Am Samstag, den 29. 4. lädt die Hellas Solidarität Bochum um 19.00 Uhr bei ver.di Bochum, Universitätsstraße 76 zu eine Diskussionsveranstaltung zum Thema: „Wasser ist Menschenrecht! Wasserprivatisierung in Griechenland“ ein: »Während sich viele deutsche Städte und Gemeinden für die Rekommunalisierung ihrer öffentlichen Betriebe und Güter einsetzen, soll die kommunale Wasserversorgung in Griechenland auf Druck der internationalen Gläubiger in Athen und Thessaloniki privatisiert werden. Schon 2014 war das in Thessaloniki durch ein Referendum mit 98% der abgegebenen Stimmen verhindert worden. Auch gegenwärtig kämpfen GewerkschafterInnen und BürgerInnen gegen den Ausverkauf der öffentlichen Wasserversorgung und fordern ihr Recht auf Zugang zu Wasser. Wir wollen über die heutige Situation in Griechenland und die Privatisierung von öffentlichen Ressourcen informieren und gemeinsam beraten. Es diskutieren der Präsident der Gewerkschaft der Wasserwerker von Thessaloniki Georgios Archontopoulosund und die ver.di-Gewerkschaftssekretärin Bettina Gantenberg.« Der Einladungsflyer.
Das Netzwerk Recht auf Stadt schreibt: »Seitdem unser Film „Das Gegenteil von Grau“ gezeigt wurde, erreichten uns viele Nachfragen, wie mensch bei uns mitmachen kann. Daher laden wir euch nun herzlich zu einem offenen Treffen am morgigen Mittwoch 19. April. 2017 um 19:00 Uhr im Bhf. Langendreer ein. Unter dem Titel »Interventionen – Stadt für alle« organisierten wir im September 2013 in Bochum eine ruhrgebietsweite Konferenz, die sich die Frage stellte, was ein Recht auf Stadt im Ruhrgebiet bedeuten kann. Gemeinsam mit lokalen Initiativen thematisierten wir die vielfältigen Praxen, die dieses Recht auf unterschiedliche Weise einfordern. Wir untersuchten, wie sich unsere Städte verändern, welche Probleme und Konflikte mit diesem Wandel entstehen und welche politischen Strategien eine Antwort sein könnten. Einige TeilnehmerInnen setzten die Diskussion über die Konferenz hinaus fort. Aus dieser gemeinsamen Debatte entstand die Initiative »Recht auf Stadt – Ruhr«. mehr…
Am Montag, den 24.4.2017 ist Eva-Maria Reinwald vom SÜDWIND-Institut in Bonn zu Gast im Saal an der Christuskirche. Ab 19.30 Uhr wird sie über den Weg zu einem UN-Treaty zu Wirtschaft und Menschenrechten referieren. Eingeladen wurde sie dazu von der Bochumer Occupy-Gruppe. Hier ein Auszug aus der Einladung: »Freihandels- und Investitionsschutzabkommen erleichtern weltweit tätigen Unternehmen den Zugang zu Märkten und Rohstoffen und schützen ihre Interessen mit verbindlichen und einklagbaren Rechten. Für den Schutz der Menschenrechte bei diesen weltweiten Unternehmenstätigkeiten gibt es hingegen keine internationalen Durchsetzungsmechanismen. mehr…
Dienstag 18.04.17, 08:15 Uhr
Schon weit mehr als 100.00 Bochumer*innen auf Hartz IV
Bochum-Prekär schreibt: Schon Ende 2009 sind nach Angaben der damaligen ARGE „weit über 100.000 arbeitslose Bochumerinnen und Bochumer“ in den Genuss von Hartz IV-Leistungen gekommen. Hinzu kommt eine nicht genannte Zahl von Angehörigen – Kinder oder nicht erwerbsfähige Partner*innen oder junge Menschen. Vorsichtig fortgeschrieben dürften es inzwischen etwa 30.000 Leute mehr sein. 280.000 Aktenbände lagern momentan in den Katakomben des Molochs, wohl mitgezählt die vielen wieder „Zurückgekehrten“. Bei der rasanten Entwicklung des Arbeitsmarktes in den Modus „prekär“ müssen wohl zwei Drittel aller Erwerbstätigen befürchten, mindestens ein Mal im Leben der Hartz IV-Mühle ausgeliefert zu sein. Opel, Nokia, Schlecker, KruppThyssen, Johnsoncontrols usw. lassen grüssen. Da kann es vor großem Unheil bewahren, sich rechtzeitig über die Regeln des Hartz IV-Gesetzes zu informieren, Vorsorge zu treffen und die Lebensplanung entsprechend auszurichten. Im dreizehnten Jahr schon bietet das Projekt „Arbeit und Leben“ von DGB und Volkshochschule an sieben Donnerstagen einen fortlaufenden kostenfreien Kurs an. Die Ankündigung der VHS: mehr…
