Die Fraktion Der Linken im Rat der Stadt Bochum unterstützt die Proteste der Freien Kulturszene gegen die Haushaltssperre. Dazu erklärt Ralf-D. Lange, Fraktionsvorsitzender Der Linken: „Wir wissen um die existenziellen Nöte der Freien Szene in Bochum. Bei diesen Gruppen ist finanziell sowieso schon alles auf Kante genäht. Dass sie jetzt für das laufende Jahr durch die Haushaltssperre noch einmal 10 % gekürzt bekommen sollen, kann daher von den meisten nicht mehr aufgefangen werden. Wie der dafür zuständige Kulturdezernent Michael Townsend laut Medienberichten trotzdem zu vermeiden wissen will, dass Existenzen gefährdet werden, ist uns schleierhaft.“ mehr…
Die VVN-BdA Kreisvereinigung Bochum lädt zur öffentlichen Versammlung am Freitag, den 24. Oktober um 19.30 Uhr, in der Gaststätte Haus Lotz, Annastr. 25 zum Thema „100 Jahre Beginn des 1. Weltkrieges“ ein. Siegfried Evers und Günter Gleising werden über die „Studienreise auf den Spuren Bochumer Soldaten im Ersten Weltkrieg“ berichten und Bilder zeigen. Diese Fahrt, von der VHS und dem Stadtarchiv durchgeführt, führte nach Virton (Belgien) und Verdun (Frankreich). Dabei zeigte sich, welche Bedeutung in diesen Ländern die Ereignisse des Grande Guerre auch heute noch haben. Und: Im belgischen Virton wartet man bis heute auf eine Entschuldigung für die Verbrechen von deutschen Soldaten an der Zivilbevölkerung. Verdun ist ein Ort, der zum Symbol für das Grauen des 1. Weltkrieges geworden ist. Das Fort und das Monument Douaumont sind heute eine französische nationale Gedenkstätte. In dem Ossuaire de Douaumont (Beinhaus) liegen 130.000 Gebeine von nicht identifizierten deutschen und französischen Soldaten. mehr…
Das Politische Archiv bietet am Donnerstag, den 23. Oktober um 16 Uhr an der Ruhr-Uni, Gebäude GA – Raum 03/134 einen kleinen Einführungsworkshop für Erstsemester (aber auch alle anderen Interessierten) zur Frage der Nutzung des archivierten Materials an. Das Archiv existiert an der RUB seit über 20 Jahren und präsentiert im Sinne einer alternativen Gegenöffentlichkeit Zeitschriften, Zeitungen, Flugblätter etc. aus den Sozialen Bewegungen seit den 60er Jahren. Thematische Schwerpunkte sind dabei Antirassismus, SubKultur, kritische Theorien, Ökologie und Internationalismus. Das Archiv soll politisch Interessierten und Studierenden einen Zugang zu Veröffentlichungen über den universitären Mainstream hinaus eröffnen. Mit seinen rund 25.000 Zeitschriften und 3.000 Broschüren sowie Plakaten und Flugblättern ist das Archiv während der Öffnungszeiten sowie nach Vereinbarung einsehbar. BesucherInnen können sich dort frei bewegen und gerne kann auch länger vor Ort gelesen und Seiten in der benachbarten AStA-Druckzentrale kopiert werden. mehr…
Dienstag 21.10.14, 14:42 Uhr
Verein für Leibesübungen (VfL) Bochum & Frauenfußball
Die Fraktion Der Linken im Rat der Stadt Bochum begrüßt die Entscheidung der Vereinsmitglieder des VfL Bochum, den Vorstandsbeschluss zur Schließung der VfL-Frauenabteilung auszusetzen. Gleichzeitig fordert die Fraktion ein Konzept, mit dem die Förderung der Frauen- und Mädchenmannschaften sukzessive ausgebaut werden kann, um gesellschaftliche Ungleichbehandlungen weiter abzubauen. „Das Votum der Mitgliederversammlung ist ein Zeichen dafür, dass die Mehrheit im Verein die Verantwortung annehmen will, die ein Verein dieser Größe hat“, sagt Sven-Eric Ratajczak, Vertreter Der Linken im Sportausschuss. „Wir gratulieren den VfL-Frauen und ihren Unterstützerinnen und Unterstützern. Aber die Entscheidung ist nur ein Etappensieg“, so Ratajczak weiter. „Bis zur nächsten Mitgliederversammlung in einem Jahr müssen Vorstand und Aufsichtsrat ein tragfähiges Konzept vorlegen, mit dem die Frauen- und Mädchenfußballabteilung langfristig abgesichert wird. mehr…
