Die DFG-VK in Bochum bekommt eine deutlich wachsende Zahl von Beratungsanfragen zur Kriegsdienstverweigerung und bietet neben der schriftlichen Beratung ab September auch zwei Mal im Monat eine Präsenz-Beratung an. Am Mittwoch, den 19. 8. findet um 18.30 Uhr im alten Büro Der Linken, Universitätsstraße 39 ein Vorbereitungstreffen statt, bei dem die zukünftige Beratung und die Werbung dafür geplant wird.
Die Mitglieder im KDV-Beratungsteam der Bochumer DFG-VK sind fast alle schon seit etlichen Jahrzehnten in diesem Bereich aktiv und freuen sich, wenn sich insbesondere jüngere Menschen in die Beratungstätigkeit einarbeiten.
Dass die Wehrpflicht vor 16 Jahren ausgesetzt wurde, hat einen wesentlichen Grund darin, dass im Jahr 2009 weniger als 100.000 Soldaten zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Knapp 45 Prozent des Jahrgangs 1992 schaffte es, sich als nicht tauglich ausmustern zu lassen. 2009 wurden mehr als 150.000 Anträge auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gestellt. Die Tendenz war steigend.
Die Ergebnisse der Fragebogenaktion der Bundesregierung und alle Umfragen deuten darauf hin, dass die Bereitschaft zu töten oder getötet zu werden, trotz gigantischer Werbemaßnahmen für den Kriegsdienst unter den Betroffenen eher weiter gesunken ist.
Schriftliche Beratung zur Kriegsdienstverweigerung wird angeboten unter:
KDV@DFG-VK-Bochum.de