Am Freitag, dem 21.4. heißt es um 20 Uhr (Einlass: 19.15 Uhr) im Bahnhof Langendreer: „Esther Bejarano trifft auf Microphone Mafia und Compania Bataclan“. Esther Bejarano, heute 92 jährig, war Mitglied im sog. Mädchen-Orchester von Ravensbrück und Auschwitz. Mittels ihrer Kenntnis des Akkordeonspiels hat sie die Shoa überlebt. Bei einem Todesmarsch konnte sie fliehen. Esther Bejarano ist die heute letzte Überlebende aus dem besagten Orchester. mehr…
Am Montag begann der Ostermarsch mit einer sehr engagierten Predigt in der ev. Kirche in Bochum-Werne. Die Pfarrerinnen Susanne Kuhles und Eva -Maria Ranft gingen von einer irreführenden Übersetzung im Johannesevangelium aus. Richtig heiße es nicht „Selig sind die Friedfertigen..“ sondern „Selig sind die Friedensstifter..“ Nicht die Menschen, die friedlich stillhalten, sondern die, die sich aktiv für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen, handelten zu allen Zeiten im Sinne des Evangeliums. Anne Sandner, (Foto) DGB-Sekretärin und Verantwortliche in der Gewerkschaftsinitiative für Frieden und Solidarität ermutigte auf der anschließenden Auftaktkundgebung den Bochumer Widerstand gegen die Bundeswehrpräsenz auf der Bochumer Berufsbildungsmesse Anfang Mai. Sie sagte: „Doch ich glaube nicht, dass Auszubildende z.B. als Bürokaufleute bei der Bundeswehr sich darüber im Klaren waren, dass sie im Laufe ihrer Verpflichtungszeit als Soldat ihre Waffe auf Menschen richten müssen. Die Bundeswehr ist kein Arbeitgeber wie jeder andere und deshalb muss die Werbung von geschulten Personal in den Klassen und von bunten Trucks mit flimmernden Videoshows und -spielen auf Berufsmessen verboten werden.“ Die Rede von Anne Sandner im Wortlaut.
Die Abschluss-Veranstaltung der Sonntags-Etappe des Ostermarsches eröffnete Klaus der Geiger (Foto). Seine Lieder gegen Krieg, Ausbeutung und die Zerstörung der Erde beeindruckten durch ihre Ausdrucksstärke. Die ca. 150 ZuhörerInnen im ver.di-Haus erlebten, wie Protest und Kunst virtuos harmonieren können. Das heißt nicht, dass Klaus der Geiger darauf verzichtete, gezielt Dissonanzen einzusetzen, wenn er den Zustand der Welt beschrieb. Den zweiten Part gestaltete Norbert Arndt, stellv. Geschäftsführer von ver.di in Bochum und Herne, mit einer kämpferischen Rede. Seine Hauptthese: Kriege werden nie für Menschenrechte oder für irgendwelche sonst vorgeschobenen Rechtfertigungen geführt. Es geht immer um Interessen. Kapitalismus und Krieg müssen immer im Zusammenhang gesehen werden. mehr…
Die Sonntagsetappe des Ostermarsch Ruhr führte per Fahrrad von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne nach Bochum. Der traditionelle Halt in Wattenscheid ist an der Friedenskirche mit der legendären Bohnensuppe zur Mittagszeit. Organisator der Kundgebung in Wattenscheid ist seit letztem Jahr das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“, das den Ostermarsch zum Auftakt seiner Kampagne „Für einen Hannes-Bienert Friedenspark“ gewählt hat. mehr…
