Am Donnerstag, den 16.11. lädt die Rosa Strippe um 19.00 Uhr im Rahmen des „ALTERnativ-Los!“-Treffens zu einer Lesung mit Stephanie Kuhnen für lesbische Frauen und ihre Freundinnen ein: »Es heißt, Lesben sind unsichtbar und eine aussterbende Identität. Angesichts der historisch einmaligen Situation, dass mehrere Generationen in einer toleranteren Gesellschaft sich offen zeigen können, hätte es über die Jahre eine steigende lesbische Präsenz geben müssen. Stattdessen dominieren schwule Männer Bild und Themen. Wenn von Homosexuellen gesprochen wird, dann werden Lesben „mitgemeint“. mehr…
Die Stadt Bochum versucht seit mehreren Jahren, bei der Erstattung von Wohnungskosten von Hartz-IV-EmpfängerInnen Leistungen zu kürzen. Geld für externe Gutachten wurden ausgegeben, um nun dem Sozialausschuss ein „schlüssiges Konzept des Grundsicherungsträgers zur Angemesenheit* von Unterkunftskosten in Bochum“ vorzulegen. Der Geschäftsführer des Mietervereins Michael Wenzel zeigt in einer Stellungnahme an mehreren Beispielen auf, wie wenig schlüssig und angemessen das Konzept ist. Obwohl die Grünen die für das Konzept verantwortliche Sozialdezernentin stellen, pflücken sie das Konzept ebenfalls in einer Anfrage auseinander. Sie versprechen in ihrer Pressemitteilung: „Bis die Fragen der Grünen geklärt sind, wird die Verwaltung das neue Konzept nicht umsetzen.“ mehr…
Die Soziale Liste Bochum kritisiert, dass die Verwaltung die Weitergabe von Adressen von Jugendlichen an die Bundeswehr unverändert weiter betreiben will. In einer Bürgeranregung gem. § 24 GO NRW hatte der Bundestagsabgeordnete Dr. Alexander Soranto Neu angeregt, „Jugendliche, bei denen die Weitergabe ihrer Daten an die Bundeswehr bevorsteht“, ebenso wie deren Eltern anzuschreiben und „über die beabsichtigte Datenweitergabe“ zu informieren. mehr…
Am Donnerstag, den 16. November lädt das Straßenmagazin bodo um 19.30 Uhr in seine Anlaufstelle, Stühmeyerstraße 33, zu einem Filmgespräch mit Hüdaverdi Güngör ein: »Im Winter 2015/2016 packte der junge Journalist und Filmemacher Hüdaverdi Güngör das Überlebensnotwendigste und verbrachte vier Nächte auf den Straßen Kölns. Der Film „Obdachlos“ ist das dokumentarische Ergebnis dieses Experiments. Am 16. November ist der Filmemacher in der Veranstaltungsreihe „bei bodo“ zum Filmgespräch zu Gast. mehr…
In Bochum bekommen immer noch nicht alle Beschäftigten die Bezahlung, die ihnen per Gesetz zusteht. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG beruft sich hierbei auf neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums. Danach leitete das verantwortliche Hauptzollamt Dortmund in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt 80 Ermittlungsverfahren wegen nicht gezahlter gesetzlicher Mindestlöhne ein. Im Gastgewerbe wurden die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) zwölf Mal fündig. mehr…
Der Bochumer Kinder- und Jugendring macht noch einmal auf die Gedenkveranstaltung am morgigen Donnerstag, 09. November 2017 um 17.00 an den Stelen (Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz) aufmerksam: Am 09. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen und Gebetshäuser angezündet, wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert, gab es zahlreiche Verhaftungen Unschuldiger und es wurden Menschen ermordet. Die Nazis ließen ihrem Hass auf Juden – auch in Bochum – für alle sichtbar freien Lauf und zerstörten die alte Synagoge. Diese Nacht war das Signal zum größten und schlimmsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. mehr…
