Vor 50 Jahren ist die eigenständige Stadt Wattenscheid im Rahmen der Gebietsreform der Stadt Bochum zuschlagen worden. Gut für Bochum, das ansonsten wohl zwischen den Großstädten Essen und Dortmund in der Bedeutungslosigkeit verschwunden wäre. Aber schlecht für Wattenscheid, das noch heute dem Verlust der Eigenständigkeit nachtrauert. Die durch die Gemeindereform erfolgte Vergrößerung machte auch in Bochum eine Aufteilung in Bezirke und die Einrichtung von Bezirksvertretungen nebst Verwaltungsstellen erforderlich. Die Bezirke sollten durch die gleichzeitige Änderung in der Gemeindeordnung NRW (GO NRW) gestärkt werden, indem sie mehr Zuständigkeiten erhielten.
Der Kinder- und Jugendring Bochum lädt am Samstag, 20. September 2025 in der Zeit zwischen 12.00 und 16.30 Uhr zum 17. YOUTH OPEN / Weltkindertag auf der Wiese vor dem Bergbau-Museum (Herner Straße) ein: »Beim „YOUTH OPEN“ werden die Angebote und Möglichkeiten der Kinder- und Jugendarbeit in Bochum vorgestellt. Auf der Bühne und bei verschiedenen Aktionen wirken 40 Kinder- und Jugendgruppen mit und sind live mit ihren Angeboten zu sehen und zu hören. Es werden verschiedene Tanzgruppen, Kinderlieder, Live-Musik, Karate und eine Kinderdisco präsentiert.
Auf Initiative einer Bürgeranregung hat der Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Ordnung in der heutigen Sitzung einen Änderungsantrag beschlossen, der die Stadtverwaltung auffordert, eine Allgemeinverfügung zum Schutz nachtaktiver Tiere zu erlassen. Diese soll ein Benutzungsverbot von Mährobotern während der Nacht- und Dämmerungszeit vorsehen. Konkret dürfen Mähroboter ab 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang nicht mehr betrieben werden. Die Verfügung ist zunächst auf zwei Jahre befristet.
Satzungen sind eine trockene und meist schwer verständliche Materie, aber wie wichtig die Beschäftigung damit ist, hat das „Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung“ in eigener Sache erfahren – geht es den in Bochum aktiven Initiativen doch so gut wie immer um mehr Bürgerbeteiligung. Dazu Vorschläge in den kommunalen Gremien machen zu dürfen, regelt § 24 Gemeindeordnung NRW. Dieser Paragraph gibt allen Einwohner*innen ein kommunales Petitionsrecht. Anregungen können damit ohne Umweg über Parteien direkt in die kommunalen Gremien gebracht werden. Das angerufene Gremium muss die Eingabe entgegennehmen, sich mit ihr sachlich befassen und das Ergebnis dieser Prüfung mitteilen. In Bochum gilt dies nach der Hauptsatzung aber durchaus nicht immer!
Auf eine aktuelle Anfrage von Radio Bochum hin hat die Verwaltung am 10. September erklärt, dass es weiterhin keine Pläne für die Einführung eines „Frauen-Nacht-Taxis“ in Bochum gibt. Verkehrspolitikerin Judith Wiemers von Volt fordert ein schnelles Umdenken der Verantwortlichen.
Seit dem Start der Mietwucher-App der Linken im Juni sind in Bochum bereits knapp 50 Fälle an das zuständige Wohnungsamt gemeldet worden. Nach der Auswertung liegt die durchschnittliche Überschreitung der ortsüblichen Vergleichsmiete bei 48 Prozent. In über einem Dutzend der Fälle lag die Überschreitung sogar bei mehr als 50 Prozent – ein klarer Hinweis auf Mietwucher nach § 291 StGB.
