Jörg Lukat ist Oberbürgermeisterkandidat von SPD und Grünen. Er war zuvor Polizeipräsident in Bochum und wurde im letzten Jahr in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Von 2001 bis 2006 war er Leiter des polizeilichen Staatsschutzes in Dortmund. In dieser Zeit ist Dortmund zu einer Nazi-Hochburg in NRW geworden und es kam zu zwei Morden durch Rechtsextreme in Dortmund. Im Jahr 2005 wurde Thomas Schulz von einem Mitglied der örtlichen Neonazi-Szene, getötet. Ein Jahr später wurde Mehmet Kubaşık von der Terrorgruppe „NSU“ erschossen. Die Polizei hat in diesem Fall völlig versagt und das Opfer verdächtigt, in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen zu sein. Hinweisen auf rechte Täter wurde nicht nachgegangen. Ein Recherche Team hat das damalige Verhalten von Lukat und die Aussagen von ihm vor den NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages untersucht und berichtet darüber auf Indymedia: Jörg Lukat & der NSU.
Zur Demo am 29.8.25 übersendet uns der Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e.V. folgenden Bericht:
»Im Rahmen des landesweiten Aktionstages des Bündnisses „Wir wollen wohnen“ folgten am 29.August über 80 Menschen dem Aufruf zu einer Kundgebung. Die Bochumer Veranstalter:innen sehen in Bezahlbarem Wohnen eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Die Mieten steigen, Sozialwohnungen verschwinden, und Menschen mit geringem Einkommen werden verdrängt oder gar wohnungslos. Allein seit 2021 sind die Angebotsmieten in Bochum um mehr als 20 Prozent gestiegen.
Unter dem Motto „Solidarität statt Rechtsruck!“ ruft die Seebrücke Bochum für Samstag zu einer Demonstration auf. Hinter dem Aufruf steht ein Bündnis von mittlerweile mehr als 15 Organisationen aus Bochum, die damit kurz vor der Kommunalwahl ein Zeichen gegen rechte Stimmungsmache, Rassismus, Queerfeindlichkeit und soziale Ausgrenzung setzen wollen.
Gut zwei Jahre ist es her, dass VVN-BdA und Bündnis gegen Rechts eine Anregung. wie sie in der Gemeindeordnung vorgesehen ist, an den Kulturausschuss der Stadt Bochum gerichtet haben. Die Anregung, endlich an der Stelle der ehemaligen Pluto-Garagen am Nordring eine Erinnerungstafel anzubringen, wurde fünf Monate später bis auf eine Gegenstimme abgelehnt. In den Gebäude befand sich die Zentrale der Bochumer SS. Hierher wurden widerständische Menschen verschleppt, gefoltert und ermordet. Begründet wurde die Ablehnung der Gedenktafel „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ mit dem Verweis auf die Bochum Strategie 2030, in der die Kernaktivität „Erinnern statt Vergessen“ einen Platz zumindest als Absichtserklärung gefunden hat.
Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes (Trailer)
Am morgigen Donnerstag, startet das Unlimited Hope Filmfestival 2025. Der besonders beeindruckende Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ ist morgen Abend im Fritz Bauer Forum zu sehen. Zum vollständigen Programm des Festivals.
Die Aktionen der Naturfreunde Langendreer im September — ein kleiner Ausschnitt bis Mitte September Alle Infos zu den Veranstaltungen auch : hier >> * Nachhaltigkeitstag der Bezirksvertretung Bochum-Ost, Fr. 05 Sep. 2025 @ 16:00 Uhr – 20:00 Uhr Wir beteiligen uns mit einem Infostand und kleineren Aktion am Nachhaltigkeitstag der Bezirksvertretung. Der Nachhaltigkeitstag findet am Schulhof der Bezirksmusikschule, Alte Bahnhofstr. 12, Bochum. Über Mithilfe würden wir uns freuen. Wir wollen unter anderem selbstgemachte Lebensmittel aus Langendreer zum Probieren anbieten: Brennnessel-Pesto etc. weitere Informationen
Das Offene Antifa Café im Sozialen Zentrum lädt am 10. 9. ein zur Podiumsdiskussion mit den Gruppen *Stadt für Alle* und *Rat von unten/IDK*: »Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie zivilgesellschaftliche, außerparlamentarische Initiativen konkrete politische Handlungsspielräume eröffnen – und warum diese für eine solidarische und gerechte Gesellschaft unverzichtbar sind. Wie können wir von unten Veränderungen anstoßen, statt auf Entscheidungen von oben zu warten? Welche Strategien und Erfahrungen gibt es bereits – und wie lassen sie sich weiterentwickeln?
Wer genauer wissen möchte, was und wer am Freitag zu erwarten ist, der wird durch das aktuelle Interview auf der Seite von Bochum gemeinsam aufgeklärt. Dort erläutern Andrea Wirtz und Törk Hansen wie die „andere Wahldiskussion“ ablaufen soll. Wer dabei sein wird: „Zuerst natürlich die Menschen aus der Zivilgesellschaft und wir hoffen, dass – trotz der vielen anderen Veranstaltungen im Moment – Viele kommen. Dann die OB-Kandidat*innen der demokratischen Parteien. Zugesagt haben die Kandidat*innen von SPD/Grüne, Linke, Volt/Stadtgestalter, UWG, Die Partei und die FDP mit einem Vertreter. Und schließlich Kandidierende für Rat und Bezirksvertretungen – da gibt es bisher Rückmeldungen von allen außer SPD und CDU.“ Weitere Informationen zum Ablauf und den Spielregeln in dem Interview auf der Seite von Bochum gemeinsam.
