besonders. Homo, hetero, bi oder irgendwas dazwischen? Alle Gender, gleich welcher sexuellen Orientierung, sind herzlich willkommen! Für die musikalische Beschallung wird DJane Ladykiller mit ihrer persönlichen Mischung aus Elektro/Pop/Punk sorgen. Das queere Bochumer NachtCafé will euch nun tanzen sehen! Gender is not something that one is, it is something one does…“
Das Anti-Atom-Plenum Bochum mobilisiert zum Widerstand gegen die angekündigten Castortransporte von Ahaus in das russische Atomzentrum Majak und den anstehenden Castortransport nach Gorleben. In einem Bericht heißt es: »Nachdem sich gegen den Plan, die Castorbehälter aus Rossendorf unbemerkt von der Öffentlichkeit und im Schatten des spektakuläreren Gorleben Castors nach Russland zu verschieben, dennoch ein breiter Widerstand gebildet hat, ist der Transporttermin zunächst verschoben worden. Gestern haben sich dann die Nachrichten in Sachen Ahaus-Russland-Castor etwas überschlagen – hier die Ergebnisse und Konsequenzen: mehr…
Die Bochumer Ruhr Nachrichten berichten heute über einen Versuch des Grünen Fraktionsvorsitzenden in Rat Wolfgang Cordes, seinen Parteifreund Manfred Busch zu entlasten. Der Kämmerer der Stadt hatte vor der letzten Ratssitzung SPD und Grüne frühzeitig mit Vorlagen versorgt und den Oppositionsparteien diese Unterlagen aber erst unmittelbar vor der Sitzung zur Verfügung gestellt. Wolfgang Cordes soll, so die Ruhr Nachrichten, behauptet haben, dass Busch „keine Bringschuld“ für solche Informationen habe. Den Linken warf Cordes sogar vor, dass sie es versäumt hätten, den Kämmerer persönlich zu fragen. Dies haben die Linken zum Anlass genommen, nun die Oberbürgermeisterin in einer Anfrage zu einer Stellungnahme zu zwingen. Sie nehmen die Behauptung von Cordes auf und fragen u. a.: „Wenn Fraktionen eine Beschlussvorlage für eine Sitzung haben wollen, haben dann die Fraktionen eine Holschuld beim Dezernenten / der Dezernentin? Oder gibt es umgekehrt eine Bringschuld der Verwaltung?“ Der RN-Artikel. Die Anfrage der Linken.
Die Linksjugend schreibt: »Gemeinsam mit vielen anderen AntifaschistInnen nahmen am 29. September auch Mitglieder von Linksjugend [’solid] Bochum an der Demonstration gegen Nazis in Dortmund teil. Hintergrund war die vorzeitige Haftentlassung des Nazi Skins, der vor fünf Jahren einen linken Punk an einer U-Bahn Haltestelle mit einem Messer niedergestochen und getötet hatte. Christian Leye von solid: „Diese Demo war ein voller Erfolg. Wir haben es geschafft, den Nazis in ihrem so genannten „Nationalen Zentrum“ in Dorstfeld die Willkommensfeier für einen Mörder aus ihren Reihen zu vermiesen. mehr…
Donnerstag 30.09.10, 14:00 Uhr
Die Linksfraktion zum geplanten Stellenabbau in der Verwaltung:
Die Linksfraktion im Rat schreibt: »Überrascht musste die Ratsfraktion Die Linke der Presse entnehmen, dass es in der Verwaltung Planungen geben soll, wonach der bisher geplante Abbau von 500 Stellen bei der Stadtverwaltung bis 2015 noch nicht das Ende der Fahnenstange sein soll. Sollten sich die veröffentlichen Zahlen von 800 Stellen bis 2020 bestätigen, befürchtet die Linksfraktion eine massive Verschlechterung der Leistungen der Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger. Eine weitere Arbeitsverdichtung bei den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann die wegfallenden Stellen nicht kompensieren. „Das ist für die Kolleginnen und Kollegen nicht zumutbar“, so der Fraktionsvorsitzende Uwe Vorberg. „Wir brauchen auch in der Stadtverwaltung vernünftige Arbeitsbedingungen. Außerdem fordern wir die Verwaltung auf, eventuelle Planungen in diese Richtung offenzulegen. Es sorgt doch nur für unnötige Unruhe unter den städtischen Beschäftigten, wenn jetzt in der Presse andere Zahlen als bisher bekannt auftauchen. Auch wir als Fraktion wollen nicht aus der Presse von solchen Planungen erfahren.“«
