Archiv für das Jahr: 2011


Dienstag 07.06.11, 22:10 Uhr

IPv6-Test

Bo-alternativ.de beteiligt sich morgen am IPv6-Test. Von Mittwoch 8.00 Uhr bis Donnerstag 8.00 Uhr ist diese Seite also zusätzlich über das neue Internetprotokoll zu erreichen. Siehe zu dem Thema auch den Telepolisbeitrag: Netzzukunft und IPv6.


Dienstag 07.06.11, 21:30 Uhr

Ungewöhnliche Bilder aus Nordkorea

Am 6. Juli wird Bochum mit dem Spiel der Teams aus Nordkorea und Kolumbien Schauplatz des FIFA-Turniers im Frauenfußball sein. Ab kommenden Donnerstag, den 9.6. zeigen das Kino endstation eine Woche lang täglich um 19.15 Uhr den Dokumentarfilm „Hana, dul, sed“ /Eins, zwei, drei) der österreichischen Regisseurin Brigitte Weich. Sie hat sieben Jahre lang die Karrieren von vier Spielerinnen der nordkoreanischen Auswahl mit der Kamera begleitet und gibt Einblicke in ein Land, das sonst keine gewährt. Am Sonntag, den 19.6. gibt es die Möglichkeit zum Filmgespräch mit Regisseurin Brigitte Weich im Anschluss an die Vorstellung. mehr…


Dienstag 07.06.11, 21:00 Uhr

Projekt „Bochumer Ferienpate“

Der Bochumer Kinder- und Jugendring wirbt für das Projekt „Ferienpate“: »Die Zahl bedürftiger Familien, die von „Hartz IV“ oder mit Niedriglöhnen leben müssen, nimmt auch in Bochum stetig zu. Für diese Familien ist es oftmals nicht mehr möglich, Eigenanteile bei den Jugendreisen zu finanzieren und ihre Kinder bleiben deshalb vielfach von den Ferienangeboten der Kinder- und Jugendarbeit ausgeschlossen.
Um eine soziale Ausgrenzung zu vermeiden, hat der Kinder- und Jugendring das Projekt „Bochumer Ferienpate“ auf den Weg gebracht. Mit Hilfe des Projektes werden Spendengelder eingeworben, um einkommensschwache Familien bei der Finanzierung der Eigenanteile für Kinder- und Jugendreisen zu unterstützen. mehr…


Montag 06.06.11, 23:59 Uhr

Nazikundgebung und Gegenaktivitäten

Die Antifa Jugend Bochum berichtet auf ihrer Webseite: »Am heutigen Nachmittag fanden sich zwischen 17 und 18 Uhr ungefähr 50 Neonazis am Bochumer Hauptbahnhof ein. Bekannte Gesichter wie Julian Engels, die Gebrüder Christoph und Matthias Drewer, Alexander Deptolla und Michael Brück aus dem Spektrum des „Nationalen Widerstandes“, die auswärtig angereist waren, Marcel Haliti als Vertreter der Essener NPD, aber auch Bochumer Nazis wie Mario Schmidt waren anwesend. In der Nähe des Kurt-Schumacher-Platzes hielten sie eine anderthalbstündige Kundgebung ab. mehr…


Montag 06.06.11, 22:00 Uhr
Suhrkamp verhindert Aufführung der Studiobühne

Kein „Chaos“ an der RUB 1

In der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe der BSZ schreibt Chantal Stauder im Leitartikel: »Umsonst geprobt – Niklas Füllner ist Lehrbeauftragter an der Studiobühne des Musischen Zentrums (MZ) der RUB und wollte das Stück „Chaos“ des finnischen Dramatikers und Autors Mika Myllyaho zusammen mit der Theatergruppe the EDNAs auf die Studiobühne des MZs bringen. Doch seit knapp zwei Monaten besitzt der Suhrkamp Verlag die Rechte an Myllyahos Text und verbietet die geplante Aufführung an der RUB. mehr…


Montag 06.06.11, 21:47 Uhr
„Wenn das Land knapp wird …

… und Gewalt gesät ist“

Am Donnerstag, den 9. Juni findet im Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung über die Folgen von Agro-Industrie auf KleinbäuerInnen, Umwelt und Menschenrechte in Kolumbien statt. Der Titel: „Wenn das Land knapp wird … und Gewalt gesät ist“. Referent ist Mauricio Meza. In der Einladung heißt es: „In Kolumbien sind Ölpalm-Plantagen das große Geschäft. Kleinbauern müssen der Agro-Industrie weichen und Gewerkschafter werden ermordet. Palmöl für den Export ist die Ursache für Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen. Dagegen kämpft der Menschenrechtler Mauricio Meza. mehr…


