von Norbert Hermann, Bochum-prekär
Am Donnerstag, 22.11., war wieder der „Tag des armseligen Sozialausschusses“. Weil wegen der geplanten Unterbringung von Flüchtlingen in der Hollandschule in Leithe, in Stiepel und in zusätzlichen Wohncontainern an der Unterkunft Wohlfahrtstrasse mit größerem Andrang von Besucher_innen zu rechnen war, tagte der Ausschuss im kleinen Sitzungssaal des Rathauses. mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Die Soziale Liste im Rat setzt sich weiterhin für eine vehemente Aufklärung der Bochumer Event- und Sponsorenaffäre ein. Sie kritisiert, dass sowohl für die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses als auch für die Ratssitzung keine Diskussion bzw. Aussprache hierzu vorgesehen ist. Dies dokumentiert aus Sicht der Sozialen Liste eine fragwürdige Haltung zu den Rechten der Ratsmitglieder, die über ihre Fraktions- und Gruppensprecher mehrfach eine umfassende Aufarbeitung gefordert hatten. Die zügige Aufklärung der Bochumer Event- und Sponsorenaffäre ist auch für die weitere Haushaltsdebatte notwendig, da es um die Verwendung von Geldern der städtischen Wirtschaftsbetriebe geht. mehr…
Back Up, die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt bittet um folgende Veröffentlichung: „Am Sonntagabend, dem 25. November 2012, tätigte eine männliche Person in der U35 Richtung Bochum Hustadt (TQ) rassistische Äußerungen und bedrohte eine Bochumerin mit einer Schusswaffe. Die Tat ereignete sich gegen 09:35 Uhr auf dem Teilstück zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof und Waldring. Dort konnte die Betroffene unverletzt aussteigen, der Täter fuhr weiter bis zur Haltestelle Markstraße. Wir suchen Zeugen und Hinweisgeber zu dieser Straftat. Hinweise werden auf Wunsch auch anonym entgegen genommen. Wer hat die Tat beobachtet und kann Angaben weitere Angaben zum Täter machen? Melden Sie sich bitte bei Back Up! Bitte wenden Sie sich an: Back Up – Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt in Dortmund, Tel.: 0231 – 532 009 40 oder 0172 – 10 454 32, E-Mail: contact@backup-nrw.org, www.backup-nrw.org“
Am Freitag erscheint die Weihnachtsausgabe des Straßenmagazins. Auf acht zusätzlichen Seiten gibt es ein „Literatur Spezial“ mit dem brasilianischen Bestsellerautor Paulo Coelho. bodo druckt ein Interview, ein Porträt und eine Weihnachtsgeschichte, die Coelho exklusiv dem Netzwerk der internationalen Straßenzeitungen (INSP) zum Abdruck zur Verfügung stellt. Seit diesem Jahr ist Paulo Coelho Botschafter der internationalen Straßenzeitungen. „Weihnachten auf der Straße“ heißt ein weiterer Schwerpunkt im Heft. Die Redaktion schildert die Lebenssituation von Wohnungslosen und informiert über bestehende Hilfen und Angebote. mehr…
Donnerstag 29.11.12, 12:26 Uhr
Linksfraktion: 13.425 Stimmen können nicht ignoriert werden!
