Archiv - November 2009
bsz #808: Primatenfolter an der RUB
An der RUB sollen trotz gegenteiliger Versprechen auch weiterhin Versuche am offenen Gehirn von Affen durchgeführt werden. Die aktuelle bsz spricht in diesem Zusammenhang von Wortbruch: Noch Ende letzten Jahres hieß es, dass mit dem Ausscheiden von Prof. Dr. Klaus-Peter Hoffmann im Sommer Schluss sein sollte mit den auch in Fachkreisen höchst umstrittenen Tierversuchen. Nun wurde die Weiterführung der brutalen Experimente aber doch beim Land NRW beantragt - bisher ohne spürbaren Gegenwind der Hochschulöffentlichkeit. Außerdem gibt die bsz einen Überblick über den „Herbst der Unzufriedenheit” unter den europäischen Studierenden. Die Einschätzung, dass es auch in Bochum brodele, hat sich durch die Besetzung des HZO 10 an der Ruhr-Uni inzwischen als richtig erwiesen. Die bsz hat Hintergrund-Infos zur Vollversammlung und zu den europaweiten Protesten gesammelt. Ebenfalls im Blatt: In Großbritannien ist die “Renaissance der Kernkraft” in voller Blüte - unter tatkräftiger Unterstützung des deutschen Energieriesen RWE. Die neue bsz als pdf-Datei.
Versprochen - gebrochen?
Die Geschäftführerin des “Paritätischen” Brigitte Ponath hat folgenden offenen Brief an die Fraktionen im Rat der Stadt Bochum geschickt. “Bei einem Treffen der Träger von Sozialeinrichtungen in dieser Woche haben sich die Anwesenden einstimmig dafür ausgesprochen, an Sie zu appellieren, im Bereich Jugend, Gesundheit und Soziales keine Kürzungen der städtischen Zuwendungen vorzunehmen. Bei der Veranstaltung zur Kommunalwahl am 28.5.09 im Haus der Begegnung haben die Vertreter Ihrer Partei versichert, dass Ihre Fraktion keinen Kürzungen in den o.g. Bereichen zustimmen wird. In gleicher Weise haben sich die VertreterInnen der anderen Parteien, mit Ausnahme der Grünen, geäußert. Zu diesem Zeitpunkt war bereits bekannt, dass der städtische Haushalt 2009 vom Regierungspräsidenten in Arnsberg nicht genehmigt worden ist. (weiterlesen)
Bildungsproteste gehen weiter
Die OrganisatorInnen des Bochumer Bildungsstreiks schreiben: »Nach einer Spontandemonstration durch die Bochumer Innenstadt mit über 300 TeilnehmerInnen haben Studierende gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern und anderen gesellschaftlichen Kräften am Dienstagabend den größten Hörsaal der Ruhr-Universität besetzt. Zunächst hatten hunderte Protestierende die Universitätsverwaltung geentert und den Senatssitzungssaal gestürmt. Um mehr Platz für die Selbstorganisation zu haben, sind die DemonstrantInnen in den Hörsaal HZO10 umgezogen. Dort organisieren sie sich in Arbeitsgruppen, um den weiteren Protest gegen die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem zu organisieren. Am Donnerstag werden die Studierenden im gleichen Hörsaal auf einer universitätsweiten Vollversammlung entscheiden, wie der Protest weitergeht. (weiterlesen)
Bildungsstreik: »HZO 10 ist besetzt!«
Das “Protestkomitee gegen Studiengebühren” berichtet auf seiner Webseite: »Soeben haben ca. 150 Studierende das HZO 10 - den größten Hörsaal der RUB - besetzt! Es werden erste Arbeitskreise gegründet und es wird diskutiert, wie es weiter gehen soll. Solidarität aus Bochum geht an alle besetzten Bildungsinstitutionen nicht nur im deutschsprachigen Raum sondern auch europaweit und Menschen im Bildungs- und Arbeitskampf weltweit…«