Hartmann Schimpf (links) und Armin Schreiner präsentierten am gestrigen Freitag in der Riff-Bermudahalle Zitate von Martin Luther. Es war die fünfte Veranstaltung der Initiative Religionsfrei im Revier, mit der seit 2013 jeweils am Karfreitag gegen die klerikale Bevormundung durch das Landesfeiertagsgesetz protestiert wird. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand wie in den Vorjahren die Aufführung des Films „Das Lebens des Brians“. Dieser Film gehört zu den mehr als 750 Filmen, die am Karfreitag nicht gezeigt werden dürfen. Auch Tanzen und alle anderen öffentlichen Veranstaltung, die Spaß machen, verbietet das Gesetz am „stillen Feiertag“. mehr…
Die Bochumer Antifa ruft dazu auf, sich dem rechten Wahlkampf in Bochum entgegen zu stellen: »Die ersten Plakate hängen (und einige sind bereits wieder verschwunden). Am 14. Mai 2017 findet die Wahl zum NRW-Landtag statt. Aus dem rechten Spektrum tritt neben der offen neonazistischen NPD erstmals die AfD an, die sich als parlamentarischer Arm der neuen Rechten im Land zu etablieren versucht. Den rechten Wahlkampf sabotieren! Dem Wahlkampf der rassistischen, homophoben und sozialchauvinistischen Parteien werden wir entschlossen entgegen treten. Rechte Propaganda ist weder auf der Straße noch in den Parlamenten willkommen. Wir rufen alle auf, den Wahlkampf von Nazis und Rechtspopulist_innen kritisch zu begleiten und ihnen keine Möglichkeit zu lassen, sich im öffentlichen Raum zu präsentieren. Ob offen nazistisch oder unter einem bürgerlichen Deckmantel: Faschismus ist immer noch keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Jeden Samstag in die City! mehr…
Der Ostermarsch Ruhr endet in diesem Jahr in seiner Sonntagsetappe nicht wie in den vergangenen Jahren im Bahnhof Langendeer sondern bei ver.di an der Universitätsstraße. Damit führt auch die Fahretappe dieses Mal durch die Innenstadt. Das Bochumer Friedensplenum ruft dazu auf, dass alle, die die Fahrradetappe auf den letzten Kilometern begleiten wollen, sich um 15.45 Uhr an der Trinkhalle, Herner Str. 8 treffen und dort zum Fahrradkorso dazu stoßen. Anschließend ab 16 Uhr wird Klaus der Geiger alle Besucherinnen und Besucher bei ver.di empfangen. Anschließend wird der stellv. Bundesgeschäftsführer der DFG-VK Michael Schulze von Glaßer einen Vortrag über das Thema „Bundeswehr: der neue Werbefeldzug“ halten. Hierbei geht es darum, dass es in Deutschland im Vergleich zu anderen NATO-Staaten immer noch eine erfreulich großes Skepsis gegenüber dem Militär und gegenüber dem weltweiten Treiben der Bundeswehr gibt. mehr…
Das Wattenscheider Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ ruft zur Teilnahme am diesjährigen Ostermarsch unter dem Motto „Nein zu Krieg und Terror“ auf und schreibt: Während der dreitägigen Aktion wird auch dieses Jahr der Ostermarsch wieder in Wattenscheid an der Friedenskirche Halt machen, wo am Ostersonntag einer der Höhepunkte der Fahrradetappe Essen-Bochum sein wird. An diesem Ostersonntag wird das Kuratorium die Kampagne „Für einen Hannes-Bienert-Friedenspark“ ins Leben rufen. Nach Auffassung des Kuratoriums verdient der Wattenscheider Park um das Ehrenmal diese Umbenennung, um gebührend an den Wattenscheider Friedensaktivisten und Antifaschisten Hannes Bienert (verstorben im Oktober 2015) zu erinnern, der über Jahrzehnte die Verantwortung für den Ostermarsch-Halt in Wattenscheid getragen hat. mehr…
