no-naziladen


Mittwoch 21.03.07, 18:30 Uhr

Erneute braune Schmierereien

schaufenster.jpgZum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen sind die Schaufensterscheiben von Geschäften und Büros im Ehrenfeld mit brauner Farbe beschmiert worden. Die Schmiereien richten sich gegen Läden, die das Plakat „David statt Goaliat“ aufgehängt haben, mit dem gegen den Nazi-Laden in der Oskar Hoffmann Straße protestiert wird. Am heftigsten wurde das Atelier von Thomas Zehnter beschmiert (Foto). Er hat das Plakat entworfen. Auch das Schaufenster des Büros der Linkspartei wurde mit brauner Farbe besudelt. Dazu erklärt die Sprecherin der Linkspartei Bochum, Anna-Lena Orlowski: „Offensichtlich versuchen Nazis nun, mit ihren braunen Schmierereien Geschäftsleute, Künstler und andere antifaschistisch eingestellte Menschen, die das Plakat aufgehängt haben, einzuschüchtern.
Wir lassen uns aber nicht einschüchtern. Selbstverständlich werden wir uns weiter gegen Nazis, Rassismus und Antisemitismus einsetzen. Und zwar öffentlich mit Plakaten, Flyern, Veranstaltungen und durch die Teilnahme an Antifademos.“ Die Erklärung im Wortlaut.
Am Samstag hatten mehrere Hundert Menschen gegen den Nazi-Laden demonstriert. Am Sonntag ist die Scheibe des Nazi-Ladens demoliert worden. In der Auslage liegen Kleidungsstücke des Labels „Pro Violence“.


Samstag 17.03.07, 22:00 Uhr

Demonstration gegen Nazi-Laden

anti-goaliat-demo.jpg

Ca. 400 DemonstrantInnen – vorwiegend jüngere Antifas – machten heute auf die Existenz des Nazi-Ladens Goaliat aufmerksam. Etwas Hektik kam zu Beginn der Demonstration auf, als der Bochumer NPD Vorsitzenden Carsten Römhild am Rande des Demo-Zuges gesichtet wurde. Die übrige Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Die Polizei verhielt sich weitgehend friedlich.


Samstag 03.03.07, 17:00 Uhr

Demonstration gegen Nazi-Laden

Das Politcafé Azzoncao schreibt, dass die Demonstration am 17. 3. unter dem Motto „Schöner Leben ohne Naziläden“ um 14:00 Uhr am Husemannplatz beginnen soll. Ein Aufruf und ein Plakat liegen mittlerweile als PDF-Datei vor. Näheres.


Mittwoch 28.02.07, 18:00 Uhr

SPD Ehrenfeld: Resolution gegen Goaliat

spdlogo.gifDie SPD-Ehrenfeld hat auf ihrer Jahreshauptversammlung eine „Resolution gegen das rechtsextreme Bekleidungsgeschäft im Ehrenfeld“ verfasst. Hier heißt es u.a.: „Daher wenden wir uns entschieden und offensiv gegen die Ansiedlung eines Geschäfts in unserem Stadtteil, das neofaschistische Bekleidung vertreibt. Wir beteiligen uns gemeinsam mit aller Kraft an legalen Aktionen gegen dieses Bekleidungsgeschäft und an dem breiten Bündnis unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie anderer gesellschaftlicher Kräfte.“ Im Wortlaut.


Donnerstag 22.02.07, 12:26 Uhr

Braune Schmierereien

david-175.jpgMehrere Schaufenster, in denen das Plakat „David statt Goaliat – Kein Naziladen im Ehrenfeld – und auch nicht anderswo“ hängt, sind heute Nacht mit brauner Farbe beschmiert worden. Neben einer Reihe von Geschäfte waren auch das Büro der Linkspartei an der Uni-Straße und ein Fenster von Thomas Zehnter, der das Plakat gestaltet hat, Ziel der Schmiererei. Die Initiative, die sich für die Schließung des Nazi-Ladens in der Oskar-Hoffmann Straße einsetzt, wird ihre Kampagne in den nächsten Tagen verstärken und auch auf den Litfaßsäulen im Stadtteil plakatieren. Die Gewerkschaft ver.di wird das Plakat angezielt an Mitglieder schicken, die im öffentlichen Bereich für Aufklärung über den Nazi-Laden sorgen können. Außerdem wird das Plakat an alle Schulen der Stadt verschickt. Siehe auch bo-special „no-naziladen“.