Der Rat der Stadt Bochum soll einen Ratsbürgerentscheid durchführen, mit der Frage ob die Stadt Bochum ein Musikzentrum bauen soll oder nicht. Diesen Antrag stellt die Linksfraktion für die nächste Ratssitzung, denn das Bürgerbegehren gegen den Neubau des Musikzentrums ist aus formalen Gründen möglicherweise nicht zulässig. Das prüft die Linksfraktion noch und hat dazu Unterlagen von der Stadt angefordert. Aus formalen Gründen darf jedoch aus Sicht der Linksfraktion der Bürgerwille nicht ignoriert werden, deshalb will sie einen Ratsbürgerentscheid durchführen. „Unabhängig von der Frage der Zulässigkeit haben die Bürgerinnen und Bürger mit dem Bürgerbegehren ein deutliches Signal gegeben, dass sie mit den Beschlüssen des Rates nicht einverstanden sind und an der Entscheidung über das Musikzentrum direkt beteiligt werden wollen“, so der Fraktionsvorsitzende Uwe Vorberg. mehr…
Mittwoch 28.11.12, 19:41 Uhr
Dank Steinbrück ein kleines Stückchen Einblick, aber:
Die Bochumer verdanken Peer Steinbrück, dem gescheiterten Ministerpräsidenten von NRW, einiges. Ohne seine – so wahrscheinlich nicht gewollte – Transparenzoffensive hätte die Öffentlichkeit niemals dieses kleine Stückchen Einblick in den sozialdemokratischen Filz zwischen der Stadt und ihren Töchtern bekommen. Und: Es gibt jetzt zumindest eine vage Vorstellung davon, für wie viel Geld Sascha Hellen die Eitelkeit prominenter SozialdemokratInnen in den unterschiedlichsten Funktionen bedient hat. Die Grünen in Bochum sind vor ziemlich genau 13 Jahren eine Koalition mit der SPD in Bochum eingegangen. Eines ihrer erklärten Ziele war der Kampf gegen den Filz. Alles spricht dafür, dass sie Teil des Filzes geworden sind. Bemerkenswert bei dieser Enthüllungsgeschichte ist die ziemlich ambitionierte journalistische Arbeit der Bochumer WAZ-Redaktion. Hier gäbe es noch einen kleinen Tipp: Es wäre doch ganz interessant zu erfahren, wie viel Geld die einschlägigen Sponsorinnen und letztendlich die Stadt eingespart haben, weil einige engagierte Menschen Josef Ackermann dazu gebracht haben, im letzten Jahr seinen Auftritt im Schauspielhaus abzusagen. Die Bochumer Lokal-Redaktion könnte einfach den Chef der Zentralredaktion Ulrich Reitz fragen, was ihm Sascha Hellen dafür geboten hat, dass er bereit ist, den Bühnenauftritt von Ackermann und Stoiber zu moderieren.
Der ADFC Bochum fordert die Stadt Bochum auf, „die bekannten Sicherheitsmängel der Radverkehrswege an der Wittener Straße umgehend zu beseitigen und die Einhaltung der Mindeststandards bezüglich des Verkehrsraumes (Breite der Radfahrstreifen) und der Sicherheitsräume (Trennstreifen von parkenden Kfz am Fahrbahnrand) und der Verkehrsführung in den Kreuzungsbereichen sicherzustellen“. Weiter schreibt der ADFC: »Die Entwicklung der Verkehrszahlen des Fahrradverkehrs zeigen überdeutlich, dass sichere und komfortable Radverkehrsführungen auf allen Hauptverkehrsstraßen der Stadt Bochum erforderlich sind, um das Potential des rundum umweltfreundlichen Verkehrsmittels Fahrrad in Bochum auszuschöpfen. Die Wittener Straße ist im Abschnitt zwischen Steinring/Lohring und Ferdinandstraße im Rahmen des Konjunkturprogramms II erneuert worden. Die Anzahl der durchgehenden Fahrstreifen wurde von vier auf drei reduziert (zwei stadteinwärts, einer stadtauswärts) und Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Leistungsfähigkeit und Verkehrsabläufe auf diesem Teilstück der Wittener Straße zu beobachten. Die Verwaltung hat mit der Vorlage Nr. 20122138 jetzt einen Sachstandsbericht vorgelegt. mehr…
Der Bochumer Opel Betriebsrat schreibt in einer Information für die Belegschaft: „Am Dienstag, 27. November 2012, hat die Unternehmensleitung schriftlich mitgeteilt, dass sie die Einigungsstelle wegen des Abbaus eines Beschäftigungsüberhangs anrufen wird. […] Das Unternehmen verstößt damit eindeutig gegen bestehende Tarifverträge und Vereinbarungen. Zusätzlich werden die gemeinsam mit der Landesregierung und dem Opel-Vorstand begonnenen Gespräche über ein Zukunftskonzept für Bochum und andere Standorte blockiert und unterlaufen: In dem Tarifvertrag zwischen der Adam Opel AG und der IG Metall zur Stundung der 4,3% Tariferhöhung ab November 2012 wurden Verhandlungen zur Zukunft für alle deutschen Standorte, einschließlich Bochum und eine langfristige Komponentenstrategie vereinbart. Bisher gab es keine Verhandlungen. Diese Verhandlungen sind zwingend vereinbart. Das Vorgehen des Unternehmens ist ein Verstoß gegen diesen Tarifvertrag.“ Der Flyer als Dokument.