Ab Donnerstag, den 20.4. ist im endstation.kino Aki Kaurismäkis letzter Film Auf der anderen Seite der Hoffnung zu sehen. In einer einmaligen Spezial-Vorstellung wird der Film nur am Donnerstag auf einer 35mm Kopie vorgeführt. Die Filmbeschreibung: »Khaled, ein junger Syrer, gelangt als blinder Passagier nach Helsinki und will dort Asyl beantragen. Als die finnischen Behörden seine Rückführung anordnen, beschließt er, illegal im Land zu bleiben. Wikström, ein ehemaliger fliegender Händler für Männerhemden und Krawatten, seit kurzem aber Besitzer eines kleinen Restaurants in Helsinki, findet Khaled schlafend in seinem Innenhof und stellt ihn als Putzkraft und Tellerwäscher an. 2017 gewann Kaurismäki für seinen Film auf der Berlinale den Silbernen Bären für die beste Regie.« mehr…
Die Soziale Liste unterstützt den Ostermarsch und schreibt: »Mit den weltweiten Militäreinsätzen, Kriegen und der Rüstung werden die Gelder und Ressourcen vernichtet, die weltweit im Kampf gegen Hunger und Not, für Bildung und Wissen, Gesundheit und saubere Umwelt, Ausbildung und Arbeit dringend gebraucht werden. Die Soziale Liste Bochum ruft zur Teilnahme am Ostermarsch Ruhr auf und unterstützt die Veranstaltungen und Kundgebungen in Wattenscheid und Bochum.«
Am Samstag, den 22.April 2017, lädt die Bochumer Geschichtswerkstatt zur Teilnahme an einer Tagesexkursion per Rad zum Thema „Die Märzrevolution 1920“ im Raum Dinslaken-Wesel ein: »Am Morgen des 13. März 1920 zog die â€Brigade Erhardt“ mit schwarz-weiß-roten Fahnen und Hakenkreuzen am Stahlhelm durch das Brandenburger Tor bis zum Regierungsviertel, um die noch junge Weimarer Republik zu beseitigen. Die damalige Reichsregierung musste fliehen. Vor ihrer Flucht hatte sie noch zum Generalstreik aufgerufen, dem ungefähr 12 Millionen Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland folgten. Zur Abwehr Kapp-Putsch formierten sich im gesamten Ruhrgebiet Arbeiterwehren, die sich dann Roten Ruhrarmee nannten. Die Aufstandsbewegung weitete sich im gesamten Ruhrgebiet aus. mehr…
Am Karfreitag lädt die Initiative Religionsfrei im Revier wieder zum Verstoß gegen das Feiertagsgesetz ein. In der Riff-Halle im Bochumer Bermuda-Dreieck wird um 21 Uhr verbotener Weise der Kultfilm „Das Leben des Brian“ gezeigt. Ab 19.30 Uhr gibt es ein Vorprogramm mit Videos aus der amerikanischen antiklerikalen Szene und Musikvideos von Carolin Kebekus „Dunk dem Herrn“ und Jan Böhmermanns Coming-Out „Ich bin Atheist“. In den vergangenen vier Jahren hatte sich die Initiative Religionsfrei im Revier mit ihrer Provokation gegen die staatliche Bevormundung mit religiösen Normen gewandt und sich nicht großartig mit Religion und Kirche beschäftigt. Im letzten Jahr haben die Repräsentanten der beiden Bochumer Großkirchen in einem Interview mit der örtlichen Lokalzeitung der Initiative einen mangelnden „Respekt vor religiösen Gefühlen“ vorgeworfen. Die Initiative hält dem entgegen, dass Religionen sich schon immer durch Intoleranz ausgezeichnet haben und immer versucht haben, ihre Normen auch Menschen aufzudrücken, die frei von Religionen leben wollen. mehr…
Das Mieterforum Ruhr lädt in Zusammenarbeit mit dem ver.di Landesbezirk NRW – Fachbereich „Die Besonderen“ zum wohnungspolitischen Abend „Her mit den bezahlbaren Wohnungen“ ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 27.04. von 18.30 bis 20.45 Uhr im Haus der Begegnung, Alsenstr.19a in Bochum statt. An diesem Abend wird Mieterforum Ruhr zusammen mit Mieter*innen und weiteren sozialpolitischen Akteuren seine wohnungspolitischen Forderung vorstellen. Anschließend werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Probleme und Lösungsansätze zusammen mit Parteienvertreter*innen und dem Publikum