Noch bis zum 31. Januar 26 ist im Bochumer Stadtarchiv die Ausstellung „Aus bewegten Zeiten“ mit Objekte aus 30 Jahren feministischer Archivgeschichte in Westfalen zu sehen. Das feministischen Archiv AusZeiten hat die Ausstellung organisiert und berichtet auf seiner Webseite über die Eröffnung und dokumentiert den Redebeitrag von Rita Kronauer über die Entwicklung des Archivs:
Der Dyke March Ruhr lädt am Montag, den 8. 12. um 16.30 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof zur Demonstration ein: »Endlich geht es wieder auf die Straße: Mit DECEMBER DYKES* demonstrieren wir für lesbische und queere Sichtbarkeit und Liberation . Mitten in Bochum, Mitten im Winter! Freut Euch auf eine bunte & kämpferische Demo mit spannenden Redebeiträgen und tollen künstlerischen Auftritten, auf einen Dyke* March que(e)r über den Bochumer Weihnachtsmarkt, auf jede Menge dyketastische Weihnachtsstimmung und auf ein gemütliches Hang-Out mit anderen Dykes* und FLINTA+s in der Bochumer ZANKE!
Anlässlich des „Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ hat ein Bündnis aus Bochumer Initiativen gestern zu eine Demonstration gegen Gewalt an FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Personen) aufgerufen. Sie berichten: »In Deutschland erlebt etwa alle drei Minuten eine Frau durch ihren (Ex-)Partner Gewalt, fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau oder ein Mädchen durch einen Femizid getötet. „Damit ist nicht der öffentliche Raum, sondern das eigene zu Hause für uns FLINTA* der gefährlichste Ort“, sagt eine der Organisator*innen der Demo.
Am 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau oder ein Mädchen getötet– die Mehrzahl von (Ex)-Partnern oder Familienmitgliedern. Aber patriarchale Gewalt richtet sich nicht nur gegen weiblich gelesene Menschen, sondern gegen alle, die nicht in das hetero-sexistische patriarchale Geschlechterbild passen: Inter*-, Nicht-binäre-, Trans*- und Agender -Personen. Dagegen wird am 25.11. weltweit demonstriert. Demo in Bochum: Treffpunkt 18 Uhr Hauptbahnhof.
Das Frauenarchiv ausZeiten lädt am Samstag, den 22. November um 15 Uhr im Stadtarchiv zur Eröffnung der Ausstellung „ausbewegtenZeiten“ ein: »Zu unserem 30-jährigen Jubiläum stellen wir nicht nur online verschiedene Gegenstände aus unseren Beständen aus. Im Rahmen unseres Projekts haben wir eine Ausstellung erarbeitet, die Objekte aus 30 Jahren feministischer Archivgeschichte zeigt. Die Ausstellung zeigt auch Objekte aus feministischen Archiven anderer Städte in Westfalen, die ausZeiten bei deren Auflösung übernommen hat.« Gitta Büchner liest bei der Eröffnung: Wahre Leidenschaft.
Der Aufruf zur Demonstration am 25. November: »Kommt gemeinsam mit uns zum internationalen Tag gegen Gewalt an FLINTA* (Frauen, Lesben, inter*, nicht-binären, trans* und agender Personen) auf die Straße – für eine Welt, in der FLINTA* ohne Angst und patriarchale Gewalt leben können. Auch in diesem Jahr versammeln wir uns, um unserer Wut Ausdruck zu verleihen. Die Gewalt gegen FLINTA* nimmt weiter zu und wir nehmen das nicht länger hin. Etwa alle 4 Minuten erlebt eine Frau in Deutschland Gewalt durch ihren (Ex-)Partner, fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau oder ein Mädchen getötet, weil sie Frauen oder Mädchen sind – die Mehrzahl von (Ex)-Partnern oder Familienmitgliedern.
Das Archiv und Dokumentationszentrum Sexarbeit feiert Jubiläum und schreibt: »Seit dem Jahr 2000 ist das Madonna – Archiv und Dokumentationszentrum Sexarbeit ein feministischer Ort, in dem systematisch gesammelt, erschlossen und aufbereitet wird, was in Vergangenheit und Gegenwart über das Thema Prostitution und Sexarbeit verhandelt wurde und wird. Dieses 25-jährige Bestehen wollen wir mit euch feiern und laden euch am 17. Oktober um 18 Uhr zu unserer Jubiläumsfeier im Prinz Regent Theater ein!
Auch in diesem Jahr findet anlässlich des Safe Abortion Day, also des internationalen Tag für legale und sichere Schwangerschaftsabbrüche, ein Poetry Slam im FLUID statt. Zur Einstimmung auf den Safe Abortion Day, der am 28.09. stattfindet und zu dessen Anlass es eine Demo durch die Bochumer Innenstadt geben wird, findet bereits am 23.09. ab 19.00 Uhr ein bestärkender Abend mit gesprochener Lyrik zum Thema körperliche Selbstbestimmung statt. Der Eintritt ist auf Spendenbasis. In den Worten der Veranstalter*innen:
»Texten & Slammen gegen Patriarchat und Bevormundung!