Montag 12.02.07, 20:00 Uhr

Antifademo angemeldet

Die Antifa-Gruppe azzoncao schreibt: »Für Samstag, den 17. März ist eine Antifaschistische Demonstration in Bochum angemeldet worden. Unter dem Motto „Schöner Leben ohne Naziläden“ soll auf die Existenz und das Wirken des Ladens „Goaliat“ aufmerksam gemacht werden.«


Freitag 09.02.07, 20:15 Uhr
Kein Naziladen in Ehrenfeld ...

Plakate laden zum Verschwinden ein

Am Donnerstagnachmittag hat die Initiative, die sich dafür einsetzt, dass der Nazi-Laden in der Oskar Hoffmann Straße möglichst bald verschwindet, Plakate in die Kneipen und Geschäfte im Ehrenfeld gebracht: „David statt Goaliat – Kein Naziladen in Ehrenfeld und auch nicht anderswo!“ Hierbei wurde die Initiative von VertreterInnen aus Politik, Gewerkschaften, Einzelhandel und Kultur unterstützt. Elmar Goerden hängte Plakate im Schauspielhaus auf und beteiligte sich an der Aktion. Die Bereitschaft in den einzelnen Läden, bei der Kampagne mit zu machen, war ausgesprochen hoch. Hiervon konnte sich auch eine Gruppe von Nazis um den NPD-Funktionär Markus Schumacher überzeugen. Sie zog wieder ab, als sie sah, dass sie keine Chance hatte, die Plakat-Aktion zu stören. Der Laden-Besitzer Kellerhoff leugnet häufig, dass er mit den Nazis zusammenarbeitet.
Die Berichterstattung in den Ruhr-Nachrichten und im Stadtspiegel.


Mittwoch 07.02.07, 18:39 Uhr

Kein Naziladen in Ehrenfeld…

david-175.jpgAm morgigen Donnerstag, 8. Februar trifft sich um 16.00 Uhr das Bündnis gegen den Nazi-Laden „Goaliat“ vor dem Schauspielhaus Bochum, um Plakate mit der Aufschrift „Bunt statt braun – für ein buntes Ehrenfeld“ im Stadtviertel zu verteilen. An dem Bündis beteiligen sich Privatpersonen, VertreterInnen aus Politik, Gewerkschaft, Einzelhandel und Kultur. Auch das Schauspielhaus Bochum beteiligt sich u. a. mit seinem Intendanten Elmar Goerden an der Aktion. Das Bündnis ruft dazu auf, in möglichst vielen Geschäften oder Gaststätten die Plakate aufzuhängen und sich an der Aktion zu beteiligen. Nähere Informationen zum Bündnis gibt es unter: http://www.goaliat.de


Freitag 02.02.07, 20:00 Uhr

Nachricht in 98,5 Radio Bochum am 2.2.2007 und 4.2.2007

radio-bochum.gifDie Initiative gegen den Laden Goaliat startet in diesen Tagen eine Plakat-Aktion.
Die Initiative gegen den Laden Goaliat startet in diesen Tagen eine Plakat-Aktion. Mit dem Plakat will man vor allemJugendliche darüber aufklären, dass in dem Geschäft an der Oskar-Hoffmann-Straße Markenbekleidung aus der rechten Szene verkauft wird. Aufgehängt werden sollen die Plakate in den Ehrenfelder Geschäften, in Jugendeinrichtungen und Schulen. Das sagte uns Rolf Geers vom Kinder- und Jugendring. ORIGINALTON ANHÖREN Die Initiative gegen den Laden besteht unter anderen aus Vertretern von Parteien, Jugendeinrichtungen, der Kirche, Gewerkschaften und kulturellen Größen unserer Stadt.
Der Originalton: http://www.radio985.de/uploads/media/290145191.MP3 mehr…


Freitag 02.02.07, 19:51 Uhr

WAZ-Artikel vom 3.2.2007

wazkopf.gif„David statt Goaliat“ – Plakate klären auf
Mit einer Plakataktion will der Jugendring über die Bekleidungsmarke des Geschäftes „Goaliat“ aufklären. Künstler wählte klassischen „David“
„Michelangelos David hat für mich diesen coolen Blick kurz bevor er mit der Steinschleuder Goliath angreift“, sagt Thomas Zehnter über sein Plakat. 250 Stück hat der Kinder- und Jugendring drucken lassen, um über das Bekleidungsgeschäft „Goaliat“ an der Oskar-Hoffmann-Straße zu informieren.
„Jugendliche sollen wissen, was sie tragen, wenn sie dort Kleidung kaufen“, sagt Rolf Geers, Geschäftsführer des Jugendrings an der Neustraße. Das Geschäft diene als Einnahmequelle für die rechtsextreme Szene, heißt es in einer Resolution des Jugendrings vom 11. Dezember. mehr…