diskutiert. In der Einladung heißt es: Die Problemlagen sind seit einigen Jahren bekannt; Wohnungsknappheit und steigende Mieten auch in Städten des Ruhrgebiets, teure Modernisierungen auf der einen und Instandhaltungsstau auf der anderen Seite. Hinzu kommt die große Rolle von börsennotierten Immobiliengesellschaften und Finanzinvestoren als Wohnungsanbieter. Die Antworten der Politik reichen bisher nicht, mancherorts verschärft sich die Wohnungskrise. Es wird Zeit für neue nachhaltige Antworten. Wie diese auf NRW-Ebene aussehen können, wird mit wohnungspolitischen Vertreter*innen aus NRW diskutiert. mehr…
Am Mittwoch, den 12. April lädt das Antifa Café im Sozialen Zentrum um 19.00 Uhr ein, um über die Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Köln zu informieren. Anschließend befasst sich ein inhaltlicher Vortrag mit den Wahlkampfstrategien und NRW-Strukturen der AfD. in der Einladung heißt es: »Der Rechtsruck ist in vollem Gange: Er vollzieht sich in der Stärkung rechter Parteien wie der AfD im Inneren. Die Partei versucht sich mit aller Macht in der Normalität zu etablieren, wobei der Bundesparteitag in Köln am 22.04.17 einen Höhepunkt darstellen soll. Aber auch die mörderische Abschottung der nationalen und europäischen Grenzen nach außen ist ein Ausdruck des Rechtsrucks. Die etablierten Parteien von CDU bis Grüne versuchen sich vor allem im Vorgang der Landtagswahlen in NRW im Mai 2017 und den Bundestagswahlen 2017 als liberaler Gegenentwurf zum völkischen Großangriff zu inszenieren, doch auch bei Ihnen heißt es: Erwünscht ist in Deutschland nur, wer dem Standortkollektiv nutzt. mehr…
Dienstag 11.04.17, 15:46 Uhr
MFH fordert sofortige Freilassung des italienischen Journalisten
Die Medizinische Flüchtlingshilfe schreibt: »Am Vormittag des 10. April 2017, wurde der italienische Journalist Gabriele del Grande in der türkischen Provinz Hatay festgenommen. Del Grande war in der Region, die nahe der syrischen Grenze liegt, unterwegs, um für sein neues Buch zu recherchieren. Bei einer Polizeikontrolle wurde der international bekannte Journalist, Schriftsteller und Menschenrechtler festgenommen. Die Gründe sind uns nicht bekannt. Del Grande hat in den vergangenen Jahren vor allem zum Krieg in Syrien, über dessen Ursachen und die Folgen für die Zivilbevölkerung recherchiert und international publiziert. Seine Artikel wurden u. a. auch in Deutschland in der „taz“ veröffentlicht. Die MFH hat in den vergangenen Jahren eng mit Gabriele del Grande zusammengearbeitet, vor allem bei der Realisierung des Films „An der Seite der Braut“, der bei den Filmfestspielen in Venedig mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde. mehr…
Das Botopia Projekt lädt am Dienstag, den 18.4. um 19 Uhr im Cafe Eden zu einem Vortrag und zur Diskussion über das Thema Kollektivbetriebe ein: »Selbstverwaltete Betriebe, solidarische Ökonomie, offene Werkstätten, Tauschwirtschaft etc. sind keine neuen Erfindungen. Sie haben eine lange Tradition und auch im Bochum der 80er gab es eine rege, alternativökonomische Szene. Andreas, 1983 Mitbegründer des Fahradladenkollektivs „radial“ (jetzt „fahrradladen balance“), berichtet über die verschiedenen Projekte damals und die Arbeit in einem selbstverwalteten Betrieb. Gemeinsam wollen wir bei Bier oder Tee darüber diskutieren, was aus den alten Projekten geworden ist und wo die Unterschiede in den gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen im Vergleich zu heute liegen. Wir können einen Blick auf den „freien Fluß“, der kommuneübergreifenden Alternativökonomie im Wendland werfen und vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit der ökonomischen Selbstorganisation als Antwort auf die Krisen in Griechenland oder Spanien.«