Von Donnerstag, den 29. 11. an zeigt das Endstation Kino täglich um 18.30 Uhr im spanischen Original mit deutschen Untertiteln Andrés Woods Spielfilm Violeta Parra. Die Filmbeschreibung: »Mit ihren Liedern, aber auch anderer Arten von Kunst hat Violeta Parra viele Menschen in ihrem Heimatland Chile und in aller Welt begeistert. Sie komponierte Stücke wie „Gracias a la vida“, die von Mercedes Sosa und Joan Baez gecovert wurden. mehr…
Bochum bildet zusammen mit dem Kreis Mettmann in NRW das Schlusslicht bei der Ausschöpfungsquote des Bildungs- und Teilhabepaketes für Kinder und Jugendliche, die in Hartz IV-Familien leben. Das zeigt eine Statistik des Ministerium für Arbeit, Integration, Soziales in NRW (MAIS). Dafür steht Bochum mit seiner Anzahl von nicht bearbeiteten diesbezüglichen Anträgen im oberen Drittel einer weiteren Statistik. Hierauf macht Norbert Hermann von Bochum-Prekär aufmerksam. Er erinnert auch an die Trickserei der Verwaltung, mit der sie in einer Vorlage für den Sozialausschuss am 25.10 2012 die Bochumer Situation schön gerechnet hatte. Sie nannte fünf andere Städte, in denen durchschnittlich nur 43 % der Berechtigten Anträge stellen. Bochum wurde mit einer Quote von 57 % als überdurchschnittlich gut präsentiert. In einem Kommentar vom 11. 9. 2012 hatte Norbert Hermann die Verantwortlichen in Bochum als moderne Raubritter bezeichnet. Er verwies dabei auf die Millionenbeträge, die der Bund für arme Kinder und Jugendliche zur Verfügung stellt, die aber wegen der bürokratischen Hürden nicht in Anspruch genommen werden. mehr…
Die Soziale Liste im Rat will eine Klärung der Frage, ob die Sparkasse ihr Sponsorin veröffentlichen muss oder nicht und schreibt: »Dem kommunalen Wahlbündnis geht es vor allem um das Sponsoring für Events und den Profisport, das von ihr immer wieder hinterfragt und kritisiert worden ist. Insbesondere bestehen Zweifel, ob dieses Sponsoring dem öffentlichen Auftrag nach §2 Sparkassengesetz NRW entspricht. Darüber hinaus darf auch die Verteilung von Geldern für Vereine, kulturelle oder gemeinnützige Zwecke nicht nach „Gutsherrenart“ erfolgen, sondern muss nach nachprüfbaren Grundsätzen erfolgen. mehr…
Der Kinder- und Jugendring Bochum berichtet über seine Vollversammlung am Montag, den 26. 11.: »Die Delegierten der Mitgliedsverbände hatten über den Aufnahmeantrag der Arbeitskreis Umweltschutz-Kindergruppe in den Jugendring zu entscheiden, haben eine Zwischenbilanz zur Arbeit des Kinder- und Jugendrings gezogen und sich über die Auswirkungen des neuen Bundeskinderschutzgesetzes für die Jugendverbandsarbeit informiert. Der Aufnahmeantrag der Arbeitskreis Umweltschutz-Kindergruppe ist einstimmig von den Delegierten befürwortet worden. Die AKU-Kindergruppe ist damit der 29. Mitgliedsverband im Kinder- und Jugendring Bochum e.V.. Die Kindergruppe ist besonders stark im Bereich Naturschutz engagiert. Zu den Aktivitäten der Gruppe gehört es, Tiere zu beobachten, Pflanzen zu zerlegen, Experimente durchzuführen und Geschichten über die Natur zu lauschen. Die Kinder sollen beim Arbeitskreis Umweltschutz Gelegenheit haben, die Natur hautnah zu fühlen, zu riechen und zu schmecken. mehr…