Mit seinem 21. Klimanotstandsbrief wendet sich das Bochumer Klimaschutzbündnis „BO Klima“ an die SPD Fraktion. Thema ist das Bebauungsplanverfahren 0294 „Overdycker Straße“ in Hamme. Dort sollen 65 Wohneinheiten und eine KiTa entstehen. Opfer dieser Pläne ist wie so oft eine Waldfläche. Die SPD hat die Pläne bereits gutgeheißen. BO Klima hat jedoch Ideen, wie das Wäldchen gerettet werden könnte, ohne die Baupläne auzugeben. Hier im Wortlaut.
Die Entscheidung im Rathaus, Bochum zu einer global nachhaltigen Kommune (kurz GNK) zu machen, bot die große Chance, mit zahlreichen Akteur*innen einen guten Plan zu erarbeiten: Im Frühjahr 2021 wurden Politiker*innen, Verwaltungsmitarbeitende und Aktive aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen Initiativen eingeladen, gemeinsam eine Nachhaltigkeitsstrategie zu formulieren. Die Arbeitsergebnisse waren nach vielen anstrengenden, aber produktiven Sitzungen nach 1 ½ Jahren konsensual abgestimmt – ein insgesamt für alle Beteiligten spannender und lehrreicher Prozess, der zeigte: Wir kriegen zusammen echt viel hin!
Fridays for Future gehen wieder auf die Straße, kurz vor der Kommunalwahl, um Klimagerechtigkeit von der Politik einzufordern. Denn die Kommunalwahl hat großen Einfluss auf die konkrete Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen vor Ort in Bochum und die nächsten Jahre sind entscheidend! Das ganze startet am morgigen Freitag, den 12. September um 15 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof.
Die NaturFreunde Bochum Langendreer laden ein zur Diskussion über die attac-Kampagne „Tax the rich“ TERMIN: 18.09.2025 19:30h ORT:, NaturFreundeZentrum Hohe Eiche 20
»In Deutschland besitzt das reichste Prozent der Bevölkerung ein Drittel des Vermögens. Die ärmere Hälfte hat zusammen nicht einmal zwei Prozent.
Vor allem seit der Corona-Krise können wir beobachten, wie Milliardäre immer reicher werden. 10 % der Haushalte in Deutschland besitzen 60 % des Vermögens in Deutschland. Die obersten 1 % besitzen dabei, laut Hans-Böckler-Stiftung, rund 30% des Vermögens. Für sie sind weitere Steuersenkungen geplant, obwohl sie übermäßig von den Investitionen des Staates profitieren.
Das Initiativenbündnis „Bochum gemeinsam“ hat die Statements der einzelnen Initiativen, die in den drei inhaltlichen Podien gehalten wurden, veröffentlicht. Zu finden hier.
Nur 7,5 % Wald gibt es auf Bochumer Stadtgebiet – bald ist es geschafft, mit weiteren Abholzungen von Platz 2 auf den traurigen Spitzenplatz der waldärmsten Kommune NRWs zu vorzurücken. Vor allem zum Ende der Legislatur hatte es die Verwaltung eilig, so viele Bauvorhaben wie möglich von den Gremien abnicken zu lassen, frei nach der Devise: Bauen vor Klima! Brisantes Dauerthema: das Fällen von altem Baumbestand, das Versiegeln ökologisch wertvoller Freiflächen, das Geringschätzen von Frischluftschneisen und Kaltluftsammelbecken, der Verlust von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.
Die Initiative Fuss e.V. Bochum hat mit ihrem Projekt „Mit Neugier durchs Quartier“ den 5. Platz beim Wettbewerb Nachbarschaftsheld:innen 2025 errungen. Ziel des Projekts ist es, »gemeinschaftliche Sparziergänge in unserer Nachbarschaft zu organisieren. Indem wir unsere eigene Wahrnehmung schärfen, möchten wir unser Viertel aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Nach dem Motto Dialog im Gang stehen bei den Spaziergängen Gespräche und das soziale Miteinander im Vordergrund. Zum Ausklang möchten wir auf eine Tasse Kaffee und Kuchen zusammenkommen.