Montag 06.06.11, 21:31 Uhr

„Moral an die Börse“ 1

Friedhelm Hengsbach wird am Mittwoch, den 8. Juni um 19.00 Uhr im Jahrhunderthaus, Alleestraße 80 auf einer Veranstaltung von DGB und VHS über das Thema „Moral an die Börse! – Die Finanzmärkte sind kein moralfreier Raum“ sprechen. In der Einladung heißt es: »Hengsbachs Arbeiten kreisen um die Themen Zukunft der Arbeitsgesellschaft, Verbindung von Erwerbssystem und sozialer Sicherung, politische Wirtschaftsethik und die Theorie demokratiefähiger Marktwirtschaften. Der Ausspruch „Moral an die Börse“ stammt von George Soros. Er ist ein US-amerikanischer Investor und Milliardär ungarischer Herkunft. Soros ist der Ansicht, dass die Deregulierung der Finanzmärkte aufgrund ihrer potenziellen Instabilität ein Fehler war, der die Finanzkrise ab 2007 ausgelöst hat. Verantwortlich für diese Maßnahme sei eine „marktfundamentalistische“ Ideologie gewesen, die seit Ronald Reagan und Margaret Thatcher zu einer beherrschenden Kraft geworden sei und auf einem ähnlichen Denkfehler wie der Marxismus beruhe.«


Montag 06.06.11, 17:50 Uhr
Dokumentarfilm: Eine Liebe in Kabul

Mein Herz sieht die Welt schwarz

Am kommenden Mittwoch, den 8.6., 19.30 Uhr zeigt das Endstation Kino im Bahnhof Langendreer aus Anlass der Verleihung des Dortmunder Dokumentarfilmpreises 2011 an Helga Reidemeister ihren 2009 entstandenen Film „Mein Herz sieht die Welt schwarz – Eine Liebe in Kabul“. Helga Reidemeister gehört zu den renommiertesten Dokumentaristinnen in Europa, das Internationale Frauenfilmfestival Köln/Dortmund verlieh ihr den Preis für ihr beeindruckendes Lebenswerk und ihre Verdienste um den europäischen Dokumentarfilm. Seit 40 Jahren nimmt sich Reidemeister konsequent brisanter gesellschaftlicher und politischer Themen an. „Mein Herz sieht die Welt schwarz – Eine Liebe in Kabul“ erzählt von den Bemühungen eines afghanischen Paares, das gegen den Willen der Familien für seine Beziehung kämpft. Die Filmgeschichte: mehr…


Montag 06.06.11, 11:58 Uhr

Die Rechte von Hilfskräften an der Uni

Am Mittwoch, 8. Juni, findet um 18 Uhr im HGB 30 der Ruhr-Uni eine Veranstaltung statt zum Thema: „Rechte studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte“. in der Einladung heißt es: „Der Traum vieler Studentischer Hilfskräfte ist ebenso ehrgeizig wie schwierig: erst Hilfskraft, dann wissenschaftliche/r Beschäftige/r und schließlich winkt die Professur. Dieser Traum sagt nur wenig über die  Wirklichkeit aus: Als Arbeit, die etwas mit Einkommen, Arbeitszeit und  Rechten zu tun hat, verstehen die wenigsten ihre Tätigkeit. Doch dies funktioniert nur solange, wie die Betroffenen nicht auf das Geld angewiesen sind und es keine Probleme mit dem Professor/der Professorin  gibt. mehr…


Montag 06.06.11, 11:05 Uhr

Feinstaub-Vergiftung in Bochum

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW veröffentlicht auf einer Webseite die „Überschreitungstage Feinstaub (PM10) an seinen Messstationen. In einer Erläuterung heißt es: „Nach der EU-Richtlinie 1999/30/EG sind ab dem 1. Januar 2005 nur maximal 35 Überschreitungen des PM10-Tagesmittelwertes von 50 µg/m3 pro Jahr zulässig.“ Nach 155 von 365 Tagen sieht es in Bochum folgendermaßen aus: An der Station an der Herner Straße wurde der Wert bereits 22 Mal überschritten. Die Messungen in Stahlhausen liegen sogar 24 Mal über dem Grenzwert.  Die Ergebnisse sind nicht überraschend. Dass es keine wirksamen Maßnahmen von Politik und Verwaltung gegen diese Luftvergiftungen gibt, ist ebenfalls nicht überraschend.