Mehrere hundert Menschen blockieren Innenstadt
Mit Kreide umrissene „Bildungsleichen“ liegen vor dem Hauptbahnhof, „sitzengebliebene“ SchülerInnen blockieren den Südring und ein Demozug von 500 Leuten zieht ums Rathaus – auch in Bochum läuft der Bundesweite Bildungsstreik wieder auf vollen Touren. Nachdem bereits im Sommer rund 270.000 SchülerInnen, Studierende und Gewerkschaftsmitglieder gegen die Auswirkungen der Bildungspolitik auf die Straße gegangen waren, schlägt der Streik erneut Wellen. „Nicht nur in zahlreichen Städten Deutschlands, auch in Österreich werden derzeit Hochschulen besetzt“, so Tina Giesen vom Protestkomitee der Ruhr-Uni Bochum. „Trotz einiger Lippenbekenntnisse aus der Politik ist sich mit keiner unserer Forderungen bislang ernsthaft auseinandergesetzt worden.“
Die Zustände im Bildungssystem seien jedoch weiterhin nicht hinnehmbar. Statistiken würden schön geschminkt, während jedes Jahr etwa 65.000 Menschen die Schule ohne Abschluss verließen und 21.000 ohne Ausbildungsplatz seien. „Bildung muss kostenfrei sein“, so sieht es auch Marc Neumann von der DGB Jugend NRW: „Wir wollen einen kostenfreien Zugang zur Bildung, vom Kindergarten bis zur Hochschule“, fasste er auf einer Kundgebung des Bildungsstreiks am Bochumer Hauptbahnhof die zentralen Forderungen zusammen. Um seiner Rede Nachdruck zu verleihen, besetzten die BildungsaktivistInnen im Anschluss an die Kundgebung verschiedene Kreuzungen und veranstalteten sogenannte Flashmobs – kreative Aktionen, bei denen sich kurzfristig an einem Ort versammelt wird – in der Innenstadt. Zusammenstöße mit der Polizei gab es dabei nur vereinzelt. (weiterlesen)
DGB: „Mehr Perspektiven statt Gebühren”
Der DGB in Bochum kritisiert die katastrophale Situation im Bildungssystem und unterstützt die Proteste der Studierenden. Hierzu erklärt Michael Hermund, Vorsitzender der DGB Region Ruhr-Mark:„.Das Bildungssystem ist chronisch unterfinanziert. Darunter leiden auch die Hochschulen in Bochum. Die Veränderungen im Hochschulbereich, wie etwa das Hochschulfreiheitsgesetz, haben nicht dazu geführt, dass die Bedingungen verbessert wurden. Im Gegenteil, die personelle und materielle Ausstattung ist viel zu gering, ein qualifiziertes Studium ist unter diesen Bedingungen nicht möglich. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen vor allem bei den sogenannten studentischen Hilfskräften durch unfreiwillige Teilzeit, Befristungen und schlechte Bezahlung ebenso katastrophal wie die Bausubstanz. (weiterlesen)
Linke Einblicke
Die Linke im Rat hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung „Einblicke” herausgebracht. Titelthema ist die “Liste der Grausamkeiten.” Dies sind die Vorschläge der Verwaltung, wo demnächst öffentlich Leistungen gestrichen, gekürzt und verteuert werden soll. Gleichzeitig werden die Prestigeobjekte aufgeführt, die nach Ansicht der Verwaltung von finanziellen Einschnitten verschont bleiben sollen. Weitere Themen sind u.a. die Baupläne für die Lennershofsiedlung und der Protest dagegen. Ferner wird über die Ausschussbesetzung und weitere Ergebnisse der ersten Ratssitzung berichtet. Die “Einblicke” gibt es gedruckt im Fraktionsbüro der Linken (Willy-Brandt-Platz 1-3) und als PDF-Datei.
