Das neue Ausbildungsjahr hat Anfang August begonnen und das ist für die IG BAU Bochum-Dortmund Anlass darauf hinzuweisen, dass es in Bochum noch freie Ausbildungsplätze gibt: „Es ist nie zu spät: Wer jetzt noch eine Berufsausbildung sucht, hat gute Chancen. Insgesamt bieten die Betriebe in Bochum noch 847 Ausbildungsplätze. Darunter allein 28 im Baugewerbe.“ Weiter heißt es in der Pressemitteilung der Gewerkschaft:
»Außerdem haben 17 Jugendliche noch die Chance, eine Ausbildung als Maler oder Lackierer anzufangen. Und wer einen der höchsten Jobs in Bochum machen möchte: Dachdeckerbetriebe suchen noch 13 Azubis. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die IG BAU Bochum-Dortmund beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur.
Das Spektrum der freien Ausbildungsplätze sei breit. „Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Gabriele Henter. Die Vorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund rät allen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.
Immerhin haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Nordrhein-Westfalen rund 642.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. Und 81 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren in Bochum haben nach Angaben der Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss. Gerade ihnen rät die IG BAU, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. „Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, so Gabriele Henter.
Die IG BAU Bochum-Dortmund rät Interessierten, eine Berufsberatung zu nutzen. Eine gute Adresse, um sich zu orientieren, sei dabei die Jugendberufsagentur (JBA): www.servicestelle-jba.de. Außerdem seien auch bei der Arbeitsagentur gute Tipps zu bekommen – vor Ort oder digital: www.arbeitsagentur.de/bildung. Das direkte Beratungsgespräch lohne sich immer, so die Gewerkschaft.
„Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, rät Henter. Wer einen Ausbildungsplatz suche, für den zähle vor allem der Beruf. Aber auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven, die der Betrieb nach der Ausbildung biete, seien wichtig.«