Sonntag 05.06.11, 09:11 Uhr

Aktion gegen Leiharbeit

SDAJ, Linksjugend-Solid und die Soziale Liste protestierten gestern mit einer Aktion in der Kortumstraße vor der Leiharbeitsfirma „jobs in time“ gegen den Trend zu immer mehr Leiharbeit. Vor allem: „LeiharbeiterInnen haben zwar Planungssicherheit, weniger Mitbestimmungsmöglichkeiten im Betrieb, sind einem enormen Druck ausgesetzt – oft auch durch KollegInnen, die sie als harte Konkurrenz wahrnehmen – und sind jederzeit kündbar. Sie werden dafür aber im Schnitt 23% schlechter bezahlt als ihre KollegInnen.“ Bilder der Aktion.


Sonntag 05.06.11, 08:14 Uhr
Vortrag über das studentische Verbindungs(un)wesen:

Falsch verbunden!

Am kommenden Dienstag, den 7. Juni, findet der nächste Vortrag im Rahmen des Politischen Dienstags, einer Vortragsreihe des AStA der Ruhr-Uni.  Unter dem Titel „‚Falsch verbunden!‘ – Das studentische Verbindungs(un)wesen referiert Jörg Kronauer vom Antirassistisches Bildungsforum Rheinland über die verschiedenen Arten von Studentenverbindungen. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Hörsaal HGA30. Im Ankündigungstext heißt es: »Bunte Kappen auf dem Kopf, bunte Bänder über dem Oberkörper – gewöhnlich fallen Mitglieder von Studentenverbindungen in der Öffentlichkeit durch ihr eigentümliches Outfit auf. Bekannt sind Studentenverbindungen dafür, dass sie Seilschaften bilden und große Mengen an Bier konsumieren.
mehr…


Samstag 04.06.11, 22:00 Uhr

Infos zu Block Brokdorf

Der AK Bochum blockt Brokdorf lädt am Dienstag, den 7. Juni um 20.00 Uhr im Sozialen Zentrum zu einer Mobilisierungsveranstaltung für die ab Pfingsten geplante Blockade des Atomkraftwerks Brokdorf (bei Hamburg) ein. In der Ankündigung heißt es: »Stilllegung selber machen – sofort und alle! Mitte Juni nehmen wir den Atomausstieg selbst in die Hand: Massenhaft werden wir das AKW Brokdorf blockieren. Wir glauben nicht an die Unterscheidung von “alten” und “neuen”, von “unsicheren” und “sicheren” AKWs. Unser gemeinsames Ziel ist die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke. Mit einer Blockade im Juni können wir in Brokdorf Revisionsarbeiten behindern, die für den Weiterbetrieb des Kraftwerks notwendig sind. mehr…


Samstag 04.06.11, 21:00 Uhr

Critical Mass

Am gestrigen Freitag sind wieder RadlerInnen in Bochum zu einer Critical-Mass-Tour auf Bochums Straßen unterwegs gewesen. Critical Mass Begeisterte treffen sich nun jeden ersten Freitag im Monat um 17.00 Uhr auf dem Kurt-Schumacher-Platz vor dem Bochumer Hauptbahnhof. Die nächste Protestfahrt steigt am 1. Juli 2011. Näheres.


Samstag 04.06.11, 12:37 Uhr

Der KostNixLaden bleibt eine Baustelle!

Die Kostnixe – also die Aktiven im Kostnixladen im Sozialen Zentrum – haben einen Text über die Situation in ihrem Projekt veröffentlich: »Baustellen versperrt häufig ein ‚betreten verboten‘. Für den KostNixLaden trifft das nicht zu! Es bleibt ein Projekt, in das sich Menschen einbringen können, die die Umsonst-Laden-Idee als ein politisches Experimentierfeld begreifen, um die Verhältnisse im Kleinen ‚zum tanzen’ zu bringen. Aber, dass bedeutet nicht, dass auch die Zufahrtswege immer gleich bleiben müssen, wenn sich herausstellt, dass sie in eine Sackgasse von Verhältnissen führen, die dem ursprünglichen Selbstverständnis des Projekts widersprechen. mehr…