GEW unterstützt Studierendenproteste
Heute findet um 14.00 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof eine Kundgebung zum Bildungsstreik statt. Die Bochumer Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützt wie bereits im Sommer die Protestaktionen der Studierenden an der Ruhr-Uni. Die Gewerkschaft teilt insbesondere die Kritik der streikenden Studierenden an überfüllten Hörsälen, verschulten Studienbedingungen und hohen Prüfungsbelastungen. In einer Solidaritätsadresse, die der Landesvorstand auf seiner Sitzung am Wochenende verabschiedete, macht sich die GEW auch für die Abschaffung der Studiengebühren stark, da sie nach wie vor die finanzielle Lage der Studierenden stark beeinträchtigen. (weiterlesen)
Vortrag über den Nordirlandkonflikt
Am Donnerstag, den 19.11., findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer ein Vortrag über den Nordirlandkonflikt statt. Referentin ist Uschi Grandel von der Irland Solidarität. In der Einladung heißt es: „Seit Jahrhunderten hatte England Irland besetzt, die Menschen dort ausgeplündert, vertrieben und ihrer Rechte und Würde beraubt. Es kam immer wieder zu Revolten, Aufständen und Kriegen. Die Konsequenz war die Teilung in Nord- und Süd-Irland vor ca. 90 Jahren. Das System der Unterdrückung der republikanischen irischen Bevölkerung durch englandloyalistische, sprich royalistische, Iren blieb in Nordirland bestehen. (weiterlesen)
Jugendring begleitet Ausstellung
Das „Bochumer Bündnis gegen Rechts” zeigt im Louis-Baare-Berufskolleg in Wattenscheid, Bußmannsweg 8 bis zum 27.11. die Ausstellung des Vereins “Opferperspektive” aus Potsdam. In der Ausstellung werden 150 Menschen porträtiert, die in Deutschland seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer gefallen sind. Viele wurden getötet, weil ihr Lebensstil nicht in das Weltbild der Rechtsextremisten passt oder weil sie den Mut hatten, sich Naziübergriffen entgegen zu stellen. Der Bochumer Kinder- und Jugendring lädt am Montag, den 23.11., um 18.00 Uhr gemeinsam mit dem Jugendpastoralen Zentrum „Lichtblick” zu einer Führung durch die Ausstellung mit Julia Stegmann ein. Sie ist Mitarbeiterin des Vereins “Opferperspektive”. Nach der Führung wird Julia Stegmann im Falkenheim Klecks über die Arbeit des Vereins und über die Erfahrungen mit der Ausstellung berichten. Anmeldungen werden bis zum 19.11. an info@jugendring-bochum.de oder 0234-438809-30 beim Jugendring erbeten.
Gesund bleiben in der Schule
Die Bochumer Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft führt am Mittwoch, den 18. November, um 19.30 Uhr in der Aula Schillerschule, Waldring 71 eine Infoveranstaltung zum Thema “Gesund bleiben in der Schule” durch. Referentin ist Anne Ruffert von der AG Arbeits- u. Gesundheitsschutz der GEW NRW. In der Ankündigung heißt es: »Arbeits- und Gesundheitsschutz wird in Schulen ein immer wichtigeres Thema, sowohl vor dem Hintergrund immer knapper werdender Mittel der Kommunen (Reinigung und Instandhaltung von Gebäuden) als auch durch Maßnahmen des Landes (Arbeitszeitbelastung, Klassengrößen, etc.). Um so wichtiger ist es für die einzelnen Kollegien vor Ort an den Schulen, sich um ihre Belange selbst zu kümmern: Arbeits- und Gesundheitsschutz muss zum Thema werden.« Schwerpunktthemen dee Veranstaltung werden sein: Rechtliche Grundlagen; Beteiligte am Arbeits- und Gesundheitsschutz; Konkrete Beispiele für Maßnahmen in der Schule und Unterstützung von außerhalb