Dienstag 27.11.12, 14:26 Uhr
NGG Ruhr zieht „Jugend-Bilanz“: 590 Leiharbeiter – 1.455 ohne Job
„Jung, flexibel und hin und her geschubst“. Unternehmen in Bochum sollen Jugendliche nicht als „Arbeitnehmer 2. Klasse“ behandeln. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Für viele Berufsstarter sei die Situation auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor schlecht. Nach der aktuellsten Statistik der Arbeitsagentur sind in Bochum rund 590 Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren als Leiharbeiter beschäftigt. 1.455 der Unter-25-Jährigen waren im Oktober sogar arbeitslos gemeldet, so die NGG Ruhr. „Die Chancen, im Berufsleben Tritt zu fassen, sind nicht rosig. Wer jung ist, wird oft mit einem Zeitvertrag abgespeist. Unbefristete Arbeitsverträge bleiben für Jugendliche nach der Ausbildung oft ein frommer Wunsch“, sagt NGG-Geschäftsführerin Yvonne Sachtje. mehr…
Der Vorstand des Sportvereins DJK Teutonia Ehrenfeld 1913 e.V. „verurteilt die Verbreitung eines ausländerfeindlichen Flugblatts gegen die Schaffung weiterer Asylbewerberunterkünfte an der Wohlfahrtsstraße auf das Schärfste“ und schreibt in einer Pressemitteilung: „Der Sportplatz des Vereins sowie die vereinseigene Jugendbegegnungsstätte grenzen unmittelbar an das Gelände mit den Asylbewerberunterkünften an. Der Verein hat sich von Beginn an um die Integration von dort untergebrachten Asylbewerbern wie auch generell von ausländischen Mitbürgern bemüht. Unsere diesbezüglichen Aktivitäten wurden im Übrigen kürzlich noch im Rahmen einer einschlägigen Aktion des Landessportbundes honoriert. Es ist jedoch darüber hinaus darauf hinzuweisen, dass die Sportvereine und deren Verbände sich generell der Zielsetzung der Integration aller Bevölkerungsschichten über den Sport verpflichtet fühlen. Dies gilt insbesondere auch für die Deutsche Jugendkraft (DJK, der Sportverband der katholischen Kirche), dem unser Verein angehört. Wir wenden uns jedoch nicht nur deshalb gegen entsprechende Vorverurteilungen und Hetzkampagnen gegen die geplanten zusätzlichen Unterkünfte auf dem benachbarten Gelände. Vielmehr sind wir der Meinung, dass die Urheber solcher Flugblattaktionen sachgerechte Lösungen für die politisch und humanitär gebotene Unterbringung von Asylbewerbern erschweren bzw. zu verhindern versuchen, was nicht hinzunehmen ist.“
Am Freitag ist eine politisch aktive junge Frau aus Langendreer von dem stadtbekannten Nazi Timo E. verbal bedroht und belästigt worden. Anschließend hat er noch versucht, Eier gegen ein Fenster des Hauses zu werfen. Einmal hat er getroffen. Der Rest der Eier klebt an der Hauswand. Die angegriffene Frau rief die Polizei und erstattete Anzeige gegen den Nazi, nannte den Namen des Täters und gab eine Personenbeschreibung. Ein Zeuge hatte den Vorgang beobachtet und wurde von der Polizei vernommen. Die Polizei veröffentlichte heute eine Pressemitteilung unter der Überschrift: „Jugendlicher Täter nach Beleidigungen und Eierwurf ermittelt“. Es gab aber gar nichts zu ermitteln. Der Täter war schließlich