Samstag 04.06.11, 06:09 Uhr

Andre Zimmer legt Geständnis ab

Die Bochumer WAZ berichtet heute unter der Überschrift „NPD-Aktivist gesteht vor Gericht Brandstiftung“, dass es im Prozess gegen den Bochumer NPD-Kandidaten bei der letztjährigen Lantagswahl Andre Zimmer eine überraschende Wende gegeben hat: »Ein 19-jähriger Aktivist der NPD hat jetzt in seinem Prozess am Landgericht im Wesentlichen eingeräumt, dass er in Bochum mehrere Brandstiftungen begangen hat und dies mit gefälschten Flugblättern der ,.Antifaschistischen Jugend Bochum“ in die Schuhe schieben wollte. Das erklärte ein Sprecher des Gerichts. Die Verhandlung vor der» 3. Strafkammer fand bisher zu weiten Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Laut Anklage hatte der 19¬Jährige im vorigen Jahr seinen eigenen Briefkasten in Wattenscheid mit einem Sprengsatz in die Luft gejagt und am Tatort angebliche Bekennenschreiben hinterlegt. Darauf wurde mit gezielten Sprüchen der Verdacht auf die Antifa gelenkt. Auf die gleiche Weise zündelte er laut Anklage auch an der Wohnungstür seiner Großmutter. Außerdem setzte er auf einer Straße eine Mülltonne in Brand. Dadurch wurden zwei geparkte Autos zerstört. Sachschaden: 15 000 Eure. Verletzt wurde niemand.
Einen weiteren Anklagevorwurf, kinderpornografisches Material auf seinem Handy besessen zu haben, weist der Angeklagte zurück. Ein Urteil könnte am 14. Juni folgen.«


Freitag 03.06.11, 10:42 Uhr
DGB Bochum:

Atomfenster in Bochum früher schließen

Der Bochumer DGB zeigt sich nicht zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen zum Atomausstieg. Das Zeitfenster entspricht nicht den realen Möglichkeiten und muss nach Meinung des DGB-Regionsvorsitzenden Michael Hermund schneller geschlossen werden: „Selbst das von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Gutachten des Umweltbundesamtes hält einen Ausstieg ab 2017 für machbar. Elf Jahre Weiterbetrieb für 9 AKWs sind kein Ausstieg, sondern Gefährdung der Bevölkerung. Und der dann geplante „Standby-Modus“ macht das Ausmaß der Mogelpackung deutlich. Die Demonstrationen der letzten Wochen haben gezeigt, die Bevölkerung will raus aus dieser unbeherrschbaren Technik und das schnell !“ mehr…


Donnerstag 02.06.11, 20:53 Uhr
Öffentlichkeit selber machen

Alternatives Bochumer Medienfestival

Die bsz, die Ruhrbarone und bo-alternativ laden am 7. Juli ab 16 Uhr in die Rotunde am Konrad-Adenauer-Platz zum ersten Bochumer Medienfestival. Gemeinsam haben die drei Redaktionen ein ganz beachtliches Informations- und Partyprogramm zusammengestellt. Als überregionale Gäste konnten unter anderem die bekannte Bloggerin Anne Roth (annalist.noblogs.org) und der Frankfurter Medien- und Sozialwissenschaftler Gottfried Oy gewonnen werden. Auf der Bühne in der Rotunde spielen die Band Selectamood (Electro/Rock/Experimental) und der Dortmunder Liedermacher Boris Gott. Auf der Kleinkunstbühne wird unter anderem der kontroverse Bochumer Fluxus-Künstler Matthias Schamp auftreten. Mit dem Medienfestival wollen die drei Redaktionen die regionale Vielfalt alternativer Presseangebote präsentieren und diskutieren. Neben bsz, Ruhrbaronen und bo-alternativ werden daher auch noch andere Medien dabei sein, die versuchen, ein emanzipatorisch-kritisches Angebot zum Mainstream anzubieten – unter anderem das Straßenmagazin bodo und der „Watchblog für deutsche Medien“, BildBlog.de. Zur Festival-Webseite.