Die Falken organisieren eine Reihe von Veranstaltungen und schreiben : >> Der September bringt in Hamme, Hofstede und Riemke spannende und kostenlose Angebote für Kinder und Jugendliche. Verschiedene Partnerorganisationen laden ein, gemeinsam kreativ zu werden, Sport zu treiben, zu spielen und neue Fähigkeiten zu erlernen. Kostenloses Kunstprojekt ab 1. September Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendfreizeithaus Riemke sowie einem professionellen Künstler startet am Montag, den 1. September 2025, ein kreatives Kunstprojekt für Jugendliche ab 12 Jahren. Das Projekt ist kostenfrei und bietet Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen künstlerisch umzusetzen.
Nach der erfolgreichen Premiere seines neuen Stückes vor einer Woche im Bahnhof Langendreer ist nun etwas Zeit zum Durchatmen. Der September bietet Zeit für Stimmbildung und um neue Stücke zu probieren – also Gelegenheit zum Kennenlernen und Schnuppern. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – einfach kommen und mitmachen.
‚Bezirke stärken‘ war im Jubiläumsjahr der Gemeindereform 2025 ein bei Rot-Grün gern gepflegter Anspruch. Leider warten die Bürger*innen in den Quartieren bis heute meist vergeblich auf die segensreichen Auswirkungen dieser stärkenden Politik. Dabei hatte die SPD sich im April 2024 für den Ausbau des bürgernahen Angebots durch möglichst flächendeckend niedrigschwellige Treffpunkte ausgesprochen und fragte die Verwaltung sogar nach der Entwicklung von Mindest- und Qualitätsstandards. (Die Anfrage)
In einer Mitteilung der Antifaschistischen Linken wird zum Protest gegen eine geplante Kundgebung der „Heimat“ aufgerufen: »Am Freitag, dem 12. September, führt die neonazistische Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) ihre zweite „Tour de Ruhr“ zur Ruhrparlamentswahl 2025 durch. In diesem Rahmen haben die Faschisten, getarnt als „bürgernahe Wahlkämpfer“, eine Kundgebung neben dem Dr. Ruer-Platz in Bochum angekündigt. Wir als Bochumer Antifaschist*innen werden diese Provokation nicht unbeantwortet lassen und rufen zu Gegenprotesten auf. Kommt am Freitag um 12:30 Uhr zur Harmoniestraße in der Bochumer Innenstadt!
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA Bochum) ruft zur Teilnahme an der traditionellen Kranzniederlegung zur Ehrung und zum Gedenken an die ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg auf: »Treffpunkt ist am Sonntag, 14. September 2025, um 11.00 Uhr, am Haupteingang des Friedhofes Freigrafendamm.
Sichere Fahradwege sind für die Stadt Bochum anscheinend ein unlösbares Problem. Die 2 Teilstücke der Veloroute 1, die jetzt freigegeben wurden, wurden umgehend vom ADFC kritisiert:
»2023 wurden Velorouten als zentrales Konzept für Radfahren in Bochum beschlossen, um den Radverkehr zeitnah sicherer und attraktiver abseits der Hauptrouten zu gestalten. Die ersten Teilstücke Route zwischen nun freigeben. Mit enttäuschenden Ergebnis
Liebe Bochumerinnen und Bochumer! Wir haben die Strecke geschafft – gemeinsam sind wir durch die Stadt gefahren, vorbei an all den Stellen, wo Radfahren noch immer gefährlich ist.
Jetzt stehen wir hier – vor dem Rathaus. Der richtige Ort, um an das neue Stadtparlament und an die zukünftige Oberbürgermeisterin oder den Oberbürgermeister zu sagen: Wir erwarten: Radfahren in Bochum muss sicher werden – und zwar sofort!
Bochum soll vom Nachzügler zum Vorreiter werden. Sicherheit und Gerechtigkeit im Straßenverkehr dürfen keine Träumerei sein – sie müssen Realität werden.
Und genau dafür fahren wir weiter – am 20. September bei der Kidical Mass, bei der es um die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr geht.
„Bis dahin gilt: Bleibt weiterhin sichtbar. Bleibt auf dem Fahrrad. Und bleibt aktiv – am besten gleich bei der Podiumsdiskussion.
Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub lädt euch ein – heute von 13 bis 15 Uhr in die Quartiershalle der Ko-Fabrik. Zu Fuß nur 5 Minuten von hier und mit dem Fahrrad sogar doppelt so schnell.
Dort diskutieren fünf OB-Kandidat:innen über die Radpolitik. Geht hin, stellt Fragen – und zeigt, dass wir Veränderung wollen.“
„Danke, dass ihr dabei wart – und hoffentlich: bis gleich!
Schön dass ihr so zahlreich erschienen seid bei diesem perfekten FahrradFahrWetter.
Wir stehen hier vor dem Schauspielhaus – einem Ort für Kultur, für neue Perspektiven, für Begegnung.
Heute nehmen wir diese Idee mit auf die Straße. Denn auch Bochums Straßen brauchen neue Perspektiven: Sicherheit. Gerechtigkeit. Platz für alle.
Aus diesem Grund hat die Radwende Bochum, zusammen mit dem VCD und dem ADFC Bochum, diese Demo organisiert – unter dem Titel: „Fair mobil in Bochum.“
Wir demonstrieren heute, weil: – Radwege noch immer abrupt enden. – Autos – meist ohne Konsequenzen – auf Radspuren parken. – Kinder nicht sicher mit dem Fahrrad zur Schule fahren können. – und weil Tempo 50 für Autos auf Straßen mit schlechten Radwegen erlaubt ist.
Das ist lebensgefährlich!
Wir wollen eine fehlerverzeihende Infrastruktur – eine, in der auch unerfahrene Radfahrende und Kinder unversehrt ans Ziel kommen und in der sich alle sicher fühlen können. Solche Bedingungen hat Bochum noch nicht. Bochum ist noch keine Fahrradstadt.
Aber das kann sich ändern. Indem Menschen wie ihr gemeinsam zeigen, dass es euch wichtig ist. Genau deshalb ist diese Demo heute ein starkes Zeichen.
Und einen besseren Zeitpunkt für so ein Zeichen gibt es nicht. Die Kommunalwahl ist in acht Tagen. Deshalb ist jetzt der richtige Moment, sichtbar zu sein und zu zeigen, was uns wichtig ist.
Wir appellieren an alle Bochumerinnen und Bochumer, und wir appellieren an das zukünftige Stadtparlament und an die neue Oberbürgermeisterin oder den neuen Oberbürgermeister:
Bochum muss bei den Radfahrbedingungen vom Nachzügler zum Vorreiter werden!
Um diesem Ziel näher zu kommen sind u.a. 3 unserer Forderungen, an das neue Stadtparlament: –1. ein durchgängiges, sicheres und komfortables Radwegenetz, –2. Tempo 30 und Sicherheitstrennstreifen überall dort, wo sie fehlen, –3. und mehr Platz für Rad-, Fußverkehr und ÖPNV – also echte Flächengerechtigkeit!
Bevor wir gleich losfahren, noch drei kurze organisatorische Hinweise:“
„Im Anschluss an die Demo findet für alle, die noch nicht genug haben, in der Ko-Fabrik eine Podiumsdiskussion des ADFC mit 5 Oberbürgermeister-Kandidat*innen statt
„Gleich zu Beginn biegen wir von der Hattinger Straße links in die Friederikastraße ab. Achtet dort besonders auf die Straßenbahnschienen, passt bitte auf eure Kinder auf. An der Stelle stehen Ordner, die euch zusätzlich warnen werden.“
„Und falls Kinder mitfahren und nicht die ganze Strecke fahren möchten: Ein guter Punkt zum Aussteigen ist der Stadtpark. Dort halten wir ohnehin noch einmal für eine kurze Kundgebung.“
„So – genug der Worte: Jetzt lasst uns für ein fahrradfreundliches Bochum demonstrieren. Danke, dass ihr dabei seid und ein Zeichen setzt für sichere und gerechte Mobilität.
Lasst uns gemeinsam losfahren, sichtbar und laut sein – Lasst eure Klingeln erklingen – los gehts!