bekannt. Die WAZ hat aus der Pressemitteilung der Polizei einen Artikel mit der Überschrift gemacht: „Polizei findet rechten Eierwerfer von Langendreer“. Die unbedarften Leserinnen könnten meinen, die Polizei hätte eine Fahndungsaktion eingeleitet oder sonst irgendwelche polizeilichen Leistungen vollbracht. Sie haben aber nur die Anzeige aufgenommen, den Zeugen vernommen und dann den Täter aufgesucht. Mit einer anschließenden starken Präsenz durch diverse Einsatzkräfte rund um den Tatort hat die Polizei den Nazis allerdings zu verstehen gegeben, dass sie gewillt ist, repressiv gegen Nazi-Übergriffe vorzugehen. update:In der Printausgabe der WAZ vom Dienstag wird der Beitrag sachlicher dargestellt.
Der DGB nimmt die Berichterstattung über die Aussagen des Wirtschaftsrates der CDU und der Commerzbank zum Anlass, deren Besorgnis zu relativieren. In einem gemeinsamen Fachkräfteforum hatten sie darauf verwiesen, dass ihnen qualifizierter Nachwuchs fehle. Grund dafür sei die Orientierung der jungen Ingenieure und Kaufleute auf Großkonzerne. Für den DGB Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt eine Entwicklung, die Veränderungen in der Ausgestaltung der Stellen erforderlich macht. „Ich teile die Einschätzung, dass es viele erfolgreiche mittelständische Unternehmen in der Region gibt. Wenn sie sich um guten und qualifizierten Nachwuchs sorgen, werden sie nicht umhin kommen, sichere und interessante Arbeitsplätze anzubieten und für gute Bezahlung zu sorgen.“ Nach Erhebungen des DIW gibt es aktuell und in den kommenden Jahren ausreichend Nachwuchs und auch unterhalb der Schwelle von akademischen Abschlüssen ist die Anzahl der jungen Menschen, die zu Fachkräften ausgebildet werden können, groß genug, um die Probleme der Betriebe erfolgreich zu lösen, so der DGB.
Montag 26.11.12, 10:33 Uhr
Spardiktate, Nationalismus und Widerstand in Griechenland
Am Montag, den 3. Dezember lädt Occupy together in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus um 19.30 Uhr zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein mit dem Titel: „Spardiktate, Nationalismus und Widerstand in Griechenland“. Wilfried Dressler und Tania Sainz Martin berichten über ihre Eindrücke auf einer Reise durch Griechenland. In der Einladung heißt es: »Eine Gruppe von GewerkschafterInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Serbien und Spanien hat im September Griechenland besucht, um sich vor Ort ein Bild vom Lohn- und Sozialraub, von der Verelendung und dem Widerstand dagegen zu machen: mehr…
Am Freitag den, 30. November lädt der notstand um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum zu einer Informationsveranstaltung ein, in der es um einen Prozess um Geschehnisse vor 35 Jahren geht. In der Einladung heißt es: »Sonja Suder und Christian Gauger sind im September 2011 nach 33 Jahren im Exil von Frankreich an die deutsche Justiz ausgeliefert worden. In diesem Jahr wird ihnen der Prozess vor dem Landgericht Frankfurt gemacht wegen Aktionen der Revolutionären Zellen RZ von 1977 gegen Atomkonzerne, Apartheid in Südafrika und Stadtsanierungs- und Vertreibungspolitik heute Gentrifizierung genannt. mehr…
