Samstag 06.08.22, 21:30 Uhr

Erinnerung an das Grauen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima


„Hier müssten doch mindestens 50/100 Leute stehen und zuhören“, meinte ein Passant angesichts der Aktion des Friedensplenums zur Erinnerung an den ersten Abwurf einer Atombombe am 6. August 1945 auf Hiroshima und zur Warnung vor einer Politik, die glaubt, mit immer mehr nuklearer Abschreckung dem Risiko eines atomaren Infernos entgehen zu können. Gemeint war das eindrucksvolle Programm, bei dem, begleitet von Posaunenklängen, Fabian Liedtke aus den Erinnerungen Shigemi Ideguchis,  des japanischen Großvaters seiner Frau las. Der hatte das Grauen nach dem Abwurf miterlebt, seine Erinnerungen im Buch „Raben und Singvögel waren auch nicht mehr da“ festgehalten und sein Leben lang die Warnung vor diesen mörderischen Waffen weitergetragen. Ingrid Farzin (Friedensplenum/IPPNW) berichtete von ihrer Teilnahme an der ersten Konferenz zum UN-Atomwaffenverbotsvertrags in Wien. Die Rede im Wortlaut.

Auf Tabletts konnten Passanten den  Film „Was passiert, wenn eine Atombombe deine Stadt trifft“ verfolgen. Große Bildtafeln vermittelten einen Eindruck der grauenvollen Zerstörungen. Mitglieder und Freund:innen des Friedensplenums verteilten Faltblätter, in denen die Anschaffung von Atomwaffen tragenden Kampfjets für die Bundeswehr kritisiert und ein deutschen Beitritt zum UN- Atomwaffenverbotsvertrag sowie der Abzug der ca. 20 Atombomben aus der Eifel gefordert wird.

Erschreckend und doch verständlich: Viele Menschen schließen am liebsten die Augen vor der Gefahr. Mit vielen Vorübergehenden gab es aber auch intensive Diskussionen. Oft wurde die Angst vor einer weiteren Eskalation des Krieges in der Ukraine deutlich.

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