Donnerstag 22.07.21, 17:08 Uhr
Nur 18.000 Unterschriften bisher in NRW: Appell der Volksinitiative Gesunde Krankenhäuser

Die Volksinitiative darf nicht scheitern! 1


In Bochum haben die Aktiven der Volksinitiative in den letzten Wochen weit über 2000 Unterschriften gesammelt. Sie berichten über große Zustimmung bei ihren Sammelaktionen. Nun aber hat eine Zwischenzählung für ganz NRW nur 18.000 Unterschriften ergeben. Tatsächlich braucht die Initiative bis Oktober 66.000 Unterschriften und deshalb wendet sich das Bochumer Komitee für Gesunde Krankenhäuser nun mit einem Appell an die Leser*innen von bo-alternativ:

»Das passt nicht zusammen – in Bochum treffen wir auf breite Zustimmung und nun dieses landesweite magere Ergebnis. Wir sind nach wie vor von der Wichtigkeit und Aktualität der Kampagne überzeugt und wenden uns an alle, die – zumindest im Herzen – die Anliegen der Volksinitiative unterstützen. Die Zahl der Organisationen, die neben den Initiatoren ver.di, attac, DIDF u.a., ihre Unterstützung für die Kampagne ausgesprochen haben, ist groß – LINKE, GRÜNE, SPD, DKP, DIE PARTEI sowie Jusos, Grüne Jugend, Naturfreunde usw. usf. Da müsste doch wohl mehr drin sein!

Deshalb bitten wir euch um eure Mithilfe! Unterschriftenlisten gibt es genug – wir helfen auch gern, wenn ihr einen Anschub braucht. Wir teilen auch gern mit euch unsere Erfahrungen wie man die Menschen für diese zentralen Forderungen gewinnen kann:

  • patientenorientiert, barrierefrei und selbsthilfefreundlich
  • wohnortnah und bedarfsorientiert geplant für alle in NRW
  • vollfinanziert durch das Land NRW
  • mit guten Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten
  • ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitswesen – ohne Profit!

Jede Unterschrift zählt: selbst noch nicht unterschrieben? noch nicht den Verwandten- und Bekanntenkreis abgegrast? Wir werden in den nächsten Tagen Unterschriftenlisten im Bahnhof Langendreer, Kino Endstation, Sozialen Zentrum, Botopia und in der Stadtbücherei Langendreer auslegen (weitere Orte findet immer aktualisiert auf unserer webseite). Kennt ihr weitere Plätze und Möglichkeiten? Meldet Euch bei uns. Und wir brauchen auch noch Unterstützung bei unseren Ständen und sonstigen Aktionen. Informationen immer aktuell auf unserer webseite


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

62 − = 54

Ein Gedanke zu “Die Volksinitiative darf nicht scheitern!

  • Konformitätsdruck - "Soziale Netzwerke"

    Was mir auffällt, weder auf der Internetseite von Bo-Alternativ und auch nicht auf der Landesseite der Volksinitiative sind Links in die sogenannten „Sozialen Netzwerke“ zu finden.
    Fratzebook ist unter jüngeren Menschen, genauso wie Twitter, ein großer Faktor in der Meinungsbildung und alltäglichen Kommunikationsaktivität.
    Während der pandemiebedingten Lookdowns gab es z.B. statistische Untersuchungen die belegten das ein Jugendlicher durchschnittlich etwa 12 Stunden pro Tag „im Internet“ verbrachte. Den geringsten Zeitanteil hatten die „Lernplattformen“ der Schulen, die waren häufig überlastet, technisch mäßig ausgestattet und funktionierten deswegen nur sehr schlecht. Den zeitlichen „Löwenanteil“ hatten die „Sozialen Netzwerke“.
    Nicht nur von kritischen Analytikerinnen wird mittlerweile bemerkt das die „Sozialen Netzwerke“ vor allen Dingen Konformitätsdruck erzeugen. Wer sich diesem Druck nicht beugt wird nicht selten mit Ausgrenzung und Mobbing „bestraft“. Dieser Konformitätsdruck ist auch unter linken und progressiven Kräften bemerkbar. Innerhalb der Klimaschutzbewegung kritisieren z.B. einige das zu stark auf die C02-Problematik fokussiert wird und andere Probleme wie das Methanaufkommen durch Masttierhaltung vernachlässigt wird. Diese Kritiker finden aber zu wenig Gehör in den „Sozialen Netzwerken“.
    Wenn die Volksinitiative die notwendige Unterschriftenanzahl erreichen will, sollte sie versuchen ihre Aktivitäten auf die „Sozialen Netzwerke“ auszudehnen.