Mittwoch 10.06.26, 19:12 Uhr
Die Linke im Bochumer Stadtrat rät im Offenen Brief

Siebte Gesamtschule statt elftes Gymnasium 1


Die Ratsfraktion Die Linke Bochum hat einen Offenen Brief an die Stadträt*innen von SPD und Grünen verschickt, in dem sie sich gegen die Pläne für den Bau eines elftes Gymnasium gegenüber des Burmada-Dreiecks ausspricht und stattdessen die Gründung einer siebten innenstadtnahen Gesamtschule fordert. »Um einen deutlichen Akzent für mehr Bildungsgerechtigkeit zu setzen“, appelliert das Schreiben an Rot-Grün ihre Gestaltungsmehrheit im Stadtrat zu nutzen.

Dazu Kreissprecher Bernhard Koolen, für Die Linke in der BV Mitte: »Der Schulentwicklungsplan stellt bei den Gesamtschulen einen dauerhaften zusätzlichen Bedarf von 30 Klassen fest. Weder die Umwandlung der Nelson-Mandela-Schule noch die Erweiterung der Kapazitäten im Zuge der Verlagerung der Gesamtschule Mitte reichen aus, um diesen Bedarf zu decken. Hinzu kommt, dass nach der Verlagerung der Gesamtschule Mitte mit der Heinrich-Böll-Gesamtschule nur noch eine innenstadtnahe Gesamtschule fünf Gymnasien gegenüberstehen wird. Das Angebot wäre damit kaum noch ausgewogen. Deshalb brauchen wir eine weitere Gesamtschule – allerdings an einem anderen Standort in der Innenstadt als dem derzeit für das Gymnasium vorgesehenen Areal.“

Die Entscheidung über die Gründung einer neuer Schule müsse sich daran orientieren, wie allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die bestmöglichen Bildungschancen eröffnet werden können. »Eine neue Gesamtschule wäre die beste der gegebenen Möglichkeiten und ein Signal für eine moderne und gerechte Bildungspolitik«, so Elias Bala, für Die Linke im Schulausschuss tätig. »Sie ermöglicht längeres gemeinsames Lernen, individuelle Förderung und alle Schulabschlüsse unter einem Dach. Deshalb werden wir einen entsprechenden Ratsantrag zur Gründung einer weiteren Gesamtschule in Bochum-Mitte einbringen.«

Unterstützt von den Koalitionspartner im Stadtrat würde er »Rot-Rot-Grün offensiv in die Öffentlichkeit bringen und damit auch Akzente für die kommende Landtagswahl setzen« offeriert das Schreiben der Bochumer Linke.


Ein Gedanke zu “Siebte Gesamtschule statt elftes Gymnasium

  • Das "Patientinnenkollektiv"

    Ja, das wäre ein wichtiger Punkt in einem Kooperationsvertrag gewesen. Das haben ja zwei „Verhandlerinnen“ hervorragend verhindert. Freud euch auf das nächste Gymnasium im Zentrum (dann liegen 4 Gymnasien im Umkreis von 500 Metern Luftlinie). Die von euch geforderte Gesamtschule kommt irgendwann im Stadtnorden, oder Wattenscheid (da sind die Grundstücke günstig und Mensch bleibt unter sich ;-)).

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