Die IG Metall ruft am morgigen Dienstag, den 3. Mai zu ersten Warnstreik auf. Schwerpunktbetrieb in Bochum ist die Firma Opel Group Warehousing an der Hauptstr. 63, in Langendreer. Um 11.00 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Portal 50 statt. Im Streikaufruf heißt es: »Die Arbeitgeber verweigern ein verhandlungsfähiges Angebot. Das bislang vorgelegte kann nur als Provokation der IG Metall und ihrer Mitglieder gewertet werden. Auch nach der dritten Verhandlung am 28. April zeichnet sich keine Lösung am Verhandlungstisch ab. Unsere Forderung – ihr Angebot: Wir fordern 5 % mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung für zwölf Monate! Die Arbeitgeber hatten uns in der 3. Verhandlung am 28. April nun 2,1 % für 24 Monate und weiterhin eine Einmalzahlung von 0,3 % angeboten Die Arbeitgeber bewegen sich nicht! Das ist zu wenig! Deshalb rufen wir entsprechend dem Beschluss unserer Tarifkommission vom 13. April 2016 zu Warnstreiks auf für den Dienstag, 03.05.2016 – ab 11.00 Uhr, auf. Wir wollen mit unseren Warnstreiks erreichen, dass die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlung ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.«
„Erneut massiver Angriff durch Linksautonome auf Polizeisperre mit Steinen und Rauchbomben“ twittert ein Bildzeitungsreporter und will es mit einem beigefügten Video beweisen. In der Filmsequenz ist aber nur zu sehen, wie ein Polizist eine Rauchbombe (zurück-) wirft. Hierauf hat der Journalist Marcus Meier hingewiesen und Strafanzeige erstattet: wegen gefährlicher Körperverletzung, wegen versuchter schwerer Körperverletzung, ferner wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie aller anderen in Frage kommenden (Offizial-)Delikte.
Die Bochumer Antifa schreibt: »Die Stadt Bochum hat es heute etwa 250 Neonazis ermöglicht, durch die Bochumer Innenstadt zu marschieren. Der Aufmarsch der NPD wurde von einem massiven Polizeiaufgebot samt Pferdestaffel und Wasserwerfer begleitet. Antifa-Gruppen hatten im Vorfeld angekündigt, den NPD-Aufmarsch verhindern zu wollen. „Diesem Anspruch wurde in vielfältiger Form Ausdruck verliehen. Immer wieder gab es Versuche, auf die Route der Nazis zu gelangen. Wo diese mit Gittern abgesperrt war, wurde teils mit Seilen versucht, die Barrieren fachmännisch rückzubauen“, so die Bochumer Antifa. Bereits bei der Anreise blockierten ab 13.15 Uhr etwa 300 Antifaschist*innen den Bochumer Hauptbahnhof, um ihn für Nazis unpassierbar zu machen. Hier setzte die Polizei auf Eskalation und einen massiven Einsatz von Pfefferspray im Bahnhof. Der Hauptbahnhof wurde komplett abgeriegelt, der Zugang für Reisende verunmöglicht. mehr…
Vom 4.bis zum 27. Mai zeigt der bodo e.V. in Bochum die Mail-Art-Ausstellung „Friede den Hütten“ in der Anlaufstelle des Vereins im Altbau der ehemaligen BO-Fabrik an der Stühmeyerstraße 33. Die Vernissage findet am Mittwoch, dem 4. Mai um 14 Uhr statt. Die weltweite Mail-Art-Aktion wurde im Jahre 2013 vom Künstler Norbert Koczorski initiiert. Unter dem Motto „Friede den Hütten – Krieg den Palästen“ rief er zur künstlerischen Gestaltung von Postkarten auf. mehr…
Die Bochumer Polizei hat heute für einen von der NPD angemeldeten Naziaufmarsch mit ca. 100 TeilnehmerInnen große Teile der Bochumer Innenstadt hermetisch abgeriegelt und jegliche Störversuche durch DemonstrantInnen brutal unterbunden. Es gab zahlreiche insbesondere durch Pfefferspray und Schlagstockeinsatz Verletzte. Ca. 150 zuvor eingekesselte DemonstrantInnen wurden festgenommen. Die Antifa Bochum, die Ruhrbarone und die WAZ berichten über die Geschehnisse und Kommentare in ihren Life-Tickern.