In diesem Jahr gibt es in Bochum ein Jubiläum: vor 25 Jahren entstand das stadtbekannte Mural (Wandbild) an der Alleestraße nahe der Jahrhunderthalle. Anlass für einen kleinen Beitrag von Eric Jobs und eine Ausstellung in seinen Räumen: »Damals, im Jahr 2000, wurde es von 5 Künstlern (3 Bochumern und 2 Kubanern) entworfen und an die Ostseite des Torhaus 5 gemalt. Es war Teil des weltweiten Wandmalprojekts MURAL GLOBAL, welches einen Dialog und künstlerischen Austausch verschiedenster Kulturen zum Ziel hatte.
Im Prinz-Regent-Theater prt findet an diesem Wochenende, am Freitag, Samstag jeweils um 19:30 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr eine ganz besonderen Premiere statt: »Wie ist es, eine schwarze Schauspielerin zu sein? Welche Rolle gibt es im deutschen Theater dafür? Was passiert mit der Aneignung von Kulturerbe, wie die Statue der Königin Ngonnso?
Im Prinz-Regent-Theater finden am Donnerstag und Freitag zwei Veranstaltungen statt, die sich mit Bochum befassen, einmal unter dem Titel „Wer bewegt sich in Bochum“ (19.11.) und zum anderen erzählen Bochumer*innen „Von den Zeitverschiebungen, den Brüchen und Rissen im Leben und in der Stadt“ (20.11.). Zu der Veranstaltung unter dem Titel „Bewegte Stadt – Choreografische Porträts aus Bochum, Teil eins: Grundierung“ am 19. November heißt es im Programm des prt:
Am 29. August um 19:30 hat der Chor Chorrosion Premiere mit seinem neuen Stück. Aus diesem Anlass haben wir ein Interview mit Annette Schnoor, Mitsängerin und vor allem Texterin des Chores, geführt.
Annette, euer neues Programm heißt „Kreuzfahrt – (noch) kein Land in Sicht“. Geht ihr wirklich auf ein Kreuzfahrtschiff?
Annette: Selbstverständlich! Auf die „Wonder of Sea“ – ein neueres Kreuzfahrtschiff mit allen Schicki-Mickis, das 6000 Passagiere fasst. Wir haben uns da von dem Buch: „Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich“ von David Foster Wallace inspirieren lassen, das auch mal als Schauspiel hier im Theater zu sehen war. Du kannst gespannt sein, was auf dem Schiff alles passiert.
Die Eröffnung der 5. bobienale (das volle Programm) findet am Mittwoch, den 18. Juni um 19 Uhr hinter der ehemaligen Riff-Halle (heute Gleis 9) statt. Die Einladung »Die Bobiennale gründet die Stadt BoPolis und bei der Eröffnung-Veranstaltung legen wir den Grundstein. Jede*r ist eingeladen, mitzumachen, sich zu beteiigen und die Stadt gemeinsam zu erbauen. Oder einfach dabeizusein. Denn genau darum geht in der diesjährigen bobiennale. Die Künstler*innen richten am Eröffnungs-Abend ihren Blick auf Blick auf das Zusammenleben – doch mit wem bewohnen wir die Stadt? Ungewohnte Perspektiven auf besondere Mitbewohner*innen entdecken wir im Eröffnungsprogramm:
Das Prinz Regent Theater Bochum stellt sich mit der Spielzeit 2025/2026 neu auf und präsentiert sich jetzt bereits mit einer neuen Webseite. Die neue künstlerische Leitung stellt in einem Brief ihre Ideen und das neue Programm vor: »Als neue künstlerische Leiterin am prt freue ich mich, Euch das Programm vorzustellen: Die ersten Premieren von September bis Dezember 2025, aber auch viele Gelegenheiten, aktiv zu werden und das prt mitzugestalten. Zum Beispiel einen Garten anzulegen oder Geschichten aus Bochum zu erzählen.