Die Soziale Liste Bochum will verstärkt gegen das geplante Handels- und Investitionsschutzabkommen TTIP tätig werden. In einer Mitteilung heißt es: »Insbesondere soll die „Europäische Bürgerinitiative Stop TTIP“, die 1 Million Unterschriften gegen das Abkommen sammeln und der EU in Brüssel übergeben will, unterstützt werden. Dies ist ein Fazit der Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema TTIP, die die Soziale Liste in der Gaststätte Le Clochard durchgeführt hat. Dort hatte der langjähriger Gewerkschafter Reiner Liebau (ver.di und Attac,) eindrucksvoll die vielen Bereiche aufgeführt, in denen das Abkommen unser Leben – auch in Bochum – verändern und durch die Absenkung grundgesetzlich verbriefter Rechte verschlechtern würde. mehr…
Der Verein für multikulturelle Kinder- u. Jugendhilfe und Migrationsarbeit IFAK ruft zu Spenden auf: »Im Flüchtlings-Übergangsheim Lewackerstr in Bochum-Linden gibt es seit Mitte dieser Woche eine neue große Gruppe von Menschen, die vor allem aus Syrien geflohen sind. Unser Kollege Saradar Hajo ist täglich bis in die Abendstunden vor Ort und begleitet diese Menschen, die nur das mitbringen konnten, was sie am Leibe hatten. Ganz dringend werden Reisetaschen/Koffer, Pullover Jacken und Schuhe benötigt. Deshalb bitten wir euch, eure Familien, Freunde und Nachbarn: Was immer ihr entbehren könnt, gebt es doch bitte in einer IFAK-Einrichtung ab.«
Am Dienstag, den 28.10. lädt die Bochumer Linke um 19.30 Uhr im Haus Lotz, Annastr. 25 zu einer Informationsveranstaltung über die sogenannten Freihandelsabkommen ein. Referentin ist Karin Binder, Abgeordnete und Verbraucherpolitikerin der linken Bundestagsfraktion. In der Einladung heißt es: »Verbraucherschutz, Umweltschutz, Arbeitsrechte und Sozialstandards, über all das wird, abgesehen von ein paar Zaungästen aus der Politik, zwischen 600 Lobbyisten internationaler Großkonzerne verhandelt. Die europäischen Regierungen haben der EU-Kommission Verhandlungsaufträge erteilt. Was kommt für die Menschen dabei raus? Das ist eine von vielen Fragen über die sich Bürgerinnen und Bürger Gedanken machen sollten. Karin Binder war deshalb vor kurzem auf einer Mandatsreise in den USA und hat sich dort mit Regierungsvertretern, Behörden und wichtigen Verbraucherverbänden unterhalten. Auch darüber wird sie berichten.«
Die Freie Bochumer Kulturszene hat mit einer Aktion neben der Glocke vor dem Rat und damit auch gleichzeitig unter dem Fenster des Kulturdezernenten der Stadt Bochum auf ihre finanziell immer prekärer werdende Situation aufmerksam machen und die Kulturpolitik und –verwaltung dringend aufgefordert, sie in angemessener Art und Weise zu unterstützen. Aktuell sind die Einrichtungen und freien Gruppen von der pauschal erlassenen Haushaltssperre der Stadt massiv betroffen: Erst vor knapp drei Monaten wurden die institutionell gewährten Zuschüsse für das 2. Halbjahr 2014 um 10% gekürzt. Vor fünf Tagen wurden darauf noch einmal 10% aufgesattelt. Gerd Spiekermann vom Bahnhof Langendreer: «Insgesamt partizipiert die Freie Szene mit rd. 3,4% am Kulturetat der Stadt in Höhe von 51,5 Mio. € – mit den nun eingesparten 175.000 € wird der Gesamthaushalt der Stadt nicht zu sanieren sein. mehr…