Sonntag 25.11.12, 16:19 Uhr
Vortrag zur Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa
Am Donnerstag, den 29. November findet in den Räumen von ver.di, Universitätsstraße 76 ab 17:00 Uhr eine Informations- und Diskussionsveranstaltung statt zum Thema „Geld ist genug da! – Die Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa“. Referent ist Ralf Krämer aus Berlin, der das Thema in der Abteilung Wirtschaft und Politik beim Bundesvorstand von ver.di bearbeitet. Mit der Veranstaltung will das „Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ noch einmal die grundlegenden Fakten veranschaulichen, die der Kampagne UMfairTEILEN zu Grunde liegen. Ralf Krämer wird die politischen Entscheidungen in Erinnerung rufen, die in den letzten Jahren dazu geführt haben, dass es in Deutschland und in Europa zur einer gigantischen Umverteilung von unten nach oben gekommen ist. Mit nüchternen Zahlen soll veranschaulicht werden, wie die Einkommens- und Besitzverteilung in den letzten Jahren auseinander gedriftet ist und die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer geworden sind. mehr…
Die Linksjugend ’solid und der SDS Bochum laden am Mittwoch, den 28.11. um 18.30 Uhr im Sozialen Zentrum zu einer Veranstaltung ein. Martin Hantke von der Informationsstelle Militarisierung hält einen Vortrag zum Thema: „Friedensnobelpreis für die Eu – Kein Witz?!“ In der Einladung heißt es: »Angesichts der Militarisierung der EU und ihrer unsozialen und antidemokratischen Krisenpoltik erscheint Vielen die Verleihung des Friedensnobelpreises an diese Institution geradezu widersinnig. Wir wollen die Gründe für die Verleihung im Einzelnen auf ihre Realitätstauglichkeit prüfen. Gleichzeitig gehen wir der Frage nach, wie sieht die EU jetzt aus? mehr…
Samstag 24.11.12, 18:49 Uhr
Mit unbefristeter Restlaufzeit wieder unter Strom:
Nach langer gemeinsamer Auftrittspause und individuellen Engagements auf vielfältigen kulturellen Spielwiesen meldet sich die Mobile Einsatz Kapelle – kurz MEK Bochum – zu ihrem 36jährigen Jubiläum zurück: Am Samstag, den 8.12. um 20.00 Uhr im Thealozzi. Die MitbegründerInnen des Thealozzi wollen es noch einmal wissen und haben ihre Restlaufzeit unbefristet verlängert. Krisengeschüttelt und wachgerüttelt kann es so nicht weiter gehen: Bevor Demenz und Altersarmut einsetzen, will MEK Bochum noch mal alle musikalisch satirischen Register ziehen: „mit Texten gegen alles Mögliche und für eine bessere Welt“. Beliebte Szenehits aus den siebziger und achtziger Jahren wurden ausgelagert und durch die „Bad Band“ fast originalgetreu wieder aufbereitet, wobei die Aktualität teilweise verblüfft. Heiße Eisen der Gegenwart werden – mit Wortwitz und Sprachakrobatik angereichert – „im Abklingbecken musikalischer Stilbrüche aufgemischt und abgespeichert“. Dabei werden Antworten auf Fragen geliefert, die niemand zu stellen wagt: „Wird die Krise den Stresstest bestehen? Ist Gehirnwalking für Frührentner wirklich eine Alternative für Alte und Naive? Warum gibt es noch keine drahtlosen Stromnetze?“ Eintritt: 10 Euro.