Die Mobilisierung läuft
Die Vorbereitungen für den Bildungsstreik in Bochum laufen auf Hochtouren. Wer heute mit der U-35 fuhr, wurde über die Anzeige-Tafeln der BOGESTRA auf die Vollversammlung an der Ruhr-Uni am kommenden Donnerstag aufmerksam gemacht In der Uni und an den Schulen wurden Flugblätter verteilt. Hierin heißt es u. a. : “Bildung ist die Grundlage einer modernen Gesellschaft. Doch (Kopf-)Noten, Zentralabitur und G8 (Abitur nach der zwölften Klasse) bewirken, dass Schülerinnen und Schülern kein umfassendes Wissen mehr vermittelt wird. Stattdessen werden ihnen nur noch auf Prüfungen gezielte Inhalte vorgesetzt. (weiterlesen)
Auf halbem Weg zum Himmel
Der Arbeitskreis Lateinamerika macht auf eine interessante Veranstaltung am Mittwoch, den 18. 11., um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer aufmerksam. Im Kino wird der Film “Auf halbem Weg zum Himmel” gezeigt. Anschließend findet ein Gespräch mit Regisseur Ulrich Miller statt. Die Filmbeschreibung: „La Aurora” ein Dorf im Norden Guatemalas, ist das Resultat eines Traums: Nach 12 Jahren in mexikanischen Flüchtlingslagern gelingt es 200 Maya-Familien 1994, mit einem Staatskredit Land zu kaufen. Noch herrscht Krieg, doch die ersten Friedensabkommen zwischen Regierung und Guerilla sind unterschrieben. Bewaffnete dürfen das Gemeindegebiet nicht betreten. Doch bei den Vorbereitungen für das einjährige Dorfjubiläum taucht eine bewaffnete Militärpatrouille auf. (weiterlesen)
Wolfgang Abendroth und die Neue Linke
Am Samstag, den 21. November, ist der Historiker Richard Heigl um 20:00 Uhr zu Gast im “Café Emily unberechenBar” im Sozialen Zentrum. Heigl ist Historiker und stellt seine Promotionsarbeit vor. “Oppositionspolitik - Wolfgang Abendroth und die Entstehung der Neuen Linken“. In der Einladung heißt es: “Der Politologe und Jurist Wolfgang Abendroth ist in der politischen Linken nicht zuletzt wegen seiner Geschichte in der Arbeiterbewegung bekannt. Die Geschichte des ersten marxistischen Professors in der Bundesrepublik ist eine spannende Angelegenheit. Als Professor für Politik in Marburg wurde Abendroth nicht nur zur Schlüsselfigur bei der Entwicklung des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes, sondern auch zum wichtigen Stichwortgeber der damaligen außerparlamentarischen Bewegungen. Wegweisend ist außerdem seine konzeptionelle Verbindung von gesellschaftskritischer Wissenschaft und Oppositionsbewegung.”
Anwesenheitspflicht ausgesetzt
Die OrganisatorInnen des Bildungsstreiks In Bochum schreiben: »Gute Nachricht für alle Studierenden, die am Bildungsstreik-Aktionstag, dem 17.11.09, und der studentischen Vollversammlung am 19.11.09 um 14.00 Uhr im HZO10, teilnehmen wollen: Das Rektorat kam der Bitte des AStAs nach, die Anwesenheitspflicht für diesen Tag auszusetzen. Am Dienstag findet im Rahmen des Bildungsstreiks um 14.00 Uhr eine Kundgebung am Bochumer Hauptbahnhof statt. Dort wollen Studierende, Schülerinnen und Schüler und Auszubildende ihren Unmut gegen die derzeitigen Mängel im Bildungssystem kundtun und Forderungen an die Politikerinnen und Politiker stellen. Weltweit werden an diesem Tag Proteste stattfinden, besonders in den europäischen Ländern, die vom Bologna-Prozess betroffen sind. (weiterlesen)
“Fight for Freedom!”