„Das Motto der Bundesregierung bei Waffenexporten lautet: aus den Augen, aus dem Sinn. Wenn die Waffen erst einmal exportiert sind, interessiert sich die Bundesregierung nicht um deren tatsächlichen Endverbleib. Das gilt ganz besonders auch für die Waffenexporte in Krisengebiete, wie beispielsweise an die Kurden im Norden des Irak. Diese deutschen Waffen könnten sich schon bald in den Händen des IS befinden“, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken anlässlich der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (BT-Drs. 18/2920). Dagdelen weiter: „Allein die Frage nach dem Endverbleib der zwischen 2008 und 2013 exportierten 20.000 halbautomatischen SKS-Simonov-Gewehren zeigt erneut, dass die Kontrolle von Waffenexporten überhaupt nicht funktioniert. So sind die SKS-Simonov-Gewehre nach Kanada und in die Schweiz exportiert worden und werden nun auf dem kanadischen und schweizerischen Zivilmarkt angeboten. Zu dieser Erkenntnis gelangte die Bundesregierung durch eine Internetrecherche, welche für sie scheinbar die Endverbleibskontrolle ersetzt. Das ist ein Skandal. Die beste Kontrolle wäre ein Verbot von Waffenexporten, dann müsste sich die Bundesregierung auch nicht um den Endverbleib ‚sorgen‘. mehr…
Am 15. und 16. November findet im Bahnhof Langendreer ein Anti-Rassismus-Workshop unter dem Titel|„Entwicklungspolitische“ Arbeit – rassismuskritisch reflektiert statt. In der Einladung heißt es: »Der Workshop richtet sich an Menschen, die sich im Bereich „Entwicklungspolitik“, Nord-Süd- bzw. grenzüberschreitende Solidarität, Globalisierung etc. engagieren oder engagieren wollen. Mittels verschiedener Methoden wollen wir uns zunächst mit grundlegenden Fragestellungen auseinandersetzen wie z.B.: „Was ist (Alltags)Rassismus?“, „Was hat Kolonialismus damit zu tun?“, „Welche Auswirkungen haben Stereotype und Vorurteile?“, „Was bedeutet das für mich und meine Arbeit als (entwicklungspolitisch) Aktive*r ?“ Im Anschluss wird es insbesondere um die Sensibilisierung für Stereotype und Rassismen in der „entwicklungspolitischen“/solidarischen Projektarbeit gehen. „Wo finden sich z.B. koloniale Kontinuitäten in Sprache und Bildern?“ und „Wie kann ich damit in meiner eigenen politischen Arbeit umgehen?“. mehr…
Am Samstag 29.11. findet von 11-15 Uhr in der Anlaufstelle Westfalen des Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW in der Wittener Str. 87 ein Seminar statt zum Thema: Selbstbestimmung durch Patientenverfügung – Geisteskrank? Ihre eigene Entscheidung!. In der Einladung heißt es: »Seit über 5 Jahren gibt es die Möglichkeit, ein ob und wie medizinischer Behandlung rechtsverbindlich festzulegen. Und zwar auch gegenüber der Psychiatrie, die den eigene Willen allzu häufig abspricht. Eine Patientenverfügung in Sachen Psychiatrie ermöglicht, Selbstbestimmung und Patientenwillen zu bewahren. Spezielle Patientenverfügungen für die Psychiatrie sind die PatVerfü®, mit der Diagnosen und Zwangsmaßnahmen ausgeschlossen werden und die Bochumer Willenserklärung, die es ermöglicht eine psychiatrische Behandlung nach dem eigenen Willen zu gestalten. « Näheres.
