Mittwoch 23.09.26, 17:46 Uhr
Die Linke in Bochum bekräftigt Solidarität mit Cansın Köktürk

»Menschenfeindlichen Äußerungen muss widersprochen werden«


In einer Pressemitteilung von heute stellt sich die Linke in Bochum nochmal ausdrücklich hinter ihre Bundestagsabgeordnete Cansın Köktürk, deren entschiedener Protest gegen rassistische Tiraden im deutschen Parlament am 11. September mit einer Ordnungsstrafe belohnt wurde. Bereits kurz danach hatte der Kreisverband erklärt, »politisch und menschlich“ an ihrer Seite zu stehen. (Genaueres hier) Nun folgte die ausdrücklliche Anerkennung ihrer Haltung durch die Ratsfraktion.

»Gerade angesichts der Wahlergebnisse einer in weiten Teilen rechtsextremistischen Partei ist klarer Widerspruch notwendig. Wir stehen solidarisch an der Seite von Cansın Köktürk und weisen die massiven persönlichen Anfeindungen zurück, denen sie ausgesetzt ist«, so die Fraktionsvorsitzende Carolin Paskuda.

Ihr Stellvertreter Batıkağan Pulat ergänzt: »Rassistische Äußerungen und der gesellschaftliche Rechtsruck treffen Menschen mit Migrationsgeschichte ganz persönlich. Es geht um Zugehörigkeit, Sicherheit und darum, ob die eigenen Erfahrungen ernst genommen werden. Deshalb kann ich die Reaktion von Cansın Köktürk nachvollziehen. Wer selbst von Rassismus betroffen ist, muss deutlich machen können, wenn Grenzen überschritten werden. Dass sie danach selbst zur Zielscheibe rechter Angriffe geworden ist, macht unsere Solidarität umso wichtiger.«

Auch in Bochum erlebe die Ratsfraktion Die Linke immer wieder politische Auseinandersetzungen mit der AfD und sehe in ihrer kommunalpolitischen Arbeit, wie wichtig es ist, rassistischen und ausgrenzenden Positionen entgegenzutreten. »Die Verantwortung dafür darf nicht bei denjenigen liegen, die selbst von Rassismus betroffen sind«, erklärt Carolin Pakuda. »Als antifaschistische Kraft sehen wir dabei auch die anderen demokratischen Parteien in der Verantwortung. Sie müssen diesen Aussagen klar widersprechen, ihrer Normalisierung entgegenwirken und Menschen, die davon betroffen sind, solidarisch zur Seite stehen.«

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