Am kommenden Sonntag, dem 12. November, findet um 17:00 Uhr in der Stadtwerke Lounge im Ruhrstadion die Buchvorstellung „Hundert und sieben Sachen Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien“ als Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des Stadtarchivs statt. Das Frauenarchiv ausZeiten weist in seinem Newsletter darauf hin: »Das Buch enthält einen Text zur „Bochumer Frauenfahne“, die in den 1970er Jahren bei vielen Demonstrationen und Kundgebungen der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung wehte. Die Fahne zeigt das von einer Faust gesprengte „Frauenzeichen“, den Venusspiegel, der als Zeichen einer „Weiblichlichkeit“ galt, die die Frauen vehement ablehnten. Der Text beschreibt, wie die Bochumer Frauen gegen den § 218 kämpften und wie sie zum ersten Mal männliche Gewalt zu einem öffentlichen Thema gemacht haben. mehr…
Die Welt sehen - Trailer 1 - Französisch - UT Deutsch
Ab Donnerstag zeigt das endstationKino den Film „Die Welt sehen“, der den Spielfilmpreis des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund Köln 2017 gewonnen hat. Die Filmankündigung: „Zwei junge Soldatinnen, Aurore und Marine, kommen von ihrem Einsatz aus Afghanistan zurück. Mit ihrer Truppe verbringen sie drei Tage in einem Fünf-Sterne-Hotel auf Zypern. Hier, inmitten von Touristen, sollen sie lernen, das Erlebte hinter sich zu lassen. Im Militärjargon: »Dekompression«. Doch so leicht ist es nicht, den Krieg zu vergessen. mehr…
Am 16.11. um 18 Uhr findet an der Ruhr-Uni vor dem GB Gebäude eine Alternative SemesterSTADT-Party statt. In den letzten Semestern organisierte die „schwarzen RUB“ solche Partys. Das klappt dieses Semester nicht. Also hat sich ein loses Kollektiv von Menschen gebildet, die daran interessiert sind, „diese Veranstaltung am Leben zu halten und zu organisieren. In den vergangenen Semestern gab es immer ein paar Stände von (links-/grün-) politischen Gruppen, feministischen und auch anarchistischen Verbindungen oder anderen Kollektiven, die hier die Möglichkeit haben Flyer, Infomaterial oder Merch anzubieten oder auch Getränke oder Speisen zu verkaufen oder gegen Spende anzubieten. Nicht zuletzt steht der Dialog und die Vernetzung im Vordergrund.“ mehr…
Montag 06.11.17, 07:43 Uhr
Rechtsextremismus - Rechtspopulismus - was liegt vor?
Am Montag, dem 13.11. um 18.30 Uhr lädt die Volkshochschule gemeinsam mit dem „Bündnis gegen Rechts“ zu einer Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus und Rechtspopulismus ein: „Es ist etwas in Bewegung geraten in Europa und darüber hinaus, was Demokratinnen und Demokraten mit Sorge erfüllt. Zunehmend machen sich antidemokratische, rassistische und populistische Parolen, Parteien und Personen bemerkbar. Oftmals offen und unverblümt, aber nicht selten auch verdeckt und unauffällig. Wie ist das alles auf einen Nenner zu bringen, was sich zwischen Pegida, der AfD, dem Aufkommen einer intellektuellen Rechten, den rechtsextremistischen Kameradschaften und Parteien abspielt?“ Der Text zu dieser Veranstaltung wurde lange vor der Bundestagswahl geschrieben. Die angesprochenen Fragen bekommen besondere Aktualität durch die Wahlerfolge der rechten Parteien in Österreich (FPÖ!), in Tschechien und bei der deutschen Bundestagswahl. mehr…
