Archiv für den Monat: September 2025


Montag 08.09.25, 21:30 Uhr
Fahrraddemo am 6. September Fair mobil in Bochum

Abschlussrede am Rathaus

Liebe Bochumerinnen und Bochumer!
Wir haben die Strecke geschafft – gemeinsam sind wir durch die Stadt gefahren, vorbei an all den Stellen, wo Radfahren noch immer gefährlich ist.

Jetzt stehen wir hier – vor dem Rathaus.
Der richtige Ort, um an das neue Stadtparlament und an die zukünftige Oberbürgermeisterin oder den Oberbürgermeister zu sagen:
Wir erwarten: Radfahren in Bochum muss sicher werden – und zwar sofort!

Bochum soll vom Nachzügler zum Vorreiter werden.
Sicherheit und Gerechtigkeit im Straßenverkehr dürfen keine Träumerei sein – sie müssen Realität werden.


Und genau dafür fahren wir weiter – am 20. September bei der Kidical Mass, bei der es um die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr geht.


„Bis dahin gilt: Bleibt weiterhin sichtbar. Bleibt auf dem Fahrrad. Und bleibt aktiv – am besten gleich bei der Podiumsdiskussion.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub lädt euch ein – heute von 13 bis 15 Uhr in die Quartiershalle der Ko-Fabrik. Zu Fuß nur 5 Minuten von hier und mit dem Fahrrad sogar doppelt so schnell.


Dort diskutieren fünf OB-Kandidat:innen über die Radpolitik. Geht hin, stellt Fragen – und zeigt, dass wir Veränderung wollen.“


„Danke, dass ihr dabei wart – und hoffentlich: bis gleich!


Montag 08.09.25, 21:22 Uhr
Fahrraddemo am 6. September Fair mobil in Bochum

Auftaktrede am Schauspielhaus

Liebe Freundinnen und Freunde des Fahrrads,

Schön dass ihr so zahlreich erschienen seid bei diesem perfekten FahrradFahrWetter.


Wir stehen hier vor dem Schauspielhaus – einem Ort für Kultur, für neue Perspektiven, für Begegnung.

Heute nehmen wir diese Idee mit auf die Straße.
Denn auch Bochums Straßen brauchen neue Perspektiven:
Sicherheit. Gerechtigkeit. Platz für alle.

Aus diesem Grund hat die Radwende Bochum, zusammen mit dem VCD und dem ADFC Bochum, diese Demo organisiert – unter dem Titel: „Fair mobil in Bochum.“

Wir demonstrieren heute, weil:
– Radwege noch immer abrupt enden.
– Autos – meist ohne Konsequenzen – auf Radspuren parken.
– Kinder nicht sicher mit dem Fahrrad zur Schule fahren können.
– und weil Tempo 50 für Autos auf Straßen mit schlechten Radwegen erlaubt ist.

Das ist lebensgefährlich!

Wir wollen eine fehlerverzeihende Infrastruktur – eine, in der auch unerfahrene Radfahrende und Kinder unversehrt ans Ziel kommen und in der sich alle sicher fühlen können. Solche Bedingungen hat Bochum noch nicht. Bochum ist noch keine Fahrradstadt.

Aber das kann sich ändern. Indem Menschen wie ihr gemeinsam zeigen, dass es euch wichtig ist. Genau deshalb ist diese Demo heute ein starkes Zeichen.

Und einen besseren Zeitpunkt für so ein Zeichen gibt es nicht. Die Kommunalwahl ist in acht Tagen.
Deshalb ist
jetzt der richtige Moment, sichtbar zu sein und zu zeigen, was uns wichtig ist.

Wir appellieren an alle Bochumerinnen und Bochumer,
und wir appellieren an das zukünftige Stadtparlament und an die neue Oberbürgermeisterin oder den neuen Oberbürgermeister:

Bochum muss bei den Radfahrbedingungen vom Nachzügler zum Vorreiter werden!