Im September geht ist bei Uns einiges was los im Kampf für reproduktive Rechte und körperliche Selbstbestimmung (schaut auch mal bei Unserem letzten Post vorbei) – aber ein Event darf dabei auf gar keinen Fall fehlen: Unser Bodily Autonomy Poetry Slam!
Das feministische Kollektiv Furore Bochum ruft zur Demo am Safe Abortion Day auf: »Seit jeher gehört das Thema Schwangerschaftsabbrüche zu den zentralen Anliegen feministischer Bewegungen. Und das auch heute noch: Denn die Möglichkeit zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen ist in Deutschland und weiten Teilen der Welt nach wie vor gar nicht oder nur unzureichend gegeben. Gleichzeitig versuchen rechte und konservative Kräfte, ganz nach dem Motto „your body, my choice“ bereits erkämpfte Rechte auf körperliche Selbstbestimmung streitig zu machen und Frauen in die Rolle der Hausfrau und Mutter zu drängen. Dies ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines kapitalistischen und misogynen Systems, das auf der Ausbeutung des arbeitsfähigen und des gebärfähigen Körpers beruht. Diese Zustände nehmen wir nicht hin! Denn niemand – wirklich niemand – hat das Recht, über unsere Körper zu bestimmen. Wir rufen euch auf, am 28.09. zum Safe Abortion Day mit uns auf die Straße zu gehen!
Die Christopher Street-Day-Demonstration beginnt am Samstag, 30.8. um 13 Uhr auf Europaplatz vor dem Bergbaumuseum. Die Organisator:innen schreiben: „Wir beginnen in diesem Jahr mit einem Mini-Ständefest mit mobilen Ständen. Wir haben ein paar Bochumer Initiativen eingeladen vorbeizukommen, sich und ihre Arbeit vorzustellen.“ Um 14 Uhr dann die Demo durch die Stadt. Sie endet vor dem Schauspielhaus. Die Afterparty in der Rotunde läuft dann ab 21.30 Uhr. Weitere Infos und das Line-UP der Party unter: https://csdbochum.wordpress.com/
‚Ruhr Uni Nazifrei‘ informiert über rechte Aktivitäten am Campus: »Während der Juni vielerorts im Zeichen von Sichtbarkeit, Solidarität und Vielfalt stand, kam es an der Ruhr-Universität Bochum wiederholt zu Angriffen auf queerfeministische Einrichtungen und Orte auf dem Campus. Viele Studierende sind besorgt und fordern Konsequenzen.
In einer vierteiligen Veranstaltung “Get Active” wollen die Bochumer Gruppen Initiative Demokratischer Konföderalismus, Stadtteilgewerkschaft Solidarisch in Stahlhausen, die Vernetzung 25.11. und der Bahnhof Langendreer Menschen, die sich politisch organisieren wollen, in ihrer Suche und ihrem Prozess unterstützen. Die erste Veranstaltung „Get active – where to organize?“ findet am Freitag um 18 Uhr in der Quartiershalle statt.
Die feministische Gruppe furore schreibt auf ihrer Internetseite: »am 7.3.2025 gingen in Bochum ca. 3000 Menschen bei der Vorabenddemo zum feministischen Kampftag auf die Straße, um für ein gutes Leben für alle zu demonstrieren. Die Demo war laut und kämpferisch und Bochum wie immer stabil.« Reden und Eindrücke
Der Internationale Frauentag entstand als Initiative sozialistischer Organisationen im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Erstmals fand der Frauentag im März 1911 statt.
Heute setzen wir mit dem feministischen Kampftag ein Zeichen gegen die patriarchalische Gewalt und die Diskriminierung von weiblich gelesenen Menschen. „Es reicht! Wir schließen uns zusammen! Gemeinsam gehen wir auf die Straße für gerechten Lohn und gute Arbeitsbedingungen. Gemeinsam kämpfen wir für ein Ende der patriarchalen und kapitalistischen Unterdrückung, gegen Krieg und Faschismus.
Die Organisator:innen der feministische Aktionswochen 2025 schreiben: »Vom 04.03. bis zum 31.03.2025 finden in Bochum die feministischen Aktionswochen statt, für deren Organisation sich seit sieben Jahren verschiedene Bochumer Initiativen wie beispielsweise die Seebrücke Bochum, die Initiative Demokratischer Konföderalismus, der KosmoPolis e.V., Stadt für Alle, Palestinians and Jews for peace, die Rote Hilfe Bochum oder verschiedene Hochschulgruppen zusammenfinden. Unter dem Motto „Jetzt erst recht! Für das gute Leben für Alle!“ erwartet Bochum ein vielfältiges Programm aus Workshops, Podiumsdiskussionen und kreativen Aktionen zu verschiedenen feministischen Themen.