Das Wattenscheider Kuratorium Stelen der Erinnerung lädt auch in diesem Jahr zum Gedenken an die ermordeten 87 WattenscheiderInnen jüdischen Glaubens ein. Das Kuratorium hat sich gegründet, um die Arbeit von Hannes Bienert fortzuführen. Treffpunkt ist wie in all den Jahren der Saarlandbrunnen am 9. November 2017 um 12 Uhr. Gemeinsam gehen wir um 12:15 zu den drei Stelen am Standort der ehemaligen Synagoge am Nivellesplatz. Programm der öffentlichen Gedenkveranstaltung in Wattenscheid: mehr…
Sonntag 05.11.17, 16:55 Uhr
Universität Witten/Herdecke, GLS-Bank und Waldorf-Pädgogik
Am kommenden Sonntag, den 12. 11. ab 11 Uhr lädt die Initiative Religionsfrei im Revier zu ihrem monatlichem ketzerischen Frühstück ein. Diesmal geht es um Waldorfschulen, Anthroposophie & Rudolf Steiner. Das mittlere Ruhrgebiet ist ein Zentrum der von Rudolf Steiner entwickelten Anthroposophie. Die GLS-Bank in Bochum (Bilanzsumme 2016: 4,597 Mrd. Euro), das Institut für Waldorf-Pädagogik in Witten und die „Universität Witten/Herdecke“ sind weltweit führende anthroposophische Einrichtungen. Auch die vielen Waldorfschulen und -kindergärten im Ruhrgebiet berufen sich ausdrücklich auf die von Rudolf Steiner entwickelte Waldorfpädagogik, die auf der anthroposophischen Menschenkunde Steiners beruht. Im Schuljahr 2016/17 gab es nach eigenen Angaben in Deutschland 239 Waldorfschulen mit 86.995 SchülerInnen. Außerdem existierten in Deutschland im März 2017 561 Waldorfkindergärten. Weltweit sind es ca. 1850 Kindergärten und 1100 Schulen in 64 Ländern. Den Eltern der Kinder in den Waldorf-Einrichtungen sind die Gemeinsamkeiten der Steinerschen „Menschenkunde“ mit völkischen und faschistisch-rassistischen Strömungen häufig unbekannt. mehr…
Im Antifa Café am 8.11. im Sozialen Zentrum wird ein Videointerview mit dem Zeitzeugen Simon Gronowski gezeigt. In der Einladung heißt es: Am 9.11.7017 jähren sich die Pogrome des Novembers 1938 zum 79. Mal. Sie markieren den Übergang der gezielten Diskriminierung von Jüdinnen und Juden in Deutschland, hin zur systematischen Verfolgung die im Menschheitsverbrechen der Shoa mündete. Anlass für uns, das am 8. November stattfindene offene Antifa Café den Erinnerungen von Simon Gronowski zu widmen. Simon war als Elfjähriger im Deportationszug XX auf dem Weg in die sichere Vernichtung, als dieser im April 1943 von drei belgischen Widerstandskämpfern aufgehalten wurde. Durch diesen in seiner Form einzigartig gebliebenen Akt des Widerstandes, konnten einige der deportierten Menschen aus den Waggons fliehen. Ermutigt durch diese selbstlose Aktion gelang noch anderen Deportierten die eigenständige Flucht. mehr…
Freitag 03.11.17, 15:01 Uhr
»Stadt für Alle« kritisiert Handlungskonzept Wohnen
Das Bochumer Netzwerk »Stadt für Alle« legte am 02.11.2017 auf dem Rathausvorplatz die Grundsteine für eine Stadt für Alle. Es fomulierte damit seine Kritik am jetzt vorliegenden Handlungskonzept Wohnen, in dem die wohnungspolitische Strategie Bochums für die nächsten Jahre festgelegt werden soll. Besonders skandalös findet »Stadt für Alle«, dass der Bevölkerungszuwachs durch Geflüchtete zwar ein Ausgangspunkt für das Handlungskonzept Wohnen war, das Konzept jedoch keine konkreten Maßnahmen enthält, um die prekäre Wohnsituation gerade dieser Zielgruppe zu verbessern. Eine Sprecherin aus der Arbeit der Flüchtlingsunterstützung ergänzte, dass aktuell sogar Geflüchtete, die in von der Stadt Bochum angemieteten Wohnungen leben, wieder zurück in Containerlager müssen, weil die Verträge für diese Wohnungen auslaufen. mehr…