Um diesem Ziel näher zu kommen sind u.a. 3 unserer Forderungen, an das neue Stadtparlament:
–1. ein durchgängiges, sicheres und komfortables Radwegenetz,
–2. Tempo 30 und Sicherheitstrennstreifen überall dort, wo sie fehlen,
–3. und mehr Platz für Rad-, Fußverkehr und ÖPNV – also
echte Flächengerechtigkeit!

Bevor wir gleich losfahren, noch drei kurze organisatorische Hinweise:“

  • Im Anschluss an die Demo findet für alle, die noch nicht genug haben, in der Ko-Fabrik eine Podiumsdiskussion des ADFC mit 5 Oberbürgermeister-Kandidat*innen statt
  • Gleich zu Beginn biegen wir von der Hattinger Straße links in die Friederikastraße ab. Achtet dort besonders auf die Straßenbahnschienen, passt bitte auf eure Kinder auf. An der Stelle stehen Ordner, die euch zusätzlich warnen werden.“
  • Und falls Kinder mitfahren und nicht die ganze Strecke fahren möchten: Ein guter Punkt zum Aussteigen ist der Stadtpark. Dort halten wir ohnehin noch einmal für eine kurze Kundgebung.“


„So – genug der Worte: Jetzt lasst uns für ein fahrradfreundliches Bochum demonstrieren. Danke, dass ihr dabei seid und ein Zeichen setzt für sichere und gerechte Mobilität.

Lasst uns gemeinsam losfahren, sichtbar und laut sein –
Lasst eure Klingeln erklingen – los gehts!


Montag 08.09.25, 21:21 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (36)

Stopp für das Radkreuz am Husemannplatz?

„Das Radkreuz ist der innerstädtische Verteiler für den gesamtstädtischen Radverkehr. Der direkte Weg quer durch die Innenstadt ist schneller, komfortabler und zugleich sicherer als der Weg über den Ring.“ So stellte OB Eiskirch am 27. 9. 2023 in einer Pressemitteilung die zukünftige Radverkehrsplanung in der Innenstadt vor. Weiter versprach die Stadt damals – also vor 24 Monaten: „In den nächsten 18 Monaten wird sich die Innenstadt zugunsten des Rad- und Fußverkehrs sichtbar verändern.“ Davon ist wenig zu sehen. Angekündigt wird allerdings, dass der geplante Radweg am Husemannplatz unterbrochen werden soll. Die Ankündigung „schneller, komfortabler und direkter Weg“ ist vergessen. Das Radkreuz-Konzept wird zwei Jahre nach seiner Verkündung völlig in Frage gestellt.

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Montag 08.09.25, 16:18 Uhr

Musik machen ohne Macker!

Der Bahnhof Langendreer weist darauf hin:

»Wir organisieren eine Jam-Session für FLINTA* (Frauen, Lesben, Inter-, nichtbinäre, Trans- und Agender-Personen).

Freitag, 12.09.2025, 19.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Studio 108, Eintritt frei

Gemeinsam Musik zu machen bringt uns zusammen, löst Glück in uns aus und ist eine der ältesten Methoden, sich miteinander verbunden zu fühlen. Deshalb wollen wir einen Raum schaffen, indem wir unsere Musikalität fördern und bestärken, aber auch vernetzen und uns besser kennenlernen.

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Montag 08.09.25, 14:28 Uhr
Demonstration "Solidarität statt Rechtsruck" am 06.09.2025

Redebeitrag der Medizinischen Flüchtlingshilfe

Gesundheit ist ein Menschenrecht – psychosoziale Versorgung von Geflüchteten stärken!

Danke für die Möglichkeit, heute hier sprechen zu dürfen.
Wir alle stehen heute hier, um uns Bochum als solidarische Stadt zu erkämpfen – als einen sicheren Hafen für Schutzsuchende, auch und gerade in Zeiten von einer immer unmenschlicher werdenden Asylpolitik und dem Rechtsruck, der bis in die sogenannte Mitte der Gesellschaft reicht. Wir sagen: Jetzt erst recht! Wir sind gekommen um zu bleiben!