Am Montag, den 4.10. findet um 19:30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung mit Marjorie Jobson von der Khulumani Support Group in Südafrika statt. Sie berichtet über die Aktion: „Südafrikanische Apartheidopfer klagen gegen Daimler und Rheinmetall“. In der Ankündigung heißt es: »Daimler, Rheinmetall & Co. unterstützten die Apartheid in Südafrika. Die Opfer fordern Gerechtigkeit. Wir auch! Die rassistische Unterdrückung während der Apartheid in Südafrika kostete Tausende Menschenleben. Die zwischen 1996 und 1998 in Südafrika arbeitende Wahrheits- und Versöhnungskommission versuchte, Opfer und Täter in einen Dialog zu bringen. Dort hatten auch internationale Konzerne die Möglichkeit, ihre Rolle während der Apartheidzeit zu thematisieren, entsprechende Konsequenzen zu ziehen und Verantwortung zu übernehmen. Sie ließen diese Chance weitestgehend ungenutzt. mehr…
Am Samstag, den 2. Oktober spielt die Compania Bataclan ab 21.00 Uhr in der Kneipe im Bahnhof. Der Eintritt ist frei. In der Ankündigung heißt es: »Compania Bataclan ist eine 7-köpfige Band aus Bochum/Witten/Dortmund. Musikalische Vielseitigkeit verbindet sich mit politischem Anspruch. Texte aus eigener Feder oder von Brecht/Weill werden mit unterschiedlichsten Mixturen unterlegt. Heraus kommt ein spannender Soundclash; ob Balkan-Klezmer, Französische Musette, Reggae oder Ska – Compania Bataclan tanzt auf vielen musikalischen Hochzeiten – frei nach dem Motto der amerikanischen Anarchistin Emma Goldman „Wenn ich nicht tanzen kann, ist es nicht meine Revolution.“ mehr…
Donnerstag 30.09.10, 07:00 Uhr
Christoph Zöpel attackiert den Chef der Bochumer katholischen Kirche:
Es gibt in Bochum einen Verein „Bürgeraktion für bedrohte Bochumer Kirchen e.V.“. Er schreibt über seine Ziele: „Wir wollen dazu beitragen, dass die über den innerkirchlichen Bereich weit herausragende Bedeutung von Kirchengebäuden in Bochum stärker in das allgemeine Bewusstsein gerückt wird. Wir streben an, dass die anstehenden Entscheidungen über das weitere Schicksal hiesiger Kirchenbauten, die unausweichlich nicht mehr für Kultzwecke genutzt werden sollen, das Ergebnis einer Wertung sein soll, an der alle betroffenen Kreise beteiligt sind.“ Vorsitzender des Vereins ist der ehemalige NRW Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr Christoph Zöpel. In einem Schreiben an die Mitglieder und InteressentInnen des Vereins schreibt Zöpel u. a.: „Während die Kontaktmöglichkeiten mit der Evangelischen Kirche problemlos sind, existieren sie mit der katholischen Kirche nicht. Herr Propst Ludwig lehnt einen Kontakt mit der Bürgeraktion ab, wiewohl ich ihn mehrfach darum gebeten habe. Mein persönliches Empfinden dazu ist, dass mir gegenüber schlicht unzivilisiertes Verhalten vorliegt. Das könnte mir gleichgültig sein, wenn die verfassungsrechtliche Stellung der Kirchen hier nicht Fragen nach dem Demokratieverständnis aufwerfen würde, und das ist dann nicht mehr gleichgültig.“
„Bekanntermaßen“, so der DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund „bewegt sich der Arbeitsmarkt immer im Nachgang zur wirtschaftlichen Entwicklung. In Bochum klafft eine zunehmende Lücke zwischen der offiziellen Arbeitslosigkeit und der realen Zahl der Menschen ohne Arbeit. Diese Zahl Unterbeschäftigten im Bereich der Arbeitsagentur Bochum ist um über 7.000 höher als die Zahl der Arbeitslosen, da Arbeitslose in Maßnahmen nicht mitgezählt werden. Vor Beginn der Wirtschaftskrise 2008 wurden nur 4.700 ohne Arbeit bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Dieser Anstieg von Maßnahmen verdeckt die eigentlichen Probleme.“ mehr…