Am 28. November um 20 Uhr im KulturCafé an der Ruhr-Uni und 2. Dezember um 20 Uhr im Freibeuter im Bermudadreieck präsentiert Treibgut die 32. Gestrandet-Lesung. Es lesen u. a. Sebastian23, Oliver Uschmann, Thorsten Krawinkel und Alexandra Supertramp. In der Einladung heißt es: »Seit 2002 entern die Literaturpiraten von Treibgut jedes Semester die Bühnenplanken des KulturCafés, um im Betonmeer der Ruhr-Universität auf literarische Schatzsuche zu gehen. Bei der 32. Gestrandet-Lesung, die gleichzeitig die Buchpremiere der Jubiläums-Anthologie Pandoras Büchsenöffner zum zehnjährigen Bestehen von Treibgut ist, wird an einem zweiten Termin zusätzlich der Freibeuter im Bermudadreieck geentert. Da man für eine größere Flotte natürlich auch mehr Besatzung benötigt, erhält die Literaturinitiative aus Bochum Verstärkung: mehr…
„Die deutsche Bevölkerung lehnt zurecht in der Mehrheit die Stationierung von Patriot-Systemen und Bundeswehrsoldaten in der Türkei ab. Sie scheint in ihrer Einschätzung des damit einhergehenden Risikos realistischer zu sein, als die Sicherheitspolitiker von SPD und Grünen, die sich von Zusagen der Bundesregierung, die Patriots würden nur über türkischem Territorium eingesetzt, weitgehend haben einwickeln lassen. Sollte der NATO-Bündnisfall ausgerufen werden, sind diese Versicherungen schnell Makulatur“, so Sevim Dagdelen, Bochumer Mitglied der Fraktion Die Linke. Dagdelen weiter: „Erinnern wir uns nur wenige Monate zurück: Im Juni hat die Türkei behauptet, eines ihrer Aufklärungsflugzeuge sei über internationalen Gewässern von Syrien abgeschossen worden, nachdem es ‚versehentlich‘ in den syrischen Luftraum eingedrungen war – mit hoher Geschwindigkeit in einer Flughöhe unter 100 Metern. mehr…
Am Sonntag, den 25. November in der Zeit von 15 bis 20 Uhr lädt die Humanitäre Cuba Hilfe zu Fiesta, Film und Ausstellung ein. Ort ist das Atelier an der Malstatt – Hinterhaus, Alte Bahnhofstr. 40. Im Mittelpunkt steht das Wandmalprojekt – Projekt „muraleando“ – städtische Kunst in La Habana – barrio 10 de octubre. Das Programm verspricht neben den Bildern der KünstlerInnen einem Vortrag zu Wandmalprojekten und der Vorführung des Projektes-Filmes. Die anwesenden und an den Muraleando-Projektwochen teilnehmenden KünstlerInnen sind: Marlies Backhaus, Margot Eppinger, Dietmar Jäkel, Rolf Kluge, Sabine Matzke, Odalys Silva Placeres und Maria Schürholz.
Zur Ratssitzung am 13.12.2012 stellte die Soziale Liste im Rat folgende Anfragen zur Strompreiserhöhung und den Managergehältern der Stadtwerke, die wir dokumentieren: „Die Kundenhaushalte der Stadtwerke Bochum wurden mit Schreiben vom 14.11.2012 benachrichtigt, dass zum 1. Januar 2013 die Strompreise um Rund 10 % erhöht werden. Begründet wird dies mit den staatlich festgelegten Maßnahmen für Erneuerbare Energien (EEG), Netzentgelte, Umlage aus §19 der Stromnetzentgeltordnung, Umlage aus dem Kraftwärmekopplungsgesetz sowie der Offshore-Haftungsumlage. Wir fragen an: 1. Wie hoch sind jeweils die Anteile in Cent und Prozent aus den einzelnen Maßnahmen und Gesetzen bei der Preiserhöhung? mehr…
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=Swe8Yymat4U
Am Mittwoch, den 28.11. um 19.30 laden der Bahnhof Langendreer, das Endstation Kino und die Bochumer Initiative Südliches Afrika zum Dokumentarfilm „Robert Mugabe – Macht um jeden Preis“ mit anschließendem Filmgespräch ein. Der Dokumentarfilm begibt sich auf die Spuren des Staatspräsidenten Robert Mugabes durch die jüngste Geschichte Zimbabwes. Er versucht aufzudecken, wie sich der umjubelte Freiheitsheld und weltweit hofierte „Befreier“ zum gefürchteten Diktator verwandeln konnte. Die Co-Autorin des Films Ingrid Sinclair wird über Hintergründe des Films berichten und für Fragen, auch zur aktuellen Situation in dem südafrikanischen Land, bereitstehen. Die Regisseurin wurde bekannt durch ihre Dokumentarfilme zur Befreiungsbewegung Zimbabwes. Ihr Film „Flame“ (1996) über die Frauen in den Befreiungskämpfen wurde mehrfach international ausgezeichnet.