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Montag 08.09.25, 12:28 Uhr

Weitere Kneipenquiz-Termine

Weitere Termine des Kneipenquiz der Omas gegen Rechts in dieser Woche in Wattenscheid und in Langendreer:

Mittwoch, 10. September – Wiesmann’s, Hochstraße 65

Freitag, 12. September – Naturfreundezentrum, Hohe Eiche 20


Montag 08.09.25, 11:33 Uhr
Bilder und Eindrücke von der Fahrraddemo

Fair mobil in Bochum

Kurz vor der Kommunalwahl rief die Radwende Bochum in Kooperation mit dem ADFC Bochum zur großen Fahrraddemo auf. Trotz einiger Fortschritte bleibt Radfahren, besonders für Kinder und unsichere Radfahrer*innen, oft gefährlich und umständlich. Radwege enden abrupt. Das wurde auf den Stationen der Demonstration praktisch sichtbar und in den Reden die Erfahrungen mit der aktuellen Situation beschrieben.

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Montag 08.09.25, 11:32 Uhr
Radwende Demo „Fair mobil in Bochum“ am 6. September 2025 Rede 2 Stadtpark

Rede von Karl-Heinz Hüsing

Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten, liebe Zuschauer und Interessierte

Schön, dass ihr so zahlreich dabei seid!

Wir haben jetzt ungefähr die Hälfte unserer Fahrraddemonstration erreicht und schon einige Stellen gesehen, auf denen das Fahrradfahren gefährlich ist.
Vor allem weil die Infrastruktur für Radfahrende lückenhaft ist.
Hier ein paar Beispiele:

  • Gleich am Anfang unserer Demo sind wir auf der Hattinger Straße gefahren. Hier hat die Stadt beim Umbau der Straße einen Radweg angelegt. In Richtung Linden wurden Trennelemente eingebaut, die parkenden Autos die Möglichkeit geben über den Radweg zu fahren um die Parkplätze zu erreichen oder illegal auf dem Radweg zu parken. Dies wurde dann als Protected Bikelane verkauft, war aber in Wahrheit eine gefährliche Semi-Protected-Bikelane.
    Erst nach mehreren Unfällen und massivem Protest unter anderem von der Radwende sind die gefährlichen Trennsteine dann entfernt worden.
  • Am Ende der Umbaumaßnahme hört der Radweg dann einfach auf.
    Wir haben selbst erfahren, wie gefährlich das Abbiegen von der Hattinger Straße auf die Friederikastraße ist. Straßenbahnschienen stellen eine große Gefahr für Radfahrende dar, wenn man sie nicht in einem steilen Winkel überfahren kann.
  • Die Königsallee hat jetzt endlich Radwege bekommen. Aber wieso enden sie schon wieder hinter dem Park?
    Zwischen Innenstadtring und Arnikastraße finden wir nur fehlende oder vollkommen unzureichende Radwege vor.
  • Mit großem TamTam wurde das Radkreuz durch die Bochumer Innenstadt vorgestellt. Jetzt wird eine der wichtigsten Radialen durch die Innenstadt mit dem Husemannplatz unterbrochen.
    Wie hier RadfahrerInnen den Husemannplatz mit wahrscheinlich viel Fußgängerverkehr kreuzen sollen wurde wohl nicht bedacht und ist bis heute nicht klar.
  • Wir sind über den Nordring gefahren. Nachher werden wir den Ring komplett fahren. Die Stadt Bochum weigert sich über einen Fahrradweg auf dem Ring nachzudenken. Auch ein Bürgerantrag für Tempo 30 wegen zu hoher Lärmemissionen wurde abgelehnt.
    Hier soll also weiterhin Freie Fahrt mit 4 Spuren für den Autoverkehr gelten.
    Ist das fair?
    Ein gutes Beispiel aus unserer Nachbarstadt Dortmund: Hier wird der Ring, der hier Wall heißt, komplett beidseitige Radwege bekommen. Dortmund hat auch auf fast allen lärmkritischen Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 angeordnet.
  • Wir sind hier an der Bergstraße. Hier ist der viel zu schmale Schutzstreifen für den Radverkehr vollkommen unzureichend.
    Bereits in 2020 hat die Radwende einen Bürgerantrag für Tempo 30 auf der gesamten Bergstraße gestellt. Der Antrag wurde natürlich abgelehnt.
  • Auf die schlechte Fahrradinfrastruktur auf der Herner und Dorstener Straße haben wir auf unserer Demonstration im Mai hingewiesen. Die Radwege sind hier zu schmal und es fehlen Sicherheitstrennstreifen zu parkenden Autos.
    An 2 Stellen gab es hier im letzten Jahr Dooring-Unfälle, auf die wir mit einer Aktion aufmerksam gemacht haben.