Die Bochumer Polizei benutzt in einer Pressemitteilung vom heutigen Tag den diffamierenden Begriff vom „Homosexuellen-Milieu“, um auf die Aufklärung einer Raubserie hinzuweisen. Opfer waren jeweils schwule Männer. Zum Sprachgebrauch der Bochumer Polizei erklärt Jasper Prigge, innen- und queerpolitischer Sprecher der Linken in NRW: „Das Bochumer ‚Blaulicht-Milieu‘, auch unter dem Namen Polizeipräsidium Bochum bekannt, nutzt die Aufklärung einer Raubserie an schwulen Männern, um die Opfer zu diskreditieren und schreibt in der Pressemitteilung von einer ‚Raubserie im Homosexuellen-Milieu‘. Für diese sprachliche Entgleisung gibt es keine Entschuldigung, zumal die Bochumer Polizei bei Verkehrsdelikten auch nicht vom ‚Autofahrer-Milieu‘ oder bei Beziehungsstreitigkeiten vom ‚Hetrosexuellen-Milieu‘ fabuliert. Es ist kein Wunder, wenn sich schwule Männer angesichts des vorurteilsgeprägten Verhaltens der Bochumer Polizei nicht melden, um Straftaten anzuzeigen. mehr…
Mit Sorge beobachtet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass sich der Einfluss der Bundeswehr auf Schulen vergrößert und die Bundeswehr verstärkt Schüler und Schülerinnen für den Militärdienst zu rekrutieren versucht. Dabei zögert die Bundeswehr nicht, auch Minderjährige an der Waffe auszubilden, so GEW–Sprecher Jochen Bauer. In diesem Zusammenhang kritisiert er, dass die Bundeswehr mit einem Stand auf der Berufsbildungsmesse im Mai werben darf.Die GEW kritisiert: »Die Werbeaktivitäten der Bundeswehr fallen in eine Zeit, in der die Auslandseinsätze der im Rahmen von NATO- und UN-Mandaten verfassungsrechtlich umstritten, politisch immer fragwürdiger und von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden. Gleichzeitig hat die Bundeswehr Nachwuchssorgen und junge Menschen hoffen in der aktuellen Wirtschaftskrise auf die Bundeswehr als Arbeitgeber. mehr…
Azzoncao, ein Polit-Cafè, schreibt: »Vor gut einer Woche legte der NSU-Untersuchungsausschuss in NRW seinen Abschlussbericht vor. Diesen kann man als PDF hier herunter laden. Wen es interessiert, kann sich hier einen kleinen Einblick in die Naziorganisationen (nicht nur) aus der Nachbarstadt verschaffen, sich über den staatlichen Blickwinkel und seine Untersuchungen wundern und über die Desinformationspolitik des Landes und seiner Organe ärgern. Vor allem aber erscheint der Abschlussbericht aber als ein Konvolut willkürlich aufeinander folgender Fakten und aneinander gereihter Daten, das nur eins vermittelt: verfolgungsunwillige Verfolgungsbehörden und geheimniskrämerische Geheimdienste treffen auf unaufgeklärte Aufklärer. Wie dem auch sei, ein Blick hinein lohnt sich alle mal. mehr…
Mit einem Info-Stand in der Innenstadt hat gestern das Bochumer Friedensplenum für den diesjährigen Ostermarsch geworben und darauf hingewiesen, dass der Sonntag in diesem Jahr etwas anders verläuft als in den letzten Jahren. Die Abschlussveranstaltung findet nicht im Bahnhof Langendreer sondern bei ver.di an der Universitätsstraße statt. Dort wird die Radtour am Ostersonntag um 16.15 Uhr von Klaus dem Geiger empfangen. Anschließend wird der stellv. Bundesgeschäftsführer der DFG-VK Michael Schulze von Glaßer einen Vortrag über das Thema „Bundeswehr: der neue Werbefeldzug“ halten. Näheres zum Ostermarsch Ruhr und zum Ostermarsch in Bochum.