Das Frauenarchiv ausZeiten, Herner Str. 266, zeigt am Sonntag, den 26. Oktober um 17 Uhr den 70-minütigen Dokumentarfilm „Von heute an! – Anke Schäfer, die Frauenbewegung & die Lesben“ von Uli Bez aus dem Jahre 2007. Die Filmemacherin besuchte Anke Schäfer in der „Villa Charlotta“ in Charlottenberg (Westerwald), einem Wohnprojekt des von Anke Schäfer initiierten Vereins „SAFIA. Lesben gestalten ihr Alter“. Ihr Film porträtiert in Interviews und Zeitdokumenten die 1938 in Berlin geborene Anke Schäfer, ihr Leben und Wirken. Zugleich gewährt der Film einen lebendigen Eindruck der Frauen- und Lesbenbewegung in Westdeutschland seit den 1970er Jahren, die sie als feministisch-lesbische Aktivistin und Netzwerkerin maßgeblich mitgestaltet hat. mehr…
Im Rahmen des Gedenktages 9. November bietet die VHS am Sonntag, den 26. 10. einen Stadtrundgang unter Führung von Wolfgang Dominik zum Thema „Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit“ in Bochum an. In der Einladung heißt es: »Vor 78 Jahren wurde der Bochumer Verein als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet. Dieser Musterbetrieb war einer der größten Waffenproduzenten des faschistischen Deutschland. Aber auch in anderen Bochumer Betrieben wurden spätestens mit Beginn des 2. Weltkriegs kriegswichtige Güter hergestellt. Im Verlauf des Krieges wurde diese Kriegsproduktion nur noch mit dem Einsatz von Tausenden von ZwangsarbeiterInnen aufrecht erhalten. Wer waren diese Männer und Frauen, oft Kinder und Jugendliche, die in Bochum oft im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Zwangsarbeit leisten mussten? Wie lebten und starben sie in Bochum? Wie verhielt sich die Bochumer Bevölkerung? mehr…
Günter Gleising hat ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: „Der Erste Weltkrieg: Urkatastrophe oder imperialistischer Krieg? Anmerkungen aus regionaler Sicht zu einem Historikerstreit und einer aktuellen politischen Debatte.“ im Vorwort schreibt Günter Gleising: »Die vorgelegten Texte, Dokumente und Betrachtungen sollen aus vorwiegend regionaler Sicht Beiträge zu Aspekten der Geschichte des 1. Weltkrieges leisten. Eingegangen wird auf die Rüstungsindustrie, die im Ruhrgebiet stark konzentriert war und hier auch besonders hohe Profite erzielte. Thema ist auch Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft im Raum Bochum. Einen Schwerpunkt der Darstellungen bilden die Streiks und Demonstrationen gegen den Krieg und seine Auswirkungen. mehr…
Anlässlich der Ankündigung des Vereinsvorstandes des VfL-Bochum, die Frauen- und Mädchenabteilung in der kommenden Saison aufzulösen, erklärt das Mitglied der Linken im Bochumer Frauenbeirat Andrea Klotz: „Es ist bedauerlich, dass ausgerechnet hier zu Lasten des Frauenleistungssports der Rotstift knallhart angesetzt wird. In einer Hauruck-Entscheidung sollen nun die Bochumer Spielerinnen aus dem Verein geworfen werden, ohne dass alternative Lösungsmöglichkeiten auch nur andiskutiert wurden. In diesem Zusammenhang muss besonders erwähnt werden, dass der VfL im Zuge der Bewerbung zur Frauenfußball-WM 2011 Millionen aus der Stadtkasse erhalten hat und hier in der Pflicht steht, den Bochumer Frauenfußball auch in Zukunft zu unterstützen. mehr…