Am Mittwoch, den 8. November, um 19.30, laden das Literatürk-Festival und der Bahnhof Langendreer gemeinsam zu einer Lesung mit der Autorin Fatma Aydemir ein. »Die Autorin liest aus ihrem Roma „Ellbogen“. Es moderiert Ulrich Noller von WDR Cosmo. Die Lesung wird als Live-Stream auf WDR Cosmo gesendet. In „Ellbogen“ geht es um eine 17-jährige Berlinerin türkischer Herkunft: Bei Hazal staut sich der Frust darüber an, fremdbestimmt durch ihren autoritären Vater und ihre depressive Mutter zu sein und keine Zukunftsperspektive für sich zu sehen. Sie erlebt alltägliche Zurückweisung, der sie sich ständig ausgesetzt fühlt und die ihre Wut immer größer werden lässt. mehr…
Zur Zeit ist ziemlich eindeutig kein ideales Wetter für ein Picknick im Westpark. Das monatlich am ersten Sonntag im Monat stattfindende vegane Picknick läuft in den nächsten Monaten wieder im Sozialen Zentrum. Am 5. 11. heißt es dann also ab 13 Uhr: »Wir schlemmen nach dem DIY (Do It Yourself) – Prinzip: Bringt mit, worauf Ihr Lust habt, für Euch und für alle anderen! So entsteht ein großes Buffet. Egal ob süß oder herzhaft, warm oder kalt – alles ist erlaubt, Hauptsache es ist vegan. Hier noch einmal die organisatorischen Hinweise: mehr…
Beim „Kunst- und Kreativmarkt“ in Langendreer im Oktober hatte die Naturfreunde-Jugend im NaturfreundeZentrum (NFZ) zum ersten Mal eine Kleidertausch-Party organisiert. Sie berichtet: »Der Erfolg war überwältigend. Deshalb hat die Naturfreundejugend beschlossen, das Konzept regelmäßig – immer am ersten Samstag des Monats – fortzusetzen. Das heißt: gebrauchte Kleidungsstücke, die nicht mehr passen oder nicht mehr gefallen, können gegen neue Lieblingsstücke getauscht werden. Es gibt auch viele Spenden zum Stöbern. Los geht’s wieder am 4.11. zwischen 15:00 – 17:00 Uhr im NFZ, Alte Bahnhofstr. 175. Außerdem wird es am 2.12. zusätzlich einen kleinen Weihnachtsbasar geben.«
Im dritten Teil der Expedition Hamme wird es am am 4. 11. darum gehen, beispielhaft anhand von zwei konkreten aktuellen Leerständen in Hamme Ideen für deren Umnutzung zu sammeln. In der Ankündigung heißt es: »Was würden wir hier gerne verwirklicht sehen? Und wäre das hier wohl möglich?
Dabei soll auch überlegt werden, welche einzelnen Schritte für die Verwirklichung von Umnutzungsideen erforderlich sein könnten. Wem gehört eigentlich das Haus? Wie können wir das herausfinden? Und wer hätte noch mit der Umsetzung zu tun? Wer würde bei der Nutzung mitmachen? mehr…
Das Foto erreichte die Redaktion mit folgendem Text: »Vor 20 Jahren, am 17. Oktober 1997, verstarb Josef Gera in einem Bochumer Krankenhaus. Er erlag den schweren Verletzungen, die ihm zwei wohnungslose Rechtsradikale auf dem ehemaligen Bochumer Krupp-Gelände drei Tage zuvor zugefügt hatten. Die beiden Männer im Alter von 26 und 35 Jahren hatten Anstoß an der Homosexualität des Frührentners Josef Gera genommen und nach einer gemeinsamen Feier diesen mit einem Stahlrohr zusammengeschlagen. Bis heute gilt der homophobe Mord der beiden Rechtsradikalen als Exzesstat – und das obwohl die Täter mit der Tat und ihren