Am Samstag, den 13. Dezember um 19:30 Uhr lädt das Schauspielhaus im Oval Office zu einer Vorstellung des Buches „Als die Holzschuhe zerbrachen, ging ich barfuß. NS-Zwangsarbeit auf den Zechen Constantin und Mont Cenis in Bochum und Herne“ ein. Die Herausgeber*innen berichten aus der Recherche, über die Ergebnisse, über mögliche Bildungsarbeit und künftige Aktivitäten der „Initiative Gedenkort Bochum-Bergen“ Anschließend lesen die Ensemblemitglieder des Schauspielhaus Jele Brückner, Mara Romei und Payam Yasdani Passagen aus dem im Oktober erschienenen Buch.
An die Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November vor 87 Jahren erinnerte nicht nur Bochum am Sonntag, sondern auch Wattenscheid am Montag in einer gemeinsamen Veranstaltung von „Stelen der Erinnerung“ und der Bezirksvertretung in einer zweigeteilten Veranstaltung. Hier der Bericht des Kuratoriums „Stelen der Erinnerung“:
In einer aktuellen Pressemitteilung berichtet der Kinder- und Jugendring, dass in einer erfolgreichen Stolperstein-Putzaktion alle Stolpersteine und die Stolperschwellen, die in Bochum verlegt worden sind, wieder gereinigt wurden. „Sie sind wieder ansehnlich und gut lesbar“: »Das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring Bochum hatten Jugendgruppen und Schulklassen eingeladen, um eine stadtweite Stolpersteinputzaktion durchzuführen.
In seinen Forschungen zu homosexuelle Häftlingen in der Krümmede während der NS-Zeit hat Jürgen Wenke hat neue Erkenntnisse zusammentragen können und stellt diese zur Verfügung: »Sie waren Zwillinge, sie waren homosexuell, sie waren jüdisch. Die Brüder Ernst und Leo Salomon (geboren am 3.10.(!!)1894) aus Trier. Bereits am 6. November 2017 wurden auf Initiative des Forschers und Psychologen Jürgen Wenke aus Bochum zwei Stolpersteine in Trier zur Würdigung der Brüder verlegt. Die damalige Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz hatte die Patenschaft für die Stolpersteine übernommen.- Jetzt machte der Forscher und Biograph der beiden Männer eine neue, seltene Entdeckung: Er fand erstmals Bilder der Zwillinge. Und das ausgerechnet in einer Nazizeitung von 1935:
Die Omas gegen Rechts berichten auf ihrer Webseite über die Kranzniederlegung in Bochum-Dahlhausen: »Der Tag jährte sich nun zum 80. Mal. Die Omas gegen Rechts haben am Mahnmal in Dahlhausen zum Gedenken eingeladen, einen Kranz niedergelegt und gesungen, gemeinsam mit Vertretern der Stadt Bochum und den „Naturfreunden Bochum Linden-Dahlhausen“. Diese Veranstaltung setze, wie schon in den letzten Jahren, ein „Zeichen der Solidarität und des Erinnerns“,
Die Antifaschistische Linke Bochum lädt am Donnerstag. den 10 April ab 18 Uhr zu einem netten Abend ein: »Anlässlich des 80. Jahrestag der Befreiung von Bochum vom Faschismus, möchten wir trotz der aktuellen politischen Lage in der Zanke zusammen kommen und einen netten Abend verbringen. Mit Kleinigkeiten zu Essen, kühlen Getränken und guter Mucke, wollen wir all denjenigen Gedenken, die gegen den Faschismus kämpften und uns die Grundlage für ein besseres Leben bieten sollten. Open doors: 18:00 Uhr | Zanke | Westring 41«
Die VVN/BdA informiert in ihrer aktuellen Pressemitteilung: »Am Sonntag, 30. März findet die traditionelle Kranzniederlegung für die durch faschistische Freikorps-Soldaten ermordeten Arbeiter statt. Diese hatten sich 1920 dem rechtsradikal/ militaristischen Kapp-Putsch entgegengestellt. Durch einen Generalstreik wurde der Putsch beendet.