Heute wird im Rechtsausschuss des Bundestags über eine Reform des Abtreibungsrechts beraten. Am morgigen Dienstag könnte es in der letzten Bundestagssitzung vor der Wahl zu einer Abstimmung über den vorliegenden, überfraktionellen Gesetzesentwurf zur Neuregelung des Paragraf 218 StGB kommen, Paragraf 218 regelt in Deutschland Schwangerschaftsabbrüche. Seit über 150 Jahren führt das Strafgesetzbuch Abtreibungen im Abschnitt „Straftaten gegen das Leben“.
Den Gesetzentwurf von SPD, Grünen und Linken unterschrieben in kurzer Zeit Hunderte Abgeordnete fraktionsübergreifend – dieser Antrag kann jedoch nur als erster Minimalkonsens verstanden werden:
Am Samstag, den 15.02. um 19 Uhr stellt Koschka Linkerhand in der Zanke, Westring 41 ihr neuestes Buch „Feministisch streiten 2″ vor. Sie schreibt: »“Feministisch streiten 2“ erschien im September 2024 im Berliner Querverlag und ist eine Sammlung eigener Texte aus den Jahren 2020 bis 2024. Darin habe ich mich mit den transnationalen Bewegungen gegen Femizide und für das Recht auf Abtreibung beschäftigt, außerdem mit der geschlechtlichen Arbeitsteilung und patriarchaler Gewalt. Auch Religion, Ökologie, Transfeindlichkeit, Kolonialismus und Antisemitismus habe unter einer feministischen Perspektive, die über den deutschsprachigen Tellerrand geht, in den Blick genommen.
Das feministische Kollektiv furore schreibt zu den diesjährigen feministischen Aktionswochen; »Die gewaltvollen Verhältnisse sind omnipräsent. Wir wollen nicht weiter dabei zusehen, wie der Planet zerstört wird, wie rassistische und menschenverachtende Zustände stetig weiter normalisiert werden, wie patriarchale Gewalt und Feminizide zur vermeintlichen Normalität dazugehören. Wir rufen euch auf zum internationalen feministischen Kampftag gegen die katastrophalen Zustände und für das gute Leben für alle auf die Straße zu gehen – jetzt erst recht!
Der 14. Februar wird ein großer Aktionstag in Bochum. Insgesamt werden drei große Ereignisse an dem Tag die Stadt prägen: Fridays for Future ruft um 17:30 Uhr am Hauptbahnhof auf zum bundesweiten Klimastreik (siehe auch), ein breites Bündnis antifaschistischer Organisationen um 18:30 Uhr am Hauptbahnhof unter dem Motto „Nieder mit der AfD und ihren Verbündeten“ (siehe auch) und vorher um 17 Uhr am Schauspielhaus One Billion Rising: »Die Veranstaltung wird nicht nur ein kraftvolles Zeichen für Gleichberechtigung, Solidarität und ein Ende der Gewalt setzen, sondern auch Teil der globalen Bewegung sein, die jährlich Millionen von Menschen weltweit mobilisiert.«
Datum: Freitag, 14. Februar 2025 Uhrzeit: 17:00 Uhr (Treffpunkt vor dem Schauspielhaus Bochum)
„Demokratie braucht SIE“ ist das diesjährige Motto der von der Gleichstellungsstelle der Stadt organisierten Bochumer Frauenwochen, die im Zeitraum 1. bis 16. März stattfinden. In der Ankündigung des Veranstaltungsprogramms heißt es: »Im März machen neben dem Internationalen Frauentag am 8. März gleich zwei weitere Aktionstage auf unausgewogene Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern aufmerksam: der Equal Care Day (1. März) beschäftigt sich mit dem Thema Verteilung von Sorge-Arbeit sowie der Equal Pay Day (7. März), der auf die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam macht.«
EIN TAG OHNE FRAUEN - Trailer OmU German | Deutsch
Am morgigen Sonntag, den 2.2. um 16 Uhr läuft im EndstationKino der Film „Ein Tag ohne Frauen“(OmU). Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen,weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu ku?mmern, brachten sie ihr Land zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“
Hin und wieder stolpere ich auf meinem Instagram-Feed über eine Kachel, die die Anzahl der bisherigen Femizide des Jahres zählt: Nummer 1, Nummer 2, Nummer 50, Nummer 101. Wie schnell diese Zahlen steigen, errschreckt mich immer wieder. Jedes Jahr beginnt die Zählung bei Null. Ich versuche oft, alles von mir wegzuschieben. „Nicht in Bochum“, sage ich dann, „schon gar nicht in Weitmar.“ Ich habe bestimmt schon im selben Laden eingekauft, bin über dieselbe Ampel gegangen und saß auf dem gleichen Sitz in der Bahn wie Michaela. Aber auch wie ihr ehemaliger Ehemann. Nichts davon ist weit weg, nichts davon lässt sich wegschieben. Es kann uns alle treffen. Patriarchale Gewalt ist keine Antwort auf eine bestimmte Person, keine Freundin, keine Ehefrau ist zu laut oder zu anstrengend gewesen.