schwulenfeindlichen Motiven in aller Öffentlichkeit prahlten und sie mit dem faschistischen Gruß feierten. Die Justiz definierte die Tat als den Folgen des Alkoholkonsums geschuldet und entpolitisierte die Gewalttat. Die örtliche Presse zeigte keinerlei Aufklärungsinteresse an dem Mord und seine Hintergründe und kolportierte die Behördenversion. Auf Grund dessen gibt es im offiziellen Bochum keinen rechtsradikalen Mord aus Schwulenhass und die sogenannte Stadtgesellschaft steht mit reiner Weste dar – das Image ist gewahrt. mehr…
Der Fachbereich Medien Kunst & Industrie in der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat heute bereits zum dritten Mal die Beschäftigten des UCI Kinobetriebes im Bochumer Ruhrpark zum Streik aufgerufen und schreibt: »Im Rahmen der aktuellen Tarifbewegung kam es bereits am 21.10.2017 und am 27.10.2017 zu Arbeitsniederlegungen durch Streikmaßnahmen der Beschäftigen der UCI-Kinowelt in Bochum. Am 01.11.2017 folgte der erste ganztägige Streiktag, Hintergrund des Arbeitskampfes ist die bundesweit laufende Tarifrunde der Rund 1700 Beschäftigen der UCI Multiplex GmbH. In Bochum arbeiten ca. 120 Beschäftigte, welche ihren Forderungen durch Aktionen und Streiks Nachdruck verleihen und sich auf eine zähe tarifliche Auseinandersetzung eingestellt haben. mehr…
Dienstag, den 7. November zeigt das endstation.kino anlässlich des hundertsten Jahrestages der russischen Revolution in Kooperation mit dem Institut für Slawistik an der Ruhr-Universität Sergej Eisensteins Stummfilm Oktober. Der Film wird durch den Stummfilmpianisten Joachim Bärenz live begleitet. Zehn Tage, die die Welt erschütterten, so der deutsche Untertitel zu Oktober, ist eine Produktion der Superlative. Die Auftragsarbeit zum zehnten Jahrestag der Oktoberrevolution kostet das zwanzigfache eines sowjetischen Durchschnittsfilmes der Zeit. Eisenstein dreht mit gut 50.000 Statisten, beraten von Zeitzeugen, an Originalschauplätzen in Leningrad. Um den nächtlichen Sturm auf das Winterpalais filmen zu können wird der gesamten der Stadt der Strom abgeschaltet, um genug Energie für die Dreharbeiten zu haben. In Oktober perfektioniert und übertrifft Eisenstein seine durch Panzerkreuzer Potemkin berühmt gewordene Montagekunst, als Summe bildgewaltiger Symbole von Macht, Individuum und Masse.
Morgen enden die zehnjährigen Feierlichkeiten der evangelischen Kirche für einen der schrecklichsten Hassprediger der deutschen Geschichte. Über seine Hasstiraden ist an dieser Stelle ausführlich berichtet worden. Die protestantischen KirchenführerInnen haben versucht, die vielen „Schattenseiten“ von Luther zu vertuschen. Gleichzeitig betreiben sie eine unglaubliche Heroisierung ihres Konfessionsbegründers. Luther hat weder Thesen an eine Kirchentür genagelt, noch als erster die Bibel ins Deutsche übersetzt, noch ist er der Schöpfer der neuhochdeutschen Schriftsprache und am allerwenigsten war er ein Verfechter für Glaubens- oder gar Meinungsfreiheit. Die Bundeszentrale für politische Bildung widerlegt diese Mythen und schreibt: „Und ‚hier stehe ich, ich kann nicht anders‘? Das ist immerhin gut erfunden.