Donnerstag 02.06.11, 13:50 Uhr

Alkoholismus für Kurzentschlossene

„Wir dürfen den Alkoholismus nicht den Rechten überlassen“, so ein häufig gehörtes Bonmot aus der linken Szene. „Wir dürfen den Alkoholismus nicht den Bochumern überlassen“, so scheint schon seit Jahren der Leitspruch vieler eingefleischter WattenscheiderInnen zu lauten. Daher passt es gut, dass am heutigen Vatertag, 2. Juni um 19:30 Uhr im Ludwig-Steil-Haus an der Ludwig-Steil-Straße 3 in Wattenscheid in offenes Meeting der Anonymen Alkoholiker (AA) und der Angehörigengruppe Al-Anon stattfindet. In der Einladung heißt es: „Ein Leben ohne Alkohol konnte ich mir nicht vorstellen“, jede/r aus der Runde nickt bei diesem Satz. mehr…


Mittwoch 01.06.11, 22:00 Uhr

Teurer Verein für Leibesübungen (VfL)

Die 1. Herrenfußballmannschaft des Vereins für Leibesübungen (VfL) Bochum bleibt auch in der nächsten Saison zweitklassig. In der heute erschienenen Ausgabe der BSZ wird beschrieben, dass dies für die kommunalen Finanzen der Stadt ein ziemliches Desaster ist: »Die  Arena an der Castroper Straße gehört der Stadt. Der VfL pachtet das Stadion und die Außenanlagen. Nun haben Stadt und Verein neue Nutzungsbedingungen ausgehandelt, die in Kürze in Kraft treten sollen – zum Nachteil der städtischen Finanzen. Insgesamt steigt der jährliche Pachtbetrag zwar von 163.000 Euro auf 184.000 Euro. Über Umwege gewährt die Stadt „ihrem“ VfL allerdings einen Rabatt. Durch eine Änderung der sogenannten Greenkeeper-Vereinbarung wird die Erhöhung des Pachtbetrags nämlich großzügig ausgeglichen: Die Greenkeeper-Vereinbarung regelt, dass der Verein das Gelände selbstständig pflegt, mit kostenlos von der Stadt zur Verfügung gestellten Geräten. Dafür werden dem VfL zukünftig bis zu 107.400 Euro gutgeschrieben. Das ist eine satte Erhöhung: Im alten Vertrag von 2002 durfte der Verein nur höchstens 77.000 Euro für die Stadionpflege geltend machen. mehr…


Mittwoch 01.06.11, 16:32 Uhr

Solidarität gegen Einschüchterung 1

Vor dem heutigen Prozess gegen die 17-jährige Schülerin, die Nazipropaganda überklebt hatte, fand eine Solidaritätskundgebung vor dem Bochumer Amtsgericht statt. Für das Bündnis gegen Rechts erklärte Uli Borchers (auf dem Foto rechts neben Klaus Kunold): »Heute beginnt der Prozess gegen eine 17-jährige Schülerin. Sie ist angeklagt, weil sie in Langendreer Nazi-Aufkleber überklebt hat. Im Juristendeutsch lautet die Anklage „unerlaubte und dauerhafte Veränderung von Gegenständen und des Stadtbildes“. mehr…


Mittwoch 01.06.11, 16:10 Uhr

Ein größerer Justizskandal 2

Wenn die Bochumer Staatsanwältin Sabine Wenzel eine 17-jährige Schülerin kriminalisiert und anklagt, weil sie mit dem nebenstehenden Sticker Nazipropaganda überklebt hat, dann überrascht das in Bochum mittlerweile niemanden mehr. Dass sie eine Richterin gefunden hat, die mitmacht und tatsächlich einen Prozess eröffnet, war schon etwas Bedenkenswertes. Aber die meisten ProzessbeobachterInnen gingen davon aus, dass eine junge unerfahrene Jugendrichterin sich einfach nicht getraut hat, die Staatsanwaltschaft in ihre Schranken zu verweisen. Vor dem Gerichtssaal heute angekommen staunten die BesucherInnen nicht schlecht. Wie der Bekanntmachung vor dem Gerichtssaal zu entnehmen war, ist die Richterin, die dieses Verfahren eröffnet hat, die stellvertretende Direktorin des Bochumer Amtsgerichtes Elke Hagedorn-Kroemer. Sie stellte das Verfahren zwar ohne Auflagen ein. Ihren Fehler eingestehen und auf Freispruch entscheiden wollte sie aber nicht. Die TeilnehmerInnen des nicht-öffentlichen Prozesse berichteten, dass Hagedorn-Kroemer völlig verhaftet in ihrer ehemaligen Rolle als Zivilrichterin war und überhaupt nicht begriff, dass sie nun zu entscheiden hat, ob das Anbringen von solchen Stickern strafrelevant ist. Die Schülerin muss nun eigentlich die Kosten für ihre Anwältin tragen. Bochum gegen Rechts, das Friedensplenum, die Rote Hilfe und die Linkspartei haben signalisiert, dass sie dafür sorgen werden, dass das Geld aufgebracht und die Schülerin Anerkennung und nicht Strafe für ihr Verhalten erfährt.