Freitag 02.02.07, 18:00 Uhr

Ruhr-Nachrichten-Artikel vom 3.2.2007

rn-150.gifMit David gegen Goaliats neue Kleider
Ehrenfeld – Dem Bekleidungsladen „Goaliat“ an der OskarHoffmann-Straße will ein breites Bündnis mit einer Plakataktion ein Ende bereiten. Das Geschäft, das in der rechten Szene beliebte Marken wie „Thor Steinar“ oder „pro violence“ verkauft, hatte Mitte Oktober eröffnet und sorgt seitdem für Ärger.
„Der Laden muss weg“, verkündet SPD-Ratsherr Friedhelm Lueg mit grimmiger Miene. Nichts zu suchen habe der Nazi-Anlaufpunkt im bunten Stadtteil Ehrenfeld, findet er. Diese Meinung teilt das Bündnis, das von SPD und Grünen über die Linkspartei bis zu Gewerkschaften, Kirchen, dem Kinder und Jugendring und Geschäftsleuten reicht. Mit Plakaten wolle man über den Laden informieren, sagt Rolf Geers, der Geschäftführer des Jugendrings. mehr…


Dienstag 30.01.07, 22:30 Uhr

Nazis & Versteckspiel

Im Sozialen Zentrum informierte heute Abend Jürgen Peters vom Bildungsforum Rheinland auszugsweise über die mehr als 120 bekannten Symbole und Codes, die verschlüsselt oder offen eine rechte politische Orientierung ausdrücken sollen. Sie sind für Außenstehende meistens nicht erkennbar. Sie sind mehr als nur Erkennungsmerkmal für Gleichgesinnte: Sie vermitteln ein Gruppengefühl und sie transportieren eine eindeutige politische Botschaft. Politische Symbole sind nichts anderes als komprimierte Darstellungen der wesentlichen Grundsätze einer Weltanschauung. Ihre Wiedergabe vermittelt einen bestimmten Inhalt, eine Zugehörigkeit, oder ist bei jugendlichen TrägerInnen erst einmal ›nur‹ Ausdruck eines Gefühls. Das ›sich rechts fühlen‹ steht im Vordergrund und schließt einen ausformulierten politischen Inhalt nicht zwingend mit ein.
Die wichtigsten Elemente des Vortrages und einige weitere Details sind im Internet veröffentlicht unter: http://www.dasversteckspiel.de


Sonntag 28.01.07, 21:45 Uhr

Farbbeutel gegen Goaliat

Auf dem Internetportal „Indymedia“ wird darüber berichtet, dass in der Nacht von 23. auf den 24. Januar eine Gruppe von AntifaschistInnen den Nazi-Laden in der Oskar-Hofmann Straße mit Farbe verziert hat. Näheres. Bereits am 24. Dezember war der Laden bei einer Aktion mit Plakaten zugekleistert worden. Ein breites Bündnis von NachbarInnen, Geschäftsleuten, Parteien, Einrichtungen und Organisationen versucht gleichzeitig, die Vermieterin des Ladens davon zu überzeugen, dass sie dem Nazi-Laden kündigen soll.


Samstag 27.01.07, 15:15 Uhr
Dienstag, 30.1., 19.30 Uhr, Soziales Zentrum, Rottstr. 31

Das Versteckspiel – Symbole, Codes und Lifestyle der extremen Rechten

Ein Referent des “Antirassistischen Bildungsforums Rheinland” (ABR) beleuchtet am Dienstag im Sozialen Zentrum die Codes, Symbole und Marken rechter Jugendlicher und analysiert sie im Kontext eines entsprechenden Lifestyles.
Etliche Leute in Bochum haben erst in der Auseinandersetzung mit dem Nazi-Laden in der Oskar-Hoffmann-Straße realisiert, dass Nazis nicht mehr unbedingt als Springerstiefel-tragende Glatzen rumlaufen. Die Nazi-Szene saugt Leute aus verschiedenen Subkulturen auf, gibt sich aber auch gern ganz adrett und bürgerlich und entwickelt unterschiedliche Identifikations-Codes. Politische Symbole sind dabei die komprimierte Darstellung der wesentlichen Grundsätze einer Weltanschauung. Ihre Wiedergabe vermittelt zwar einen bestimmten Inhalt, ist jedoch gerade bei jugendlichen TrägerInnrn erst einmal “nur” Ausdruck eines rechten Lebensgefühls. Die politische Botschaft kann sich in der Aufwertung des Eigenen und der Ablehnung alles Fremden erschöpfen. mehr…