Am Dienstag, den 17. November lädt das AStA-Referat für Kritische Wissenschaften an der Ruhr-Uni um 19.00 Uhr zu einer Veranstaltung ins KulturCafé ein. Der Titel: „Fight for Freedom!” Die Legende vom „anderen Deutschland”. Es geht um eine Buchvorstellung mit Jan Gerber und Anja Worm, die wie folgt angekündigt wird: »Nach der ersten deutschen Niederlage, so erklärten Curt Geyer und Walter Loeb 1942, wurde „der Welt die Lüge von der deutschen Unschuld aufgetischt. Die Welt wurde eingeladen zu glauben, dass Deutschland angegriffen wurde und dass es das Schwert zu seiner eigenen Verteidigung gezogen hat. (weiterlesen)
Dokumentarfilm “Brigadistas”
Am Freitag, den 27. November, wird im Rahmen der entflammBar um 21:00 Uhr im Sozialen Zentrum der Dokumentarfilm Brigadistas gezeigt. In der Ankündigung heißt es: “70 Jahre nach Beginn des Spanischen Bürgerkriegs kehren die letzten noch lebenden internationalen Freiwilligen, die für Freiheit und Demokratie und gegen den Faschismus und General Franco gekämpft haben, nach Spanien zurück. Die Brigadistas, 36 Frauen und Männer - die Jüngste 86, der Älteste 99 Jahre alt -, begeben sich auf eine Reise, die sie von Madrid über Zaragossa nach Barcelona quer durch Spanien führt. Einem Land, in dem sie auch nach so langer Zeit noch begeistert gefeiert werden. Diese Reise ist für viele von ihnen die letzte und die Brigadistas wissen das. Sie berichten über das Erlebte und wollen ihre Ideen und Ideale weitergeben. “Brigadistas” ist ein intensives und einfühlsames Portrait dieser Menschen. Der Film zeichnet ein Bild, in dem Begeisterung aber auch Nachdenklichkeit ihren Platz haben. Zum historischen Kontext siehe den wikipedia-Beitrag zum spanischen Bürgerkrieg.”
Infos zur Bildungsstreik-Demo
Die Organisatorinnen des Bildungsstreiks in Bochum schreiben: „Die deutschen Medien sind langsam aufgewacht und so ist es kaum noch zu überhören oder zu überlesen: Die deutschen Bildungseinrichtungen werden wieder bestreikt und besetzt. Den Auftakt soll es eigentlich erst am 17.11.09 geben, besetzt sind jedoch jetzt schon einige Universitäten in Deutschland. Am International Students’ Day sind weltweit Aktionen von Studierenden, Schülerinnen und Schülern, Lehrenden, Erziehenden und Pflegenden angekündigt. Auch in Bochum wird es Aktionen geben. Vor drei Wochen begannen in Österreich die Proteste gegen die Bologna-Reform und ihre Folgen. Schnell breitete sich der Protest von Wien erst über Österreich und dann nach Deutschland aus. Das zeigt deutlich, dass nicht nur in Deutschland die Studierenden mit der Situation unzufrieden sind: Volle Hörsäle und Seminarräume, Lernen und Wieder vergessen im Eiltempo durch beständige Prüfung, Demokratieabbau und dafür sogar noch bis zu 500 Euro bezahlen, das ist die momentane Situation. Aber neben den ganzen persönlichen Nachteilen, die die Reform den europäischen Studierenden brachte, ist es vor allem das veränderte Verständnis von Bildung, welches die Aktivistinnen und Aktivisten kritisieren: Die Wirtschaft diktiert den Studierenden den Stoff, anstatt dass Bildung im Humboldtschen Sinne, als humanistisches Ideal zur kritischen Reflexion der Gesellschaft, stattfindet.
Am 17.11. 09 um 14.00 Uhr geht es am Bochumer Hauptbahnhof mit einer Kundgebung los, wo die Beteiligten ihre Kritik am Bildungssystem und ihre Forderungen an die Politiker formulieren werden. (weiterlesen)