So jetzt aber Schluss mit den schlechten Nachrichten. Wir machen uns jetzt wieder auf den Weg und fahren über die Freiligrathstraße auf die Herner Straße.
Dabei kreuzen wir am Bergbaumuseum die geplante Veloroute 1.
Dann geht es über die Herner Straße auf den Ring, den wir komplett fahren und dann geht es zum Rathaus. Hier endet unsere Demonstration.

Ich möchte noch auf zwei Gefahrenpunkte auf unserer Demonstration hinweisen:
Wenn wir vom Ring in die Dorstener Straße fahren, ist es hier teilweise eng bis zu den Straßenbahnschienen.
Noch enger wird es auf dem letzten Stück zum Rathaus auf der Hans-Böckler-Straße. Hier können wir die Schienen dann in einem guten Winkel queren. Es sind hier aber 2 enge Kurven zu fahren.
Passt auf euch auf!!

Ich wünsche euch weiterhin eine gute Demonstration


Montag 08.09.25, 09:34 Uhr
Auf der Demo "Solidarität statt Rechtsruch"

Rede Mina aus dem Iran

Mein Name ist … .

Guten Tag,

Heute spreche ich hier nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Geflüchtete.

Wir alle mussten unsere Heimat verlassen.

In unseren Ländern gibt es Gewalt, Unterdrückung und keine Menschenrechte.

Ich komme aus dem Iran.

Dort werden Menschen verfolgt, verhaftet oder sogar getötet, nur weil sie Freiheit wollen oder ihre Meinung sagen.

Frauen und Männer, die für Gerechtigkeit kämpfen, haben dort keine Sicherheit.

Darum sind viele von uns hierher geflohen.

Wir haben unsere Familien, Freunde und unser altes Leben zurückgelassen.

Wir hatten nur einen Wunsch: Sicherheit und ein Leben in Würde.

Deutschland hat uns diese Chance gegeben.

Hier fühlen wir uns sicherer.

Hier gibt es mehr Respekt, mehr Freiheit und mehr Möglichkeiten.

Das ist für uns sehr wichtig – auch wenn wir noch keinen festen Aufenthalt haben.

Ich glaube, die Menschen werden in Zukunft stolz auf Deutschland sein.

Stolz, weil dieses Land seine Türen geöffnet hat.

Stolz, weil es Menschen geholfen hat, die Schutz brauchen.

Jetzt möchte ich sagen:

Wenn Sie Geflüchtete schützen, schützen Sie auch die Menschenrechte.

Und Menschenrechte sind für alle wichtig.

Im Namen vieler Geflüchteter sage ich:

Danke, Deutschland, für diese Chance.

Wir hoffen, dass wir eines Tages auch etwas zurückgeben können – mit unserer Arbeit, mit unserer Dankbarkeit und mit unserem Beitrag für diese Gesellschaft.

Vielen Dank.


Montag 08.09.25, 08:48 Uhr

Führung im ehemaligen Zwangsarbeiterlager, Bergener Straße

Saniertes Kommandanturgebäude – kurz vor der Eröffnung? – Foto: Myra Kaiser

Am Tag des Denkmals am 14. September lädt die Initiative Gedenkort Bochum-Bergen um 14 Uhr zu einem Rundgang auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers ein: »Bei dem Rundgang auf dem noch bewohnten Gelände werden anhand von anschaulichen Dokumenten die Geschichte der Entstehung des Lagers, die Herkunft und das Leben der hier untergebrachten Zwangsarbeiter sowie die besonders harten Arbeits- und Lebensbedingungen auf der Krupp-Zeche „Constantin der Große“ erfahrbar.