Das kommunale Kino der VHS zeigt am morgigen Donnerstag, den 30. September um 19.00 Uhr im Stadtarchiv, Wittener Str. 47 den Film „… in Bochum war es fast am schlimmsten!“ – Bochumer Schüler auf den Spuren des ehemaligen jüdischen Zwangsarbeiters Rolf Abrahamsohn. In der Ankündigung heißt es: »“Ich bin der Meinung, dass man diese … Zeit nicht vergessen sollte, damit so was nie wieder vorfällt.“ So begründet die Schülerin Sevilay ihren Entschluss, an dem Film über Rolf Abrahamsohn mitzuwirken und dessen Schicksal auch späteren Schülergenerationen zugänglich zu machen. Rolf Abrahamsohn wurde als 14jähriger nach Riga deponiert, weil er Jude war und anschließend zur Zwangsarbeit nach Deutschland zurückgeholt. Das Schicksal eines Zwangsarbeiters teilt er mit Millionen anderen Menschen, die im Zweiten Weltkrieg in Deutschland zur Arbeit herangezogen wurden.« Näheres.
Mittwoch 29.09.10, 19:05 Uhr
Gehörlosentheater Piano aus Nischij-Nowgorod/Russland
Am Freitag, den 01. Oktober gastiert das russische Gehörlosentheater „Piano“ mit dem Stück „Wings for Clowns“ im Bochumer Kulturrat, Lothringer Str. 36c in Bochum-Gerthe. Um 10.30 Uhr ist eine Schulvorstellung angesetzt (5€, Reservierung notwendig), die Abendvorstellung um 19 Uhr kostet 8€/erm. 5€. Die VeranstalterInnen schreiben zu diesem Ausnahmeevent auf Bochumer Boden: „Leise Töne, ganz schön stark … Anlässlich der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 schlägt das international erfolgreiche Gehörlosen-Theater „Piano“ aus Nischnij Nowgorod/Russland im Rahmen des TWIN-Projektes „Piano“-Fortissimo (…) eine kulturelle Brücke zwischen Russland und Deutschland, Gehörlosen und Hörenden, Kindern und Erwachsenen. „Piano“-Fortissimo ist eines der wenigen Projekte der RUHR.2010, das kulturelle Aktivitäten von Menschen mit Beeinträchtigungen in den Mittelpunkt stellt. mehr…
Mittwoch 29.09.10, 12:00 Uhr
Bezirksregierung fordert die Stadt auf, das Baumfällen zu stoppen
Die Bezirksregierung in Arnsberg hat sich in den Streit um die Bäume im Malerviertel eingeschaltet. Betroffene Mieter hatten sich mit einer Beschwerde über die umstrittene Fällgenehmigung für die geschützten Bäume an die Bezirksregierung gewandt. Das hat jetzt der Bochumer Mieterverein mitgeteilt. Kurz vor Ablauf der Schonfrist – ab dem 1. Oktober könnte die Fällgenehmigung wieder vollzogen werden – hat Arnsberg jetzt die Stadt Bochum aufgefordert, „sicherzustellen, dass bis zu einer abschließenden Bearbeitung des laufenden Petitionsverfahrens durch Inanspruchnahme der Fällgenehmigungen keine unumkehrbaren Fakten geschaffen werden“. mehr…
Am Samstag, den 9.10. findet um 14.00 Uhr im Sozialen Zentrum die zweiten NRW-weite Vollversammlung (VV) für autonome Politik statt. Das Ganze soll ein Forum sein, „in dem Erfahrungen ausgetauscht und auch kritische Auseinandersetzungen solidarisch auf gemeinsamer politischer Grundlage geführt werden können“.Auf einer ersten VV im August war vor allem der organisatorische Rahmen hierfür abgesteckt worden. In der Einladung heißt es jetzt: mehr…