Am Freitag, den 23. November um 17 Uhr lädt ver.di in das Gewerkschaftshaus Bochum, Universitätsstraße 76 zu einer Veranstaltung über die Rolle der Kirchen als Arbeitgeber ein. Aktueller Anlass hierfür ist das Urteil des Bundesarbeitsgerichtes, das eine Klage der kirchlichen Arbeitgeber abgewiesen hat, mit der Streiks in kirchlichen Einrichtungen verboten bleiben sollten. Zunächst referiert Ingrid Matthäus-Maier unter dem Titel: „Katholisch operieren – evangelisch Fenster putzen?“ Sie ist Sprecherin der Kampagne „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“ und langjährige stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Anschließend berichtet Georg Güttner-Meyer über das Bundesarbeitsgerichtsurteil zum Thema „Streik in kirchlichen Einrichtungen und seine Auswirkungen auf die weitere Arbeit für ver.di“. Er ist Gewerkschaftssekretär im ver.di Bundesfachbereich Berlin und zuständig für die Bereiche Kirchen und ihre Einrichtungen bei Caritas und Diakonie. mehr…
Am Donnerstag, den 22. 11. tagt der Sozialausschuss der Stadt Bochum um 15:00 Uhr im Zimmer 2080/2082 im BVZ. Hier gibt es den Tagesordnungspunkt „5.7 Aktueller Stand zur Flüchtlingssituation in Bochum“. Unter dem Tagungsordnungspunkt berichtet die Verwaltung u. a. über die Planung für weitere Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Eine Planung sieht vor, am Übergangswohnheim an der Wohlfahrtstraße/Königsallee Wohncontainer aufzustellen. Mit Flyern und Aushängen wird seit einer Woche von anonymen Leuten im Nazi-Jargon Stimmung gegen diese Pläne gemacht und aufgefordert am Donnerstag zu der Ausschusssitzung zu kommen. Die Redaktion von bo-alternativ.de hatte beschlossen, nicht über diese Hetze zu berichten, weil Nazis das als Erfolg begreifen. Über eine Vielzahl von Mailinglisten ist stattdessen über den Vorgang informiert worden. Die WAZ hat heute in einem Artikel ausführlich über die Geschichte berichtet und die Soziale Liste und die Grünen haben mit Pressemitteilungen darauf reagiert. Wir dokumentieren den Hetz-Flyer und die Pressemitteilungen: mehr…
Am Montag, den 26.11. findet um 19.30Uhr im KulturCafé an der Ruhr Uni eine Lesung und Informationsveranstaltung der Medizinische Flüchtlingshilfe mit Gabriele Del Grande statt. In der Einladung heißt es: »Auf seinen Reisen in mehrere nordafrikanische Länder begegnete der Journalist, Autor und Menschenrechtsaktivist Gabriele del Grande bewegenden menschlichen Schicksalen: Mütter, Väter, Ehemänner und -frauen, Geschwister und Freunde, die geliebte Menschen bei der Flucht übers Mittelmeer verloren haben; Menschen, die seit Jahren in Abschiebehaftzentren und Gefängnissen ohne Kontakt zu ihren Familien eingesperrt sind, und Behörden, die sich keiner Schuld am Schicksal dieser Menschen bewusst sind. Del Grande geht bis an die Grenzen, er deckt Missstände bei Behörden und in den nationalen Gesetzgebungen auf, prangert sie öffentlich an. mehr…