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Sonntag 07.09.25, 21:15 Uhr
Demonstration "Solidarität statt Rechtsruck" am 06.09.2025

Redebeitrag der Omas gegen Rechts

Ich stehe hier für die Omas gegen Rechts, genauer die Arbeitsgruppe Flucht und Migration.

Wir sind besorgt –

besorgt um Menschen, denen bereits an der Grenze verwehrt wird, einen Asylantrag zu stellen und die direkt zurückgewiesen werden;

besorgt um Geflüchtete, deren Freiheit beschränkt wird, die gezwungen sind, bis zu 24 Monate lang in Massenunterkünften zu leben oder die bereits an der Grenze inhaftiert werden.

Wir sind entsetzt über die Toten im Mittelmeer oder in der Wüste, die auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg oder Klimakatastrophen ums Leben kommen, denn ihre Rettung wird nicht zugelassen;

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Sonntag 07.09.25, 21:11 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (35)

Erweiterung Technologie-Quartier: Ohne Wald in die Zukunft!

Ende der 1970er Jahre wollte eine damals noch mit absoluter Mehrheit ausgestattete SPD schon einmal die unmittelbar an das Königsbüscher Wäldchen angrenzende Grünfläche nordöstlich der Kläranlage Ölbachtal bebauen. Das stieß auf erheblichen Widerstand. Das Oberverwaltungsgericht in Münster erklärte den vom Rat beschlossenen Bebauungsplan damals nach eingehender Ortsbesichtigung für nichtig. Entscheidend für das Gericht war die besondere Bedeutung der Gegend u.a. zur Erholung für die in der Hustadt Wohnenden.  

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Sonntag 07.09.25, 18:56 Uhr
Update!

Laute Demo für Solidarität statt Rechtsruck

Mit dem Aufruf „Solidarität statt Rechtsruck“ hatte die Seebrücke, unterstützt von vielen Initiativen und Organisationen, am gestrigen Samstag zu einer Demonstration durch die Bochumer Innenstadt aufgerufen. Die Polizei zählte 600 Teilnehmende. Sie selbst war mit einem völlig überdimensionierte Aufgebot erschienen. Vier Beamt:innen reichten, um eine Gruppe von AfD-Anhänger:innen abzudrängen, die die Demonstration stören wollten. Auf der Demonstration wurden sehr hörenswerte Reden vorgetragen.

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Sonntag 07.09.25, 14:21 Uhr
Demonstration "Solidarität statt Rechtsruck" am 06.09.2025

Redebeitrag von Katharina Schwabedissen

Liebe Bochumer*innen,

mein Name ist Katharina Schwabedissen.
Ich arbeite als Gewerkschaftssekretärin mit den Menschen, die jeden Tag in Kitas und Krankenhäusern erleben müssen, was es heißt, wenn Sozialpolitik in den Hintergrund tritt. Was es heißt, wenn für Kranke und Kinder nicht das Geld und die Strukturen da sind, die es braucht, um gut versorgt zu werden, frühkindliche Bildung für alle selbstverständlich gut und umfassend möglich zu machen und nicht krank bei der Arbeit zu werden.

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Sonntag 07.09.25, 11:24 Uhr

Beteiligungsbeauftragte antworten

Das Initiativenbündnis „Bochum gemeinsam“ hat die Bochumer Parteien gebeten, Bürgerbeteiligungsbeauftragte zu benennen und diesen Fragen gestellt. Fünf Parteien haben uns geantwortet. Die Antworten wurden Freitag Abend auf der Veranstaltung „Perspektivenwechsel“ vorgestellt und sind jetzt auch hier zu finden.


