Die Oval Office Bar lädt am Samstag, den 24. 1. von 12 – 16 Uhr zu einem Workshop ein zum Thema: Zwischen Safe Spaces und Gesellschaftskritik: »Noch vor ein paar Jahren ein Konzept, das vor allem in bestimmten Teilen linker und feministischer Bewegung diskutiert und praktiziert wurde, ist Awareness mittlerweile auch in Parteien und Institutionen von Kultur bis Bildung in aller Munde. Gleichzeitig vergeht kaum eine Woche, in der nicht aus irgendeinem Teil der Republik (sogenannte) Outcalls, Kritiken, Konzepte und Diskussionen zum großen Themenkomplex Awareness, Täterschaft und Umgang mit patriarchaler Gewalt gibt.
Für uns ist das ein guter Grund, uns einmal gemeinsam anzuschauen: Was meinen wir eigentlich, wenn wir Awareness sagen? Und warum sind wir uns alle zwar irgendwie einig, dass wir sie brauchen, aber offensichtlich nicht einig darüber, wie wir sie umsetzen? Welche politischen Ansprüche stecken hinter (unseren) Wünschen nach Awareness? Und wie werden wir ihnen in einer Gesellschaft, die grundsätzlich von Gewalt geprägt ist, überhaupt gerecht? Welche Awareness-Praxen haben sich als hilfreich erwiesen, und welche sollten wir kritisch hinterfragen? Um diesen Fragen nachzugehen, möchten wir einen kurzen Überblick zu Geschichte und Entwicklung von Awareness im Kontext der deutschsprachigen linken/feministischen Bewegung geben, um im Anschluss gemeinsam verschiedene Grundthesen, Annahmen und Probleme in Bezug auf Awareness, Täterschaft, patriarchale Gewalt und Co. unter die Lupe zu nehmen und kritisch zu diskutieren. Dabei möchten wir auch auf die realen Probleme eingehen, auf die verschiedene Strukturen und Räume in ihrer Awareness-Arbeit immer wieder stoßen. Wir möchten mit dieser Veranstaltung auch einen Umgang mit einem gewissen moralischen Druck finden und diesem eine inhaltliche Auseinandersetzung entgegensetzen – denn Awareness-Konzepte sollten nicht entstehen, weil „man heutzutage halt eins haben muss“, sondern um konkrete inhaltliche, soziale und politische Ziele zu verfolgen und umzusetzen.«
Teilnahme nach Anmeldung per Mail unter feminismus@kosmopolis.club