An der Overdyker Straße soll ein Wohngebiet entstehen. Hierfür müsste der dortige Wald gerodet werden. Aufgrund von Änderung der Planungsziele in dem seit mehr als 10 Jahren laufenden Bebauungsplanverfahren musste im Mai 2025 erneut eine Informationsveranstaltung im Rahmen einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgen. Einen Tag vor der Bürgerversammlung ließ die SPD durch ihre Ratsmitglieder Simone Gottschlich und Jörg Laftsidis die vorzustellenden Pläne positiv auf der Webseite der SPD bewerten. Die von der Verwaltung vorgelegten Pläne sähen vielversprechend aus. Die Planung klinge nach einem guten Rundum-Paket. Auf die nach den Plänen erforderlichen Totalrodung des Waldes an der Overdyker Straße gingen die SPD-Mitglieder in ihrer Verlautbarung mit keinem Wort ein.
Unter der Unterüberschrift „Was haben die Menschenrechte in der Türkei mit Deutschland zu tun?“ findet am kommenden Donnerstag eine Veranstaltung im Bahnhof Langendreer statt. Zum Inhalt heißt es: »Die Menschenrechtslage in der Türkei verschlechtert sich zunehmend. Besonders kurdische zivilgesellschaftliche Netzwerke und aktivistische Gruppen sind vor Menschenrechtsverletzungen in der Türkei nicht geschützt. Auch in Deutschland beobachten wir einen Zuwachs an Gewalt und Entmenschlichung, nicht nur auf kurdische Aktivist*innen. Im Rahmen eines immer autoritärer werdenden geopolitischen Klimas wollen wir unter Freunden ins Gespräch kommen und voneinander lernen um unsere politischen Ziele sowohl in der Türkei als auch in Deutschland zu verwirklichen.
Uns erreichte der Leserbrief von Werner Meyer-Deters, der den gestrigen Artikel in der WAZ zu der AfD zum Thema macht und er schreibt: »Ich bin sehr beunruhigt und halte es für grundfalsch, dass die im Artikel gestellte Frage zur Selbstverortung der AfD dieser Gelegenheit gab, ihre eigentliche demokratie- und fremdenfeindliche Haltung hinter einem verharmlosenden Selbstbild und Ablehnung von wichtigen umweltrelevanten Maßnahmen zu verstecken, und ich kritisiere, dass der AFD in dieser Weise mit einer neutralen Attitüde prominent Platz auf der ersten Lokalseite eingeräumt wurde.
Zu Beginn die positive Nachricht: das Handlungsfeld 31 „Stärkung und Ausbau der Literatur im Kulturleben der Stadt“ startete Ende 2022 und mittlerweile kooperiert hier die Freie Kulturszene Hand in Hand mit der VHS, der Stadtbücherei und dem Kulturbüro Bochum – Literaturszene Bochum. Partizipation ist also möglich, wenn es die Verwaltung will. Trotz sehr unterschiedlicher Interessen reden alle miteinander und in 2026 soll eine Art virtuelles Literaturhaus entstehen. Sofern Menschen zusammenkommen, die an echte Partizipation glauben, funktioniert das auch in Bochum.
Die reaktionären Proteste gegen die Corona-Beschränkungen und ihr weiterer Verlauf Eine gemeinsame Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Bochum und des offenen Antifa Café Bochum mit dem Buchautor Lucius Teidelbaum
Das „Offene Antifa Café“ schreibt dazu: »Seit Mitte April 2020 wurde bundesweit gegen die Corona-Beschränkungen der Regierung protestiert. Von Anfang an beteiligten sich extreme Rechte an den Demonstrationen, zum kleineren Teil organisierten sie diese auch. Aber auch (Ex-)Linke waren beteiligt.
Die Omas gegen Rechts haben zur Kommunalwahl am 14.9. ein Kneipenquiz konzipiert, das in verschiedenen Lokalen stattfindet. Die nächsten (und letzten) Termine sind: 03.09., 19.00 Uhr, KoFabrik, Stühmeyerstr. 33, 04.09., 19.00 Uhr, FreiRaum, Dr. C.-Otto-Str. 126, Bochum Dahlhausen, 10.09., 19.00 Uhr, Wiesmanns, Hochstr. 65, Bochum Wattenscheid 12.09., 19.00 Uhr, Naturfreunde, Höhe Eiche 20, Bochum Langendreer
Montag 01.09.25, 10:14 Uhr
Kundgebung des „Wir wollen wohnen“-Bündnisses Bochum am 29. 8. 2025
Sehr geehrte Mitstreiter und -Innen, Liebe Kolleginnen und Kollegen, Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, die Aussage: Wohnen ist ein Menschenrecht Denn Wohnraum gehört zu den lebensnotwendigen Gemeingütern, die staatlich zu gewährleisten sind – jedenfalls dann, wenn der Markt versagt. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich immer weiter zu. Bezahlbarer Wohnraum ist kaum noch zu finden; die Bautätigkeit hält mit der Nachfrage nicht Schritt. Wenn aber der Markt versagt, muss der Staat regulierend eingreifen, um ungerechtfertigte Gewinne zu Lasten breiter Bevölkerungsschichten zu verhindern. Wenn der Markt es nicht schafft, genügend Sozialwohnungen zu bauen, ist es Aufgabe des Staates, das elementare Menschenrecht auf Wohnen zu sichern.
Der Kinder- und Jugendring informiert über eine Veranstaltung am 9. September, zu der er gemeinsam mit der AGOT (Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen) laden. Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene sind ab 18.00 Uhr eingeladen zur jugendpolitischen Veranstaltung zur Kommunalwahl in das Atrium der Stadtwerke (Ostring 28, 44787 Bochum) und zum Inhalt schreibt er: »damit sie die Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl und Kandidaten für den Rat und die Bezirksvertretungen persönlich kennenlernen können.