Sonntag 07.09.25, 10:38 Uhr

Redebeitrag der FLINTA* AG Bochum

„Bundestag ist kein Zirkuszelt“, hat der Kanzler gesagt. Keine Regenbogenfahne auf dem Reichstag, sagt die Bundestagspräsidentin. Ich schaue mich um und wundere mich, dass ich mich als queerer Mensch darüber empören soll. Warum streiten wir dafür, dass der deutsche Bundestag sich mit unserer Flagge schmückt, verlangen, dass er sich unsere Geschichte und unsere Kämpfe aneignet? Ein Parlament, das ein Selbstbestimmungsgesetz erlässt, von dem Asylsuchende ausgeschlossen sind. Das eine Kostenübernahme medizinischer Transitionen durch die Krankenkasse für nonbinäre Menschen nicht vorsieht. Ein Parlament, das den Familiennachzug subsidiär Schutzbedürftiger aussetzt. Das Menschen ohne Lohnarbeit eigentlich gerne verhungern lassen würde. Ein Parlament, in den rechte Politiker*innen in ihren Reden ungehindert die widerlichsten Lügen über queere Menschen verbreiten können. Ein Parlament, das auf Drängen der CDU ein neues Gewaltschutzgesetz nur verabschiedet, nachdem jeder Hinweis auf trans, inter und nicht binäre Personen aus dem Text gestrichen wurde, also jenen Gruppen, die besonders von Gewalt bedroht sind, sagt:

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Sonntag 07.09.25, 09:08 Uhr
Ein Kurzroman aus dem Ruhrgebiet - Lesung

Andrea Behnke: Bahnhof Nord

Andrea Behnke liest am Donnerstag, den 11.9. um 18.30 Uhr im Nordbahnhof aus „Bahnhof Nord – Ein Kurzroman aus dem Ruhrgebiet“:
»Am Bahnhof Nord stehen Menschen am Gleis. Über die Jahrzehnte hinweg halten hier Züge, Menschen steigen aus und ein, kommen an und fahren weg. Ihre Herkunftsorte unterscheiden sich ebenso wie die Zielorte ihrer Reisen – und mit ihnen die Gefühle und Gedanken, die die unterschiedlichen Passagiere auf diesem Bahnhof begleiten.

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Samstag 06.09.25, 22:06 Uhr
Demonstration "Solidarität statt Rechtsruck" am 06.09.2025

Redebeitrag der DIDF-Jugend Bochum

Hi, ich bin Rosaria von der DIDF-Jugend Bochum.

Wir sind erfreut darüber, dass heute hier so viele stehen, um für unsere Zukunft, die der Kinder und Jugend in Bochum einzustehen. Und, dass so viele Leute gegen Rassismus und für soziale Rechte in unserer Stadt kämpfen!

Wir stehen hier heute, weil wir nicht tatenlos zusehen, wie der immer steigende Rechtsruck, Ängste schürt, und unsere Stadtgesellschaft gegeneinander ausspielt!

Und wir stehen heute hier, weil wir unsere sozialen Nöte nicht instrumentalisieren lassen wollen!

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Samstag 06.09.25, 21:49 Uhr
Demonstration "Solidarität statt Rechtsruck" am 06.09.2025

Redebeitrag der Seebrücke Bochum

Liebe Bochumer*innen, liebe Freund*innen,

viele Entscheidungen zum Asyl- und Aufenthaltsrecht werden auf europäischer-, Bundes- und Landesebene getroffen. Aber auch in Städten und Gemeinden wird Politik gemacht, die das Leben Geflüchteter unmittelbar prägt: Kommunen entscheiden darüber, ob Menschen würdig untergebracht werden, ob das Aufenthaltsrecht human angewandt wird und wie gut der Zugang zu Bildung und Teilhabe gelingt.

Wir sind heute hier, um klarzumachen: Bochum muss nach den Kommunalwahlen für eine menschenwürdige Fluchtpolitik stehen!

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Samstag 06.09.25, 21:35 Uhr

Perspektivenwechsel gelungen 1

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Rotunde am Freitagabend, als das Initiativenbündnis „Bochum gemeinsam“ zum „Perspektivenwechsel“ eingeladen hatte. Eine Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl sollte es werden, aber der anderen Art: Die Zivilgesellschaft, vertreten durch verschiedene Verbände und Initiativen, formulieren in drei Themenforen (Wohnen und Stadtentwicklung; Mobilität, Klima und Umwelt sowie Bürgerbeteiligung, Demokratie und soziale Gerechtigkeit) ihre Ideen und Anforderungen an die künftige Legislaturperiode, die Politik sitzt im Zuschauerraum, hört zu und stellt Fragen. Das Experiment hat geklappt – es war ein spannender Abend.