Mittwoch 01.06.11, 15:52 Uhr

Verkehrskonzept für die RUB?

Der AStA der Ruhr-Uni schreibt: »Die Verkehrssituation an der Ruhr-Universität ist stark verbesserungsbedürftig. Überfüllte U-Bahnen, zu wenig Parkplätze sowie zugeparkte und schlecht gewartete Fahrradwege sind nur einige der Mängel, die momentan bestehen. Durch die Erneuerung von Parkraum im Rahmen der Campussanierung und durch den doppelten Abiturjahrgang 2013 wird sich die Situation weiter verschärfen. AStA setzt sich für durchdachtes Mobilitätskonzept ein. mehr…


Mittwoch 01.06.11, 14:46 Uhr

Die arabischen Aufstände und der Westen

Die Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dagdelen lädt ein zur Sonntagsmatinee am 5.6. um 11:00 Uhr in ihrem Wahlkreisbüro an der Alleestr. 36 zum Thema „Die arabischen Aufstände und der Westen“. Zu Gast ist die Nahostexpertin Karin Leukefeld. Die der Einladung heißt es: »Die freie Journalistin und Buchautorin lebte lange Zeit selbst im Nahen Osten und berichtet umfassend aus den Ländern des Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Als Expertin hat sie zahlreiche Reportagen und Features für Tages- und Wochenzeitungen sowie den ARD-Hörfunk gemacht. „Die Aufstände in der arabischen Welt gehen weiter und noch sind viele Fragen offen, etwa wo ihre Ursachen liegen und in welche Richtung sie sich entwickeln werden. Der Fokus der Matinee soll dabei auf der Rolle des Westens liegen: in Libyen führt die NATO einen Krieg und begründet ihn mit dem Schutz der Menschenrechte. Gleichzeitig werden noch immer Diktaturen in der Region unterstützt, etwa in Katar oder in Saudi-Arabien, die „Stabilität“ für Deutschland und den USA garantieren und gleichzeitig die Frauenrechte jeden Tag mit Füßen treten“, so Sevim Dagdelen.


Mittwoch 01.06.11, 07:00 Uhr
Teatro de Telón:

Contrabando – Voces de Santa Rosa

Am Sonntag, den 5. Juni um 20.00 Uhr ist das Teatro de Telón im Bahnhof Langendreer mit einem Stück von Víctor Hugo Rascón Banda über den Drogenkrieg in Mexiko zu erleben. Am Montag, den 6. Juni um 19.30  folgt dann eine Diskussionsveranstaltung mit den Gäste aus Mexiko über „politische Arbeit in der Hochburg des Drogenkrieges“. Am Sonntag wird in dem Stück die leidvolle Geschichte dreier Frauen erzählt, die unterschiedlich in den Drogenkrieg verwickelt sind. Begleitet von »Norteño« -Musik, treffen die drei Frauen aufeinander, sie sind Opfer der Gewalt des Drogenhandels geworden, ausgelöst durch den Schmuggel im Chihuahua-Gebirge. Näheres. Über die Diskussionsveranstaltung am Montag heißt es in der Ankündigung: »Die frühere Wüstenstadt Ciudad Juárez ist heute ein Zentrum der Migration, eine Stadt, die rasend schnell wächst und auch bei der Mordrate weltweit vorn ist. Seit 10 Jahren kämpft Telón de Arena gegen diese Verhältnisse. mehr…


Redebeitrag von Andreas Meyer-Lauber, DGB NRW, auf der regionalen Anti-Atom-Demonstration in Essen (Kennedy-Platz) am 28.5.2011
Dienstag 31.05.11, 22:00 Uhr

Schnellstmöglicher Ausstieg

Es gilt das gesprochene Wort

Liebe Freundinnen und Freunde,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor zwei Monaten hat das Erdbeben in Japan eine noch schreckliche Katastrophe folgen lassen, die Atomkatastrophe von Fukushima.