“ Die Lutherdekade als riesige Werbekampagne der evangelischen Kirche ist mit mehr als einer Viertel Milliarde Euro aus allgemeinen Steuergeldern finanziert worden. Näheres. Die staatlichen Stellen verstoßen hiermit eklatant gegen das Grundgesetzgebot der weltanschaulichen Neutralität. Prof. Dr. Robert Zwilling hat auf der Tagung von Religionsfrei im Revier am 21. Oktober in Bochum einen Vortrag gehalten zu dem Thema: „Darf man einen großen Judenhasser 10 Jahre lang mit einem Millionenaufwand vermarkten?“ Sein Fazit: „Die Evangelische Kirche hätte besser daran getan, den historischen Luther in seiner Zeit zu belassen, statt den Versuch zu machen, ihn zu einer Ikone des 21. Jahrhunderts hochzustilisieren. Hierfür ist er nicht geeignet. Für die Probleme unserer Zeit hat er uns nichts zu sagen. Wenn die Evangelische Kirche nicht mehr an Substanz aufzubieten hat als die Berufung auf einen großen Judenhasser, dann entblößt das die Leere ihres Angebots.“
Das Netzwerk Stadt für Alle lädt zu einer Kundgebung bzw zu einer Grundsteinlegung zu einem anderen Handlungskonzept Wohnen am Donnerstag, den 2.11. um 17.00 Uhr auf dem Rathausvorplatz ein: Die Wohnungspolitik der Stadt Bochum zeigt, dass es jetzt mehr denn je an der Zeit ist, eine Stadt für Alle entschlossen ein zu fordern. Darum werden wir am Donnerstag unser alternatives Handlungskonzept für eine Stadt für Alle vorstellen. Noch immer stehen 7.000 Wohnungen und 80.000 qm Bürofläche leer. So ist es und soll es wohl auch zukünftig bleiben. Die Ablehnung einer Zweckentfremdungssatzung und das erarbeitete Handlungskonzept Wohnen machen deutlich, dass vor allem Wert auf die Förderung privatwirtschaftlicher Investitionen gelegt wird und nicht auf eine nachhaltige soziale Wohnraumversorgung. Dieses Ideal der unternehmerischen Stadt folgt der Logik kapitalistischen Inwertsetzung und nicht den Bedürfnissen der Bewohner*innen. mehr…
Das Bündnis gegen Freiflächenfrass lädt am Donnerstag, den 9.11. ab 13:00 Uhr vor dem Bochumer Rathaus zu einer Demonstration ein: »Nachdem sich nach viermonatiger, erfolgreicher Arbeit aus der bestehenden Bürgerinitiative ProFeld heraus ein Verein abgespaltet hat, arbeitet die ursprüngliche Bürgerinitiative unter dem neuen Namen WernerFeld weiter daran, die Bebauung des gleichnamigen, bei den Bürgern im Bochumer Osten so beliebten Feldes mit Straße und Gewerbegebiet zu verhindern. Schon heute steht Bochum mit 70,7 % versiegelten Boden im Vergleich zu den Nachbarstädten schlecht da. So verwundert es nicht, dass sich in der Zwischenzeit weitere Initiativen in Bochum gegründet haben, die die Zerstörung einer Freifläche in ihrer Nachbarschaft verhindern möchten. mehr…
Zu einem Vortrag des Philosophen Dr. Dr. Joachim Kahl mit dem Titel „Was ist weltlicher Humanismus?“ lädt am Donnerstag, den 2. November um 18 Uhr das Humanistische Forum Ruhr-Mitte in die Mayersche Buchhandlung, Kortumstraße 69-71 ein. Anhand einer philosophischen Interpretation des Gedichtes „Kein Gott“ von Heinz Kahlau erläutert der Marburger Philosoph sein Konzept eines „weltlichen Humanismus“, das an eine lange aufklärerische Tradition anknüpft. Anschließend besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Joachim Kahl, geb. 1941 in Köln, ist ein deutscher Philosoph und Humanist mit den Arbeitsschwerpunkten Religionskritik, Ethik und Ästhetik, die er im Konzept des weltlichen Humanismus zu verbinden sucht. Er lebt in Marburg und sagt über sich: „Atheist wurde ich 1965 in Marburg als Bilanz meines Theologiestudiums.“
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Zum Einladungsflyer.