Inklusion benötigt als wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe gute Rahmenbedingungen, damit sie funktionieren kann, so der GEW-Sprecher Jochen Bauer. Dazu bedarf es größerer Anstrengungen von Seiten der Stadt Bochum. Anders, als in den WAZ-Berichten vom 2. Oktober dargestellt, sieht die GEW die Aufgaben des Schulträgers, der Stadt Bochum, nicht überall als erfüllt an. Die sächliche und räumliche Ausstattung hinkt an manchen Schulen der Herausforderung hinterher. LehrerInnen beklagen zum Beispiel, dass notwendige Umbauarbeiten in den Klassenräumen nur zögerlich erfolgen. Eine schnellere Umsetzung der beantragten Maßnahmen, um gemeinsamen Unterricht zu ermöglichen, ist dringend notwendig. Es bedarf zudem einer großzügigeren Bereitstellung von Sachmitteln, etwa der Ausstattung mit Stellwänden, um in den Klassen differenziert arbeiten zu können, aber auch die zügige Einrichtung von Differenzierungsräumen oder Cool-Down-Räumen ist wünschenswert. Die räumliche Situation mancher Schulen ist jedoch vor dem Hintergrund des Bedarfs für diese Aufgabe grenzwertig. mehr…
Freitag 17.10.14, 15:10 Uhr
Solidarität mit dem AZ Wuppertal / Gegen die Nazikundgebung
Das Soziale Zentrum Bochum ruft zur Teilnahme an der Demo AZ bleibt an der Gathe auf: »Das AZ Wuppertal hat eine lange Geschichte und ist aus der politischen Landschaft auch überregional nicht mehr weg zu denken. Es ist aber nicht nur ein Ort politischer Dynamik und Aktionen, sondern auch ein wichtiger kultureller Ort, nicht nur für die Stadt Wuppertal. Das AZ Wuppertal ist nun akut von der Schließung bedroht; das können wir nicht untätig verfolgen. Gleichzeitig wird es in Wuppertal eine Nazi Kundgebung für ein Nationales Jugendzentrum geben. Dies soll ihnen nicht gelingen. Darum rufen wir euch auf, die Nazikundgebung in Wuppertal zu verhindern und anschließend den Tag der autonomen Freiräume in Wuppertal mit einer Nachttanzdemo zu begehen. Ein gemeinsamer Treffpunkt für die Anreise wird um 12.30 Uhr am HBF-Hinterausgang (Buddenbergplatz) sein. Weitere Hintergründe zum AZ Wuppertal und aktuelle Informationen unter: www.az-wuppertal.de/«
Vom 19.- 23. November heißt es wieder Film ab beim22. blicke filmfestival des ruhrgebiets im Kino Endstation im Bahnhof Langendreer. An erstmals fünf (statt wie bisher vier) Festivaltagen „von Mittwoch bis Sonntag stolze Stotterer, wunderliche Tierfiguren, knallbunte Bits und Bytes und Pommes für 2,80 EUR ebenso eine Rolle wie verschwindende Namen, Aufstiegshoffnungen und Abstiegsängste junger Roma, Gebärdensprachenpoesie und das ungewöhnlichste Haus südlich von Wuppertal.“ Als ein Highlight hervorzuheben ist der am Freitagabend gezeigte und auf der Roten Couch diskutierte Stummfilm „S1“ von 1913. Das Besondere: Es handelt sich um eine Spionagegeschichte, die erstmalig Filmaufnahmen im Ruhrgebiet auf dem Flughafen(!) in Wanne zeigt. Eine Filmproduktion im Vorfeld des 1. Weltkriegs mit dem damaligen Star des Stummfilms, Asta Nielsen. mehr…
Am Samstag, den 18. 10. zeigt die SDAJ um 20:30 Uhr im Sozialen Zentrum den Film „Waltz with Bashir“ . In der Einladung heißt es: »Bei „Waltz with Bashir“ handelt es sich um einen dokumentarischen Trickfilm des Regisseurs Ari Folman aus dem Jahr 2008. Der Film behandelt die Erlebnisse eines jungen israelischen Soldaten, der 1982 im ersten Libanon-Krieg Zeuge, Täter und Opfer von Krieg und Massakern wurde. mehr…
Am 16. 9. veröffentlichte die Pressestelle der Stadt Bochum die Mitteilung: “ Zusätzlich werden voraussichtlich bis zu 140 Flüchtlinge untergebracht. Wir lassen die Flüchtlinge nicht allein. Ihre Schicksale berühren uns sehr.“ Stadtdirektor Michael Townsend ist ergriffen: „Angesichts der humanitären Katastrophen, die wir jeden Tag im Fernsehen erleben, müssen wir handeln.“« In einer Hauruck-Aktion wurde in der ehemaligen Lewackerschule ein Flüchtlingslager errichtet. Als die Übergriffe in anderen Flüchtlingslagern bekannt wurden, forderte Sevim Sarialtun für die Linksfraktion am 2. Oktober die sofortige Einberufung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Astrid Platzmann schrieb in ihrer Antwort am 7. 