Seit Anfang der Woche wissen wir, dass es bereits in den ersten Tagen in zwei Reaktoren zur Kernschmelze gekommen ist. Der Betreiber Tepco hat einmal mehr die alte Weisheit bestätigt, dass bei den Katastrophen, die von Menschen gemacht werden, als erstes die Wahrheit stirbt. Die betroffenen Menschen in Japan erleben ein großes Unglück, viele von ihnen bezahlen es mit dem Tod oder der Vertreibung von ihrem Wohnort, und wie zum Hohn werden sie auch noch über die wirkliche Lage getäuscht und belogen. mehr…


Dienstag 31.05.11, 19:33 Uhr
Damals wie heute...

Der Brandanschlag von Solingen

Ein Kommentar der Vorsitzenden des Bochumer Forums für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V., Cigdem Deniz Sert
Der Brandanschlag von Solingen jährte sich am 29. Mai 2011 zum 18. Mal und es sollte auch diesmal wieder lauten: Kein Vergessen! Nicht nur den rassistisch motivierten Mord an vier unschuldigen Menschen sollten wir nicht vergessen, sondern auch die damalige politische Atmosphäre, die nicht wenig dazu beitrug, dass dieser Mord passieren konnte. mehr…


Dienstag 31.05.11, 17:29 Uhr

Ergebnis der Einigungsstelle bei Opel

Der Bochumer Opel-Betriebsrat hat heute in einem Flugblatt die Beschäftigten über das Ergebnis der Beratungen der Einigungsstelle informiert. Danach wurden bessere Konditionen für den Personalabbau ausgehandelt und erreicht, dass der Getriebebau bis mindestens Ende 2013 bleibt. Neuer Stichtag, bis zu dem genügend Freiwillige ausscheiden müssen, ist der 15. August 2011. Das Flugblatt als PDF-Datei.


Dienstag 31.05.11, 17:04 Uhr

Nicht nachvollziehbarer Verfolgungseifer

Die innenpolitischer Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Anna Conrads schreibt in einer Erklärung: »Am 1. Juni steht eine Bochumer Schülerin vor Gericht, weil sie neofaschistische Aufkleber, die unter anderem an Laternenmasten angebracht waren, überklebt hat. Die Bochumer Staatsanwaltschaft wirft der jungen Frau, die in der Vergangenheit bereits mehrfach von Nazis massiv bedroht und belästigt wurde, vor, „unbefugt das Erscheinungsbild von Gegenständen, welche zum öffentlichen Nutzen dienen, nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert zu haben“, wie es in der Anklageschrift heißt. Die Bochumer Staatsanwältin Sabine Wenzel, die mit dem Fall betreut ist, geht im Fall der jungen Frau wiederholt mit einem nicht nachvollziehbaren Verfolgungseifer gegen eine junge Nazigegnerin vor, dessen einziges Vergehen darin bestehen soll, den Aufrufen der etablierten Politik, Zivilcourage gegen Rassismus und Neofaschismus zu zeigen, gefolgt ist. mehr…


Dienstag 31.05.11, 16:59 Uhr

Der atomare Sicherheitsdiskurs

Dr. Wilfried Korngiebel von der Bochumer Diskurswerkstatt hat gestern bei der Anti-Atom-Mahnwache analysiert, wie der Sicherheitsbegriff z. Z. manipuliert wird: »Während in den Atomanlagen von Fukushima die Kernschmelzen noch längst nicht unter Kontrolle sind und die gesamte Region dort auf unabsehbare Zeit verstrahlt ist, bemühen sich hierzulande die großen Energiekonzerne und die führenden Politiker, den Super-GAU schnellstmöglich im öffentlichen Bewusstsein zu „normalisieren“. Sie arbeiten dabei mit verschiedenen semantischen Tricks, um einen Meinungsumschwung in der Bevölkerung bzw. ein Vergessen der tagtäglichen Gefahren zu bewirken. So versuchen sie, Atomrisiken zu relativieren und andere, unvergleichbar geringere Risiken künstlich hochzuspielen.« Der Vortrag im Wortlaut.