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Samstag 06.09.25, 21:30 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (34)

Bochumer LKW-Probleme (Rat)hausgemacht!

Früher bestimmte der Opel-Blitz das Stadtbild in Bochum, heute ist es das rote DHL-Logo auf gelbem Grund – und nicht nur aufgrund der durch alle Stadtteile kurvenden Auslieferungswagen. An immer mehreren öffentlichen Straßen stehen LKWs, die erkennbar für DHL anliefern. Angefangen hat alles mit der Inbetriebnahme eines der größten DHL-Paketverteilungszentren im ganzen Bundesgebiet auf der Fläche des ehemaligen Opel-Werk 1 in Laer. Verwaltung und Politik im Rathaus wollten den Betrieb unbedingt als Anker-Investor für das dort geplante Infrastrukturprojekt Mark 51°7.

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Samstag 06.09.25, 19:16 Uhr
Ausstellungseröffnung

Wie meine Hoffnung überlebt hat

Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums des Netzwerks Flüchtlinge Langendreer wird im Kino Endstation die Ausstellung gezeigt: „Wie meine Hoffnung überlebt hat – Frauengeschichten von Flucht und Vertreibung“. Am Mittwoch, den 11. 9. um 18.00 Uhr wird die Ausstellung eröffnet. Die Einladung: »Sie leben mitten unter uns: Frauen, die in ihrem Leben zur Flucht gezwungen waren – junge und alte Frauen, Frauen, die ihre Wurzeln in Deutschland haben ebenso wie solche, die aus vielen anderen Ländern hierher geflüchtet sind. Ihre Kraft schöpfen sie aus Musik, Tanz – und vor allem aus der Hilfe und Unterstützung durch andere Menschen.

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Samstag 06.09.25, 09:08 Uhr

„Demokratie Feiern“ am Kap

Die Initiative „Demokratie Feiern“ lädt am am 12. September 2025 von 18:00 bis 22:00 Uhr ein, „an der Kap Bühne im Herzen des Bochumer Bermuda-Dreiecks ein Zeichen für die Demokratie zu setzen“: »Gerade im Vorfeld der zwei Tage später stattfindenden Kommunalwahl will die Initiative aufmerksam machen auf die Bedeutung demokratischer Werte in unserer diversen und lebendigen Stadtgesellschaft und zur Beteiligung an der Wahl animieren. Gleichzeitig wissen wir, dass viele von euch unermüdlich Aktionen gegen Rechts organisieren. Seien es die ganzen Mahnwachen in der Innenstadt, die Menschenkette am Bahnhof oder der CSD am vergangenen Samstag.

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Samstag 06.09.25, 07:19 Uhr

Solidarität statt Rechtsruck!

Unter dem Motto „Solidarität statt Rechtsruck!“ ruft die Seebrücke Bochum für den heutigen Samstag zu einer Demonstration auf. Hinter dem Aufruf steht ein Bündnis von mittlerweile mehr als 15 Organisationen aus Bochum, die damit kurz vor der Kommunalwahl ein Zeichen gegen rechte Stimmungsmache, Rassismus, Queerfeindlichkeit und soziale Ausgrenzung setzen wollen.

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Freitag 05.09.25, 16:30 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (33)

Erich Kästner-Schule: Wald für Gewerbe geopfert!

Auf dem Gelände der ehemaligen Erich Kästner-Schule soll ein Wohnquartier mit u.a. 40 % dringend benötigtem preisgebundenem Wohnraum entstehen. Das Quartier soll hohen Ansprüchen an klimaschützendes und klimaresilientes Bauen, Wohnen und Leben gerecht werden. Für die erwartete Reduzierung von CO2-Emissionen hat eine Fachjury unter Leitung des NRW-Wirtschaftsministeriums das Wohnprojekt im Juni 2024 als „KlimaQuartier. NRW“ ausgezeichnet. Ob die Jury nicht darüber informiert war, dass neben dringend benötigten Wohnungen auch ein Gewerbeblock und eine Stellplatzanlage geplant sind, für die ca. 6000 m² Wald gerodet werden mussten? Müsste für eine Klima-Auszeichnung nicht das Bauvorhaben mit allen Auswirkungen als Ganzes bewertet werden?