10. als Vorsitzende des Sozialausschusses, dass es keine Hinweise auf Tatbestände gäbe, „die ein akutes Reagieren von Seiten der Politik erfordern“. Sie sehe „im Augenblick keine Veranlassung eine Sondersitzung einzuberufen. Diese Sichtweise wird auch von SPD und CDU geteilt.“ Zwei Tage später teilte sie dann mit: „Grüne und SPD werden im Sozialausschuss am 7. November einen Antrag auf Einrichtung einer Arbeitsgruppe Flüchtlinge stellen“. „Ziel ist es, eine gute Betreuung von Flüchtlingen in Bochum sicherzustellen, Probleme frühzeitig zu erkennen und miteinander – auf kurzem Wege – zu beraten und zu lösen.“ mehr…
DIDF – Bochum lädt am Samstag, den 18. September um 17 Uhr in das Herbert-Siebold-Haus der IFAK, Engelsberger Straße168 ein zur „Solidarität mit Kobane“. In der Einladung heißt es: »Die Terrormiliz IS ist in Kobane eingedrungen. Die YPG/YPJ KämpferInnen [Volksverteidigungseinheiten] versuchen heldenhaft ihre Stadt zu verteidigen. Wenn Kobane fallen sollte, wird der IS versuchen, dort ein Massaker anzurichten, genau wie in Sengal. 150.000 syrische Kurden sind auf der Flucht vor der Terrormiliz IS und versuchen die Grenze zu überqueren. Düzgün Altun und der Journalist Yücel Özdemir bei Hayat TV und Evrensel, waren mit einer Delegation vom 22.-26. September am türkisch-syrischen Grenzübergang, 200 Meter von Kobane entfernt. Sie werden über die aktuelle Situation vor Ort berichten.« Die Veranstaltung wird in türkischer Sprache stattfinden. DIDF wird sich um eine Übersetzung ins Deutsche bemühen. Die Einladung.
Das Theater Gegendruck bringt am Sonntag, den 26. Oktober um 19 Uhr John Bergers Roman „King. A street story“ als deutsche Erstaufführung im Bahnhof Langendreer auf die Bühne. Die Ankündigung: »Der 1999 erschienene Roman King von John Berger befasst sich mit Menschen am Rande der Gesellschaft; mit denjenigen, die aus dem System gefallen sind. Erzählt wird aus der Perspektive des Hundes King. Vielleicht ist King ein Hund, der denkt er sei ein Mensch. Vielleicht ist King auch ein Mensch, der denkt, er sei ein Hund. mehr…
Am Freitag, den 24. 10. findet um 19:30 im Sozialen Zentrum eine Veranstaltung zum Thema Berufsverbote mit Michael Csaszkóczy statt. In der Einladung heißt es: »Mit dem Berufsverbot wird in der Regel der sogenannte Radikalenerlass, der vor über 40 Jahren von der Ministerpräsidentenkonferenz unter dem Vorsitz von Willi Brand erlassen wurde, in Verbindung gebracht. Er ermöglichte es, „Personen, die nicht die Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten“, die Einstellung im öffentlichen Dienst zu verweigern. mehr…
Am Dienstag, den 21.10., um 19.00 laden Bahnhof Langendreer und Exile Kulturkoordination e.V. (Essen) zu einem Abend mit Gästen aus Südafrika ein: Die Menschenrechtsaktivistin Nomarussia Bonase engagiert sich bei der Khulumani Support Group – der größten Organisation von Apartheid-Opfern – für die juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung der Verbrechen des Apartheidregimes. Der Umweltaktivist Thomas Mnguni (Greater Middleburg Residents Association) kämpft als Bewohner der durch Kohleabbau besonders verschmutzten Highveld-Region für Landrechte, sauberes Wasser und gegen Umweltverschmutzung. In der Veranstaltung berichten die beiden Gäste über die soziale und politische Situation in Südafrika sowie über ihre Kämpfe um Rechte. Moderieren wird Gabriela Schmidt, Bildungsreferentin für Internationales bei „Arbeit und Leben NRW“.