Treffpunkt ist um 11.00 Uhr wieder der Marktplatz in Bochum-Werne. Die Kranzniederlegung findet am Denkmal für die Märzgefallenen vom 1921/22 auf dem Kommunalfriedhof statt.«
Am Sonntag, den 23.3. um 14.00 Uhr laden Volkshochschule und VVN-BdA zu einem Stadtrundgang ein, der über jüdisches Leben vor, während und nach dem Faschismus in Bochum informiert: »Angesichts der Ereignisse um Israel-Gaza-Westjordanland-Libanon und kurz vor dem 1. April („Juden-Boykott“ 1933) nimmt dieser Stadtrundgang einen besonderen Stellenwert ein. Wie war das eigentlich mit dem jüdischen Leben „damals“ in Bochum? Es soll an etlichen Gebäuden, Stolpersteinen, Stelen, Plätzen folgenden Leitfragen nachgegangen werden:
Mehr als 300 vor allem jüngere Teilnehmer:innen erinnerte gestern mit einer kurzen Demonstration durch die Innenstadt an den rassistisch motivierten Mordanschlag vor fünf Jahren in Hanau. Hauptorganisator:in der Demo war die DIDF-Jugend. In ihrem Redebeitrag machte die Vertreterin der DIDF-Jugend deutlich: »Wir stehen hier nach 5 Jahren ohne Konsequenzen: Ohne Konsequenzen für den rassistisch bekannten Vater, ohne Konsequenzen für die SEK-Polizisten in den rassistischen Gruppen. Und ohne Konsequenzen für die Bekämpfung von rechten Terror und rechter Gewalt in Deutschland!«
Gestern hätte Betti Hartmann ihr 98. Lebensjahr vollendet wenn sie nicht als 15jähriges Mädchen in Auschwitz ermordet worden wäre. Wattenscheider Schüler:innen hatten von einer Studienfahrt eine Kopie ihrer Todesurkunde aus Auschwitz mitgebracht. Ihren Namen trägt der Platz vor dem Rathaus stellvertretend für die 6 Millionen ermordeten jüdischen Menschen, davon 87 aus Wattenscheid zu denen auch Betti Hartmann gehörte.
Das Kuratorium Stelen der Erinnerung, das sich gegründet hat, um die Erinnerung an diese unvorstellbaren Verbrechen lebendig zu halten und für die Gegenwart zu mahnen, ehrte Betti Hartmann im Rahmen eines Gedenkens mit zwei kurzen Redebeiträgen und einem Blumenstrauß. 4 Tage vor der Bundestagswahl und 5 Jahre nach dem rechtsextremistischen Anschlag von Hanau ist es erschreckend, wie aktuell der Schwur von Buchenwald ist: „Nie wieder Faschismus Nie wieder Krieg!“ Nie wieder ist jetzt.
Die Linke Liste lädt am 26.02 ab 18:30 in GD 03/158 (RUB) zum Vortrag über Hanau 2020 ein und schreibt : >>Vor fünf Jahren am 19.02.2020 wurden neun Menschen von einem polizeibekannten Faschisten in Hanau aus dem Leben gerissen. Bis heute gibt es weder Aufklärung, noch Gerechtigkeit für die Angehörigen. Ganz im Gegenteil, die rassistische Politik, die den Nährboden für solche Anschläge legt, schreitet immer weiter voran. Die Anschläge in Solingen und Halle, der NSU und viele Weitere zeigen uns, dass es sich nie um Einzelfälle gehandelt hat. Rechtes und faschistisches Gedankengut hat sich schon lange in der Mitte der Gesellschaft verankert.
Am Sonntag, den 2. Februar 2025 versammelten sich mehr als 100 Menschen im ehemaligen sogenannten Ostarbeiterlager der Zeche Constantin der Große an der Bergener Straße. um der 22 getöteten Zwangsarbeiter zu gedenken, die genau 80 Jahre zuvor in der Nacht des 2. Februar 1945 bei einem Luftangriff ums Leben kamen. Unter ihnen befanden sich 21 italienische Militärgefangene sowie der sowjetische Zwangsarbeiter Wasyl Hejderin, der gerade einmal 20 Jahre alt wurde.
Gestern versammelten sich wieder ca. 150 Aktivist*innen am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust in der Kortumstr.. Die Aktion war wie in den letzten Jahren dadurch geprägt, dass die Namen der Opfer des Faschismus aus Bochum und Wattenscheid verlesen wurden und mittels der Transparente mit den Namen ein Spalier des Gedenkens entstand. Eindrücke von der Veranstaltung.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Kreisvereinigung Bochum (VVN-BdA Bochum) erinnert am Donnerstag, 30. Januar 2025 um 16:00 Uhr an die Übertragung der Macht an Hitler vor 92 Jahren und an den Terror der Nazis gegen die Arbeiterbewegung. An der Gedenktafel des ehemaligen Gebäudes des früheren Bergarbeiterverbandes, Universitätsstr. 36a werden Blumen niedergelegt. Reden werden der Kreisvorsitzender der AWO Bochum Karl-Heinz (Kalle) Meier sowie der Vorsitzende der VVN-BdA Bochum Günter Gleising. Wegen einer Erkrankung kann Karl-Heinz Meier leider nicht anwesend sein. Seinen Part übernimmt Heinz Rittermeier (Mitglied der SPD-AG 60+).
Gerade in der heutigen Zeit des Rechtsentwicklung, so die VVN, ist es wichtig diese Geschehnisse wachzuhalten und in Erinnerung zu rufen. Dazu wollen wir mit unserer Aktion beitragen.