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Freitag 05.09.25, 16:02 Uhr
Musikalisch untermalte Lesung:

Blumenwiesen und Minenfelder

Anja Liedtke wird am Mittwoch, den 10. September um 18 Uhr Auszüge aus ihrem Buch „Blumenwiesen und Minenfelder. Reiseerzählungen aus Israel.“ im Fritz Bauer Forum lesen, Annette Rettich untermalt die Veranstaltung musikalisch. Das Buch ist eine Auftragsarbeit der Holocaustüberlebenden Ester Golan. “Du hast uns Israelis in deinem Tagebuch so bunt und vielfältig dargestellt, wie wir wirklich sind. So will ich uns bei euch in Deutschland vermittelt sehen, verstehst du?” Anja Liedtke arbeitete als Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Jerusalem. Während dieser Zeit macht sie eine paradoxe Erfahrung: statt den Opfern zu helfen, wird ihr geholfen.

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Freitag 05.09.25, 15:37 Uhr
Bericht aus dem Zentrum der Atombombenexplosion

Singvögel und Raben waren auch nicht mehr da

Am Dienstag, den 9. September lädt die Zentralbücherei im BVZ um 19:00 – 20:30 Uhr zu einem Literaturkonzert mit Rima Ideguchi (Musik) und Fabian Liedtke (Text): »Shigemi Ideguchi (1919-2001) hat den Atombombenabwurf am 6. August 1945 auf Hiroshima aus nur 500 Metern Entfernung erlebt und überlebt. In dem Buch „Singvögel und Raben waren auch nicht mehr da – Bericht aus dem Zentrum der Atombombenexplosion“ hielt er seine Erinnerungen fest. Shigemi Ideguchi schildert nicht nur die Zerstörung von Gebäuden und Natur, sondern auch die Auswirkungen der atomaren Verstrahlung auf Körper und Seelen der Opfer. Angesichts der eingestellten Abrüstung und Drohungen mit Kernwaffen hat das Buch an Aktualität nicht verloren. 2015 haben seine in Bochum lebende Enkeltochter Rima Ideguchi und ihr Ehemann Fabian Liedtke das verstörend poetische Buch ins Deutsche übertragen.

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Freitag 05.09.25, 13:46 Uhr

Leben in einer bunten, offenen Gesellschaft?

In der Interviewreihe auf bochum-gemeinsam.de gibt es heute ein Gespräch mit Günter Scholten, ehrenamtlicher Organisator des von Künstler*innen selbst organisierten Showrooms, Oskar-Hoffmann-Straße 46, über die Situation der Freien Kultur in Bochum und was besser werden muss. Hier.


Donnerstag 04.09.25, 15:14 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (32)

Ende-aus-vorbei – der jahrelange Kampf um das Hallenfreibad in Höntrop

„Am 10. Oktober 2024 haben SPD, Grüne und CDU im Stadtrat das Sprungvergnügen von Bochums einzigem 10-m-Turm für immer beendet. Trotz des breiten Votums der Bürgerschaft verliert Bochum damit nicht nur das Höntroper Freibad.“ schrieben die ‚Freundinnen und Freunde des Hallenfreibads Höntrop‘ (FuF) nach der alles entscheidenden Ratssitzung.

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Donnerstag 04.09.25, 13:42 Uhr
Jubiläumsfeier Netzwerk Flüchtlinge

10 Jahre Netzwerk Flüchtlinge Langendreer

Das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer wird 10 Jahre – und das wird am Mittwoch, 10.9.2025 gefeiert!

Das Netzwerk lädt herzlich dazu ein.

Folgendes Programm ist vorgesehen:

»18:00 Uhr (kino.café): Eröffnung der Ausstellung „Wie meine Hoffnung überlebt hat – Frauengeschichten von Flucht und Vertreibung“ des Evangelischen Frauenreferats. (Jubiläumsfeier Netzwerk Flüchtlinge Langendreer: Bahnhof Langendreer und Wie meine Hoffnung überlebt hat: Bahnhof Langendreer)

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