„Die Kürzungsorgie muss gestoppt werden. Durch eine Millionärssteuer, die Anhebung des Spitzensteuersatzes und eine internationale Finanztransaktionssteuer müssen das Kapital und die Wohlhabenden in der Gesellschaft viel stärker in die Pflicht genommen werden. Statt der sozialen Verbrechen Hartz-IV und der Rente ab 67 brauchen wir eine Mindestsicherung, die sich wirklich an den Bedürfnissen orientiert und die ohne Sanktionen gewährt wird. Dafür ist Widerstand gegen den sozialen Kahlschlag von schwarz-gelb nötig. Bochumerinnen und Bochumer sind aufgerufen, an den von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen organisierten Protesten teilzunehmen, um den Rest unseres Sozialstaates zu schützen und den Entsolidarisierungstendenzen entgegen zu wirken“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete Der Linken anlässlich der am 29. September beginnenden Herbstproteste der Gewerkschaften und sozialen Bewegungen zu dem Kürzungsprogramm der Bundesregierung. Dagdelen weiter: mehr…
Am morgigen Mittwoch findet im Museum ein Verkehrssymposium „Radfahren in Bochum, aber sicher!“ statt. In der Einladung zu einem Pressegespräch zu dieser Tagung schreibt das Presseamt der Stadt: „Insbesondere auf kürzeren Strecken ersetzt das Rad bereits jetzt häufig Fahrten mit dem Auto. Die Stadt Bochum will diese Entwicklung fördern und den Radverkehr nicht nur in die Verkehrsplanung, sondern auch in den Wohn- und Lebensraum einbinden.“ Zum Thema Radverkehr hat Klaus Kuliga, der Vorsitzende des ADFC in Bochum kürzlich unter dem Titel „Radfahrer-Hölle Bochum“ geschrieben: „Manchmal könnte man ja auf den Gedanken kommen, irgendwo in den Schaltzentralen der Macht in unserer heißgeliebten Stadt gebe es Leute, die sich im Stillen sagen: ‚zur Hölle mit den Radfahrern‘. Sagt natürlich keiner. mehr…
Die AG Kritische Kulturhauptstadt schreibt: »Wenn die Kulturhauptstadt 2010 vorbei ist, wird Bilanz gezogen. Eigentlich ist das Ergebnis jetzt schon klar: Die beteiligten Offiziellen werden das große Kulturfest bejubeln und die wichtigen kreativwirtschaftlichen Akzente, die angeblich gesetzt wurden, hervorheben. Die AktivistInnen der Sozio-, Off- und Subkultur werden jammern, weil sie nichts oder nur Krümel vom Kuchen bekommen haben. Wird nach dem Jammern und Jubeln über 2010 hinaus von der Kulturhauptstadt noch etwas übrig bleiben? Was jede Zeit und jedes Vergessen überdauern wird, sind die Toten und Verletzten der Loveparade. Die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 wird immer mit dieser Katastrophe verbunden bleiben. mehr…
Dienstag 28.09.10, 08:00 Uhr
Radweg auf der Wittener Straße zwischen Ferdinandstr. und Steinring?
Am 9. September hatte der Ausschuss für Umwelt, Ordnung, Sicherheit und Verkehr der Stadt Bochum eine Beschlussvorlage mit dem Titel „Einrichtung von Radverkehrsanlagen auf der Wittener Straße zwischen Ferdinandstraße und Steinring sowie niederflurgerechter Ausbau der Haltestellen ‚BP/ARAL Haus‘ und ‚Lohring'“ auf der Tagesordnung. Die Verwaltung sieht hier im Zuge einer Erneuerung der Fahrbahndecke die Chance, Radverkehrsstreifen aufzumarkieren. Zur Begründung wird gesagt: „Gerade in diesem Bereich hat die Wittener Straße, auch unter dem Aspekt einer Steigerung der Nahmobilität in Zusammenhang mit der Bewerbung um Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte (AGFS), eine zentrale Erschließungs- und Verbindungsfunktion zwischen dem Stadtteil Altenbochum und der Innenstadt. Gleichzeitig bildet dieser Abschnitt einen Lückenschluss der bereits hergestellten Radverkehrsanlagen auf der Wittener Straße“. Genau so sieht das auch der ADFC Bochum und schreibt: »Während der Ausschusssitzung wurde den Entscheidungsträgern klar, dass Radverkehrsanlagen und Verbesserungen für den ÖPNV in diesem Straßenabschnitt nicht vereinbar sind mit vier durchgehenden Fahrstreifen für den Autoverkehr. mehr…