In den AWO-Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen ist es am 9. und 10. Oktober landesweit zu erfolgreichen Warnstreiks gekommen. Über 2.500 KollegInnen folgten dem ver.di Aufruf zur zentralen Demo und Streikkundgebung in Bochum am 10. Oktober. Zwei unüberhörbare Demonstrationszüge trafen sich am Hauptbahnhof, um gemeinsam zur Abschlusskundgebung auf den Dr.-Ruer-Platz zu ziehen. Hier unsere umfangreiche Solidaritätsfotogalerie. mehr…
Am Donnerstag, den 16.10. um 16.00 Uhr lädt you-manity Bochum e.V. im Seminarraum GC03/42 an der Ruhr-Uni zu einem Workshop mit der Kölner Organisation Agisra e.V. ein. Hierbei sollen sich die TeilnehmenerInnen gemeinsam mit dem Thema „Gewalt an Frauen im Migrationsprozess“ beschäftigen und Ideen sammeln, „wie wir uns für Flüchtlinge in Europa, Deutschland und auch Bochum stark machen können“.
Der Bochumer Opel-Betriebsrat schreibt in einem Flugblatt: »Nach dem Schließungsbeschluss für das Bochumer Opel-Werk verbreitet das Unternehmen in einer Pressemitteilung Optimismus: „Es gibt erste Erfolge!“. Die Realität ist eine Andere: Für über 2.500 Beschäftigte bei Opel und weitere tausende Beschäftigte der Zulieferindustrie und im Dienstleistungsbereich bedeutet die Schließung von Opel-Bochum der soziale Kahlschlag und Arbeitslosigkeit. Opel hat eine Bringschuld. Versprochene Arbeitsplätze müssen her. Verträge müssen diesmal eingehalten werden.« Das Flugblatt mit einigen Klarstellungen.
Dienstag 14.10.14, 18:52 Uhr
Filmvorführung "Das Leben des Brian" am Karfreitag
Die Initiative Religionsfrei im Revier hat am Karfreitag dieses Jahres im Sozialen Zentrum in Bochum den Film „Das Leben des Brian“ gezeigt. Das Feiertagsgesetz NRW untersagt, dass an „stillen Feiertagen“ wie dem Karfreitag auch Menschen, die keiner christlichen Konfession angehören, irgend etwas Fröhliches oder Unterhaltsames unternehmen. Gegen die Initiative ist jetzt ein Verfahren eingeleitet worden, in dem ein Bußgeld in Höhe von bis zu 1.000 Euro angedroht wird. Die Initiative hat die Filmvorführung als bewusste Provokation gegen das Feiertagsgesetz durchgeführt, „um zu demonstrieren, dass auch mehr als 200 Jahre nach dem Beginn der Epoche der Aufklärung immer noch klerikale Bestimmungen in unserer Gesellschaft das Leben von Menschen gängeln“. mehr…
von Norbert Hermann, Bochum-Prekär „Nur in Einzelfällen“ sei das Verhalten des Jobcenters Bochum „so extrem“, dass es zu Wohnungslosigkeit führe, sagt die Geschäftsführerin der Wohnungslosenhilfe der Inneren Mission. Das Jobcenter widerspricht dem auf Anfrage nicht. Jeder einzelne solcher Fälle ist zu viel, lebensgefährdend und zudem zutiefst rechts- und verfassungswidrig. Bei der bekannten Qualifikation und den Informationsmöglichkeiten der Grundsatzabteilung des Jobcenters dürfte das bekannt sein. Warum tun sie es trotzdem? mehr…