Die Übernahme der Leitung des Prinz-Regent-Theaters im September durch Sabine Reich wirft ihre Schafften voraus und sie schreibt dazu: »Neustart am prt: im September übernehme ich die Leitung des Theaters und freue mich sehr, das neue Programm vorzustellen. Dazu möchte ich Euch und Sie ganz herzlich einladen:
Mittwoch, den 14. Mai 2025 um 11 – 12.30 Uhr, in den Räumen der Szenischen Forschung am Blue Square, 5. Etage Kortumstraße 90, 44787 Bochum
Seit 2013* zeigt die Initiative Religionsfrei im Revier am Karfreitag in Bochum die Filmkomödie „Das Leben des Brian“. Das Feiertagsgesetz NRW verbietet an sogenannten stillen Feiertagen jegliche Unterhaltungsveranstaltungen. Mehr als 700 Filme dürfen z. B. am Karfreitag nicht gezeigt werden. Das „Leben des Brian“ gehört dazu. Die Stadt Bochum verhängte ein Bußgeld, als der Film trotzdem gezeigt wurde. Gegen diese klerikale Zensur wurde vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt. Das Gericht nahm die Klage aber nicht an, weil der Rechtsweg nicht ausgeschöpft worden sei und schrieb, dass die Initiative mit guten Chancen eine Ausnahmegehmigung hätte beantragen können. Diesen Hinweis nimmt die Bezirksregierung seitdem ernst und genehmigt damit in Bochum die einzige legale Unterhaltungsveranstaltung am Karfreitag in NRW, verbietet aber gleichzeitig Theateraufführungen z. B. in Dortmund und Bochum, die überhaupt nicht lustig sind.
Das Team der Professur für Gender Media Studies an der Ruhr-Uni lädt zu einer Talkrunde „TikTok hacken. Protest und Bildung auf Videoplattformen“ am 21.2. um 19 Uhr in der Quartiershalle in der KoFabrik: »In dieser Talkrunde mit Ole Liebl, Caspar Weimann, Judith Ackermann, Jennifer Eickelmann und Philipp Hohmann diskutieren die Hosts Julia Bee und Jasmin Degeling über Protest und Bildung auf TikTok. Vor dem Hintergrund, dass digitale Plattformen zur gesellschaftlichen Faschisierung beitragen, und insbesondere rechte politische Strategien von digitalen Medien profitieren, diskutieren die Gäst*innen, welche Formate und künstlerischen Praktiken auf TikTok und Co. im Sinne der politischen Bildung und des queerfeministischen Aktivismus demokratiefördernd wirken.
Im showroom-kunst, Oskar-Hoffmann-Str. 46, wird an diesem Wochenende (Sa, 8.2. 17:00 – 21:00, So, 11:00 – 19:00) die Ausstellung „Wahlkampf-Bilder“ gezeigt.
Während der Öffnungszeiten können sich interessierte Aktivist*innen mit Plaketen, Flyern, Postkarten und Aufklebern eindecken.
Die 5. bobiennale vom 18. bis 22. Juni 2025 wirft ihre Schatten voraus. Dazu erreichte eine Mitteilung des Orgateams:
»Die bobiennale, das Festival der Freien Kunst Bochums, ruft alle Kunstschaffenden in Bochum oder mit Bezug zu der Stadt auf, sich mit ihren Projekten für die bereits fünfte Ausgabe des Festivals zu bewerben.
Kunst und Fakten zur Machtübernahme der NSDAP 1933 in Bochum.
Unter anderem mit der Arbeit „Etappen der Gewalt“ von Marcus Kiel.
»Die Portraitfotografien, die Marcus Kiel [1995] an der Viktoriastraße unter der Bundesbahnbrücke in der unmittelbaren Nachbarschaft von Werbeplakaten installiert hat, zeigen Politiker, Gewerkschafter und Widerstandskämpfer, die wegen ihres Engagements von den Nazis ermordet wurden [u.a. Otto Ruer, Heinrich König, Fritz Husemann].