Dienstag 31.05.11, 16:43 Uhr

Junge Antifaschistin auf der Anklagebank

Die VVN/BdA schreibt: »In der letzten Zeit sind insbesondere in Langendreer vermehrte Aktivitäten von Neonazis festzustellen. So wurden AntifaschistInnen beschimpft und angegriffen. Mit ihrem agressiven Auftreten wollen die Neonazis Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen oder Menschen die dem Entgegentreten, einschüchtern. So hat die junge Antifaschistin neofaschistische Aufkleber in der Straße, in der sie wohnt mit antifaschistischen Aufklebern überklebt. Vorgeworfen wird ihr nun „eine unerlaubte Veränderung des Stadtbildes“ vorgenommen zu haben. Gehören neuerdings neonazistische Parolen zum Bild unserer Stadt? Warum werden solche antfaschistischen Handlungen kriminalisiert? Sieht so eine wehrhafte Demokratie aus? So harmlos wie die Taten der Neonazis dargestellt werden, sind sie nicht. Das zeigt auch der aktuelle Prozess gegen einen Bochumer Neonazi vor dem Bochumer Gericht. mehr…


Vortrag von Wilfried Korngiebel bei der Mahnwache Fukuschima ist überall am 30. 5. 2011 in Bochum
Dienstag 31.05.11, 16:32 Uhr

Der atomare Sicherheitsdiskurs

Während in den Atomanlagen von Fukushima die Kernschmelzen noch längst nicht unter Kontrolle sind und die gesamte Region dort auf unabsehbare Zeit verstrahlt ist, bemühen sich hierzulande die großen Energiekonzerne und die führenden Politiker, den Super-GAU schnellstmöglich im öffentlichen Bewusstsein zu „normalisieren“. Sie arbeiten dabei mit verschiedenen semantischen Tricks, um einen Meinungsumschwung in der Bevölkerung bzw. ein Vergessen der tagtäglichen Gefahren zu bewirken. So versuchen sie, Atomrisiken zu relativieren und andere, unvergleichbar geringere Risiken künstlich hochzuspielen. mehr…


Dienstag 31.05.11, 15:39 Uhr

Juni-bodo: „Das draußen-Heft“

Das Straßenmagazin bodo schreibt, dass es viel an der frischen Luft sei und kündigt die am 1. Juni erscheinende Ausgabe an: »Wenn es warm wird, schwindet jedes Jahr das Verständnis dafür, wie hart das Leben auf der Straße ist, die Mainstream-Medien suchen sich „ihren Obdachlosen“ traditionell zu Weihnachten. Die Kunstaktion „Unbehaust – 100 Zelte Kunst“ macht am ersten Juliwochenende unter anderem auf dieses Thema aufmerksam. 100 Künstler, Schulen und Organisationen der Wohnungslosenhilfe gestalten, be- und verarbeiten je ein handelsübliches Igluzelt zu einer künstlerischen Position. Partner sind das Schauspiel Dortmund und bodo. mehr…


Dienstag 31.05.11, 15:21 Uhr

Antifaschismus bleibt legitim

Le groupe sabotage schreibt: »Hiermit rufen wir dazu auf, die Kundgebung vor dem Amtsgericht Bochum morgen am 01.06.2011 um 8:45 Uhr zu besuchen. Wir bekunden unsere Solidarität mit der angeklagten Antifaschistin. Vorgeworfen wird ihr eine „unerlaubte Veränderung des Erscheinungsbildes“ der Stadt Bochum. Die Antifaschistin überklebte ihrem Verständnis der wehrhaften Demokratie entsprechend neofaschistische, antidemokratische Aufkleber mit dem Sticker „Hier wurde Nazipropaganda überklebt. Faschistische Strukturen zerschlagen. Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Sexismus angreifen. Für eine befreite Gesellschaft“. mehr…


Dienstag 31.05.11, 15:12 Uhr
DGB Bochum:

Jobwunder nur halbe Wahrheit

„Das viel gefeierte deutsche „Jobwunder“ ist nur die halbe Wahrheit. Denn gleichzeitig wächst der prekäre Arbeitsmarkt, die Beschäftigten in der Region arbeiten zunehmend zu Dumpinglöhnen oder in befristeten Arbeitsverträgen, “ kommentiert DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund die aktuell veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen. Seit 1996 sei der Anteil der atypisch beziehungsweise unsicher Beschäftigten um fast zehn Prozent gestiegen. Derzeit verfügen nur noch drei Viertel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über ein so genanntes Normalarbeitsverhältnis, also über einen unbefristeten Vollarbeitsvertrag. mehr…