Am Sonntag, den 5. November um 14 Uhr lädt die Volkshochschule zu einem Stadtrundgang ein, bei dem Wolfgang Dominik darüber informiert, wie drastisch sich das Leben der jüdischen Bevölkerung während des Faschismus veränderte. Der Rundgang findet wenige Tage vor dem 9. November statt. Am 9.11.1938 wurden ca. 2000 jüdische Synagogen von den Faschisten in Flammen gesetzt. Auch die Bochumer Synagoge war dabei. Auf dem Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an etlichen Plätzen, Gebäuden, Stelen und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer BochumerInnen hingewiesen werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn? Wer profitierte von der Verfolgung der jüdischen Mitbürger? Welche Etappen der antijüdischen Maßnahmen gab es in Bochum? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? Wie ist eigentlich auch in Bochum mit den wenigen Überlebenden umgegangen worden? mehr…
Die jährlichen „Anne Frank Kultur Wochen für Schulen“ im Kultur Magazin finden in diesem Jahr vom 06. bis 23. November parallel zur Ausstellung „Deine Anne“ statt, die in der Bochumer Synagoge zu sehen ist. Das Theater Traumbaum schreibt in seiner Einladung:» Die letzte Bundestagswahl hat für jeden unübersehbar gezeigt, wie weit antidemokratische und rechtsnationale Tendenzen in unserer Gesellschaft verbreitet sind. Wohin das führen kann, wissen wir alle aus der Vergangenheit. Genau deshalb haben wir ein Grundgesetz, das nicht nur für alle Menschen, die hier leben, gilt, sondern das sich ganz klar und verbindlich für Toleranz, Akzeptanz und Mitmenschlichkeit ausspricht. mehr…
Am Mittwoch, den 8. November findet um 20 Uhr der nächste Bochumer Science Slam im Bahnhof Langendreer statt. Der Science Slam bietet Studierenden und Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte in einem unterhaltsamen 10-Minuten-Vortrag auf die Bühne zu bringen. Im Gegensatz zum Poetry Slam sind hier alle Hilfsmittel erlaubt: PowerPoint-Präsentationen, Requisiten oder Live-Experimente sind herzlich willkommen. Die Moderation von Tobias Löffler und das Engagement verschiedener Wissenschaftler*innen lassen einen informativen und unterhaltsamen Abend erwarten. Und am Ende entscheidet das Publikum, welr von den SlammerInnen als SiegerIn nach Hause geht. Veranstaltet von boskop Kulturbüro, Bahnhof Langendreer und Religionsfrei im Revier. VVK 5 €, AK 7 €.
Die Initiative Religionsfrei im Revier hat zum Abschluss der von der evangelischen Kirche zelebrierten“ Lutherdekade“ eine Broschüre mit dem Titel „Hassprediger Luther – Abgründe eines Reformators“ veröffentlicht. Hierin wird dokumentiert, mit welchem mörderischen Hass Luther Andersglaubende und Denkende verfolgt hat. Luthers Buch „Von den Juden und ihren Lügen“ war schließlich eine Blaupause für den Holocaust. Die ev. Kirche und Theologen wie Günter Brakelmann versuchen immer wieder, den Judenhass von Luther zu verharmlosen. Luthers Zitat „Wenn ich einen Juden taufe, will ich ihn an die Elbbrücke führen, einen Stein an den Hals hängen und ihn hinab stoßen und sagen: Ich taufe dich im Namen Abrahams“ ist allerdings nicht weich zu spülen. Führende Nazis wie Julius Streicher haben sich in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen auf Luther berufen. mehr…
Die Humanitären Cubahilfe lädt am Donnerstag, den 2.11. um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung mit Leonardo Tamayo Núñez ein: »Er berichtet über seine Zeit mit Che Guevara in der Guerrilla in der Sierra Maestra und in Bolivien. Seitdem trägt er auch den Kriegsnamen „Urbano“, unter dem er weltweit bekannt ist. Er ist einer der drei überlebenden Kubaner aus dieser Guerrilla in Bolivien.Leonardo Tamayo Núñez, berichtet über heroische Zeiten und die Rolle des Ché damals und im heutigen Kuba. Geboren am 6.11.1941 in Brazo Chiquito, in der Sierra Maestra wurde er fünfzehnjährig bereits in die Kolonne des Kommandanten Ché Guevara aufgenommen. Er gehörte zu seinem engen Vertrautenkreis und zeichnete sich durch große Tapferkeit aus. So war er während der ganzen Kämpfe Mitglied des Begleitschutzes des Ché und natürlich auch bei der entscheidenden Schlacht um Santa Clara dabei. « mehr…