„Das Radkreuz ist der innerstädtische Verteiler für den gesamtstädtischen Radverkehr. Der direkte Weg quer durch die Innenstadt ist schneller, komfortabler und zugleich sicherer als der Weg über den Ring.“ So stellte OB Eiskirch am 27. 9. 2023 in einer Pressemitteilung die zukünftige Radverkehrsplanung in der Innenstadt vor. Weiter versprach die Stadt damals – also vor 24 Monaten: „In den nächsten 18 Monaten wird sich die Innenstadt zugunsten des Rad- und Fußverkehrs sichtbar verändern.“ Davon ist wenig zu sehen. Angekündigt wird allerdings, dass der geplante Radweg am Husemannplatz unterbrochen werden soll. Die Ankündigung „schneller, komfortabler und direkter Weg“ ist vergessen. Das Radkreuz-Konzept wird zwei Jahre nach seiner Verkündung völlig in Frage gestellt.
»Wir organisieren eine Jam-Session für FLINTA* (Frauen, Lesben, Inter-, nichtbinäre, Trans- und Agender-Personen).
Freitag, 12.09.2025, 19.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Studio 108, Eintritt frei
Gemeinsam Musik zu machen bringt uns zusammen, löst Glück in uns aus und ist eine der ältesten Methoden, sich miteinander verbunden zu fühlen. Deshalb wollen wir einen Raum schaffen, indem wir unsere Musikalität fördern und bestärken, aber auch vernetzen und uns besser kennenlernen.
Gesundheit ist ein Menschenrecht – psychosoziale Versorgung von Geflüchteten stärken!
Danke für die Möglichkeit, heute hier sprechen zu dürfen. Wir alle stehen heute hier, um uns Bochum als solidarische Stadt zu erkämpfen – als einen sicheren Hafen für Schutzsuchende, auch und gerade in Zeiten von einer immer unmenschlicher werdenden Asylpolitik und dem Rechtsruck, der bis in die sogenannte Mitte der Gesellschaft reicht. Wir sagen: Jetzt erst recht! Wir sind gekommen um zu bleiben!
Kurz vor der Kommunalwahl rief die Radwende Bochum in Kooperation mit dem ADFC Bochum zur großen Fahrraddemo auf. Trotz einiger Fortschritte bleibt Radfahren, besonders für Kinder und unsichere Radfahrer*innen, oft gefährlich und umständlich. Radwege enden abrupt. Das wurde auf den Stationen der Demonstration praktisch sichtbar und in den Reden die Erfahrungen mit der aktuellen Situation beschrieben.
Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten, liebe Zuschauer und Interessierte
Schön, dass ihr so zahlreich dabei seid!
Wir haben jetzt ungefähr die Hälfte unserer Fahrraddemonstration erreicht und schon einige Stellen gesehen, auf denen das Fahrradfahren gefährlich ist. Vor allem weil die Infrastruktur für Radfahrende lückenhaft ist. Hier ein paar Beispiele:
Gleich am Anfang unserer Demo sind wir auf der Hattinger Straße gefahren. Hier hat die Stadt beim Umbau der Straße einen Radweg angelegt. In Richtung Linden wurden Trennelemente eingebaut, die parkenden Autos die Möglichkeit geben über den Radweg zu fahren um die Parkplätze zu erreichen oder illegal auf dem Radweg zu parken. Dies wurde dann als Protected Bikelane verkauft, war aber in Wahrheit eine gefährliche Semi-Protected-Bikelane. Erst nach mehreren Unfällen und massivem Protest unter anderem von der Radwende sind die gefährlichen Trennsteine dann entfernt worden.
Am Ende der Umbaumaßnahme hört der Radweg dann einfach auf. Wir haben selbst erfahren, wie gefährlich das Abbiegen von der Hattinger Straße auf die Friederikastraße ist. Straßenbahnschienen stellen eine große Gefahr für Radfahrende dar, wenn man sie nicht in einem steilen Winkel überfahren kann.