In der Reihe Change your view: arabisches Kino bietet das endstation.kino ab Montag, den 10.04. mit Barakah meets Barakah einen neuen, bisher unbekannten Blick auf Saudi Arabien. In der saudischen Hafenstadt Dschidda soll Barakah als Ordnungsbeamter dafür sorgen, dass das öffentliche Leben nach dem islamischen Recht verläuft. Dies tut er immer freundlich aber ohne religiösen Eifer, viel lieber spielt er in einer Laientheatergruppe Hamlet. Seine Rolle ist die der Ophelia, Proben und Aufführungen mit Frauen sind verboten. Als er ein illegales Fotoshooting unterbinden soll, verliebt er sich auf den ersten Blick in Bibi, die für das Label ihrer Adoptivmutter ‚Heavenly Hips‘ modelt, aber viel berühmter als gesellschaftskritische Bloggerin und IT-Girl ist. Nur wie soll er sie näher kennenlernen, in einem Land, das jeder Form von „dating“ feindlich gegenübersteht? mehr…
„Der Raketenangriff der USA in Homs gegen die syrische Armee ist unverantwortlich und ein Bruch des Völkerrechts. Das ist eine gezielte Provokation gegen Russland und droht aus dem Stellvertreterkrieg in Syrien jetzt einen Weltkrieg zu machen. Deutschland darf nicht Teil dieses Eskalationskurses sein. Die Bundesregierung muss klar machen, dass deutsches Territorium für weitere US-Angriffe nicht zur Verfügung steht“, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dagdelen: „Es droht eine globale Gewalteskalation. Die Begründung der US-Führung für die Aggression gegen Syrien ist verlogen. Denn bisher gibt es keinerlei wirkliche Aufklärung zur Urheberschaft des Giftgaseinsatzes in Chan Schaich, der nun als Rechtfertigung für die US-Militärschläge mit Marschflugkörpern herhalten musste. Leider muss man feststellen, dass die Kriegstreiber, die auf eine US-Intervention hingearbeitet haben, erfolgreich waren. Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass diese gemeingefährlichen US-Angriffe beendet werden statt Verständnis für Trumps Aggression aufzubringen.“
Die Antifaschistischen Aktion Bochum lädt am Samstag, den 8.4. ab 19 Uhr zu einer Antifaschistischen Soliparty ins Soziale Zentrum ein: »Die rassistische Mobilisierung nimmt an Fahrt auf, überall in Deutschland und Europa, doch besonders auffällig wird dies in der ostdeutschen Provinz. Hier kommt es verstärkt zu Übergriffen von Nazis auf Antifaschist*innen und Geflüchtete. Doch trotz Pegida und besorgten Nachbar*innen, setzen sich Betroffene weiterhin für ein solidarisches Miteinander ein und kämpfen gegen den spürbaren Rechtsruck in der Gesellschaft. Gleichzeitig geht der Kampf für eine emanzipatorische Gesellschaft auch abseits vom Szenekiez weiter. Gerade deswegen ist es wichtig, kleinere Städte und Dörfer abseits der linken Wohlfühlzonen oder im angeblichen “Dunkeldeutschland†nicht pauschal abzuschreiben. mehr…
Auf Einladung der Naturfreunde-Langendreer hat sich nach einem Vortrag im NaturfreundeZentrum eine Urban Gardening Gruppe zusammengefunden. Als Starter Projekt für das Urban Gardening in Langendreer wurde die Neugestaltung des Carl-von-Ossietzky-Platzes konzipiert. Dies wird nun auch von der Bezirksvertetung unterstützt. Am morgigen Samstag, ab 9:30h werden die ersten Arbeiten beginnen. Ende April sollen die ersten Pflanzungen vorgenommen werden. Bis dahin werden die Pflanzen zu einem Großteil aus Spenden und von Tauschbörsen sowie durch eigene Anpflanzungen zusammengetragen. mehr…
Das Netzwerk „Recht auf Stadt – Ruhr“ hat auf seinem Blog einen Beitrag veröffentlicht mit dem Titel: „Kreativ mit Bochum-Gen: Stadtmarketing versus Wirklichkeit.“ Hierin wird beschrieben, wie Stadtdirektor und Kulturdezernent Michael Townsend bei einer Veranstaltung vor einigen Wochen „Die Bochum-Strategie“ vorgestellt hat. Er präsentierte Bochum als sei die Stadt eine Boomtown schlechthin, als „leistungsfähige Konzern Stadt“, der sich „als Dienstleister“ mit hoher „Kundenorientierung“ versteht, die „pulsierende City“ mit ihren „Kiezen“ und „beliebten Wohnquartieren“, mit ihrer „Offenheit und Toleranz“ und „hohem Freizeitwert“. Dem hält der Beitrag entgegen, dass mehr als 60.000 Menschen in Bochum als arm gelten und jedes vierte Kind Transferleistungen bezieht, dass die Schulen überall vor sich hin bröckeln… Im Strategiepapier wird Bochum zum „Hot Spot der Live Kultur“, darunter wird dann von Hochkultur und Festivals über freie Kultur bis hin zu „kreativen Milieus“ und „Kiezstrukturen“ alles subsummiert. So viel passiere laut Townsend in Bochum, dass man sich oft nicht entscheiden könne, wohin man gehen soll. Der Beitrag stellt dem die konkreten Erfahrungen der freien Kulturszene gegenüber.