
Mehr als 120 Teilnehmer:innen „beschirmten“ gestern vor der Sitzung des Bochumer Stadtrates im Ruhrcongress den Kinder- und Jugendring und den Verein der Quartiershalle der KoFabrik vor Angriffen der Bochumer AfD. (Näheres in der Ankündigung)
Das Bündnis gegen Rechts hatte die Solidaritätskundgebung angemeldet und machte deutlich, dass die AfD auf allen parlamentarischen Ebenen ständig versucht, mit Anträgen und Anfragen Organisationen zu diffamieren, die sich demokratisch und antirassistisch engagieren.
Regine Hammerschmidt und Rolf Geers vom Kinder- und Jugendring nahmen sehr offensiv Stellung zu dem AfD-Angriff: »Es gibt einen Spruch, den wir ziemlich cool finden und der lautet: „Lebe so, dass die AfD etwas dagegen hat!“Der Kinder- und Jugendring ist da auf einem richtig guten Weg. 18 Migrantenjugendvereine sind Mitglied im Jugendring und sie sind eine absolute Bereicherung für unsere Arbeit. Wir sind immer wieder beeindruckt, was unsere Migrantenvereine an tollen Angeboten für Kinder und Jugendliche auf die Beine stellen und sie erreichen Zielgruppen, die wir ansonsten nicht erreichen würden. Die AfD hat gegen die Anerkennung von Migrantenjugendvereine im Jugendhilfeausschuss gestimmt und will verhindern, dass sie gefördert werden. (Das Skript der Rede)
Es folgten sieben kurze Statements von Mitgliedsverbänden, die sehr anschaulich unterstrichen, wie vielfältig und notwendig ihre Arbeit ist. Die Opas gegen Rechts stimmten anschließen ihre Versionen von „Bella Ciao“ und „Wehrt Euch, leistet Widerstand“ an.
Abschließend zitierte Hendrik Becker aus der Erwiderung der Quartiershalle auf den AfD-Angriff. Hierin wird u.a. angekündigt: „Wir nageln uns ein neues großes Schild an die Tür: »Ort, den die AfD für nicht gut befindet! Hereinspaziert und mitgemachtl“ Und posaunen ein lautes und zufriedenes „ENDLICH!“ hinterher.«
Er berichtete dann, dass er einen Mann beobachtete, der das Schild fotografierte und er sprach ihn an. Er war AfD-Mitglied und eine vernünftige Diskussion sei mit ihm unmöglich gewesen. Das sei nicht überraschend gewesen. Doch als der Typ zum Schluss noch rief „In fünf Jahren seid ihr alle verschwunden“, wurde ihm wieder sehr klar bewusst, wie ernst die faschistische Gefahr ist. Deshalb: Nie wieder Faschismus!




