Die Königsallee hat jetzt endlich Radwege bekommen. Aber wieso enden sie schon wieder hinter dem Park? Zwischen Innenstadtring und Arnikastraße finden wir nur fehlende oder vollkommen unzureichende Radwege vor.
Mit großem TamTam wurde das Radkreuz durch die Bochumer Innenstadt vorgestellt. Jetzt wird eine der wichtigsten Radialen durch die Innenstadt mit dem Husemannplatz unterbrochen. Wie hier RadfahrerInnen den Husemannplatz mit wahrscheinlich viel Fußgängerverkehr kreuzen sollen wurde wohl nicht bedacht und ist bis heute nicht klar.
Wir sind über den Nordring gefahren. Nachher werden wir den Ring komplett fahren. Die Stadt Bochum weigert sich über einen Fahrradweg auf dem Ring nachzudenken. Auch ein Bürgerantrag für Tempo 30 wegen zu hoher Lärmemissionen wurde abgelehnt. Hier soll also weiterhin Freie Fahrt mit 4 Spuren für den Autoverkehr gelten. Ist das fair? Ein gutes Beispiel aus unserer Nachbarstadt Dortmund: Hier wird der Ring, der hier Wall heißt, komplett beidseitige Radwege bekommen. Dortmund hat auch auf fast allen lärmkritischen Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 angeordnet.
Wir sind hier an der Bergstraße. Hier ist der viel zu schmale Schutzstreifen für den Radverkehr vollkommen unzureichend. Bereits in 2020 hat die Radwende einen Bürgerantrag für Tempo 30 auf der gesamten Bergstraße gestellt. Der Antrag wurde natürlich abgelehnt.
Auf die schlechte Fahrradinfrastruktur auf der Herner und Dorstener Straße haben wir auf unserer Demonstration im Mai hingewiesen. Die Radwege sind hier zu schmal und es fehlen Sicherheitstrennstreifen zu parkenden Autos. An 2 Stellen gab es hier im letzten Jahr Dooring-Unfälle, auf die wir mit einer Aktion aufmerksam gemacht haben.
So jetzt aber Schluss mit den schlechten Nachrichten. Wir machen uns jetzt wieder auf den Weg und fahren über die Freiligrathstraße auf die Herner Straße. Dabei kreuzen wir am Bergbaumuseum die geplante Veloroute 1. Dann geht es über die Herner Straße auf den Ring, den wir komplett fahren und dann geht es zum Rathaus. Hier endet unsere Demonstration.
Ich möchte noch auf zwei Gefahrenpunkte auf unserer Demonstration hinweisen: Wenn wir vom Ring in die Dorstener Straße fahren, ist es hier teilweise eng bis zu den Straßenbahnschienen. Noch enger wird es auf dem letzten Stück zum Rathaus auf der Hans-Böckler-Straße. Hier können wir die Schienen dann in einem guten Winkel queren. Es sind hier aber 2 enge Kurven zu fahren. Passt auf euch auf!!
Ich wünsche euch weiterhin eine gute Demonstration
Heute spreche ich hier nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Geflüchtete.
Wir alle mussten unsere Heimat verlassen.
In unseren Ländern gibt es Gewalt, Unterdrückung und keine Menschenrechte.
Ich komme aus dem Iran.
Dort werden Menschen verfolgt, verhaftet oder sogar getötet, nur weil sie Freiheit wollen oder ihre Meinung sagen.
Frauen und Männer, die für Gerechtigkeit kämpfen, haben dort keine Sicherheit.
Darum sind viele von uns hierher geflohen.
Wir haben unsere Familien, Freunde und unser altes Leben zurückgelassen.
Wir hatten nur einen Wunsch: Sicherheit und ein Leben in Würde.
Deutschland hat uns diese Chance gegeben.
Hier fühlen wir uns sicherer.
Hier gibt es mehr Respekt, mehr Freiheit und mehr Möglichkeiten.
Das ist für uns sehr wichtig – auch wenn wir noch keinen festen Aufenthalt haben.
Ich glaube, die Menschen werden in Zukunft stolz auf Deutschland sein.
Stolz, weil dieses Land seine Türen geöffnet hat.
Stolz, weil es Menschen geholfen hat, die Schutz brauchen.
Jetzt möchte ich sagen:
Wenn Sie Geflüchtete schützen, schützen Sie auch die Menschenrechte.
Und Menschenrechte sind für alle wichtig.
Im Namen vieler Geflüchteter sage ich:
Danke, Deutschland, für diese Chance.
Wir hoffen, dass wir eines Tages auch etwas zurückgeben können – mit unserer Arbeit, mit unserer Dankbarkeit und mit unserem Beitrag für diese Gesellschaft.
Saniertes Kommandanturgebäude – kurz vor der Eröffnung? – Foto: Myra Kaiser
Am Tag des Denkmals am 14. September lädt die Initiative Gedenkort Bochum-Bergen um 14 Uhr zu einem Rundgang auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers ein: »Bei dem Rundgang auf dem noch bewohnten Gelände werden anhand von anschaulichen Dokumenten die Geschichte der Entstehung des Lagers, die Herkunft und das Leben der hier untergebrachten Zwangsarbeiter sowie die besonders harten Arbeits- und Lebensbedingungen auf der Krupp-Zeche „Constantin der Große“ erfahrbar.
Ich stehe hier für die Omas gegen Rechts, genauer die Arbeitsgruppe Flucht und Migration.
Wir sind besorgt –
besorgt um Menschen, denen bereits an der Grenze verwehrt wird, einen Asylantrag zu stellen und die direkt zurückgewiesen werden;
besorgt um Geflüchtete, deren Freiheit beschränkt wird, die gezwungen sind, bis zu 24 Monate lang in Massenunterkünften zu leben oder die bereits an der Grenze inhaftiert werden.
Wir sind entsetzt über die Toten im Mittelmeer oder in der Wüste, die auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg oder Klimakatastrophen ums Leben kommen, denn ihre Rettung wird nicht zugelassen;
Ende der 1970er Jahre wollte eine damals noch mit absoluter Mehrheit ausgestattete SPD schon einmal die unmittelbar an das Königsbüscher Wäldchen angrenzende Grünfläche nordöstlich der Kläranlage Ölbachtal bebauen. Das stieß auf erheblichen Widerstand. Das Oberverwaltungsgericht in Münster erklärte den vom Rat beschlossenen Bebauungsplan damals nach eingehender Ortsbesichtigung für nichtig. Entscheidend für das Gericht war die besondere Bedeutung der Gegend u.a. zur Erholung für die in der Hustadt Wohnenden.
Mit dem Aufruf „Solidarität statt Rechtsruck“ hatte die Seebrücke, unterstützt von vielen Initiativen und Organisationen, am gestrigen Samstag zu einer Demonstration durch die Bochumer Innenstadt aufgerufen. Die Polizei zählte 600 Teilnehmende. Sie selbst war mit einem völlig überdimensionierte Aufgebot erschienen. Vier Beamt:innen reichten, um eine Gruppe von AfD-Anhänger:innen abzudrängen, die die Demonstration stören wollten. Auf der Demonstration wurden sehr hörenswerte Reden vorgetragen.
mein Name ist Katharina Schwabedissen. Ich arbeite als Gewerkschaftssekretärin mit den Menschen, die jeden Tag in Kitas und Krankenhäusern erleben müssen, was es heißt, wenn Sozialpolitik in den Hintergrund tritt. Was es heißt, wenn für Kranke und Kinder nicht das Geld und die Strukturen da sind, die es braucht, um gut versorgt zu werden, frühkindliche Bildung für alle selbstverständlich gut und umfassend möglich zu machen und nicht krank bei der Arbeit zu werden.
Das Initiativenbündnis „Bochum gemeinsam“ hat die Bochumer Parteien gebeten, Bürgerbeteiligungsbeauftragte zu benennen und diesen Fragen gestellt. Fünf Parteien haben uns geantwortet. Die Antworten wurden Freitag Abend auf der Veranstaltung „Perspektivenwechsel“ vorgestellt und sind jetzt auch hierzu finden.